SZ Artikel "Rund und ungesund" zu Übergewicht bei Kindern

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    • Ach Du Schreck! Als wäre der Artikel nicht schon schlimm genug, nein, es muss natürlich auch noch ein Buch darüber erscheinen *grusel*.
      Was kommt als Nächstes? Abspecken im Mutterleib???
      Furchtbar, wenn eine Mutter ihren eigenen Diätenwahn auf ihr Kind überträgt-
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • kampfzwerg schrieb:


      Was kommt als Nächstes? Abspecken im Mutterleib???


      Magenband bei Föten. Klingt pervers. Wäre es dann auch.

      Im Übrigen finde ich, gehört solchen Müttern eine amtliche Betreuung an die Seite gestellt, wenn nicht sogar das Sorgerecht entzogen. Im Gegensatz zu meiner Fötenbemerkung meine ich dieses sogar so. Einfach unglaublich, dieser Wahn.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Ich finde die ganze Sache furchtbar, aber das

      der Artikel schrieb:

      In dem Vogue-Artikel schildert Weiss abschließend ein Gespräch mit ihrer Tochter nach dem Diät-Jahr: Mit Tränen in den Augen habe Bea gesagt: "Das bin noch immer ich." Sie sei keine andere Person geworden, nur weil sie acht Kilo abgenommen habe. Daraufhin habe Weiss ihrer Tochter ins Gesicht gesehen und gesagt: "Natürlich bist du nun eine andere."
      find ich am furchtbarsten.

      Da hat das Kind offenbar die tiefe Einsicht, dass eine Körperform nicht einen Menschen ausmacht und was macht die Mutter?
      *kopfschüttel* Furchtbar.
      [Body] Shaming doesn’t make people thin, or healthy. It just makes them hurt.
      [SIZE=1](Miss Rosie, Blogger)[/SIZE]
    • Honigbiene schrieb:

      Im Übrigen finde ich, gehört solchen Müttern eine amtliche Betreuung an die Seite gestellt, wenn nicht sogar das Sorgerecht entzogen.


      Seh ich auch so. Ich kann gar nicht sagen, was ich mit dieser........ anstellen möchte :motz::nudelholz:. Andere Familien haben ein krankes oder behindertes Kind und wären dankbar, ein gesundes Kind zu haben. Und die hat ein gesundes Kind und hat es nun für den Rest seines Lebens geschädigt.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      Und die hat ein gesundes Kind und hat es nun für den Rest seines Lebens geschädigt.
      LG Finchen


      Nun vielleicht hat das Mädel Glück und der Schaden ist nicht so hoch. Schließlich scheint sie sich ja eine gesunde Wahrnehmung ihrer selbst bewahrt zu haben. Mich erinnern solche Berichte ganz übel an meine eigene Kindheit. Ich wurde zwar nicht so streng zur Diät gezwungen, aber beim Thema Gewicht hatte meine Familie und mein Umfeld einen ganz schönen Sockenschuß. Ich bin mir 100% sicher, dass meine damalige Kinderärztin ein solches Vorgehen für normal und begrüßenswert gehalten hätte. Verrückte Welt!
    • Leider hat die Mutter noch so viel Zeit eine ganze Menge Schaden anzurichten. Sie wird sicher alles daran setzen, dass das Kind nicht wieder zunimmt - das bedeutet ja nichts anderes als ständige Kontrolle, Verbote, Verzicht und definitiv kein normaler Umgang mit Essen.

