Bin ich das?

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    • Ich gestehe. Ich hatte eine ganze Zeit lang (lange her) ein Spiegel-Arrangement, dass es mir erlaubte mich richtigrum zu sehen (zwei Spiegel dazu nötig). Ich fand mich sowohl richtig- wie falschrum schön.

      Militant-narzistische Grüsse :-p
      Knallfrosch
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Ich hätte auch gerne für meinen neuen Ausweis ein noch vorhandenes älteres Foto genommen, ging aber leider nicht.
      Aber bei uns hier am Ort gibt es einen Fotografen, da werden die Bilder am Computer immer noch ein bisschen nachbearbeitet und so mag ich mich dann meistens einigermaßen leiden.
      Ansonsten versuche ich immer Fotografen auch bei Familienfeiern aus dem Weg zu gehen. Können die meisten zwar nicht verstehen, aber das ist mir ehrlich gesagt egal
    • Ich habe festgestellt, dass Personen, die meinen Körper ablehnen, auch entsprechende Photos von mir machen. Auf diesen Photos wirke ich immer fast amorph und sehr verkrampft. Vielleicht überträgt sich dieses Gefühl ja auf mich?

      Menschen, die mich schätzen, lieben oder mich auch einfach nur interessant finden, machen Photos von mir, die ich teilweise so schön finde, dass ich das Gefühl habe, eine ganz andere Person auf dem Photo zu sehen. Auf ihren Photos kann ich bisweilen sogar etwas sehr Weibliches erkennen, das ich an mir selbst gar nicht wahrnehme. Ich sehe mich immer nur als Macherin, was für mich irgendwie geschlechtslos ist.
    • Henkersmaid schrieb:

      Menschen, die mich schätzen, lieben oder mich auch einfach nur interessant finden, machen Photos von mir, die ich teilweise so schön finde, dass ich das Gefühl habe, eine ganz andere Person auf dem Photo zu sehen. Auf ihren Photos kann ich bisweilen sogar etwas sehr Weibliches erkennen, das ich an mir selbst gar nicht wahrnehme. Ich sehe mich immer nur als Macherin, was für mich irgendwie geschlechtslos ist.
      Dieses Gefühl kenne ich - schön erklärt, Danke :)
    • Henkersmaid schrieb:

      I

      Menschen, die mich schätzen, lieben oder mich auch einfach nur interessant finden, machen Photos von mir, die ich teilweise so schön finde, dass ich das Gefühl habe, eine ganz andere Person auf dem Photo zu sehen. Auf ihren Photos kann ich bisweilen sogar etwas sehr Weibliches erkennen, das ich an mir selbst gar nicht wahrnehme. Ich sehe mich immer nur als Macherin, was für mich irgendwie geschlechtslos ist.


