Wer dick ist, bleibt es meist

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    • Wer dick ist, bleibt es meist

      Ich habe eben den Artikel "Wer dick ist, bleibt es meist" auf scinexx.de gefunden.

      Wie schwer es ist, dauerhaft abzunehmen, bestätigt nun eine britische Studie. Demnach haben übergewichtige Frauen nur eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 124, ihr Normalgewicht zu erreichen. Bei Männern liegt die Chance mit 1 zu 200 noch niedriger. Und: Je höher das Übergewicht, desto weiter sinkt die Abnehm-Wahrscheinlichkeit, wie die Forscher im "American Journal of Public Health" berichten. Sie schließen daraus, dass gängige Diäten und Interventionen bisher nur wenig bringen.
      Ach echt?
      Ob jemand von uns das schon mal bemerkt hat?

      :rolleyes:
    • Und wenn das Körpergewicht eine gewisse genetische Komponente hat, machen Diäten erst recht keinen Sinn.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Der Hinweis, dass es als dicker Mensch unwahrscheinlich ist zu einem gesunden Körpergewicht zurück zu finden ist der Denkfehler in vielen Köpfen. Obwohl auch kurz danach im Bericht erwähnt wird, dass schon eine Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent beachtliche Auswirkungen haben.

      Das Resümee der Studie in Bezug auf die Gewichtsstagnation bei dicken Menschen finde ich gut. Dass man aber die größte Chance, um die aktuelle „Übergewichts-Epidemie“ einzudämmen, darin sieht, dass man Maßnahmen der öffentlichen Gesundheit fördert, dass hat doch bis jetzt nicht funktioniert und ich glaube es wird auch nicht funktionieren. Diese gesellschaftlichen Maßnahmen erhöhen oft den Druck und fördern leider auch Vorurteile gegenüber dicken Menschen. Diese Vorurteile wachsen und verfestigen sich somit auch selbst in den Köpfen der dicken Menschen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bircan ()

    • Das Problem ist, dass "Übergewicht" das Resultat verschiedener Angelegenheiten sein kann.

      - genetisch festgelegt: kein Mensch kann ewig gegen seinen angeborenen " set point " kämpfen, klar , das das nicht nützt.
      - mehr essen als man eigentlich braucht/ Lifestyle: Da kann eventuell Aufklärung nützen.
      - Essstörung: Eher ein Fall für den Psychotherapeuten als für den Ernährungsberater. Dürfte die Esstörung behoben sein, dürfte die Person allmählich ihr "natürliches" Gewicht erreichen - wobei aber nicht gesagt ist,
      dass die Person dann schlank ist - vielleicht ist ihr genetisches Gewicht ja " dick".
      - Krankheiten, Medikamente

      Ich plädiere immer dafür, statt "Übergewicht" die Ursache zu beschreiben, wie das ja beim Gegenteil, dem "Untergewicht" schon geschieht.

      Oder stellt euch vor, der Arzt gibt einer essgestörten Frau statt der Diagnose "Anorexia nerviosa" die Diagnose "Untergewicht" und desgleichen bei einem halbverhungerten Menschen aus einem Flüchtlingslager!!! ? Wenig differenziert, oder ?!!!!


      ich selbst definiere mit der Angabe "neuroleptikainduzierte Adipositas" - E66. 1 nach ICD ganz genau.

      Erst wenn die Definition des "Übergewichtes" klar ist, kann überhaupt Erfolg oder Misserfolg irgendwelcher Maßnahmen bewertet werden.

      Mit freundlichen Grüßen Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • BUFFY schrieb:

      ich kenne zwei Fälle, wo bestimmte Medikamente
      abgesetzt werden konnten und das Gewicht daraufhin
      nach unten ging.


      ja, ich gehöre wohl selbst dazu, da ich dauerhaft 23% meines Körpergewichtes durch das Absetzen von Neuroleptika abgenommen habe.
      dauerhaft = schon 2 Jahre, ohne Diät oder vermehrtes Training.
      die Prozentzahl habe ich gerade ausgerechnet und bin erstaunt, dass es so viel ist.


      aber ich könnte NIE anderen Menschen sagen, wie sie Gewicht verlieren.
      ich könnte höchstens Menschen, die auch atypische Neuroleptika nehmen, auf meine Erfahrungen hinweisen.

      Das Problem der Berater ist, dass sie ihre eigenen Erfahrungen ODER nicht mal das, sondern Angelesenes, ausnahmlos auf alle Menschen übertragen.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
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      H.L. Mencken