WICHTIG STARK-Programm - Sport für stark Übergewichtige bis 180 kg

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    • Martina schrieb:

      Steffi schrieb:

      Ich hab mal ne andere Frage:

      DIe Reha wurde ja genehmigt und ist geplant, etc. Aber nun habe ich erfahren, dass man mit einer genehmigten Reha auch z.B. einen Bürostuhl für die Arbeit beantragen darf, einen der geeignet ist.

      Aber ich weiß nicht, wo ich mich da hin wenden muss.

      Weiß da jemand was?
      Hallo Steffi,
      Kaktusblüte hat Recht. Die Beantragung erfolgt mit dem Formular G130. Es gibt dazu schon einen Thread.

      Allerdings solltest Du ein paar Dinge beachten:

      Du solltest im Rahmen des STARK-Programms um die Einzel(!)-Schulung "Ergonomie im Büro" bitten und Dir vom Ergotherapeuten Deine persönlichen Bedürfnisse bestätigen lassen. (Es gibt auch eine Gruppenschulung; die reicht nicht aus).

      Dann solltest Du Dir nach der Reha einen Kostenvoranschlag für einen geeigneten Stuhl geben lassen und diesen zusammen mit dem Formular G130, entsprechenden ärztlichen Bestätigungen und der Bestätigung des Ergotherapeuten an die Rentenversicherung schicken. Unter keinen Umständen solltest Du den Stuhl vorab kaufen oder durch Deinen Arbeitgeber kaufen lassen.

      Den Fehler habe ich nämlich im Hinblick auf einen höhenverstellbaren Tisch gemacht, weshalb die Bezuschussung abgelehnt wurde.

      Von einer Teilnehmerin am STARK-Programm weiß ich, dass ihr der Stuhl nicht genehmigt wurde. Allerdings hatte sie auch die Ergonomie-Einzelschulung nicht im Programm und entsprechend keine individuelle Bescheinigung.

      Grüßle
      Martina
      Okay, Danke :)
      Ich denke das Formular habe ich gefunden.

      Und diese Schulung "Ergonomie im Büro" die spreche ich dann an, wenn ich dort bin? Nicht, dass ich da was verpeile/vergesse. Wen muss ich da ansprechen?
      "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
      - Hedwig Robinson -
    • Du kannst ja im Vorfeld schon mal Deine Kontaktperson in der Patientenaufnahme anschreiben. Auf jeden Fall solltest Du das Thema bei der Aufnahmeuntersuchung ansprechen, denn auf Grund derer wird der Therapieplan festgelegt, wobei der in den wöchentlichen Visiten bisweilen auch einem Feintuning unterzogen wird.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • So meine Lieben, ich hatte Martina ja versprochen, etwas über meine Teilnahme am STARK-Programm zu schreiben. Sorry, dass ich solange dafür gebraucht habe – die Reha ist seit Anfang Februar vorbei – aber die letzten Wochen waren etwas… merkwürdig.


      Die Klinik an sich ist etwas in die Jahre gekommen. Es gibt drei verschiedene Häuser, Haus 1 ist das „Original“-Klinikgebäude, Haus 2 und 3 sind Neubauten/Anbauten. Ich war in Haus 2 – wohl eher die Krankenhausabteilung, zumindest in den Stockwerken 1-3. Ich war ganz oben einquartiert – wohlbemerkt als einzige aus meiner STARK-Gruppe – wahrscheinlich weil im Haus 1 nix mehr frei war. *LOL*


      Wer weiß, wofür es gut war, Haus 1 scheint recht hellhörig zu sein.


      Leider gleich negativ aufgefallen ist, dass die sich wirklich alles bezahlen lassen. WLAN-Koffer – den man braucht, weil ohne ist der Empfang so ca. 1999 – kostet, TV kostet, Telefon kostet und Pfand muss man auch zahlen. Parkplatz kostet. Also alles in allem ist man am Anfang gleich mal 100€ ärmer, kann man am Ende dann verrechnen mit dem Fahrtgeld das man bekommt, geht nahezu 1 zu 1 auf.


