Artikel auf Titelseite.. ...

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    • Artikel auf Titelseite.. ...

      KiELER NACHRICHTEN vom Mittwoch, 11.09.2013

      Stricken gegen Dickmacher

      Zitat entfernt. Inhalt war, dass eine US Studie besagt, dass übergewichtige Kollegen das Risiko steigern, selbst übergewichtig zu werden.



      aus ebenda.

      Finde diesen wohl "lustiggemeinten Artikel" unsäglich und würde gerne einen Leserbrief schreiben.
      Was meint ihr? Was muss rein?

      liebe Grüße Lisa

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sombra_blanca ()

    • Ich hab den Artikel leider online nicht gefunden auf die Schnelle, war das in der Print Ausgabe? Ich hätte ihn gern komplett gelesen...

      Nun ja, das was Du da schreibst, ist in der Tat eine Frechheit.
      Ich würde versuchen, einmal an den Autor die Frage zu stellen, ob er sich bewußt ist, dass er mit seiner polemischen Wortwahl Dicken-Bashing unterstützt und an die Redaktion, weshalb sie als (hoffentlich) seriöse Zeitung einen derart hetzerisch forumlierten Artikel freigibt.

      Das ist zumindest, was mir spontan einfällt.

      Viel Erfolg!
      Viele Grüße

      Andrea


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Dicksein ansteckend?

      Ich habe mal die zwei Worte aus dem Titel so gegoogelt - anscheinend haben sich die Medien ebenfalls gegenseitig mit diesem Thema angesteckt...

      Wusste nicht, das ich füe meine Umwelt so gefährlich bin :eek:

      Aber was sollte das mit dem "Stricken gegen Dickmacher" aus der Titelzeile?
      Statt Schoki stricken? Das würde mich viel mehr interessieren *auf der Wolle rumkau* :mampf:
    • Wir stecken die doch nicht an :eek: Wir zeigen ihnen nur, wie guuut manche Sachen schmecken, gut tun...
      Wenn ich den ganzen Tag an nem Salatblatt rumkau und seh dann jemanden gegenüber, der genüßlich in sein belegtes Brötchen beist....:cool3:

      Und wenn jemand zunimmt, ist das doch nicht MEINE SChuld ?? Ich geh doch nicht hin, und stopf ihm alles in den Rachen????

      Dann müssten ALLE in meiner Umgebung rund sein (mein Chef und rund...haha...der geht Bergsteigen und Segeln...das könnte der sich gar nicht erlauben...obwohl er ja auch gerne Wein trink und gutes Essen liebt--ist eben ein anderer Futterverwerter)

      Pesi
    • Das gab es doch schon vor Jahren, da hieß es allerdings, dass dicke Freunde dick machen.
      Jedes Jahr wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben... und so wärmen die Trivialmedien halt immer wieder die gleichen Themen auf. --> Ommmmmmmmmmmmm
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Hi, Sombrablanca,
      o sorry, ich wußte nicht, dass man aus print- Medien nicht zitieren darf, auch wenn man die Quelle angibt.
      Ich dachte immer, das geht, zumindest geht das in den wissenschaftlichen Hausarbeiten.
      schade,


      Es ging mir weniger um den Inhalt - das ist richtig, da wird oft die gleiche Sau durchs Dorf getrieben - sondern um die Schreibweise des Autors.
      Wäre das okay, den einen Satz zu zitieren, der es mir so richtig angetan hat?




      grüße Lisa

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Lisa Cortez () aus folgendem Grund: Habe die Verlinkung gelesen

    • Danke, Sombrablanca,

      also:

      ( Es ging darum, dass man auch dick wird, wenn man dicke Arbeitskollegen hat)

      "So nehmen normalgewichtige Menschen die Essensgewohnheiten von Dicken an, die sich mit süßen Getränken und fettigen Speisen vollstopfen."

      aus der KNN vom 11.09.2013, Titelseite
    • Bei dem Spruch kann man ja nur noch reihern :schlecht:

      Wenn ich da an meine Bürozeit denke.....

      Meine Kollegin (seeeeehr schlank wg. SD-Überfunktion) hatte Saft, ich Wasser.
      Sie hat sich die Leberkäs-Brötchen und Bratwürste reingepfiffen und ich mein Schinkenbrot. Bei Ihr gabs fast jeden Tag Kuchen und wenn eine Naschdose ( für alle) rumstand, wer glaubt ihr war da dauernd dran?

      Es ist schon eine Frechheit, dass solche Allgemeinplätze ungestraft verbreitet werden dürfen. :bignono:
    • Der Focus-Artikel ist leider einfach nur blöd. Abnehmen schädigt der Gesundheit dadurch, dass es zusätzlichen Stress verursacht. Jemand, der auf Dauer unglücklich ist, kann nicht auf Dauer gesund bleiben.