      Da wird es schwer sein für das Mädchen sich seine gesunde Eigenwahrnehmung zu erhalten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mondsteinhexe ()

    • Im Artikel wird Susanne Klaus zitiert, Leiterin des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam (DIfE):

      Wenn sich ein Kind ausreichend bewege und normalen Aktivitäten nachginge, würde es auch nicht dick werden


      Wo war noch gerade der kotz-Smiley? Die werden nie lernen, dass es fuers Dicksein auch bei Kindern viele Faktoren gibt, ein der wichtigsten davon die Vererbung. (Ist bei der armen Bea wohl auch der Fall... )

      Ich hoffe bloss, dass Bea es irgendwie uebersteht, aber ich sehe schon die kommenden Knall... Ich fuerchte, die Momma hat etwas eingerichtet, was nicht mehr wieder gut zu machen ist. :mad:
    • sombra_blanca schrieb:

      Da hat das Kind offenbar die tiefe Einsicht, dass eine Körperform nicht einen Menschen ausmacht und was macht die Mutter?


      Ich meine, hinter diesen Worten der Kleinen noch mehr herauszuhoeren. "Ich bin immer noch ich, die gedemuetigt und erniedrgit wurde. Ich bin immer noch ich, die niemanden hat, der ihr hilft. So war es, als ich dick war, so ist es jetzt, wo ich duenn bin."
    • Was mich auch erschüttert ist, dass die Mutter beschreibt, es sei für sie ein Weckruf gewesen, als ein Junge ihre Tocher als "fett" bezeichnet hätte.

      Und anstatt ihre Tochter darin zu bestärken, dass sie ein wertvoller Mensch ist - ganz gleich welche Körperform sie hat - haut sie monatelang in die gleiche Kerbe und signalisiert dem Kind damit, es sei zu fett - der Junge hat Recht!
    • Mondsteinhexe schrieb:

      Was mich auch erschüttert ist, dass die Mutter beschreibt, es sei für sie ein Weckruf gewesen, als ein Junge ihre Tocher als "fett" bezeichnet hätte.

      Und anstatt ihre Tochter darin zu bestärken, dass sie ein wertvoller Mensch ist - ganz gleich welche Körperform sie hat - haut sie monatelang in die gleiche Kerbe und signalisiert dem Kind damit, es sei zu fett - der Junge hat Recht!


      Genau.

      LG Finchen
    • Komisch..

      Du brauchst doch zum Wählen, Gabelstapler vernünftig betätigen oder den Mülleimer runtertragen, in diesem unserem Lande, grundsätzlich immer einen Alters- oder Befähigungsnachweis..

      Verantwortungsvolle Elternschaft scheint behördlicherseits leider nicht vorgesehen, sonst würd es ja wohl einen Elternführerschein geben müssen....

      Schlimm ist, dass garantiert jede Menge Leute der Mutter nur vorausschauendes Denken zugestehen werden...

      Sie sorgt sich doch nur um die Zukunft ihrer Kleinen..und zerschmeisst die Kinderseele, das Mädel wird damit leben müssen..

      Alex, ratlos
    • Alsta schrieb:


      Verantwortungsvolle Elternschaft scheint behördlicherseits leider nicht vorgesehen, sonst würd es ja wohl einen Elternführerschein geben müssen....

      Schlimm ist, dass garantiert jede Menge Leute der Mutter nur vorausschauendes Denken zugestehen werden...


      Du widersprichst dir selbst. Wenn viele Menschen abnehmen um jeden Preis für richtig halten, dann müßte man für einen Elternführerschein Diäten halten und Kindern aufzwingen erlernen. Verlust des sorgerechts bei Übergewicht? Nein, bitte nicht noch mehr staatliche Kontrolle in der Erziehung.
    • babelfish schrieb:

      Du widersprichst dir selbst. Wenn viele Menschen abnehmen um jeden Preis für richtig halten, dann müßte man für einen Elternführerschein Diäten halten und Kindern aufzwingen erlernen. Verlust des sorgerechts bei Übergewicht? Nein, bitte nicht noch mehr staatliche Kontrolle in der Erziehung.
      Ich finde das nicht widersprüchlich. Nur weil viele Eltern es für richtig halten, ihren Kindern harte Diäten aufzuzwängen, damit sie nur ja nicht dick werden/bleiben, heißt das doch noch lange nicht, dass ein Elternführerschein auf dem gleichen Prinzip beruhen und das Verhalten solcher Eltern unterstützen müsste. Ein Elternführerschein hätte doch vielmehr die Aufgabe, die Kinder vor derart extremen Maßnahmen ihrer Eltern zu bewahren, wenn körperliche und geistige Gesundheit darunter leiden könnten.
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      — Sam Levenson
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    • Muminfrau schrieb:

