... maar we gaan van onszelf houden

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    • ... maar we gaan van onszelf houden

      Die niederländische Zeitung Volkskrant hat heute einen wunderbaren Artikel, der vielen von Euch gefallen könnte - so Ihr die Sprache halbwegs lesen könnt.
      Darin geht es knapp um Neujahrsvorsätze und deren Nachhaltigkeit, vor allem aber darum, eben nicht der Masche "Ich werde streng Diät halten" zu verfallen, sondern bewusst zu lernen, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren.
      Das Ganze ist auch im Hinblick darauf geschrieben, was wir als Gesellschaft unseren Kindern vermitteln, gerade auch dann, wenn sie eventuell dicker sind als ihre Altersgenossen. Der Artikel richtet sich gegen Stigmatisierung und für behutsame, diätfreie gesundheitliche Aufklärung.
      Aufhänger für diesen Artikel ist die momentan in den Medien immer wieder diskutierte "dicken Barbies" mit Realmaßen bzw. auch im Plus-Size Format.

      Schöner Schlusssatz zur Selbstzufriedenheit mit dem eigenen Ich und der eigenen Körperform: "Als we niet dun kunnen zijn, dan maar gelukkig." - Wenn wir schon nicht dünn sein können, dann doch zumindest glücklich!
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • "Barbie müsste als Vierfüssler laufen.
      Abkehr von Fetsucht ist zur Gewohnheit geworden, dass es niemandem mehr auffällt
      Die Folgen sind peinvoll für die Kinder.Übergewichtsstigmatisierung macht , dass schwere Kinder weniger Selbstvertrauen haben und leichter Opfer werden.
      In einem Kinderzentum von einem Kind heißt es wenn du Dick bist und geärgert wirst ist das deine Sache.

      Wir müssen Kinder lehren, dass sie sich selbst akzeptieren und liebhaben ungeachtet ihres Umfanges
      Dass sie keine fette Murmel sind , sondern schön und wertfoll auch wenn sie dick sind. Das gilt auch für die Erwachsenen."

      Hier sind einige Laienhafte Übersetzungen aus dem Text, er ist so gut, dass er sich lohnt zu lesen. Einiges werde ich nicht ganz richtig haben aber so erschloss sich mit der Sinn.

      Danke für den Artikel

      Ich stell eine alternatives Neujahrsvornehmen vor: wir gehen nicht schon wieder auf Diät, sondern wir achten auf unsselbst.
      Ungeachtet unserer Rollen und Fettpölsterchen. Auch wenn wir nicht dünn sein können, dann aber glücklich.
    • Im Zusammenhang mit diesen Neujahrsvorsätzen habe ich vorgestern im Radio die Rezension des Buches Ich bleib so scheiße, wie ich bin von Rebecca Niazi-Shahabi gehört, in dem die derzeit so populäre Selbstoptimierung aufs Korn genommen wird.

      Das Buch wird bei Amazon extrem kontrovers diskutiert. Ich habe es aber trotzdem bestellt und möchte es nach der Lektüre einem Freund schenken. Wir glauben immer, wir sind die Einzigen auf dieser Welt, die mit Selbstzweifeln zu kämpfen haben. Das ist aber nicht so. Es gibt auch Schlanke und sogar Männer, die diesbezüglich erstaunliche Probleme haben und - für Männer eher außergewöhnlich - in der Lage sind, diese auch zu formulieren. Selbstakzeptanz, das habe ich in den letzten Jahren gelernt, ist bei Weitem kein exklusiv dickes Problem.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Hallo Martina

