Heute bei Maischberger

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    • Ich hab's mir angeguckt. Und ich hab mich wirklich gefreut, dass Frau Jahn sich sachlich und mit guten Argumenten gewehrt hat. :applaus: Zum Beispiel als der Professor (ich finds erschreckend, wer allles Professor werden kann und dann seine dumme Meinung verkündet :keule2:) davon anfing, was Dicke die Gesellschaft kosten. Da hat sie mal gefragt, was Magersüchtige, die in Kliniken oder Psychiaterischen Abteilung behandelt werden, kosten. Fand ich Klasse. Und ich habe einen neuen tollen Arzt kennen gelernt. Dr. Werner Bartens. Ich bin total begeistert von ihm. Zumal er Argumente brachte, die wir hier schon kennen, aber die breite Öffentlichkeit sicher nicht. Zum Beispiel, dass die vom Professor erwähnten Studien über Übergewichtige und Krankheiten mehr als auf dünnem Eisen stehen und nicht bewiesen sind. Dass leicht Übergewichtige bessere Überlebenschancen haben bei schweren Krankheiten usw. Und dass es die vielzitierte Dickenepidemie überhaupt nicht gibt. Dr. Bartens hat sich auch darüber aufgeregt, dass auf Dicke so ein Erziehungsdruck ausgeübt wird. Dass dies aber bei sehr dünnen Menschen nicht gemacht wird. Diesen Einwand hat er gebracht, als Hera Lind sich bemühsigt fühlte, Frau Jahn auf ihre Zukunft als Dicke anzusprechen. So quasi, jetzt bist Du ja noch gesund, aber in paar Jahren........ Der Professor möchte Fett- und Zuckersteuer einführen, um die Uneinsichtigen zu ihrem Glück zu zwingen. Er möchte Übergewicht verhindern, bevor es entsteht, musste dann aber auf Anmerkungen hin doch zugeben, dass Übergewicht genetisch veranlagt ist.

      Ansonsten, nichts Neues, was wir alle nicht schon gehört hätten.

      LG Finchen
    • Ich habe mir diese Sendung auch angetan, der Herr Rothkranz als Rohköstler hatte auch einige vernünftige Ansichten, denn er hat die ( Quotendicke ) Frau Jahn nicht veruteilt sondern sie als Mensch gesehen.
      Der Adipositas Arzt Wirth hat alle meine Vorurteile die ich gegen solche Ärzte habe bestätigt, denn sein " hass" auf Dicke Menschen war spürbar. Mir würde er auch eine Magenverkleinerung andrehen wollen.
      Frau Jahn ist ja eine Dicke Frau die bewusst und ehrlich mit sich umgeht. Als sie fast 200 Kilo gewogen hat und sich kaum noch selbst helfen konnte hat sie sich ja Hilfe gesucht.
      Wie Finchen schon geschrieben hat war der Dr, Bartens der jenige der über den Tellerrand der Vorurteile sehen konnte.
    • Ich warte noch, bis es online ist. Dann kann ich bei Lind und Witt vorspulen. ;) Mit Frau Jahn ist m. W. zum ersten Mal eine Magenbandoperierte öffentlich aufgetreten, bei der deutlich wird, dass die damit verbundenen Schlankheitsversprechen nicht unbedingt verwirklicht werden.

      Finchen schrieb:

      Er möchte Übergewicht verhindern, bevor es entsteht, (...)
      Das finde ich prinzipiell nicht mal falsch. Die Frage ist nur, wie man das erreichen kann. Durch Druck, Diskriminierung und zwanghaftem Ernährungs- und Bewegungsverhalten oder dadurch, dass man Kinder ohne Normmaß einfach akzeptiert und nicht in die Diäten-Jojo-Falle, wenn nicht in Ess-Störungen hinein treibt?
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    • Ich kenne Rebecca, sie hat ja in Nürnberg und Umgegend gewohnt. Wogegen ich mich bei ihr immer wehre, dass sie die "Botschafterin der Dicken" sein will. Ich möchte von ihr nicht vertreten werden.
      Wieviel sie tatsächlich gewogen hat, als sie sich zur MagenOP überreden ließ, variert seit Jahren, je nach Zielgruppe. Dass sie ihr Magenband mit verflüssigter Schokolade, Eis und Pudding überlistet, weil sie wahrscheinlich essgestört ist, ist allein ihre Sache. Aber vielleicht hätte sie ihr Problem eher von dieser Seite angehen müssen, als sich operieren zu lassen.

      Ich werde mir diese unsägliche Sendung vielleicht doch noch antun... wobei ich diese Maischberger eigentlich nicht abkann...
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    • Lunix schrieb:


      Das finde ich prinzipiell nicht mal falsch.


      Ich schon. Wenn ich an den Thread hier denken "100 Gründe für Übergewicht", dann ist dieser Ansatz überhaupt nicht umsetzbar. Dr. Bartens hat von sich gesagt, dass er laut BMI übergewichtig ist, soll er Diät machen? Wie soll man etwas bekämpfen/ verhindern, dass in den Genen verankert ist und von der Evolution aus gutem Grund entwickelt wurde, nur weil so dürre Menschen wie der Professor sich zum Mass aller Dinge erklären.
      Allein die Idee ist schon menschenverachtend.

