Essen macht mich glücklich

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    • Liebe claudiathomas,

      ich kann mich da Itsme nur anschliessen, ich finde es ganz toll, wie du mit der "Ess-Problematik" umgehst und dich damit auseinandersetzt.

      Beim Lesen deiner Beiträge finde ich mich so intensiv wieder.
      Es berührt mich sehr und ich bewundere dich auch.

      Ganz viele liebe Grüße
      soulfully
    • gabriele schrieb:

      Wenn du emotional isst, dann hast du bereits ein unkontrollierbares essen.


      Das ist eine Frage der Definition, denke ich. Wie definierst du "emotionales Essen"?

      Fuer mich heisst es, dass man isst, weil man seine Emotionen beeinflussen will. (Sich beruhiggen oder troesten.) Ich kann durchaus merken, wenn dieses Ziel erreicht ist, und dann aufhoeren zu essen.
    • Itsme schrieb:


      @ claudiathomas

      Immer noch bewundere ich, wie Du Dich "ergründest" und den Dingen auf den Grund gehst. Und wie erfolgreich Du dies praktizierst - auf was für einem wunderbaren Weg Du bist. Ich ziehe meinen Hut!


      Vielen Dank für das Lob.
      Immer ist es natürlich nicht so erfolgreich, meine Entwicklung verläuft in Wellen, nach guten Phasen kommen dann wieder schlechtere in denen ich mehr emotional esse.

      Itsme schrieb:


      Was ich noch nicht ganz verstehe ist, wie Du unterscheidest, ob Du einfach aus Freude, Lust, Appetit isst, oder ob um andere Dinge zu überdecken.
      Hast Du da unterschiedliche Gefühle beim essen?


      Ich mache da nicht wirklich einen Unterschied im Vorgehen. Mein Ziel ist es (zumindest meistens) nur zu Essen wenn ich wirklich körperlichen Hunger habe und nur so lange bis ich satt bin.
      Wenn ich merke dass ich essen möchte obwohl ich keinen Hunger habe hinterfrage ich was mir das Essen geben soll bzw. warum ich Essen möchte. Dabei macht es für mich im Grunde keinen Unterschied ob ich mehr aus einem Lustgefühl heraus essen will oder aus einen Druck- oder Spannungsgefühl. Bzw. der einzige Unterschied ist dass es bei einem Lustgefühl deutlich schwieriger ist, weil da so noch eine starke Überzeugung in mir ist das mir das Essen gut tut.

      Wenn ich aber genau hinspüre, mich frage "was soll mir das Essen geben" dann erkenne ich oft dass es letztendlich doch nur darum geht eine Sehnsucht zu stillen die nichts mit Essen zu tun hat bzw. ein unangenehmes Gefühl nicht zu spüren.

      Ich möchte auch diese Verhaltensweise, aus Lust ohne Hunger zu essen, aushebeln, weil es halt schon einen großen Teil meiner Abhängigkeit vom Essen ausmacht.

      Wenn ich z.B. Appetit auf etwas habe weil es so lecker aussieht und ich dann entscheide es trotzdem nicht zu essen weil ich keinen Hunger habe, kommen ganz schmerzhafte, heftige Gefühle hoch. Panik! "Ich lasse mir das Essen nicht wegnehmen!"
      Und dann versuche ich (wenn ich es schaffe), liebevoll zu hinterfragen warum das Essen so wichtig für mich ist. Es mir einfach zu verbieten wäre falsch, würde nur den Druck erhöhen. Ich muß diese Stimme ernst nehmen die sich ans Essen klammert als hinge ihr Leben davon ab (denn sie gewinnt früher oder später immer, weil sie viel tiefer in mir verankert ist als mein Verstand, sie ist ein Überlebensprogramm aus der Zeit als ich tatsächlich nur Essen hatte um mir selbst zu helfen). Nur wenn es mir gelingt dass sie das Essen nicht mehr braucht löst sich wirklich der Eßdruck, ganz sanft, und es bleibt ein wohliges Gefühl im Bauch. Klappt wie gesagt leider nicht so oft wie ich das möchte, aber ich arbeite weiter daran.
    • Muminfrau schrieb:

      Das ist eine Frage der Definition, denke ich. Wie definierst du "emotionales Essen"?

