Mal ne Frage - Hüftprobleme

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    • Mal ne Frage - Hüftprobleme

      Hallo!

      Ich habe mal eine Frage, weil ich immer wieder gelesen habe, dass der eine oder andere hier im Forum mit Hüftproblemen Erfahrung hat. Vorweg: Ende nächster Woche habe ich einen Termin beim Orthopäden, aber vielleicht kann mir ja jemand einen Tip geben, wie ich bis dahin mit weniger Schmerzmitteln auskomme.

      Also: Tagsüber habe ich keinerlei Probleme, weder beim Radfahren, Sport, Schwimmen, sitzen, gehen, stehen usw. Ich habe überhaupt keine Schmerzen. Aber seit ungefähr sechs Wochen wache ich fast jede Nacht alle zwei bis drei Stunden auf, weil mir die linke Hüfte extrem wehtut und ich mich zum Beispiel gar nicht umdrehen kann. Ich muss dann aufstehen und nach einer Minute ist der Spuk verschwunden. Wenn ich mich wieder hinlege, beginnt nach zwei, drei Stunden das gleiche Spiel.

      Drei, vier Wochen habe ich gar keinen Sport mehr gemacht, weil ich dachte, ich hätte die Hüfte vielleicht überfordert. Brachte aber keine Besserung.
      Seit Dienstag fahre ich wieder mit dem Rad zur Arbeit (sind nur 2 Kilometer ohne Steigungen) und gehe abends 20 Minuten auf den Crosstrainer (leichteste Stufe), weil ich ausprobieren will, ob moderate Bewegung hilft. Bis jetzt leider auch nicht. Die Bewegung verschlimmert aber auch nichts.

      Manchmal nehme ich abends relativ starke Schmerzmittel (Ibu 800), damit ich endlich mal eine Nacht durchschlafen kann.

      Kennt das vielleicht jemand? Ich finde es merkwürdig, dass ich den ganzen Tag lang keine Probleme habe und nachts dann wirklich heftige Schmerzen. "Dr. Google" kann mir nicht helfen, aber vielleicht hat ja einer von Euch schon mal so eine Erfahrung gemacht und kann mir Tips geben?

      Vielen Dank für Eure Hilfe!

      Rosa
    • Hallo Rosa,

      ich habe zwar keinerlei medizinische Ahnung und es ist mir auch garade nur durch den Kopf geschossen, aber vielleicht liegt es ja auch an dem Bett. Vielleicht ist es zu weich oder zu hart für dich.

      Ich komme auf diese Idee, weil ich in zu weichen Betten Rückenschmerzen bekomme und eine Freundin auf ihrer harten Couch, auf der sie schon mal schläft, Hüftschmerzen bekommt.

      Nur mal so als Idee.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Was ich dir jetzt erzähle ersetzt natürlich nicht den Facharztbesuch!

      Vor gut einem Jahr hatte ich genau die gleichen Probleme wie du – tagsüber war alles in bester Ordnung, egal ob beim Wandern, Schwimmen oder ähnliches, aber nachts tat mir die Hüfte unbeschreiblich weh und ich konnte mich nicht mehr drehen vor Schmerzen. Wenn ich dann in der Nacht aufstand (das war die Qual pur :mad:) war es nach einiger Zeit wieder weg … nach längerem Liegen ging es wieder los.

      Ich dachte damals ich hätte ein Problem mit der Hüfte, aber beim Orthopäden wurde ich geröntgt und danach stellte der Arzt fest, dass nichts am Hüftgelenk ist, sondern ich hatte ein entzündetes ISG-Gelenk (Iliosakralgelenk). Danach wurde mir 150mg Diclo verschrieben, dass ich aber nur einmal am Tag (Abends) nehmen sollte und Physiotherapie … eine Spritze bekam ich auch noch in die Lendengegend. Leider ist die Behandlung des ISG-Gelenk etwas langwierig, aber in den letzten Monaten hatte ich keine nennenswerten Probleme mehr damit.

      Ich wünsche dir gute Besserung!

      P.S.: ich hatte mir auch eine neue Matratze gekauft, dass brachte aber leider keine sofortige Entspannung.
    • Mir fällt zu dem bisher gesagten noch ein, dass es kurzfristige Erleichterung bringen kann, wenn Du Dir im Liegen ein Kissen oder sowas zwischen die Knie klemmst, damit das Hüftlenk nicht so "auf Spannung" ist.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Wollte Bircan ergänzen,
      es könnte auch ein gereizter Nervus Ilioinguinalis, Nervus Genitofemoralis, Nervus iliohypogastricus oder N. cutaneus femoris lateralis sein,

      das kann durch Druck, zu enge Kleidung,ungewohntes Training, Fettgewebe, was drauf drückt, kommen.

      Nachts ist es oft schlimmer als tags, weil man nicht abgelenkt ist.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Mein ganz dringender Rat: Bestehe auf einem MRT und zwar sofort. Lasse Dich nicht mit irgendeiner Diagnose abwimmeln. Es kann in der Tat eine ganz harmlose Ursache haben wie z.B. die Matratze, aber nach dem Leidensweg, den ich hinter mir habe, lasse ich mich nie wieder mit nicht belastbaren Diagnosen abspeisen. Und belastbar ist eine Diagnose erst, wenn es unwiderlegbares Bildmaterial gibt.
    • Vielen Dank für die vielen Antworten!

      An die Matraze hatte ich auch schon gedacht, aber ich habe in der letzten Zeit in zwei weiteren Betten geschlafen (einmal sechs Nächte hintereinander) und hatte dieselben Probleme. Meine "Hauptmatraze" ist zwei Jahre alt und bis jetzt war immer alles gut. Vielleicht stelle ich das Lattenrost heute Abend mal ein bisschen weniger fest ein, tendenziell ist die Matraze schon sehr hart.

