Die Selbstmordrate bei Patienten nach bariatrischen Eingriffen deutlich erhöht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • Die Selbstmordrate bei Patienten nach bariatrischen Eingriffen deutlich erhöht

      Suizide und Kalziummangel nach bariatrischen Operationen - Deutsches Ärzteblatt,16. Oktober 2007

      Nach Ansicht von Omalu beseitigt die Operation deshalb nicht unbedingt alle Probleme der Adipositas. Man könnte auch vermuten, dass sie neue schafft und viele Patienten nicht glücklich mit den Ergebnissen sind.


      Echt????

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Administrator ()

    • Den Thread mit diesem interessanten Artikel habe ich mal in dieses Unterforum kopiert.

      Lunix, ich fürchte auch, daß zumindest von den Operateuren diese Studienergebnisse nicht an Patienten weitergegeben werden (wären sie auch schön blöd, ist ja ihr täglich Brot), aber wenigstens können interessierte User diese hier nachlesen.
    • Letzte Woche habe ich bei einer Veranstaltung in der Uniklinik Hamburg einen Mann kennen gelernt, der vor etlichen Jahren einen der allerersten Bypässe in Deutschland bekommen hat. Bei der OP ist wohl der Magen nicht mit einbezogen worden. Er beschrieb sehr anschaulich, dass er ganze Familienpizzen und Eis im Anschluss verdrückt hat und trotzdem abnahm.
      Für die OP ist er damals irgendwo in den Süden Deutschlands gefahren zu dem Operateur.

      Es sind etliche Jahre vergangen, der Mann hatte nie eine Nachuntersuchung, von Supplementation der Vitamine und des Kalziums hatte ihm auch nie jemand was gesagt. Aber er sollte (musste) jeden Tag 12 (!!!) Liter trinken. Wir waren essen und so ungefähr eine halbe Stunde nach dem Essen verschwand er für längere Zeit auf der Toilette. Seine Frau erzählte, dass das immer so sei.

      Nun sind natürlich Folgen aufgetreten, die Gelenke schmerzen, möglicherweise eine Erkrankung des Skelettsystems (Kalzium!!!) und er hat Angst das untersuchen zu lassen.

      Kein Arzt hat sich nach der OP jemals wieder um den Mann gekümmert. Er ist einfach alleine gelassen worden.
    • Hallo Zusammen,
      zu dem was Mica berichtet hat, möchte ich noch folgendes hin zu fügen!
      Der besagte Mann, hat sich mit seinen Unterlagen an mich gewandt und ich habe Verbindung mit den zuständigen Ärzten vom UKE HH aufgenommen.
      Ich hoffe ihm kann geholfen werden!

      Seine Op. war 1991/92

      Gruß
      Marlies:)
    • Danke für diese Hinweise. Ich habe das schon öfter gehört, dass die Nachsorge häufiger sehr vernachlässigt wird. Aber was schreibe ich ... das ist bei Schilddrüsenoperationen ja leider auch nicht anders. Ich denke, man ist wirklich darauf angewiesen, sich selber zu kümmern.
      Seine Op. war 1991/92
      Marlies, war das dann eine Dünndarmverkürzung? Damit habe ich mich auch mal beschäftigt, ca. 1987. Ich kenne Leute, die durch diese OP dauerhaft arbeitsunfähig wurden, weil sie bis zu 30 mal am Tag zur Toilette müssen. Bin froh, dass ich mich damals nicht habe dazu überreden lassen.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Sorry, wenn ich dieses Thema nochmal aufwärme.
      Aber von Ignoranz zu solchen Themen kann auch in den sog. "Pro-AC-Foren" nicht die Rede sein

      adipositas-foren.de/thread.php?threadid=6423



      Es gibt auch solche Artikel:

      adipositas-foren.de/thread.php?threadid=5901
      Magen-Op.: Gewichtsreduktion verbessert Gefäßschutz


      Davon mal abgesehen, dass man in diesen Foren durchaus Informationen über die Vor- und Nachteile einer AC bekommen kann muss ich doch selbst auch in die Verantwortung gehen und jedes mir mögliche Mittel nutzen mich zu informieren. Auch mein Chirurg hat mich über die möglichen Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen hingewiesen.
    • Danke, Beauchamp, für die Links. Chris ist ja eine wirklich tolle Frau. Sie ist das Thema immer schon sehr differenziert angegangen.

      Der erste Link zeigt wieder einmal, wie wahnsinnig wichtig es ist, dass wir hier das machen, was wir machen, und wie wir es machen. Ich bin froh, dass Du uns dieses gute Beispiel zur Bestätigung unserer Arbeit gegeben hast.