      Das gilt aber bestimmt nicht für Leute, die von Natur aus schlank sind.
    • Lisa Cortez schrieb:


      "So nehmen normalgewichtige Menschen die Essensgewohnheiten von Dicken an, die sich mit süßen Getränken und fettigen Speisen vollstopfen."

      aus der KNN vom 11.09.2013, Titelseite



      Geht's noch?? Ich springe ja auch nicht aus dem Fenster, wenn es jemand anderer macht.

      Wieso funktioniert das Ganze dann eigentlich nicht andersherum..... die "Dicken" gucken sich von den "Normalgewichtigen" ab, an Salatblättern zu knabbern ? ;)

      (Von einem Stück Geburtstagskuchen im Kollegenkreis ist noch niemand dick geworden)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Maky () aus folgendem Grund: Zitat stammt natürlich aus der KNN, nicht von Lisa Cortez.... sorry

    • Einen kleinen wahren Kern hat das ja schon. Diese Beobachtung habe ich auch schon gemacht.

      Vielleicht ist es die Erleichterung, in einem Team zu arbeiten, in dem das Gewicht nicht das Top-Thema ist, sondern die Arbeit? Dann nimmt vielleicht der eine oder die andere zu, weil Dauer-Diät nicht mehr mit besonderer Anerkennung und Aufmerksamkeit belohnt wird.

      Vielleicht gehört bei manchen Teams gemeinsames Essen zur Gruppenkultur. Wer neu hinzukommt, isst dann vielleicht mehr als er gewohnt ist und nimmt zu.

      Vielleicht hat man/frau in einem eingespielten Team auch nicht mehr das Gefühl, ständig sexuelle Attraktivität = schlanke Figur vorweisen zu müssen, man mag einander auch mit Bierbauch und Glatze. Eheleute nehmen auch oft nach der Heirat zu. Das heißt dann abfällig "man lässt sich gehen", aber es bedeutet auch Vertrauen, Bindung.

      Bei natürlich schlanken Menschen, die essen können, was und wieviel sie wollen, und nicht zunehmen, wirkt dieser soziale Mechanismus allerdings nicht. Auch das konnte ich beobachten.

      Als Arbeitgeber wäre ich froh über mollige Mitarbeiter ohne Dauerdiät und zittrige Nervenkostüme. Die Leute sollen Projektpläne machen, keine Diätpläne.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hallo Maky,

      das es nicht andersrum funktioniert "Dicke schauen sich das Essverhalten bei den Dünnen ab" wird auch noch auf die "üblich sensible Art des Autors der Zeitung"
      thematisiert,
      aus forenrechtlichen Gründen konnte ich nicht den ganzen Artikel verlinken.


      hallo Sophie,
      So wie du die Sache siehst, hätte man den Artikel auch schreiben können: Die "dicken Dünnen" (= Menschen, die ihr niederes Gewicht eigentlich nur auf Grund einer Essstörung halten können) lassen sich von der entspannten Umwelt anstecken und greifen zu!
      SO wäre der Artikel positiv geworden.
      Ich fand weniger den Inhalt als dieses Ablästern über Dicke bedenklich.

      liebe Grüße Lisa
    • Lisa Cortez schrieb:

      Die "dicken Dünnen" (= Menschen, die ihr niederes Gewicht eigentlich nur auf Grund einer Essstörung halten können)


      Ein sehr niedriges Gewicht und Normalgewicht sind ja nicht unbedingt das gleiche. Ich hab Normalgewicht aber besonders dünn bin ich nicht. Ich mag das nicht, wenn man alle Schlanken in die Essstörungs-Schublade steckt.


      Ich glaub das schon. Wenn mein Team aus lauter Dicken bestünde, würde ich wahrscheinlich unbewusst mich angleichen wollen. Ich glaube an die Macht der Gewohnheit.

      In einer Beziehung nähern sich die Partner auch in ihren Angewohnheiten an. Der Fleischesser (beispielsweise) isst öfter mal Gemüse und umgekehrt. Deswegen ist die Ehe für die Frau gesundheitlich eher abträglich, wobei sie für den Mann zuträglich ist. Aber das ist wieder ein anderes Thema....:rolleyes:
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Sophie schrieb:


      Vielleicht gehört bei manchen Teams gemeinsames Essen zur Gruppenkultur. Wer neu hinzukommt, isst dann vielleicht mehr als er gewohnt ist und nimmt zu.


      Darum ging es in dem Artikel ja gar nicht. Explizit nehmen darin die normalgewichtigen Menschen - die vorher selbstverständlich vernünftig essen und trinken - die Ernährungsgewohnheiten von Dicken an, die sich - selbstverständlich - mit süßen Getränken und fettigen Speisen vollstopfen. Also nicht essen oder trinken, sondern sich vollstopfen.

