Artikel aus Die Welt: " Die Dicken sind viel gesünder als die Dünnen"

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    • Artikel aus Die Welt: " Die Dicken sind viel gesünder als die Dünnen"

      Ein Interview mit Achim Peters zum Thema Übergewicht als Bewältigungsstrategie bei bzw. Folge von erhöhtem Stress:
      welt.de/vermischtes/article113…nder-als-die-Duennen.html

      Peters sagt in dem Artikel u.a.: "Die moderne Forschung spricht nur noch von Gewichtsvielfalt. Jeder Mensch hat die für seinen Lebenszuschnitt ideale Überlebensstrategie und das dazugehörige Gewicht." - schön wärs, wenn das irgendwann Realität würde... :holy:
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
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    • ...............und ich bin in einer Ernährungsklinik auf eine Krankenschwester gestoßen, bei der ich zum ersten mal den eindruck hatte, sie würde wirklich VERSTEHEN:

      „Frau ........., ich arbeite seit fast dreißig Jahren in dieser Klinik, alle zwei Jahre waren andere Ernährungsempfehlungen up to date, wir rannten mit unseren Programmen immer der Entwicklung hinterher. Ich habe Menschen kennen gelernt, von denen ich mir nicht erklären konnte, warum sie so aussahen, wie sie aussahen und wahrscheinlich müssen wir uns in weiteren dreißig Jahren bei den Übergewichtigen entschuldigen, denn dann wird klar sein, warum der eine so und der andere so auf Nahrungsmittel reagiert und wahrscheinlich wird es ein wirksames Mittel geben, das man wie eine Kopfschmerztablette einnimmt.“


      Das beruhigte mich zumindest in so weit, als das man glauben kann, daß nicht jeder oberflächlich über Übergewichtige redet und die Gründe für Übergewicht vielfältiger sein müssen, als die Wissenschaft heute weiß.
    • dramaqueen schrieb:


      Peters sagt in dem Artikel u.a.: "Die moderne Forschung spricht nur noch von Gewichtsvielfalt. Jeder Mensch hat die für seinen Lebenszuschnitt ideale Überlebensstrategie und das dazugehörige Gewicht."


      und ich würde noch weiter gehen... ideale Überlebensstrategie und die dazugehörigen Kompensationsmechanismen welcher Art auch immer........ Das würde alle einschliessen (zB die Kettenraucher wie mich) und vermeidet eine Pathologisierung der Dicken.

      Noch schöner wäre es aber wenn wir Leben würden, nicht Überleben
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Schönes Schluss-Statement des Artikels:
      "Die Gesellschaft muss sich verändern. Nicht die Dicken."

      Ein guter Ansatz, aber immer noch zu kurz gesprungen. Der Artikel impliziert ja wieder, dass das Übergewicht durch (hier nun stressbedingtes) Zuviel-Essen erzeugt wird.
      OK. Das stimmt für einen wie ich vermute ziemlich großen Anteil der Dicken.

      Aber ganz außer Acht gelassen wurden wieder einmal Stoffwechselstörungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten, die zu Übergewicht führen, obwohl mensch möglicherweise sogar weniger isst, als er/sie eigentlich müsste. Und dass toxischer Stress an sich (schöner Begriff!) zu Gewichtszunahme bei gleichbleibendem Essverhalten führen kann.

      Kurz vor Weihnachten ist mein Schwiegervater gestorben, und die Schwiegermutter wurde in unserem Wohnzimmer einquartiert. Ich war mit den Nerven fix und alle und bekam Beta-Blocker zwecks Reduzierung des Erregbarkeitsniveaus verschrieben. Obwohl ich kaum einen Bissen runtergebracht habe, auch nicht auf Kalorienbomben als Tröster ausgewichen bin, Dauerdurchfall und Erbrechen hatte, habe ich in 4 Wochen 10 Kilo zugenommen. Das soll mir mal einer erklären.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Ein guter Ansatz, aber immer noch zu kurz gesprungen. Der Artikel impliziert ja wieder, dass das Übergewicht durch (hier nun stressbedingtes) Zuviel-Essen erzeugt wird.


      Das ist die Meinung von Achim Peters, die er in jedem Interview, in jedem Artikel und in seinem Buch ("Das egoistiche Gehirn") so darlegt.

      Bei allem Respekt von Prof. Peters, der meint, dass er wirklich sein Bestes fuer die Entstigmatisierung des Dickseins tut, finde ich seine Meinung auch sehr einseitig.

      Natuerlich ist Peters ein Wissenschaftler, dem es vor Allem darum geht, seine Theorie von egoistischen Gehirn zu propagieren. Ich wuensche nur, er wuerde dabei differenzierter vorgehen, denn fuer die Dicken tut er damit leider nicht nur Gutes.
    • @Maky: Ich sage "dick" statt "übergewichtig", wann immer ich kann. "Die Übergewichtigen" und "die Dicken" wird sehr oft verwendet, insbesondere in der Presse. Versuch einer Definition würde wohl aufs BMI auslaufen, ich möchte aber nichts definieren. Was die Presse damit meint... gute Frage. :rolleyes:

      Ansonsten könnte man auch fragen, was denn "das dicke Forum" ist und was denn "engagierte dicke Menschen" sind (siehe Forumstitel). Ich persönlich brauche darauf allerdings keine Antworten, weil ich die Fragen gar nicht stelle. :cool:
    • @ Muminfrau

      Ich habe die Wörter die gezielt betont und meinte nicht die Formulierung von "dick" oder "übergewichtig".
      Ich meinte vielmehr, welche (dicken bzw. dünnen) Menschen man hier zum Vergleich gegenüber gestellt hat. Es gibt bei dicken wie bei dünnen Menschen gesunde und kranke. Der Titel deutet für mich aber an: ALLE dicken Menschen sind gesünder als ALLE dünnen Menschen.