Oma

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    • Gerade koch ich innerlich. Mein Mann ist in einer Freikirche aufgewachsen, alle seine Geschwister und die Mutter sind da noch drin. Wir haben uns vor Jahren aus den Kirchen verabschiedet. Und seit dieser Zeit scheint mir die Vergesslichkeit seiner Mutter was die Geburtstage meiner Kinder angeht, erstaunlich zu zunehmen. Meine "vergisst" sie schon seit Jahren, ist mir aber auch egal, ich mag sie auch nicht. Aber dass sie nun auch unseren Kinder nicht mehr gratuliert, hat auch meinen Mann tief verletzt. Letztes Wochenende ist unsere Tochter 18 Jahre geworden. Ein wichtiger Geburtstag, denn nun ist sie Volljährig. Am gleichen Tag hat ein Cousin von meiner Tochter Geburtstag und zwei Wochen vor her eine Cousine, die gleich alt ist. Es kann mir wirklich keiner sagen, die Frau hätte das aus versehen vergessen. Ich bin mir nun am überlegen, ob ich anrufen soll um ihr zu sagen, was ich davon halte. Es wird sich nichts ändern, aber sie sollte wissen, dass meine Tochter wie auch ihr Sohn sehr enttäuscht waren.

      LG Finchen
    • Habt ihr nicht mit der Oma an dem Tag gefeiert? Vielleicht ist sie sauer, dass sie nicht zum Kaffee eingeladen war? Meine Mutter denkt mit ihren 83 Jahren immer an meine Kinder und schreibt eine Karte. Darüber freuen sich meine Kinder sehr. Wir haben dieses Wochenende den Geburtstag meiner kleinen Tochter gefeiert, da sie sehr gebrechlich ist wollte sie an dem heißen Tag nicht kommen. Eine Karte hat sie ihr wie immer geschrieben und per Post geschickt.
    • Evi, die Oma wohnt 650 km von uns entfernt und ist körperlich nicht mehr fit. Früher gab es einfach einen Anruf, wo sie dem Geburtstagskind gratuliert hat. Und ganz früher sogar ein Geschenk. Das hat sie eingestellt, als es finanzielle eng wurde wegen der Rente, was wir natürlich verstanden haben. Einfach der fehlende Anruf (auch keine Karte), kein Zeichen "ich denk an Dich", was auch gleichbedeutend ist "du bist mir wichtig".

      Nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an Deine Tochter. :LG:

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      Gerade koch ich innerlich. Mein Mann ist in einer Freikirche aufgewachsen, alle seine Geschwister und die Mutter sind da noch drin. Wir haben uns vor Jahren aus den Kirchen verabschiedet. Und seit dieser Zeit scheint mir die Vergesslichkeit seiner Mutter was die Geburtstage meiner Kinder angeht, erstaunlich zu zunehmen. [...] Ich bin mir nun am überlegen, ob ich anrufen soll um ihr zu sagen, was ich davon halte. Es wird sich nichts ändern, aber sie sollte wissen, dass meine Tochter wie auch ihr Sohn sehr enttäuscht waren.

      Schön, dass deine Tochter letztes Wochenende volljährig geworden ist, Gratulation!

      Ich habe fast genau das gleiche Problem mit meiner Schwiegermutter wie du. Es kann gut sein, dass ihr Verhalten nur durch den Austritt aus der Freikirche zu begründen ist. Wir waren auch eine Zeitlang in einer Freikirche und unsere Erfahrung war, dass die Strukturen und die Anspruchshaltung an den Gläubigen definitiv eine andere ist, wie man sie aus den Landeskirchen kennt … hatte sich deine Schwiegermutter damals zu eurem Austritt überhaupt geäußert?

      Dass eure Familie sehr enttäuscht ist, dass kann ich gut verstehen, aber zu deiner Überlegung würde ich vorschlagen, dass wenn ihr euch bei deiner Schwiegermutter meldet, dass das eventuell dein Mann tun sollte.
    • Ich weiß ja nicht wie der Kontakt ansonsten ist, aber wie mir scheint nicht so... äh... herzlich. Da wäre es mir ehrlich gesagt egal, ob so eine Person nun an einem Geburtstag anruft oder nicht, denn dieses "Ich muss jetzt anrufen wegen des Geburtstages" ist doch sowieso kein Ding aus dem Herzen.
      Entweder man interessiert sich - dann tut man das immer und nicht nur an einem Geburtstag, oder man tut es nicht, dann brauche ich es auch an einem Geburtstag nicht. Dann sogar erst recht nicht, weil ich wüsste, es passiert nur aus einem Zwang.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Finchen schrieb:

      Aber dass sie nun auch unseren Kinder nicht mehr gratuliert, hat auch meinen Mann tief verletzt. ...

      LG Finchen


      Verletzt es denn deine Kinder auch oder nur euch Eltern und bist du sicher, dass sie nicht vielleicht doch Probleme mit dem Gedächtnis hat?

      Ich würde die Oma nicht kontaktieren - was soll das bringen? Ich sehe das ähnlich wie Itsme solche Gesten haben doch nur Wert wenn sie freiwillig und von Herzen kommen. Einfordern kann man so etwas nicht. Aber man kann beschließen sich das nicht zu Herzen zu nehmen!
    • Bircan schrieb:

      hatte sich deine Schwiegermutter damals zu eurem Austritt überhaupt geäußert?

      Dass eure Familie sehr enttäuscht ist, dass kann ich gut verstehen, aber zu deiner Überlegung würde ich vorschlagen, dass wenn ihr euch bei deiner Schwiegermutter meldet, dass das eventuell dein Mann tun sollte.


