Täglicher Kampf gegen die Zunahme

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • @LisaCortez, meine Bemerkungen über Annakas Gewicht habe ich aus folgenden drei Aussagen (alle von ihr selbst) zusammen gefasst:

      Doch dieser Satz brachte mich dazu, mich mit WW auseinanderzusetzen und ich schaffte es bis aufs Idealgewicht hin ab zu nehmen.


      [ich wiege immer noch 7 Kilo mehr wie vor 2 Jahren...


      NOCH liege ich im Normalgewichtbereich aber wenn ich so weiter mache bin ich bald wieder da wo ich Anfing ..


      Auf mich machen diese Angaben den Eindruck, dass es sich hier um eine derzeit nicht übergewichtige Person handelt, wobei in diesem Forum - höchstwahrscheinlich - übergewichtige Menschen in der Überzahl sind. Ich wollte sagen, dass sie im Vergleich deshalb nicht unbedingt Grund zur Panik hat, wenn sie ein paar Kilo zunimmt. Offensichtlich (siehe Aussage des Freundes) fällt ja ihre Zunahme nicht mal unbedingt auf. Ich wollte ihr lediglich den Druck und die Angst vor der Zunahme nehmen.

      Zugegeben, das Beispiel war vielleicht schlecht gewählt. Aber ich fand, mit ihrer Abnahme hat sie ja nun schon einmal bewiesen, dass sie ein Ziel erreicht hatte, das sie sich gesetzt hatte. Sie hatte sich etwas vorgenommen, und hatte dieses durchgezogen. Sie ist mit ihrem Gewicht -immer noch - im Normbereich. Sie hatte einen Erfolg. Um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, finde ich schon, dass man solche Erfolge lobend erwähnen kann. Sie bewährt sich ja andauernd auch in anderen Lebensbereichen, und das habe ich ebenso lobend erwähnt. Wenn ich sie besser kennen würde, gäbe es bestimmt noch viele Dinge mehr, die ich zu ihrer Ehre, zu ihrem Willen, und zu ihrem Durchhaltevermögen sagen könnte. Dass man Erfolge nicht immer halten kann oder wiederholen kann, steht auf einem anderen Blatt. Aber selbst das ist nun nicht in jedem Fall ein Beinbruch.
      Liebe Grüße @all
    • Dankeschön.
      Ich habe nur das Gefühl versagt zu haben. Natürlich "halte" ich mein Gewicht irgendwo im Normalen.. aber.. es ist wie mein Titel schon sagt ein täglicher Kampf.
      Dann "fresse" ich 3 tage Regelrecht... und dann zwinge ich mich wieder so lange es geht möglichst wenig zu Essen. Und das kann nicht der richtige Weg sein.
      Ich muss dazu sagen das ich nun seit Montag bisher keinen Vorfall hatte was das Essen betrifft. Selbst wo mein Freund gestern den ganzen Abend weg war. Aber ich musste schon mit mir in Konflikt gehen.. zudem ist der Kühlschrank leer.. habe bewusst nichts gekauft was übrig bleiben könnte..aber..ist das ein Weg? Mein Freund steht dann natürlcih davor:,,mh..leer!" Also..er wird von meinen Problemen teilweise in Mitleidenschaft gezogen. Inzwischen frage ich ihn ob er was braucht was ich einkaufen soll...

      Ich denke das auch normal denkende Menschen, was das essen betrifft, mal nen Tag haben wo sie zuviel essen oder trinken.. aber die schaffen es automatisch auf ihren Körper zu hören und am nächsten Tag vielleicht ein bisschen weniger zu Essen. Zumindest war das bei meinem Arbeitskollegen und Freunden von mir so.

      Ich möchte keine Panik mehr vor dem Essen haben ... sei es zu Hause oder wenn wir Essen gehen..wobei mein Freund das nach dem letzten italienerbesuch momentan auch nicht mehr möchte.. und.. ich kann es verstehen.
    • Rosenrot schrieb:



      Aber ich fand, mit ihrer Abnahme hat sie ja nun schon einmal bewiesen, dass sie ein Ziel erreicht hatte, das sie sich gesetzt hatte. Sie hatte sich etwas vorgenommen, und hatte dieses durchgezogen. Sie ist mit ihrem Gewicht -immer noch - im Normbereich. Sie hatte einen Erfolg. Um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, finde ich schon, dass man solche Erfolge lobend erwähnen kann.


