WICHTIG STARK-Programm - Sport für stark Übergewichtige bis 180 kg

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    • Hallo Martina

      Dankeschön fürs Kümmern.

      Mir fehlts grad an objektiver Souveränität - oder so. Soll heißen ich mecker die an, wenn die mir Hürden in den weg stellen.
      Dats nicht die richtige Haltung um zum Erfolg zu kommen.

      :holy:
    • Ich war gestern in Bad Peterstal und konnte das klären. Die eMail war nicht so gemeint, wie man sie verstehen konnte. Dass sie missverständlich formuliert war, wurde dann im Gespräch auch klar.

      Das STARK-Programm kann als Selbstzahler-Programm gebucht werden. Das hatte Lilli ja oben schon geschrieben:

      Lilli schrieb:

      Es ist auch für Selbstzahler buchbar. Auf meine telefonische Anfrage nach dem ungefähren Preis wurde mir ein Richtwert von ca. 1.000EUR pro Woche inklusive Übernachtung, Vollpension, Arztkontakt und Programmausführung genannt.
      Man kann es aber auch im Rahmen einer Reha in Anspruch nehmen.

      Ein wesentliches Missverständnis scheint zu sein, dass es vornehmlich ums Abnehmen geht. Dieses Missverständnis mag natürlich dadurch zustandekommen, dass es meine Alternative zur Adipositaschirurgie ist. Bei der Adipositaschirurgie geht es um rasant schnelle Gewichtsreduktion auf Teufel komm raus. Das ist etwas, was ich komplett ablehne. Ich bin nach fast 40 Jahren Übergewichtsgeschichte sicher, dass es nur einen einzigen Weg gibt, das Problem Übergewicht auf eine nicht (anderweitig) gesundheitsschädliche Weise anzugehen, nämlich durch das Erreichen von Fitness und, wenn es sein muss (was es ganz sicher nicht bei jedem Übergewichtigen muss), durch sehr langsame Gewichtabnahme.

      Dieser Überzeugung bin ich schon lange, aber ich gebe zu, dass das lange ein Traum von mir war, dass ich aber keinen wirklichen Weg gefunden hatte, das umzusetzen.

      Genau in diese Lücke stößt das STARK-Programm.

      Um an einen anderen gerade aktiven Thread anzuknüpfen: Für mich persönlich ist es kein großes Problem, dick zu sein. Ich denke praktisch überhaupt nicht darüber nach, solange ich fit bin. D.h. mein Wohlbefinden hängt nicht von meinem Gewicht ab, sondern von meinem Trainingszustand. Und den konnte ich durch das STARK-Programm dramatisch verbessern. Die erste Charge meiner Kilos habe ich mir tatsächlich runtergehungert (bevor es das STARK-Programm gab, aus einer großen Not heraus; ich werde diese Tage dazu noch etwas schreiben), aber jetzt geht es sehr langsam runter, was ich begrüße, da ich auf Grund meines Hüftimplantats nie wieder zunehmen darf. Und das Gewicht zu halten ist bei sehr langsamer Abnahme definitiv leichter als bei einer schnellen Abnahme.

      Ein weiterer hier zu beachtender Aspekt ist, dass es schon seit vielen Jahren nicht mehr möglich ist, die Genehmigung einer Reha rein zum Abnehmen zu erhalten. Daher spielt das Übergewicht zwar bei der Genehmigung mit rein, aber die Reha an sich sollte zunächst mal auf anderen Leidensmustern beruhen, z.B. Essstörungen oder wie hier in diesem Falle orthopädischen Problemen.

      Ich fasse jetzt hier mal kurz zusammen, was man tun muss, um eine Reha zu beantragen:

      Für Arbeitnehmer ist die Rentenversicherung zuständig. Die Antragsformulare kann man auf der Seite der DRV runterladen und weitgehend vorbereiten. Dann sollte man sie dem behandelnden Arzt übergeben, der seinen Teil ergänzt und meist auch die Weiterleitung an die DRV übernimmt. Wichtig ist es, auf die Erhaltung der Arbeitskraft hinzuweisen. Daran hat die DRV großes Interesse, da dies auch den Erhalt der Beiträge bedeutet.

