Zu dick für eine OP ?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • Zu dick für eine OP ?

      Hallo ihr Lieben,
      bis jetzt hab ich hier immer nur gelesen...und mich so oft wiedergefunden, aber im Moment weiß ich nicht mehr weiter.
      Wegen starker Monatsbeschwerden bin ich vor 2 Monaten zum Gyn. gegangen.
      OK, Veränderungen. Überweisung zur Ausschabung und Gebärmutterspeigelung. Dort dann die ersten Freundlichkeiten von der Narkoseärztin. "Oh, so viel Gewicht(im Moment ca. 150 kg, bei 182cm), hätten wir das vorher gewusst. Ob das der Tisch hält."
      Fassungslosigkeit von meiner Seite. Aber nun sollen sie es denn hinter mich bringen. Der Chirurg wird dazu gerufen, um nach der Stabilität des Tisches zu fragen.
      "Wenn sie mal wieder was haben, kommen sie bitte nicht mehr zu uns".
      Und ich bin doch wieder aufgewacht.
      Der Chirurg, vorher noch fast lustig, berichtet mir von Myom in der Gebärmutter."Was da außerhalb der GB los ist, müsste man per Bauchspiegelung feststellen, aber da müsste ich selber gucken jemanden zu finden, der da bei mir bei geht."
      Soweit, so schlecht.
      Bei meiner Gyn. brachte ich die Aussagen vor. Die wollte das nicht glauben, sagte aber auch gleich, dass sie Ähnliches gedacht habe, aber mich nicht gleich darauf ansprechen wollte.
      Für den Untersuchungsstuhl war ich plötzlich zu schwer, und sie versuchte es auf eine Pritsche. Sie riet mir zur Gebärmutterentfernung, weil da noch mehr Myome wären. Aber ne OP würde wegen meines Gewichtes ja nicht gehen, also warten wir mal bis Ende des Jahres."Vielleicht haben sie ja dann schon was abgenommen, und wir können weiter sehen".
      OK, abnehmen. Aber was ist mit meinen Beschwerden ?
      Kann man die Gebärmutter "stilllegen", damit ich Zeit gewinne ohne jeden Monat 2 Wochen krank zu sein.Frage ich.
      " Ich kann ihnen jetzt die 3 Monatsspritze geben, aber die hat Gelbkörper...davon werden sie dick" Den gleichen Spruch für die Pille.
      Also ohne Behandlung wieder raus.
      Jetzt habe ich in 6 Wochen verschiedenste Ärzte durch, und höre. "Der Tisch hält sie nicht, oder die Instrumente sind zu kurz"," wir können sie nicht in Narkose legen", "wir können sie nicht aus der Narkose holen", "alles viel zu risikoreich" usw.
      Was ist, wenn ich morgen ne Blinddarmentzündung bekomme.
      Also gehen wir das Dicksein an.
      Gestern also das Adipositaszentrum.
      Das kam mir vor wir eine Kaffeefahrt. Statt Rheumadecken, werden den Dicken da Magenbypässe angedreht. Das "Programm", das man sowieso erstmal 6 Mon. machen muss, um den Antrag bei der KK stellen zu können wird nur kurz abgehandelt(und das wäre vielleicht kein schlechter Ansatz gewesen), aber "Magenbypässe legen wir auch bei Patienten mit 350 kg".
      Wie bitte ??? Ich werde nicht zuende diagnostiziert, geschweige denn behandelt(wie nun auch immer), weil ich zu fett bin, wenn ich mir aber noch 200 kg anfresse, ist eine OP kein Problem ?

      So, da steh ich nun und habe jeden Monat Beschwerden, die seit der Ausschabung schlimmer sind, als je zuvor...und weiß nicht mehr weiter.
      Sorry, dass das soooooo lang geworden ist, aber ich bin traurig, wütend, enttäuscht und was weiß ich...
    • katko schrieb:

      ...und weiß nicht mehr weiter.
      Sorry, dass das soooooo lang geworden ist, aber ich bin traurig, wütend, enttäuscht und was weiß ich...