      Fuer mich heisst es, dass man isst, weil man seine Emotionen beeinflussen will. (Sich beruhiggen oder troesten.) Ich kann durchaus merken, wenn dieses Ziel erreicht ist, und dann aufhoeren zu essen.



      emotionales essen kann vieles bedeuten. daß es einem z.B nicht gut geht, oder langeweile, Angst, Frust, oder aber auch Stress, sich auf jeden Fall mit essen abzureagieren. Aber der Sinn der Nahrungsaufnahme ist doch, um den Hunger zu stillen.
    • Nein.
      In sämtlichen menschlichen Kulturkreisen hat Essen auch eine psychosoziale Funktion, sei es bei Verhandlungen, bei Vertragsabschlüssen, zu sämtlichen Festen inklusive den Tod usw.
      Selbst bei manchen Tieren gibt es das "Brautgeschenk" für das Weibchen.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Sonnenkuss schrieb:

      Nein.
      In sämtlichen menschlichen Kulturkreisen hat Essen auch eine psychosoziale Funktion, sei es bei Verhandlungen, bei Vertragsabschlüssen, zu sämtlichen Festen inklusive den Tod usw.
      Selbst bei manchen Tieren gibt es das "Brautgeschenk" für das Weibchen.


      Gut, dass Du das erwähnst!

      Denn - @ claudiathomas,
      das ist etwas was ich einfach für mich nicht so annehmen will, dass man immer nur dann essen darf, wenn man Hunger hat.
      Ich verstehe Deine Beweggründe, so ist es nicht. Aber ich sehe das einfach so:

      Solange mir das Essen keine gesundheitlichen Probleme macht, z. B. indem ich immer dicker, dadurch vielleicht unbeweglicher und unglücklicher werde, (oder andere gesundheitliche Gründe) finde ich es überhaupt nicht schlimm auch hier und da einfach nur aus Lust, aus Appetit oder aus irgend einem anderen Grund zu essen.
      Ja, auch hier und da, wenn ich über eine ganz andere Sache traurig, gefrustet oder genervt bin und ich mit dem Essen den eigentlichen Grund nicht aus der Welt schaffe. Und das dann auch ohne jedes schlechte Gewissen zugenießen.

      Wie Sonnenkuss oben schreibt, hat Essen immer schon auch eine psychosoziale Funktion gehabt, was man zum Beispiel auch daran erkennen kann, dass zu einer schönen Einladung meistens auch etwas Gutes zu Essen serviert wird.
      Ich glaube nicht dass dies passiert weil man weiß dass alle Gäste starken Hunger haben werden - oder umgekehrt alle Gäste nur dann einer solchen Einladung Folge leisten, weil sie wissen zu diesem Zeitpunkt starken Hunger zu haben. Es wird so gemacht, weil es einfach schön ist beisammen zu sitzen und dabei etwas Gutes zu essen. Der wirkliche köreperliche Hunger spielt dabei praktisch keine Rolle oder ist zumindest zweitrangig.


      Natürlich sollte man - wenn möglich etwas, was einen bedrückt versuchen zu erkennen, und dann auch wenn möglich ändern. Aber für den Moment kann Essen trösten.
      Das Eine schließt das Andere ja nicht aus.

      Abgesehen davon gibt es ja auch Dinge die man erkennt, aber trotzdem nicht ändern kann. Warum sollte dann unter anderem auch etwas Gutes zu essen nicht ein "Medikament" sein, mit dem man die ungute Gefühlslage entschärft?

      Was ich meine ist, wenn etwas wirklich krankhafte Außmaße angenommen hat, dann tut es nicht gut. keine Frage.
      Wenn es sich jedoch um eine Maßnahme handelt die mir für den Moment Hilfe gibt und ich dabei nicht vergesse dass Essen keine Lösung für alle unguten Gefühle ist, sondern nur ein kleines Hilfsmittel von vielen, dann finde ich es nicht gefährlich oder gesundheitlich bedenklich sich auch dieses Mittels ab und zu zu bedienen.

      Nach wie vor fände ich es schade wenn man Essen dazu degradiert, nur dazu da zu sein um körperlichen Hunger zu stillen und es nur erlaubt sein soll zu essen, wenn man wirklichen Hunger verspürt.
      Wenn Essen nur diese Funktion haben soll, dann würde es ja auch reichen, wenn es so konzipiert würde, dass es einfach nur satt macht.
      Statt dessen legt man jedoch ebenso großen Wert darauf, dass es schön angerichtet ist, dass der Tisch schön gedeckt ist, dass auch das Auge eine Freude empfindet.
      Das alles bräuchte es ja gar nicht, wenn Essen nur einfach zum stillen des Hungers da wäre.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Gut, dass Du das erwähnst!

