Magenbypass - Verlust vom Geruchs- und Geschmackssinn

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    • Magenbypass - Verlust vom Geruchs- und Geschmackssinn

      Lisa Graham, Hauptautorin einer Studie von Wissenschaftlern der Leicester Royal Infirmary im Vereinigten Königreich hat festgestellt, dass nach einer Roux-en-Y-Magenbypass-Operation die Patienten häufig am Verlust vom Geruchs- oder Geschmackssinn leiden.

      Die Autorin bewertet diesen Verlust nicht grundsätzlich als negativ, denn solch eine sensorische Veränderung führt bei den Patienten auch zu einem höheren Gewichtsverlust.

      Als Grund für derartige Veränderungen nach einer einer Roux-en-Y-Magenbypass-Operation könnte der ausgelöste Effekt aus der Kombination von Darmhormonen und dem zentralen Nervensystem liegen.

      Lisa Graham erklärt, dass man aufgrund dessen bei der Einwilligung zu der Operation Patienten routinemäßig über die Gefahr des Verlustes von Geruchs- oder Geschmackssinn aufgeklärt.

      KLICKKLACK zum Bericht.

      Ich bin immer wieder erstaunt wie sehr doch der reine Gewichtsverlust, ohne Rücksicht auf Verluste, im Vordergrund steht. :seufz:
    • Bircan schrieb:

      Ich bin immer wieder erstaunt wie sehr doch der reine Gewichtsverlust, ohne Rücksicht auf Verluste, im Vordergrund steht. :seufz:
      Das ist etwas, was auch mich immer wieder verwundert. Ganzheitlicher Ansatz ... null Gefühl dafür ... eben die Machbarkeit zählt, sonst nichts.
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    • Finchen schrieb:

      Was die Frau für eine Beziehung zum Essen, wenn sie das nicht negativ findet? Für einen Genussmenschen wäre das der Verlust eine Katastrophe.

      Ich konnte diese Aussage auch nicht fassen, man nimmt den Verlust des Geruchs- und Geschmacksinn hin da man, durch diesen Verlust, noch ein paar Kilo mehr abnimmt gegenüber anderen Operierten.

      Meine Mutter hat durch eine Krankheit keinen Geruchs- und Geschmackssinn mehr. Wenn ich meine Eltern zum Essen einlade tut mir meine Mutter Leid, denn ich weiß, dass sie bei den Gesprächen über das Essen nichts beizutragen hat. Die psychischen Probleme werden, in diesem Bericht, vollkommen aus Acht gelassen, meine Mutter hat zum Beispiel Angst, dass sie Körpergeruch hat und es selbst nicht merkt.

      Bei mir zuhause brennt meistens ein Teelicht mit ätherischen Ölen, je nach Jahreszeit und nach Art des Besuchs. Da meine Mutter nichts riecht und mein Vater meistens sehr begeistert ist von dem Geruch, sehe ich meiner Mutter an wie traurig sie ist über den Verlust dieses Sinnes.

      Sehr schlimm finde ich die Aussage auch vor dem Hintergrund, dass das Riechen direkt in dem „alten Teil" des Gehirns (Neocortex) verarbeitet wird und dort werden auch Erinnerungen und Gefühle mit dem Geruch in Verbindung gebracht. Man merkt das bei sich selbst, wenn man einen Geruch wahrnimmt den man aus der Kindheit kannte (Zimtgebäck, Zitronenkuchen, Blumen, …) und sofort in die Erinnerung von damals fällt und Mmh sagt, oder bäh und anfängt von einer Erinnerung zu erzählen.
    • Bircan, da hast Du so viel wichtiges bezüglich Geruchssinn angesprochen. Aber es sind ja nicht nur die Erinnerung usw. Riecht jemand Rauch oder Chemikalien, ist er alarmiert und kann gegebenenfalls flüchten.

      Es ist verrückt, wie sich Menschen wegen einem Schönheitsideal ein gesundes Körperteil zerschneiden lassen und viele Folgen in kauf nehmen, um der Mehrheit zu gefallen.