      Oh, Wahnsinn mich macht deine Geschichte schon beim Lesen wütend und ich kann verstehen....ich kann seeeehr gut verstehen, dass du enttäuscht bist!

      Erst mal finde ich super, dass du in diesem Forum deine Geschichte erzählt hast, denn hier werden bestimmt viele User dir Mut zusprechen und Hilfestellungen geben was du tun könntest.

      Wie die Leute sich in der Klinik verhalten haben ist absolut grausam und menschenunwürdig. Leider haben hier einige Leute schon solch selbstsame Verhaltensweisen in Krankenhäusern erlebt.

      Deine Gyn. ist auch nicht besser, denn das du auf "einmal" zu schwer für den Stuhl bist ist einfach unverschämt. Zum fachlichen kann ich dir leider nicht viel sagen, aber ich glaube, dass hier noch Leute dazu was schreiben werden/können.

      Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit der Ärzteliste aus diesem Forum....vielleicht wäre das mein Tipp, wechsle den Arzt. Du brauchst einen Arzt dem du vertrauen kannst und der dich bei deinen jetzigen Beschwerden behandelt....und nicht irgendwann in der Zukunft :mad:

      Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du Hilfe bekommst!

      Lass Dir nicht gefallen, dass man so mit dir umgeht und sei weiter, in Maßen, wütend, enttäuscht und verärgert ;)
    • Unglaublich! :mad::mad::mad:

      Es gibt einen "Arbeitskreis Frauengesundheit", und sie haben da auch eine Liste mit Aerzten. Wenn du in der Forum-Liste nicht fuendig wirst, koenntest du vielelicht hier probieren:

      akf-info.de/service

      Ansonsten habe ich bei vielen Benutzern hier gemerkt, dass sie, wenn sie wirklich energisch suchen, auch fuendig geworden sind. Vielleicht ein Krankenhaus in der benachbarten Stadt ausprobieren?

      Es gibt sie doch, die normalen Aerzte. Eigentlich. Natuelrich ist es schwer, wenn man Schmerzen hat, auch noch zu suchen und zu kaempfen. Ich wuensche dir viel Kraft und viel Mut!
    • Ich versteh dich sehr gut, mache ja ähnliches mit, zur Zeit "diäte" ich, um eine Arthroskopie zu bekommen und auch um anschließend es leichter bei der Mobilisation zu haben. Es tut verdammt weh, wenn man das ins Gesicht gesagt bekommt, dass man keine medizinische Hilfe bekommt, weil man zu dick ist. Ich habe festgestellt, dass Gott und die Welt sich zum Spezialisten aufspielt bei uns Dicken und unser Gewicht immer Schuld ist an unseren Beschwerden.
      Fragt man nach konkreter Hilfe, kommt meistens nichts.
      Suche dir eine andere Ärztin, von der Dame bekommst du keine Hilfe.

      LG
      Evi
    • Im anderen Thread erzählst du, dass eine AC sogar bis 350 Kilo gemacht würde. Wenn dieses Krankenhaus eine gynäkologische Abteilung hat, würde ich genau dort hingehen und fragen, denn wenn sie ACs bis zu einem hohen Gewicht machen können, müssten sie auch dich und diese OP machen können.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Sonnenkuss schrieb:

      Im anderen Thread erzählst du, dass eine AC sogar bis 350 Kilo gemacht würde. Wenn dieses Krankenhaus eine gynäkologische Abteilung hat, würde ich genau dort hingehen und fragen, denn wenn sie ACs bis zu einem hohen Gewicht machen können, müssten sie auch dich und diese OP machen können.



