Täglicher Kampf gegen die Zunahme

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    • Täglicher Kampf gegen die Zunahme

      Hallo zusammen,

      ich weiß nicht genau, wie ich Anfangen soll.... am besten da wo alles Anfing..

      Ende 2011 verbrachte ich einen Nachmittag bei meiner Mutter und als wir uns so unterhielten, meinte sie auf einmal:,, du musst langsam wirklich aufpassen... das wird langsam echt zuviel.. du musst auch an deine Gesundheit denken!" Und, ich dachte " was ist denn jetzt los?" Ich war verletzt..so wie immer wenn meine Mutter auch zu Jugendzeiten sowas sagte.

      Ich muss dazu sagen, ich bin 1,65m und wog damals etwas mehr als ich Groß war, hab auch das Pech das sich bei mir alles an Po, Hüfte und Oberschenkel ansetzt..habe mich aber nie als wirklich dick angesehen. Doch dieser Satz brachte mich dazu, mich mit WW auseinanderzusetzen und ich schaffte es bis aufs Idealgewicht hin ab zu nehmen. Ich veränderte mich, trennte mich von meinem damaligen Freund und von da an ging es eigentlich...bergab...es trafen viele Veränderungen auf mich ein.. eine neue Liebe die mir Anfangs sehr zu schaffen machte (er 11 Jahre älter,ein manchmal schwieriger Mensch wenn man nicht weiß wie man mit ihm umgehen muss), meine beste Freundin wurde schwanger und seither ist der Kontakt eigentlich weg, die Arbeit wurde stressiger... ich fühlte mich einsam da mein Freund unter der Woche oft im Außendienst ist..es gab noch einige Punkte mehr die ich hier aber nicht weiter ausbreiten möchte.

      Jedenfalls nahm ich innerhalb kürzester Zeit 3 Kilo zu. An sich nicht das Problem. Aber irgendwann ging es so weit das wenn ich Abends von der Arbeit kam oder mein Freund mich versetzte, ich anfing unkontrolliert zu Essen.. überwiegend Süßkram..nichts war sicher vor mir... sogar Marzipan zum backen habe ich in mich gestopft..es war furchtbar..wie ein..Zwang..ich konnte mir quasi von oben zusehen und schimpfte mit mir...

      Ich entwickelte auch einen "Heimlich Ess- Zwang" den ich bis heute nicht wirklich los werde.Teilweise aß ich auch während mein Freund duschen war.. Die Woche lief meist so ab: 1 Tag fressen... 2 Tage normal bis wenig Essen..Krampfhaft... dann wieder fressen... so in etwa..

      Inzwischen wohne ich seit Oktober 13 mit meinem Freund zusammen und es ist für uns einiges leichter geworden. Ich bin in sein Dorf gezogen, allerdings wohnen nun meine Freunde und vor allem meine Familie weiter weg. Das belastet mich schon teilweise obwohl ich mich hier auch wohl fühle und Freunde habe. Ich fühle mich etwas zwischen den Stühlen manchmal.

      Nun habe ich seit ich hier wohne es noch mal mit WW und später Kalorien zählen versucht.. vor 3 Monaten habe ich es aufgegeben und eingesehen das ich kein normales Denken mehr habe. Ich kann nichts essen wo ich nicht weiß was drin ist..
      letztens beim Italiener habe ich extra Fisch bestellt, weil ich es richtig machen wollte und.. dieser war geradezu in Olivenöl ertränkt..ich wusste nicht ob ich mich übergeben, oder heulen soll..ich entschied mich für 2.teres als wir 15 min später zu Hause waren und mein Freund erzählte mir letztens wie peinlich ihm das dem Besitzer den er seit Jahren kennt war und das er ja hinter mir steht aber das nicht nachvollziehen kann. Das tat mir schon irgendwo weh, war aber für mich nachvollziehbar.-..er weiß ja nicht was ich fühle und was in mir vorgeht.

      Ich kann auch nicht nach Hunger essen.
      Zu Hause wenn Urlaub ist und ich nicht alleine bin schon, aber auf der Arbeit ertappe ich mich immer wieder beim zwischendurch essen..meist nur Obst und Gemüse aber gut ist das trotzdem nicht. Nachmittags bekomme ich dann oft Jieb auf Süßkram.. und oftmals erliege ich dem auch.
      Inzwischen ist es aber nicht mehr so ein fressen und unkontrolliertes suchen nach Essen wie früher..es ist oft eher ein "ich weiß in 1 Std kommt mein Freund wieder..solange habe ich noch Zeit..!"
      Aber Zeit für was? Ich habe an sich weder Hunger und manchmal nicht mal Appetit auf Süßes, habe aber diese Eingebung die Zeit alleine nutzen zu MÜSSEN.
      Letztens ist er zum Fußballtraining..und schon kam der Gedanke "du hast jetzt 2 Stunden"...
      Aktuell ist er auch nicht zu Hause und ich merke diesen Drang in die Küche gehen zu wollen, das Hörnchen was übrig blieb vom Frühstück zu nehmen und dick mit ungesunden Dingen zu bestreichen.. ... aber.ich versuche mich zusammen zu reißen,... das hier schreiben hält mich gerade auch irgendwie davon ab..
      Ein Gespräch mit einem inneren Kritiker führe ich auch öfters.
      "du darfst das jetzt nicht..sonst liegst du wieder außerhalb des Rahmens"
      "aber..ich habe da jetzt Lust drauf...ich will das jetzt!" Und schon..ist das Gespräch beendet und das Nutellabrötchen in mir verschwunden.

      Der Kritiker ist auch oft da wenn ich mich für einen Abend wo wir weggehen anziehen.
      "ich finde das Kleid ja schon schön..!"
      Kritiker:,, aber..meinst du nicht du wirst die einzige da im kleid sein? und schau mal..dein Hintern wölbt sich da so vor..ne..das sieht nicht gut aus..man wird wieder über dich reden!"
      Und schon sitze ich heulend vor meinem Kleiderschrank und weiß nicht was ich anziehen soll.

      Ich bin einfach am verzweifeln...warum ist das so und was kann ich dagegen tun? So Dinge wie ablenken halten mich nicht davon ab trotzdem in die Küche zu gehen...
      Auch der Gedanke mir nichts zu verbieten hilft nichts weil ich in Gedanken genau weiß wie viel Kalorien dieser Keks gerade hat...
      Es ist ein täglicher Kampf gegen die Zunahme. NOCH liege ich im Normalgewichtbereich aber wenn ich so weiter mache bin ich bald wieder da wo ich Anfing ..oder noch weiter oben..viel fehlt nicht mehr..