      Denn - @ claudiathomas,
      das ist etwas was ich einfach für mich nicht so annehmen will, dass man immer nur dann essen darf, wenn man Hunger hat.
      Ich verstehe Deine Beweggründe, so ist es nicht. Aber ich sehe das einfach so:

      Solange mir das Essen keine gesundheitlichen Probleme macht, z. B. indem ich immer dicker, dadurch vielleicht unbeweglicher und unglücklicher werde, (oder andere gesundheitliche Gründe) finde ich es überhaupt nicht schlimm auch hier und da einfach nur aus Lust, aus Appetit oder aus irgend einem anderen Grund zu essen.
      Ja, auch hier und da, wenn ich über eine ganz andere Sache traurig, gefrustet oder genervt bin und ich mit dem Essen den eigentlichen Grund nicht aus der Welt schaffe. Und das dann auch ohne jedes schlechte Gewissen zugenießen.


      Ich finde es auch nicht schlimm immer mal wieder aus anderen Gründen als Hunger zu essen, im Gegenteil, mir ist es wichtig mir auch in Zukunft diese Freiheit zu bewahren. Gerade auch wenn es um ein Festessen o.ä. geht. Ich möchte nicht in eine neue Zwanghaftigkeit kommen. Es ist etwas ganz normales ab und zu ohne körperlichen Hunger zu essen, durchaus auch um sich zu trösten, ohne sich groß einen Kopf drüber zu machen. An diesen Punkt der Freiheit würde ich gerne kommen! Genauso wie ich mir auch heute schon die Freiheit nehme mich mit anderen Dingen mal zu trösten oder zu entspannen die mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun haben.

      Mein Problem ist halt der Leidensdruck den ich wegen meiner Abhängigkeit vom Essen habe, oder besser gesagt der Leidensdruck den ich wegen verschiedener Gegebenheiten in meinem Leben habe und die oft zu Eßdruck führen. Ich möchte das Essen über die Sättigung nicht mehr brauchen.

      Ich habe sehr viel häufiger als nur ab und zu den Drang ohne Hunger zu Essen, und ich fühle mich nicht frei damit. Ich bin nicht frei weil ich mich nicht dagegen entscheiden kann ohne noch massiveren Eßdruck zu bekommen. Aber das möchte ich. Ich möchte fähig sein mich frei dagegen oder dafür zu entscheiden meinem Appetit zu folgen. Deshalb setzte ich mich damit auseinander.

      Dagegen kann ich mir gut vorstellen mit "wenn ich eingeladen bin dann höre ich bei Sättigung nicht auf zu Essen" zu leben. Wobei "wenn ich eingeladen bin dann ist es stimmig für mich, bei Sättigung aufzuhören" auch nicht schlecht wäre.

      Itsme schrieb:


      Nach wie vor fände ich es schade wenn man Essen dazu degradiert, nur dazu da zu sein um körperlichen Hunger zu stillen und es nur erlaubt sein soll zu essen, wenn man wirklichen Hunger verspürt.
      Wenn Essen nur diese Funktion haben soll, dann würde es ja auch reichen, wenn es so konzipiert würde, dass es einfach nur satt macht.
      Statt dessen legt man jedoch ebenso großen Wert darauf, dass es schön angerichtet ist, dass der Tisch schön gedeckt ist, dass auch das Auge eine Freude empfindet.
      Das alles bräuchte es ja gar nicht, wenn Essen nur einfach zum stillen des Hungers da wäre.


      "Nur bei körperlichem Hunger essen" bedeutet nicht dass ich nur esse um satt zu werden, es schließt nicht aus dass ich das Essen liebevoll zubereite, den Tische schön decke und das Essen genieße, im Gegenteil. Mir schmeckt es viel besser wenn ich hungrig bin, was für ein tiefer Genuß ist es dann zu essen.
      Aber ich glaube ich verstehe was du meinst, denn ich habe eine Stimme in mir die sagt "Was soll denn das für ein Genuß sein wenn ich nicht so viel essen kann wie ich will?" Aber wenn ich genauer hinschaue erkenne ich dass das bei mir nicht nur Genuß ist sondern auch Abhängigkeit. Wenn es nur Genuß wäre dann würde es mir nichts ausmachen wenn ich es mal nicht haben kann. Aber das ist nicht so. Wenn ich es nicht haben kann geht in mir innerlich die Post ab. Und das möchte ich loswerden.

      Heute Mittag habe ich das auch einmal wieder erlebt. Allein der Gedanke mit dem Essen bei Sättigung aufzuhören - unerträglich. Ich habe das Essen sehr genossen, aber jetzt fühle ich mich viel zu voll. Ich habe große Hoffnung dass es auch eine andere Möglichkeit gibt, ich möchte da hin kommen dass es mir nicht mehr weh tut mit dem Essen aufzuhören wenn ich satt bin. Mich zwingen aufzuhören wenn ich satt bin ist keine Option für mich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von claudiathomas ()

    • Ich denke schon das wir uns alle einig sind, dass das Essen nur zum Problem wird, wenn es praktisch negativ missbraucht wird also negativ für den Körper(im Sinne von Übelkeit und Völlegefühl) und Essen exzessiv praktiziert wird.

