Der Umgang mit der "neuen Technik"!?

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    • Der Umgang mit der "neuen Technik"!?

      Ich möchte Euch mal etwas fragen. Es ist nämlich so, dass sich zunehmend Probleme in mein Leben schleichen, die damit zu tun haben, dass ich kein Smartphone habe und eigentlich auch keins haben will.

      Es passiert öfter, dass ich wichtige Nachrichten z. B. über Terminverschiebungen verpasse, weil jeder davon ausgeht, dass ich jederzeit und überall meine privaten Mails checken kann. Natürlich werde ich auch ständig gefragt, ob man dies und das über Whatsapp mit mir klären kann.

      Ich hasse es, wenn Leute am Tisch und bei jeder sonstigen nicht passenden Gelegenheit mit ihren Smartphones hantieren. Dieses Verhalten nehme ich als gestört wahr, denn das Leben ist hier und jetzt und nicht irgendwo in so einem eckigen Ding. Es ist eine Frechheit den Menschen gegenüber, mit denen man am Tisch sitzt. Von der Kontrolle über mich und mein Verhalten, die ein Smartphone und vor allen Dingen die Nutzung von Diensten wie Whatsapp möglich macht, ganz zu schweigen.

      Im Fitnessraum der Physiotherapie bin ich damit aufgefallen, dass ich so ein elektronisches Dings verweigert habe, auf dem zum einen mein Programm aufgezeichnet ist und zum anderen meine Fortschritte festgehalten werden. So was kann man doch auch aufschreiben.

      Da habe ich mir allerdings den Spruch eingehandelt, dass ich wohl bald aus dem Leben kippen würde, wenn ich mich der "neuen Technik" dermaßen verweigere.

      Nachdem ich jetzt zweimal vorverlegte Termine nur auf Grund von Zufällen korrekt eingehalten habe, bin ich langsam beunruhigt und frage mich, ob ich mich diesem Wahnsinn weiterhin entziehen kann.

      Es würde mich mal interessieren, wie Ihr das seht.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Hallo Martina,

      also, ich finde es auch sehr nervend, dass scheinbar alle Menschen immer und ständig ihr Smartphone dabei haben, immerzu etwas abrufen, nachsehen oder schreiben müssen. Ganz egal wo.

      Und ich wollte auch lange Zeit keines haben. Dann allerdings habe ich zur Verabschiedung in die Rente von den Kollegen ein Iphone geschenkt bekommen. Ich tat mich reichlich schwer mit dem Umgang und noch immer beherrsche ich sicher nicht alle Funktionen.

      Aber, inzwischen finde ich es wunderbar. Mit den Menschen, die mir wert und lieb sind, immer mal kurz ein Whatsapp auszutauschen, SMS udn MAils abrufen zu können, wann immer ich möchte und auch mal zwischendurch etwas im Netz zu suchen. Die vielen Fotos udn Videos, besonders von meinem kleinen Enkel, sind was Besonderes.

      Was mir aber auch gut gefällt, sind einige Apps. Zum Beispiel einen Schrittzähler, damit ich mein Ziel der mindestens 5000 Schritte am Tag immer verfolgen kann, oder das kleine Haushaltsbuch. Immer alle Ausgaben kurz eingegeben, weiß ich immer was ich an Geld noch für diesen Monat zur Verfügung habe.

      Auch hilfreich, Kalender und Notizblock.

      Allerdings, ich muß nicht ständig mit diesem Ding rummmachen. Schon garnicht in Restaurants oder bei Besuchen. Ich habe es dabei und schue ab un zu mal drauf, kann aber auch passieren, dass ich es einen ganzen Tag vergesse oder da Ding dort liregt, wo icj grade nicht bin. Ich denke, es kommt darauf an, wie man damit umgeht und ob man so einem Gerät gestattet, die Nummer 1 im Leben zu werden.
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
      [/COLOR][/SIZE][/FONT]

      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • Martina schrieb:


      Es würde mich mal interessieren, wie Ihr das seht.
      Ganz anders. :D
      Ich liebe mein iphone und möchte es nicht mehr missen. Ganz egal, ob whatsapp, der Wetterbericht, meine Mails und und und...
      Was ich nicht mache, ist in einem Lokal zu telefonieren. Aber mal kurz was nachsehen oder z.B. den nächsten Stammtischtermin ausmachen - ja, das mache ich schon.
      Jetzt habe ich mir das neue iphone bestellt und dazu noch das ipad Air.:hopps: Ich frage mich manchmal, wie ich ohne zurechtgekommen bin. Und das ist nur ein halber Scherz. :-p;)