      HILFE!:eek::-o:(:mad::rolleyes:

      Sorry,
      aber das ist genau das, was viele von uns X mal erlebt haben.
      Abnahme -
      Zunahme -
      Abnahme -
      Zunahme -
      und letztlich dadurch dicker und dicker geworden.

      Genau das:

      "Um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, finde ich schon, dass man solche Erfolge lobend erwähnen kann..."

      ist es, was meiner Meinung nach NICHT dazu beiträgt das Selbstbewusstsein, so wie ich es verstehe, zu stärken, denn damit geht man davon aus, dass Selbstbewusstsein eine Sache ist, die sich auf rein Äußerliches beschränkt.

      Und was bekommen die zu hören, die jahrelang diätet haben und nun dicker als vorher sind? Die haben dann - so wäre der Umkehrschluss - kein Lob verdient?
      Das sind dann die Schwachen, die "sich etwas vorgenommen" haben, es aber nicht "durchgezogen" haben?

      Ich finde es völlig falsch hier den Aufbau von Selbstbewusstsein anzusetzen, denn meiner Meinung nach sollte es gestärkt werden, völlig unabhängig davon, welches Gewicht jemand auf die Waage bringt.

      Das man Erfolge (im allgemeinen) lobend erwähnen darf, ist völlig klar. Aber doch nicht, weil jemand etwas getan hat, was ihn letztlich nicht glücklicher, sondern insgesamt viel unsicherer, unzufrieden und höchstwahrscheinlich auch nicht gesunder gemacht hat -
      und das alles nur, weil das Umfeld suggeriert hat, dass man dies tun muss, um einem Bild zu entsprechen, welches völlig unrealistisch ist!
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Für einen Zusatz zu meinem obigen State ist es leider zu spät, darum noch dies:

      @ Annaka

      Du "versagst" nicht, Annaka, Du hast Dich nur in eine Zwangsjacke pressen lassen und zwar aus genau dem Grund, den ich zuvor erwähnte.
      Wenn man es als "Versagen" betrachten würde, krampfhaft abgenommen und dann (logischerweise) wieder zugenommen zu haben, dann wären die meisten von uns erbärmliche Versager. Wenn man jedoch genau hinschaut, dann erfährt man, dass die meisten von uns sehr starke Menschen sind. Jeder hat auf anderen Gebieten seine Stärken und so auch Du.
      Magst Du nicht mal schauen was Deine Stärken sind?
      Und magst Du dies nicht einmal so tun, als würde ein Mensch (eine Freundin?) der Dich wirklich lieb hat, Dich betrachten?
      Es ist nämlich erstaunlich um wie viel milder, freundlicher, um wie viel weniger hart und kritisch wir einen Menschen sehen, den wir sehr mögen oder lieben.
      Warum sollte man nicht auch sich selbst so betrachten?
      Versuche es doch mal, wenn Du magst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Danke, itsme, so ähnlich empfinde ich das auch. :daumen:
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ich kenne meine stärken nicht..außer..vielleicht characterlich gesehen aber.. diese bringen mich nicht unbedingt weiter..

      Mir ist bewusst das mein Umfeld mich milder bewerten würde aber ich selber... kriege es einfach nicht hin, egal mit welchen Augen ich mich versuche zu sehen...
      Gestern erst habe ich die Klamotten von Bon Prix ausprobiert und hätte direkt wieder heulen können als die Hose in meiner Größe einfach nicht passen wollte. Aber ich weiß auch..das wenn ich 5 Hosen dort bestelle..3 passen und 2 nicht..obwohl es die selbe Größe ist.. von daher versuche ich mir da nichts drauf einzugeben aber..es ist einfach ein blödes Gefühl.

      Ich habe aber die Woche über noch nicht wieder rumgefuttert. Da bin ich ansich schon echt stolz drauf. Es läuft momentan alles normal. Aber ich habe Angst vor dem nächsten Rückschlag..ausgelöst durch vielleicht nichts außer die GIer sich "doch mal wieder was gönnen zu müssen"...

      Es war ein tolles Gefühl als ich abgenommen hatte..wie die Leute einen schier bewunderten..es waren immerhin schon ein paar Kilos.. es tat gut mal "wahrgenommen" zu werden.. vorher wurde ich immer nur mit Blicken konfrontiert wenn ich ein zweites Mal zum Buffet gegangen bin... so als Beispiel.. ja..irgendwie war es eine Bestätitgung für mich, was geschafft zu haben..

