Weight Watchers: Die fetten Jahre sind vorbei

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    • Nee, die Konkurenz ist nicht die OP, sondern das Internet.
      Weigtht Watchers ist teuer und so ähnlich wie der Watch Tower ( die Zeitschrift der Zeugen Jehova) eine Sekte. Den Gruppenkram muss man mögen und Zeit für haben.

      Viele Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • ich denke, mit der Zeit wird es immer mehr Leute wie mich geben, die WW hinter sich haben. Buchstäblich. Mit den bekannten Erfolgen:

      Abnehmen-zunehmen-wiederholen und noch mal wiederholen-
      Geld, Zeit, Motivation und Glaube daran futsch.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Mich hat es schon immer von diesen sektenartigen Strukturen gegraust.
      Öffentliches Wiegen, Lob und Tadel???
      Spätestens als all diese Fertiggerichte auf den Markt kamen hätten doch bei den Menschen die Alarmglocken läuten müssen.
      Wahrscheinlich einer der größten Gewinner des Diäten-Irrsinns.
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • OT: Wenn ich das Wort Weight Watchers lese, muss ich mich immer an die Geschichte erinnern die Sonnenkuss einmal erzählte. Während eines Gruppentreffens der Weight Watchers hatte eine Frau erzählt, dass sie es nun endlich geschafft hat einen ganzen Blumenkohl zu essen, dafür bekam sie damals Applaus :zwinker:
    • Hallo,

      auch ich habe dort eine Zeit lang mitgemacht, und das tollste war, dass bevor es losging alle Teilnehmerinnen nur darüber sprachen wo und wie gut man essen kann, und wievile Punkte man für welche Gerichte berechnen müsste. Ich habe nach ca. 8 Wochen das Handtuch geworfen, weil das ganze nur Verkaufsstrategie ist. Letztendlich ändern die ihr System doch ständig , damit man nicht die gekauften Bücher etc. weiter geben kann, oder kostenlos mit jemanden teilen könnte.
    • Meine Schwester hat mal da mitgemacht. (Mit Kleidergröße 40!) Da sie mich bekehren wollte, hat sie mir das Punktesystem genau erklärt. Ich hör mir ja immer erst alle Argumente an, bevor ich einer Sache zustimme oder sie ablehne. Ich hab dann mal die Fettpunkte etc in "reale" Kalorien umgerechnet, und als herauskam, dass es sich um eine pupsnormale Hungerdiät mit erleichterter Rechnung handelt, habe ich dankend abgewinkt. Gehungert habe ich genug in menem Leben.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich habe einmal richtig bei WW mitgemacht, ein knappes halbes Jahr lang. Sogar mit - zeitweiligem(!) - Erfolg, wahrscheinlich weil es mein erster größerer Versuch in der Richtung war. Es war irgendwann in den 90ern und damals wurden noch keine Punkte gezählt, sondern den Lebensmitteln Kästchen zugeordnet.
      Später bekam ich mal von einer Freundin ein älteres, inzwischen nicht mehr aktuelles Punktesystem.

      Da war ich dann schon so schlau, mir das Ganze genauer anzusehen. Durch das Punktsystem wird verschleiert bzw. mit einem Haufen Brimborium umgeben, dass 1 Punkt ungefähr 50 kcal entspricht, weiter nichts. Diese simple Tatsache im WW-Forum öffentlich zu benennen, löst übrigens einen shitstorm aus oder man wird gesperrt.

      Die Anzahl der erlaubten Punkte richtete sich dann nach Geschlecht und Ausgangsgewicht. Und insgesamt ist es eine simple Reduktionsdiät, die die abnehmwillige Frau bei durchschnittlich 1200 kcal hält, dem Kerl in gleicher Lage etwa 1500 zubilligt.
      Später, wenn das Wunschgewicht erreicht ist, soll man austesten, wie viele "Punkte" man auf Dauer essen darf ohne zuzunehmen und das ergibt dann vielleicht 1600 bis 1800 kcal täglich - de facto eine milde lebenslange Dauerdiät, die aber natürlich niemand lebenslang durchhält (und die WW nach einiger Zeit hübsche Anschlussgeschäfte beschert).

      In unserem hiesigen Käseblatt stand gestern ein großer Artikel über eine Krankenschwester aus dem Adipositaszentrum, die sich hat selbst operieren lassen und nun schon 40 oder 50 kg abgenommen hat.
      Und darunter sang eine Ärztin das Hohelied der AC und verkündete siegesgewiss, dass
      a) die allermeisten Dicken selbst schuld sind an ihrem Übergewicht, weil sich einfach zu viel essen
      und
      b) dass Diäten ihnen leider kaum helfen, denn sie fielen immer wieder in ihre ungesunden Essmuster zurück.
      (Letzteres nannte sie dann Yoyo - kein Wort von Grundumsatz oder der Zumutung lebenslangen Hungerns fiel in dem Zusammenhang)

      Aber tratra, tratra, es gäbe da ja
      c) eine Lösung und ab 40 MBI, bei Vorliegen von Krankheiten sogar ab 35 würden Magenbypass oder Schlauchmagen auch nach einigem Kampf von der Kasse bezahlt (während man das Magenband heute nicht mehr so macht - übrigens null Reflexion darüber, warum nicht und was mit den Patienten geworden ist, denen man es noch zugemutet hat - ) :rolleyes:
      Operationen seien zwar immer mit gewissen Risiken verbunden, diese hier seinem jedoch minimalst.