      Ich meine, hinter diesen Worten der Kleinen noch mehr herauszuhoeren. "Ich bin immer noch ich, die gedemuetigt und erniedrgit wurde. Ich bin immer noch ich, die niemanden hat, der ihr hilft. So war es, als ich dick war, so ist es jetzt, wo ich duenn bin."
      So ist das bei mir auch angekommen.

      Zum Elternführerschein: Mich erinnert der Begriff an die Erlaubnis, Kampfhunde zu halten. :D

      Soweit kann man Erziehung nicht reglementieren, da wo Menschen ständig miteinander umgehen, werden auch Fehler gemacht. Trotzdem bin ich nicht ganz der Meinung, dass sich der Staat aus der Erziehung raushalten sollte. Ich bin schon für mehr öffentliche Einrichtungen um die Erziehungsunfähigkeit mancher Eltern auszugleichen und halte das Elterngeld für kontraproduktiv. Damit hätte sich auch so ein Supernanny-Schwachsinn von selbst erledigt.

      Allerdings hätte ein Kind wie Bea nicht so sehr davon profitiert. Sie kommt aus dem Mittelschichtsmilieu und ihre (narzisstische?) Mutter hat eigentlich nur das konsequent angwandt, was allgemein als richtig und gut für Kinder gilt. Und das ist in staatlichen Einrichtungen auch nicht anders, wenn nicht sogar schlimmer.
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    • Muminfrau schrieb:

      Im Artikel wird Susanne Klaus zitiert, Leiterin des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam (DIfE):



      Wo war noch gerade der kotz-Smiley? Die werden nie lernen, dass es fuers Dicksein auch bei Kindern viele Faktoren gibt, ein der wichtigsten davon die Vererbung. (Ist bei der armen Bea wohl auch der Fall... )


      Die Aussage der guten Frau ist einfach nur dumm und falsch. Meine Tochter (11) ist dick, obwohl sie sich "normal" ernährt und sogar Handball spielt. Wenn ich das beim Arzt oder sonstwo anführe - werde ich immer nur belächelt, weil das ja gar nicht sein kann. Außerdem bin ich ja selber dick und ergo ernähre ich mich und mein Kind falsch - Mann, manchmal habe ich es echt satt :wand:
    • Alsta schrieb:

      Die Idee mit dem "Elternführerschein" war nicht soo ganz ernst gemeint....
      Der würde sich auch nicht durchsetzen lassen, aber ich finde es einfach spannend, diese absurde Idee ein wenig gedanklich durchzuhecheln, wenn es darum geht, wo das Kindswohl, um dessen Schutz es immer gehen soll, anfängt bzw. wo es aufhört.
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    • Nachdem ich jahrelang im Kindergarten gearbeitet hatte und das natürlich mit viel Elternarbeit verbunden war, finde ich die Idee vom Elternführerschein gar nicht mehr so absurd. Oft habe ich - ähnlich wie Asta - gedacht, für alles braucht man hier eine Genehmigung, um mit irgend einem Gerät umgehen zu dürfen, aber Kinder darf jeder bekommen und sie erziehen wie er will.

      Die Frage wäre, wie gestaltet man so etwas - weniger in Form von Auflagen, sondern mehr in Form von Unterstützung u.a, auch durch Aufklärung, die allerdings verbindlichen Charakter haben sollte - so könnte ich mir das schon vorstellen.