      Es ist aber auch entsetzlich, wie manche Mediziner Druck machen. So kenn ich jemand, der Diabetiker ist und eine neue Niere braucht. Die kriegt er aber nur, wenn er den geforderten BMI erreicht. Jetzt ist er operiert, Lebensmittel a darf er nicht essen wegen den Nieren, z darf er nicht essen wegen dem Diabetes und u nicht, wegen dem operierten Magen. Er kann sich jetzt aussuchen, was er alles nicht essen darf. Das hat in meinen Augen nicht mehr viel mit Lebensqualität zu tun. Und das abnehmen läuft auch nicht so, wie erwartet. Was sagt man einem Arzt, wenn nur eine Organspende hilft und die verweigert wird, wegen dem Gewicht. :mad:

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      [...] Aber es sind ja nicht nur die Erinnerung usw. Riecht jemand Rauch oder Chemikalien, ist er alarmiert und kann gegebenenfalls flüchten.

      Finchen - daran hatte ich überhaupt nicht gedacht … welch weitreichende Folgen der Verlust des Geruchs- und Geschmacksinn hat wird erst im Gesamten klar, wenn man genauer darüber nachdenkt.

      Es ist verrückt, wie sich Menschen wegen einem Schönheitsideal ein gesundes Körperteil zerschneiden lassen und viele Folgen in kauf nehmen, um der Mehrheit zu gefallen.
      Es ist wirklich verrückt, im Sinne von verschoben, und zwar der Wert eines Menschen gegenüber dem seines Aussehens.

      Wir sind Herdentiere und ich glaube jeder von uns ist schon einmal in einer Lage gewesen, in der er sich von der Menge hat mitreißen lassen. Dummerweise hat sich durch die Jahrzehnte, wie du selbst schon bemerkt hattest, ein fast mantraartiges Herunterbeten zum Thema „Übergewicht ist böse“ ergeben. Die Wirtschaft hat sich die Einteilung von Gut und Böse zu nutze gemacht und versucht darüber der Gemeinschaft klar zu machen, dass sie nur die Guten aufnehmen müssen und die Bösen es selbst Schuld sind, wenn sie nicht dazu gehören. Ergo wird es immer sehr viele Menschen geben die alle Folgen der Gewichtsreduzierung in Kauf nehmen, nur um nicht weiter ausgeschlossen zu sein, damit sie danach wieder zu der Herde gehören.

      Was wären wir für eine schöne Gesellschaft, wenn wir genau so viel Kraft und gesellschaftlichen Einfluss nehmen würden um mit aller Vehemenz das böse und schlechte Verhalten einiger Menschen zu verurteilen und somit klar machen, dass wir solche Charakter nicht in unserer Herde wollen :baeh2:

      Er kann sich jetzt aussuchen, was er alles nicht essen darf. Das hat in meinen Augen nicht mehr viel mit Lebensqualität zu tun. Und das abnehmen läuft auch nicht so, wie erwartet. Was sagt man einem Arzt, wenn nur eine Organspende hilft und die verweigert wird, wegen dem Gewicht. :mad:
      Mit Lebensqualität hat das bestimmt nichts mehr zu tun. Die Geschichte finde ich furchtbar und wenn die Person jetzt auch nicht abnimmt wie erwartet, dann kann es doch nur die Inkonsequenz sein die dem Patienten fehlt.

      Durch Martinas und Sonnenkusses Entwicklung bekomme ich den Eindruck, dass über diese Art der Unterstützungs-Verweigerung der Patient genötigt werden soll, genau das zu tun was der Gott in Weiß annimmt, dass es das Beste für den Patienten ist, egal welche Folge es hat. Wenn ich mir vorstelle, dass solche ein Verhalten dann noch als „Hilfe für den dummen/dicken Menschen“ abläuft, könnte ich vor Wut aus der Haut gehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bircan ()

    • Ergo wird es immer sehr viele Menschen geben die alle Folgen der Gewichtsreduzierung in Kauf nehmen, nur um nicht weiter ausgeschlossen zu sein, damit sie danach wieder zu der Herde gehören.