      Martina
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • :eek:

      Ich verstehe nicht, warum das alles nicht geforscht/bedacht wurde, speziell das mit den Bakterien.

      Und die Selbstmorde, das Übergewicht hat ja auch eine seelische Funktion, und wenn der "Panzer" so plötzlich weg ist, dann tschüss.

      Immer wieder kommt mir der Gedanke "lieber tot als dick", daher sind doch diese "kleinen Nebenwirkungen" nicht der Rede wert.
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Duodenal-Switch-OP

      Hallo Ihr Lieben!
      Ich habe gerade Eure Berichte über die Magenoperationen gelesen.
      Ich selber bin 2005 im UKE operiert worden. Es war eine sehr schwere Operation. Trotzdem waren zu der Zeit alle sehr nett zu mir gewesen. Ich wurde in den ersten 8 Monaten sehr gut betreut, wurde sogar zu Hause angerufen. Das war wirklich sehr nett. Ich habe von 234 Kg auf 160 Kg abgenommen. Das war ein tolles Erlebnis. Jedoch nach diesen 8 Monaten ging gar nichts mehr. Im Gegenteil ich nahm wieder zu und konnte auf einmal erstaunlich viel essen. Ich schaffe zwar keine Familienpizza mehr aber die Mittlere geht ganz gut. Ich war entsetzt darüber. Inzwischen geht es mir gar nicht mehr so gut. Es haben sich gesundheitliche Beschwerden entwickelt. Ich habe starken Calziummangel, Eisenmangel und Vitamin B Mangel. Auch habe ich inzwischen eine Osteoporose entwickelt. Die Ärzte versprechen mir immer wieder Hilfe und tun dann doch nichts weiter für mich, das finde ich traurig. Ich habe jetzt starke Depressionen und darf dafür auch noch Antidepressiva schlucken, weil ich ansonsten mit meinem Leben fast nicht mehr zurechtkommen kann. Das hat mir vorher keiner gesagt. Ich hatte den Ärzten vor der Operation gesagt das sie zwar meinen Bauch operieren aber nicht meinen Kopf. Sie meinten es würde sich trotzdem für mich lohnen und ich würde nie wieder so viel zunehmen wie vorher. Inzwischen hatte ich bereits bis auf 210 Kg wieder zugenommen. Ich habe manchmal innerhalb von einer Woche bis zu 20 Kg unterschied. Es geht rauf und runter. Jetzt wiege ich um die 180 Kg. Die Ärzte haben bei mir einen Gendefekt festgestellt der mein Sättigungsgefühl betrifft. Da können sie fast gar nichts machen. Im letzten Jahr hatte ich ganz viele Durchfälle. Durch den Gendefekt habe ich akuten Eisenmangel womit die Durchfälle zusammenhängen. Das macht mich fertig. Inzwischen würde ich jedem raten vor dem Schritt zu einer Operation ganz genau zu überlegen. Es ist keine Wunderheilung. Ich muß jetzt mit meiner Entscheidung leben, das ist anstrengend.
      Trotzdem wünsche ich jedem sein großes Glück zu erreichen.
      Also, liebe Grüße von Anja!
    • Interessant, dass in diesem Artikel die Behandlung für Adipositas Grad III - BMI über 40 angedacht ist.

      Ich denke, das geht in "unseren Ländern" auch darunter (egal ob der BMI nun Aussagekraft hat oder nicht).
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Ich wollt's nicht schon wieder schreiben, dass wir das Thema schon hatten.

      Ich finde es sehr befremdend, dass sich neue User nicht mal ein bißerl bemühen und nachgucken ob es ein Thema (wo es sich hier ja auch wieder um original den gleichen Artikel handelt) schon mal da war.
      Selbst ich als Alt-Userin nutze die Suchfunktion um nicht alten Käse, als neu zu verkaufen.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Sonnenkuss schrieb:

      Ich finde es sehr befremdend, dass sich neue User nicht mal ein bißerl bemühen und nachgucken ob es ein Thema [...] schon mal da war.
      Das ist ein häufiges Problem, das mich auch immer wieder wundert. Einige blubbern dann reihenweise mit "neuen" Themen drauflos, die für 90% der Mitleser ein alter Hut sind. Aber in diesem Fall lag der Thread mit seinem letzten Beitrag auch schon drei Jahre zurück, so weit stöbert man eher nicht. Mir war das heute früh auch aufgefallen, dass mir der Link bekannt vorkam und wollte wie Martina eine Zusammenlegung der Themen machen, aber bei der flüchtigen Suche hatte ich bei zwei Jahre alten Threads aufgehört.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]