      Für Nicht-Arbeitnehmer (Rentner, Hausfrauen ...) ist die jeweilige Krankenkasse zuständig. Leider ist es auf diesem Wege schwieriger, eine Reha-Genehmigung zu bekommen, da man als Nicht-Arbeitnehmer nur kostet. Es könnte also hilfreich sein, im Antrag gegenüber der Krankenkasse eine Kosten-/Nutzen-Rechnung aufzumachen. Anträge bei den Krankenkassen werden formlos unter Befügung ärztlicher Unterlagen und Atteste gestellt. Möglicherweise kann es hilfreich sein, einem Sozialverband beizutreten und sich dort beraten zu lassen, wie man am geschicktesten vorgeht.

      Grundsätzlich besteht Wahlfreiheit, was die Klinik betrifft. Sie sollte aber schon das bieten, was einem auch hilft. Will man also in eine bestimmte Klinik, sollte man sich bei der Argumentation auch am Klinikangebot orientieren.

      Gegen Bescheide der Rentenversicherung und der Krankenkassen kann Widerspruch eingelegt werden. Wird dieser zurückgewiesen, bleibt der Gang zum Sozialgericht.

      Abschließend möchte ich noch anmerken, dass es, wenn man diesen Weg gehen will, auch eines gewissen Durchhaltevermögens bedarf. Nichts davon ist ein Selbstläufer. Man muss auch etwas dafür tun. Ich kämpfe seit dreieinhalb Jahren an mehreren Fronten, habe trotz derber Rückschläge nie aufgegeben und sehe nun das erste Mal Licht am Ende des Tunnels. Ich bekomme maximale Unterstützung, gerade auch aus der Schlüsselbad-Klinik, aber ich bin sicher, dass ich mir die durch mein Engagement verdient habe. Ich habe dort Dicke erlebt, die sich von dem, was man für sie tun wollte, nur belästigt gefühlt haben. So geht das nicht! Ich will damit sagen, dass sich niemand auf diesen Weg zu begeben braucht, der nicht bis zum Letzten für sich und sein Wohlbefinden kämpfen und selbst alles dafür tun will.
    • ich finde den Ansatz klasse.
      Mir geht es allerdings auch so, dass ich zwar OPs und die sogenannten Anschlussrehas, also das, was man so nach einer OP macht, von meiner KK bezahlt bekomme, aber eben keine anderen Rehas.
      Und das, obwohl ich als freiwillig Versicherte in der gesetzlichen KK sehr hohe Krankenkassenbeiträge bezahle.
      Bisher wurde jeder Antrag und auch jeder Widerspruch abgelehnt. ( drei in den letzten vier Jahren)
      Ich höre immer "Reha vor Rente" , doch ich hatte noch nie eine.
      Liegt das daran, dass es so viele Baustellen gibt?
      Wirbelsäuleninstabilität, chronische Schmerzen, Polyneuropathie , Essstörung, Adipositas.
      Ist es besser, nur ein Problem zu haben oder wie seht ihr das? Gibt es eine Möglichkeit für das Gesamtpaket?
      Das STARK Programm - gab es dort auch essgestörte Adipöse ?

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Das STARK Programm - gab es dort auch essgestörte Adipöse ?
      Ich mache das Programm ambulant, da es noch nicht existierte, als ich in Reha dort war. Daher habe ich kaum Kontakt zu anderen Patienten.

      Fakt ist aber, dass es sich um eine orthopädische Klinik handelt. STARK bedeutet ja "Suffiziente Therapie bei Adipositas, Rücken-, Knochen- und Gelenkbeschwerden". Es gibt dort Psychologen und ich gehe davon aus, dass Essstörungen nur begleitend in Einzeltherapie bearbeitet werden. MediClin hat aber auch eine Essgestörten-Klinik, nämlich die Seeparkklinik in Bad Bodenteich. Die hatte ich für mich z.B. vorgeschlagen, nachdem man mich in Donaueschingen nicht wollte. Mein Vorschlag beruhte auf der Tatsache, dass ich wusste, dass die Seeparkklinik auf schwerst Übergewichtige eingerichtet ist. Da ich aber nicht essgestört bin, teilte mir die DRV mit, die Klinik sei für mich ungeeignet. Und so landete ich im Schlüsselbad.
    • STARKe Zusage

      Moin!