      Stimmt. Nicht jeder hat die Kraft und den Willen, sich gegen die geltenden Ansichten zu stellen. Und es ist auch bequem, mit der Herde mit zu trotten. Es vermittelt Schutz. Anderseits ist es bei manchen auch ein Entwicklungsprozess. Mit zunehmendem Alter und/ oder Wissen erkennt jemand, dass es nicht stimmt, was die Herde sagt. Oder man lässt sich nicht mehr so manipulieren und bekommt mehr Selbstbewusstsein, wie auch Martina und die anderen um 50 + geschrieben haben. Als ich ein Teenager war, hab ich mich für mein Dicksein (damals zwischen 60 - 70 kg!!!) geschämt und damals hätte ich auch so eine Operation machen lassen, nur um nicht mehr dick zu sein. Dass ich so über mich dachte, verdankte ich dem jahrelangen rumgemecker an meiner Figur durch meine Eltern.


      Bircan, ich vermute, dass das Böse als Teil der Menschheit eher akzeptiert ist, als das Übergewicht.

      Durch Martinas und Sonnenkusses Entwicklung bekomme ich den Eindruck, dass über diese Art der Unterstützungs-Verweigerung der Patient genötigt werden soll, genau das zu tun was der Gott in Weiß annimmt, dass es das Beste für den Patienten ist, egal welche Folge es hat. Wenn ich mir vorstelle, dass solche ein Verhalten dann noch als „Hilfe für den dummen/dicken Menschen“ abläuft, könnte ich vor Wut aus der Haut gehen


      Genau so ist es. Ich weiss nicht, wie das in Deutschland ist. Die Woche kam in einer Schweizer Zeitschrift ein Artikel, dass Oberärzte/ Chefärzte bei jeder OP noch einen Boni verdienen zum Grundgehalt. Und dadurch sind die unnötigen OPs in die Höhe geschnellt. Also erst eine Magen-OP und dann eine OP am kranken Organ, und voila schon hat man an einer Person zweifach verdient. Anderseits kenn ich aber auch einen Arzt, der Dicke einfach nicht mag und achtet. Andere sind von den Studien überzeugt usw. So hat jeder Arzt seinen Grund, uns Magen-Op's aufzuschwatzen.

      LG Finchen
    • Bekannte die sich die Magen OP haben machen lassen, sagten mir, dass der Arzt ihnen gesagt hat sie hätten mit dem Übergewicht höchstens noch ein Jahr zu leben. Deshalb müssten sie die OP machen. Klaro es hat länger gedauert die OP durchzusetzen aber wenn der Doktor sagt du stirbst am Übergewicht machst du was dran.
    • Bircan schrieb:


      Ich bin immer wieder erstaunt wie sehr doch der reine Gewichtsverlust, ohne Rücksicht auf Verluste, im Vordergrund steht. :seufz:


      Ich auch.

      In meinem Fall hat es natürlich nicht mit einer solchen OP zu tun, aber doch mit Abnahme aufgrund einer Erkrankung, auf die ich lieben gern verzichten würde und statt dessen mein altes Gewicht behalten.
      Aber das interessiert Menschen für die es nur die Formel "Schlank = schön / Dick = hässlich" gibt, nicht.
      So wie jemand aus meiner Familie, der zusammen mit seiner Frau (sie ist die treibende Kraft) dauernd neue Diäten ausprobiert und im Grunde immer am Diäten sind.
      Er weiß genau wie krank ich war und trotzdem sieht er nur den damit verbundenen Gewichtsverlust, für den er mir Komplimente macht.
      Als ich erklärte, dass mich ein solches Kompliment nicht freut, auch warum das so ist, wurde ich angeblafft, ich solle es doch einfach als Kompliment stehen lassen und mich freuen.
      Auch meine Erklärung, dass es mir außerdem auch optisch (Gesicht und Körperhaut) nicht gefällt, wurde ich nur unverständlich angeschaut.

