Magenbypass

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    • Pika schrieb:


      Klar jetzt ess ich noch weniger als vorher, aber ich habe keinen Hunger mehr.
      Ob ich meinen Stoffwechsel noch weiter runtergefahren habe kann ich nicht sagen, aber ich denke auf Grund des vielen Sports eher nicht.


      Den Stoffwechsel kann man mit Sport event. ankurbeln, aber du erhöhst dadurch deinen Grundumsatz. Du verbrauchst mehr Energie und führst weniger Nahrung zu. Also fährst du deinen Grundumsatz sehr weit runter.

      Manche machen auch keinen Sport, aber sie führen natürlich weniger Nahrung zu.
      Und genau das sind doch die Merkmale der meisten Diäten.

      Deshalb ist mein Fazit:
      Eine MagenOP zur Gewichtsreduzierung ist eine Diät! (Wenn auch eine sehr drastische)

      Schönen Tag
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • Pika schrieb:

      Bei MIR war es so das mein Stoffwechsel total kaputt diätet war. In der Zeit als ich mit meinem Ex zusammen war haben sich Phasen des Frustessens mit absoluter Hungersnot abgewechselt.
      Zum Glück konnte ich das Frustessen zusammen mit meinem Ex ablegen.

      Da ich mich kaum noch bewegen konnte musste ich extrem wenig essen (ca 1200 kcal) nur damit ich nicht noch mehr zunahm. Eigentlich hatte ich ständig Hunger.

      Auf Grund von extremen Reflux habe ich mich vor der OP ca 15 Mal am Tag übergeben. Meine Stimmbänder waren von der Magensäure so verätzt das ich über mehrere Monate praktisch nicht mehr sprechen konnte.
      Irgendwann hat dann auch mein Herz nicht mehr richtig mitgemacht, ich lagerte schon Wasser in der Lunge ein.

      So wenig essen das ich damit noch eine Gewichtsabnahme erreicht hätte wäre MIR ohne Op nicht möglich gewesen.

      Klar jetzt ess ich noch weniger als vorher, aber ich habe keinen Hunger mehr.
      Ob ich meinen Stoffwechsel noch weiter runtergefahren habe kann ich nicht sagen, aber ich denke auf Grund des vielen Sports eher nicht.

      Das haben mir die Ärzte vorher schon gesagt die einzige Möglichkeit den Stoffwechsel wieder zu aktivieren ist Sport .

      Da ich die Bewegung lange Zeit sehr vermisst habe ist es überhaupt kein Zwang für mich und ich mach auch nur Sachen die mir wirklich Spaß machen.

      Ich denke das bei mir die OP wirklich die Ultimo Ratio war.


      Danke für Deine Erklärung Pika.
      Es ging Dir offensichtlich wirklich schlecht, das tut mir ehrlich leid. Wenn es Dir jetzt besser geht, so freut mich das.

      Trotzdem verstehe ich nicht, wieso Du nach der OP abnehmen konntest - beziehungsweise, was Du geändert hast?
      Wieso sollte der Körper dann weniger Energie brauchen als vorher und wieso konntest Du, was Du vorher nicht konntest, nach der OP?

      Die Situation/ die Probleme, die Du oben schilderst, wurden doch durch die OP nicht behoben?

      Ich verstehe es nicht:-o
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Itsme Das Problem mit dem Reflux war ich am Tag der Op los. Darum habe ich einen Bypass und keinen Schlauchmagen bekommen. Dadurch konnte ich mich schon mal wesentlich besser bewegen und da man gleich nach der Op für einige Zeit fast gar nichts isst geht auch das Gewicht sehr schnell nach unten was anscheinend mein Herz sehr schnell entlastet hat.

      Ich habe meine Ärztin das gleiche gefragt. Sie sagte mir das hängt mit diversen Hormonen zusammen die der Körper ausschüttet wenn man Hunger hat. Nach der Op hat man keinen Hunger mehr, das heißt das Gehirn bekommt das Signal "Hungersnot" nicht und darum nimmt man ab.


      @VielFrau
      Ganz richtig ist das jetzt aber nicht.

      Der Sport erhöht meinen Leistungsumsatz mit dem Grundumsatz hat das erst mal nichts zu tun.