      Unter anderem habe ich mich hier wieder angemeldet, weil ich Euch ein bisschen von meinem „Abenteuer“ Stark-Programm erzählen möchte.

      In den letzten Jahren hat sich in meinem Leben und „umzu“ einiges getan, viel einigermaßen unerfreuliches. Neben diversen seelischen Belastungen in den letzten Jahren und einer ziemlich anspruchsvollen Berufstätigkeit als Assistentin von 3 Geschäftsführern und 18 Außendienstlern (Kindergarten ist nichts dagegen!!!) stehen auf meinem „Zettel“ Diabetes, Colitis Ulcerosa, Herzrhythmusstörungen und Arthrose. Ich persönlich hab noch Wechseljahrsbeschwerden drauf stehen, aber das ist eine andere Geschichte! ;o)

      Die „Arthrose“ ist übrigens eine „Platzhalter-Diagnose“. Vor 10 Jahren begannen die Schmerzen. Meistens in den Händen, aber auch in der Schulter, im Ellenbogen. Die unteren Extremitäten erwähne ich vorsichtshalber gar nicht erst – die sind ja eh (im wahrsten Sinne des Wortes) vorbelastet durch das Gewicht!

      Vor 10 Jahren waren die Schmerzen hin und wieder da. Selten. Mittlerweile jeden Tag.

      Seit ca. 2 Jahren habe ich jeden Tag Schmerzen. Mittlerweile auch den ganzen Tag – früher begann das nachmittags und steigerte sich ins unerträgliche bis zum Abend.

      Seit zwei Jahren nehme ich (fast) jeden Tag Schmerzmittel. Natürlich wirken die schon lange nicht mehr richtig. Also quäle ich mich eben so weiter. Manchmal gehe ich einfach schon um 20 Uhr ins Bett, weil ich es sonst nicht mehr aushalte. Früher überwogen die schmerzfreien Tage – jetzt gibt es die nur noch ganz selten.

      Ich bin bei so ziemlich jedem Arzt gewesen, den man sich vorstellen kann. Da meine Oma schwer Rheuma gehabt hat und jeder Arzt meint: „Das hört sich aber stark nach Rheuma an“ bin ich mittlerweile bei zwei verschiedenen Rheumatologen gewesen. Beide waren der Meinung: es ist kein Rheuma.

      Seit ungefähr einem halben Jahr habe ich schwere Konzentrationsstörungen und Gedächtnisprobleme. Uaah. :schrei1: Ich vergesse Dinge und muss mir einfach alles aufschreiben. Das hat Auswirkungen auf meinen Job.

      Mein Glück ist, das ich drei tolle Chefs hab, die (so sagen sie jedenfalls) sehr zufrieden mit mir sind. Die nehmen meine „Ausfälle“ mit Humor. Gottseidank. Aber mich nervt das. Ich habe das bei meinem Hausarzt angesprochen, der sicherheitshalber den Alzheimer-Test mit mir gemacht hat. Das hat Spaß gemacht. :kicher: 99 von 100 Punkten. :puh:Kein Grund zur Sorge. :unsinn:

      Er meint vielmehr, dass die Gedächtnisprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten mit meinen jahrelangen Schmerzen zu tun haben. Könnte sein, dass der Körper einfach nicht mehr kann. :troest:

      Ich bin durch die Schmerzen immer weiter in Richtung „Bewegungseinschränkung“ abgedriftet. Man geht halt nicht mehr ins Fitneßstudio, wenn man nix mehr richtig anfassen und halten kann. Ich kann auch nur noch in bestimmte Schwimmbäder. Da wo die Leitern in der Wand sind, komm ich nicht mehr aus dem Wasser, weil ich mich mit den Händen nicht festhalten kann. Also bin ich im letzten Jahr immer weniger beweglich geworden. Ich habe mein mühsam abtrainiertes Gewicht wieder zugelegt – wahrscheinlich sogar noch mehr, ich gehe sicherheitshalber nicht auf die Waage. :frust:

      Soviel zu der langen Vorgeschichte. Weil ich selber merke, dass ich immer weiter abdrifte, der Winter auch noch vor der Tür steht und ich Schiss vor der Winterdepression habe, plante ich mir eine Reha verschreiben zu lassen. Dann hab ich Monate gegrübelt, was für eine? Wo will ich hin, was brauche ich – ich muss ja irgendwie zumindest ansatzweise einen Plan haben….. Hatte ich nicht. :(

      Ja und dann hat Martina im Forum über das Stark-Programm geschrieben. Kennt ihr das Gefühl, wenn sich was so richtig richtig anfühlt? So wie: Ah, ja, da bist du ja….! :juhu:

      Mein Arzt war vom Plan mit der Reha sofort einverstanden, der weiß ja auch nicht mehr weiter, aber er war überhaupt gar nicht davon überzeugt, dass ich da hin komme, wo ich hin will. Ich schon! :bigdaum:

      Für mich war von Anfang an klar – da fahr ich hin. Ich habe keinen Gedanken an einen Plan B verschwendet. Der Doc hat seine Zettel ausgefüllt, ich meine. Darin habe ich explizit um die Schlüsselbad Klinik in Bad Peterstal wegen des Stark-Programms gebeten. Und ich habs auch schon dramatisch gemacht, so nach dem Motto: „Ich sehe schwarz für die nächsten Jahre“ (Das tue ich wirklich.) Und ab mit dem Ding an die DRV.

      Aber ich hatte genauso das Gefühl, das ich mich unbedingt bei Martina bedanken sollte. :girlumarm: :LG:

      Das war ein bisschen schwierig, weil ich ihre Mailadresse nicht hatte und ich das übers Forum so nicht machen wollte. Also habe ich ihr eine Postkarte geschrieben und so sind wir nach ein paar Jahren wieder in Kontakt gekommen. Wir haben uns eines Sonntagsnachmittags zum telefonieren verabredet und haben uns erstmal auf den neuesten Stand der Dinge gebracht. Es hat ein wenig gedauert (ist das nicht wirklich toll, das es Flatrate gibt??? :D )

      Nach ca. 3 Wochen hatte ich die Genehmigung der Reha im Briefkasten – allerdings wollte die DRV mich nach Bad Pyrmont schicken. Ich habe nichts gegen Bad Pyrmont, aber da wollte ich ja gar nicht hin…. Und nach Durchsicht der Internet-Seite dieser Klinik war ich auch ziemlich sicher, dass die mit Adipositas nicht so wirklich was am Hut haben, das wurde nämlich mit keinem Wort erwähnt.

      Ich habe also einen Widerspruch aufgesetzt, Martina hat sich das Ganze nochmal angeguckt und quergelesen. Und wieder los damit. Nach wiederum 3 Wochen kam eine Absage. :eek:

      Und da war ich kurz überfordert. :( Erstens weil ich den Text nicht verstanden hab - ……. Bahnhof…… und zweitens, weil ich wirklich nicht damit gerechnet hatte. Ich hab immer schon von meiner Reha im Schwarzwald erzählt und mich in Gedanken damit beschäftigt. Und nu kommen die und sagen ich soll nach Bad Pyrmont. Man. :batsch::hm:
      Mit Hilfe von Martina ist es aber letztendlich dann doch noch gelungen die DRV zu überzeugen. :five:

      Mittlerweile habe ich die Benachrichtigung der DRV bekommen, dass ich am Stark-Programm teilnehmen kann und darf.

      Außerdem habe ich Post von der Schlüsselbad Klinik bekommen, in der sie mich bitten, mich zwecks Terminabsprache zu melden.