      Nein, solche Menschen verstehen uns nicht, weil das Ziel einfach nur Schlank-sein heißt. Egal auf welchem Wege und mit welchen Begleiterscheinungen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • melisah schrieb:

      Bekannte die sich die Magen OP haben machen lassen, sagten mir, dass der Arzt ihnen gesagt hat sie hätten mit dem Übergewicht höchstens noch ein Jahr zu leben. Deshalb müssten sie die OP machen. Klaro es hat länger gedauert die OP durchzusetzen aber wenn der Doktor sagt du stirbst am Übergewicht machst du was dran.


      Nicht zwangsläufig, man kann sich auch eine zweite Meinung von einem Arzt einholen, oder sich im Internet informieren. Im Grunde ist so eine Aussage anmassend und Nötigung. Allein schon die Tatsache, dass es dann länger dauerte, bis die OP gemacht werden konnte, und sie immer noch am Leben war, straft den Arzt Lügen.

      LG Finchen
    • Ich erinnere mich, dass vor vielen Jahren eine Kollegin meiner Mutter depressiv wurde, weil sie durch eine Krankheit den Geruchs-/Geschmackssinn verloren hatte. Ihr schmeckte einfach nichts mehr. Sie war sowieso schon schlank und magerte extrem ab. Auch waren ohne den Geschmack viele Konzistenzen von Lebensmitteln einfach ekelig.

      Eine Großtante von mir hat seit einem Schlaganfall keinen Geruchssinn mehr, aber angeblich noch Reste des Geschmackssinns. Ich wusste das nicht. Bei meinem ersten Besuch nach dem Schlaganfall brachte ihr ein teures Lavendel-Duschgel mit, weil sie immer Lavendel geliebt hat. Da war sie etwas traurig, dass sie es nicht riechen können wird, aber zumindest die anderen damit erfreuen kann. Es gibt eine Anekdote, dass vor vielen Jahren, als sie noch als Krankenschwester arbeitete, eine Kollegin immer mal gesagt haben soll: "Da kommt Brigitte anlavendelt!" Dass sie nur noch rudimentär schmecken kann, stört sie nicht besonders. Sie war nie eine gute Esserin.
      Bei dem, was man in ihrem Altersheim serviert bekommt, ist das - so bitter es auch klingt - ehrlich kein Verlust.

      Mir würde es gehen wie der Kollegin meiner Mutter. Geschmack und Mundgefühl sind beim Essen für mich wichtig. Den Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn in Kauf zu nehmen würde mir nur bei einer lebensrettenden Not-OP in die Tüte kommen. Sonst nicht.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Bircan schrieb:

      Lisa Graham, Hauptautorin einer Studie von Wissenschaftlern der Leicester Royal Infirmary im Vereinigten Königreich hat festgestellt, dass nach einer Roux-en-Y-Magenbypass-Operation die Patienten häufig am Verlust vom Geruchs- oder Geschmackssinn leiden.

      Sorry, dass ich mich als Paria, da Bypass operiert, in die Diskussion einmische, aber so steht das in dem Artikel nicht beschrieben, sondern so:

      Veränderungen bezüglich des Appetits und der Wahrnehmung von Geruch und Geschmack sind bei Menschen, die sich der sogenannten Roux-en-Y-Magenbypass-Operation unterzogen haben, in deren Verlauf der Magen verkleinert und der Dünndarm verkürzt wird, an der Tagesordnung.

      Zwischen Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn und Veränderungen bezüglich Appetit, Geschmack und Geruch bei Nahrungsmittel liegen schon Welten. Von letzterem ist auch meist jede Schwangere, wenn auch nur temporär, betroffen.