      hört sich das jetzt ein bissel paranoid an? Aber ich denke manchmal, dass das so gewollt ist. Dass Menschen ihre Energie in Selbstzweifeln vergeuden und sie nicht für gesellschaftliche Veränderungen einsetzen. Dass so viele tolle Frauen über ihre dicke Schenkel nachgrübeln und nicht über eine gerechte Entlohnung? ist nur mir aufgefallen, dass der Schlankheitswahn gerade so überbordend wurde, als die Frauen so einigermaßen emanzipiert waren?
      Männer werden auch unter Druck gesetzt, da geht es um Sixpack und Muskelaufbau.
      Aber wer oder was hat Interesse dann, dass diese Selbstoptimierung so wichtig ist?
      Ich halte das für eine Sichtweise auf den Menschen in einem extremen Kapitalismus. Der Einzelne optimiert sich, damit er seine Ware - seine Arbeitskraft- an den Mann bringen kann. Jeder Einzelne ist seine kleine Ich- AG, der sich selbst als Produkt anbietet. Und dann ist klar, dass der am meisten gewinnt, dessen Produkt am optimalsten ist, was bedeutet: am marktkonformsten ist.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Ja, klar ... Geschäfte, Geschäfte, Geschäfte ...

      Und auch mit der Emanzipation hat das etwas zu tun. Denn es scheint das Einzige zu sein, womit Männer, die mit der Emanzipation nicht klar kommen, Frauen noch unter Kontrolle halten können. Habe ich schon vor Jahren gesagt und bin ich immer noch von überzeugt.

      Kürzlich bin ich bei einer Google-Suche nach einer dicken Fragestellung im Forum von Elitepartner gelandet. Da musst Du mal "Übergewicht" eingeben. Die Arroganz mit der Kerle da moppelige Frauen abfertigen, verschlägt einem glatt die Sprache.
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    • ist nur mir aufgefallen, dass der Schlankheitswahn gerade so überbordend wurde, als die Frauen so einigermaßen emanzipiert waren?


      Vor Wochen kam eine Sendung, da hat eine Historikerin, den Namen weiss ich leider nicht mehr, gesagt, dass früher sich die Frauen in Korsetts geschnürt haben, um schön zu sein. Die Schönheitsvorstellungen sind in etwas geblieben, aber die Korsetts sind weg, als muss Frau sich heute kasteien, um noch dem Ideal zu entsprechen. Guckt Euch mal die Mode an, egal ob zu Napoleons Zeiten, 1850 oder 1920. Da war nichts dabei, worin eine dicke Frau wirklich gut drin ausgesehen hätte.

      Die Arroganz mit der Kerle da moppelige Frauen abfertigen, verschlägt einem glatt die Sprache.


      So lange junge schöne Frauen freiwillig Beiwerk für reiche Männer sind, muss einem das nicht wundern.

      LG Finchen
    • Die Leserkommentare auf der Seite des Artikels sprechen leider mal wieder eine deutliche Sprache voller Vorurteile gegenüber Dicken. Da sind sich Leute nicht zu dumm dazu, zu schreiben, dass die Autorin den Artikel nur deswegen so geschrieben hat, weil sie selbst bekanntermaßen dick/fett sei. Ein anderer behauptet, woran es in der Welt kränkele sei nicht die mangelnde Selbstliebe, sondern die propagierte übertriebene Selbstliebe (wobei dem Schreiber wohl der Unterschied zwischen Hedonismus und Selbstakzeptanz nicht klar ist).
      Eine andere Leserin argumentiert mal wieder klassisch, dass die Selbstliebe z.B. aus dem Stolz heraus entstehen kann, abgenommen zu haben. Das wirkt dann komplett dem entgegen, was die Autorin propagiert, nämlich eine Selbstliebe um unserer Selbst Willen und nicht, weil eine gesellschaftlich anerkannte Norm erreicht wurde.

      Puh. Meistens verkneife ich es mir ja, die halbgaren Kommentare der Leser zu konsumieren, aber hier war ich neugierig, ob der Text bei irgendwem Schalter umzulegen vermag.
      Immerhin gab es auch vereinzelt Leute, denen der Text wirklich etwas bedeutet hat, weil er ausformulierte, was sie dachten.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

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      — Sam Levenson
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