      Die letzten Tage habe ich mich auch echt wohl gefühlt..ich stand teilweise vorm Spiegel und dachte "mensch, eigentlich kannst du doch zufrieden sein" aber.. heute ist wieder ein Tag wo ich mich unwohl fühle und am liebsten verkriechen würde.. heut fühle ich mich gegenteiligt.. =(
    • Annaka, ich kann sehr gut mit dir mitfühlen. Ich bin selbst von zuhause ausgezogen, nicht zuletzt, weil es mit meiner Mutter v.a. wegen Figurthemen einfach nicht klappen wollte. Jetzt fehlt sie mir sogar manchmal.

      Mir fiel vorhin erst wieder eine Szene mit meiner Mutter ein...
      vor Jahren habe ich schon mal versucht meine Ernährung um zu stellen..ich war bei meiner Mutter und meinte "...meine Hose sitzt auch schon etwas lockerer!" Und sie nur:,, Die ist bestimmt nur ausgeleiert!"
      Ich bin irgendwie richtig fassungslos wie taktlos meine Mutter war und frage mich was damals in ihr vor ging.


      GENAU dasselbe passierte mir damals auch mit 14. Hatte eine neue Radikaldiät im Internet entdeckt (an der schon Leute starben) und habe in 2 Wochen von 68 auf 60 kg bei 165 cm Größe abgenommen. Habe fast dasselbe zu meiner Mutter gesagt, und sie meinte, dass es Vormittag sei und da die Hosen immer lockerer sitzen. Ich hätte bestimmt nichts abgenommen.

      So etwas passiert leider, es tut irrsinnig weh, gerade von der Mutter, die einen 280 Tage lang unter dem Herzen mit sich trug... Aber manchmal hilft der Gedanke, dass man unabhängig von dem, was die Waage sagt, ein eigenständiger, wertvoller, einzigartiger Mensch ist und es auch Leute gibt, die das sehr wohl zu schätzen wissen. Schade, wenn es die Eltern nicht tun, aber da empfinde ich mittlerweile fast nur noch Mitleid für solche Verblendungen.
    • Annaka schrieb:

      Gestern erst habe ich die Klamotten von Bon Prix ausprobiert und hätte direkt wieder heulen können als die Hose in meiner Größe einfach nicht passen wollte. Aber ich weiß auch..das wenn ich 5 Hosen dort bestelle..3 passen und 2 nicht..obwohl es die selbe Größe ist.. von daher versuche ich mir da nichts drauf einzugeben aber..es ist einfach ein blödes Gefühl.

      (


      Ob Hosen passen oder nicht, hat rein gar nichts mit Deiner Figur zu tun. Viele Hosen haben einfach einen sch**** Schnitt. Meine Tochter hat Grösse 36/38 und es ist für sie extrem schwer, gut sitzende Hosen zu finden. Die Hosen sind zu eng, zu kurz, zu lang, oben zu weit an den Knien zu eng usw.). Versuch doch mal heraus zu finden, welcher Schnitt Dir am besten passt. Es gibt ja Klassische-, Karotten-, Marlenehosen usw. Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du ein paar Hosen hast, das wirklich super passt, dass es von einer Schneiderin kopiert wird mit einem Stoff Deiner Wahl.

      LG Finchen
    • Annaka schrieb:


      Gestern erst habe ich die Klamotten von Bon Prix ausprobiert und hätte direkt wieder heulen können als die Hose in meiner Größe einfach nicht passen wollte. Aber ich weiß auch..das wenn ich 5 Hosen dort bestelle..3 passen und 2 nicht..obwohl es die selbe Größe ist.. (



      3 von 5 passen - meine Güte, das ist doch eine hervorragende Quote!
      Ein Tipp von mir: Bon Prix hat Filialen in verschiedenen Städten (einfach mal danach googeln), man kann dort die Sachen anprobieren und hat keine Arbeit mit Bestellen und Zurückschicken.

      Drei von vier Hosen haben mir auf Anhieb gepasst und ich bin happy :D
      (bei Bedarf fahre ich wieder hin, die 50 km waren es mir wert.....)
    • Itsme schrieb:



      "Um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, finde ich schon, dass man solche Erfolge lobend erwähnen kann..."

      ist es, was meiner Meinung nach NICHT dazu beiträgt das Selbstbewusstsein, so wie ich es verstehe, zu stärken, denn damit geht man davon aus, dass Selbstbewusstsein eine Sache ist, die sich auf rein Äußerliches beschränkt.