      Ich muss dazu sagen das ich früher in meiner Jugend schon heimlich gegessen habe. Grund dafür war das meine Mutter uns immer kurz gehalten hat was Süßkram anging. 3 Bonbons nach dem Mittag waren erlaubt, mehr nicht.
      Somit ging mein Taschengeld für Unmengen an Süßigkeiten drauf. in der Schule kaufte ich mir in der Frühstückspause fast täglich 4 Schoko&Keks...
      und/oder Döner in der Mittagspause..
      Natürlich nahm ich dadurch auch zu und mit Mobbing hatte ich schon ab dem Kindergarten wo ich noch nicht mobblig war zu kämpfen. Mein Selbstwertgefühl ist eigentlich schon immer gen null gewesen. Und meine Mutter machte es mit Sticheleien nicht besser. "Musst du das noch Essen?" "Sicher das du das anziehen willst?"

      Auch wenn es mir damals sehr oft schlecht ging, habe ich nie daran gedacht vielleicht eine Essstörung zu haben.
      Aber all das kommt momentan hoch und ich frage mich was los ist und wie ich wieder ein normales Essen lernen kann.
      Ich will ja aber irgendwas blockiert mich. Irgendwas scheint zu denken"du kannst nur noch heute das und das essen"..aber ich verstehe nicht Warum..

      Wenn ich vor dem Spiegel stehe denke ich momentan sogar oft:,,mensch, du bist doch ganz hübsch... schmale Taille, schöne Hüfte... hübsches Gesicht und vor allem tolle Augen..!" Aber sobald ich mich von hinten sehe würde ich mich am liebsten verkriechen. Das passt nicht.
      Ich habe das Gefühl 2 Körper zu haben. Obenrum schlank und untenrum mopplig... ich fühl mich so nicht wohl..wobei der Hintern und die Reiterhosen auch im Idealgewicht noch deutlich da waren.
      Ich empfinde momentan auch kaum Gefühle wie Freude.. bin unentspannt...kann mich nicht fallen lassen... Samstags auf Partys will ich früh nach Hause weil ich weiß Montag muss ich wieder früh raus und ich mag den Sonntag nicht flach liegen.. mein Freund merkt das natürlich auch..unbewusst..es gibt öfter mal reibereien wegen Kleinigkeiten weil ich einfach unter Strom stehe aber nicht weiß warum. Das tut mir ihm gegenüber auch leid weil er kann da ja nix für..

      So.. ich weiß gerade nicht ob das nicht alles etwas zu konfus geschrieben ist.. mir brennt so viel auf der Seele und ich habe versucht möglichst alles nieder zu schreiben.
      Ich hoffe hier gibt es jemanden der ähnliches oder vielleicht das selbe durchmacht und mir Erfahrungen mitteilen kann...
    • Dein Werdegang, der dich letztendlich hier ins dicke Forum gebracht hat ist mir und vielleicht anderen Usern nicht unbekannt. Das Leid, das ich zwischen deinen Zeilen lese macht mich betroffen, weil ich so sehr nachfühle.

      Muss nun leider mein Kind ins Hallenbad fahren.

      Wünsche dir einen guten Start hier und Anteilnahme.

      LG

      Klangola
    • Hallo Annaka,

      ich kann dich so gut verstehen, diese Gefühle kenne ich alle.
      ich habe schon seit Kindheit Reiterhosen und vermutlich ein Lipödem, wodurch ich allgemein als " zu dick" galt. Mir haben sie in der Schule " Fetta...." hinterher gerufen und ich bekam ständig Vorwürfe gemacht, wenn ich was aß , besonders Süßes:
      "Bist du nicht dick genug? Schau mal, die neue Hose, die ich dir mitgebracht habe, passt wieder nicht!"
      Wenn ich mal eine Hose hatte, die passte, habe ich sie geflickt und solange getragen, bis sie auseinanderfiel. Deswegen wurde ich auch ausgelacht, doch noch mehr graute es mir vorm Hosenkauf mit meiner Mutter.
      Sie entschuldigte sich bei den Verkäuferinnen für meinen dicken Hintern und ich schämte mich fürchterlich.
      ( Das Entschuldigen macht sie sogar heute noch, wenn sie mit mir shoppen gehen möchte):mad:
      Nun gut, mit 15 kam ich wegen einer Lungenerkrankung in ein Kurheim.
      Dort sagte man mir, dass ich viel zu wenig wog - und man versuchte mich, aufzupäppeln. Wegen meiner dicken Beine und dem Po aß ich aber fast nix.
      ich konnte es nicht verstehen; Die Ärzte sagten mir dickem Mädchen das ich zu dünn war :eek:
      seitdem bin ich durcheinander mit meinem Körper. Wenn ich dick bin, fühle ich mich dünn und umgekehrt.
      Im moment bin ich ziemlich dick, was zur Folge hat, das jetzt eigentlich alles zusammenpasst. ;)

      Was ich dich fragen wollte: Wenn du untenherum dick bist, aber im Normalgewicht - hast du schon mal an einen chirurgischen Eingriff gedacht,
      also Fettabsaugen?
      ich weiß, jetzt kommt bestimmt der Aufschrei, wegen Selbstbewußtsein und so,
      aber , es ist nur ein einmaliger Eingriff
      und es werden keine fremdkörper eingesetzt und es muss auch nicht wiederholt werden, sofern man nicht dolle zunimmt....

      ich bin nicht gegen Eingriffe, deren Risiko abzusehen ist und die psychologisch helfen. Ich hatte eine Freundin mit einer richtigen großen Männernase und einer Menge Hemmungen - sie hatte die Wahl zwischen langjähriger Psychotherapie und der Nasenverkleinerung. Sie wählte die Chirurgie - und es ging ihr hinterher wesentlich besser.
      Ist sie jetzt zu verachten, weil sie es sich " so einfach gemacht hat"?
      ich denke nicht.


      wie siehst du das?

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hallo Annaka

      Es hört sich für mich nach einer Essstörung an und evtl. Lipödem.

      Die Essstörung lässt sich (wahrscheinlich in vielen Jahren und jeder Menge Rückschläge) behandeln. Möglicherweise wirst Du sie nicht mehr los, aber Du erfährst, warum es dazu kam und wie Du Dich verhalten kannst, wenn es Dich wieder packt. Manchmal ist schon das Wissen um das Warum hilfreich.

      Und wenn Du ein Lipödem hast, was ein Facharzt diagnostizieren müsste, würde die Krankenkasse das Fettabsaugen wahrscheinlich bezahlen. Das müsstest Du abklären.

      LG Finchen
    • Lieben Dank für euren einfühlsamen Antworten.

      @ Finchen: Ich musste gerade ehrlich gesagt erst mal nach Lipödem googlen. Ich habe das Wort zwar schon mal gehört aber keine weitere Beachtung geschenkt.