      Ja, auch ich bin davon betroffen, wobei betroffen nicht das Wort meiner Wahl wäre, weil es mich nicht betroffen macht. Mir schmeckt Spinat jetzt nicht mehr, den ich früher als eine der wenigen gekochten Gemüsesorten gerne gegessen habe. Süßigkeiten sind für mich häufig jetzt viel zu süß. Einige Speisen schmecken mir manchmal, aber nicht immer, nicht mehr. Deswegen habe ich darauf auch keinen oder sehr selten Gusto (Pizza zum Beispiel). Es gibt aber andere Dinge, die ich weiterhin oder auch jetzt sehr gerne esse und an deren Geruch ich mich auch sehr erfreue (ich liebe meine Currygerichte, wenn sie zu duften beginnen...).

      Ich leide also nicht darunter, wenn ich Spinat oder Torte nicht mehr mag oder ich den Geruch von Frittierfett oder Fisch gruselig finde. Das bedeutet für mich keine Einbuße meiner Lebensqualität. Vor Fisch und allen anderen schwimmenden Meeresgetier hat mir auch schon vorher geekelt, den Geruch und Geschmack fand ich immer schon schauderhaft. Das war für mich aber auch schon vorher keine Katastrophe, sondern einfach so.

      Lavendel riecht auch nach der OP noch wie Lavendel und auch meine bevorzugten Parfums liebe ich nach wie vor, nur Frittenbuden und Fisch muss ich nicht unbedingt riechen. Denen ging ich aber auch schon vorher aufgrund des Geruchs aus dem Weg.
    • Helga schrieb:

      Sorry, dass ich mich als Paria, da Bypass operiert, in die Diskussion einmische, aber so steht das in dem Artikel nicht beschrieben, sondern so:

      Veränderungen bezüglich des Appetits und der Wahrnehmung von Geruch und Geschmack sind bei Menschen, die sich der sogenannten Roux-en-Y-Magenbypass-Operation unterzogen haben, in deren Verlauf der Magen verkleinert und der Dünndarm verkürzt wird, an der Tagesordnung.

      Helga und rolligirl - ihr irrt euch, denn wenn ihr den Artikel genau lest, dann steht folgendes am Ende des Artikels:
      [...] Aufgrund dessen werden bei der Einwilligung zu der Operation Patienten routinemäßig über die Gefahr des Verlustes von Geruchs- oder Geschmackssinn aufgeklärt.
      Ich hatte den Artikel zusammengefasst (ansonsten setze ich eine Zitatklammer) und da man vor der Operation auf den Verlust von dem Geruchs- und/oder Geschmackssinn hingewiesen wird, stimmt es doch was ich hingeschrieben hatte!
    • Ich kann mich Helga nur anschließen !

      Das einzige was mir absolut nicht mehr schmeckt ist Sauerkraut und ob das nun wirklich ein Verlust ist darüber lässt sich streiten.

      Süßigkeiten mochte ich noch nie, jetzt sind sie nur noch widerlich da sie mir noch viel süßer vorkommen als früher.

      Ich kenne viele deren Geschmacksinn bzw deren Vorlieben sich geändert haben aber keinen der den Geschmacksinn oder Geruchsinn verloren hätte.

      Mich hat auch keiner routinemäßig drüber aufgeklärt und ich habe alles ganz genau und mehrmals durchgelesen. :D

      Das einzige was ich wirklich bereue ist das ich die Entscheidung zur Op nicht schon vor Jahren getroffen habe.
    • Pika schrieb:

      [...] Ich kenne viele deren Geschmacksinn bzw deren Vorlieben sich geändert haben aber keinen der den Geschmacksinn oder Geruchsinn verloren hätte.

