Ein gewichtiges Problem

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    • Ein gewichtiges Problem

      Hallo Liebe Dicken,

      ich bräuchte da mal einen Ratschlag.
      Erst gestern war es wieder soweit. Ich treffe mich regelmäßig mit ein paar alten Bekannten aus Abizeiten, dieses treffen ist auch jedes mal total net, da wir uns immer viel zu erzählen haben.
      Es ist nur leider immer wieder so, dass ich dabei direkt auf meine kontinuierliche Gewichtszunahme angesprochen werde.
      Gester kam folgender Kommentar: "Du hast auch jedes mal wenn wir uns sehen einige Kilos mehr auf den Hüften, was?"
      Leider weiß ich nie genau was ich darauf antworten soll und so tue ich meistens als wäre das gar nicht war (aber sie hat schon recht).
      Ist euch das auch schon mal passiert und was antwortet ihr in so einer Situation?

      LG Vera
    • hallo Vera,
      Ich antworte dann:
      "Ja, so ist es. Aber offen gesagt finde ich Gespräche über das Körpergewicht nicht allzu spannend - können wir über interessantere Themen sprechen?"
      Dabei freundlich bleiben, nicht aggressiv,
      aber auch nicht verhuscht so dass der andere denkt: "Ach, der Armen war das jetzt voll peinlich."
      ich komme damit gut klar,
      wobei eine Antwort ja immer zum Charakter der Person passen muss,
      sonst wirkt es aufgesetzt.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Mir geht es ebenso, die Schwestern meines Mannes thematisieren meine Gewichtszunahme öfter. Dummerweise fange ich dann an, mich zu rechtfertigen, weiß aber, dass das falsch ist. Interessantes Thema, Lisa Cortez Ansatz und vor allem dass sie versucht, ruhig zu bleiben, ist schon mal ein erster Schritt.
    • Ich rutsche da auch unfreiwillig immer in ein Gefühl der Schuld hinein und rechtfertige mich. Das ist eigentlich nur bei dem Thema so - was andere Themen oder Situationen angehen, da kann ich durchaus meine Frau stehen und mich wehren, wenn es drauf ankommt.

      Wohl auch, weil mich innerlich (fast) nichts so mitreißt, wie das leidige Thema des Übergewichts.
    • Von einem Klassentreffen, bei dem einer Bekannten ähnliches passiert ist, erzählte sie Folgendes:

      Es wird ja immer geguckt wie die ehemaligen Klassenkameraden sich verändert haben. Insbesondere auch, wer optisch viel älter geworden ist.
      Als sie einen ähnlichen Satz wie den von Dir erwähnten gesagt bekam, antwortete sie "Oh wie schön! Gut sehen kannst Du offensichtlich noch, wenn Du aus ansonsten recht alt geworden bist."

      Ist zwar frech, aber auch der Satz zu ihr war frech und das Resultat war, das die Mitschülerin mit offenem Mund da stand und doof guckte.

      Find ich gut.:-D
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich stehe nicht auf diese "Auge um Auge, Zahn um Zahn"-Mentalität. Wenn mich jemand verletzt oder nervt muss ich nicht mit gleicher Münze zurückschlagen. Frei nach dem Motto "Was Du nicht willst was man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu" finde ich die Lösung von Lisa richtig gut und kann mit so frechen/unverschämten Erwiderungen wie in Deinem Beispiel, Itsme, nichts anfangen.
    • Alke schrieb:

      Ich stehe nicht auf diese "Auge um Auge, Zahn um Zahn"-Mentalität. Wenn mich jemand verletzt oder nervt muss ich nicht mit gleicher Münze zurückschlagen. Frei nach dem Motto "Was Du nicht willst was man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu" finde ich die Lösung von Lisa richtig gut und kann mit so frechen/unverschämten Erwiderungen wie in Deinem Beispiel, Itsme, nichts anfangen.

      :daumen: Ich glaube auch, dass es besser ist zu kommunizieren als zu provozieren.
    • @Itsme: das Problem ist, dass wir noch nicht wirklich alt sind wir sind alle erst Mitte 20 und somit ist das mit dem gucken noch kein großes Thema bei uns.

      Ja das mit dem rechtfertigen mache ich in der Regel nur vor Freunden von denen mein Übergewicht nicht direkt kritisiert wird, aber ich lasse das, wenn wir auf so ein Thema kommen, dann mal ganz nebenbei fallen.