      Was ich sehr nett fand war die Kur (?) Karte die man – umsonst – bekommt, die es einem ermöglicht innerhalb eines bestimmten (recht großen) Radius die Bahn zu nutzen und auch den Bus. Klar, das ist hauptsächlich interessant für die Wochenenden, aber das fand ich schon nett. Direkt neben der Klinik ist auch eine Touri-Info, die wirklich sehr gute Tipps geben kann und auch sehr gut informiert ist, ab wann und wo man Zusatztickets braucht.


      Okay, kommen wir zum wesentlichen:


      Das Programm ist gut – in den Ansätzen. Die Idee die dahinter steckt finde ich sehr gut, niemand versucht aktiv dich in die „Boah-du-musst-abnehmen“-Schiene zu schieben. Das Programm ist ja darauf angelegt mit dem was du hast und bist zu arbeiten. Natürlich wird dir auch niemand ausreden, dein Gewicht zu reduzieren. :D


      Die Ärzte – oder der den ich kennenlernen durfte – war okay. Ich kann schwer beurteilen wie schnell die Grenzen der Möglichkeiten erreicht sind, aber es sind so viele Leute mit mehr als einer Baustelle in der Klinik, es ist ja nie nur der untere Rücken oder nur der obere Rücken – aber es wird nur für eines die Physiotherapie verschrieben. Fängt aber sicher auch schon bei der Erstverordnung durch Krankenkasse oder Rentenversicherung an. Das ist etwas schade, denn: Die Therapeuten sind super!


      Die wissen genau was sie tun, wie sie es tun müssen und was geht. Die sind auch individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingegangen – soweit möglich. Aber wie gesagt, eine Baustelle zieht immer einen Rattenschwanz mit sich und so bleibt zwangsläufig etwas auf der Strecke.


      Auch finde ich die Therapien zu kurz – besonders das AQUA-Training, was ja gerade für STARK sehr wichtig und effektiv ist, ist mit 3 x 30 Minuten pro Woche viel zu wenig. Aber hier stoßen die Kliniken wahrscheinlich auch an ihre Möglichkeiten. Schade, dass man hier nicht mehr tun kann.


      Das Schwimmbad ist jeden Abend frei nutzbar. Leider war es die letzte Rehawoche KOMPLETT gesperrt und außer Betrieb. Da sag ich jetzt nix zu und bin einfach froh, dass es nur die letzte Woche war…


      Leider haben wir die erste Woche (Anreise Mo/Di) total verloren was die Geräte angeht im Therapieraum, wir wurden erst freitags eingewiesen und durften die Geräte vorher auch nicht nutzen. Bei gerade mal 3 Wochen sind 4 Tage wirklich viel!! Und das ist ein Organisationsproblem, das muss wirklich geändert werden!!


      Es entsteht viel Leerlauf zwischendurch. Und die Klinik liegt nicht gerade in einem belebten Ort. :D


      Die sogenannte Ernährungsberatung fand ich total lächerlich. Die Vortragsart was langweilig und hinzu kommt auch, dass doch wirklich nahezu jeder von uns selbst solche Beratungen abhalten könnte oder? Extrem lächerlich wird es auch, da das Essen in der Klinik unterstes Kantinenniveau ist. Es schmeckt in 9 von 10 Fällen nicht (klar, Geschmäcker sind verschieden). Jeden Abend gab es Wurstbrot, morgens gab es KEIN frisches Obst (Äpfel und Birnen konnte man sich nehmen, aber gleich mit dem Hinweis „Nicht hier essen, ist nicht gewaschen“). Unnötig zu sagen, dass Restaurants und Bäcker in der Umgebung auf ihre Kosten kommen. Also gehen Beratung und Essen in dieser Klinik absolut nicht Hand in Hand und sollte man dorthin gehen mit dem Vorsatz ab sofort gesund zu essen – öhm… das klappt nicht. Es sei denn man isst 3 Wochen lang nur Salat und totgekochtes Gemüse. Das Essen war ein echter Abtörner.