      Grüße von Thea

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thea () aus folgendem Grund: Ergänzung letzter Satz

    • Hallo Thea,

      ich war mal bei einer Veranstaltung im Universitätsklinikum Eppendorf hier in Hamburg zum Thema Magenbypass. Dort finden auch die Treffen der Übergewichtigen etc.statt. Dort erklärte man uns das Magenbänder einwachsen könnten, und man sollte das Band nach erreichtem Ziel wieder ziehen lassen. Der Magen würde sich dann auf seine alte Größe ausdehenen, und der Kreislauf geht wieder von vorne los. Na toll. Also wurde der Magenbypass angepriesen und was man alles machen müßte um die OP zu erhalten. Ich empfand das ganze als Druck in die Richtung OP.Auch die Gruppe die sich dort trifft, sind entweder operierte oder solche die es noch durchbekommen wollen.

      LG Martina
    • Ja, ich hab da natürlich auch mal mitgemacht. Wer nicht. Funktioniert hat es auch, aber nur eine kleine Weile. Diese Gruppengeschichte hat bei mir noch nie funktioniert.

      Was ich aber auch heute noch benutze, sind die WW Kochbücher. Viele Rezepte sind sehr lecker - wenn man auf all die Light-Produkte verzichtet.

      In den heissen Wochen kürzlich habe ich sehr oft einfach TK-Früchte mit Joghurt (normaler Joghurt, niemals Mager-Joghurt) durch den Mixer gejagt und hatte das tollste Frucht-Joghurt-Eis ever.
    • Meine Schwester singt immer noch das Hohelied der WWs. Sie ist von dem Programm überzeugt und hält es für das beste der Welt. Natürlich hat sie damit mal abgenommen und danach mehr wieder zugenommen. Aber da es in ihrem Bekanntenkreis eine Frau gibt, die ihr Gewicht seit 30 Jahren relativ konstant hält, sind die WWs in ihren Augen unangreifbar. Man muss sich halt nur ein Leben lang an die Regeln halten.

      Tja - und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Die wenigsten können genau das. Aber daraus den Schluss zu ziehen, dass das Programm nicht menschentauglich ist, kommt nicht infrage. Es ist schließlich immer der Mensch, der fehlerhalt ist.

      Daher halte ich WW mittlerweile fast für eine Sekte. ;)
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Also zu Weight Watch direkt kann ich nichts sagen. War noch nie da, würde auch nie hingehen. Ist mir irgendwie zu calvinistisch. Frei nach Goethe: "verzichten sollst du, sollst entsagen ..." -

      Was ich aber schon gut finde: wenn es reale Gruppentreffen irgendwo gibt. Muss ja nicht zum "Abnehmen" sein. Ein Miteinander und ein Erfahrungsaustausch wäre besser. So etwas wie dieses Forum hier - nur leiblich ... unvirtuell ... in echt.
      Ja ich weiß ... in echt irgendwo hingehen in Zeiten des Zeitmangels und des Internet ... und das vielleicht auch noch wöchentlich ...

      Trotzdem - ich halte es mit Prof.Dr.Peters ("Mythos Übergewicht"), daß wir möglicherweise gar nicht so sehr eine "Übergewichts"-Epidemie haben, sondern daß es sich in Wirklichkeit vielleicht ... oder unter anderem ... um eine Einsamkeits-Epidemie handelt, und das Dick ist nur ein Symptom davon ... weil Alleinsein dem Menschen Stress verursacht ...

      Als ich persönlich finde eine Gruppe vor Ort - zusätzlich zum überregionalen Forum - eigentlich keine schlechte Idee ...?

      Liebe Grüße an Alle
      Issi
    • Ich sage es mal so: es gibt wesentlich schlimmere Abnehm-Methoden als WW.

      Ich habe es natürlich auch schon gemacht - und es als eine flexible, gesunde Sache empfunden, bei der man nicht hungern muss und durchaus gesund essen kann. Keine merkwürdigen Ge- oder Verbote oder einseitige Pülverchen ... ! "Öffentliches Wiegen" gibt es auch nicht - das ist immer so ein gängiges Vorurteil, was nicht stimmt.