      Durch den Sport baue ich mit der Zeit Muskeln auf und die wiederum erhöhen dann mit der Zeit meinen Grundumsatz. So hat mir das zumindest die Sportmedizinerin meines Vertrauens erklärt bei der ich in Behandlung bin.

      Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen sondern ist ein langwieriger Prozess.
    • Pika schrieb:

      @Itsme Das Problem mit dem Reflux war ich am Tag der Op los. Darum habe ich einen Bypass und keinen Schlauchmagen bekommen. Dadurch konnte ich mich schon mal wesentlich besser bewegen und da man gleich nach der Op für einige Zeit fast gar nichts isst geht auch das Gewicht sehr schnell nach unten was anscheinend mein Herz sehr schnell entlastet hat.

      Ich habe meine Ärztin das gleiche gefragt. Sie sagte mir das hängt mit diversen Hormonen zusammen die der Körper ausschüttet wenn man Hunger hat. Nach der Op hat man keinen Hunger mehr, das heißt das Gehirn bekommt das Signal "Hungersnot" nicht und darum nimmt man ab.


      @VielFrau
      Ganz richtig ist das jetzt aber nicht.

      Der Sport erhöht meinen Leistungsumsatz mit dem Grundumsatz hat das erst mal nichts zu tun.

      Durch den Sport baue ich mit der Zeit Muskeln auf und die wiederum erhöhen dann mit der Zeit meinen Grundumsatz. So hat mir das zumindest die Sportmedizinerin meines Vertrauens erklärt bei der ich in Behandlung bin.

      Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen sondern ist ein langwieriger Prozess.


      Also dann wollen wir genauer werden.
      Durch Sport verbrauchst du mehr Energie und dadurch erhöhst du an diesem Tag auch deinen Umsatz. Auf Dauer erhöht sich dann auch der Grundumsatz.
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • Pika schrieb:



      @VielFrau
      Ganz richtig ist das jetzt aber nicht.

      Der Sport erhöht meinen Leistungsumsatz mit dem Grundumsatz hat das erst mal nichts zu tun.

      Durch den Sport baue ich mit der Zeit Muskeln auf und die wiederum erhöhen dann mit der Zeit meinen Grundumsatz. So hat mir das zumindest die Sportmedizinerin meines Vertrauens erklärt bei der ich in Behandlung bin.

      Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen sondern ist ein langwieriger Prozess.


      Also dann wollen wir genauer werden.
      Durch Sport verbrauchst du mehr Energie und dadurch erhöhst du an diesem Tag auch deinen Umsatz. Auf Dauer erhöht sich dann auch der Grundumsatz (durch den Muskelaufbau).
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • viel-frau schrieb:

      Mehr Verbrauch, weniger Zufuhr....

      Es muss doch einen Grund geben, warum Operierte nach Jahren wieder zunehmen, oder nicht weiter abnehmen, obwohl sie versichern, dass sie ihre Lebensgewohnheiten deutlich umgestellt haben.

      Warum wird dieses Thema bei vielen Operierten beiläufig damit abgetan, dass der Hilfesuchende nur nicht bereit ist eine lebenslange Umstellung in Kauf zu nehmen … und warum unterstellt man Menschen, die im selben Boot sitzen, so etwas, dass geht mir einfach nicht in den Kopf.
    • Pika schrieb:

      @Bircan Ich kann nur von realen Leuten sprechen die ich in meiner Selbsthilfegruppe kennen gelernt habe und da wissen die wieder Zunehmer ganz genau warum. ALLE!!!

      Erst einmal muss ich loswerden, dass ich es gut finde, dass du dich überhaupt immer wieder den Fragen stellst.

      Du kennst beide Seite – die Operierten und die nichtoperierten dicken Menschen die gesundheitliche Probleme haben.

      Zur Info - ich kenne nur eine junge Frau die sich operieren ließ und sie sitzt jetzt, seit über einem Jahr, auf weit über hundert Kilo „fest". Sie hat mir glaubhaft versichert, dass sie zweimal die Woche im Fitnessstudio Sport treibt, sie arbeitet Vollzeit und isst mengenmäßig immer noch wenig und fettarm.
      Die Bekannte hatte mir erzählt, dass weder die Ärzte noch ihre Adipositasgruppe ihr glauben, dass sie nicht permanent sündigt bzw. sich zu wenig bewegt … sie ist todunglücklich und gefrustet, weil ihr niemand glaubt und weil sie Angst hat, dass sie wieder zunimmt. Außerdem leidet sie unter starken Bauchschmerzen, wenn sie gegessen hat.
      Ansonsten „kenne“ ich nur Operierte aus dem YouTube Kanal.