      Bei Wikipedia steht, das sowas mit Druck und Schmerzen verbunden ist und sich oft blaue Flecken bilden. Das ist bei mir allerdings nicht der Fall.
      Wenn ich meine Figur beschreiben müsste würde ich sagen ich gehöre zu den Sanduhren. Oben relativ schmal und untenrum breit. Hosensuche ist eine Qual für mich.... auch wo ich weniger wog war es nicht leicht weil ich obenrum schon fast dürr war.. aber untenrum immer noch zu viel..

      Ich war gestern auf einem Geburtstag und ein guter Freund fragte mich heute ob alles Okay sei.. ich hätte furchtbar ausgesehen... abgemagert und einfach schlimm..

      Diese Aussage verunsichert mich wahnsinnig.. ich wiege immer noch 7 Kilo mehr wie vor 2 Jahren... mein Bauch ist schwabbelig und auch mein Po und Meine Beine..naja.. wie kann man da abgemagert aussehen?
      Er hat mir auch noch was anderes, wichtiges gesagt:,, wir mögen dich nicht wegen deiner Füße, deinem Po oder deinen Haaren..sondern weil du Anna bist.. und wir vermissen die fröhliche Anna die du momentan einfach nicht bist!"

      Richtig..momentan bin ich dauer abwesend vom Kopf her und weinerlich..launisch... will einfach nur meine Ruhe habe...
      aber..verdammt noch mal..es gibt doch mehr als das aussehen..oder was man Essen soll/Kann/ darf oder nicht.. wieso geht das nicht in meinen Kopf? Warum wache ich morgens auf und der erste Gedanke gilt wieder meinem Hintern? :(

      @ Lisa: Ich verstehe dich so gut. Ich wollte irgendwann nicht mal mehr mit meiner Mutter shoppen gehen... aber warum tut man als Mama sowas? Warum hält man seinem Kind nicht die Hand hin und sagt "ich helfe dir..ich stehe hinter dir" ? Das hätte ich so sehr gebraucht... nie konnte ich es jemanden recht machen..bevor ich mit 15 meinen 1.Freund hatte habe ich mich vorher nur verkrochen..wollte allein sein..

      Mein 2.Freund war richtig heftig..der sagte mir irgendwann beim Frühstück ganz beiläufig, das er anfangs nur mit mir zusammen war weil er ne Freundin haben wollte..und das ich ihm eigentlich zu dick war..und dann fing er an "weißt du noch?wo du zum Auto zurück gelaufen bist? Deine Pobacken..so *boing boing*" Ich dacht ich bin im falschen Film..das tat echt weh...
      Und ab da fing auch der Terror an mit "Musst du das noch Essen? Du solltest mal eine Diät machen!" ... zu dem Zeitpunkt wog ich 3 Kilo über meiner Größe... aber bei ihm war es so:er war mit sich selbst unzufrieden und hat daher anderen wehtun müssen.Ich habe mich dann auch getrennt... ..

      Momentan habe ich die Sicht: Mein Leben ist einfach nur Mist.. ständige Sticheleien.. eigentlich habe ich schon immer übers Abnehmen nachgedacht..aber erst 2011 hab ich diesbezüglich die Kurve bekommen..warum habe ich zugelassen das ich nun wieder so zugenommen habe? ich war echt zufrieden "damals"..

      Ich habe schon oft über einen Chirurgischen Eingriff nachgedacht..aber sowas ist immer mit einem Risiko und viel Geld verbunden. Ich denke nicht das ich der Krankenkasse "Krank" genug bin das zu übernehmen.
      Deiner Freundin kann man keinen Vorwurf machen, von wegen zu einfach gemacht... wenn sie JETZT glücklich ist, war es genau das richtige und.. eine zu große Nase kann man nicht "einfach abnehmen" wie z.B. 5 Kilo...
      Ich sehe da auch den psychischen Aspekt hinter. Ich kann das gut nachvollziehen.
    • Liebe Annaka, seit ich in diesem Forum lese, wundere ich mich immer wieder über die vielerlei Formen der Essstörungen, die hier beschrieben werden. Das soll jetzt aber nicht das Thema sein. In der Regel steht jedenfalls eine Essstörung nicht für sich allein, sonder ist Folge und Ausdruck eines oder mehrerer anderer und oft tiefer liegenden Probleme.

      Beim Lesen deiner Leidensgeschichte hatte ich ganz stark das Gefühl, dass du sehr bemüht bist, Verständnis und Rücksicht für andere (Mutter, Freund) aufzubringen und dich anzupassen an deren Wünsche und Bedürfnisse. Ich will dir nicht zu nahe treten, bitte korrigiere mich, wenn Du ganz andere Gefühle hast! Mir kommt es so vor, als kontrolliertest du dich und dein Verhalten im Zusammensein mit diesen Personen. Nun kann sich ja keiner ständig kontrollieren. Vielleicht kannst (oder konntest) du nur in den Momenten des Alleinseins wirklich entspannen, und hast dann eben auch "unkontrolliert" gegessen, so dass daraus der Dreiklang Entspannung-Alleinsein-Essen entstanden ist. Die Reihenfolge ist egal, ich meine nur, dass eben diese drei Dinge vielleicht für dich automatisch zusammenhängen?

      Was machst du denn beruflich? (Brauchst nicht drauf zu antworten, wenn du nicht möchtest). Falls da nämlich auch noch andere Menschen und deren Bedürfnisse im Vordergrund stehen, musst du dich dort auch zurück nehmen, und dann wäre dein Wunsch nach Ruhe mehr als verständlich.

      Ob das so ist, wie ich es mir zusammenreime, kannst nur du für dich beantworten. Ich wünsche dir, dass du die Möglichkeit bekommst, mehr auf dich selbst zu hören. Viel Glück!
    • Finchen schrieb:



      Es hört sich für mich nach einer Essstörung an und evtl. Lipödem.

      Und wenn Du ein Lipödem hast, was ein Facharzt diagnostizieren müsste, würde die Krankenkasse das Fettabsaugen wahrscheinlich bezahlen. Das müsstest Du abklären.



      Auch, wenn es vielleicht gerade OT ist - aber vor einigen Jahren hatte eine Frauenärztin bei mir Lipödem vermutet (als ich noch viel, viel mehr wog). Heute bin ich normalgewichtig und meine Oberschenkel sehen immer noch so aus. Daher macht mir das gerade ein wenig Hoffnung, was du schreibst.

      Zu welchem Arzt geht man da?
      Hausarzt, Frauenarzt oder eine spezielle Fachrichtung?
      (Falls das hier total falsch ist, bitte ich die Admins drum, die Frage in den richtigen Bereich zu schubsen.)
    • Hallo Annaka,

      ich habe deinen Bericht gelesen. An einer Stelle fragst Du dies:

      "Ich bin einfach am verzweifeln...warum ist das so..."

      und gibst im Grunde wenig später selbst die Antwort:

      "Mein Selbstwertgefühl ist eigentlich schon immer gen null gewesen."

