Dicke gelten beruflich als „unintellektuell „

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    • Honigbiene schrieb:

      Diesen Verdacht habe ich bei mehr als einer der Neuen der letzten Tage.
      Damit kein Missverständnis aufkommt: Bei andern Neuen der letzten Tage habe ich diesen Verdacht absolut nicht.

      Trollverdacht habe ich nicht direkt bei mehreren, zumal ich dieses Vorwurfskärtchen oftmals vorschnell ausgespielt finde, sondern hege den nur sehr präzise. Deutlich mangelt es aber einigen Neueinsteigern am Verständnis dafür, was dieses Forum will und was uns wichtig ist! Zu viel geht es da um Gewichtsabnahme, schlankes Aussehen etc.
      Umso mehr freue ich mich über sehr sympathische Ausnahmen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • kampfzwerg schrieb:

      Trollverdacht habe ich nicht direkt bei mehreren, zumal ich dieses Vorwurfskärtchen oftmals vorschnell ausgespielt finde, sondern hege den nur sehr präzise. Deutlich mangelt es aber einigen Neueinsteigern am Verständnis dafür, was dieses Forum will und was uns wichtig ist! Zu viel geht es da um Gewichtsabnahme, schlankes Aussehen etc.
      Umso mehr freue ich mich über sehr sympathische Ausnahmen.


      An manchen Tagen hege ich gegen mich selbst Trollverdacht... Aber das ist ein anderes Thema. :cool:
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Nun ja...
      es gibt da ein paar neue User, die Fragen oder Behauptungen in den Raum stellen...
      und dann hört und sieht man nix mehr von ihnen.

      Insofern ist der Trollverdacht sicherlich ncht ganz unbegründet,
      kann aber von denen, die sich hier auf keinen Fall angesprochen fühlen, leicht aus der Welt geschafft werden, indem sie zu dem, was sie sagen Stellung nehmen und sich auch weiterhin auf Gespräche einlassen.

      Man wird sehen... ;)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Leider gibt es im Berufsleben so einige Vorurteile, das fängt schon beim Thema Frauen an und hört bei oben bennanter Thematik auf. Zum Glück gibt es aber auch eine Menge Chefs, denen die Qualifikationen und Fähigkeiten wichtig sind.
    • Ich würde sagen Menschen sind Menschen und sollten gleich behandelt werden, egal ob Sie nun dünn oder aber übergewichtig sind.

      Ich habe sogar respekt davor das übergewichtige Menschen noch arbeiten gehen
    • Das dicke Menschen als nicht oder wenig intellektuell abgestempelt werden, ist in der Tat ein Vorurteil, dass sich bei einigen wacker hält. Ich habe schon viele dicke Führungsrkräfte kennengelernt, die sehr intelligent waren und ein Unternehmen zu führen wussten. Daher kann dies als unüberlegtes Vorurteil angesehen werden.
    • thowie schrieb:

      Ich würde sagen Menschen sind Menschen und sollten gleich behandelt werden, egal ob Sie nun dünn oder aber übergewichtig sind.

      Ich habe sogar respekt davor das übergewichtige Menschen noch arbeiten gehen


      Ach, wie darf ich das jetzt verstehen...... wenn ich als normalgewichtiger Mensch arbeiten gehe, meinen Lebensunterhalt selbst bestreite und der Allgemeinheit nicht auf der Tasche liege - das ist dann keine repektable Leistung ?? :confused:
    • also als erstes bin ich jemand der absolut für gleichbehandlung ist. trotz allem ist es natürlich ansicht des unternehmens, wie ihre angestellten und vor allem auch die führungsetage auszusehen hat. wenn ich in einem sportunternehmen arbeite und dick bin, dann würde ich sehr wahrscheinlich nicht ernst genommen werden. wenn ich allerdings im it-bereich jemanden sehe, der dick ist, dann hat er sofort mein vertrauen. alles ansichtssach.
    • thowie schrieb:



      Ich habe sogar respekt davor das übergewichtige Menschen noch arbeiten gehen


      Was sollen wir sonst machen? Zuhause auf dem Sofa liegen? Also, ich gehe gerne arbeiten, habe noch ein Jahr bis zur Rente und will dann gerne noch stundenweise auch weiterhin arbeiten.
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
      [/COLOR][/SIZE][/FONT]

      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • pamina schrieb:

      Also, ich gehe gerne arbeiten, habe noch ein Jahr bis zur Rente und will dann gerne noch stundenweise auch weiterhin arbeiten.
      Ganz meine Meinung.