      Nach der Operation nehmen die Menschen nur winzige Mengen an Nahrung zu sich und sie nehmen auch sehr schnell ab und fühlen sich wohler. Später kommt eine Zeit in der die Gewichtsabnahme nicht mehr so schnell geht und die Operierten sprechen dann davon, dass sie nun Sport machen müssen. Die Gewichtsabnahme läuft wieder weiter … nach einiger Zeit hört man dann das erste Mal das Wort „gesündigt“ und kleine Gewichtszunahme.
      Ich bin dann gespannt, was diese Person unter „gesündigt“ versteht und wenn die Portionen aufgezählt werden, dann habe ich das Gefühl, dass mit all der Bewegung und dem (immer noch) sehr wenigen Essen, trotz dem „Sündigen“, der Mensch weiter abnehmen müsste und nicht zunehmen.

      Ich habe den Eindruck, dass nicht bei allen Operierten eine lebenslange Umstellung zum gewünschten Erfolg führt, es wäre doch schon viel bewegt, wenn "ihr" für diese Möglichkeit offen seid.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bircan ()

    • Bircan schrieb:

      Warum wird dieses Thema bei vielen Operierten beiläufig damit abgetan, dass der Hilfesuchende nur nicht bereit ist eine lebenslange Umstellung in Kauf zu nehmen … und warum unterstellt man Menschen, die im selben Boot sitzen, so etwas, dass geht mir einfach nicht in den Kopf.


      Mit beiläufigen Unterstellungen tut man sicher niemand einen Gefallen.

      Es ist durch Langzeitstudien (das sind die, die es angeblich nicht gibt ;)) belegt, dass es nach der großen Gewichtsabnahme nach einer bariatrischen OP wieder zu einer Gewichtszunahme kommen kann (Betonung liegt auf kann). Der Bereich schwankt zwischen rund 5% bis 40% des zuvor verlorenen Gewichts. Von Chirurgen, die sich auch mit wissenschaftlichen Publikationen befassen, wird die erzielbare Gewichtsabnahme auch dem entsprechend korrigiert.

      Ganz sicher kann man nicht allen beiläufig unterstellen, dass sie ihre Ernährungsgewohnheiten nicht geändert haben. Bei einigen, die ich kenne, ist das aber der Fall. Suchtverhalten und Essstörungen sind inoperabel.

      Es ist auch bekannt, dass man nach einer bariatrischen OP, je nach Methode, rund 40-80% des (Über)Gewichts verlieren kann. Wie bei allen statistischen Daten gibt es aber auch hier Ausreißer in beide Richtungen. Mir sind sehr wenige Menschen bekannt, die trotz einer OP sehr wenig abgenommen haben und deutlich unter den 40% liegen. Ich kenne aber ziemlich viele, die mehr als die prognostizierten 80% abgenommen haben. Zu denen zähle ich auch und obwohl ich bald vier Jahre post OP bin, habe ich keine Probleme das Gewicht zu halten.

      Obwohl ich einen Magenbypass habe, finde ich den derzeitigen Trend (in Österreich), dass bald jedes Provinzspital diese OP-Methoden anbietet, sehr bedenklich. Egal aus welchem Grund sich jemand dafür entscheidet, sollte meiner bescheidenen Meinung nach nur dort operiert werden (dürfen), wo auch die entsprechende Nachbetreuung gegeben ist. Die ist in vielen Krankenhäusern aber sehr mangelhaft bis gar nicht vorhanden. Die adäquate Nachbetreuung ist meines Erachtens das um und auf und dürfte nicht wie leider so oft beim Operateur enden. Der ist auch die falsche Ansprechperson, wenn es um Vitamin- Mineralstoffsubstitution geht. Von einer psychologischen Betreuung vor der OP, die auch danach angeboten wird, kann man nur träumen und auch von ernährungstechnischer Seite gibt es sehr oft keine weitere Hilfe.