      Das ist bei mir der Fall. Bei mir ist es dann manchmal so dramatisch dass ich sogar Sachen esse die ich in der Regel garnicht esse weil sie mich sonst nicht tangieren. Immer dann wenn nichts da ist was mir schmeckt. Das halte ich wirklich für bedenklich.
    • @ claudiathomas

      Danke sehr,
      denn du hast das alles so klar und deutlich erklärt, dass ich jetzt den Unterschied zu dem, was ich meine, gut verstehen kann!
      Ja, jetzt weiß ich was und wie Du das meinst und ich kann absolut verstehen, dass Du diese Abhängigkeit nicht mehr willst.

      Ich wünsche Dir von Herzen, dass Deine postive Auseinandersetzung mit diesem Thema weiterhin gute Erfolge zeigt - ich bin sogar überzeugt davon.

      Danke für die Mühe die Du Dir mit mir gemacht hast. :)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @itsme

      Gerne.
      Ich bin im Grunde zuversichtlich dass ich weiter voran komme, wenn es nur manchmal nicht so schwer wäre. Heute habe ich so starken Eßdruck und es ist mir nicht gelungen ihn mehr als nur ein bißchen zu lösen, manchmal ist es wie verhext. Ich hoffe dass es mir jetzt demnächst noch gelingt mir zu helfen. Aushalten ist keine Lösung und Essen auch nicht.

      Danke für deine guten Wünsche!
      "Kurz" kann ich nicht. ;)

      [SIZE=1]Von claudiathomas[/SIZE]
    • claudiathomas schrieb:

      @itsme

      Gerne.
      Ich bin im Grunde zuversichtlich dass ich weiter voran komme, wenn es nur manchmal nicht so schwer wäre. Heute habe ich so starken Eßdruck und es ist mir nicht gelungen ihn mehr als nur ein bißchen zu lösen, manchmal ist es wie verhext. Ich hoffe dass es mir jetzt demnächst noch gelingt mir zu helfen. Aushalten ist keine Lösung und Essen auch nicht.

      Danke für deine guten Wünsche!


      Ja, das wünsche ich dir, zumal ja auch noch dazu kommt, dass auch unter normalen Umständen nicht jeder Tag gleich ist.
      Es gibt Tage da hat man wenig Verlangen, oder auch wenig Hunger und es gibt Tage, an denen man fast nie wirklich befriedigt ist, auch wenn man vielleicht eigentlich satt ist.
      Ich glaube zumindest, dass dies normal ist, denn mir geht es ab und zu so und ich habe in Gesprächen erfahren, dass dies vielen Menschen so geht.
      Wie gesagt, mir geht es ab und zu so und das ist dann, als hätte ich ein Loch im Bauch und das ist fast nicht zu stopfen.
      Ganz sicher weiß ich zumindest, dass man nicht jeden Tag die gleiche Menge an Nahrung braucht.

      Das alles jetzt innerhalb Deiner Thematik mit einzubeziehen, halte ich wirklich für schwer, denn wie will man das unterscheiden?
      Dazu kommt, dass die Lebensmittelindustrie sich eine Menge Tricks austüftelt, die dazu führen, dass man von bestimmten Dingen kaum genug bekommen kann. Ob da so etwas ähnliches wie "Suchtstoffe" verwendet werden weiß ich nicht wikllich, aber eine Sendung dieses Themas über Schokolade lässt mich das fast vermuten. Was da alles ausprobiert wird um dem Konsumenten Lust auf immer mehr zu machen, ist fast beängstigend.

      Wir werden auf jede nur erdenkliche Art und Weise "verführt", sei es durch das was ich eben beschrieb, sei es durch massive Werbung oder durch die immerwährende Präsenz der Produkte. Ja, es wird einem schwer gemacht zu widerstehen.
      Dass gleichzeitig überall Diäten angepriesen werden, könnte man als das Paradoxe daran sehen, ist es aber nicht, denn hier gehen im Grunde zwei Industriezweige sich wunderbar ergänzend, Hand in Hand und sahnen ab ohne Ende.
      Der einzig Dumme / der Verlierer ist der Verbraucher.

      Auch wenn ich mich wiederhole:
      Ich wünsche Dir dass Du weiterhin Fortschritte machst und vor allem dabei auch, dass Du die Geduld mit Dir nicht verlierst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @itsme

      Ich habe die Erfahrung gemacht dass das Verlangen nach Essen das unabhängig vom körperlichen Hunger ist, extrem vielschichtig ist und sehr verschiedene Auslöser hat.