      Danke Bircan für die Glückwünsche.

      Ja, die Schwiegermutter war in heller Panik, weil wir jetzt in die Hölle kommen. Es wissen auch nicht alle von der Familie, dass wir ausgetreten sind, denn es ist eine zu grosse Schande für sie.

      Und, das wollen wir auch, dass mein Mann bei ihr anruft.

      @ Itsme

      Das Verhältnis war nie gut. Aber auch wenn sie mich nicht mag, müssen die Kinder nicht auch automatisch ins Sippenhaft genommen werden. So ein Verhalten finde ich schäbig. Und dieses nicht interessieren hat meine Tochter und uns verletzt.

      @ Hummelchen

      Meine Kinder verletzt es eben auch. Wenn es ihnen egal wäre, könnten wir darüber hinweg sehen. Und nein, ihr Gedächtnis ist noch sehr gut.

      Beim Anruf geht es uns darum, zu sagen, dass mein Mann und meine Tochter von ihrem Verhalten enttäuscht sind. Dass es uns nun reicht und wir keinen weiteren Kontakt mehr wollen.

      LG Finchen
    • Rufen denn die Kinder immer zu Omas Geburtstag an? Es macht ein bisschen den Eindruck, als wäre der Kontakt von beiden Seiten nicht allzu innig. Was spricht dagegen, ihn ganz einschlafen zu lassen?

      Es ist natürlich Dein gutes Recht, den Kontakt ganz abzubrechen. Aber meiner Meinung nach solltest Du die Kinder dabei völlig außen vor lassen und auf keinen Fall einen Kontaktabbruch mit dem vergessenen Geburtstag oder ähnlichem begründen. Irgendwann später wird es die Tochter nämlich belasten, wenn sie das Gefühl haben sollte, der Kontakt sei "ihretwegen" abgerissen. Auch wenn es bis dahin noch Jahrzehnte dauern kann und auch wenn es gar nicht wirklich ihretwegen war, sondern andere und tiefere Gründe hatte. Oft ist es so, dass solche alten Familiengeschichten nach ewigen Zeiten wieder hochkommen, wenn die meisten Protagonisten bereits gestorben sind und weder Aussprache noch Erklärungen noch Entschuldigungen oder auch nur ein Verzeihen mehr möglich ist. Dies hinterlässt nicht selten (unterbewusste?) Schuldgefühle, mit denen die Hinterbliebenen sich dann herum plagen müssen...
    • Finchen schrieb:


      Beim Anruf geht es uns darum, zu sagen, dass mein Mann und meine Tochter von ihrem Verhalten enttäuscht sind. Dass es uns nun reicht und wir keinen weiteren Kontakt mehr wollen.


      Ich würde Abstand nehmen von solchen Drama-Auftritten!

      Ärgert euch nicht, nehmt Abstand, zieht für euch Grenzen. Schreibt zu Weihnachten und zum Geburtstag eine Karte - und haltet euch sonst zurück. Werft aber keine Türen unwiederbringlich zu. Das tut auch nicht gut - einem selbst am wenigsten. Und außerdem finde ich, dass du als Schwiegertochter sowieso keine Entscheidungen treffen solltest .... wenn dann muss das dein Mann, der Sohn, tun.
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Ich würde auch nicht mit einem solchen Anruf reagieren.

      Wenn ihr (Eltern) sicher seid, dass das Verhalten der Oma auf eurem Austritt aus der Kirche basiert, dann würde ich das den Kindern ohne böse Worte über die Oma erklären.
      Die Kinder sind ja alle, so weit ich es verstanden habe, nicht mehr so klein, dass sie das nicht verstehen würden. Damit habt ihr ihnen dann klar gemacht, dass es gar nicht um sie persönlich geht, sondern um eine Glaubenssache, die die Oma sehr ernst nimmt. Man muss das ja nicht verstehen oder gut heißen, aber man kann es akzeptieren.

      Damit wäre dieses Problem aus der Welt, denn ihr bedauert ja nicht den Abbruch eines herzlichen Verhältnisses, sondern eines, dass sowieso schon lange sehr schlecht war und dann nun eben wahrscheinlich ganz beendet ist, ohne dass die Initiative dazu von Euch ausging.

      So hättet ihr euch neutral verhalten und euch nicht den schwarzen Peter des unguten Verhältnisses oder des kompletten Abbruchs der Verhältnisses selber zugeschoben.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich würde das nicht überbewerten. Vielleicht wird sie vergesslich. Und sebst wenn es aus Absicht geschieht, würde ich es so halten wie Andra vorschlägt. Konflikte an die nächste Generation weiterzureichen ist absolut unfair, das weiss ich aus eigener Erfahrung.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Gestern Abend habe ich meinem Mann noch von Euren Gedanken erzählt und wir haben nochmals ausführlich darüber gesprochen. Mein Mann möchte anrufen und ihr sagen, dass ihr Verhalten verletzend ist. Wir finden, dass man ruhig auch einmal sagen kann, was einem stört, sonst schwellt das manchmal jahrelang unter der Decke weiter und kommt in einem völlig unpassendem Moment ans Tageslicht.

      Und dann werden wir den Kontakt einschlafen lassen. Kein Drama-Auftritt mit angekündigtem Abbruch.

      @ Boewi, wir haben jeweils immer abends angerufen und gratuliert, wenn unsere Familie komplett zu Hause war.

      Meine Tochter sieht bei ihren Freundinnen, wie schön und liebevoll das Grosseltern-Enkel-Verhältnis sein kann. Und das macht sie traurig, dass es bei uns nie so war.

      LG Finchen