      Schöne heile Welt... :smile2:
    • Wenn jemand mit ständigen Diäten sein Gewicht mehr oder weniger mühsam hält, ist das für mich auch noch keine Essstörung. Vielleicht eine Marotte, oder "ganz schön bescheuert", aber Esstörungen sind etwas ganz Anderes.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:


      Vielleicht gehört bei manchen Teams gemeinsames Essen zur Gruppenkultur.


      In einem Buch über richtiges Verhandeln wird empfohlen, mit einem Kunden essen zu gehen. Gemeinsames Essen ist das Signal "du gehörst dazu" weil viele tausend Jahre zurück ass man nur mit dem Clan. Zusammen essen hat etwas positives. Wie z.B. in den südlichen Ländern. Die Leute essen und geniessen zusammen. Da hab ich schon gelesen, dass es positiv für den Körper ist und möglicherweise ist es auch ein Geheimnis der Mittelmeerküche.

      Ich glaub das schon. Wenn mein Team aus lauter Dicken bestünde, würde ich wahrscheinlich unbewusst mich angleichen wollen. Ich glaube an die Macht der Gewohnheit.


      Das kann ich mir fast nicht vorstellen. Wenn jemand ein natürliches Sättigungs- und Körpergefühl hat, kann er sich nicht "mästen". Aber das müsste er ja fast, um sich den dicken Mitgliedern anzugleichen. Auch wäre es ein Kampf gegen die Gene. Vielleicht nimmt ein dünnes Teammitglied ein wenig zu, aber sobald er das Team verlässt, verschwänden auch die Kilos und das Gewicht würde sich wieder beim Setpoint einpendeln.

      LG Finchen
    • Knallfrosch schrieb:

      Ein sehr niedriges Gewicht und Normalgewicht sind ja nicht unbedingt das gleiche. Ich hab Normalgewicht aber besonders dünn bin ich nicht. Ich mag das nicht, wenn man alle Schlanken in die Essstörungs-Schublade steckt.




      Ich habe jetzt extra "niederes Gewicht" und nicht "Normalgewicht" geschrieben, weil "Normalgewicht" eigentlich medizinisch gesehen das "leichte Übergewicht" wäre - huch, es ist kompliziert!
      Also "niederes Gewicht" meint nicht "zu niedriges Gewicht". Ich habe nur nach einem nicht wertenden Ausdruck gesucht.

      liebe Grüße Lisa
    • Sophie schrieb:

      Wenn jemand mit ständigen Diäten sein Gewicht mehr oder weniger mühsam hält, ist das für mich auch noch keine Essstörung. Vielleicht eine Marotte, oder "ganz schön bescheuert", aber Esstörungen sind etwas ganz Anderes.


      Das dauernde Beschäftigen mit Figur, Kaloriengehalt des Essens, "gutes" und "böses" Essen, also alles was über den gewöhnlichen Stellenwert hinausgeht, ist eine "Störung des Essverhaltens".
      Sophie hat aber Recht damit, dass es "Essstörung" auch als Krankheitsbegriff gibt, und die ist wiederum definiert im DSMV .
      lexikon.stangl.eu/11/essstoerung/
      Es gibt mehrere Definitionen.
      Ein Gradmesser ist vielleicht, wieviel Zeit täglich man mit Gedanken an Essen/Nichtessen/ Gewicht etc . verbringt.

      liebe Grüße Lisa
    • Knallfrosch schrieb:

      Ein sehr niedriges Gewicht und Normalgewicht sind ja nicht unbedingt das gleiche. Ich hab Normalgewicht aber besonders dünn bin ich nicht. Ich mag das nicht, wenn man alle Schlanken in die Essstörungs-Schublade steckt.



      Die "dicken Dünnen" ist ein Begriff der Psychologin Maria Sanchez. Sie meint damit Menschen, die ihr Normalgewicht nur durch ständige Selbstkontrolle halten können. Würden sie essen, wie sie Lust haben und ohne darüber nachzudenken , wären sie dick; daher "Dünne,die eigentlich dick sind" .

      liebe grüße Lisa
    • hm. vielleicht war ich ja immer in ausnahmefirmen, aber in sämtlichen teams, in denen ich gearbeitet habe, hätten die dünnen abgenommen, wenn sie sich meinem essverhalten angenähert hätten, und ich hätte zugenommen, wenn ich an den täglich kuchen und schokoladegewohnheiten der dünnen angeschlossen hätte.

      ich fand das ungerecht und unverständlich bis ich über die selfish brain theorie gestolpert bin. jetzt find ich es nur noch ungerecht.

      diese "studie" bzw. die die daraus sommerlochzeitschriftenfüller machen, verwechselt wieder mal korrelation und kausalität.
      Lieben Gruß

      Rita