      Also ist mein Fazit:


      1. Mein Zimmer war okay – Krankenbett, höhenverstellbar, Kühlschrank, Balkon (ALLES Einzelzimmer)
      2. Therapeuten sind super
      3. Therapien sind gut, aber zu wenig
      4. Zuviel Leerlauf, insbesondere in der ersten Woche
      5. Das Essen ist grauenvoll (Das ist denen aber bekannt)
      6. Mit Auto ist die Umgebung schön zu erkunden
      7. Kur/Bahnticket ist eine feine Sache
      8. Wanderlustige werden Spaß haben


      Wenn noch irgendwelche Fragen sind, dann könnt ihr mich gerne fragen. :)


      Kann durchaus sein, dass vll. irgendwas vergessen hab.
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      - Hedwig Robinson -
    • Hallo Steffi,

      auch im Namen der Klinik vielen Dank für Dein Feedback. Über einige der Kritikpunkte hatten wir ja schon gesprochen. Kritik ist auch immer erwünscht, denn die trägt dazu bei, die Sache weiterzuentwickeln.

      Noch ein paar Anmerkungen: Haus 2, in dem Du warst, ist das modernste der drei Häuser und ziemlich frisch renoviert. Haus 1 ist das Fachwerkhaus, das man auf den Bildern sieht. Du hattest also eins der besten Zimmer.

      Die Sache mit dem Schwimmbad ist mehr als ärgerlich, wurde aber nicht von der Klinik verschuldet. Das war schlicht Pech. Das mildert natürlich den Qualitätsverlust Deines Aufenthalts nicht und tut mir wirklich leid.

      Mich würde noch interessieren, ob es Dir nach dem Aufenthalt besser geht und was Du mit in Deinen Alltag nehmen konntest.

      LG, Martina
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
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    • @ all

      Ich möchte Euch darüber informieren, dass ich seit Anfang März offiziell als Beauftragte für das STARK-Programm im Nebenjob für die Klinik tätig bin und somit über die Gesprächskreise mit den Patienten hinaus an der Weiterentwicklung des Programms mitarbeiten darf.

      Nach wie vor finde ich es faszinierend und toll, dass dies möglich ist. Zum ersten Mal in den 20 Jahren Dickenarbeit habe ich das Gefühl, dass unser Engagement wirklich fruchtet.

      Aus den Gesprächskreisen bekomme ich viel positives Feedback. Und auch ich profitiere von dieser Arbeit, weil sie ein guter Ausgleich zu der Büroarbeit in meinem Hauptjob ist.
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    • Martina schrieb:

      Noch ein paar Anmerkungen: Haus 2, in dem Du warst, ist das modernste der drei Häuser und ziemlich frisch renoviert. Haus 1 ist das Fachwerkhaus, das man auf den Bildern sieht. Du hattest also eins der besten Zimmer.
      Oh, dessen bin ich mir bewusst. Also dass es relativ frisch renoviert war usw. Das hat man gesehen. Das Zimmer war auch wirklich völlig in Ordnung. Ich war ja im obersten Stockwerk untergebracht und da war auch das KH-Feeling nicht wirklich stark ausgeprägt. :)

      Die Sache mit dem Schwimmbad ist mehr als ärgerlich, wurde aber nicht von der Klinik verschuldet. Das war schlicht Pech. Das mildert natürlich den Qualitätsverlust Deines Aufenthalts nicht und tut mir wirklich leid.
      Nun ja :D
      Sicher ist der Stromausfall nicht die Schuld der Klinik, aber da hätte man gleich reagieren müssen - es wurde mehrfach angeraten etwas zu tun um das ganze bis Sommer hinauszuzögern.

      Aber gut... es war ja nur 1 Woche, das war zwar sehr ärgerlich, zumal wir gerne abends noch dort schwimmen gegangen sind, aber viel schlimmer fand ich es für die Leute, die erst angereist sind.

      Mich würde noch interessieren, ob es Dir nach dem Aufenthalt besser geht und was Du mit in Deinen Alltag nehmen konntest.
      :S :S

      Also das wäre inzwischen sicher alles in die Bahnen gekommen, wenn ich Eumel mir nicht 2 Wochen nach der Reha galant den Fuß umgeknickt hätte, Bänder überdehnt, Fersenbein gebrochen. Geplant und informiert hatte ich mich, hatte Irena schon angeleiert, 2x Wirbelsäulentraining hinter mir und ein Studio das nicht so teuer ist gefunden und AQUA Fitness geplant. Dann WHAM und 8 Wochen Sportverbot. ;(

      Natürlich ist all das nach wie vor auf meiner Liste sobald ich die depperte Schiene los bin und wieder menschlich agieren kann.