      Und was bekommen die zu hören, die jahrelang diätet haben und nun dicker als vorher sind? Die haben dann - so wäre der Umkehrschluss - kein Lob verdient?
      Das sind dann die Schwachen, die "sich etwas vorgenommen" haben, es aber nicht "durchgezogen" haben?

      Ich finde es völlig falsch hier den Aufbau von Selbstbewusstsein anzusetzen, denn meiner Meinung nach sollte es gestärkt werden, völlig unabhängig davon, welches Gewicht jemand auf die Waage bringt.

      Das man Erfolge (im allgemeinen) lobend erwähnen darf, ist völlig klar. Aber doch nicht, weil jemand etwas getan hat, was ihn letztlich nicht glücklicher, sondern insgesamt viel unsicherer, unzufrieden und höchstwahrscheinlich auch nicht gesunder gemacht hat -
      und das alles nur, weil das Umfeld suggeriert hat, dass man dies tun muss, um einem Bild zu entsprechen, welches völlig unrealistisch ist!


      Hallo Rosenrot und Lucca,

      ich sehe es wie Itsme, sie hat es nur besser erklärt als ich. Annaka kann erst zufrieden mit sich selbst werden, wenn sie sich ganz von dem Druck dünner/dicker/ Diäten/ überessen / Kilos befreit. Da hilft es ihr nicht, dass sie im Normalgewicht zufällig mal auf "der Gewinnerseite des Spiels" steht.
      ich denke aber auch, dass eure Sichtweise die gesellschaftlich akzeptierte und gewünschte ist.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Nur weil 3 Hosen passen, heißt das nicht das sie gut sitzen oder supi aussehen^^ Ich schicke meist alles wieder zurück.
      Ich hab zwar den Schrank voller Hosen, fühle mich aber in kaum einer wohl=(

      Röhrenjeans finde ich ja auch chick..aber.. es sieht von hinten einfach nicht aus.. weil meine Beine von hinten wie ein umgekehrtes V verlaufen. D.h. von unten nach oben : schmale Waden..und dicker werdende Schenkel bis hin zum dicken Po mit Anbau links und recht

      Ich bestelle bei Otto und Bon Prix weil es so herrlich einfach ist. Keine vollen Geschäfte..in Ruhe anprobieren und der Hermes Shop ist bei mir um die Ecke. :)

      Am besten passt Bootcut zu mir..aber die sind meist zu hoch geschnitten das der Rand hinten absteht weil meine Taille wiederum schmal ist..
      Und mit dem Gürtel knautsch ich dann immer die Hose obenrum zusammen sodass man unter einem Pulli sieht wo sie aufhört und das sieht doof aus..aber ich habe keine Hose im Schrank die die optimale Höhe hat._.
    • Hi, Annaka,
      wenn du das Problem schmale Taille - breite Hüfte hast, guck mal bei Cecil, da habe ich früher immer Jeans gekauft ( geht bis Größe 36 - amerikanisch).
      Aber die sind "cut for girls" :D

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Hallo Rosenrot und Lucca,

      ich sehe es wie Itsme, sie hat es nur besser erklärt als ich. Annaka kann erst zufrieden mit sich selbst werden, wenn sie sich ganz von dem Druck dünner/dicker/ Diäten/ überessen / Kilos befreit. Da hilft es ihr nicht, dass sie im Normalgewicht zufällig mal auf "der Gewinnerseite des Spiels" steht.
      ich denke aber auch, dass eure Sichtweise die gesellschaftlich akzeptierte und gewünschte ist.

      liebe Grüße Lisa


      Ich hatte NICHT MEINE Meinung geschrieben, nur die Aussage von Rosenrot interpretiert. Zu meiner eigenen Ansicht habe ich kein Wort geschrieben und habe das auch nicht vor.

