US-The Biggest Loser

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    • US-The Biggest Loser

      Die Polizistin Suzanne Mendonca hatte in der amerikanischen Version von The Biggest Loser 40 Kilo verloren. Heute greift sie die Produzenten der US-Abnehmshow an und sagt, dass alle Teilnehmer der Show wieder zugenommen haben … „Wir sind alle wieder fett!». Der Ex-Wrestler Rulon Garner sagt, dass es nie eine Wiedersehen-Show gäbe, weil alle wieder fett seien.

      Der Sender behauptet, dass sich 200.000 Menschen pro Staffel bewerben. Suzanne Mendonca berichtet davon, dass der Konkurrenzkampf enorm ist und das sich Teilnehmer in Abfallsäcke einhüllen um mehr zu schwitzen. Vergangene Woche hatte die Ex-Kandidatin Kai Hibbard kritisiert „Es ist moralisch nicht tragbar, Übergewichtige am TV zu drillen, bis sie kotzen“. Schwere Vorwürfe erhebt auch der allererste Biggest-Loser-Gewinner Ryan Benson, er verlor so viel Gewicht, dass er schließlich Blut im Urin hatte. In den ersten fünf Tagen nach der Show nahm er 14 Kilogramm zu – wohl nur durch das Trinken von Wasser.

      Es ist übel was Menschen sich selbst antun und antun lassen nur um schlanker zu sein.

      Beim Lesen dieses Berichts erinnerte ich mich an Knallfroschs Worte aus dem Thread Bachelorarbeit…
      „Ich kenne außerhalb dieses Forums eigentlich niemanden, der es nicht selbstverständlich findet (wenn nicht gar gottgegeben) dass Schlanksein das zu erstebene Ideal ist. Es ist schon länger her dass ich zaghaft versucht habe anzumerken, dass es dafür nicht wirklich "harte Evidenz" gibt. Und was eigentlich gegen Dicksein einzuwenden ist. Ich ernte nur schlichtweg blankes Unverständnis. […] Es lässt sich irgendwie nicht ausrotten.

      Die Akzeptanz eines (dicken) Körpers ist je nach Erfahrung nicht einfach, aber es ist, bei diesem Thema, ähnlich wie bei anderen Anschauungen. Wenn wir kein Verlangen haben, um uns bei nicht vertrauten Standpunkten und Behauptungen eine eigene Meinung zu bilden, dann werden wir es, etwa in Bezug auf die Selbstakzeptanz, rückwirkend bereuen.
    • Passend zum Ende der akutellen 16. amerikanischen Staffel gibt es ein Interview mit Kai Hibbard, einer Teilnehmerin einer älteren Staffel (2007). Sie hält ihre Teilnahme an BL für den wahrscheinlich größten Fehler ihres Lebens und prangert das Showkonzept als “dangerous and dehumanizing” an.
      Sie spricht über die teilweise psychologisch grausamen Methoden, mit denen man dort immer wieder "motiviert" wurde, sich anzustrengen. Auch das Ausziehen der Shirts für das wöchentliche Wiegen hat System, dem man sich nicht verweigern darf, denn damit werden die Teilnehmer vorgeführt. Jeder wurde immer wieder an seinem wundesten Punkt gepackt wie "Du wirst Deine Kinder nicht aufwachsen sehen!" etc.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg ()

    • kampfzwerg schrieb:

      Passend zum Ende der akutellen 16. amerikanischen Staffel gibt es ein Interview mit Kai Hibbard, einer Teilnehmerin einer älteren Staffel (2007). Sie hält ihre Teilnahme an BL für den wahrscheinlich größten Fehler ihres Lebens und prangert das Showkonzept als “dangerous and dehumanizing” an.
      .


      ....wenn es schon Staffeln vor Kai Hibbard gab, wusste er, worauf er sich eingelassen hat. Habe kein Verständnis für solche Aussagen.
      Auch nicht für die Aussage der Polizistin.

      Wenn die Teilnehmer nicht trinken (wollen), ist es ihr Problem.
    • Schildkröte schrieb:

      ....wenn es schon Staffeln vor Kai Hibbard gab, wusste er, worauf er sich eingelassen hat. Habe kein Verständnis für solche Aussagen.
      Auch nicht für die Aussage der Polizistin.
      Ich glaube nicht, dass den Zuschauern definitiv klar ist, dass man hinter den Kulissen so unmenschlich behandelt wird. Verstehen kann ich, dass man über solche Erlebnisse öffentlich spricht, vielleicht auch um zukünftige Teilnehmer zu warnen.
      Wenn die Teilnehmer nicht trinken (wollen), ist es ihr Problem.
      Der Sender hat doch auch eine Art Obhutspflicht – gerade dann, wenn die Teilnehmer in einen Abnehm-Flow geraten, muss der Veranstalter eine größere Sorgfaltspflicht an den Tag legen.
    • Bitte genau lesen, Schildkröte: Kai Hibbard ist übrigens eine Frau. Wahrscheinlich hast Du also nicht einmal in das Interview reingeschaut.
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      — Mary Flannery O'Connor

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    • Schildkröte schrieb:

      Nö, habe ich tatsächlich nicht, warum auch?
      Je größer das Hintergrundwissen umso besser kann man darüber diskutieren.
      Sie wissen worauf sie sich einlassen.
      Anscheint haben sie nicht genau gewusst worauf sie sich einlassen – ich glaube eher, dass es einige Kandidaten gibt die darauf vertrauen, dass man ihnen dort „helfen“ kann.
      Und wenn es ihnen nicht passt, sollen sie gehen!
      Ich kann nicht verstehen warum man dagegen ist, dass solche Kandidaten über ihre Erlebnisse reden :confused:
    • Schildkröte schrieb:

      Und wenn es ihnen nicht passt, sollen sie gehen!
      Wenn das mal so einfach wäre, wenn die irgendwelche Knebelverträge oder sonstige Pistolen an der Brust haben.

      Viele lassen sich im Vorfeld wahrscheinlich einfach zu sehr davon einlullen, was man bei der Sendung alles tolles für sich tun kann, weil man ja so prima abnimmt und damit sein Leben endlich in die gesellschaftlich gewünschte Bahn lenkt. Ich glaube nicht einmal, dass bei allen Naivität dahinter steckt, sich auf so eine Sache einzulassen, sondern vor allem extreme Angst und enormer Druck aus dem Umfeld.
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      — Mary Flannery O'Connor

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