      Klappt bei mir leider so gar nicht, auch Menschen, die mich lieben, machen grauslige Fotos von mir....:confused:
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    • Ich sehe mich ungerne auf Fotos. Ich mache immer einen dämlichen Gesichtsausdruck. Und meine Freunde und Bekannte drücken trotzdem auf den Knipser, auch wenn sie wissen, dass ich es nicht mag.
    • Ich gestehe: Ich mache aus reiner Eitelkeit immer ein "Fotogesicht", damit nix schief geht. Natürliche Fotos gibt es von mir schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Und wenn, dann sorge ich dafür dass sie nicht verbreitet werden :D
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    • [FONT=Verdana, sans-serif]Mir geht zu diesem Thema soo viel durch den Kopf, daß ich jetzt echt aufpassen muß keinen Roman draus zu machen...[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif](habe mich jahrelang beruflich damit beschäftigt)[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Vielleicht zunächst mal, die (in meinen Augen) wichtige Unterscheidung zwischen „Portrait“ und „Abbild“ und „inneres Bild“.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Die Frage “Bin ich das?“ hat ja schon in sich was philosophisch/therapeutisches.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]DAS kann ein Foto nicht leisten weil unsere Selbstwahrnehmung zu Recht vielschichtig ist und sich aus vielen zusätzlichen Faktoren außerhalb des „Sehens“zusammensetzt.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Vielleicht könnte die Frage an dieser Stelle evtl. auch heißen:“Wieviel von mir und auf welche Art und Weise werde ich auf einem Foto abgebildet/präsentiert?“[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Ganz wichtig: Fotografie ist (und war es auch schon lange vor Photoshop&co)[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]NICHT die Wiedergabe von REALITÄT![/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Fotografie ist ein höchst subjektiver Ausschnitt. Eine bewußte (und oft auch weniger bewußte) bildliche Darstellung einer persönlichen Wahrnehmung des „Fotografierenden“.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Aber ich versuche jetzt doch noch etwas konkreter zu werden.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Die Bemerkung von Andra1963 zum Thema“spiegelverkehrte Selbstansicht“ fand ich super![/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Dazu möchte ich noch einige andere Faktoren ergänzen:[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]z.B. Faktor: Perspektive[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Wir sehen uns im Spiegel normalerweise auf Augenhöhe.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Wenn wir fotografiert werden geschieht dies unter Umständen aus einer höheren oder tieferen Position (was optisch enorme Auswirkungen haben kann)[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]z.B. Faktor: Brennweite[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Wir (unsere Augen) sehen uns mit der sog. „normal“Brennweite(bei KB ca 50mm)[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Meiner Erfahrung nach sogar eher 70-80mm.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Ganz banal gesagt: „Weitwinkel“ macht „dick“ Teleobjektiv macht“schlank“[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Das kann manfrau also nach Belieben einsetzen um gemein oder freundlich zum Fotografierten zu sein.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]z.B. Faktor: Licht[/FONT]
      „[FONT=Verdana, sans-serif]hartes“ Licht schafft Konturen und kann „Verschlankung“ bewirken...(+chice Falten betonen :()..“weiches“ Licht kann das Gegenteil.[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Mal ganz abgesehen von den äußeren Umständen, die in diesem Moment der Aufnahme unser Befinden und damit auch unseren Ausdruck beeinflußen...“mir ist kalt“... „ich kann Dich oder mich nicht leiden“... „Du überrumpelst mich“ usw.usw. tragen nicht gerade zu Entspanntheit bei. (und da hilft auch kein „Fotogesicht“! - ob jemand echt oder gefaket lächelt können wir fast immer „lesen“)[/FONT]
      Merke:Wenn ich mich "doof" fühle sehe ich meist auch so aus...:baeh2:
      [FONT=Verdana, sans-serif]Das Für und Wider von Bild“bearbeitung verkneif ich mir hier.[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]Okay, dies kann und soll kein Fotokurs werden. [/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Aber vielleicht ein Plädoyer dafür mal nem Profi sein Vertrauen zu schenken (gibt’s allerdings wie in allen Berufen auch „Dummbacken“ drunter)[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Ein guter Portraitfotograf arbeitet quasi „therapeutisch“ weil er/sie sein/ihr technisches Wissen/Empathie/Erfahrung nutzt um Euch in mit Eurer Gesamtheit als Person wahrzunehmen und dies bildlich zu übersetzen.[/FONT]
      [FONT=Verdana, sans-serif]Und sowieso:[/FONT]
      „[FONT=Verdana, sans-serif]Man sieht nur mit dem Herzen gut. [/FONT]
      „[FONT=Verdana, sans-serif]Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ (Saint-Exupery)[/FONT]


      [FONT=Verdana, sans-serif]SOOOO: Habe-vorerst-fertig!:holy:[/FONT]
    • Sehr interessant Margarete. Hab ich auch so gedacht (hab ich nämlich auch ein bisschen professionell gemacht, vor 1000 Jahren).
      Allerdings

      Margarete schrieb:

      [FONT=Verdana, sans-serif](und da hilft auch kein „Fotogesicht“! - ob jemand echt oder gefaket lächelt können wir fast immer „lesen“)[/FONT]


      Auch das kann man lernen. Ich hatte während meines Studiums einen Kurs in FACS und auch in Anatomie. Ich kann meinen Gesichtsausdruck ziemlich gut kontrollieren, wenn ich will.
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    • Knallfrosch,
      wenn du gefaket lächelst, lächeln dann deine Augen mit?