      Aber ja, unmittelbar nach der Reha ging es mir besser. :)
      Nicht ALLES war weg, aber der untere Rücken war (und ist) besser derzeit.

      Martina schrieb:

      @ all

      Ich möchte Euch darüber informieren, dass ich seit Anfang März offiziell als Beauftragte für das STARK-Programm im Nebenjob für die Klinik tätig bin und somit über die Gesprächskreise mit den Patienten hinaus an der Weiterentwicklung des Programms mitarbeiten darf.

      Nach wie vor finde ich es faszinierend und toll, dass dies möglich ist. Zum ersten Mal in den 20 Jahren Dickenarbeit habe ich das Gefühl, dass unser Engagement wirklich fruchtet.

      Aus den Gesprächskreisen bekomme ich viel positives Feedback. Und auch ich profitiere von dieser Arbeit, weil sie ein guter Ausgleich zu der Büroarbeit in meinem Hauptjob ist.
      Das freut mich für dich, Martina :thumbup: :thumbsup:
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      - Hedwig Robinson -
    • Martina schrieb:

      @ all

      Ich möchte Euch darüber informieren, dass ich seit Anfang März offiziell als Beauftragte für das STARK-Programm im Nebenjob für die Klinik tätig bin und somit über die Gesprächskreise mit den Patienten hinaus an der Weiterentwicklung des Programms mitarbeiten darf.

      Nach wie vor finde ich es faszinierend und toll, dass dies möglich ist. Zum ersten Mal in den 20 Jahren Dickenarbeit habe ich das Gefühl, dass unser Engagement wirklich fruchtet.

      Aus den Gesprächskreisen bekomme ich viel positives Feedback. Und auch ich profitiere von dieser Arbeit, weil sie ein guter Ausgleich zu der Büroarbeit in meinem Hauptjob ist.
      das freut mch auch sehr, liebe martina
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Steffi schrieb:

      Nun ja :D Sicher ist der Stromausfall nicht die Schuld der Klinik, aber da hätte man gleich reagieren müssen - es wurde mehrfach angeraten etwas zu tun um das ganze bis Sommer hinauszuzögern.
      Von einem Stromausfall weiß ich nichts. Ich weiß nur von einem Wasserschaden. Aber so im Detail habe ich mir das auch nicht erklären lassen, muss ich zugeben.

      Ansonsten freue ich mich, dass Ihr Euch alle mit mir freut. :bigja:
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    • Letzten Sommer haben wir ein Video zum STARK-Programm gedreht, das jetzt online steht (bitte ganz nach unten scrollen).

      Ich persönlich bin nicht sehr glücklich mit dem Video. Zum einen sehe ich, wie unentspannt ich immer noch mit meinem operierten Bein umgehe.
      Das ist eigentlich nicht schlecht, weil ich dadurch ein Bewusstsein für die falsche Bewegung entwickelt habe. Ich sollte das öfter durch Videos überprüfen lassen.

      Zum anderen sehe ich aus wie bekifft. Es war an dem Tag so dermaßen heiß und schwül, weshalb ich mit offenem Fenster gefahren war und total entzündete Augen hatte.

      Trotzdem gibt das Video einen Eindruck.

      Und bevor es jetzt wieder Mecker wegen der Lehrküche gibt: Ich mache die Gruppenarbeit jetzt seit über zwei Jahren und es gibt tatsächlich Menschen, die nicht kochen können, es aber gerne lernen möchten. Dafür ist die Lehrküche ein guter Einstieg. Und egal ob dick oder dünn: Selber kochen ist immer einer guter Beitrag zur Gesundheit.
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    • Liebe Martina, ich fand das Video toll . Und schön, dass du jetzt noch besser gehen kannst. Eine Frage habe ich (zwei!)
      - auf der Seite gehen sie von einem Gewichtsverlust von 5 - 15 kg in 3 Wochen aus. Das ist schon ziemlich viel. ist das wirklich so?