      Das Ganze würde jedoch eine unendliche Diskussion nach sich ziehen, was denn nun in der Erziehung "richtig" und "falsch" ist - und da wird es keine einheitliche Lösung geben die dann als Grundlage für diesen Elternführerschein, oder Elternkurs, Elternfortbildung, Elternbegleitung, Elternworkshops, Elternschule oder wie auch immer man das nennen wollte - dienen kann.
    • So ein Elternführerschein würde vielleicht verhindern, dass Kinder bei alkoholkranken oder prügelnden Eltern aufwächst. Aber er würde sicher nichts gegen diätgeile Eltern ausrichten, da diese Eltern in den Augen der Öffentlichkeit alles richtig machen. Schlimmer noch, so ein Schein könnte dicken Menschen mit Kinderwunsch verweigert werden. Weil sie ja "offensichtlich" das Essen nicht im Griff haben und damit dicke Kinder in die Welt setzen.

      LG Finchen
    • Monsteinhexe schrieb:

      Die Frage wäre, wie gestaltet man so etwas - weniger in Form von Auflagen, sondern mehr in Form von Unterstützung u.a, auch durch Aufklärung, die allerdings verbindlichen Charakter haben sollte - so könnte ich mir das schon vorstellen.
      Aber es wird doch aufgeklärt - über "richtige" Ernährung sowie Vermeidung von Übergewicht bzw. Maßnahmen zur Abhilfe.

      Und das ist die Crux.
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    • @Lunix
      Ich hatte meinen Beitrag keineswegs auf das Thema Ernährung bezogen, sondern auf Erziehung allgemein - und hier merkte ich ja an, dass es keinen einheitlichen Weg gibt / geben kann.

      Wenn ich an eine Schulung für Eltern denke, stelle ich mir in Punkto Ernährung nicht vor, dass irgendwelche schlauen Menschen sie darüber aufklären, wie sie ihre Kinder ernähren sollten, um Übergewicht zu vermeiden, sondern z.B. was dieser Hype ums Essen anrichten kann, wie man den Druck rausnehmen kann, wie Eltern und Kinder zu einem selbstbestimmten und nach ihren Bedürfnissen ausgerichteten Essverhalten gelangen können - diesen Ansatz habe ich bisher in keiner Aufklärungskampage gefunden... immer nur den erhobenen Zeigefinder und Aussagen über "gutes" und "schlechtes" Essen...

      Wenn im Kindergarten die Zahnärztin kam, mussten die Kinder immer zwischen "bösen" und "guten" Lebensmitteln unterscheiden :mad:.
    • Mondsteinhexe schrieb:


      Wenn im Kindergarten die Zahnärztin kam, mussten die Kinder immer zwischen "bösen" und "guten" Lebensmitteln unterscheiden :mad:.

      Ich hatte leider als Kind grottenschlechte kariöse Milchzähne, weil meine Eltern sich überhaupt keine Gedanken um Zahnpflege und zahnfreundliche Ernährung gemacht haben, stattdessen mir ständig Lutscher und Bonbons kauften und erst dann mit mir den Zahnarzt aufsuchten, wenn ich nachts vor Zahnschmerzen heulte. Ein bisschen Aufklärung kann also durchaus nicht schaden. :daumen:
    • kampfzwerg schrieb:

      Ich finde das nicht widersprüchlich. Nur weil viele Eltern es für richtig halten, ihren Kindern harte Diäten aufzuzwängen, damit sie nur ja nicht dick werden/bleiben, heißt das doch noch lange nicht, dass ein Elternführerschein auf dem gleichen Prinzip beruhen und das Verhalten solcher Eltern unterstützen müsste. Ein Elternführerschein hätte doch vielmehr die Aufgabe, die Kinder vor derart extremen Maßnahmen ihrer Eltern zu bewahren, wenn körperliche und geistige Gesundheit darunter leiden könnten.


      Das war auch mein gedanklicher Ansatz...