      Genau das habe ich während dieser Veranstaltung angesprochen, mehrfach.
      Das sei eine gaaaanz andere OP, dass könne man nicht vergleichen. Da unten(also im Unterleib) sei viel zu viel Fett. Ein Magenbypass sei dagegen ja ein Kinderspiel(oh Gott, machen sie uns hier nicht die Einfachheit des Bypasses kaputt). Ich sagt, wenn ich abnehme bleibt aber die Bauchschürze, und die wäre jawohl da, wo eine UnterleibsOP sei...eine Antwort bekam ich nicht.

      Ihr bringt da das gleiche Unverständnis wie ich auf. Das frustet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sombra_blanca () aus folgendem Grund: Zitat kenntlich gemacht

    • Ich bin vor einigen Jahren lapraskopisch Sigmareseziert worden. Das Sigma ist ein Teil des Dickdarms und sitzt vor dem Enddarm, also sehr tief im kleinen Becken. Ich war in keinem Zentrum für AC, habe allerdings drei Wochen vor OP eine eiweissreiche, kohlearme Diät gemacht, um das intraabdominelle Bauchfett zu verringern. Die OP ging gut, es war laut OA höchste Zeit gewesen, er hat mich auch gefragt, warum ich so lange gewartet habe. Warum wohl?
      Ich hatte allerdings eine Wundheilungsstörung an einer Stelle, die aber nach entsprechender Pflege nach paar Wochen zu war.
      Stelle dich bei einem anderen Arzt oder Klinik vor.
      Wenn dein Bauch recht dick ist, würde ich eine Klinik, die auch AC operiert, aufsuchen, dass du dir nicht anhören musst, so lange Instrumente gäbe es nicht, der OP Tisch trägt das Gewicht nicht.....
      Das muss man sich nicht antun, man hat ja so schon genug Angst vor der OP.
    • Es ist unglaublich, was Du Dir anhören musstest. :mad: Du bist völlig zu Recht traurig und wütend. Ich schliess mich den Vorrednerinnen an und rate Dir, einen anderen Arzt und ein anderes Krankenhaus zu suchen. Für die Suche drück ich Dir alle Daumen und hoffe, dass Du kompetende und höfliche Ärzte findest.

      LG Finchen
    • Das ist wirklich unglaublich :confused: Wohnst du auf dem land, oder in einer größeren Stadt? Mir wurde letztes Jahr die Gallenblase entfernt und es gab keinerlei Probleme oder Genöle von Seiten der Ärzte. Dabei wiege ich noch einiges mehr als du (1,81m / 180kg).
    • Also das mit dem Krankenhaus kann ich überhaupt nicht verstehen...

      Habe vor 2 Jahren mal eine längere Krankenhausodysee hinter mir mit einigen OPs. Hatte natürlich auch Panik - Narkose... OP Tisch... usw.

      Im Gespräch beim Narkosearzt, hätte ich nicht selbst mein Gewicht angebracht - hätte er das garnicht angesprochen - und er meinte nur relativ gelassen "Naja, ihnen sollte klar sein das Sie durch Ihr Gewicht ein etwas erhöhtes Risiko haben weil wir eine etwas stärkere Dosierung verwenden, aber sonst ist alles wie bei allen anderen" öhhh...
      Und ich war damals bei über 200kg!!!!
      Auch bei der OP Besprechung - wurde nicht einmal mein Gewicht gross erwähnt und ob da Probleme mit dem OP Tisch sind --- und auch während der OP Vorbereitungen usw. - damals war ich absolut überrascht!!!
      Habe damals sogar mal neugierig gefragt, weil man ja am Ende der OP wieder in seinem Bett aufwacht - wie sie einem vom OP Tisch runter kriegen. Er meinte dann nur cool "Sie glauben wohl nicht das wir Sie da mit 10 Leuten runterheben, das ist wie bei allen anderen - sie liegen ja auf einem Tuch und das ziehen wir einfach mit rüber ins Bett, naja und bei Ihnen müssen halt statt 2 Leute 3-4 ziehen :D
      Bin dann auch während der Zeit in einem anderen Krankenhaus gelandet - bei der 1 Narkose war der Narkosearzt etwas vorsichtiger und ich durfte die erste Nacht danach auf der Wachstation verbringen - aber das hat er eigentlich auch gut verkauft und war sehr ehrlich zu mir - und meinte direkt das er halt keine Erfahrungen hat mit solchen Patienten mit diesem Gewicht.
    • Es ist sowas von krank und zum Heulen....