      Ich denke das ist der Knackpunkt an Deiner Problematik. Anstatt dass Dein Selbstbewusstsein gestärkt wurde, hat jemand dies filigrane Kartenhaus mit unsensiblen Worten zum Einsturz gebracht und Dein Unterbewusstsein gaukelt Dir vor, dass all Dein Seelenheil nun davon abhängt, welches Gewicht Du auf die Waage bringst.

      Und dabei, als Du glaubtest hier die Lösung zu finden, ging es Dir infolge einer Gewichtsreduktion gar nicht gut.
      Du schreibst:

      "...von da an ging es eigentlich...bergab..."

      Für mich völlig verständlich, denn anstelle von Streicheleinheiten, von Verständnis, von Aufbau Deines Selbstbewusstseins, wurde Deinem Körper größter Stress zugefügt, der mit einer Diät immer einher geht.
      Er hat also nicht Liebe bekommen, sondern eine Strafe.
      Weil die Menschen in Deinem Umfeld (Deine Mutter) unsensibel, lieblos und falsch reagiert haben.

      Und was ließ sie so reagieren?
      Meiner Meinung nach schlicht und ergreifend ein völlig falsches Figur-Idealbild, welches uns allen sekündlich überall und immer vor Augen geführt wird. Das nicht irgendwann als bare Münze, als einzig richtiges Bild - als Vor-Bild zu nehmen, ist richtig schwer.
      Sie glaubten - man glaubt - viele von uns glauben nach all diesen Suggestionen mittlerweile, dass man so und nicht anders auszusehen hat.

      Aber wie können wir das?
      Wie sollen alle Frauen einem künstlichen Vorbild entsprechen, wo doch die wunderbare Natur uns alle als Individuen erschaffen hat?
      Groß oder klein oder mittelgroß... dünn, oder schlank, oder rundlich oder dick? Manche fast ohne Rundungen, andere mit sehr ausgeprägten, mit wenig Busen, viel Busen, kleinem Po, dickem Po....

      und so weiter und so weiter. Jeden Menschen gibt es nur einmal. So wie er ist. Alles an ihm macht ihn zu einem einmaligen "Bauwerk".

      So ist es auch bei Dir, nur hat Deine Mutter das nicht erkannt, sie glaubte sie muss dazu beitragen dass auch Du dem künstlichen Vor-Bild entsprichst.

      Nun ist jedoch nicht mehr Deine Mutter für Dich verantwortlich.
      Das bist Du selber und nur Du selber kannst Dich aus diesem Fallstrick, der Dich glauben macht Du musst so oder so aussehen, befreien.
      Nur Du allein kannst für Dich lernen, Dich so wie die Natur Dich machte, als einmaliges Individuum zu lieben.

      Für mich geht das nicht durch eine Diät, die Dich irgendwie dahin bringen soll, so auszusehen wie man uns weiß machen will aussehen zu müssen.
      Ebenso wenig durch eine Operation die den gleichen Zweck verfolgt.
      Nebenbei beides Industriezweige die nur dadurch, dass man Frauen diese Unsicherheiten bezüglich ihres Äußeren aufgedrückt hat, existieren können und unglaublich viel Geld damit machen!

      Meiner Meinung nach geht das nur den Aufbau von Selbstbewusstsein, welches Dich zunächst in viel zu geringem Maß gelehrt und welches Dir schließlich ganz genommen wurde.

      Dieses Forum kann Dir dabei helfen. Zusätzlich würde ich Dir aber auch eine gute Gesprächstherapie empfehlen.
      Beides wird nicht von heute auf morgen greifen, aber es wird Dir mit der Zeit helfen.
      Ich bin davon absolut überzeugt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Itsme: Das hast du wunderbar ausgedrückt!

      @Annaka: Vielleicht ist dir schon selber aufgefallen, dass du die Urteile deiner Umgebung selber verinnerlicht hast: Wie kannst du das jetzt essen? Du kannst das doch nicht anziehen! Da gibt es die berühmten inneren Figuren, und dein innerer Kritiker ist ein ganz strenger.

      Eine Essstörung lässt sich nicht durch Diät oder OPs beseitigen. Selbst wenn du über Nacht eine Idealfigur bekämst, wärest du immer noch die gleiche mit den gleichen Selbstzweifeln, der gleichen Sehnsucht nach Zuwendung oder Freiheit.

      Vielleicht brauchst du mehr Freiraum, mehr Zeit für dich, wenn dich "endlich allein" so glücklich macht. Ein Paar muss nicht dauernd miteinander glucken, der eine braucht mehr Nähe oder mehr Freiraum als der andere, das müsst ihr ausprobieren. Dein Freund unternimmt was alleine, warum machst du das nicht auch? Beleg meinetwegen einen Volkshochschulkurs oder geh in ein Fitnessstudio, egal. Oder ihr sucht eine Wohnung mit einem Refugium für jeden. Ich hätte mich gleich zu Beginn unserer Partnerschaft von meinem Mann getrennt, wenn ich nicht die Möglichkeit gehabt hätte, auch mal allein zu sein und die Tür hinter mir zuzumachen, lesen, handarbeiten, computern. Im Job muss ich so kommunikativ sein, ich muss abends manchmal einfach nur schweigen, das versteht er oft nicht.

      Wenn das Abnehmen sich nicht gut anfühlt, dann ist es auch nicht gut. Dein Bekannter hatte sicher den vergrämten Gesichtsausdruck bemerkt, und dies als "abgemagert" gesehen.
      Du willst den täglichen Kampf gegen die Zunahme verhindern, aber ist dieser Krieg ein "gerechter Krieg"? Ich glaube nicht. Wenn du gegen dich selber kämpfst, ist der Gewinner der Verlierer.
      Irgendwoher muss ja dieser Zwang zum Essen kommen. Ich kenne das, habe Magersucht, Bulimie und Binge Eating hinter mir, und bin jetzt halbwegs "normal", aber dick. Diäten helfen nichts, im Gegenteil. Da müssen mit Hilfe eines/r guten Therapeuten/in die tiefen Ursachen aufgedröselt werden.
      Wie Itsme halte ich auch dein tief eingebranntes mieses Selbstwertgefühl für den eigentlichen Kern. Daran kannst du arbeiten, Es ist lang und schmerzhaft, aber es geht. Und irgendwann kannst du sagen: ich bin dick, na und?