      Ich könnte mir vorstellen, daß die Generation vor uns - oder doch viele davon - so über Computer denkt wie du im Moment noch über Smartphones.
    • Hallo Martina,

      ich habe kein Smartphone.
      ich habe auch kein Geld dafür ,und ich kenne viele Leute, bei denen es ähnlich ist.
      ich bin oft am PC online und checke täglich 3-4 mal mails - aber draußen oder auf der Toilette oder beim Essen muss auf meine Präsenz verzichtet werden...
      ich bin durchaus technik- affin - ich skype und benutze andere Dienste,
      ( Whatsapp nicht),
      ich gönne mir den Luxus, ab und zu für niemanden erreichbar zu sein.

      ich halte I-Phones klar für praktisch,
      doch nicht umbedingt für lebensnotwendig.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hallo,

      ich habe ein Smartphone, bei dem ich allerdings öfter das Aufladen vergesse, denn ich komme auch sehr gut ohne aus und vergesse es dann halt.
      Whatsapp ist da gar nicht drauf, bisher konnte mich noch niemand überzeugen, wozu ich das brauchen könnte.
      Wozu braucht Ihr das denn?
      Ich muss und möchte nicht ganztags mit Freunden, Verwandten oder Kollegen kommunizieren und wenn ich was will, rufe ich an oder schicke ´ne Mail, je nachdem ob es eilig ist oder nicht.

      Berufliche oder private E-Mails checke ich 1x oder maximal 2x am Tag - und zwar ausschließlich mit dem PC. Das kostet mich beruflich schon mehr Zeit als nützlich.
      Ich muss und möchte auch nicht immerzu und überall erreichbar sein.

      Was ich gut finde am Smartphone, ist die Möglichkeit mal schnell was zu googeln, dabei muss ich nicht mal eintippen, sondern kann laut sagen, wonach ich suche und das funktioniert erstaunlich gut.
      Nicht schlecht sind ferner Wetterdienste und Regenradar und eine App für die Bahn.
      Ansonsten habe ich nur ein paar Fotos drauf, ich telefoniere mit dem Ding, verschicke ganz selten auch mal eine SMS und lese gelegentlich die neuesten Nachrichten auf Spiegel online.

      Ich habe mir ein Buch über Android gekauft (darüber musste mein Sohn übrigens ziemlich lachen, aber der hat auch Informatik studiert.) Es sollte mir helfen, all die verschiedenen Funktionen zu verstehen, die das Ding beherrscht, aber bei den meisten konnte ich keinen rechten Nutzen erkennen.

      Womöglich bin ich einfach zu alt? Ich sehe keinen Vorteil darin, wenn junge Leute beieinander sitzen und jeder starrt einzeln in sein I-Phone.

      Ich bin in mehreren Foren angemeldet, weil mich deren Thema interessiert. In manchen bleibe ich länger.
      In allgemeinen Social Networks finde ich kaum mal etwas, was sich lohnt.

      Ich möchte nicht zu allem meinen Senf dazugeben, habe nicht das Bedürfnis mein Privatleben auszustellen und Fotos zeige ich allenfalls mir Nahstehenden.

      Mich würde mal interessieren, wofür diejenigen, die von solchem Ding begeistert sind, es wirklich nutzen - und: wann sie die Zeit dafür finden oder sich nehmen.

      Grüße von Thea

      @Martina: Ist es nicht auch ein Stück Freiheit, wenn man nicht sofort und überall springt, sobald sich beruflich etwas tut?
      Mein Chef ist Fan von E-Mails und schickt auch manchmal am Sonntagabend welche. Er erwartet dabei keineswegs, dass die vor Montag bearbeitet werden, aber ihm fiel halt was ein und das wollte er sofort vom Tisch haben.
      Wenn ich sie sofort lese, beschäftige ich mich unwillkürlich schon am Sonntag damit und sei es nur gedanklich.
      Folge: ich vermeide es, am Sonntag, wenn wir von unseren Wochenendaktivitäten zurück sind, die Mails anzugucken. Damit lebe ich ruhiger.
    • Ein sehr spannendes und interessantes Thema - ich habe zurzeit noch ein Handy, aber ich werde mir, alleine schon aus beruflichen Gründen, ein Smartphone zulegen.

