"Buitengewoon"

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    • "Buitengewoon"

      "Buitengewoon" – übersetzt: außergewöhnlich … das ist ein Buchtitel über eine dicke belgische Politikerin.

      DIESER Bericht befasst sich mit der Frage ob eine Gesundheitsministerin dick sein darf.

      Der Hintergrund ist, dass Maggie De Block in Belgien Gesundheitsministerin ist und dass sie dick ist.

      Meine Meinung ist die gleich wie die von Andrea Kdolsky „Es geht um Kompetenzen, nicht ums Aussehen."
    • Auf die Frau passen auch die anderen Wortbedeutungen wie "umwerfend" - sie wirft mit ihrer Präsenz einfach mal ein paar Grundsätze über den Haufen, die festgeschrieben schienen.
      Gut, dass man offenbar hinter ihr steht und nicht wieder einmal zwingend untermauert wird, dass dick = krank bedeuten muss. Es wurde Kompetenz wichtiger genommen als die äußerliche "Passform" zum politischen Amt. Die Frau scheint agil, schlagfertig und versteht es, Kontra zu geben. Habe mir ihre Website und ein paar andere Suchmaschinentreffer angeschaut.
      So eine Frau gibt bestimmt einer ganzen Reihe Übergewichtigen das Gefühl, nicht so falsch zu sein, wie die Medien es ihnen sonst gerne vermitteln.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Hmmm, schwer zu sagen. Ich hätte mal beinahe bei der Kommission angefangen. Mehr aus Blödsinn hatte ich einen Bewerbungsmarathon der Kommission mitgemacht und war eine von 67 aus über 900, die sie genommen hätten. Allerdings zog sich das ewig hin, so dass ich mittlerweile einen neuen, sehr interessanten Job angenommen hatte und mich entschieden habe, nicht nach Brüssel zu gehen. Bei meinen Vorstellungsgesprächen dort musste ich auch zum Amtsarzt. Wegen meines Gewichts wurde ich Monate später noch einmal dorthin eingeladen, um den Gründen dafür auf den Grund zu gehen. Das war komisch, denn ich hatte längst abgesagt. Als ich dem Arzt das am Telefon erklärte, fiel der aus allen Wolken, weil es wohl äußerst unüblich ist, dass jemand einen solchen Job dort absagt.

      Nun, dabei handelte es sich allerdings um einen europäischen Amtsakt, der nicht wirklich etwas über die belgische Kultur aussagt.

      Die Kommentare unter dem Artikel sind ja mal wieder goldig. Ich frage mich immer, was in schlanken Hirnen vorgeht, die sich davor fürchten, übergewichtig zu sein könnte salonfähig werden. Manchmal kommt es mir so vor, dass schlanke Schmalspurdenker eine Erweiterung der Konkurrenz befürchten. Wenn man sich einreden kann, ein Mensch ist per se außen vor, nur weil er dick ist, ist das ja wunderbar bequem. Sollte die Gesellschaft das mal irgendwann so nicht mehr dulden, könnte es glatt anstrengend werden. (Diese Äußerungen beziehen sich explizit auf schlanke Schmalspurdenker und stellen keine Diskriminierung Schlanker dar. Gegen die habe ich nämlich gar nichts.)
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    • Ich habe gelesen, dass Maggie De Block von den Belgiern gemocht wird und auch ein hohes Ansehen hat. Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube in Deutschland wäre solch ein Ergebnis nicht möglich. Unsere Boulevardzeitungen, wie etwa die BLÖD, würden frühzeitig gegen solch eine Politikerin vorgehen und sie verunglimpfen.

      Es ist doch schön simpel, wenn man einem dicken Menschen, gerne auch hinter vorgehaltener Hand, unterstellen kann, dass er nur so aussieht weil er sich nicht bewegt, dauernd sitzt, viel Fernsehen schaut und übermäßig futtert.

      Trifft solch ein Schmalspurdenker aber auf einen dicken Menschen der aktiv ist, redegewandt und nicht dauernd futtert, dann können Sprüche kommen wie „zu ihnen passt überhaupt nicht ihr Körper“ oder „wenn sie abnehmen würden, dann könnten Sie so viel erreichen“.

      Es ist aber ein wundervoller Gedanke, dass es irgendwann so sein könnte, dass die Gesellschaft es nicht mehr duldet, dass man einem dicken Menschen unterstellt eine Schandtat begangen zu haben, nur weil er dick ist.
    • Martina schrieb:

      Sollte die Gesellschaft das mal irgendwann so nicht mehr dulden, könnte es glatt anstrengend werden.


      Ach, ich hab da keine Illusionen. Wenn Dicksein irgendwann mal gesellschaftsfähig wird (so Gott will), wird man schon eine andere "Randgruppe" finden, über die man sich erheben kann. Das ist schon seit Menschengedenken der Gang der Dinge.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******