      Mein Name ist übrigens Lucia, nicht Lucca.
    • Ich hatte nun ein paar Tage Zeit mich und meine Ansichten was meinen Körper angeht etwas zu überdenken und mich ein wenig mit anderen Augen zu sehen und musste feststellen das ich mich die letzte Woche wirklich wesentlich wohler gefühlt habe und auch der Drang nach übermäßigen Essen weg war.
      Ich konnte mich im Spiegel betrachten ohne das ich direkt hätte heulen können... ich fand einige Stellen an meinem Körper wo ich dachte "Hey, das sieht ja doch ganz gut aus!" Das einzige wo ich mich weiterhin nicht mit anfreunden kann ist die Rückansicht..aber gut..sowas geht auch nicht von heute auf Morgen.

      Heute ist aber so ein Tag... wo ich richtig Lust hätte mir "sämtliche Dinge " die ich Essen mag zu kaufen und in mich "rein zu stopfen". Also, das Gefühl..es tun zu wollen ist da. Wenn ich drüber nachdenke warum das jetzt so ist, ob es einen Auslöser wie z.B. Stress o.ä. gibt, muss ich feststellen das ich keinen finde.
      Zumindest keinen der mir bewusst ist. Es ist einfach ein " da habe ich Lust drauf"- Gefühl und "sämtliche Dinge" könnten am Ende auch nur
      1 kleine Packung Kekse und ein Riegel Schokolade bedeuten.. oder aber im Extremfall auch ne Packung Kuchen,Kekse, Schokolade und Lakritz..
      Egal worauf es hinauslaufen würde, ich will das eigentlich nicht. Die letzten 2 Wochen gab es kein rumgefutter.. allgemein kein Süßkram..nur die Hauptmahlzeiten und zwischendurch vielleicht Obst/Gemüse und die letzte Woche fühlte ich mich so wohl wie schon lange nicht mehr.. das ganze ohne Zwang. Selbst die Zeit die ich mal allein zu Hause war, gab es keinen Moment wo ich ratlos zum Kühlschrank getigert bin.
      ich habe Angst mir das jetzt mit übermäßigen, unnötigen gefuttere kaputt zu machen denn ich weiß ja wie es mir immer nach so einer Fresstirade ging. Und noch mehr Angst habe ich, das es dann nichts einmaliges bleibt sondern ich in 2-3 Tagen wieder vor dem selben Gefühl stehe...

      Ich weiß nicht was ich tun soll.. mir eine Kleinigkeit gönnen und hoffen das es vorbei geht?
      Den Fressdruck, was es so langsam ist, ignorieren und mich zwingen nicht nach zu geben? An sich... funktionieren beide Optionen nicht.. das habe ich schon oft versucht...
      Es muss doch irgendwann mal aufhören :confused:
    • Annaka, ich kann jetzt nicht auf alles en detail eingehen, aber ich möchte eine Erfahrung, die ich gemacht habe, mitteilen:

      Man kann den Essanfall auch zulassen, wenn man es gerade wirklich braucht. Es mag unorthodox klingen, aber manchmal hilft es, sich dieses Bedürfnis zuzugestehen.
      Wichtig wäre allerdings es als bewusste Entscheidung zu tun und hinterher keinen Film an Schuldgefühlen zu fahren.
      Der Körper kommt damit eigentlich selbst klar und regelt das in den Tagen danach mit etwas weniger Appetit, wenn man ihn denn lässt, habe ich zumindest bei mir festgestellt.
      Gelegentlich auftretende Anfälle wirken sich bei mir langfristig überhaupt nicht auf mein Gewicht aus.

      Was früher bei mir zu einem Teufelskreis geführt hat, war das schlechte Gewissen und der Selbsthass hinterher, der mich dazu verleitete mich mit Hungern zu bestrafen.
      Das Hungern hat dann bald zum nächsten Essanfall geführt und so war das ein ewiger äußerst unschöner Kreislauf.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Danke dir, Angelina.

      Ich habe eine zeitlang genau dies auch getan: Dem Verlangen nachgegeben. Was danach aber leider ausblieb war das, was vermutlich normal wäre: Das der Körper den Appetit dementsprechend die Tage darauf runterdreht.
      Wenn man aber eh schon nicht wirklich auf sein Hunger oder Sattgefühl hören kann, so wie das zu dem Zeitpunkt bei mir der Fall war.. ignoriert man sowas.
      Entweder man isst über mehrere Tage so viel bis man denkt "hilfe..das muss aufhören" und bestraft sich wie du schon treffend sagtest mit Hungern oder man isst nur den einen Tag und... isst darauf die Tage "gezwungen" nichts bis hin zu weniger bis man wieder vor diesem Gefühl steht...
      Ich möchte beides nicht mehr..