      Die Bedenken von Martina hatte ich auch, besonders weil die Kommunikation unter den Menschen eh schon weniger geworden ist. Mir fällt in der letzten Zeit häufiger auf, dass in Warteräumen fast alle Leute nur noch auf ihr Smartphone schauen und in Windeseile darauf rumtippen.

      Durch unsere Tochter hat das Smartphone aber bei mir seinen Schrecken verloren und ich muss eingestehen, dass ich es war die ihr letztes Jahr ein Smartphone schenkte. Eigentlich war unsere Tochter mit ihrem Old School Handy froh, aber jetzt möchte sie ihr Smartphone nicht mehr hergeben.

      Wenn ich meine Tochter treffe und wir zusammen in eine größere Stadt fahren, dann bin ich froh, wenn sie ihr Smartphone dabei hat, denn dieses kleine Internet dabei zu haben kann schon von Vorteil sein. Schön finde ich auch, wenn mir meine Tochter etwas erzählt, etwa von einem neuen Hund den ein Kollege von ihr bekommen hat, dass sie mir kurz darauf auf ihrer Facebook Seite den Hund samt seinem Herrchen zeigen kann.

      Ein Smartphone kann die Kommunikation hemmen und dich gefangen nehmen, aber es kann auch die Kommunikation fördern und dir Freiheit geben – es kommt, wie so oft, ganz auf den Besitzer an.
    • Ich habe mich lange gewehrt und jetzt würde ich es nicht mehr hergeben wollen.
      Trotzdem bin ich nach wie vor nur erreichbar wenn ich es will , das Ding kann man lautlaus stellen. :D

      Es gibt ein paar Dinge auf die ich nicht mehr verzichten möchte. z.B. unseren synchronisierten Terminkalender in den mein Mann und ich die für uns beide wichtigen Termine eintragen.

      Bedingt durch die Kinder habe ich oft ein paar Minuten Wartezeit die ich gerne nutze um meine Mails zu Checken oder Anfragen in meinem Onlineshop zu beantworten.
    • Ich finde das Smartphone mit den Möglichkeiten What`s App usw. einfach nur praktisch, v.a. weil man sowohl beruflich als auch in der ehrenamtlichen Tätigkeit Infos viel schneller an die Frau/an den Mann bringen kann bzw. selbst schneller informiert wird.
      Auch wenn ich jemand erreichen will, aber nicht sicher bin, ob ich ihn jetzt nicht vielleicht störe, wenn ich einfach anrufe, schicke ich ihm ne What´s App Nachricht, dass er mich zurückrufen soll, wenn er Zeit hat.

      Wenn ich nicht erreichtbar sein möchte, stelle ich das Smartphone einfach auf lautlos und lasse es in der Tasche.

      E-Mails rufe ich allerdings nicht ab... das bleibt dem heimischen PC vorbehalten - da schau ich oft genug rein.
    • Genau aus den von dir genannten Gründen, hatten meine Großeltern ihr Lebtag keinen Festnetzanschluss und meine Eltern keinen Computer.

      Als wir 1985 auf Arbeit den ersten Computer gekriegt haben, meinten einige der 40 jährigen Sachbearbeiter auch, das bräuchten sie nicht mehr zu lernen...

      Ich will schon "auf dem Laufenden" sein, die Zeiten ändern sich. Wir sind nur schon älter und empfinden manches als ungehörig, was für die jungen Leute völlig normal ist. Ging allen Generationen schon so.