      @Itsme
      Die Malabsorption durch den Bypass sollte man bei der Frage, warum man nach der OP so schnell abnimmt, obwohl wie in Pikas Fall die Essmengen nicht viel anders waren als zuvor, nicht vergessen.

      @Alke
      Ich bin jetzt schlank und sitze immer noch häufig vor dem PC. Adipositas wird für den Rest meines Lebens ein Thema bleiben. Ich werde immer dick bleiben, auch wenn ich jetzt schlank angezogen bin.

      @Sonnenkuss
      Neben meiner Ernährung (drei Mahlzeiten), meinem Stuhlgang (jeden Morgen nach dem Kaffee), den Vitamin- und Mineralstoffen (Calcium und Magnesium zum Frühstückskaffee, neben meinen Medikamenten, eine Kapsel Multivitamin am Abend zu meinem Medikament), bleibt mir noch jede Menge Zeit mich auch anderen Dingen zu widmen, da es mich mental nicht überfordert das täglich zu machen und ich auch nicht so entkräftet bin, dass ich die Kapseln kaum zum Mund führen kann ;). Trotzdem habe ich auch noch Zeit und Lust mich mit dem Thema Adipositas im Internet zu beschäftigen.

      Durch den Bypass bin ich nicht glücklicher geworden. Das war ich auch schon zuvor. Ich habe mich auch jetzt nicht lieber als früher, da ich mich auch schon dick gut leiden konnte. Mir war es völlig egal, dass ich früher nicht der Norm entsprochen habe. Ich war früher Stressesser. Den habe ich jetzt nicht mehr, weil ich nicht mehr arbeite.

      Es passen jetzt zwei Shirts nebeneinander auf den Wäschetrockner. Ich muss keine Betablocker und Blutdrucksenker mehr schlucken. Mein HbA1c hat sich halbiert. Ich keuche nicht mehr bei geringsten Anstrengungen und ich habe das Risiko einen zweiten Infarkt zu erleiden, reduziert. Auch wenn ich jetzt nach der Diktion des von mir sehr geschätzten Dicken Forums anders krank bin, fühlt es sich für mich sehr gesund an. Laut meines Blutbefundes bin ich das auch, da ich weder Mangelzustände habe, noch erhöhte organische Werte.
    • Alke schrieb:

      Und die Aussage, dass man sich durch die Abnahme sportlich betätigen kann und sich deswegen nicht mehr in Foren beteiligen kann ist ebenso Quatsch. Oder wie sonst existieren Foren zum Thema Sport, Laufen, Marathon und was auch immer?


      Ich zitiere mich selbst, Beitrag vom 15.07. um 22:11 geschrieben, also vor deinem Beitrag vom 16.07. um 10:00.

      Ansonsten hat niemand behauptet, dass Operierte weniger online sind. Ich hatte nur geschrieben, dass meine Freunde an Foren, genauer gesagt an Foren zum Thema Dicksein bzw. AC (war die Frage von Itsme), kein Interesse mehr haben.
      Meiner Erfahrung nach besteht das Internet aus mehr als Foren zum Thema Adipositas und Adipositaschirurgie. Und genau an diesen verlieren viele Operierte (siehe mein Zitat) nach erfolgter Abnahme das Interesse. Was wiederum nicht bedeutet, dass sie nicht mehr vor dem PC sitzen und in Foren zu allen möglichen Themen lesen und schreiben.
    • Alke schrieb:

      Ich suche immer noch nach dem Zusammenhang zwischen OP und Zeit für den PC....

      Heißt das nur dicke Menschen verbringen viel Zeit am PC? Halte ich für nen Gerücht!

      Oder hat man nach der OP keine Zeit mehr für den PC weil man ständig Mini-Portionen essen muss oder sich um die zusätzliche Vitaminversorgung kümmern muss?

      Vielleicht kanns mir ja mal wer erklären...


      Nun, du hast es für ein Gerücht gehalten. Ich schätze aber, dass du relativ wenig Wert auf eine wirkliche Erklärung legst, denn die Aussage deines dritten Absatzes ist schon ziemlich dämlich, auch wenn er nur provokant gemeint ist. :baeh:
    • Sorry, aber das mit dem vorm PC sitzen, oder weniger, oder gar nicht...
      artet jetzt echt in Wortklauberei aus.