      Aber auch wenn es mir die letzte Woche sehr gut ging und ich auf meinen Körper hören konnte, habe ich Angst das ich es in Bezug auf Süßigkeiten wieder nicht hinbekomme und wieder da stehe wo ich aufgehört habe..
      Ein Schritt wäre schon mal sich nur kleine Packung zu holen, da ich immer erst aufhören kann wenn die Schachtel Kekse, die tafel Schokolade oder die Tüte Lakritz leer ist. Ob mir der Bauch danach wehtut ist zweitrangig. Es MUSS alles weg sein damit ich die Tage danach nicht weiter dran Essen kann.
      Daher habe ich mir letztens schon mal "nur" eine 6er Packung Oreokekse und ne 5er Packung Rafaello geholt.. so war es überschaubar und es war am Ende nichts übrig...aber nach wenigen Tagen hatte ich trotzdem wieder diesen Jieb. . .

      Ich würde es gerne zulassen.. vielleicht kann ich mich auch dazu entscheiden von der Kasse nur einen einzeln verpackten Riegel zu kaufen aber die Panik in alte Muster zu verfallen ist groß. Zumal das schlechte Gewissen mich sicher auch wieder einholt in Form von "oh nein..jetzt hast du wieder xy Kalorien in dich reingestopft, das hätte nicht sein müssen!"
    • Annaka schrieb:

      Ich habe eine zeitlang genau dies auch getan: Dem Verlangen nachgegeben. Was danach aber leider ausblieb war das, was vermutlich normal wäre: Das der Körper den Appetit dementsprechend die Tage darauf runterdreht.


      Wenn das bei dir so war, dass du keinen verminderten Appetit hattest, dann ist das so, ob normal oder nicht.
      Vielleicht war ja auch dein Verlangen gar nicht wirklich "zuviel" und du hattest dann halt in den Tagen danach auch einen "normalen" Appetit. Das kann auch von Woche zu Woche unterschiedlich sein.

      Annaka schrieb:

      Wenn man aber eh schon nicht wirklich auf sein Hunger oder Sattgefühl hören kann, so wie das zu dem Zeitpunkt bei mir der Fall war.. ignoriert man sowas.


      Ja, das ist bei Essstörungen das typische Problem, man kann nicht auf sich hören, bzw. ist von den vielen Stimmen, die da zum Teil Gegensätzliches flüstern wie überrollt.
      Was ich beschreibe ist auch der Idealfall, der tritt so in absoluter Reinform wohl auch selten auf und es hat auch eine lange Zeit des Übens gebraucht, bis ich das so empfinden konnte.

      Annaka schrieb:

      Entweder man isst über mehrere Tage so viel bis man denkt "hilfe..das muss aufhören" und bestraft sich wie du schon treffend sagtest mit Hungern oder man isst nur den einen Tag und... isst darauf die Tage "gezwungen" nichts bis hin zu weniger bis man wieder vor diesem Gefühl steht...


      Ja, so lief das bei mir früher auch und es gibt auch jetzt noch Zeiten, wo das so abläuft. Sie sind aber seltener und kürzer geworden und manchmal über längere Zeit ganz weg.
      Ich versuche, wenn es dennoch wieder auftritt, eben gerade nicht enttäuscht zu sein und wieder mit Zwang zu reagieren.
      Es kann helfen sich zu sagen: "Das brauchst du wohl gerade ganz dringend, das ist ok und du darfst danach ganz normal weitermachen."

      Annaka schrieb:

      Aber auch wenn es mir die letzte Woche sehr gut ging und ich auf meinen Körper hören konnte, habe ich Angst das ich es in Bezug auf Süßigkeiten wieder nicht hinbekomme und wieder da stehe wo ich aufgehört habe..


      Auch diese Angst kenne ich. Ich versuche dann, sie wahrzunehmen und mir selbst zu sagen, dass ich mir sicher bin, dass es harmlos ist und ich damit umgehen kann.
      Ich erwarte gar nicht mehr, dass sie nie mehr auftritt sondern überlege mir, wie ich dem dann begegnen kann.
      Außerdem finde ich, dass man aus jeder Krise auch lernen kann, dass sie eben wieder vorbei geht und er Zustand nicht ewig anhält.
      Wenn man unter allen Umständen verhindern will, einen Essanfall zu haben züchtet man nur künstlich diese Ängste hoch.
      Süßigkeiten können ja auch etwas Schönes sein, Spaß machen und man kann sie mit anderen zusammen genießen. Sie sind nicht böse und auch du bist nicht böse, wenn du Lust auf welche hast.