      Früher war ich so bombardiert mit Auslösern für Essdruck dass ich in meinen schlimmsten Zeiten bei jeder Mahlzeit (weit) über die Sättigung gegessen habe oder ich war schon satt wenn ich angefangen habe zu essen. Allein Euphorie übers Abnehmen (wenn ich mal zwischendurch einen Lauf mit einer Diät hatte und mich endlich nicht mehr gehasst habe für mein Essverhalten) hat den Essdruck mal vorübergehend aushebeln können. Deshalb war ich immer entweder am Abnehmen oder am Zunehmen.

      Das hat sich jetzt gottseidank schon sehr gebessert, ich konnte mich stabilisieren und doch schon einiges aufarbeiten, so dass ich bei weitem nicht mehr so viel Essdruck habe. Momentan geht es eher in Wellen, bessere Phase, schlechtere Phasen, mit positiver Tendenz.

      Ich kenne das auch dass an manchen Tagen ein schier unlösbarer Essdruck da ist den ich gar nicht richtig zuordnen kann obwohl ich ansonsten schon sehr trainiert darin bin. So wie gestern. Aufgrund meiner Erfahrungen die ich bisher mit dem Thema Essdruck und Auslöser des Essdrucks gemacht habe, bin ich relativ überzeugt davon dass es bei mir (ich will hier keinesfalls auf andere schließen, das ist mir ganz wichtig!) auch hierfür eine Ursache auf der Gefühlsebene gibt, ich bin nur noch nicht dahinter gekommen welche.

      Es wäre auch nicht schlimm wenn diese Art von Essdruck am Schluß als einzige übrig bleiben würde. Aber ich merke dass es mich auch irgendwie reizt dieses Rätsel zu knacken, es macht mir Freude in so guten Kontakt mit mir und meinem Körper zu kommen und ganz fein zu erforschen was los ist. Ich versuche es so zu betrachten, so fühlt es sich gut an.

      Gestern hat es dann auch tatsächlich noch ohne emotionales Essen geklappt, allerdings war das zumindest anfangs mehr ein Aussitzen als ein Lösen des Essdrucks. Aber später hat er dann von alleine nachgelassen.

      Was die Verführungen von außen betrifft so habe ich die Hoffnung dass ich, wenn ich in wirklich gutem Kontakt mit meinem Körper bin, gut wahrnehmen kann was er möchte und was sich nicht gut anfühlt, und dass das stärker ist als die Reize von außen. Ich lerne den Ernährungsinstinkt meines Körper immer besser wahr zu nehmen und mache Erfahrungen damit wie herrlich es ist etwas zu essen das genau das richtige ist. Also richtig für meinen Körper, was irgendwelche Ernährungs“experten“ sagen ist mir sch...egal, da kriege ich Aggressionen wenn ich die nur höre.
      [FONT=&quot]Ich habe meinen eigenen Experten, und das ist mein Körper. Aber auch hier ist es mir wichtig nicht in eine neue Zwanghaftigkeit zu kommen oder Druck aufzubauen es perfekt machen zu müssen (das ist mir am Anfang passiert und führte auf direktem Weg zu Essanfällen). Ich wähle mein Essen einfach nach Gefühl aus, was mich am meisten anspricht. Wenn ich Hunger habe möchte ich z.B. nichts süßes, da kann man mich damit jagen, obwohl meine Essanfälle zum großen Teil aus Süßigkeiten bestehen.

      Vielen lieben Dank nochmal für deine guten Wünsche!
      Geduld habe ich inzwischen schon etwas besser gelernt, jetzt bin ich bald 2 Jahre dran am Thema und noch lange nicht fertig. Aber zurück geht sowieso nicht mehr. :)

      Viele liebe Grüße und einen schönen Sonntag

      Claudia
      [/FONT]
      "Kurz" kann ich nicht. ;)

      [SIZE=1]Von claudiathomas[/SIZE]
    • Bei mir ist es so, dass ein emotional ausgelöster Essanfall sich extrem unterscheidet von Essen aus Lust/Appetit/Hunger. Ich versuche mal, meine Gefühle dabei zu beschreiben.

      Wenn ich wirklich hungrig bin (nach einer stundenlangen Wanderung im Schnee zum Beispiel), fühle ich mich freudig neugierig: "Was ist denn im Kühlschrank? Mach ich mir Nudeln? Oder esse ich ein belegtes Brot?"
      Und dann kann ich zwar richtig reinhauen, aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem ich bemerke "Ach war das gut. Ich bin jetzt satt." Dann stelle ich eventuell vorhandene Reste in den Kühlschrank und fertig ist. Es bleibt ein angenehmes Gefühl der Zufriedenheit.