      Und ich freu mich soooooo unbändig. :hopps::hopps::hopps:

      Das kann sich keiner vorstellen.

      Für alle die, die eine Reha beantragen wollen: Nicht aufgeben! Dranbleiben!

      [FONT=&quot]Wenn Ihr möchtet halte ich Euch gerne auf dem Laufenden.[/FONT]
    • lebreab schrieb:

      Mittlerweile habe ich die Benachrichtigung der DRV bekommen, dass ich am Stark-Programm teilnehmen kann und darf.

      Außerdem habe ich Post von der Schlüsselbad Klinik bekommen, in der sie mich bitten, mich zwecks Terminabsprache zu melden.
      Erst einmal von mir
      :daumen: und :five2: zum erfolgreich durchrungenen Kampf gegen Absagen oder falsche Programme! Außerdem:
      [FONT=&quot]Wenn Ihr möchtet halte ich Euch gerne auf dem Laufenden.[/FONT]

      Ich würde sehr gerne mehr erfahren, wie es für Dich läuft und wie sich das Programm hoffentlich auf Deine vielen gesundheitlichen Probleme in abmildernder Form auswirkt.
      Ich halte Dir die Daumen, dass Du mit der selben großen Überzeugung, mit der Du in dieses Programm hinein gehst, auch wieder hinauskommen wirst.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • doch, ich kann es mir sehr gut vorstellen und gratuliere Dir, dass es geklappt hat :applaus:

      Viel Erfolg!
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • lebreab schrieb:

      Vor 10 Jahren begannen die Schmerzen. Meistens in den Händen, aber auch in der Schulter, im Ellenbogen. Die unteren Extremitäten erwähne ich vorsichtshalber gar nicht erst – die sind ja eh (im wahrsten Sinne des Wortes) vorbelastet durch das Gewicht!

      Vor 10 Jahren waren die Schmerzen hin und wieder da. Selten. Mittlerweile jeden Tag.

      Seit ca. 2 Jahren habe ich jeden Tag Schmerzen. Mittlerweile auch den ganzen Tag – früher begann das nachmittags und steigerte sich ins unerträgliche bis zum Abend.

      Seit zwei Jahren nehme ich (fast) jeden Tag Schmerzmittel..[FONT=&quot].[/FONT]


      Ich habe eine ähnliche Odyssee von ca. 4 Jahren hinter mir. Zum Schluss stellte sich heraus, dass ich eine chronische Borreliose hatte/habe. Mir taten alle Gelenke weh. (Man macht sich normalerweise nicht klar, wo man überall Gelenke hat.) Mir sind auch laufend Sachen aus der Hand gefallen, und weil auch die Nerven mitbefallen waren, habe ich Taubheits- und seltsame Temperaturgefühle. Mit hochdosierten Antibiotika konnten die Borrelien etwas reduziert werden, so dass ich (fast) schmerzfrei bin. Leider "legen" die Zecken hier in der Gegend regelmäßig "nach", und impfen kann man nicht gegen Bakterien. das hat mir die Darmflora zerschossen, sodass ich kein Obst mehr vertrage. Ganz schlimm wird es, wenn ich kalte Sachen anfasse (Tiefkühlzeugs), oder mir mit sehr kaltem Wasser die Hände wasche. Dann schießt mir der Schmerz wie elektrisch in die Finger.

      Falls die Ärzte absolut keine andere Erklärung haben (Verschleiß, Rheuma), wäre das vielleicht eine Frage wert. Leider kann man Borreliose nur sehr schwer nachweisen, bei mir war es mehr Zufall bei einer Neuinfektion mit Erythema migrans pipapo.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hallo Sophie

      was du schreibst, ist bei mir ähnlich. Auch das Sachen aus der Hand fallen lassen .
      Meine neue Neurologin hat erstmal 40 Sachen getestet - auch Borreliose , war aber bei mir negativ.
      Im November komme ich in eine neurologische Spezialklinik wegen einer genauen Diagnose.
      Etwas hat sie nämlich gefunden, eine Polyneuropathie, aber keine Ursache dazu.
      Auch Polyneuropathie kann Probleme machen, die du beschreibst, sogar Magen/ Darm , da die Steuerung durch die Nerven nicht mehr funktioniert.
      Sogar Herzprobleme ( dito).
      Feststellen kann man, dass eine vorliegt, durch Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen.
      Nur - ca. 10 Jahre wurde da nix gemacht und ich bin ganz schön rumgeeieret.

      ich schreibe dass nur noch mal hin, falls jemand mitliest. Ich habe ähnliche Symptome wie bei einer chronischen Borreliose, das ist es aber nicht.