      War da nicht mal irgendwas mit hippokratischem Eid?? Zum Wohl des Patienten??

      Leider ist es oft die Norm, dass man, grad, wenns einem sauschlecht geht, an einen doc. gerät, den das in keiner Form kümmert...

      Dick ist sowieso dauerkrank und irgendwie immer an Allem selber schuld...
      Dünn ist hysterisch und simuliert...

      Ich kapier einfach nicht, warum Menschen, die abs. null Empathie oder auch nur minimales Verständnis für ihre Patienten haben, Ärzte sein müssen...

      Und im KH mit Schmerzen bist du ohne Angehörige oder Freunde halt einfach nur ausgeliefert...:mad::mad::mad::mad:

      Alex
    • Alsta schrieb:


      Und im KH mit Schmerzen bist du ohne Angehörige oder Freunde halt einfach nur ausgeliefert...:mad::mad::mad::mad:
      Alex


      Das sind auch meine Horrorvorstellungen, weil ich das auch schon erlebt habe, obwohl mein Mann dabei war. Schlimm ist - ich werde dann auch noch kleinlaut und falle in die Opferrolle und somit hat dann so ein "Arzt" erst recht Oberwasser.

      Lässt mich nicht zu Wort kommen, entgegnet nur blasiert und genervt. Dann sieht er oder sie die Medikamente und dann kommt es: "ja, klar, brauchen Sie Blutdrucksenker und dass Sie bei ihrem Übergewicht Diabetes haben ... es wäre ein Wunder, wenn nicht."

      Fast meine ich dann immer ein rundherum zufriedenes Lächeln zu erkennen. Erst dann "darf" ich erzählen - dass bei mir zuerst (!) die endogene Depression ausgebrochen ist, sehr schlimm - und ich sie als Krankheit immer haben werde, und somit auch die Medikamente immer nehmen muss. Und von denen bin ich leider dick geworden.

      Also exakt andersherum. Ich habe nicht vom Übergewicht Depressionen bekommen und Diabetes. Ich bin diese eeewigen Erklärungen, die sich wie Rechtfertigungen anfühlen, sooo leid!! :(
    • Alsta schrieb:

      Ich kapier einfach nicht, warum Menschen, die abs. null Empathie oder auch nur minimales Verständnis für ihre Patienten haben, Ärzte sein müssen...

      In meinem nahen Familienkreis ist ein Arzt und auf diese Person treffen alle negativen Eigenschaften zu. Mir ist vor Jahren passiert, dass ich bei einem Familienfest am Kaffeetisch saß und diese Person solche Witze über dicke Menschen riss, dass ich vor Scham fast unter den Tisch gefallen wäre…..es war so verletzend und ich war damals noch nicht ansatzweise so weit, dass ich etwas gesagt hätte.

      Diese Person spricht oft von Leuten „die es geschafft haben“ und meint damit Menschen die entweder einen akademischen Grad haben, oder beruflich sehr erfolgreich sind (diese Menschen bekommen auch mehr Respekt!). Jener Arzt empfindet sich als „Kopfmensch“ und ist zum Beispiel der Meinung, dass man Panik Attacken nur mit dem Willen unter Kontrolle bringen kann…..eigentlich kann man alles mit dem Willen unter Kontrolle bringen, so natürlich auch das „Über“-Gewicht!