      LG Finchen
    • So, ich habe es mir als "Mittagsvergügen" angetan:
      Es wurde sehr deutlich vorgeführt, dass die Adipositaschirurgie eben nicht das vielgepriesene Wundermittel ist. Ansonsten hat sich Becci sehr gut verkauft. Es kann halt Jeder nur von sich und seinem Weg erzählen, pauschalisieren auf "alle-alle Dicken" lässt sich so was immer nicht.
      Sportler, gerade auch Freizeitsportler sind erheblich mehr gefährdet, der Krankenkasse und somit uns allen auf der Tasche zu liegen, als dicke Menschen.

      Was sehr gut dargestellt wurde, was für eine Riesensauerei es ist, wenn Leute wie Kahn und Witt und Neubauer, sich hinstellen und von "gesunder" Abnahme erzählen. Ein völlig verschobenes, unwahres Bild über Gewicht, das da in der Werbung verkauft wird. Aber wer glaubt schon an Werbung.
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    • Das läuft auf die Frage hinaus, wie man Übergewicht denn nun definieren soll. Wenn jemand von Natur aus zu einer runden Körperform neigt, hat er m. E. damit noch kein Übergewicht, ganz egal was der BMI oder andere unsinnige Normen aussagen. Wenn das Gewicht durch Diäten, Dauerstress, nicht diagnostizierte oder falsch behandelte (villeicht sogar unbekannte) Krankheiten immer dicker wird, dann ist das für mich Übergewicht im Sinne von unnötigen Kilos, die eigentlich zu vermeiden wären. Das Recht auf ein diskriminierungsfreies Leben, wie wir es einfordern, bleibt davon völlig unberührt.

      Ich habe es hier schon öfter geschrieben: In meinem Fall bin ich davon überzeugt, dass ich nie ein schlanker Mensch geworden wäre. Aber ich wäre ohne Druck und Diäten auch nicht so dick geworden, wie ich es geworden bin.

      So war das gemeint.
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    • Lunix schrieb:

      Wenn das Gewicht durch Diäten, Dauerstress, nicht diagnostizierte oder falsch behandelte (villeicht sogar unbekannte) Krankheiten immer dicker wird, dann ist das für mich Übergewicht im Sinne von unnötigen Kilos, die eigentlich zu vermeiden wären.

      Ich habe es hier schon öfter geschrieben: In meinem Fall bin ich davon überzeugt, dass ich nie ein schlanker Mensch geworden wäre. Aber ich wäre ohne Druck und Diäten auch nicht so dick geworden, wie ich es geworden bin.

      So war das gemeint.


      Erneute Diäten oder Dauerstress lassen sich vermeiden, aber wenn das Gewicht krankheitsbeding und/oder durch Behandlungen ansteigt, was willst Du dagegen tun? Manchmal lässt sich in solch einem Fall Übergewicht nicht mehr ändern/ reduzieren.

      Im zweiten Punkt bin ich Deiner Meinung. Das hab ich mir mal überlegt, was ich wohl wiegen würde, hätte man mich als Kind nicht auf Diät gesetzt, hätte ich im Lauf des Lebens nicht immer wieder Diäten gemacht, hätte ich kein Morbus Hashimoto und müsste ich nicht Kortison nehmen. Wie Du bin ich der Meinung dass ich pummelig wäre, aber niemals so dick wie ich es geworden bin.

      LG Finchen
    • Es ist jetzt online.

      Das Vernünftigste kam natürlich von Dr. Bartens. Für mich besteht aber noch Erklärungsbedarf, was Dr. Bartens genau unter Ernährungsumstellung versteht. Dass man so schlank werden kann, scheint er ja nicht zu bezweifeln. Gerne hätte ich auch mehr von ihm zu Diabetes gehört, in seinem Blog in der Süddeutschen behauptet er folgendes:

      Wer am sogenannten Altersdiabetes erkrankt, ist stark übergewichtig und bewegt sich nicht genug - so das Klischee. In 70 bis 80 Prozent der Fälle treffen diese Merkmale tatsächlich zu, (...)
      Quelle

      Ich habe bei ihm den Eindruck, dass er durchaus die dem Mainstream widersprechenden Studien würdigt und entsprechende Aufklärung betreibt, dass er aber von sich aus nicht unbedingt kritisch an gängige Behauptungen herangeht.

      Dass der Ernährungsmediziner Pülverchendiäten verharmlost, ist ja eigentlich nicht verwunderlich. Schließlich verdienen da auch Mediziner dran, und mit ein bisschen Glück bekommt man mit diesen ungeeigneten Maßnahmen Kandidaten für die AC, die sind dann wegen der notwendigen Langzeitüberwachung sichere Kunden. :cool:

      So wie Rebecca Jahn die Entstehung ihres Übergewichts beschreibt, sieht das tatsächlich nach Binge-Eating aus. Psychotherapie wäre da sicherlich die eigentliche Lösung gewesen.

      Die beiden Tussen und den Rohköstler habe ich so weit wie möglich ausgeblendet.
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