      Ich kann durchaus verstehen, dass ein relativ immobiler Mensch mehr Zeit vor dem PC verbringt als einer, der nun, da er viel beweglicher ist, der sich recht fit und beweglich fühlt.

      Das kann für alle gelten die sich nicht gut bewegen können, aus welchen Gründen auch immer.

      Außerdem wurde, so ich verstanden habe, hier von einer bestimmten Person gesprochen und nicht von der ganzen Menschheit oder jedem dicken Menschen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Helga Vielen Dank für deinen Beitrag :applaus:

      Ich stehe nach wie vor der AC und dem derzeitigen Trend besonders in Österreich sehr kritisch gegenüber. Aber es ist sicher falsch sie grundsätzlich zu verteufeln.

      Und zum Thema anders krank ...........wenn sich das so anfühlt dann bin ich das gerne. :hopps:

      Lustig finde ich auch das Gerücht das man sich den ganzen Tag mit Ernährung, Stuhlgang und Vitaminen beschäftigt.

      @Bircan deiner Bekannten würde ich dringend empfehlen ein anderes Adipositaszentrum aufzusuchen.
    • Helga schrieb:

      Es ist durch Langzeitstudien (das sind die, die es angeblich nicht gibt ;)) belegt, dass es nach der großen Gewichtsabnahme nach einer bariatrischen OP wieder zu einer Gewichtszunahme kommen kann (Betonung liegt auf kann). Der Bereich schwankt zwischen rund 5% bis 40% des zuvor verlorenen Gewichts. […]


      Aber genau darum ging es mir doch – man „kann“ nach der bariatrischen OP wieder zunehmen und das nicht deshalb, weil man viel mehr isst und keine Bewegung mehr hat, sondern weil es passieren „kann“ … die Gründe für das „kann“ sind wohl vielfältig und noch nicht geklärt.

      Wenn nun eine Person mit 150 kg Körpergewicht (80 kg Übergewicht) sich einer bariatrischen OP unterzieht, wäre das zum Beispiel folgender Gewichtsverlauf:

      Tag der Operation = 150 kg-KG
      Gewichtsabnahme ca. 80% des Übergewichts = 64 kg --> 86 kg-KG
      Mögliche Gewichtszunahme ca. 40 % des verlorenen Übergewichts = 26 kg -->112 kg-KG

      Das Endgewicht wäre in diesem Fall 112 kg-KG und mit diesem Gewicht wird wahrscheinlich die Person selbst und keine andere Person, nach diesem Eingriff, von „Erfolg“ sprechen.
    • Bircan schrieb:

      Aber genau darum ging es mir doch – man „kann“ nach der bariatrischen OP wieder zunehmen und das nicht deshalb, weil man viel mehr isst und keine Bewegung mehr hat, sondern weil es passieren „kann“ … die Gründe für das „kann“ sind wohl vielfältig und noch nicht geklärt.

      Wenn nun eine Person mit 150 kg Körpergewicht (80 kg Übergewicht) sich einer bariatrischen OP unterzieht, wäre das zum Beispiel folgender Gewichtsverlauf:

      Tag der Operation = 150 kg-KG
      Gewichtsabnahme ca. 80% des Übergewichts = 64 kg --> 86 kg-KG
      Mögliche Gewichtszunahme ca. 40 % des verlorenen Übergewichts = 26 kg -->112 kg-KG

      Das Endgewicht wäre in diesem Fall 112 kg-KG und mit diesem Gewicht wird wahrscheinlich die Person selbst und keine andere Person, nach diesem Eingriff, von „Erfolg“ sprechen.


      Wie ich schon schrieb, kann man wieder zunehmen. Ebenso kann man zu den Menschen zählen, die gar nicht so viel abnehmen. Leider wird das aber sehr oft ausgeblendet, weil man nur das hören will, was man möchte (abnehmen und schlank werden).

      Erfolg hat für mich mit Leistung zu tun. Abnehmen, auch nach einer OP, ist kein Leistungssport. Ob jemand mit einer Abnahme von "nur" 40 Kilo zufrieden ist, hängt von jeder einzelnen Person ab. Ich kenne einige, die es sind. Andere sind es nicht, da sie häufig absurde Vorstellungen haben und hatten, was ihr Zielgewicht anbelangt. Bypass und Co. sind aber kein Wunschkonzert.