      Da ich diese Person schon sehr lange kenne, weiß ich auch, dass die starken Minderwertigkeitskomplexe Grund für sein Verhalten sind (aber keine Entschuldigung!). Die Minderwertigkeitskomplexe sind aber nicht von Außenstehenden zu erkennen, dort erkennt man nur eine Kälte die ich nicht in Worte fassen kann.

      Mit den Jahren habe ich erkannt, dass solche Leute (Ärzte) Minderwertigkeitskomplexe haben und deshalb „Opfer“ suchen, denn ein (geistig) normaler Mensch hat nicht das Bedürfnis auf andere Menschen herunter zu sehen und sie wie Opfer zu behandeln.

      Heute weiß ich, dass man Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen, in solchen Positionen, am besten zu fassen bekommt in denen man ihnen „Feuer“ (Widerworte) :troll3:gibt und zwar so wie sie es nicht kennen…..mit kräftigem Ton, erhobenen Hauptes, ausdrücklich und das man sich nicht kleinkriegen lässt! Ja, man muss das Üben, aber es gibt genug von solchen „Ärzten“ und von daher kann man üben, üben und nochmal üben :rolleyes:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von savoir-vivre ()

    • Elisabeth schrieb:


      Ich bin diese eeewigen Erklärungen, die sich wie Rechtfertigungen anfühlen, sooo leid!! :(


      Darf ich raten, natürlich kommt dann kein Wort der Entschuldigung vom Arzt, dass er die Situation völlig falsch eingeschätzt hat.
      Mich nervt das ewig rechtfertigen auch, darum hab ich für mich beschlossen, das mach ich nicht mehr.

      von Savoir-vivre:Heute weiß ich, dass man Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen, in solchen Positionen, am besten zu fassen bekommt in denen man ihnen „Feuer“ (Widerworte) :troll3:gibt und zwar so wie sie es nicht kennen…..mit kräftigem Ton, erhobenen Hauptes, ausdrücklich und das man sich nicht kleinkriegen lässt! Ja, man muss das Üben, aber es gibt genug von solchen „Ärzten“ und von daher kann man üben, üben und nochmal üben :rolleyes:


      Stimmt, oder man bedauert sie, wie traurig ein Leben sein muss, wenn man solch ein arrogantes Verhalten nötig hat.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      Darf ich raten, natürlich kommt dann kein Wort der Entschuldigung vom Arzt, dass er die Situation völlig falsch eingeschätzt hat.
      Mich nervt das ewig rechtfertigen auch, darum hab ich für mich beschlossen, das mach ich nicht mehr.


      Ganz im Gegenteil, dann wird der Arzt oder die Ärztin erst recht ungehalten, weil ich wohl an ihrer Berufsehre gekratzt habe, aber es wird wenigstens nichts Negatives mehr über mein Gewicht gesagt, weil ich meine Ärzte namentlich nenne, die natürlich bekannt sind und ich sage dann auch, dass ich schon seit Jahrzehnten in Behandlung bin.


      Und das ist der Fehler den ich mir zuzuschreiben habe, wegen der Rechtfertigung, meine ich. Ich habe nicht genug Selbstbewusstsein, um den Arzt dahingehend einfach unwissend zu lassen. Ich möchte ihm erklären wie alles kam - quasi, um mein Dicksein zu entschuldigen.

      Ich hasse mich dafür, aber bei nächsten Mal passiert es mir wieder, womöglich auch deswegen, weil ich in einer Notsituation keine zusätzliche Kraft habe, um mir auch noch eine nervenzehrende Auseinandersetzung mit einem "Wochenend-Arzt" aufzubürden. :(
    • Elisabeth, wie wäre es, wenn du einen Flyer machst, z.B. mit der Aufschrift "Ich bin dick und das hat folgende Gründe:" und den einfach dem nächsten Arzt vor die Nase drückst?