      Deine Figur ist je nach Weltanschauung genetisch bedingt oder gottgegeben, mit Gewalt machst du dich nur krank. Früher war es schnurzpiepegal, wenn eine Frau einen dicken Po hatte, das war unter weiten Röcken verdeckt, und wer keinen dicken Po hatte, hängte sich Kissen um die Hüften. (Hast du eigentlich mal ein Dirndl anprobiert? Die sehen mit Sanduhrfigur super aus!)

      Deine Mutter und dein Exfreund haben keine Macht mehr über dich!
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • erst einmal: Dankeschön. Eure Worte haben mich richtig berührt und zum Nachdenken gebracht, im Positiven Sinne.

      Ich fange mal von oben nach unten an.

      Ich bin in einer Männerdomäne "Groß geworden". Bin gelernte Elektronikerin für Automatisierungstechnik und arbeite zur Zeit in der Umweltschutzbranche in einer Prüfmittelstelle welche aus aktuell 4 Kollegen besteht und..ja..das könnte auch eine Ursache sein...
      Ich war vor 3 Wochen ganze 2 Wochen wegen Stress krank geschrieben...und Rückenproblemen und nen Niereninfekt.
      ich versuche mal kurz zusammen zu fassen:
      Wir haben interne Kunden, sind also Dienstleister mit Terminvorgaben wann was fertig sein muss. Ich reiße mir den Arsch auf damit die Kollegen im Außendienst messen fahren können während die anderen 3 Kollegen im anderen Bereich zwar was tun aber nicht das was sie sollen.... d.h. es heißt immer "Die prüfmittelstelle ist scheiße..schafft ihre Arbeit nicht" Inzwischen erkennen einige meine Bemühungen und sagen diese auch öffentlich raus..aber belastend ist es schon..ich mache kaum noch vernünftig Mittagspause..rege mich ständig auf..
      Der größte Problemkollege der eigentlich dabei war abgesägt zu werden..hat jetzt einen Schwerbehindertenschein vorgelegt.. dööt... das macht mich so wütend..wie er das geschafft hat weiß ich nicht. . aber wegen dem haben wir halt den ganzen Stress..

      Ansonsten..ja..wenn ich recht überlege..ich will nach außen hin immer Perfekt sein..vielleicht..die Anerkennung bekommen die mir früher vergönnt war?!
      Das soll jetzt bitte nicht eingebildet rüberkommen. Aber ich bin immer darum bemüht es anderen Recht zu machen.

      Nur wie baut man dieses Selbstbewusstsein dauerhaft auf? ich hab mir schon mal was darüber durchgelesen und hatte es auch verinnerlicht..zumindest für einen Moment.dann ein schiefer Blick und alles war dahin... oft mals denke ich man redet über mich.. obwohl es eigentlich nicht so ist.
      ich fühle mich unwohl am Bahnhof...weil man beobachtet wird aber andererseits denke ich mir:,, ich gucke doch auch, aber denke oft nicht mal was dabei..:!"
      Ich lasse mich auch schnell beeinflussen..vor allem wenn es um Äußerlichkeiten geht. ich gehe auch nie allein shoppen da es mich am Ende nur ärgert was ich wieder "für einen Mist" gekauft habe..

      Ich bin eigentlich kein Mensch der gerne alleine ist..also..schon..aber.. in einer Beziehung ist es so..das ICH diejenige bin die 24h/7T mit dem Partner zusammen hocken kann. .. mein Freund ist eher der der gerne mehr Rückzug hätte... wir haben eine 3 Zimmer Wohnung. Ich habe auch schon überlegt den Raum für mich umzubauen... aber eigentlich halte ich mich gerne im Wohnzimmer auf :(
      Letztes Jahr ist halt auch was vorgefallen weswegen ich teilweise etwas klammer und Probleme habe ihn alleine zu lassen.. Ich habe so viel mit mir zu Arbeiten das ich nicht weiß wie ich das bewältigen soll...
    • Eine Gesprächstherapie wäre gut. Da könnten auch Prioritäten gesetzt werden, welcher Punkt am wichtigsten ist und zu erst in Angriff genommen werden sollte.
      Selbstbewusstsein aufbauen dauert lange und ist mit vielen Rückschritten verbunden. Die Verletzungen haben einfach zu lange und zu tiefen Wunden verursacht.

      ..vor allem wenn es um Äußerlichkeiten geht. ich gehe auch nie allein shoppen da es mich am Ende nur ärgert was ich wieder "für einen Mist" gekauft habe..



      Wie wäre es mit einer Typberatung? Es würde Dir gezeigt, welche Kleidung in welcher Farbe vorteilhaft ist. Welcher Haarschnitt Dir besonders gut steht. In der Öffentlichkeit zu stehen und zu wissen "ich seh gut aus", gibt auch schon ein wenig Selbstbewusstsein.

      LG Finchen
    • an so eine Typberatung habe ich erst gestern gedacht... zumal ich gerne eine andere Frisur hätte aber alles was ich mir aussuche geben meine Haare nicht her=(
      Aber wo kann man sowas arrangieren und was kostet sowas?
      Es würde mir auf jeden Fall helfen wenn mir jemand einmal zeigt was vorteilhaft ist und mir vielleicht "Probeoutfit" erstellt an dem ich mich orientieren kann...
      Ich würde gerne aktuelle Mode tragen...aber habe Probleme damit einzuschätzen was gut aussieht ,was nicht und vor allem welche accessiores man dazu trägt..
      früher habe ich immer nur gebrauchte Dinge bekommen oder halt günstige oder Dinge die meine Mutter ausgesucht hat.. ich konnte irgendwie kaum einen eigenen Geschmack entwickeln als ich so zwischen 10 und 13 war. durfte auch nicht alleine weg...
      wobei ich mir bei vielen Gedanken nicht sicher bin ob es wirklich so ist. Z.b. war ich früher im Schwimmverein und beim Handball.. ich habe beides als "gut" in Erinnerung.. meine Mutter ist da anderer Meinung..Papa hat sich immer eher raus gehalten..er war eher fürs trösten und da sein zuständig..

      Ach so.. wegen einem Dirndl...ja sowas habe ich und ich hab auch so nen Polkadot kleid aber das würde ich niemals ohne Anlass anziehen obwohl ich mich wohl drin fühle. Ich verkleide mich gerne.. habe die letzten Jahre auch immer Halloweenpartys organisiert und auch dieses Jahr würde ich gerne wieder eine machen...
    • Annaka schrieb:

      an so eine Typberatung habe ich erst gestern gedacht... zumal ich gerne eine andere Frisur hätte aber alles was ich mir aussuche geben meine Haare nicht her=(
      Aber wo kann man sowas arrangieren und was kostet sowas?...

