Als Gasthörerin an der Uni....

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    • Als Gasthörerin an der Uni....

      war heute an der Uni und möchte mich im nächsten Semester als Gasthörerin für 2- 3 Vorlesungen einschreiben. . Die Beratung war supernett, und ich hatte nicht den Eindruck, ich bin soo exotisch.

      Doch jetzzt zuhause kommen mir die Bedenken. Ich bin nicht nur doppelt so alt, sondern auch doppelt so breit wie die meisten Studenten. Wie werden sie reagieren, wenn ich ihnen wortwörtlich in der Vorlesung den Platz wegnehme?

      Was meint ihr?


      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Schließe mich meiner Vorrednerin an.

      Probiere es aus und schau dir die anderen an: Es wird alles, aber auch wirklich alles, dabei sein: Groß, klein, blonde Haare, rote Haare, braune Haare, schwarze Haare, dick, schlank, lange Haare, kurze Haare, mit Handicap, ohne Handicap...einfach Menschen aus allen Herren Länder....

      Du wirst alles andere als exotisch sein.:)
    • Einfach hingehen, angucken und "genießen".

      Es gibt ja auch Senioren, die sogar nochmal ein Studium anfangen - also wirst Du altersmäßig sicher nicht den Rekord brechen ;)

      Ganz davon abgesehen - auch im übrigen Leben bist Du immer mal wieder doppelt so alt oder doppelt so breit wie irgendwer ... ist also doch gar nichts neues ... nur ein neuer Ort. Ich wage zu bezweiflen, dass es unter Studenten nicht auch alle Gewichtsklassen gibt.

      Und ich glaube auch nicht, dass alle Vorlesungen so überlaufen sind, dass Du "Platz wegnimmst". Sonst hätte man Dir sicher bei der Anmeldung diesbzgl. etwas gesagt. (Zur Not, kannst Du Dich ja auf die Treppe setzen, wenn alle Plätze belegt sind.)
      Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
      der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte. (Berthold Auerbach)
    • Ich wünsche dir viel Freude daran! Normalerweise sind Studenten, vor allem wenn es keine massiv überbuchten Kurse sind, ein ziemlich tolerantes und aufgeschlossenes Völkchen.

      Jetzt bin ich neugierig, welche Vorlesungen bzw. Studienrichtung möchtest du belegen?
    • sitzplatzwahl

      Also ich kenn das so , das Gaststudenten nur da zugelassen werden , wo Platz ist und keinem "ordentlichen" Studie was "wegnehmen".
      Meine Erfahrung ist, daß mich gerade junge Menschen, so Generation "könnten meine Kinder sein" respektvoll behandlen oder mich schlicht übersehen.
      Da würd ich mir mal keine Sorgen machen.

      Aber was ich neulich gelernt habe, als ich an einem Symposium in der UNI teilnahm, ist ,daß man als Dicke seinen Sitzplatz strategisch günstig wählen sollte.

      In unserer Uni sind die Tisch festgeschraubt und die Stühle klappt man runter.
      Da ich früh da war, gabs noch viel Platz und ich wählte mir intuitiv den, von wo ich am Besten aufs Podium gucken konnte.
      Das war in der Mitte einer Sitzreihe.
      Ich bedachte nicht, daß so 4 Std.Vorträge lang still sitzen aus zwei Gründen nix für mich sind.
      Da ich Lymphödem staut sich Flüssigkeit und ich bekomm nicht nur dicke Beine sondern , es staut sich auch am Bauch und nach spätestens einer 1 1/2 Std tuts weh und ich sollte mal dringend aufstehen, weil ich nicht lange so eingezwängt sitzen kann.