      Du musst dich nicht dafür hassen, dass du alles erklären möchtest, es ist ja die Schuld der Ärzte, die dich mit ihrem unmöglichen Benehmen dazu zwingen.
    • Muminfrau schrieb:

      Elisabeth, wie wäre es, wenn du einen Flyer machst, z.B. mit der Aufschrift "Ich bin dick und das hat folgende Gründe:" und den einfach dem nächsten Arzt vor die Nase drückst?

      Du musst dich nicht dafür hassen, dass du alles erklären möchtest, es ist ja die Schuld der Ärzte, die dich mit ihrem unmöglichen Benehmen dazu zwingen.


      Dear Muminfrau...
      Doch, deine Idee hat schon was:applaus::applaus:

      Und es gibt hier best. auch Leute, die sich sowas trauen und ihr Ding durchziehen...:holy:

      Nur, das grundsätzliche Problem ist doch, dass ein Patient, dem es jetzt akut schlecht geht, von den docs abs. nichts Anderes will als schnelle Hilfe und im besten Fall noch ein paar Worte, die evt. etwas Mut machen...

      Bei Hausärzten übernehmen das manchmal tolle med. Fachangestellte...wenn sie denn mal ein wenig Zeit neben ihrem unterbezahten Stessjob finden können..

      Bin ziemlich sicher....wenn ein Arzt einen solchen flyer ungefragt unter die Nase kriegt, ist von vornerein abs. keine Basis mehr für einen vertauensvollen Dialog da... und gerade darum gehts doch!!!

      Es wird nur auf Konfrontation rauslaufen....nützen tuts keinem und der Patient ist wieder der Verlierer...

      Alex
    • Ist der Flyer nicht auch wieder eine Rechtfertigung?
      Und es stört mich der Titel "ich bin dick, weil...." Eigentlich hat es einen Arzt nicht zu interessieren, warum ich dick bin. Ich habe z.B. Schmerzen, er soll heraus finden warum und mir helfen. Das einzige, was ihn zu interessieren hat, sind vorhandene Erkrankungen und die dazugehörigen Medikamente, damit er alle Infos hat und keine Fehlentscheidungen macht wegen z.B. Wechselwirkungen von Medis.


      LG Finchen
    • Muminfrau schrieb:

      Elisabeth, wie wäre es, wenn du einen Flyer machst, z.B. mit der Aufschrift "Ich bin dick und das hat folgende Gründe:" und den einfach dem nächsten Arzt vor die Nase drückst?

      Du musst dich nicht dafür hassen, dass du alles erklären möchtest, es ist ja die Schuld der Ärzte, die dich mit ihrem unmöglichen Benehmen dazu zwingen.


      Meinst du das jetzt ernst oder eher bisschen aus Jux? Denn - die Idee ist nicht schlecht. Ich habe dahingehend einen richtigen Tunnelblick, das wäre mir niemals eingefallen. Da könnte ich mir jetzt grad wieder die Haare raufen. :stirn:
    • Alsta schrieb:


      Bin ziemlich sicher....wenn ein Arzt einen solchen flyer ungefragt unter die Nase kriegt, ist von vornerein abs. keine Basis mehr für einen vertauensvollen Dialog da... und gerade darum gehts doch!!!


      Aber der erste Druck wäre von mir genommen und dann könnte ich ja, wenn er meine Hauptanliegen gelesen hätte, mit ihm ein richtiges Gespräch beginnen. Einen Versuch ist es allemal wert, denn alles andere kenne ich schon. Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden.

      Vielleicht wird er fragen, wieso ich ihm das zu lesen gebe und nicht selbst zur Sprache bringe. Dann muss ich so ehrlich sein, und zugeben, dass es mich schlicht aufregt.