      Ich kenne viele Frauen, die lächelnd durchs Leben gehen - aber ihre Augen sind tieftraurig.
      Auch traumatisierte Menschen lächeln oft, wenn sie über schreckliche Erlebnisse sprechen.

      liebe Grüße Lisa
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      die klar ist, einleuchtend und falsch.


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    • Lisa, genau so isses. Das ist der Musculus orbicularis oculi, der beim Lächeln mit aktiv sein muss (sorry for the klugscheiss). Der macht dann auch so schöne Mandelaugen beim Lächeln.

      Das gute am gefakten Lächeln ist, wenn man es richtig macht, dann gibt es einen Feedback. Man ist tatsächlich besser drauf durch die Muskelaktivität. Am einfachsten ist es aber, einfach ein echtes Lächeln zu denken.
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    • Wirklich interessant. Was es nicht alles gibt! Besonders gute "Menschenkenntnis" ist wohl auch ein Großteil dadurch zu erklären, dass diese Mikro-Mimiken wahrgenommen und korrekt gedeutet werden.
      Deswegen werden vollverschleierte Frauen vielleicht auch so vehement abgelehnt, weil man sie nicht "lesen" kann. (Das Argument mit Frauenrechten blabla könnte man übrigens genauso für Stiletto-Absätze ziehen.)

      Ein guter Fotograf wirkt auch durch das Gespräch auf die Stimmung ein, und dementsprechend wirkt dann das Bild. Welche Stimmung, welche Wirkung soll transportiert werden? Nicht umsonst sind gute Porträtfotografen hochgeehrte Künstler.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Mir gefällt dass du die Menschenkenntnis in Anführungszeichen setzt. Das FACS wurde auch vom FBI benutzt und ich hab mich damals aus Interesse echt reingedreht. Ich kann sagen dass ich eine ziemlich lausige Menschenkenntnis habe. Was ich mir immer vergegenwärtige ist, dass ein Moment (der vielzitierte erste Eindruck) eben nur eine Momentaufnahme ist, und mir nix sagt über die Vergangenheit, die Gesinnung (!) und die Träume dieses Menschens. Da sind (auch nicht gesagte) Worte, so viel aufschlußreicher.
      Aber ich kann tatsächlich von mir behaupten dass ich sehr gute Proträtfotos von anderen machen kann. Wenn sie mich lassen.
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    • Die Frage ist auch, was bedeutet "gut" bei einem Porträt?
      Möglichst schmeichelhaft, möglichst realistisch, soll etwas von der Persönlichkeit rübergebracht werden? Manchmal schließt das eine das andere aus. Die beeindruckendsten Porträts (z.B. von Politikern) sind nicht unbedingt die vorteilhaftesten. Ich habe noch eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von Willy Brandt vor dem inneren Auge, mit allen Falten, ohne Lächeln, also nicht "schön" im landläufigen Sinne, aber sehr intensiv.

      Ich sollte mal für eine Projekt-Homepage ein Foto vom Projektleiter machen, ein ziemlich hochrangiger Manager. Mehr aus Versehen und zu Testzwecken habe ich ein Bild von ihm im Profil geschossen, wie er im leeren Besprechungszimmer mit nachdenklichem und müdem Blick stirnrunzelnd vor sich hin schaut. Das Foto war absolut nichts zum Veröffentlichen, weil nicht dem vorgeschriebenen dynamisch-smarten Image entsprechend, aber er war begeistert. Ich musste das Bild trotzdem löschen, weil er nicht dieses Bild= Image von sich im Umlauf sehen wollte. Schade eigentlich.
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    • Sophie, ich wage von mir behaupten, dass ich sowohl schmeichelhafte wie auch auch nachdenkliche, ausdrucksstarke, coole und authentische Portaits knipsen kann. Schmeichelhaft ist eigentlich eher einfach (Beleuchtung, Winkel zur Kamera).bzw konnte, habs ewig nicht mehr gemacht. Mit einer Einschränkung, ich kann das am besten in schwarz-weiss.
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