      Das mit dem Kissen zwischen den Beinen bringt bei mir leider nichts, weil ich auf dem Bauch schlafe. Aber vielleicht packe ich mir mal ein Kissen unter den Bauch?

      Ich habe eben die Symptome von einem entzündeten "ISG"-Gelenk gegoogelt, das könnte schon hinkommen. Vor allem, wenn Du das auch hattest, dass tagsüber nichts los war, Bircan. Dann liege ich ja mit den abendlichen IBUs schon mal richtig...

      Ich versuche das mal mit dem Kissen unter dem Bauch und nehme weiter die Tabletten. Nächste Woche gehe ich dann zum Arzt, ich weiß nur nicht, ob ich gleich ein MRT "durchgesetzt" kriege? Außerdem habe ich Platzangst und hasse diese Röhren. Aber Du hast schon recht, Martina, besser am Anfang alles andere ausschließen, als letztlich so zu leiden wie Du. Das Blöde ist, ich kenne den Orthopäden nicht, deswegen weiß ich gar nicht, wie der drauf ist. Ich muss mich da leider überraschen lassen.

      Nochmal vielen Dank für Eure Antworten!

      Rosa
    • Wollte diese Übungen nicht vorenthalten, die man machen kann bis man den Arzt/Physiotherapeuten sieht ( mir haben sie ganz gut die Zeit überbrückt):

      koerpertherapie-zentrum.de/beh…dlung-hueftschmerzen.html

      ( da gibt es Videos je nach dem, wo der Schmerz sitzt.)

      Mit freundlichen Grüßen Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Also von Krankheiten googlen würde ich generell massiv abraten.
      Häufig ist es doch so, dass man Probleme an Stelle A hat, sie aber von Stelle B kommen - das war zumindest bei mir so gut wie jedes Mal der Fall, als ich zum Orthopäden gegangen bin.
      Sowohl die Möglichkeit auf diese Weise Krankheiten zu entlarven als auch die klassische Differentialdiagnostik kann das Internet nicht leisten, dafür brauchst du einen Fachhmann, ergo Arzt.
      Mit dem ganzen rumgegoogle macht man sich da nur unnötig verrückt..meine Meinung!
    • Noch mal vielen Dank für die vielen Tipps!

      Ja, mit dem "rumgooglen" kann das schwierig sein, da stimme ich Dir zu, Käsestange. Auf der anderen Seite habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich manchmal doch informieren sollte, bevor man zum Arzt geht. Besonders, wenn man erst zwei Wochen später einen Termin bekommt.

      Ich glaube, als "Grund-Recherche" oder "Erste Hilfe" ist das Internet nicht schlecht, ich würde mich nur nicht drauf verlassen und letztlich doch zu einem Fachmann gehen (was ich ja auch tue). Aber ich muss sagen, besonders die Antworten hier im Forum haben mir schon geholfen. Allein die Tatsache, dass auch andere das kennen, beruhigt ein bisschen.

      Ich habe mein Lattenrost im mittleren Bereich etwas weicher eingestellt. Zwar habe ich jetzt das Gefühl, "durchzuhängen", ABER: Ich habe die letzten zwei Nächte ohne Probleme durchgeschlafen (ohne Schmerztabletten!) und "nur" morgens in den ersten zwei Minuten nach dem Aufstehen Schmerzen gehabt. Das hilft mir auf jeden Fall bis zum Termin beim Orthopäden!

      Liebe Grüße

      Rosa
    • Ich wollte Euch nur kurz sagen, dass ich heute Morgen dann einem sehr netten Orthopäden war. Ich habe wohl eine Bandscheiben-Vorwölbung, die auf einen Nerv drückt und diesen entzündet hat.

      Dass die Sache nur nachts Probleme macht, erklärte mir der Orthopäde damit, dass sich die Bandscheiben nachts wieder aufpolstern (vollsaugen) und die Vorwölbung dann auch dicker wird und den entzündeten Nerv reizt. Meine "Ibuprofen-Kur" war ganz gut, weil das Ibu ja auch entzündungshemmend wirkt.

      Er hat mich geröngt, die Hüfte sieht zum Glück super aus und bis auf die eine Bandscheibe ist alles in Ordnung. Ich habe Tabletten bekommen, soll mit dem Sport kürzertreten und dafür zur Krankengymnastik.

      Vielen Dank, dass Ihr Euch Gedanken gemacht habt!
    • Rosa schrieb:

      Er hat mich geröngt, die Hüfte sieht zum Glück super aus und bis auf die eine Bandscheibe ist alles in Ordnung. Ich habe Tabletten bekommen, soll mit dem Sport kürzertreten und dafür zur Krankengymnastik.
      Schön, dass du nun Bescheid weißt was los ist - gute Besserung und Danke für deine Rückmeldung :)
    • Da ich seit kurzem ebenfalls an Hüftschmerzen leide, war ich kürzlich einmal beim Orthopäden meines Vertrauens.
      Der sagte mir, er würde meine Wirbelsäule vermessen wollen um zu sehen, ob ich einen Beckenschiefstand habe, was meine Hüftschmerzen mit erklären könnte.
      Es ging leider alles relativ schnell, deshalb habe ich total vergessen zu Fragen, wie das mit der Strahlenbelastung ist/wäre...
      Kennt jemand von euch diese Methode?
      Ist das so schädlich wie röntgen?
    • Was für Strahlen? Bei einer Vermessung wird gemessen, entweder am Körper oder an einem Foto. Mit dem Zentimetermaß und einem Laserpointer. Dat ist Licht. Wenn man da nicht direkt reinguckt, tut das gar nichts.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)