      Ach, -und ich lüüübe mein iPhone.
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    • Ich gehörte lange zu den Verweigerern. Total. Mich nervte das Getue mit dem, was ich bis heute oft noch als "Schnickschnackhandy" bezeichne. Ich war auch ursprünglich in meinem Freundeskreis eine der letzen Personen, die überhaupt ein Handy bekam - gebraucht und als Geschenk von einer, die es nervte, mich auf dem Festnetz so selten erreichen zu können.
      Immer häufiger kam es ab 2010 zu Situationen, wo ein Smartphone bei der Ausübung eines Hobbys hilfreich gewesen wäre und ich dadurch nicht selten in groben Nachteil war. Das ärgerte mich. Ich hielt trotzdem daran fest, keins anzuschaffen, solange mein altes Mobiltelefon nicht seinen Geist aufgäbe... Knall auf Fall schoss es sich dann August 2013 irreparabel ins Jenseits.
      Die ersten beiden Monate habe ich mit dem Ding gefremdelt. Inzwischen ist es aus meinem Alltag immer seltener wegzudenken. Ich lasse es aber auch immer wieder bewusst zuhause, um der ständigen Erreichbarkeit aus dem Weg zu gehen. Zum totalen Unverständnis mancher.
      WhatsApp habe ich letztes Jahr auch nicht direkt installiert. Inzwischen ist die App kaum einen Tag ohne Nutzung, weil ich einige Personen in meinem Umfeld einfacher per App erreiche als per E-Mail oder telefonisch.
      Ich singe in einem Chor und die dazugehörige WA-Gruppe tauscht sich vor und nach den Proben aus wegen Mitfahrgelegenheiten, Noten, kleinen Extraproben. Außerdem nehmen wir manchmal in der Probe über die Diktierfunktion eines Smartys kurze Liedausschnitte auf, damit wir die zuhause üben können. Wird natürlich per WA an alle verteilt,dann bekommen es auch diejenigen, die bei der Probe fehlten.
      Komplett missen möchte ich mein kleines Smartphone nicht mehr, bin aber nicht dem Wahn verfallen, das als Ersatz für eigenes Mitdenken zu nutzen und kenne durchaus noch meine Termine auswendig, besitze "echte" Kalender usw.. Aus beruflichen Gründen weiß ich: Manche kippen fast tot um, wenn sie mal nicht mehr an ihre elektronischen Daten rankommen und leider keine klassischen handschriftlichen Kalendereinträge haben. DAS wird mir so schnell nicht passieren, habe den internen Kalender nämlich noch nie benutzt.

      Bayernbub schrieb:

      E-Mails rufe ich allerdings nicht ab... das bleibt dem heimischen PC vorbehalten - da schau ich oft genug rein.
      Ich habe verschiedene E-Mailadressen, die ich für unterschiedliche Zwecke benutze. Über mein Smartphone frage ich nur die Adresse ab, die ich rein privat nutze. Alles andere sehe ich früh genug. Am Arbeitsplatz darf ich sowieso kein Privathandy dabei haben und bekomme somit den Großteil des Tages gar nicht mit, was läuft.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Berufsbedingt habe ich seit etwa 7 Jahren ein Smartphone, aber die Freiheit nicht erreichbar zu sein, nehme ich mir trotzdem, in dem ich z.B. Gruppen in WhatsApp für einige Stunden blocke oder den Flugmodus nutze. Dass ein Smartphone an einem geselligen Abend stumm geschaltet ist und nicht auf dem Tisch liegt, ist für mich eine Frage der Höflichkeit.

      Mir erleichtert das Smartphone Vieles: Ich kann Gedichte und Blog-Artikel unterwegs schreiben, wenn ich mal länger auf den Bus warte, oder auf Reisen einen Spielfilm sehen. Der Abwasch wird mit einem Podcast zur Unterhaltung erträglicher und - man sollte es gar nicht meinen - so manche App auf dem Smartphone bedient sich geschmeidiger als das vergleichbare Programm daheim auf dem Rechner. Darüber hinaus muss ich zugeben, dass ich ein kleines Spiele-Opfer bin. Ich hatte keinen Gameboy und genieße Spiele wie Chicktionary, TwoDots, Cut the rope oder Springfield sehr.

      Das Gerät erleichtert mir oft die Kommunikation, weil ich der SMS auch rasch ein Bild zur Erklärung hinzufügen kann und das Navi möchte ich nicht missen. Ich denke, dass man heute an einem Smartphone auf Dauer nicht vorbeikommt (vgl. Computer).
    • Ich habe seit Anfang des Jahres ein Smartphone, welches ich auch sehr liebe, es hat seine Vorzüge. Whatsapp boykottiere ich, solange es meine Kontakte anzapft, ich habe Threema. Ich kann auch gut damit leben, weil ich noch was anderes zu tun hab, als ständig WA-Nachrichten zu beantworten :-D.

      Ich finde es ebenfalls äußerst unhöflich, wenn in meiner Gegenwart ständig am Smartphone rumgefummelt wird, das kann eine echte Seuche sein. Da beschwer ich mich dann auch.