      Essen aus Lust/Appetit: Manchmal habe ich den ganzen Tag Sehnsucht nach einem bestimmten Lebensmittel. "Mann, hab ich jetzt Lust auf ein Hefeweizen/eine Pizza/etwas Süßes..." Vielleicht habe ich etwas gerochen oder gesehen, was mir Appetit auf etwas ganz Bestimmtes macht, zum Beispiel Pizza. In dem Fall gehe ich in meine Lieblingspizzeria, wo die Pizza noch mit echtem Hefeteig frisch gebacken wird, ein Glas Wein bei Kerzenlicht dazu... Danach fühle ich mich auch rundum zufrieden und will auch nicht noch mehr essen: "Das tat gut. Ich habe mir etwas Gutes getan." Wenn die Pizzeria gerade zu hat, nehme ich aber nicht mit einer TK-Pizza vorlieb! Dann warte ich lieber bis zum nächsten Tag, falls das Gelüste dann noch besteht.

      Ein Essanfall aus schlechten Gefühlen heraus fühlt sich ganz anders an. Ich fühle mich scheiße, in meinen Gedanken ist hauptsächlich der Auslöser dieses schlechten Gefühls. Ich denke nicht mit einer positiven Einstellung ans Essen, sondern gehe eher automatisch zum Kühlschrank. "Mal gucken." Und dann esse ich, was da ist, mechanisch, roboterhaft. Und viel. Weil ich dieses Lebensmittel in meinem Mund ja gar nicht um seiner selbst willen wollte, schmeckt es mir auch nicht besonders. Also versuche ich etwas anderes. Und noch etwas anderes.... Aber dabei fühle ich mich immer noch scheiße. Solange bis der Druck im Bauch oder eine Übelkeit stärker wird als das schlechte Gefühl. Danach denke ich "Musste das jetzt wieder sein?" Ich bin nicht zufrieden, sondern ärgere mich, schäme mich, hasse mich.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • gabriele schrieb:

      emotionales essen kann vieles bedeuten. daß es einem z.B nicht gut geht, oder langeweile, Angst, Frust, oder aber auch Stress, sich auf jeden Fall mit essen abzureagieren. Aber der Sinn der Nahrungsaufnahme ist doch, um den Hunger zu stillen.


      Ich glaube das ist der Knackpunkt warum es mit den Esstörungen so schwierig ist. (Ich habe keine und mache daher nur Annahmen).
      Wäre es nicht schön, wenn es so einfach wäre. Entweder man hat Hunger, den man stillt bis man satt ist, dann ist man nicht essgestört. Oder man isst obwohl man keinen (körperlichen) Hunger hat. Bullshit.

      Sophie hat die drei verschiedenen Möglichkeiten so schön dargestellt. Als "Normalesser" mit "Normalgewicht" esse ich wie in Szenario 1 und 2 geschildert. Sprich aus Hunger oder aus Lust. Szenario Nummer 3 ist mir persönlich fremd, ich beobachte aber besonders das robotorhaftige Essen bei meinen (essgestörten) Freunden/Angehörigen. Das frappierende dabei ist, dass sie essen obwohl es nicht schmeckt. Für mich unglaublich. Ich schätze genauso denkt ein Nichtraucher über mich.

      Sophie, meine Fragen: zusammengefasst ist Essen des Szenarios Nr. 3 also eine Bewältigungsstrategie? Nur das man mehr Probleme schafft als man anfangs hatte (schlechtes Gewissen)? Aber es ist eben die Strategie, auf die man zurückgreifen kann? Ablenkung vom Ausgangsproblem?

      Wenn du sagst "schlechte Gefühle", ist das unspezifisch oder sind das spezielle Situationen?

      Und wie überhaupt hast du es geschafft, dass du die drei Möglichkeiten voneinder trennen konntest?

      Ich danke euch für eure Offenheit.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Sophie schrieb:



      Ein Essanfall aus schlechten Gefühlen heraus fühlt sich ganz anders an. Ich fühle mich scheiße, in meinen Gedanken ist hauptsächlich der Auslöser dieses schlechten Gefühls.


      Zunächst einmal Danke, denn Du hast die verschiedenen Gründe um zu essen so klar voneinender unterscheidbar geschildert, dass man sie gut erkennt.