      - das Höchstgewicht ist 180 Kilo. Gibt es auch ein Mindestgewicht?

      liebe Grüße Lisa

      ich wäre sooo gerne dahin, aber stationäre Reha, dazu kriege ich meine KK nicht mehr in diesem Leben :S
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hallo Lisa,

      wie bereits ausführlich diskutiert, steht die Gewichtsreduktion nicht im Mittelpunkt des Programms. An erster Stelle steht die Fitness. Und die kann man sich auch mit sehr hohem Gewicht deutlich leichter erarbeiten als Gewichtsreduktion (s.u.). Die Fitness hilft auch enorm beim Halten von reduziertem Gewicht. Mir ist das jedenfalls jetzt vier Jahre lang gelungen. Zum ersten Mal in meinem Leben. Hinzu kommt, dass anfangs Fettreduktion gewichtstechnisch vom Muskelaufbau aufgefressen wird. Muskelaufbau wiederum lindert Knochenprobleme in ganz vielen Fällen enorm. Auch sonst verbessert sich die Gesundheit.

      Ich kann nur von mir berichten: Ich habe keinen Diabetes. Im Rahmen einer Studie, an der ich teilgenommen habe, habe ich erfahren, dass mir mit hoher Wahrscheinlichkeit die genetische Disposition dazu fehlt. Nüchternwerttechnisch habe ich lange im oberen Drittel der Grenzwerte gespielt (100 - 110). Seitdem ich den vielen Sport mache, liegen meine Werte bei 75 - 85, der Langzeitwert bei 5,5. Ich habe auch nur einen mäßig erhöhten Blutdruck mit Maximalwerten von 150:90. Seit ich in den Sport eingestiegen bin, muss ich höllisch aufpassen, weil der Blutdruck manchmal in den Keller geht und es mir dann echt mies geht. Keller bedeutet bei mir alles unter 125. Mein schwerer Körper kommt mit den neuen Empfehlungen von 110 jedenfalls nicht klar und kriegt dann Kreislauf.

      Das Höchstgewicht kommt, wie auch weiter oben schon geschildert, von den Grenzwerten für Geräte und Einrichtung. Ein Mindestgewicht in dem Sinne gibt es nicht. Aber deutlich übergewichtig sollte man schon sein, um in das Programm aufgenommen zu werden. Das wird individuell entschieden.

      Leider laufe ich immer noch mit Stöcken und langsam schäme ich mich dafür. Allerdings schaffe ich mittlerweile mehrere Kilometer und kürzlich ist mir eine Geschichte passiert ... da musste ich sogar rennen. :bigoh:

      Ich war mit meinem Physio im Kurpark von Bad Peterstal unterwegs. Da muss man ganz schön den Berg hoch ... wie fast überall in Bad Peterstal. Da ich keine Taschen in den Hosen habe, habe ich dem Physio meinen Schlüssel gegeben. Wir sind also im Kurpark ziemlich hoch gelaufen. Er musste dann los, um seinen Zug zu bekommen. Ich hatte noch Zeit bis zu meinem Gruppengespräch und wollte gemütlich zur Klinik zurückspazieren. Wir verabschiedeten uns. Ich sah ihm nach und sah, dass er unten am Kurhaus kurz mit einem Landschaftsgärtner, der dort arbeitete, sprach. In dem Moment lief es mir abwechselnd eiskalt und heiß den Rücken runter. Er hatte meinen Schlüssel!!! Alles ... ALLES war in meinem Auto, mein Rucksack, mein Geld, mein Handy, meine Unterlagen für das Gruppengespräch ... Ich rief ihn. Aber es war gerade Schneeschmelze und der Bach, der durch den Kurpark fließt, war zum reißenden Flüsschen mutiert und machte entsprechenden Radau. Außerdem war es ziemlich windig. Keine Chance! Da lief der Physio dahin und mit ihm mein Schlüssel. Also begann ich zu rennen. Mit den Stöcken bin ich zum Kurhaus runter gerannt, unter Tränen, denn ich musste ja abends zurück nach Tuttlingen ... mit meinem Auto. Ich rannte bis zum Kurhaus und rief dann den Gärtner und bat ihn, mit seinem Handy in der Klinik anzurufen. Dort lief aber die Warteschleife. Der war so nett, setzte sich ins Auto und fuhr runter. Später habe ich erfahren, dass er in der Klinik ein Riesenfass aufgemacht hat, um den Physio zu finden. Ich rannte weiter. Und kurz bevor ich wieder unten an der Hauptstraße war, kam mir der Gärtner mit dem Wagen und mit meinem Schlüssel :herz2: entgegen. Ich war schon ziemlich fertig und mir zitterten die Knie, aber geschadet hat mir die Rennerei nicht. Als ich mich wieder eingekriegt hatte, fühlte ich mich sogar so gut, dass ich überlegt habe, das mal öfter zu machen.