      Gruß Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • ein Rentner dabei

      Mich würde mal iteressieren, ob es hier jemanden gibt bzw. ob ihr von einem wißt, der dieses STARK-Programm gezahlt bekam, obwohl er schon berentet ist.

      Oder der überhaupt mal eine Reha bekam, als Rentner.

      Scheint ja immer nur um den Erhalt der Arbeitskraft zu gehen.

      Ich bin 50 und wenn ich nichts gedreht bekomm an meinem Gewicht, bin ich sicher bald ein Dauerpatient beim Arzt.

      Damit habe ich letztes Jahr argumentiert, als mir die Kasse Reha allgemein ablehnte- mit absolut hahnebüchender Begründung ( für die sich dann sogar entschuldigt haben- bekommen hab ich die Reha doch nicht).
      Ich bin also irgendwie schon mal prophylaktisch frustriert, bevor ich überhaupt einen Antrag für Schlüßelbad gestellt habe, weil das letztes Jahr schon so ein Kampf mit der Krankenkasse war.

      Ich will nicht dahin um abzunehmen- an Wunder glaub ich nicht.
      Aber ich habe Lymphödem, diverse Gelenk,Rücken,Muslkelschmerzen, Asthma....es geht mir darum einen Anfang zu finden, beweglicher werden.
      ecetera...daß mich mal Behandler ernst nimmt. Ich bin bis vor drei Jahren noch viel gewandert- Rad gefahren- vermeide ich alles , mittlerweile hab ich so Schmerzen, daß ich nur noch kleine Runden gehe und mir oft einen Rollator wünsche, weil ich kaum stehen kann, wenn ich länger gessen bin.
    • Da hat Sunny Recht. Das Programm gibt es ja erst seit kurzem. Ich kenne aber Rentner, die regelmäßig eine Reha genehmigt bekommen. Drohende Behinderung scheint ein wichtiger Grund zu sein.

      Aber es ist sowieso nicht sinnvoll, einen Antrag für das Programm zu stellen. Man sollte einen Antrag auf Grund orthopädischer Probleme stellen und dann als Wunschklinik das Schlüsselbad angeben. So funktioniert das. Und das Abnehmen als Grund sollte man weglassen.

      Wenn Du solche Probleme mit der KK hast, fraubrezle, vielleicht kann Dir ja z.B. der VDK mit einer Beratung zur Seite stehen. Die haben die entsprechende Erfahrung und wissen genau, wie man solch einen Antrag am geschicktesten formuliert.
    • Martina schrieb:

      Ich kenne aber Rentner, die regelmäßig eine Reha genehmigt bekommen. Drohende Behinderung scheint ein wichtiger Grund zu sein.


      Das ist dann nur sinnvoll bei Altersrentnern, oder?
      Frührentner sind ja berentet, weil sie schon eine Behinderung haben.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Na ja, es hängt wohl auch davon ab, wegen welcher Behinderung man Frührentner ist ... vermute ich mal ...

      Ich bin da echt nicht die Expertin und wollte auch nie eine sein. Ich habe mir im Wortsinne ein Bein ausgerissen bzw. in Heidelberg ausreißen lassen ;), um eine Frührente abzuwenden. Deshalb hänge ich mich jetzt auch in dieses Programm in einer Weise rein, die mich mich täglich über mich selbst wundern lässt. Sport hat echt Suchtpotenzial, auch mit deutlich 150plus Kilos. Das Einzige, was ich immer wieder ausblenden muss, ist die Angst, wieder einen Schuss vor den Bug zu bekommen, der mich zurückwirft.