      Ich habe nur den obigen Satz heraus gefiltert, weil genau der mir Fragen aufwirft.
      Du schreibst:
      ...in meinen Gedanken ist hauptsächlich der Auslöser dieses schlechten Gefühls.
      Wenn der Auslöser des schlechten Gefühls in Deinen Gedanken ist, dann kennst Du ihn also? Du weißt den Grund für Dein schlechtes Gefühl?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ja, normalerweise. Beispielsweise, wenn sich ein Kollege wichtige Aufgaben aus meinem Zuständigkeitsbereich an sich reißt, ohne mir Bescheid zu sagen. Das ist der Auslöser. Ich denke dann in etwa "Was glaubt der eigentlich... Das ist mein Job. Will der mich ausbooten? In letzter Zeit habe ich das Gefühl, die wollen mich loswerden. Blablablubb"
      Dann gehe ich entweder vor Wut kochend oder heulend an den Kühlschrank und esse.
      Der eigentliche Kern ist in dem Fall aber nicht die Kompetenzüberschreitung des Kollegen, sondern meine Angst, nicht für voll genommen zu werden, als Minderleister zu gelten, abgesägt zu werden usw.
      Es gibt aber auch Situationen, in denen ich das nicht so klar erkenne. Der auslösende Moment (irgendeine Kränkung in der Regel) ist mir präsent, oft aber nicht, warum mich dies so getroffen hat.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Unterschiedlich. Manchmal teile ich aus (verbal), aber die Kränkung bleibt, selbst wenn ich zurückschieße.
      Manchmal kann ich es mir nicht erlauben (beim Chef) oder es macht keinen Sinn (bei der dementen Schwiegermutter). Dann sag ich nichts und gehe weg. Ich habe schon genug damit zu tun, mich zu beherrschen, um nicht aus der Rolle zu fallen und herumzubrüllen oder sogar zuzuschlagen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Kann ich verstehen.
      Nicht immer hilft es, wenn man reagiert, oder nicht immer kann man reagieren.
      In etlichen Situationen ist es sowieso besser erst einmal Luft zu holen, um eventuell später auf das Thema in Ruhe antworten zu können.
      Mit ruhiger (überlegener) Sachlichkeit schlägt man nicht selten den Gegner.

      Schlimme Kränkungen aber einfach (so sieht es dann für den Kontrahenten aus) zu "schlucken", ist sicherlich nicht gut, denn dann wird das Gewicht der Kränkungen immer schwerer und man will sie auf anderem Wege - zum Beispiel mit einer Beruhigung in Form von Nahrung - los werden.

      Vielleicht hilft es zu unterscheiden, wie Du es ja zum Teil schon tust,
      in
      > zwecklos, da nicht Aufnahmefähig und schuldlos <
      > zwecklos, da nicht änderbar<
      > sinnvoll, da änderbar <
      >sinnvoll, zur Klarstellung der Grenzen<
      >sinnvoll für mein eigenes Wohl<
      etc.pp.

      Warum es Dich jedes mal so sehr kränkt, hat in meinen Augen sicherlich zum Teil damit zu tun, dass Du halt aufgrund bestimmer Unsicherheiten auch sehr empfindsam bist, oder anders gesagt dazu bereit, Dir den Schuh zu schnell anzuziehen.
      Nicht mißverstehen - die Kränkung war an Dich gerichtet, also betrifft sie Dich. Ganz klar.
      Nur kann man sie von verschiedenen Seiten aus betrachten.

      Einerseits würde z. B. ein Kollege, der sich auf diese Art profilieren will, dies mit jeder anderen Kollegin an Deinem Platz genauso machen. Es geht also gar nicht um Dich persönlich, sondern um Deine Kompetenzen.

      Andererseits tangieren solche Vorkommnisse natürlich besonders, wenn man (aus welchen Gründen auch immer) eine dünne Haut hat.
      Hier kann man sicherlich lernen sich eine dicke Haut anzuschaffen, also stärker zu werden, oder sich sozusagen "Abwehrkräfte" zu erarbeiten.

      Eine Möglichkeit damit man nicht unkontrolliert aus der Haut fährt, wäre, zunächst ruhig zu bleiben und später ein Gespräch unter vier Augen zu suchen und klar zu machen, dass hier deutlich Grenzen überschritten wurden.
      Manche Menschen brauchen dies, weil sie gern austesten wie weit sie gehen können, so nach dem Motto "Mit der kann man es machen" - "Bei der ist Vorsicht geboten"...
      Eine Kränkung die man nicht einfach so hingenommen hat, verliert sicherlich an Gewicht, wenn man entsprechend souverän reagiert hat.