      Es sollte jedem selber überlassen sein, wie sehr man sich darauf einlässt.
      Ich find es frech, davon auszugehen, dass man sowas haben "muss".
      Abgesehen davon, dass man nicht 24h-verfügbar sein sollte für die Firma (es sei denn, man hat einen Job, wo das vonnöten ist).

      In meinem Trainingsbereich schreibt man noch auf (ist mir lieber und liegt vielleicht auch daran, dort viele ältere Leute trainieren).

      Mein Mann ist übrigens Komplettverweigerer, sein (von mir abgelegtes, asbach-uraltes) Mobiltelefon liegt in der Regel leer auf dem Sideboard im Flur, er benutzt es nur im Notfall.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Ich danke Euch für Eure sehr interessanten Kommentare.

      Es ist ja nicht so, dass ich mich der Technik verweigern will. Etwas wesentlich anderes als ein Computer, an dem ich ja jeden Tag arbeite, ist so ein Smartphone ja nicht. Ich tue mich einfach ein bisschen schwer damit, jeden Hype mitmachen zu müssen.

      Wahrscheinlich werde ich mich dem Thema jetzt aber mal stellen.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Ein Smartphone ist heute kein "Hype" mehr, sondern in sehr vielen Berufszweigen, ein normales, gefordertes und zu beherrschendes Arbeitsgerät.

      Das die Jugendlichen so tough und vielleicht anders, als wir Altgebackenen damit umgehen, sei der Jugend gegönnt.
      Wir haben Jeans getragen, sogar sonntags, da ist meine Oma anfangs auch fast vom Glauben abgefallen. Der Untergang des Abendlandes wird sich sicher anders einläuten, als durch exzessive Smartphonenutzung.
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    • Ich weiß nicht. Darum geht es mir gar nicht. Mit dieser Omma-Einschätzung kann ich mich nicht im Geringsten identifizieren. Meine Zurückhaltung hat etwas mit Wertschätzung zu tun, auch des wahren Lebens. Ich kenne einen Geschäftsmann, der hat kein Handy. Das bewundere ich. Es ist eher so, dass ich so was eigentlich aus den Gründen nicht haben möchte, aus denen Du sonntags Jeans getragen hast.
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    • Ich versteh dich schon Martina. Mir geht es auch auf den Keks, wenn Jemand dauernd auf sein Handy (das Smartphone ist nur eine "Steigerung") glotzt und geiert, ob nicht ein anderer Wichtig-Popichtig anruft.

      Wir haben das beste Beispiel am Stammtisch, wo dann die Chefin anruft und irgend eine Banalität zu klären hat *zuniemandenbestimmtenschiel*. :cool:
      Wie hat man das früher gemacht?
      Aber wir werden es nicht aufhalten.

      Früher hatte ich einen Palm, einen Tomtom, ein Diktiergerät, einen Gameboy und ein Handy... jetzt dank Smartphone ist alles in einem.
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    • Hallo,
      ich habe diesen interessanten Trööt mit großer Aufmerkamkeit gelesen, ich habe so ein Smart-Dingsbums, nutze aber nur wenige Funktionen.
      Ich erlaube mir mal ein paar Kommentare:
      Mit den Menschen, die mir wert und lieb sind, immer mal kurz ein Whatsapp auszutauschen,
      Ich treffe mich lieber direkt mit den Menschen oder telefoniere ausgiebig, zu ständigem Austausch hätte ich weder die Zeit noch die Lust.
      SMS udn MAils abrufen zu können, wann immer ich möchte,
      SMS konnte mein altes Handy schon, bei beiden aber frage ich mich, wieso sofort springen, wenn einer was von mir will?
      auch mal zwischendurch etwas im Netz zu suchen.
      Okay, das ist eine der wenigen Funktionen, die mich interessieren.
      Die vielen Fotos udn Videos
      Interessiert mich weniger, vielleicht weil ich kein visueller Typ bin?
      Apps. Zum Beispiel einen Schrittzähler [...], oder das kleine Haushaltsbuch,
      .Da gibt's für mich sicher noch das eine oder andere zu entdecken.
      unseren synchronisierten Terminkalender in den mein Mann und ich die für uns beide wichtigen Termine eintragen.
      Ehrlich: derlei Synchronisierung machte mir mehr Mühe als eine direkte Absprache. Bei Kalendern ist mir immer noch Papier lieber.
      Infos viel schneller an die Frau/an den Mann bringen kann bzw. selbst schneller informiert wird.
      Warum - um Himmels Willen - soll ich / soll man so etwas noch schneller machen, als es eh schon ist. Wir werden doch regelrecht überflutet mit Infos, davon nicht wenige manipuliert oder manipulierend, überflüssig, falsch oder schlecht recherchiert.
      ich lüüübe mein iPhone
      Ich liebe Menschen und Tiere.
      nehmen wir manchmal in der Probe über die Diktierfunktion eines Smartys kurze Liedausschnitte auf, damit wir die zuhause üben können.
      Okay, hier habe ich keinen Bedarf
      Ich kann Gedichte und Blog-Artikel unterwegs schreiben, wenn ich mal länger auf den Bus warte,.
      Ich notier mir manchmal auch was unterwegs, aber wirklich schreiben kann ich nur in Ruhe.
      auf Reisen einen Spielfilm sehen. .
      Ich lese lieber ein Buch.
      Der Abwasch wird mit einem Podcast zur Unterhaltung erträglicher.
      ich höre dabei Radio oder lege eine CD ein.
      dass ich ein kleines Spiele-Opfer bin..
      Ich nicht, da fehlt mir der Zugang.
      erleichtert mir oft die Kommunikation, weil ich der SMS auch rasch ein Bild zur Erklärung.
      Schon der alte Gellert aus dem 18. Jahrhundert riet dazu "dem der nicht viel Verstand besitzt, die Wahrheit durch ein Bild zu sagen";) Er meinte allerdings Sprachbilder.
      das Navi möchte ich nicht missen.
      Habe ich als Fußgänger noch nie benutzt, nur im Auto haben wir eins.