      Statistiken sind zwar ganz nett, haben aber nur für den untersuchten Patientenpool Gültigkeit und nicht für eine Einzelperson. Wer sich also nicht an "Ich muss XX Kilo erreichen" klammert, wird auch mit deutlich weniger glücklich sein. Schlank zu sein, macht nämlich nicht automatisch glücklich, wenn man es als dicker Mensch auch nicht ist und war.
    • Ich sehe das alles nicht so schwarz-weiß.
      Wenn der Gesundheitszustand aufgrund des Übergewichts so schlecht ist, dass die Lebensqualität erheblich leidet, und wenn alle anderen Maßnahmen (Ernährungsumstellung, Schilddrüsenuntersuchung, Psychotherapie usw) keine Gewichtsreduktion gebracht haben, halte ich eine OP für ein legitimes Mittel, eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation zu versuchen. Ab einer gewissen Beeinträchtigung kann man meiner Meinung nach durchaus guten Gewissens sagen "schlimmer kann es durch eine OP jetzt auch nicht mehr werden." Und sich nach eingehender Bewertung der möglichen Konsequenzen als mündiger Bürger dafür entscheiden.

      Was mir den Grusel über den Rücken treibt, sind OPs "zur Vorbeugung" von möglichen gewichtsbedingten Erkrankungen (die ja auch nicht zwangsläufig auftreten müssen), oder bei mäßigem Übergewicht aus kosmetischen Gründen, oder wenn noch nicht alle anderen Optionen (einschließlich Magenballon) versucht wurden, oder wenn sogar schon Kinder einer Magen-OP unterzogen werden.

      Ich weiß nicht, ob ich für mich diese Option wählen würde, wenn ich unter meinem Gewicht gesundheitlich stark zu leiden hätte und noch so gesunde Ernährung pipapo nichts bewirken würde. Wahrscheinlich nicht. Jetzt, wo ich topfit und kerngesund bin, weise ich für mich diesbezügliche Vorschläge jednfalls vehement zurück.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Helga schrieb:

      Es ist durch Langzeitstudien (das sind die, die es angeblich nicht gibt ;)) belegt, dass es nach der großen Gewichtsabnahme nach einer bariatrischen OP wieder zu einer Gewichtszunahme kommen kann.

      Hallo Helga,

      kannst du mir vielleicht Quellen zu diesen Langzeitstudien nennen? Ich kenne nämlich tatsächlich keine...
    • Helga schrieb:

      […] Ich kenne aber ziemlich viele, die mehr als die prognostizierten 80% abgenommen haben. Zu denen zähle ich auch und obwohl ich bald vier Jahre post OP bin, habe ich keine Probleme das Gewicht zu halten.

      Ihr seid die glücklichen "Gewinner" … meine Gedanken sind auch bei den "Verlierern" und bei deren Angehörigen – davon gibt es leider auch welche.

      Ich möchte mich noch einmal wiederholen, es sollte eine Altersbeschränkung für die bariatrische Chirurgie geben. Junge Menschen sind viel zu leicht zu begeistern und die lebenslangen Folgen, wenn etwas bei der/nach der OP schief geht, die können sie noch nicht begreifen.

      Sollte es irgendwann so sein, dass die bariatrische OP ohne direkte oder indirekte Probleme durchzuführen ist, dann werde ich auch einen Hoppse-Smiley setzen.
    • Pandora schrieb:

      Hallo Helga,

      kannst du mir vielleicht Quellen zu diesen Langzeitstudien nennen? Ich kenne nämlich tatsächlich keine...


      Zu Hause habe ich jetzt nicht die gestapelte Literatur, aber ich lese häufig hier http://www.medscape.com/. Du kannst unter der Suchkondition Long term weight loss bariatric in der Medline suchen.
      Hier kannst du auch suchen. http://www.soard.org/

      Die Daten der Zunahme mit den Prozentangaben habe ich bei einem Vortrag gehört, bei der verschiedene Publikationen zu dem Thema verglichen wurden.

      Bircan schrieb:

      Ihr seid die glücklichen "Gewinner" … meine Gedanken sind auch bei den "Verlierern" und bei deren Angehörigen – davon gibt es leider auch welche.