      Ich würde mir insgesamt aber gar nicht so sehr viele Gedanken darüber machen warum Dich etwas kränkt, denn ich halte es für völlig normal dass eine Kränkung weh tut.
      Ich würde lieber durch die Stärkung der eignenen Kraft dafür sorgen, dass Kränkungen weniger werden oder möglichst komplett aufhören.

      Deshalb:
      Einen der wichtigsten Aspekte innerhalb des Themas "gekränkt werden"
      ist für mich, Stärke zu entwickeln, weil genau diese sich wie eine Art Schutzschild auswirkt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Vielleicht habe ich einen falschen Eindruck erweckt. Ich bin nicht das Hascherl, das sich von den Kollegen unterbuttern lässt. Ich kann schon ganz wirkungsvoll meine Grenzen abstecken.
      (Übrigens gelingt mir das mit einem höheren Gewicht besser. Ich fühle mich damit ge-wichtiger, weniger herumschubsbar.)

      Aber selbst wenn mir das gelingt, der Schmerz bleibt trotzdem. Es ist wie ein Stachel im Fleisch. Selbst wenn man ihn entfernt hat, es blutet immer noch.

      Klar kann ich "mein Revier" verteidigen. Nach einer zweiwöchigen Krankschreibung im Januar wegen akuter Überlastung (Schwiegermutter zu Hause, im Job Kampf in der Schlangengrube) waren meine Aufgaben plötzlich umverteilt, und da wieder Terrain zurückzuerobern, ist mühsam. Ich kenne auch die Machtspielchen der Männer, ich bin zeitlebens das einzige weibliche Wesen unter Kerlen gewesen und entsprechend männlich sozialisiert.
      Aber wie gesagt. Wenn mir jemand ins Gesicht sagt (leider ein Bonze, sonst hätte ich ihm verbal eins übergezogen) "Frau X, schickes Kleid. Wenn Sie 15 Kilo abnehmen, sieht das sogar gut aus."
      Ich denk mir "Arschloch." Aber zu Hause drehe ich mich vor dem Spiegel und sehe hier den Bauch und da den Hintern, und das Kleid ziehe ich garantiert nicht mehr an.....
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Mal abgesehen davon, dass Du vollkommen recht hast mit dem, was Du über den Bonzen gedacht hast, ist es einfach nicht okay, dass Du letztlich die bist, die sich ärbert.

      Egal ob Bonze oder nicht, so hat keiner mit anderen umzugehen.
      Das gehört sich einfach nicht, in keiner Position der Welt.

      Auch wenn so jemand in leitender Postion ist, hätte ich ihm das so nicht durchgehen lassen. Man darf auch als Unterstellte antworten, wenn man nicht unflätig wird oder unverhältnismäßig ausrastet.
      Ein kleiner, leicht von oben herab geäußerter Satz wie z. B.
      "Nun, das ist Ihre Ansicht, aber die Geschmäcker sind zum Glück unterschiedlich."
      hätte ihm gezeigt dass er so etwas nicht ohne Antwort in den Raum stellen kann.

      Und schon gar nicht würde ich deshalb das Kleid nicht mehr anziehen!
      Wegen eines Menschen der sich so daneben benimmt?
      Wegen eines Menschen, der sich zwar irgendwie eine Position erarbeitet hat, aber von Benimm anscheinend nicht den blassen Schimmer besitzt?
      Ne, bestimmt nicht.
      Solche Macht über mich würde ich dem nicht einräumen!

      Den unverfrorernen Satz hat er abgelassen, aber Deine Reaktion direkt oder auch danach, bestimmst Du.

      Da brauchst Du eben doch ne dickere Haut, auch wenn sie nach außen ansonsten dick genug ist, so ist die um Deine innere Gefühlswelt doch zart und sehr verletzlich.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:


      Da brauchst Du eben doch ne dickere Haut, auch wenn sie nach außen ansonsten dick genug ist, so ist die um Deine innere Gefühlswelt doch zart und sehr verletzlich.


      Darum geht es eigentlich die ganze Zeit, finde ich. Man möchte sich von der "bösen" Welt schützen, und das Essen ist eine dieser Strategien, und eigentlich nicht die schlechteste (Drogen oder Alkohol sind sicher viel gefährlicher).

      Es würde mich allerdings nicht wundern, dass es letztendlich auf einem individuellen physiologischem Niveau sich entscheidet, welche Strategie man sich "einfängt". Einige Menschen neigen mehr zu Drogen oder Alkohol, und das ist physiologisch bedingt. (Das sagt z.B. das Buch "Irre! - Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen" von Manfred Lütz).

      Sophie, ich bin schockiert. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass mir irgendjemand so etwas sagen würde. Oje, die Uni ist wohl ein ganz hoher Elfenbeinturm...