      Das ging nicht. Weil nach mir kamen andere Zuhörer und somit war ich eingeamauert.Vor mir der unverrückbare Tisch, links -rechts Menschen und der Gang so schmal, da konnte ich nicht durch , ohne daß die gesammelte Reihe Zuhörer hätte aufstehen müßen und da ich nun mal Platz brauch, hätten sie auch noch aus der Sitzreihe rausgehen müßen, damit ich an ihnen vorbeikomme.
      Es hätte also einen ziemlichen "Tumult" im Saal gegeben, nur wiel die Dicke mal raus muß.
      Also hab ich durchgehalten bis zum Ende und nur die Hälfte der, echt spannenden Vorträge , richtig mitbekommen.
      Weil ich ab irgendwann nur noch "aua und pipi" denken konnte.

      :-Dalso gelernt: immer an den Rand von so einer Sitzreihe setzen und möglichst nah an den Ausgang.
    • Hallo an alle,

      danke für die guten Wünsche.

      Viola, in meiner "ersten" Studiumszeit bekam ich eine Esstörung. Ich fand die anderen alle so selbstsicher, hübsch und gescheit, und ich selbst fühlte mich so fehl am Platz.

      Lucia, ich möchte Alte Geschichte belegen. Das wollte ich immer schon machen, aber es war ein Studium, das ich mir finanziell nicht leisten konnte.

      Frau Brenzle, danke für die praktischen Tipps.
      Ich muss , wie du schon sagst, ohnehin von jedem Dozenten die Erlaubnis erfragen, ob es freie Plätze gibt.

      Ja, ich freue mich schon richtig drauf. :D

      liebe Grüße Lisa
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      H.L. Mencken
    • Bei "Alte Geschichte" bezweifel ich, dass es total überlaufen ist und zudem ist man da, wie bei den meisten Geschichts-/Kunstgeschichte-/Religionsvorlesungen etc., Senioren-/Gaststudenten idR gewohnt ;) Ansonsten hätte man dich auch gar nciht erst dafür zugelassen, also keine Sorge.

      Gasthörerstatus ist halt auch einfach nochmal was anderes, da wird man dich vermutlich eher...ja...ignorieren. Was bei Vorlesungen aber auch normal ist, interagiert wird eher in Seminaren etc.

      Ich hatte in der ganzen Unizeit zum Glück platztechnisch nie wirklich ein Problem, da war die Uni ganz gut ausgestattet. In manchen Hörsälen hab ich mal lieber den Tisch nicht zu mir hin geklappt, das wäre was eng geworden, ist aber zum Glück auch nicht nötig.

      Und ich bin da Randsitzer. Lieber steh ich auf um andere rein/raus zu lassen als selber nicht weg zu kommen. Es war nämlich, insbesonere in den großen Hörsälen, eher üblich dass die Leute die raus wollten sich wahlweise so durchgequetscht haben oder hinter den Leuten auf deren Sitzen hinterm Rücken drübergestiegen/durchgelaufen sind. Das hätte ich so...nicht gekonnt und hätte alle rausscheuchen müssen. Nope. Rand it is ;)

      Und ein kleiner Hinweis zum Erhalt der positiven Stimmung: Ja, frag, wenn du Fragen hast, natürlich oder antworte, falls du Antworten weißt. Aber: keine Lebensgeschichten, keine Einwürfe, die mit dem Thema nichts zu tun haben, keine "aber der Heinrich hat beim Skat neulich gesagt..." (ja, das ist quasi ein wörtliches Zitat).
      Nein, ich gehe nicht wirklich davon aus, dass das bei dir relevant ist. Ist nur leider recht beliebt bei Seniorenstudenten, die damit teilweise ´ne ganze Vorlesung sprengen oder zumindest gut verzögern können, weil sie Vorlesung als Diskussionsrunde, wo man sich mal hervortun kann, oder Kaffeeklatsch sehen. Ein bekanntes Phänomen und der einzige Grund (zumindest in den Fächern, wo kein Platzmangel herrscht) weswegen beim Wort Gast-/Seniorenstudent evtl. mal mit den Augen gerollt wird ;)