      Im Abi hatte ich knapp 20 KG zu viel und jetzt sind es noch mal ca. 50 mehr, es ist also kein wunder dass es auffällt ich merke ja selber dass ich schnell aus der Puste komme und das Treppensteigen mir schwer fällt, allerdings find ich dass das nicht jedes mal wieder thematisiert werden muss wenn wir uns ca. 1x im Jahr sehen.

      Den Tipp von Lisa Cortez finde ich gut und ich glaube so werde ich es das nächste mal machen. :)
    • Du könntest antworten: "Wenn ich nächstes Mal nicht dabei bin, liegt es nicht daran, dass ich nicht durch die Bustür kam, sondern daran, dass ich solche Sprüche nicht mehr hören will."

      LG
      Draculara
    • gabriele schrieb:

      das sind ja tolle ehemalige Schulkameraden wenn die sowas thematisieren.
      Den Kommentar von Draculara finde ich gut.
      Da würde ich gar nicht mehr hingehn wollen, wenn mir sowas passieren würde.


      Kommt drauf an, ich würde mir schon Sorgen machen,
      wenn eine Freundin sehr schnell sehr viel zunimmt
      ( Schilddrüse?, Ödeme?, Cortison? Depression? etc.)
      oder sehr schnell sehr viel abnimmt.
      ( Krebs? Depression? Essstörung?),
      und eventuell schon darauf ansprechen - allerdings unter vier Augen.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Ich war nur ein einziges Mal auf einem Klassentreffen, dem 10-jährigen, das hat mich endgültig kuriert. Allein schon dieses "Mein Haus-mein Job-meine Kinder"-Getue....:krank:
      Damals war ich gerade aus meiner Magersucht raus, und hatte eine "tolle" Figur, ich konnte auch mit meinem Job als Ingenieurin strunzen, aber irgendwie hat mich das ganze Gegeifer nur angeödet, und ich habe mich ziemlich schnell abgesetzt.
      Dann bin ich ein paarmal umgezogen, und stehe auch nicht im Telefonbuch und bin nicht auf Fratzenbuch oder dergleichen, sodass ich bei den Schnepfen nicht mehr auf dem Radar bin, und das ist gut so.
      Die haben mich früher derbst gemobbt, was habe ich also mit denen zu schaffen?
      Wenn mich mal alte Bekannte wieder treffen und mich auf mein Gewicht ansprechen, frag ich einfach "Na und, ist das jetzt wichtig?" Und dann wechsle ich das Thema. Die können mich doch mal. Es gibt wichtigeres im Leben als meinen Hintern.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Lisa Cortez schrieb:

      Kommt drauf an, ich würde mir schon Sorgen machen,
      wenn eine Freundin sehr schnell sehr viel zunimmt
      ( Schilddrüse?, Ödeme?, Cortison? Depression? etc.)
      oder sehr schnell sehr viel abnimmt.
      ( Krebs? Depression? Essstörung?),
      und eventuell schon darauf ansprechen - allerdings unter vier Augen.

      liebe Grüße Lisa



      vielleicht würdest du dir Sorgen machen.
      Aber im Normalfall denke ich nicht, daß sich die anderen Sorgen machen, weil man zugenommen hat. Das klingt für mich schon eher als erhobenen Zeigefinger. Daß sowas gar nicht geht, sowas macht man nicht usw.
      Ganz einfach jetzt nur laut gedacht.

      Wer macht sich denn heutzutage noch Sorgen um den anderen? Den muss man erst noch erfinden. Jeder ist sich selbst den Nächsten.
    • Anderes Thema, gleiche Uebergriffigkeit. Mich hat mal eine alte Bekannte gefragt, warum ich denn keine Kinder habe. In diesem Moment war ich ziemlich klar im Kopf und hab freundlich gesagt "das ist eine ziemlich intime Frage, findest du nicht?" Mir war klar dass die Fragerin es nicht boese gemeint hat und deswegen hab ich auch nicht gekeift. Die Reaktion war eindeutig, die Frau ist rot geworden und ist verstummt. Oftmals sind die Leute einfach nur gedankenlos und/oder mit sich selbst beschaeftigt.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Klassentreffen

      unser Klassentreffen war herrlich und so was kam überhaupt
      nicht. Ich war ganz begeistert, dass eine frühere Klassenkameradin
      gesehen hatte, ich käme und mir dann einen Beitrag, den ich
      im letzten Schuljahr für eine Zeitschrift geschrieben hatte, in die
      Hand drückte. Und noch einiges in der Art. Kommentare zum
      Aussehen gab es gar nicht, höchstens über Enkelkinder.