      Annaka schrieb:

      Ein Schritt wäre schon mal sich nur kleine Packung zu holen, da ich immer erst aufhören kann wenn die Schachtel Kekse, die tafel Schokolade oder die Tüte Lakritz leer ist. Ob mir der Bauch danach wehtut ist zweitrangig. Es MUSS alles weg sein damit ich die Tage danach nicht weiter dran Essen kann.


      Also dieses Phänomen ist ziemlich vielen Leuten ein Begriff, glaub mir;-)
      Bei uns bleiben auch Reste nicht lange am Leben.
      Und ich esse auch in der Regel die Packung leer. Wenn nicht an einem, dann halt in drei Tagen.
      Wenn dir diese Brücke erstmal hilft, dir kleinere Packungen zu kaufen, dann mach das.
      Und wenn du dir jeder Woche eine solche Packung holst, ist doch egal, solange du wirklich Lust darauf hast und sie genießen kannst, du darfst dir damit etwas Gutes tun.

      Annaka schrieb:

      Zumal das schlechte Gewissen mich sicher auch wieder einholt in Form von "oh nein..jetzt hast du wieder xy Kalorien in dich reingestopft, das hätte nicht sein müssen!"


      Jetzt schürst du wieder deine Angst. Und das Problem ist wirklich dein Denken dazu, denn im Grunde hast du vermutlich einen ganz unauffälligen Süßigkeitenkonsum, aber du machst dir deswegen Schuldgefühle aufgrund deiner schlechten Erfahrungen.
      Es ist nicht leicht, da rauszukommen. Sei geduldig mit dir und erwarte nicht, dass alles von jetzt auf gleich super klappt.
      Probier das mit den einzelnen Schokoriegeln mal aus und schau, wie sich das für dich anfühlt.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Vielleicht ist es dieses Auf und Ab, das dein Körper unterlaufen will.
      Essanfall mit Süßigkeiten - Schuldgefühl - sich beherrschen - warten - nächster Essanfall. Gerade das Auf und Ab mit dem Blutzuckerspiegel macht den Körper irre, auch bei Nicht-Diabetikern.

      Einen Versuch wäre es vielleicht wert, den Süßkram kontinierlich über den Tag zu verteilen. Also ganz bewusst jede volle Stunde einen Streifen Schokolade oder so zu essen. Wenn man genau weiß, in 60 Minuten krieg ich wieder ein Stück, ist vielleicht der unterschwellige Gedanke "Ich muss jetzt alles essen, denn danach gibt es nichts mehr!" nicht mehr so stark. Das ist ja auch die Kehrseite von "Ich spar mir das jetzt bzw. danach ein, dann kann ich später bzw. jetzt reinhauen." (Also muss ich auch reinhauen, das steht mir ja zu.)

      Für Essanfälle muss es nicht unbedingt einen konkreten Auslöser oder Stress geben. Ein dumpfes Gefühl der Leere und Langeweile kann auch einen Essdrang auslösen. Bei mir war es eine ziellose Rastlosigkeit, die mich imemr wieder an meine Fressalien geführt hat. Es hat auch nach meiner Meinung nichts mit fehlendem Hunger/Sättigungsgefühl zu tun. Satt ist man ja, aber nicht befriedigt.

      Wenn du schreibst, "nur Hauptmahlzeiten, und dazwischen nur Obst/Gemüse", entspricht das vielleicht den üblichen Empfehlungen. Hast du zu den Hauptmahlzeiten denn Hunger oder wenigstens Lust? Oder isst du dann nur, weil "man es halt so machen muss". Was passiert denn, wenn du in so Phasen wie aktuell nur Süßkram isst, weil du es eben brauchst? Irgendwann ist der Gibber abgeklungen, dann kannst du ja wieder "normal" essen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hallo Sophie,

      ich esse die Hauptmahlzeiten nach Hunger, nicht nach Uhrzeit und ich habe meist das bei wo ich auch Lust drauf habe.
      Heute könnte es in der Tat aber etwas aus Langeweile sein. . und jetzt gerade habe ich nicht mehr diesen "ich muss" Gedanken sondern eher "brauche ich das wirklich? Bin ich mir sicher das ich Schokolade oder sowas möchte?"
      Und das verwirrt mich um so mehr da ich nun komplett überfordert bin. Kaufe ich welche um die Möglichkeit offen zu lassen, werde ich sie garantiert Essen. lasse ich sie aber weg kann es sein das der Drang heute Abend wieder da ist und ich den ganzen Abend unruhig bin..hm