      Ich bin nun wirklich sehr dick. Ich liebe meine Arbeit und habe noch ca. 13 Jahre bis zur Rente. Gerade habe ich die Ausbildereignung mit Bestnoten gemacht und plane, in ein bis zwei Jahren das Fernstudium zur Aus- und Weiterbildungspädagogin und, wenn ich dann noch Lust habe, zur Berufspädagogin zu machen, ebenfalls mit dem Ziel, wenn ich in Rente bin, möglicherweise noch einige Stunden in der Woche lehrend tätig zu sein.

      Schon so mancher wollte mich wegen meiner Knieprobleme zur Beantragung eines Behindertenausweises überreden oder unterstellte mir, genau das oder die Frührente seien mein Ziel. Tatsächlich empfände ich so was für mich als ehrenrührig und ich tue alles, was ich tun kann, um nicht in solch eine Situation zu kommen ... und bete dafür, dass das Schicksal mir diesbezüglich gewogen bleibt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martina ()

    • Martina, das irritiert mich jetzt etwas.
      Schon so mancher wollte mich wegen meiner Knieprobleme zur Beantragung eines Behindertenausweises überreden oder unterstellte mir, genau das oder die Frührente seien mein Ziel. Tatsächlich empfände ich so was für mich als ehrenrührig und ich tue alles, was ich tun kann, um nicht in solch eine Situation zu kommen ... und bete dafür, dass das Schicksal mir diesbezüglich gewogen bleibt.

      Was ist daran ehrenrührig, wenn man wegen gesundheitlicher Probleme einen Behindertenausweis bzw. Bemessung des Behinderungsgrades beantragt? Ich habe selber dies getan und habe trotzdem nicht vor, in Frührente zu gehen, wenn ich nicht muss. Ich finde da grad den Zusammenhang nicht wirklich.
      Viele Grüße

      Andrea


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Ich bin nicht Martina, aber ich glaube ich verstehe gut was sie meint, denn mir ginge es ebenso.
      Es bedeutet nicht, dass, wenn es nicht anders geht und man seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat, etwas dagegen spricht, wenn man sich sein Handicap mit einem Ausweis bestätigen lässt.
      Nur - und ich denke das meint Martina - sollte man zunächst alles in seiner Macht liegende tun um wieder "auf die Beine" zu kommen, bevor man irgenwelche Ansprüche stellt.

      Ich kenne zum Beispiel jemanden, der sich genauestens erkundigte, wofür man wieviel Prozent Erwerbsminderung (oder wie das heißt) bekommen kann, um dann irgendwelche finanziellen Vorteile für sich daraus zu ziehen.

      Da ist es für Martina (verbessere mich bitte wenn ich falsch liege) eine Frage der Ehre, alles zu tun, dahin nicht zu kommen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Hallo Andrea,

      sunny73 schrieb:

      Was ist daran ehrenrührig, wenn man wegen gesundheitlicher Probleme einen Behindertenausweis bzw. Bemessung des Behinderungsgrades beantragt?
      ich halte das nicht generell für ehrenrührig. Bitte schau noch mal, was ich geschrieben habe:

      Martina schrieb:

      Tatsächlich empfände ich so was für mich als ehrenrührig
      Für mich wäre das so, ohne dass ich jetzt erklären könnte, warum. Vermutlich hängt das mit meiner beruflichen Vorgeschichte und meinem Ehrgeiz zusammen, es "denen" zu zeigen, dass diese ganzen beruflichen Dickenklischees Bullshit sind. Das hat mich immer angetrieben und ich denke, ich wäre nicht da, wo ich bin, wenn mich das nicht angetrieben hätte. Vermutlich wäre ich als schlanke Person beruflich nur halb so erfolgreich gewesen.

      Davon muss sich aber niemand angegriffen fühlen, denn es soll keine Bewertung von Menschen darstellen, die es für sich anders halten oder auch anders halten müssen. Ich kann ja auch nicht ausschließen, dass ich auch einmal in diese Situation komme. Im Moment bin ich aber nicht in der Situation und habe für mich beschlossen, alles dafür zu tun, dass das so bleibt.

      Martina
    • Jeder muss das mit dem behinderten Ausweis für sich beurteilen, ich habe 30 % und werde spätestens nach den Handoperationen Verschlimmerung beantragen. Die Behinderung durch die Erkrankung ist aber auch so massiv, dass auch nach den OPs zu viel zurück bleiben wird.
      Es ist oft ein langer Weg um diesen Weg zu gehen. Ich möchte auch noch einmal durchstarten undmich weiterbilden, selbst jetzt wo ich über Monate krankgeschrieben sein werde versuche ich mich fit zu halten und weiterzulernen.
      Nur wegen meines Dickseins krankgeschrieben zu sein oder einen Behindertenausweis zu beantragen käme mir nur dann in den Sinn wenn ich persönlich nichts mehr an meinem wohlbefinden machen könnte.
    • melisah schrieb:

      ...
      Nur wegen meines Dickseins krankgeschrieben zu sein oder einen Behindertenausweis zu beantragen käme mir nur dann in den Sinn wenn ich persönlich nichts mehr an meinem wohlbefinden machen könnte.