      Es ist aber unstrittig, dass diese Studie von Wissenschaftlern anders zu bewerten ist wie das subjektive Erlebnis einer einzelnen Person. Die Wissenschaftler hätten selbstverständlich nicht die Anweisung heraus gegeben, dass man vor der Operation auf den Verlust des Geruchs- und Geschmacksinn hinweisen muss, wenn dieser Verlauf nicht häufig auftreten würde.
      Mich hat auch keiner routinemäßig drüber aufgeklärt und ich habe alles ganz genau und mehrmals durchgelesen. :D
      Mal wieder ein Beweis dafür, dass die Folgen der Magenbypass Operationen erst nach und nach zum Vorschein kommen. Die heutigen Magenbypass Operierten sind leider immer noch die Pioniere der Operierten von Morgen, dass wird auch noch so lange gehen, bis diese Art der "Gewichtsreduzierung" verboten wird.
      Das einzige was ich wirklich bereue ist das ich die Entscheidung zur Op nicht schon vor Jahren getroffen habe.
      Schön, dass es wenigstens dir gut geht, aber deine pauschale Ansicht werden nur Menschen haben die nicht selbst (oder Angehörige) unter Depressionen, Verlust von Geruchs- und Geschmacksinn, Suizid, Alkoholkrankheit, Gewichtszunahme … oder an anderen Folgen der Magenbypass Operation leiden.
    • Helga schrieb:



      Veränderungen bezüglich des Appetits und der Wahrnehmung von Geruch und Geschmack sind bei Menschen, die sich der sogenannten Roux-en-Y-Magenbypass-Operation unterzogen haben, in deren Verlauf der Magen verkleinert und der Dünndarm verkürzt wird, an der Tagesordnung.

      Zwischen Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn und Veränderungen bezüglich Appetit, Geschmack und Geruch bei Nahrungsmittel liegen schon Welten.





      Ich habe mir den Artikel jetzt nochmal gründlich durchgelesen , du hast Recht es läuft eindeutig darauf hinaus das sich der Geschmack ändert.

      JA das kann ich bestätigen und das wird auch oft in der Selbsthilfegruppe berichtet und darauf wurde ich auch hingewiesen.
    • Pika schrieb:

      Ich habe mir den Artikel jetzt nochmal gründlich durchgelesen , du hast Recht es läuft eindeutig darauf hinaus das sich der Geschmack ändert.

      Pika - und warum muss dann, vor der Magenbypass Operation auf den Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinn hingewiesen werden ... ?
      [...] Aufgrund dessen werden bei der Einwilligung zu der Operation Patienten routinemäßig über die Gefahr des Verlustes von Geruchs- oder Geschmackssinn aufgeklärt.
    • Vielleicht ist es ein Druckfehler Schreibfehler :confused: Soll tatsächlich schon mal vorgekommen sein.

      Da die Überschrift VERÄNDERUNG VON APPETIT UND GESCHMACK NACH CHIRURGISCHER GEWICHTSREDUKTION lautet

      und im ganzen Bericht nur von [B]Veränderungen[/B] berichtet wird gehe ich mal ganz stark davon aus.
    • Man kann sich hier jetzt in Wortklauberei ergehen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es weitgehend schnurzpiepegal ist, mit welchen Nebenwirkungen es einhergeht, Hauptsache man tut alles (Selbstzerstörerische), um endlich und vor allen Dingen zeitnah gesellschaftskonform zu werden.

      Für mich bleibt das ein NoGo. Egal wie glücklich manche (meist seit kurzem Operierte) erscheinen mögen.

      Ich habe in den letzten zwei Jahren einen Albtraum durchlebt, wie jeder hier weiß, aber die relevanten Fachleute, die mir letztendlich geholfen haben, sehen das Gott sei Dank genauso wie ich. Ich kann definitiv sagen, dass ich eher meinem Leben ein Ende gesetzt hätte, als eine solch menschenverachtende OP mit ungewissem Ausgang über mich ergehen zu lassen.

      Was Pollmer sagt, ist richtig: Dicke Menschen brauchen als erstes eine Diagnose. Dann brauchen sie eine fachgerechte Behandlung ihrer Grunderkrankung. Und wenn es dann erforderlich ist, dass sie abnehmen, gibt es dafür sehr viel probatere Mittel als diese vermaledeiten Verstümmelungen. Man muss das allerdings wollen und selbst etwas dafür tun. Das ist kein Selbstläufer und es bedeutet Arbeit. Aber über allem steht: Die Grunderkrankung muss im Griff sein. Sonst langfristig keine Chance ... egal, ob mit ganzheitlichen Methoden oder mit dem Skalpell.