      Das mit dem Blutzucker habe ich auch schon überlegt. Aber dadurch das ich die letzte Woche recht regelmäßig gegessen habe, dachte ich das wäre nun in Ordnung. Heute ist wirklich der erste Tag wo diese wirkliche Lust sich mal was zu gönnen da ist.. aber diese schlägt wie gesagt grade um in "brauche/möchte ich das wirklich?"

      Danke Angelina, ich versuche mir schon immer zu sagen "es ist Okay.. MAL darf man das! Jeder hat mal Tage wo er etwas ausgleitet!" aber am nächsten Tag fühle ich mich dann immer noch so völle.. das dann doch wieder Schuldgefühle kommen. Aktuell würde ich aber behaupten das ich mich nicht mit Hungern bestrafen würde. Ich würde versuchen nach dem Motto "aufstehen, Krone richten, weitergehen" zu agieren. Sprich, den tag nach Hunger normal zu Essen.
      Ich hatte es aber auch schon öfter das dieser Jieb über Tage ging und DAS macht sich natürlich auf der Waage bemerkbar.

      Aber du machst mir Mut, das man das hinbekommen kann. Auch wenn es vermutlich ein weiter Weg ist.

      Ach so:
      Ich muss morgen zur Blutabnahme...
      Wenn ich heute aber so viel Süßkram futtern sollte.. beeinflusst dies das Ergebnis irgendwie?
      Entschuldigt, falls das vielleicht eine "doofe" Frage ist..

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Annaka ()

    • Die Frage ist nicht doof.
      Bis morgen wird der Zucker über Nacht abgebaut sein. Wenn dein Blutbild irgendwie auffällig sein sollte, ist das ja auch eine Information. Du wirst in deinem Leben noch mehr "süße Phasen" haben, und da ist es auch wichtig zu wissen, was das bewirkt. Vielleicht passiert ja auch gar nichts mit deinem Blutbild. Das beweist, dass Süßigkeiten nicht "gefährlich" für dich sind.

      Wenn du nichts im Haus hast, und abends Gibber auf Süßes hast, könntest du dir als Abendessen immer noch einen Milchreis oder Pudding kochen. Selbergemacht, nicht der Müll vom Müller oder was.
      Oder einen süßen Pfannkuchen mit Marmelade. Zur Befriedigung durch Essen trägt meinem Empfinden nach auch die Zubereitung, der Duft, der Stolz auf die eigenen Fähigkeiten, das Wissen um die Inhalte, die Vorfreude bei. Das eigentliche Essen wird dann weniger wichtig. Ist fast so wie beim Sex....
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Da hast du Recht.. es gibt viele Möglichkeiten den Süßjieb zu stillen aber manchmal sind es schon die einfachen, schnellen Dinge die mich glücklich machen. Ich backe eigentlich auch wahnsinnig gerne...aber..mein Freund ist nicht so der süße und wer soll das dann alles essen was ich backe?! zudem verleitet es immer zum selbst Essen ^^

      Ich hab mich nun quer durchgekauft. Bei Ald* gibt es leider keine Einzelpackungen :( Ich zähle jetzt nicht auf was alles, will hier niemanden Triggern oder so aber...wenn was übrig bleibt und ich es mir auf die Woche verteilen kann, ist das ein Wahnsinns Fortschritt für mich.
      Abwarten..der Tag ist noch lang. ...:rolleyes:

      Dann bin ich beruhigt und hoffe das da nix auffällig ist. :-o
    • Wenig vom Süßkram zu Hause zu haben, stattdessen bei unbedingt essen wollen den Kochlöffel zu schwingen hat mich schon oft weniger nehmen lassen und hat bewirkt, dass sich Zufriedenheit in mir ausgebreitet hat.

      Dein Beispiel von den Pfannkuchen:

      Die Übrigen für Suppe in Streifen schneiden.



      Annaka

      Falls du ein Eisfach besitzt könntest du doch was einfrieren vielleicht?