      -Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten-Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten-

      Welcher Arzt schreibt dich denn "nur wegen deines Dickseins" krank?
      Bitte Name und Adresse, gern per PN, so einen such ich schon lange!
      Endlich mal ein "Vor(ur)teil" dick zu sein !! *mitkomischerMieneansMiederfass* :ichwill:

      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Mich hat noch keiner wegen meines Gewichtes krankgeschrieben, sondern nur wegen der Dinge an die andere Menschen auch erkranken können wie Grippe etc. so einen Arzt kenne ich also nicht selbst nach diagnose Stellung mit meinen Händen hat es 1,5 Monate gedauert bis ich dem Arzt gesagt habe dass ich nicht mehr arbeiten kann weil ich die Schmerzen nicht mehr wegdenken kann.
    • Jetzt mal ein bisschen Paragraphenklauberei, etwas OT:

      Das Sozialgesetzbuch IX, §2, Absatz 1 definiert den Begriff "Behinderung":
      "Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit
      hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen
      und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn
      die Beeinträchtigung zu erwarten ist."
      Hier ist noch gar nicht die Rede von Prozenten, die kommen nämlich erst bei Schwerbehinderung (Absätze 2 und 3) ins Spiel, was wichtig ist für weitergehende Schutzrechte und Vergünstigungen.

      Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts Kassel (BSG Kassel Az.: B 9/9a SB 7/06 R - 08) kann andererseits extremes Übergewicht als Behinderung gelten. Wobei natürlich die individuellen Umstände berücksichtigt werden müssen.

      Nun stelle ich mir die Frage: Wenn extremes Übergewicht eine Behinderung darstellen kann, darf dann ein extrem übergewichtiger Mensch diskriminiert werden? Weil, dann hätten wir ja ein relevantes personenbezogenes Merkmal nach AGG (hier ist nicht von Schwerbehinderung die Rede, sondern nur von Behinderung, also kommt es auf Prozente beim AGG nicht an).

      Ich bin mal gespannt auf die zukünftige Rechtsprechung. Vielleicht schägt ja mal eine übergewichtige Person den Rechtsweg ein und hat sogar Erfolg....

      Und was die Anerkennung als Schwerbehinderte angeht: Für mich wäre da überhaupt nichts ehrenrührig oder peinlich. Niemand außer den Ärzten und dem Integrationsamt braucht davon zu erfahren. Ich bin nicht gezwungen, dem Arbeitgeber Mitteilung über eine Schwerbehinderung oder Gleichstellung zu machen, wenn ich daraus aktuell keine Ansprüche/Schutzrechte herleiten möchte, außer wenn die besondere Art der Behinderung die Ausübung meiner Tätigkeit beeinträchtigt. Für den Fall des Falles wäre es aber ein gutes Stück Sicherheit, wenn ich so ein Papier in der Tasche hätte. (Ich weiß, ich bin ein Fan von Plänen B und C und Hintertüren und Rettungsleinen...)
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Einen Arbeitgeber muss man über Behinderungen informieren die das Berufsleben beieinträchtigen, z.B. wenn man an laufenden Maschinen arbeitet dieses aber aufgrund der Behinderung nicht darf. Sonst kann man es verschweigen. Manche Arbeitgeber sind aber froh wenn Menschen es sagen, da sie dann ihre Behindertenquote voll bekommen und um die Ausgleichzahlungen rum kommen.
    • Fuer mich geht es bei der offiziellen Feststellung des Behindertengrades um die Gleichstellung, und diesen Gedanken finde ich richtig und fair.

      Da meine Mutter (schlank und giftig ;)) schon X Mal erfolglos versucht hat, eine Gehbehinderung zu beantragen, inklusive Sozialgericht, kann ich Folgendes sagen: Es kostet sehr viel Nerven, und das ganze System finde ich menschenverachtend. (Moechte nicht ins Detail gehen.)
    • Echt? Dann hat deine Mutter vielleicht besonders großes Pech gehabt. Aus meinem Umfeld hatte ich nie den Eindruck, dass da besonders große Probleme bestehen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • ... nur ganz kurz:

      'Sophie“ schrieb:

      Echt? Dann hat deine Mutter vielleicht besonders großes Pech gehabt. Aus meinem Umfeld hatte ich nie den Eindruck, dass da besonders große Probleme bestehen.
      Naja – so einfach ist das alles nicht. Ich persönlich kenne wen, der körperlich sehrsehr eingeschränkt ist (also: jedes acht Wochen alte Kind kann körperlich mehr) und jahrelang mit 80% Behinderung versorgt war. Tja, nicht wirklich ein Einzelfall im Übrigen.

      Frieda.