      In einem guten Friseursalon (nicht diese Billigketten, muss aber auch nicht so ein Promiladen sein - gediegene Friseurmeister/innen machen auch gute Arbeit) kann man sich ausführlich beraten lassen. Ein/e erfahrene/r Friseur/in kann einen (haar)typgerechten Schnitt herausfinden und auch die passende Haarfarbe. Manchmal muss man sich von seiner Traumvorstellung trennen und etwas Neues wagen, aber Haare wachsen wieder, und man kann wieder etwas Anderes ausprobieren. Zur Not mal mit Perücke antesten. So 100 Flocken inclusive Färben sollte man schon investieren, aber dann hat man eine Basis.

      Ich würde auch empfehlen, einen Make-Up-Kurs zu besuchen. Bei der Volkshochschule in größeren Städten gibt es Ein-Tages-Veranstaltungen zu günstigen Preisen. Übrigens hatte Aldi letzte Woche schöne Makeup-Utensilien, vielleicht gibt es noch Restbestände. Zum Üben und Probieren zu Hause gut genug.
      Man kann ja ganz dezent anfangen. Schon sauber gezupfte Augenbrauen wirken wesentlich chicer.
      Auf Youtube gibt es mittlerweile sehr hilfreiche Schmink-Tutorials, da hab ich mir auch einiges abgeguckt.

      Annaka schrieb:

      Es würde mir auf jeden Fall helfen wenn mir jemand einmal zeigt was vorteilhaft ist und mir vielleicht "Probeoutfit" erstellt an dem ich mich orientieren kann...
      Ich würde gerne aktuelle Mode tragen...aber habe Probleme damit einzuschätzen was gut aussieht ,was nicht und vor allem welche accessiores man dazu trägt..

      Jo. Kenn ich. Ich tendiere auch dazu, mich in unauffälligen Männerklamotten zu verstecken, aber ich muss auch Businessmäßig unterwegs sein, da tue ich mich schon schwer.

      Vorteilhaft ist alles, was deine schönen Seiten (schmale Taille, schönes Dekolletee, was noch?) betont und von den ungeliebten Stellen etwas ablenkt.

      Welche Farben magst du? Welche davon stehen dir besonders gut? Da hilft nur Ausprobieren.
      Welcher Stil gefällt dir? Welchen Eindruck willst du erwecken, welches Bild von dir zeichnen? In welchen Kreisen musst du dich bewegen? Willst du lieber der Kumpel unter Kollegen sein oder strebst du eine Führungsposition an? In welchen Materialien fühlst du dich wohl?

      Und dann muss man nur noch konsequent diese Linie verfolgen, sonst passiert das, was vielen Gartenbesitzern passiert: der Gartenzwerg neben der Terracotta-Amphore im Japangarten.... Leider lasse ich mich auch oft zu etwas verführen, was nicht in die Linie passt, und das hängt dann ungenutzt im Kleiderschrank.

      Auf der Seite von navabi gibt es komplette Outfits anzuschauen. Man muss da ja nichts kaufen, aber zur Inspiration vielleicht ganz hilfreich (und wenn es nur ein "Igitt, im Leben nicht!" ist.)
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Mir fiel vorhin erst wieder eine Szene mit meiner Mutter ein...
      vor Jahren habe ich schon mal versucht meine Ernährung um zu stellen..ich war bei meiner Mutter und meinte "...meine Hose sitzt auch schon etwas lockerer!" Und sie nur:,, Die ist bestimmt nur ausgeleiert!"
      Ich bin irgendwie richtig fassungslos wie taktlos meine Mutter war und frage mich was damals in ihr vor ging.
      Seit ich zu Hause ausgezogen bin ist unser Verhältnis eigentlich seht gut.
      Vorher haben wir uns fast täglich inne Haare gehabt.


      In Sachen Frisur und Klamotten lasse ich mich gerne beraten und mir zeigen was gut aussieht. Aber bisher wusste ich nie wie. Ich war nun schon in 3 Verschiedenen Saloons aber.. so wirkliche beratung gab es in keinem.
      Also..keine Aussagekräftige... ich würde mich gern hinsetzen und sagen:,,mach mal... !" um dann einen "wow" Effekt zu haben.. :cool2:

      Ich hab auch schon mal beim shoppen die Klamotten die eine Schaufensterpuppe anhatte rausgesucht und angezogen weil mir das gefiel aber..als ich es anhatte..es passte nicht zu mir. Bei mir kommt noch dazu das ich mich ohne Ausschnitt nicht wohl fühle. Soll jetzt nicht doof rüberkommen, aber ich habe mir in den Kopf gesetzt das ich von meinem Po und den Beinen ablenke wenn ich obenrum etwas freier bin. Wobei ich normale Tshirts nicht sonderlich hübsch an mir finde. . .
      gibt schon einige Dinge die mir gefallen würden aber sobald ich zugeknöpft wirke, fühle ich mich nicht mehr wohl..
      Aber die Seite kenne ich nicht, danke für den Tipp.Bei Bonprix gibt es ja auch sowas aber..irgendwie passte das alles nicht so zu mir las ich es bestellt habe..

      Ansonsten würde ich mich schon als gepflegt bezeichnen. Dezentes Make up, Augenbraue sind gepflückt. . .Nägel sehen meistens auch okay aus sofern sie mir nicht wieder kaputt gehen.. nur mit meinen Klamotten fühle ich mich immer auffällig und auswärts. Hab das Gefühl als würde in der Öffentlichkeit ein Spotlicht auf mich fallen. Also, wisst ihr wie ich meine? Ich würde z.b auch gerne mal die Pinke Hose anziehen die ich mir mal gekauft habe..aber..traue mich nicht weil ich Angst habe total aufzufallen damit..
    • Annaka schrieb:



      Ich war nun schon in 3 Verschiedenen Saloons aber.. so wirkliche beratung gab es in keinem.
      Also..keine Aussagekräftige... ich würde mich gern hinsetzen und sagen:,,mach mal... !" um dann einen "wow" Effekt zu haben.. :cool2:



      Das kenn ich nur zu gut. In meinem langen Leben ist es einmal passiert, dass eine Frisörin meinte, das und das steht mir und ich dann wirklich mit einem Traumhaarschnitt raus gekommen bin. Anderseits hatte ich mal eine Frisörin, die hat zwar einen Weltmeistertitel gewonnen in den USA, aber wenn ich der freie Hand lies, war es immer eine Katastrophe, weil es einfach nicht zu mir gepasst hat.
      Die guten sind wahrscheinlich die seltenen Edelstein, die schwer zu finden sind.