      Ich habe leider große Probleme, mein Gewicht weiter zu reduzieren. Beruflich habe ich extremen Stress und lagere in der Woche bis zu 4 l Wasser ein, das ich dann am Wochenende im Stundentakt wieder wegbringe. Und irgendwie scheint auch etwas daran zu sein, dass fehlende Eierstöcke auch einen Einfluss haben.

      Jede dicke Geschichte ist eine einzigartige Geschichte. Es gibt keine allgemeingültigen Lösungen. Auch wenn es gelingt, Gewicht zu reduzieren, bleibt Selbstakzeptanz ein Thema. Eigentlich ist es ja ein Thema für alle Menschen, nicht nur für Dicke. Wichtig ist, dass man nach der Reha dran bleibt. Darüber nachzudenken und Strategien zu entwickeln, wie das gehen könnte, dazu halte ich die Patienten auch an. Denn in jedem Fall bringt die Bewegung mehr Wohlbefinden.
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    • Leider wird mir Reha immer abgelehnt.

      Das ist ein mutmachender-motivierender "Baum".

      Zur Zeit- ich hoffe doch sehr, daß das nur ein temporärer Mist ist- kann ich sehr schlecht laufen.
      Auf den einen Fuß fiel mir ein Teil vom Bett...das ist ihm gar nicht bekommen.
      Aber richtig Schmerzen macht mir das andere Bein.
      Dann hab ich Lymphödem...
      Die letzten Tage kam ich oft nur mit Krücken weiter und Schmerzmittel wollt eich eigentlich auch nicht auf Dauer nehmen.

      Also so bleiben kann das nicht....ich will wieder im Bereich Pflege arbeiten....


      :humpel: das macht mich grad ganz schön fertig..... :humpel: :humpel:
    • Hallo Martina,

      die Geschichte mit dem Gärtner - so anrührend. Was für ein netter Mensch!!!!

      das mit dem Gewichtsverlust las ich auf der verlinkten Seite . ich fands ein wenig hoch. 15 Kilo in 3 Wochen, das würde ich nicht mal mit Totalfasten abnehmen, daher fragte ich nach.
      Es steht auf der Seite, wie gesagt.

      Von dir weiss ich das, dass die Fitness im Mittelpunkt steht. Und auf der Seite ist ein Höchstgewicht angegeben: 180 Kilo. Da dachte ich, wenn ich mit 100 Kilo nachfrage, lachen die mich aus.
      So wie : "Mädel, du spielst gar nicht in unserer Liga!".

      Da ich jedoch Rücken- und Gangprobleme habe, wärs vielleicht doch das richtige....
      doch egal, wie wilmastante habe ich noch nie eine stationäre Reha bekommen -
      nur operiert , das wurde immer sehr schnell.
      Eigentlich unlogisch. Da zahlt die KK Tausende von Euro wie nix....

      ich freue mich für Dich, Martina, und für alle, denen dort geholfen werden kann.

      liebe Grüße Lisa
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      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hallo Martina,

      ...die Gärtnergeschichte ist herzerwärmend.

      Das Video gefällt mir gut und ich finde, dass du kompetent rüberkommst, allein durch deine Ausdrucksfähigkeit und schöne Stimme.

      Das Starkprogramm würde mir auch gefallen, ich frage mich, ob ich mit 112 kg zu leicht bin....

      LG Goldi
    • So, ich hatte heute ein Gespräch mit Herrn Dr. Wentz.

      Der Text auf der Website und im Flyer wird demnächst verbessert, so dass klarer wird, worauf es im STARK-Programm hinauslaufen soll.

      Ein Mindestgewicht gibt es nicht. Ein kleiner Mensch ist mit 90 kg deutlich dicker als ein 2-Meter-Mensch mit 110 kg ... zum Beispiel ... Daher ist es so, wie ich es geschrieben habe: Die Entscheidung wird individuell getroffen.

      Ich hoffe, das hilft Euch jetzt erst mal weiter.
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