      Wenn du mit den Studien weiter gehst als nur Vorlesungen zu besuchen - auch da keine Sorge. Klar wirst du älter sein als die meisten anderen, aber in meiner Erfahrung wurden auch ältere Studenten dann in Seminaren und Gruppenprojekten immer gut mit eingebunden und sich rasch dran gewöhnt, wird Teil der Gruppe.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • manchmal toll

      aber ist so ein Einwurf Wahnsinn. In einem Seminar über
      das Dritte Reich saßen Senioren. Einer sagte dann ganz
      schlicht: Ich wollte mit sechzehn für den Führer sterben. So war das. Es war dann eine der besten Diskussionen, die ich je erlebt habe.
    • Hallo Orien,

      *lach* ich weiß, was du meinst, meine Töchter sind ja an der Uni. Da gibt es Gaststudenten, die keine Rücksicht nehmen, dass die anderen am Ende eine Prüfung ablegen müssen. Einer weiß sogar alles besser als der Dozent ( denn ER war ja dabei unter Hitler.....) So eine möchte ich natürlich nicht sein.....

      ist aber gut, dass du mich nochmals erinnerst....

      liebe Grüße Lisa
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    • der von mir geschilderte

      tat das nicht. Aber die Studenten begriffen durch seinen
      Satz den Einfluss der Propaganda auf die Jugend.
      Und es ging um Propaganda. Der wußte überhaupt
      nicht alles besser, der schilderte nur, wie es ihm mit 16 ging.
    • Heute hatte ich meine erste Vorlesung. Es gibt freibewegliche Stühle, keine Bänke, die zwar hart sind, aber keine Armlehnen haben und die Lehne ist überraschend bequem. Ich saß in der letzten Reihe. ^^
      Tja, die ältere dicke Frau ganz hinten konnte sogar eine Frage beantworten. Fand es absolut cool .

      liebe Grüße Lisa
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      die klar ist, einleuchtend und falsch.


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    • Mystery schrieb:

      Das finde ich auch schön, dass es so gut gelaufen ist. Ich studiere jetzt ganz regulär und habe manchmal leider mit zu engen Sitzen zu kämpfen.
      ja, ich hatte erst Sorge, dass die Veranstaltung in einem normalen Hörsaal mit diesen festen Tischen stattfindet. Was machst du, wenn es eng wird?

      liebe Grüße Lisa
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    • Lisa Cortez schrieb:

      Mystery schrieb:

      Das finde ich auch schön, dass es so gut gelaufen ist. Ich studiere jetzt ganz regulär und habe manchmal leider mit zu engen Sitzen zu kämpfen.
      ja, ich hatte erst Sorge, dass die Veranstaltung in einem normalen Hörsaal mit diesen festen Tischen stattfindet. Was machst du, wenn es eng wird?
      liebe Grüße Lisa

      Ich bin noch beim Ausprobieren, ehrlich gesagt ;) Ok war es, sich an den Rand zu setzen, dann kann ich den Tisch gerade noch runterklappen. Allerdings bekomme ich da sehr schnell Beklemmungsgefühle, genau so wenn ich mittendrin sitze.

      Ich habe das Glück, dass viele Inhalte der Vorlesungen bei uns online gestellt werden und man nicht zwingend mitschreiben muss. Wenn das Mitschreiben für mich unumgänglich ist, bei Infoveranstaltungen z.B., benutze ich einen DIN A5 Notizblock und lasse den Tisch hochgeklappt. Der Block ist durch die Pappe so stabil, dass ich trotzdem gut mitschreiben kann, und Schreibzeug, Getränk etc kann ich gut auf dem Teil des Tisches ablegen, der nicht hochgeklappt wird.
    • Ich gehöre ja zur Generation der Baby-Boomer, das heißt, ich habe zu Zeiten studiert, als die Hörsäle für 400 Personen konzipiert waren, aber 1000 reingestopft wurden. Das Grundstudium hab ich im Stehen oder auf dem Boden sitzend absolviert. Ganz gewiefte Mitstudent/innen haben sich damals Camping-Klappstühle oder Sitzsäcke mitgebracht. Wäre heute unvorstellbar.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)