      Im Internet findest Du Tests, welcher Jahreszeitentyp Du bist. Damit kannst Du schon einmal die Farben eingrenzen, die für Deine Haut- und Haarfarbe vorteilhaft sind. Und dann gibt es noch so Figurentyptests. Bei navabi kannst Du nach Figurtyp shoppen und es ist gut erklärt, was bei welcher Figur schmeichelt und was man nicht tragen sollte. Und wenn Du nicht so sehr auffallen willst, kannst Du anstelle eines Kleidungsstück in Deiner Farbe, erst mal einen Schal oder Modeschmuck in der Farbe um den Hals tragen.

      Vielleicht findest Du auch einen Stil- Typberater in Deiner Nähe in den gelben Seiten. Er/ sie soll Dir dann Reverenzen liefern. Ich bin immer wieder erstaunt, was z.B. Guido Maria Kretschmer zaubert.

      Wenn Du hier im Forum durchliest, wirst Du feststellen, dass auch noch andere hier solche "Goldstücke" als Mutter haben. Mich persönlich machen solche Geschichten immer wieder fassungslos. Der einzige Vorteil einer solchen Mutter ist, dass man selber solch ein Verhalten beim eigenen Kind nicht an den Tag legt, weil man erfahren hat, wie verletzend das ist.

      LG Finchen
    • Vorweg:
      ich würde mein eigenes Kind niemals so behandeln.
      Ich weiß nicht ob meiner Mutter damals bewusst war, welche Folgen ihr verhalten später mal auslösen könnte..wobei ich denke das nicht nur sie allein die "Schuld" daran trägt. Mein ganzes Umfeld war so....
      nur von der eigenen Mama sowas zu hören war immer besonders verletztend.

      Ich war eben mal auf Bon Prix und hab einiges quasi im Set bestellt was mir gefiel. Mal sehen. Aber am besten wäre es wenn ein Guido Maria vor meiner Tür steht und sagt "Mädel..komm mit..ich zeig dir die Welt der Mode und was zu dir passt" ich hab da eh ein etwas anderen Blickwinkel wenn ich was anziehe._.
      Aber eins weiß ich: Ein funken Unsicherheit und ich weiß genau das ich DAS teil nicht kaufen sollte..bisher hat es sich immer bewährt.
    • Annaka: Wenn du aber von deinen Problemzonen Po und Oberschenkel ablenken möchtest, solltest du keine pinke Hose tragen, meine ich. Damit würdest du die Partie eher betonen, es sei denn, das Oberteil wäre farblich noch auffälliger (auffälliger als Pink geht fast gar nicht, oder?).

      Gib mal bei Google "Typberatung" oder "Stilberatung" ein. Da gibt es dann verschiedene Seiten, z. B. Auch von Frauenzeitschriften, wo man sich gute Tipps holen kann.

      Andererseits, mach dich nicht verrückt. Aus deinen Angaben geht hervor, dass du gerade mal 7 kg über deinem Idealgewicht und noch im Bereich Normalgewicht liegst. Da bist du schon mal besser aufgestellt als wahrscheinlich die meisten hier. Darauf kannst du ja nun wirklich stolz sein.

      Ebenso kannst du stolz sein darauf, dass du unabhängig bist und selbständig für dich sorgst (Beruf, Wohnung). Und du hast gute Freunde, die dich mögen. Das sind ja schon mal einige Sachen, auf die man mit gesundem Selbstbewusstsein schauen kann. Grundsätzlich solltest du dir viel öfter vor Augen halten, was du alles erreicht und bis jetzt geschafft hast und was du täglich leistest. Wenn einer blöd guckt: Soll er doch erstmal nachmachen! Mach dich also nicht selber klein.

      Was deine Mama anbelangt - man möchte immer gern, dass die Eltern auf einen stolz sind, und deshalb tut jegliche Kritik natürlich weh. Das geht aber allen so... Durch die Entfernung hast du aber jetzt die große Chance, dich abzugrenzen und dein eigenes Ding zu machen. Lass die Vergangenheit mal einen Moment ruhen, man muss auch nicht immer alles zerpflücken. Die Hauptsache ist doch, dass deine Mama jetzt und in Zukunft nicht mehr an dir herummäkeln soll. Je mehr Selbstbewusstsein du entwickelst, desto weniger werden solche Übergriffe vorkommen. Sei mal ganz gelassen, sie hat auch nicht alles richtig gemacht in ihrem Leben, und vielleicht gibt es auch das ein oder andere, was dir an ihr nicht gefällt, oder?

      Ich wünsch dir alles Gute!
    • P.S. Ich hab noch vergessen zu sagen, dass du natürlich nicht die Vergangenheit für immer unter den Tisch kehren sollst. Wenn du dich stark genug fühlst, kannst du später immer noch mal auf Grundlagenforschung gehen. Für den Moment finde ich halt anderes wichtig. Glg!
    • Dankeschön, für die aussagekräftigen Zeilen.
      An Alle, ihr habt mir wirklich eine andere Sicht auf die Dinge gegeben.

      Also wegen der Hose war auch eher nur die Farbe gemeint. Hätte es verallgemeinern sollen. Ich trage allgemein eher unauffällige Farben wie grau,Schwarz,..ein hoch der Gefühle ist Lila oder Türkis..ansonsten habe ich nur dunkle Sachen im Schrank weil ich mich einfach zu auffällig fühle, obwohl ich gerne mal was Sommerliches Tragen würde.
      Weiße Hosen finde ich auch schlimm.. habe 2 weiße Caprihosen..anfangs fühle ich mich wohl drin aber kaum bin ich unterwegs und sehe einen Spiegel..denke ich:,,oh Gott..warum hast du die denn nur angezogen?"

      Das meine Eltern stolz auf mich sind weiß ich.
      Sie würden mich auch IMMER unterstützen. Sei es geistig oder auch finanziell. Mich haben sie noch nie im Regen stehen lassen.
      Also.. natürlich haben meine Eltern , auch meine Mama^^ , beide gute Seiten. Jetzt wo ich weiter weg wohne, fehlen sie mir auch extrem.
      Vorher bin ich einmal die Woche auf nen Kaffee rumgefahren.. heute sehe ich sie nur alle 2-4 Wochen.
      Nur aufgrund meiner Probleme mit dem Essen, kamen nun die Erinnerungen von damals hoch.
      Ich würde ansich auch gerne noch eine andere Sache ansprechen.Aber diese ist sehr Privat und ich weiß noch nicht genau wie ich sie formulieren soll..

      Aber ich fühle mich jetzt grade schon viel wohler als die letzten Tage. Dank euch.
    • Für die Eltern bleiben wir immer die "Kleinen", die mehr oder weniger rigide erzogen und auf den rechten Weg gebracht werden müssen, egal wie alt wir sind. Mein Mann ist 60, und seine Mutter meint immer noch, sie muss ihn betüddeln. "Bu, zieh jo dei Wescht aa!" Bei 35 Grad im Schatten.
      Aus einer gewissen räumlichen Distanz, wenn man sich nicht tagtäglich aneinander reiben muss, vor allem wenn die Wertmaßstäbe sehr unterschiedlich sind, relativiert sich dann alles etwas.