      Ich möchte mich noch einmal wiederholen, es sollte eine Altersbeschränkung für die bariatrische Chirurgie geben. Junge Menschen sind viel zu leicht zu begeistern und die lebenslangen Folgen, wenn etwas bei der/nach der OP schief geht, die können sie noch nicht begreifen.

      Sollte es irgendwann so sein, dass die bariatrische OP ohne direkte oder indirekte Probleme durchzuführen ist, dann werde ich auch einen Hoppse-Smiley setzen.


      Bircan, als Gewinner sehe ich mich nicht. Vielleicht ist auch meine Sichtweise über Gewinner und Verlierer eine andere, weil ich früher mit Schwerkranken gearbeitet habe. Da gab es auch keine Gewinner, denn ihr Leben hatten sie schon vorher, wohl aber welche, die ihr Leben verloren haben.

      Ich gehe mit dir völlig konform, dass eine OP bei sehr jungen Menschen nicht so ohne weiteres durchgeführt werden sollte. Ich kenne zwei Jugendliche, die operiert wurden. Eine davon hatte weit über 200 Kilo. Ich erlaube mir aber nicht darüber zu urteilen, denn entweder sind die jungen Menschen schon volljährig oder ihre Eltern waren mit der OP einverstanden. Welche Beweggründe auch immer dahinter stecken, liegt außerhalb meines Wissens. Wie in vielen Lebenssituationen hat jeder eine andere Sicht auf ein Ereignis und da kann ich zwar eine Meinung dazu haben, aber mir steht es nicht zu etwas zu urteilen.
    • Eigentlich ist mir das mit der stagnierenden Gewichtsabnahme klar:
      Der Grundumsatz sinkt nämlich mit jedem verlorenen Kilo.
      Das heißt, die Person müßte immer weniger essen.
      Es gibt Dicke, die haben sich schon vor der OP den Stoffwechsel ziemlich zerschossen, die essen eh schon recht wenig.
      sagen wir 1800 kcal. Wenn sie abnehmen , sinkt der Umsatz auf 1200 kg.
      Spätestens dann ist man einfach nicht mehr satt.
      Wenn die Person aber weiter 1800 kcal isst, stagniert das Gewicht oder nimmt wieder zu bis zu dem Punkt, wo sie tatsächlich so viel verbraucht.
      Sport steigert nicht nur den Leistungsumsatz, sondern auch den Grundumsatz durch den Muskelaufbau. Ein sporttreibender Mensch hat also einen höheren Leistungsumsatz.
      Manche können den oben genannten Effekt damit kompensieren: Eigentlich müssten sie weniger essen, aber der Mehrbedarf gleicht es wieder aus.
      Schlecht ist dann, wenn der Grundumsatz so weit absinkt, dass auch ein vermehrter Leistungsumsatz das nicht mehr kompensiert - dann nimmt die Person zu.
      Eigentlich ist das der Mechanismus von Jojo -
      wieso ist man so sicher, dass eine OP das verhindert? Also wie rettet sich der Operierte von der Spirale, dass er immer weniger essen darf ( zumindest viel weniger als eine Person, die immer gewichtsstabil war)ß

      Mit freundlichen Grüßen Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      […] Eigentlich ist das der Mechanismus von Jojo -
      wieso ist man so sicher, dass eine OP das verhindert? Also wie rettet sich der Operierte von der Spirale, dass er immer weniger essen darf ( zumindest viel weniger als eine Person, die immer gewichtsstabil war)


      Vielleicht liegt aber da das Problem, dass manche Menschen nach der OP wunderbar abnehmen und ihr Gewicht halten und andere nicht.

      Man hat viele Experimente und Studien durchgeführt zum Thema „Stress und Gewicht“ und dabei kam heraus, dass nicht das zusätzliche Naschen so ausschlaggebend ist, sondern das der Stoffwechsel durch Stress verändert werden kann.

      Es gibt für den Körper nicht nur den „Kopfstress“, sondern der Köper bzw. die Körperfunktionen (enterisches Nervensystem) können auch unter Stress leiden … ich glaube, dass die Menschen die wieder zunehmen bzw. nicht großartig abnehmen unter einem oder beiden Stressarten leiden.

      Wenn nach einer bariatrischen OP der Körper Probleme hat mit dem enterischen Nervensystem, dann nutzen auch alle Änderungen der Lebensgewohnheiten nichts, der Mensch hat so auf dieses System keine Einwirkung.