      Wie gesagt, ich kann allen, die nicht so richtig wissen, wie sie am besten vorgehen sollen (was ja wohl vorwiegend diejenigen betrifft, für die die KK zuständig ist), nur raten, sich beim VDK beraten zu lassen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Wörter vergessen

    • @ martina -lisa

      Danke für den Tip mit der VDK.

      Hatte ich auch so vor- normalen Rehantrag-Schlüßelbad vorschlagen und hoffen, daß es diesmal klappt.

      @ Lisa
      Ich wurde wegen starker Depressionen berentet.Da bin ich nach 20 Jahren drüber weg, aber die Rente ist geblieben.Alle Maßnahmen sie wieder los werden zu wollen scheiterten bzw. wurden nicht unterstützt.

      Meine körperliches Befinden hat sich erst die letzten Jahre verschlechtert.

      Das sind zwei Baustellen- die was mit einander zu tun haben..die Sache mit dem :teufel:kreislauf.

      Inzwischen gehts einfach darum, wieder fitter zu werden, damit ich meine KK nicht die nächsten Jahre als Folge von Ü-gewicht koste.
    • @Martina
      Ich habe mal noch eine inhaltliche Frage zu dem Programm. Gemäß den Info, die du, vor allem auch am Anfang des Threads, zu dem Programm weitergegeben hast, war so gesehen nur von Sport und besserem Körpergefühl die Rede. Im Flyer ist allerdings auch deutlich von Abnehmen (in drei Wochen 5 bis 10 kg für Frauen) und Diät die Rede. Wie kann man sich das dann vorstellen? Sind das dann optionale Bausteine, so dass man sich ganz auf die Beweglichkeit konzentrieren kann, oder muss/soll man da ein Ernährungsprogramm in irgend einer Form mitmachen?

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ich möchte vorwegschicken, dass ich diese Empfehlung hier nicht ausgesprochen habe, weil ich irgendwelchen Diät-Gurus in die Hände gefallen bin und vor lauter Verblendung jetzt nicht mehr weiß, was ich tue.

      Es ist im Gegenteil so, dass es gerade meine langjährige Erfahrung in Sachen Dicken-Selbstakzeptanz ist, die mich bewogen hat, diesen Thread zu eröffnen.

      Ich bin jemand, der seinerzeit mal angetreten ist, Dinge zu verändern. In sturem Protest zu verharren, war mein Ding nie. Ich habe diesen Thread eröffnet, weil ich in der langen Zeit, die ich dort in der Klinik verbracht habe, viele lange und intensive Gespräche mit den Verantwortlichen geführt habe und weil man sich dort für das Thema "Dicke Selbstakzeptanz" interessiert. Ich konnte viel Input geben und wurde dabei sehr ernst genommen und immer wieder um meine Meinung gefragt. DAS ist mir vorher noch nie irgendwo passiert. O-Ton: "Herzlichen Dank, dass Sie uns haben in Ihr Universum schauen lassen."

      Wir schimpfen immer auf die "anderen", sind uns aber gar nicht klar darüber, dass sie unter Umständen nicht die geringste Vorstellung davon haben, wie es uns mit alledem geht ... mit unseren Körpern ... mit all den Vorurteilen ... mit der Diskriminierung ... mit den Selbstzweifeln und, und, und. Hier bin ich auf Menschen gestoßen, die den Versuch unternommen haben, im Rahmen des Möglichen (denn ganz werden sie das nie können) sich in diese Problematiken hineinzufühlen.

      Ich habe das Gefühl, dass da etwas ganz Besonderes entsteht. Dehalb unterstütze ich die Klinik mit meinem Dicken-Selbstakzeptanz-Know-how. Dabei ist es mir völlig egal, was andere darüber denken.

      Was die Ernährungsberatung betrifft, weiß ich aus all den Gesprächen, dass man sich dort - im Gegensatz zu anderswo - zu 100% klar darüber ist, dass die Ursachen für Adipositas so vielfältig sind, wie die Menschen, die davon betroffen sind. Es ist ihnen wichtig, darauf individuell einzugehen.