      Alles in allem finde ich noch kein Argument, das mich wirklich überzeugt.
    • Thea schrieb:

      […] ich habe so ein Smart-Dingsbums, nutze aber nur wenige Funktionen. […] Alles in allem finde ich noch kein Argument, das mich wirklich überzeugt.

      In Ordnung - aber irgendein Argument hatte dich doch mal davon überzeugt die Besitzerin eines Smartphone zu werden ;)
    • Thea schrieb:


      Ich treffe mich lieber direkt mit den Menschen oder telefoniere ausgiebig, zu ständigem Austausch hätte ich weder die Zeit noch die Lust.


      Du wirst es kaum glauben, aber neben kurzen Nachrichten und Mitteilungen habe ich durchaus auch noch ein funktionierendes "normales" Sozialleben.
      Und alles das, was du wunderbarerweise machst wie Bücher lesen oder Musik hören, alles das mache ich auch. Aber zur Ergänzung habe ich eben noch mein Iphone, das ich liebe obwohl ich Menschen etc. liebe.

      Alles niedermachen was einem selbst nicht gefällt und sich dabei als der bessere Mensch fühlen, auch eine tolle Sache.
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
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      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • Ich schätze, kaum jemand nutzt alle Funktionen und Möglichkeiten seines Smartphones. Muss ja auch nicht. Wer nutzt denn schon alles, was sein Computer kann oder alle zur Verfügung stehenden Fernsehprogramme?
      Der eine kann beim Smartphone nicht ohne die eine bestimmte Spiele-App, der andere nicht ohne schrille Zusatzfunktionen für seine Kamera, die Bundesliga-Tabellen, die Pillenerinnerung, die Mekka-App für die exakte Ausrichtung für die Gebete inkl. Wecker für eben diese... Man pickt sich einfach das raus, was für einen selbst stimmig ist oder belässt es bei Vorinstallationen! Die Auswahlmöglichkeiten an für einen selbst nützlichen oder zeittotschlageden Apps ist gigantisch.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Sonnenkuss schrieb:

      Früher hatte ich einen Palm, einen Tomtom, ein Diktiergerät, einen Gameboy und ein Handy... jetzt dank Smartphone ist alles in einem.
      Hö, hö, ein Diktiergerät werde ich auch weiterhin haben, denn ich schreibe gerade ein Buch und die besten Bücher gelingen mir beim Autofahren und da darf man mit einem Diktiergerät hantieren, nicht aber mit einem Smartphone.

