Einladung zur Vorsorgeuntersuchung

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    • kampfzwerg schrieb:

      Ich ertappe mich leider selbst immer mal wieder bei solchen Handlungsweisen, wenn ich den Eindruck habe, nach dem ersten Anblick gleich in die "fett und faul".Kategorie gestopft worden zu sein.


      Ja, ich finde es auch recht schwierig, zu unterscheiden, ob ich wirklich gerade vorurteilsbeladen behandelt wurde, oder ob das nicht vielleicht auch die Brille ist, durch die ich solche Situationen betrachte. Ich merke einfach, dass ich doch recht schnell in eine (vorauseilende) Verteidigungshaltung switche, wenn es um dieses Thema geht.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Mir gefallen einfach diese Schubladen "gute/r" und "böse/r" Dicke/r nicht. Ich bin ein wertvoller Mensch, auch wenn ich keinen Sport mache und mich nicht gesund ernähre. Wobei ich keine Sekunde glaube, daß Malinki das in Abrede gestellt hat. Es lag mir nur daran, loszuwerden, daß nicht nur die "guten Dicken" ein Recht auf z.B. medizinische Versorgung haben. :)
    • Nanana! Die "guten Dicken" sind doch nur die, die sich immer und überall ein schlechtes Gewissen einreden lassen... und sich nach langer-langer Gehirnwäsche, dass sie nächstes Jahr sterben werden, einer Magen-OP unterziehen. Ich weiß das, weil ich gehör nicht dazu.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Andra1963 schrieb:

      Das ist auch ziemlich diskriminierend - und voller Vorurteile, oder nicht??

      Wenn jemand selbst nicht so "bedacht" werden will, dann sollte er sein eigenes Denken auch mal überprüfen!

      Auch die "Dicken, die mit Schoko, Chips und Limo vor der Glotze" hängen, haben ihre Gründe dafür ... und hätten oft gern ein anderes, aktiveres Leben ... sind krank (depressiv, essgestört, Rheuma oder ähnliche Krankheiten), nehmen Medikamente ... oder was weiß ich .....

      So wie du das hier darstellst, habe ich ihre Aussage nicht verstanden. Es war einfach ein anderer Ausdruck bzw. eine Metapher dafür, dass die beiden sie nicht als die gesellschaftlich so genannte "typische" Dicke sehen, die den Vorurteilen nach zum Beispiel dieses oder jenes tut (tun muss), weil sie ja dick ist. Ich sehe darin keine Abgrenzung.

      Für mich ist das vergleichbar mit "der Feuerwehrmann, der jeden Tag eine Katze rettet" oder "die Chirurgin auf der Notfallstation, die Schnittwunden im Minutentakt näht". Ein Bild eben, womit man verdeutlicht, worauf man hinauswill, ohne lange und umständlich erklären zu müssen. Auch meine beiden Bilder sind so. Nicht realisitsch, aber durchaus so, dass andere wissen, was gemeint ist.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Andra1963 schrieb:

      Das ist auch ziemlich diskriminierend - und voller Vorurteile, oder nicht??

      Wenn jemand selbst nicht so "bedacht" werden will, dann sollte er sein eigenes Denken auch mal überprüfen!

      Auch die "Dicken, die mit Schoko, Chips und Limo vor der Glotze" hängen, haben ihre Gründe dafür ... und hätten oft gern ein anderes, aktiveres Leben .


      Nee, ich will kein aktives Leben. Ich mag Chips, ich esse für mein Leben gerne Süßes und ich sitze zwar nicht so oft vor der Glotze , sondern vor dem Computer, weil ich die Sachen, die mich interessieren, lieber streame.
      Aber ich habe eine recht bequeme Couch.
      Oder ich liege im Bett und lese ( und esse manchmal was dabei)
      Was ist daran schlimm?
      Die meisten Tiere bewegen sich auch nur, wenn es umbedingt sein muss ( beispielsweise meine Katze)
      Wäre ich jetzt für meinen Arzt "eine böse Dicke"?
      Gibt es überhaupt noch etwas, mit dem man heutzutage provozieren kann?
      Ist es schlimmer, sich als "böse Dicke" zu outen als beispielsweise als homosexuell???
      Sollte ich ständig betonen, wie gerne ich Sport mache und wie gesund mein Ernährungsplan ist, um nur nicht in das Schema der asozialen Dicken zu fallen? Damit man mich keinesfalls für eine Unterschichtlerin hält?
      Der allgemeinen Gehirnwäsche ist es ganz schön gelungen, den einen gegen den anderen auszuspielen und zu entsolidarisieren.

      Mit freundlichen Grüßen Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Ist es schlimmer, sich als "böse Dicke" zu outen als beispielsweise als homosexuell???

      Jaaaa.

      Das wäre mal ein soziologisches Experiment wert: verschiedene gestellte Szenen in der Fußgängerzone: knutschende Männer, eine Dicke isst Pommes mit Mayo, ein Mann begrabscht eine Frau, jemand lässt rassistische Sprüche los... Was meint ihr wohl, wer wird am meisten angepampt?
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Dieser Thread geht leider nicht in die Richtung, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich wollte damit keine Diskussion lostreten. Meine Formulierung war unglücklich gewählt, gut. Ich hoffe, man kann es nun damit abtun.

      Ich esse auch gern mal ein Stück Torte und ich liebe Paprika-Chips. Aber ich gehe eben auch gerne spazieren/schwimmen etc. Ich weiß selbst, warum ich dick bin, wie es dazu kam und jeder kann es gerne in dem einen Thread über meine Geschichte nachlesen. Ich hatte und habe immer Spaß an Bewegung, auch wenn ich mich zugegebenermaßen zu leichteren Zeiten geschickter bewegen konnte als jetzt. Jetzt sind einfach manchmal meine dickeren Oberschenkel, meine Brüste oder mein Bauch im Weg.

      Ich glaube nicht, dass ich voller Vorurteile bin - ja, das war ich mit 13, muss ich zugeben, da war fast jeder, der hin und wieder raucht, Kettenraucher, und jeder mit einem Bier in der Hand Alkoholiker.

      Ich hoffe, dass ich mit diesem Post nicht wieder eine Diskussion über meine Ausdrucksweise auslöse.

      Und viele, die das hier geschrieben haben, haben völlig Recht: Unabhängig vom Lebensstil hat jeder dasselbe Recht auf Untersuchungen und medizinische Versorung. Vielleicht kam das in früheren Posts nicht so rüber.

      Was mich stört, ist, dass ich vor allem von Leuten, die mich nicht (gut) kennen, in eine Schublade geschoben wurde und werde, die auf mich so nicht zutrifft. Das wollte ich damit ausdrücken, und Nordlicht hat mich da genau richtig verstanden.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Malinki

      PS: Habe deinen Post übersehen, liebe Sophie. Ich weiß, auf welches Ergebnis du abzielst (die Dicke mit den Pommes und Mayo), aber in manchen Gegenden würden tatsächlich zwei sich küssende Homosexuelle mit Sicherheit auch sehr viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.