      Aufgrund eines Gesprächs mit meiner Krankenkassen-Sachbearbeiterin, in dem diese bei meinem Bericht von dem Programm sehr skeptisch nachfragte, das sei aber doch nicht nur Sport, da ginge es doch auch ums Abnehmen oder etwa nicht, vermute ich, dass die Antwort auf Deine Frage ist, dass das vom Kostenträger abhängt. Ich werde dies aber in der Klinik erfragen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Auf das Wesentliche reduziert

    • Ok, es eilt ja nicht.
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Martina schrieb:

      Ich bin jemand, der seinerzeit mal angetreten ist, Dinge zu verändern. In sturem Protest zu verharren, war mein Ding nie.
      Ab Ende Januar werde ich für die Teilnehmer des STARK-Programms in der Schlüsselbad Klinik regelmäßig ehrenamtlich ein (real life)-Forum abhalten, in dem die Themen unseres Internet-Forums adressiert werden, d.h. es wird um dicke Selbstakzeptanz gehen, aber auch um Rat und Tat für Hilfestellungen im Alltag (Kleidung, Literatur etc.). Für mich ist es die Krönung von 20 Jahren Selbsthilfearbeit für dicke Menschen, in einer Reha-Klinik im Sinne unserer Ideen aktiv mitwirken zu können.

      Der in diesem Thread erwähnte „Aufsatz“ war mein Konzeptpapier, mit dem ich meine Idee für dieses Programmelement in der Klinik vorgestellt habe. Dabei war es mir wichtig, nicht nur meine persönliche Sichtweise einzubringen, sondern auch Eure Gedanken mit einfließen zu lassen. Ich danke Euch ganz herzlich für Eure Unterstützung.

      * * * * * *

      @ Dani

      Meine Nachfrage ergab Folgendes: Wie ich oben schon schrieb, ist das Programm etwa zur Hälfte gruppenorientiert und zur anderen Hälfte ein Individualprogramm. Sowohl im Hinblick auf die orthopädischen Probleme als auch im Hinblick auf das Gewicht wird das Programm individuell auf die Ursachen und die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt. Das Programm ist zudem ein Angebot. Reha-Patienten, die lieber eine klassische Reha machen möchten, erhalten das klassische Programm.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Ergänzung eingefügt

    • Martina schrieb:

      Ab Ende Januar werde ich für die Teilnehmer des STARK-Programms in der Schlüsselbad Klinik regelmäßig ehrenamtlich ein (real life)-Forum abhalten, in dem die Themen unseres Internet-Forums adressiert werden, d.h. es wird um dicke Selbstakzeptanz gehen, aber auch um Rat und Tat für Hilfestellungen im Alltag (Kleidung, Literatur etc.).


      Na dann, Glückwunsch!:LG: Dann komme ich ja in den Genuss. Ich bin gespannt! :holy:
    • lebreab schrieb:

      Na dann, Glückwunsch!:LG: Dann komme ich ja in den Genuss. Ich bin gespannt! :holy:
      Danke. Ja, ich habe mich wirklich über das Interesse gefreut. Sie waren vom ersten Moment an dafür.

      Wir beklagen uns immer darüber, dass man uns nicht zuhört. Hier hat man mir sehr genau zugehört, ohne dass ich das zuerst bemerkt habe. Aber als ich es bemerkt habe und viel tiefer ins Detail gegangen bin, hörte das Interesse nicht auf.

      Vielleicht versteht man jetzt besser, weshalb ich denke, dass sich da etwas Besonderes entwickelt, und weshalb es mir eine Herzenssache ist, das zu unterstützen. Denn wie sagte schon Cicero: "Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge."

      Für Dich wird mein Workshop wahrscheinlich wenig Neues bieten, aber Du wirst beim ersten dabei sein. Und das finde ich gut, denn dann habe ich jemanden, der mir ehrlich sagt, was ich besser machen kann. :)