Die sieben Todsünden der modernen Medizin

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    • Die sieben Todsünden der modernen Medizin

      Wie ich in diesem Thread (den ich, da er demnächst eine Fortsetzung erhält, mit einem treffenderen Titel versehen habe) berichtet habe, stecke ich in einer sehr üblen Geschichte, in der desinteressierte Ärzte eine tragende und tragische Rolle spielen. Hätte das Schicksal mir nicht Menschen an die Seite gespült, die bedingungslos zu mir gehalten haben und mich immer wieder motiviert haben, dran zu bleiben, weiß ich nicht, wo ich geendet hätte.

      Mit einem dieser Menschen möchte ich ein Buch über diese ganze Sache schreiben, zum einen, um Menschen in ähnlicher Lage den Mut zu geben, penetrant zu bleiben und sich nicht aufs Abstellgleis schieben zu lassen, zum anderen, um Behandlern zu zeigen, dass es auch anders geht, wenn man die Liebe zu den Menschen und den Respekt vor den Patienten nicht verloren hat.

      Im Rahmen von Recherchen zu dem Buch, bin ich auf diesen Artikel im Focus gestoßen:

      Geldgier, Habsucht, Korruption - Chirurg packt aus: Das sind die sieben Todsünden der modernen Medizin

      Dabei geht es um das Buch Eidesbruch - Ärzte, Geschäftemacher und die verlorene Würde des Patienten von Michael Imhoff.

      In dem Artikel wird, ohne dass die Adipositaschirurgie erwähnt wird, einiges angesprochen, was wir im Zusammenhang mit der Adipositaschirurgie schon seit Jahren bemängeln.

      Der dicke Mensch als "Kunde" ... wenn es auch schön ist, dass Kliniken den dicken Menschen jetzt auch für andere Problemfelder entdecken (Beispiel), so ist mir, selbst vor dem Hintergrund der in diesem Fall angebotenen Endoprothesen für Schwergewichtige, nicht wohl dabei. Richtig wäre es doch, wenn man dafür nicht explizit werben müsste, sondern die Versorgung auch dicker Menschen mit Endoprothesen selbstverständlich wäre. Dass das technisch möglich ist, ist vielfach bewiesen, aber es gibt Kliniken, die behalten diese Versorgung nur privat versicherten dicken Patienten vor. Und den Gipfel der Perfidie hat eine baden-württembergische Uniklinik erklommen, indem sie übergewichtigen Patienten nur dann einen Termin in der Orthopädie gibt, wenn sie einen zuvor in Anspruch genommenen Termin in der Adipositaschirurgie derselben Klinik nachweisen können, was ich von dem zuständigen Chefarzt schriftlich habe. Das ist also kein Gerücht.

      Ich finde es wichtig und hilfreich, dass die Kommerzialisierung der Medizin derzeit von immer mehr Menschen angesprochen wird.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Martina schrieb:

      [...] Ich finde es wichtig und hilfreich, dass die Kommerzialisierung der Medizin derzeit von immer mehr Menschen angesprochen wird.

      Klasse ist auch, dass die Hinweisgeber immer öfter, wie in diesem Artikel, aus den eigenen Reihen kommen, dass gibt solchen Enthüllungen die nötige Öffentlichkeit. Zwar werden diese Leute anfangs als Nestbeschmutzer bezeichnet, aber die Diskussionen um solche Themen werden immer lauter.

      P.S. die Idee mit dem Buch finde ich toll und wichtig, bitte gib uns weiter Bescheid vom Stand der Dinge, denn solche Erfahrungsberichte sind sehr wichtig und tragen mit Sicherheit zu einer Veränderung im Umgang mit dem Patienten bei.
    • Bircan schrieb:

      Klasse ist auch, dass die Hinweisgeber immer öfter, wie in diesem Artikel, aus den eigenen Reihen kommen, dass gibt solchen Enthüllungen die nötige Öffentlichkeit. Zwar werden diese Leute anfangs als Nestbeschmutzer bezeichnet, aber die Diskussionen um solche Themen werden immer lauter.

      Das sind wahrscheinlich diejenigen, die selber unter den Zuständen leiden, die engagiert sind, und den Patienten noch vor den Mammon stellen. Gsd gibt es auch noch solche Ärzte.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)