      Finchen schrieb:

      Ist der Flyer nicht auch wieder eine Rechtfertigung?
      Und es stört mich der Titel "ich bin dick, weil...." Eigentlich hat es einen Arzt nicht zu interessieren, warum ich dick bin. Ich habe z.B. Schmerzen, er soll heraus finden warum und mir helfen. Das einzige, was ihn zu interessieren hat, sind vorhandene Erkrankungen und die dazugehörigen Medikamente, damit er alle Infos hat und keine Fehlentscheidungen macht wegen z.B. Wechselwirkungen von Medis.
      LG Finchen



      Ich führe eine Liste mit meinen Medis immer mit mir, auch die Adressen meiner Ärzte stehen da drauf, aber trotzdem wollen die immer von vorne beginnen. Wie soll ich sagen - die wenigsten akzeptieren den Ist-Zustand, nein, ich muss alles ausbreiten vom Anfang bis zum heutigen Datum.

      Oft sogar muss ich mir sagen lassen, wieso der eine oder andere Arzt dies und jenes verschrieben hat - denn ER würde etwas ganz anders verschreiben, was mich nicht gerade beruhigt, das könnt ihr euch denken.

      Denn exakt nur das:
      "Das einzige, was ihn zu interessieren hat, sind vorhandene Erkrankungen und die dazugehörigen Medikamente, damit er alle Infos hat und keine Fehlentscheidungen macht wegen z.B. Wechselwirkungen von Medis."

      .... machen sie NIE!
    • Ich meinte den Flyer ganz ernst. Kommt natuerlich wiederum darauf an, wie deine Gemuetslage ist, und ob du dich dem gewachsen fuehlst. Denn natuerlich koennte sowas auch Anfeindungen verursachen, und man muss strategisch vorgehen.

      Meine Efahrung ist, dass wenn man sich auf Schlimmste vorbereitet hat (richtig vorbereitet), kommt es nicht so schlimm, wie man es sich vorgestellt hat. Menschen fuehlen, wenn man bereit ist, ihnen das Kontra zu geben, und fangen erst gar nicht damit an.

      Und der Flyer will mit Bedacht entworfen sein, mit mehreren Test-Durchgaengen usw. Mit ein bisschen Kreativitaet und vielleicht etwas Pfiff. Wenn du magst, kannst du hier irgendwo einen Thread zum Design eroeffnen. Ich finde, insbesondere wenn man akut krank ist, koennte so ein Flyer einen davon befreien, dem Arzt lange Geschichten zu erzaehlen oder sich Unsinn anzuhoeren.
    • Ich habe einmal, als ich so ein Gefühl hatte, als ob der Arzt mich einfach in eine "dicke" Schublade stecken wollte, gesagt:
      "Am besten beginnen wir damit, dass wir beide unsere Schubladen zu machen und uns ganz neutral aufeinander einlassen."

      Er war ein junger ausländischer Arzt, der sicher auch öfter mit Vorurteilen konfrontiert ist.

      Er hat gestutzt dann weiter gemacht... nach ca. 10 Minuten hat er gesagt:
      "Die Schubladen lassen wir einfach geschlossen, einverstanden?"

      So was passiert natürlich nicht oft, da hat es halt mal geklappt.
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • Elisabeth schrieb:




      Oft sogar muss ich mir sagen lassen, wieso der eine oder andere Arzt dies und jenes verschrieben hat - denn ER würde etwas ganz anders verschreiben, was mich nicht gerade beruhigt, das könnt ihr euch denken.



      So eine Liste hab ich auch in der Geldbörse.

      Sag doch einfach:

      Artz X hat Y verschrieben weil er ein sehr guter und verantwortungsbewusster Arzt ist.
      oder:
      Es interessiert mich nicht, was sie verschreiben würden, ich werden von Arzt bestens betreut. Er kennt mich.


      Das ist mir einmal passiert dass ein Facharzt!!! fragte, warum ich Medi X nehme. Ein Medi, dass in seinen Fachbereich fiel und er hätte wissen müssen, dass es lebensnotwendig ist. Erst war ich baff und dann auf Krawall gebürstet.

      LG Finchen