      kampfzwerg schrieb:

      besitze "echte" Kalender usw.. Aus beruflichen Gründen weiß ich: Manche kippen fast tot um, wenn sie mal nicht mehr an ihre elektronischen Daten rankommen und leider keine klassischen handschriftlichen Kalendereinträge haben. DAS wird mir so schnell nicht passieren,
      Geht mir genauso. Ich schwöre auf mein Filofax und im Büro auf die 100% analoge Wiedervorlagemappe und fahre sehr, sehr gut damit.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Dieses permanente Hantieren mit dem Handy in Gegenwart anderer empfinde ich als narzistisch. Es geht doch darum, sich ständig Bestätigung zu holen. Und damit haut man die Menschen, die bei einem sind, doch vor den Kopf, weil man ganz klar signalisiert, dass sie einem nicht genug sind. Schlimm!
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Ich habe nix gegen Smartephones oder Nutzer...
      ich selbst klinke mich vielleicht ein,
      wenn der preis so bei 20 euro liegt :D
      im Moment bietet es mir nix, was so viel Geld und Zeit Wert ist....
      für 200 Euro bekomme ich , wenn ich Glücke habe, 50 antiquarische Bücher-
      das ist mir lieber.

      Ich habe allerdings noch nie in einem Beruf gearbeitet, in dem wirklich Smartphone Pflicht war.
      gibt es das?

      Es gibt aber auch allgemein viele Sachen, die ich nicht haben MUSS:
      einen Führerschein, einen Flachbildschirm, ein Smartphone
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Martina schrieb:

      Es geht doch darum, sich ständig Bestätigung zu holen. Und damit haut man die Menschen, die bei einem sind, doch vor den Kopf, weil man ganz klar signalisiert, dass sie einem nicht genug sind. Schlimm!

      Ich weiß was du meinst und ich habe schon ähnliches bei meiner Tochter beobachtet. Meine Tochter hat sehr viele „Freunde“ auf Facebook und sie postet häufiger, dass tun aber auch ihre Freunde. Es ist egal ob sich meine Tochter neue Schuhe kauft, oder einfach nur ein Kürbisfeld am Rande des Pfälzer Waldes sieht – vieles wird mit dem Smartphone fotografiert und umgehend online gestellt.
      Binnen ein paar Minuten gibt es dann zig Likes und Kommentare – mir erschließt sich diese Art der Kommunikation nicht. Dennoch hat meine Tochter solche Situationen noch nie übertrieben und von daher sehe ich es als eine Form des Generationenkonflikt.

      Es sind aber nicht nur die jungen Menschen die viel und häufig mit dem Smartphone hantieren. Vor kurzem war ich zu einer Vorbesprechung wegen eines Vortrags in einer sozialen Einrichtung – der Zuständige hatte während dieser Besprechung sein Smartphone neben sich liegen und schaute regelmäßig darauf und ab und zu drückte er auf den Touchscreen-Bildschirm. Ich überlegte mir schon, ob ich etwas sagen sollte, aber es war nicht so häufig, sodass ich mir die Bemerkung sparte … unangenehm war (mir) die Situation trotzdem.

      Vor ein paar Wochen saß ich beim Orthopäden, im Warteraum der Praxis saß, unter anderem, ein kleiner Junge (schätzungsweise fünf oder sechs Jahre) mit seinen Eltern. Der Junge saß zwischen seinen Eltern, Vater und Mutter hatten ein Smartphone in der Hand und waren mit posten oder ähnlichem intensiv beschäftigt. Der Junge fing nach einiger Zeit zappelnd und wiederholend an zu fragen „Mama was machst du denn, Papa was machst du denn“ … unfassbar für mich, die Eltern hörten den Jungen einfach nicht und blickten weiterhin total vertieft in ihr Smartphone. Die Situation war so grotesk, dass sie auf mich sogar gestellt wirkte. Ich überlegte schon, ob ich den Jungen nicht ansprechen sollte, aber ich wusste einfach nicht was ich sagen könnte. Nach gefühlten Stunden erhörte die Mutter den Kleinen und gab ihm ihr Smartphone mit einem Spiel darauf, dass der Junge aber, wegen dem Touchscreen-Bildschirm, nicht spielen konnte.

      Ich empfand die Eltern nicht partout als Rabeneltern, denn die Mutter und der Vater waren, sobald sie den Jungen wieder wahrnahmen, fürsorgliche Eltern. Trotzdem, und da gebe ich dir Martina recht, zeigt solch ein Verhalten dem Gegenüber, dass man nicht ganz und gar wichtig ist, dass kann gerade in solchen Situationen eventuell fatal sein.