      Um den Oberkörper zu betonen, muss es nicht immer ein Ausschnitt sein. Da kann man mit bunten Tüchern, Schleifen, Broschen, Rüschenkragen, Mustern, Schnitten, Halsketten usw. auch viel Aufmerksamkeit hin ziehen. Aber vielleicht ist die Optik ja gar nicht der Grund, sondern du magst einfach nichts Einengendes um den Hals, und hast mit weitem Ausschnitt mehr "Luft zum Atmen". Würde auch zum Thema "Raum für mich" passen.

      Sommerlich bedeutet nicht zwangsläufig grelle Farben und hauteng. Fließende Viskose in Pastelltönen passt wunderbar zu weiblichen Formen. Oder locker fallende schlichte Leinenklamotten. Wenn dir Erdfarben stehen, kannst du auch mal ein Shirt in Afrika-Optik oder mit zurückhaltendem Animalprint probieren. Immer mal ein klitzkleines Bisschen probieren, und sich langsam steigern.

      Weiße Hosen finde ich zwar von der Optik her je nach Schnitt nicht sooo schlimm, aber die schmuddeln meiner Meinung nach einfach zu schnell ein, und das sieht dann zu ungepflegt aus. Reines Weiß steht auch nur wenigen Menschen (in Europa).
      Caprihosen kannst du optisch "entschärfen" mit schenkel- bis knielangen Tuniken/Longblusen in dezenten oder auch gewagten Farben (schau mal auf die Seiten von egyptbazar oder oriental-style, da kaufe ich ganz gern arabisch angehauchte Ethno-Mode ein) und hohen Absätzen. Lackierte Zehennägel oder Fußkettchen lenken übrigens auch den Blick vom Po weg. Zur Not kannst du die Hosen auch selber umfärben, vielleicht jeansblau, dann fällt es nicht so auf, wenn es etwas scheckig wird.

      Zu Spontankäufen: Mach dir bewusst, dass mit der Auslage in Modegeschäften genauso manipuliert wird wie bei allen anderen Geschäften auch. Natürlich sieht ein Set an einer Puppe mit Kindermaßen womöglich toll aus, aber am lebenden, sich bewegenden menschlichen Wesen wirkt das schon wieder ganz anders. Leider kann man auch nicht immer auf den Anblick in den Umkleiden vertrauen: ich habe auch schon festgestellt, dass manchmal Verzerrspiegel benutzt werden, die einen dünner machen! Und aus der Nähe mit dem Blickwinkel von oben wirkt man anders als von weitem. Da hilft nur vorheriges Ausprobieren und kritisches Hinterfragen, und dann die Sachen zurücklegen lassen und noch eine Nacht drüber schlafen (und mal checken, ob die Klamotten überhaupt zum vorhandenen Zeug passen)

      Als erstes solltest du dir klar sein, in welche Richtung dein Stil gehen soll. Und dann konsequent dabei bleiben.

      Wie in anderen Threads schon öfters bemerkt wurde: Die Chancen, die man aus in aller Regel unbegründeten Ängsten verpasst, kommen nie wieder. Lebe dein Leben jetzt. Was ist denn so schlimm daran, wenn du modisch etwas auffälliger bist als in Sack und Asche? Du musst ja nicht ins andere Extrem fallen und neongrünes Ganzkörperlatex a la Lady Gaga anziehen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • An die Schilddrüse dachte ich schon mal wegen der Heißhungerattacken. Aber vor 2 Jahren wurde mir Blut abgenommen und die Ärztin meinte meine Schilddrüse sei in Ordnung.
      Und das mit dem Hals frei haben wollen, habe ich schon seit meiner Jugend eigentlich. Ich mag es auch nicht da angefasst zu werden. Weiß nicht warum.

      Pastelltöne finde ich auch hübsch. Nur seit 2 Jahren sagt mir die Sommermode kaum noch zu in den Läden. man kommt rein und wird überladen mit farblichen und musterlichen Eindrücken..der Wahnsinn. ich trau mich auch vieles nicht anzuziehen. Habe im Schrank ein süßes Kleid hängen- wie ich finde.
      Schwarz mit ich glaube rot-grünen Blümchen. Ganz kleine. Aber ich habe es noch nie angehabt weil ich das Gefühl habe es passt nicht bzw ist zu Auffällig. Eigentlich Blödsinn._.

      Das mit den Spiegeln fällt mir immer wieder auf! Erst letztens ein Shirt gekauft...sah super aus..dann stand ich zu Hause vor dem Spiegel und habe festgestellt das es mich total breit macht an den Schultern. Mit Hosen ist es genauso.

      Fußkettchen ist auch ne hübsche Idee. Habe ich noch gar nicht dran gedacht.

      Ich bin heute den ganzen Abend alleine.. bisher habe ich weder Jieb noch sonst was aber die Angst,das ich doch wieder was futter ist echt groß._.
    • Rosenrot schrieb:


      Andererseits, mach dich nicht verrückt. Aus deinen Angaben geht hervor, dass du gerade mal 7 kg über deinem Idealgewicht und noch im Bereich Normalgewicht liegst. Da bist du schon mal besser aufgestellt als wahrscheinlich die meisten hier. Darauf kannst du ja nun wirklich stolz sein.
      !


      Hallo Rosenrot,

      ich weiß, du möchtest nur helfen, aber ich fühle mich irritiert.
      Ich dachte, diese Unterscheidung "Idealgewicht" , "Normalgewicht" ist schon lange passé.
      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rpergewicht , dort "Broca- Index " lesen.
      Und weshalb soll Anaka darauf stolz sein, dass sie - eventuell - weniger wiegt als die meisten hier?

      Mit freundlichen Grüßen Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:


      Und weshalb soll Anaka darauf stolz sein, dass sie - eventuell - weniger wiegt als die meisten hier?


      Würdest du der Aussage zustimmen, fall sie Rosenrot so formuliert hätte?

      Andererseits, mach dich nicht verrückt. Aus deinen Angaben geht hervor, dass du gerade mal 7 kg über deinem Idealgewicht und noch im Bereich Normalgewicht liegst. Da bist du schon mal besser aufgestellt als wahrscheinlich die meisten hier. Du kannst dich ja nun wirklich freuen, dass es dir in dieser Hinsicht gut geht und du dir keine Gedanken machen musst und nicht erst, wie vielleicht andere, in Hinblick auf diese Thematik an deiner Selbstakzeptanz arbeiten musst.
      So hatte zumindest ich Rosenrot verstanden. :)