      Erstaunlicherweise "lernen" auch viele, gerade jüngere Leute, dadurch auch einiges übers Essen an sich. Gerade neulich erzählte mir Praktikantin davon - was nun alles wieviele Punkte hat - und ich wunderte mich, dass sie die Unterschiede nicht wusste (dass, jetzt mal übertrieben gesagt, ein Blumenkohl weniger Kalorien (Punkte) hat als eine TK-Pizza).

      JoJo gibt es natürlich auch - wie bei jeder Abnahme.

      Dennoch weiß ich - nach langen Jahren solcher Diäten - dass regelmentiertes Essen über einen längeren Zeitraum kontraproduktiv ist und eine Gewichtszunahme eher fördert statt verhindert. Deshalb würde ich immer eher abraten - oder es wenn, dann nur kurzfristig, empfehlen, um ein gewisses Grundwissen über hoch- und niedrigkalorische Lebensmittel zu erlangen.

      (mal sehen, ob mein Beitrag jetzt zensiert wird, weil ich nicht sofort ins WW-ist-böse-Horn stoße!? ... :cool2:)
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Andra1963 schrieb:

      Ich sage es mal so: es gibt wesentlich schlimmere Abnehm-Methoden als WW.

      Kann sein, aber nur weil es Schlimmeres gibt, macht das ww noch nicht zu etwas Gutem, oder?

      Andra1963 schrieb:

      Erstaunlicherweise "lernen" auch viele, gerade jüngere Leute, dadurch auch einiges übers Essen an sich. Gerade neulich erzählte mir Praktikantin davon - was nun alles wieviele Punkte hat - und ich wunderte mich, dass sie die Unterschiede nicht wusste (dass, jetzt mal übertrieben gesagt, ein Blumenkohl weniger Kalorien (Punkte) hat als eine TK-Pizza).

      Genau das ist doch das Problem. Die Praktikantin lernt nix aber auch gar nix über das Essen an sich, sondern bestenfalls rechnen und Punkte zählen. Was ist daran gut?
    • Boewi schrieb:

      Kann sein, aber nur weil es Schlimmeres gibt, macht das ww noch nicht zu etwas Gutem, oder?


      Habe ich ja auch nicht gesagt ...

      Genau das ist doch das Problem. Die Praktikantin lernt nix aber auch gar nix über das Essen an sich, sondern bestenfalls rechnen und Punkte zählen. Was ist daran gut?


      Gut ist daran, überhaupt erst mal zu überdenken, was man da so isst. Gerade die Jugend lernt nicht mehr "richtig" zu kochen - da werden Tüten aufgerissen oder Fertiggerichte in die Mikrowelle gestellt.
      So kann es nicht schaden, zu lernen, dass Salat, Gemüse und Obst zu essen auch ganz sinnvoll ist ...

      Wir hier - oft mit einer jahrelangen Diätkarriere - setze vieles voraus, was andere tatsächlich nicht wissen. Ich habe vor etlichen Jahren auch mal WW-Treffen besucht - und mich gewundert, was da manchmal für Fragen kamen.
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Wissen über Nahrungsmittel kann man billiger haben. Man gehe in die Bibliothek und suche Bücher zum Thema. Oder im Internet wird man auch fündig. Wer sich informieren will, findet eine Unmenge an Infos. Da muss keiner extra zu den WW gehen.

      Als ich in die Oberstufe ging, gab es Kochunterricht in der Schule und den gab es auch bei meiner Tochter. Und ab diesem Jahr hat das nun auch mein Sohn. Es müssten nur die Schulen anbieten.

      LG Finchen
    • Noch mehr Sachen an die Schulen delegieren, die eigentlich schon längst in den Familien hätten stattfinden müssen? Bin ich kein Fan von. Zumal ich da auch den meisten Lehrern nicht trauen würde. Und wenn "Enährungsberater" dafür eingekauft werden, drücken diese die Kinder oft noch stärker in Richtung Diät und nennen es Ernährungsumstellung. :eek:
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    • zumal es an den Schulen nix nützt.... ich hatte Ernährungslehre als Profilfach am Gymnasium und weiß wahnsinnig viel darüber ,
      aber vor Essstörungen hat es mich nicht bewahrt,
      es hat mir freilich geholfen, meine Essstörungen zu verbergen, weil ich wußtew, was ärzte hören wollen und weil ich Vitamine und Mineralstoffe substiutiert habe.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Die Schulen können nicht jedes Defizit auffangen. Zumal sie es nicht im Sinne eines positiven Selbstbildes und einer individuell richtigen Ernährung könnten oder können wollten. Was käme dabei deiner Meinung nach rum? Eine wirklich bedarfsgerechte Ernährungsweise? Ich rate mal, dass sich wieder die altbekannten "Ernährungsexperten" aufschwingen würden, um mit ihren längst überholten Ernährungsregeln weitere Essgestörte zu produzieren. Mein Vertrauen geht da wirklich gegen Null.
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