Schilddrüse: Ruhig mal drin lassen

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    • Schilddrüse: Ruhig mal drin lassen

      Ich habe vor kurzem bei der FAZ einen sehr interessanten Artikel zu den Folgen von Schilddrüsenoperationen entdeckt.

      Ruhig mal drin lassen

      Die Informationen über verschiedene Krebsarten an sich sind ja schon sehr interessant. Aber ich habe den Artikel in erster Linie verlinkt, weil in diesem Artikel im Zusammenhang mit Krebs auch über die fatalen Folgen der Entfernung der Schilddrüse für den Gesamtorganismus berichtet wird, weshalb diese Operationen kritisch betrachtet werden.

      Die genannten 20.000 Operationen jährlich in Deutschland beziehen sich nur auf (potenzielle) Krebspatienten. Man kann also davon ausgehen, dass weitaus mehr Patienten jährlich ihre Schilddrüse ganz oder teilweise verlieren, da dies ja auch bei anderen Diagnosen geschieht.

      Meine Erfahrung, und ich glaube, auch die einiger anderer Betroffener hier im Forum, ist ja, dass die Folgen des Verlusts der Schilddrüse generell heruntergespielt werden. Umso erstaunter war ich darüber, in diesem Artikel zu lesen, welch dramatische Folgen solche Operationen für die Betroffenen haben können.

      Ich empfinde dabei eine gewisse Genugtuung, denn ich habe mich jahrzehntelang falsch eingetütet gefühlt und mir ist vieles, wovon ich heute weiß, dass es mit meinen SD-Operationen in Verbindung stand und steht, als Charakterschwäche ausgelegt worden. Wenngleich ich mittlerweile eine angemessene Behandlung meiner SD-Problematik erhalte, ist das immer noch nicht dasselbe wie ein Leben mit einer intakten Schilddrüse.
    • Das ist in der Schweiz auch so. An sehr gut versicherte Patienten wird häufiger operiert, weil es Geld gibt.

      Ich kann mir schon denken, dass manche Patienten aus lauter Angst vor dem Krebs einer OP zustimmen. Nicht jeder informiert sich oder holt sich eine zweite Meinung ein. Und ob dem Patienten alles gesagt wird, wage ich auch zu bezweifeln. Der junge Mann im Artikel hätte sich das möglicherweise anders überlegt, wenn er all die Auswirkungen gewusst hätte.

      ist das immer noch nicht dasselbe wie ein Leben mit einer intakten Schilddrüse.


      Das gilt eigentlich für alle chronischen Krankheiten, wo ein Organ seinen Dienst verweigert. Allerdings ist es wirklich bitter, wenn es nicht hätte sein müssen, wie z.B. einer SD-OP, die nicht nötig gewesen wäre.

      LG Finchen
    • Ich habe keine Schilddrüse mehr, ganz ohne OP, Autoimmunkrankheit sei Dank.
      Ich lebe völlig normal ohne Schilddrüse, die Hormone kann man doch ganz einfach in Tablettenform zuführen.

      Anfangs war das Einstellen etwas tricky.
      Mittlerweile merke ich selbst am Wohlbefinden, ob ich noch richtig eingestellt bin. Anfangs hat mein Arzt mich da belächelt. Mittlerweile weiß er, wenn ich das Gefühl habe, mein Wert sei nicht okay, dann ist mein Wert auch nicht okay, wie der Bluttest jedes Mal beweist.
    • Hallo Milka,

      so sollte es sein, aber leider ist es nicht bei allen so. Ich habe 25 Jahre in der Unterfunktion gelebt und weiß das erst seit ca. 12 Jahren. Und ich kenne Operierte, die eine exorbitant hohe Dosis SD-Hormon nehmen, ohne dass es überhaupt eine Wirkung zeigt.

      Ich habe halt oft gehört, dass die Schilddrüse keinerlei Rolle spielt im Körper. Und ich soll mich nicht so anstellen ...

      Martina
    • Das geht mir genauso.
      Milka, schön, dass es bei dir total unproblematisch war.
      Meine SD hat sich ebenfalls autoimmun-subtrahiert.
      Es hat lange gedauert, bis überhaupt richtig untersucht wurde, was los ist. Selbst in der Umstellungsphase hatte ich Höllenzeiten. Selbst heute bin ich von den Nachwehen nicht verschont. Es gibt Probleme, die sich seit dieser Zeit mit mir rumtrage, auch wenn es deutlich besser geworden ist.
      Also kann auch bei mir von "einfach ne Tablette nehmen" leider keine Rede sein.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Es gibt Menschen wie mich die T3 und T 4 einnehmen müssen damit es läuft nur mit L Thyroxin bin ich auch mit höchsten Dosierungen nicht weitergekommen. Nach der Schilddrüsen OP bin ich ruhiger geworden, ich bin psychisch nicht mehr so belastbar und regeniere auch körperlich nicht mehr so gut.
      Es ist aber auch viel mit der Nebenschilddrüse bei mir nicht in Ordnung.