      Ich habe diese Thesen hier immer vertreten, zugegebenermaßen in der Theorie. Aber jetzt weiß ich, dass das keine Theorie ist, wenn man die richtigen Ärzte findet und bereit ist, sich maximal für sich und seine Gesundheit einzusetzen.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Pika schrieb:

      Vielleicht ist es ein Druckfehler [...]


      Pika – es gibt noch eine andere Internetseite die den Bericht gedruckt haben HIER

      Zu der Überschrift und dem Wort Veränderung, da Lisa Graham wohl eher pro Magenbypass Operation eingestellt ist, könnte es auch daran liegen, dass man bei der Überschrift das gemäßigte Wort Veränderung gewählt hatte.

      P.S.
      Der englische Bericht HIER und dort wird auch nicht von “change” gesprochen, sondern von “lose"
      She noted that patients considering weight-loss surgery are typically told about the possible loss of taste and smell.
      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Bircan ()

    • Seit meiner Schilddrüsen OP kann ich keinen Fisch mehr essen und finde den Geruch ekelig. Das nervt mich sehr, also es kann durch Veränderungen im Körper immer wieder zu solchen dingen kommen. Seid mit Euch vorsichtig und geht gut mit Euch um, ich versuche es .
    • Martina schrieb:

      Hauptsache man tut alles (Selbstzerstörerische), um endlich und vor allen Dingen zeitnah gesellschaftskonform zu werden.

      Für mich bleibt das ein NoGo. Egal wie glücklich manche (meist seit kurzem Operierte) erscheinen mögen.



      Warum zum Teufel läutet bei bariatrischer OP immer die Pawlow'sche Glocke, dass jeder die OP nur durchführen lässt, weil er gesellschaftskonform sein will? Das erinnert mich verblüffend an die uns gut bekannten Meldungen, dass doch jeder Dicke dumm und faul ist und mit einem bisschen Selbstdisziplin bla bla. Auch da klingelt bei den Besserwissern immer das Glöckchen, mit dem sie be- und verurteilen.

      Ich habe mich nie um Konformität gekümmert und hätte aus diesem Grund die OP nie durchführen lassen. Ich mochte mich auch dick und hatte dadurch keine gesellschaftlichen Probleme. Ich wollte gesünder werden und wenn auch gleich wieder geunkt wird, das bin ich auch geworden, obwohl ich Frittierfett nicht mehr riechen mag und ich mich nicht mehr um Pizza reiße.

      Die deutschen Verhältnisse kenne ich nicht. Was ich aber immer wieder nachlese, wird dort sehr aggressiv geworben und das halte ich für völlig daneben, weil eine OP kein probates Mittel ist, um psychische Konflikte zu beheben.

      Wenn für dich das ein no go ist, ist das dein gutes Recht Martina, aber nicht jeder hat nur das Ziel gesellschaftlich akzeptiert zu werden vor Augen, der sich zu einer OP entschließt und das sollte man auch respektieren. Ich respektiere es ja auch, wenn jemand eine bariatrische OP strikt ablehnt.

      Bircan schrieb:

      Es ist aber unstrittig, dass diese Studie von Wissenschaftlern anders zu bewerten ist wie das subjektive Erlebnis einer einzelnen Person.

      Wissenschafter können nur das subjektive Befinden ihrer Probanden bewerten und da steht dezidiert, dass XX der befragten Personen verschiedene Nahrungsmittel nicht mehr mögen, aber nicht aufgrund des Verlustes des Geschmacks- oder Geruchssinn, sondern weil sie ihnen nicht mehr schmecken. Mahlzeit, ich lass mir mein heutiges Essen jetzt schmecken. :holy: