Wie geht MANN mit einer dicken Frau um?

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    • Wie geht MANN mit einer dicken Frau um?

      Wie kann ich mit einer dick gewordenen Partnerin umgehen? Sie leidet unter ihrem Gewicht sehr und obwohl wir sonst über alles offen reden ist das ein Tabu Thema.

      Sie geht davon aus, ich will sie verletzten, usw..
      Was natürlich nicht der Fall ist: ich liebe sie nach wie vor, wie sie ist, aber ich merke, wie sie leidet. Dabei würde ich gerne helfen, nur weiß ich nicht, wie?

      Danke vorab, für alle Antworten
    • Erst einmal kann ich Deine Partnerin dazu beglückwünschen, dass sie einen Partner hat, der sie so liebt, wie sie ist und sie dabei unterstützen möchte, auch wieder zu lernen, sich selbst zu lieben.
      Du machst Dir viele Gedanken um sie und suchst Wege, ihr mitzuteilen und zu zeigen, dass Du hinter ihr stehst. Das finde ich wunderbar. Dass Deine Worte bei ihr nicht ankommen, ist nicht nur traurig für sie, da sie daraus so viel Kraft gewinnen könnte, sondern auch für Dich, da Du Dich zurückgesetzt und missverstanden fühlst. Ich weiß nicht, was Du schon alles versucht hast und wie Du es getan hast. Auch weiß ich nicht, über welchen Zeitraum Du es schon versuchst. Patentantworten wird es bestimmt nicht geben, aber vielleicht kommen in diesem Thread einige Ideen zusammen.
      Möglicherweise ist sie gerade in einem schweren Prozess gefangen, damit umgehen zu müssen, dass ihr Körper nicht mehr dem Bild entspricht, das sie von ihm hat. Ihr fehlt die Erkenntnis, dass sich zwar das Äußere verändert hat, aber der Mensch selbst der selbe geblieben ist.
      Ich weiß nicht, ob Du sie damit erreichen kannst, ihr einfach im Alltag zu zeigen und zu sagen, was Du alles an ihr magst. Ich glaube, es könnte ihr helfen, wieder zu bemerken, wie liebenswert sie ist, dass sie für Dich eine attraktive Frau und tolle Partnerin ist. Erzähle ihr von besonderen Momenten: Was hat Dich an ihrem Charakter, Lächeln, ihren Augen, Gesten... besonders beeindruckt? In welcher Situation hast Du sie für ihr Verhalten bewundert? Wo liegen ihre besonderen Stärken? Was waren Momente, die Euch als Paar geprägt und aneinander gebunden haben? etc.. Ich fände es toll, wenn sich aus solchen Anmerkungen dann Gespräche entwickeln, in denen sie sich öffnen kann.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • kampfzwerg schrieb:

      Erst einmal kann ich Deine Partnerin dazu beglückwünschen, dass sie einen Partner hat, der sie so liebt, wie sie ist und sie dabei unterstützen möchte, auch wieder zu lernen, sich selbst zu lieben.
      Du machst Dir viele Gedanken um sie und suchst Wege, ihr mitzuteilen und zu zeigen, dass Du hinter ihr stehst. Das finde ich wunderbar.

      Ich weiß nicht, ob Du sie damit erreichen kannst, ihr einfach im Alltag zu zeigen und zu sagen, was Du alles an ihr magst. Ich glaube, es könnte ihr helfen, wieder zu bemerken, wie liebenswert sie ist, dass sie für Dich eine attraktive Frau und tolle Partnerin ist. Erzähle ihr von besonderen Momenten: Was hat Dich an ihrem Charakter, Lächeln, ihren Augen, Gesten... besonders beeindruckt? In welcher Situation hast Du sie für ihr Verhalten bewundert? Wo liegen ihre besonderen Stärken? Was waren Momente, die Euch als Paar geprägt und aneinander gebunden haben? etc..


      An das Lob von Kampfzweg schliesse ich mich von Herzen an.

      Die Idee von Kampfzwerg, Deiner Partnerin zu sagen, was Du an ihr schätzt und liebst finde ich sehr gut. Vielleicht (wenn sie es nicht hören will) könntest Du das auch in einem kurzen Brief/ Karte schreiben, welche Du z.B. auf ihre Bettseite legst oder sonst ein Ort, wo sie es findet.

      Vielleicht wäre es eine Hilfe für sie, wenn sie in unser Forum käme.

      LG Finchen
    • Oh mann...
      Mann geht mit einer dicken Frau mit Selbstzweifeln nicht anders um, als mit einer schlanken Frau, die auch Selbstzweifel hat. Das ist kein Dickenphänomen, dagegen verwehre ich mich!
      Wenn deine Frau mit sich und ihrem Selbstbild Probleme hat, dann muss vor allen Dingen sie selbst etwas für ihr verschobenes Weltbild tun. Sie muss sich erst mal selbst lieben, bevor sie dir glaubt, dass du sie liebst. Das wird schwer werden, denn Menschen, die sich selbst nicht annehmen können, können sich auch auf einen Partner nicht einlassen.
      Du kannst da nicht viel machen. Wie soll das auch funktionieren, wenn sich eine Frau selbst nicht akzeptiert, da kann der Partner Kopfstand machen und mit den Füßen wackeln, sie wird ihm nicht glauben, dass sie auf ihre Art und Weise einfach schön ist?
      Wie geschrieben, das ist kein Dickenproblem, sondern ein Problem, dass deine Frau mit sich auch hätte, wenn sie rappeldürr wäre, dann wäre es halt der Hängebusen oder die große Nase. Von so her, kannst du ihr nur versichern, dass du sie als schön empfindest, das wird aber nix an der Situation ändern. Da muss sie schon selbst ran.
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    • Sonnenkuss schrieb:

      Du kannst da nicht viel machen. Wie soll das auch funktionieren, wenn sich eine Frau selbst nicht akzeptiert, da kann der Partner Kopfstand machen und mit den Füßen wackeln, sie wird ihm nicht glauben, dass sie auf ihre Art und Weise einfach schön ist?
      ... Von so her, kannst du ihr nur versichern, dass du sie als schön empfindest, das wird aber nix an der Situation ändern. Da muss sie schon selbst ran.
      Das teile ich nicht zu 100%.
      Man kann (und sollte) seinen Partner bei solch starken Selbstzweifeln etwa so unterstützen, wie Kampfzwerg es formuliert hat. Das kann mitunter Früchte tragen (habe ich selbst erlebt). Sind die Selbstzweifel aber so stark, daß man an seinen Partner nicht mehr herankommt, könnte man möglicherweise über professionelle Hilfe durch Psychologen nachdenken, auch wenn der betroffene Partner bei solchen Überlegungen komplett "dicht" macht.
    • Ich bin da ganz mir kampfzwerg, denn (was manche vielleicht als Plattitüde bezeichnet würde) ich glaube auch hier, dass mal wieder ein Sprichwort, nämlich "Steter Tropfen hölt den Stein" stimmt.
      Sei lieb zu ihr, zeige ihr, dass Du sie liebst, spreche immer mal wieder ihre charakterlichen Vorzüge an. Etwas wird immer davon hängen bleiben.

      Für Dich selbst, um Dir klar zu machen, was in einem Menschen, der sich körperlich in der von Dir beschriebenen Art verändert, vorgeht, wie er damit umgehen kann, und wie man trotz einer verdrehten Sicht vieler Menschen bezüglich dieses Themas, stark machen kann, wäre es gut, in diesem Forum zu lesen.
      Dies könnte Dir helfen, Deine Frau / das Thema besser zu verstehen, was bedeutet, dass Du auch besser auf sie eingehen kannst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:


      Sei lieb zu ihr, zeige ihr, dass Du sie liebst, spreche immer mal wieder ihre charakterlichen Vorzüge an. Etwas wird immer davon hängen bleiben.
      .

      Wie wäre es denn damit auch die körperlichen Vorzüge anzupreisen? Ich jedenfalls würde mich meines Körpers anstelle der Frau noch mehr schämen, wenn mein Mann nur meinen charakter lobt.
    • babelfish schrieb:

      Wie wäre es denn damit auch die körperlichen Vorzüge anzupreisen? Ich jedenfalls würde mich meines Körpers anstelle der Frau noch mehr schämen, wenn mein Mann nur meinen charakter lobt.


      Wäre psy. garantiert abs. richtig....nur, sie wirds ihm halt nicht glauben, sich im Gegenteil wohl bestenfalls nicht wirklich an-/ernstgenommen fühlen...im schlimmeren Fall ausgelacht oder verhöhnt.

      @ Elk...
      Wäre ich deine Partnerin, würde ich wollen, dass du da bist....und eine schwere Zeit mit mir gemeinsam aus- u. durchhalten kannst.
      Auch, wenn ich dir nicht mal sagen könnte, warum es mir akut schlecht geht...weil ich es evt. selbst nicht grade festmachen kann.

      Auch, wenns mal diverse Aus- und Abbrüche gibt...

      Zu fühlen, dass jemand trotzdem da ist, hilft.
      Nicht unbedingt sofort aber irgendwann unbedingt.

      Alex
    • Alsta schrieb:

      Wäre psy. garantiert abs. richtig....nur, sie wirds ihm halt nicht glauben, sich im Gegenteil wohl bestenfalls nicht wirklich an-/ernstgenommen fühlen...im schlimmeren Fall ausgelacht oder verhöhnt.


      Na ja, ich denke man kann schon bewundernswerte Stellen finden, mit denen sie auch klarkommt. Gegen das Loben von Augen, Mund, Brüsten und zarter Haut, meinetwegen auch Ohrläppchen oder irgendwas anderes kann ja keiner was einwenden. Soll er sich was ausdenken, was ihm gefällt. Sie würde dann zumindest spüren, dass er sie auch begehrt und nicht nur wegen des tollen Charakters bei ihr ist.
    • Soll er mal gucken, ob es ihm nicht sogar gefällt, dass jetzt mehr von ihr vorhanden ist. Die wird vermutlich mitbekommen, ob er ein paar ausgedachtet Vorzüge bei ihr lobt, sein Augenmerk auf unverfängliche Körperteile wie Augen/Lippen/Hände richtet oder durch die vergrößerten Kurven wirklich erregt wird.

      Ich habe Männer schon sagen hören: Früher hast du vielleicht für andere besser ausgesehen, aber so liegst du mir besser im Arm.
      [CENTER]Summ summ summ
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    • Ich bin auch in der Beziehung dick geworden.
      Mir tat und tut es immer gut, wenn mein Partner auch öffentlich zu mir steht.
      Also vielleicht Essen, Theater, Kino, Spazierengehen usw. und sie dabei einfach mal an die Hand oder in den Arm nehmen. Und wenn sie sich für den Abend schön macht, einfach mal ein Kompliment verteilen.

      Wenn sie den Wunsch abzunehmen, könntest du gemeinsam mit ihr Sport machen. Gemeinsame Zeit fühlt sich immer gut an...und hinterher einfach mal ein Eis essen. So nimmst du sie ernst, aber sie kann genauso mit dir sündigen.:fluester:
    • katko schrieb:


      Wenn sie den Wunsch abzunehmen, könntest du gemeinsam mit ihr Sport machen. Gemeinsame Zeit fühlt sich immer gut an...und hinterher einfach mal ein Eis essen. So nimmst du sie ernst, aber sie kann genauso mit dir sündigen.:fluester:


      Diese Aussage verstehe ich nicht. Man kann gemeinsam Sport machen, man kann gemeinsam Eis essen gehen. Das ist beides bestimmt schoen, wenn es beiden Spass macht.

      Aber wie haengt das mit dem Abnehmen und mit der Suende zusammen?!

      Wenn Sport nur deswegen gemacht wird, dass man abnehmen muss, und Eis als Suende betrachtet wird... :eek:
    • Um "mit Sport" abzunehmen, müsste man am Tag ungefähr 36 Stunden sporteln... Sport regt höchstens den Stoffwechsel an, aber zum Abnehmen ist Sport die schlechteste Methode, so es denn eine wäre...
      Das ist immer so pauschal dahergesagt, weil es halt in den bunten Frauenzeitschriften auch so propagiert wird. Schade.
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    • Das Beispiel mit dem Sport und dem Sündigen sollte in die Richtung gehen das ich sage.
      "Ich bin an deiner Seite und unterstütze dich, wenn du etwas tun willst. Ich bin aber auch an deiner Seite, wenn dein Hunger nach einer "Sünde" größer ist, als jedes Diät- oder Sportprogramm".
      Sehen wir die Sünde als Belohnung.

      Im Übrigen glaube ich schon, dass Bewegung einem Dicken gut tut, wie jedem anderen auch. Selbst wenn man nicht abnimmt, ist das Gefühl, etwas für seinen Körper getan zu haben, ein gutes Gefühl.
    • Ich sitze gerade bei bei Schokoriegel und denke darüber nach, ob ich nicht vielleicht mit dem netten Nachbarn sündigen möchte. :holy:

      Soll heißen: Sünde und sündigen hat rein gar nichts mit Nahrungsaufnahme zu tun. Es sei denn, man hat Diäten zu machen zu Religion erhoben. Außerdem hat das Wort Sünde eine moralische oder gern auch moralisierende Komponente, die ich mehr als bedenklich finde. Überlass die Sünde also lieber den Religionen. Menschen, die einfach nur mal oder mal öfter sich eine Leckerei gönnen, gehören nicht automatisch ins Büßerhemd. ;)
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Also gänzlich den Sünden-Aspekt (stark internalisierte katholische Sozialisation) negieren kann ich gar nicht, der ist unterschwellig immer vorhanden, wohl aber ihn lustvoll verarbeiten.

      Mein Liebster nennt das Ganze dann "sich suhlen", wenn man mal etwas gänzlich undiszipliniertes nicht nur tut, sondern es ganz bewusst zelebriert.
      Ich kann mich zum Beispiel nicht so gut gehen lassen, mir hilft so eine Art Inszenierung ungemein.

      Ich musste das auch erst lernen, ein Eis wirklich genießen zu können.
      Man kann dafür das Wort "sündigen" auch ganz bewusst einsetzen, um sich auseinanderzusetzen.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Im Einzelfall kann ich das immer akzeptieren, Angelina. Aber die ganze Kiste mit Nahrung = Sünde hat sich gesellschaftlich so festgesetzt, dass ich es nur noch erbärmlich finde. Die Gesellschaft zelebriert hier diese Sünde ja nicht, sondern hat lediglich ein Tabu verschoben (statt Tabus aufzulösen). Das scheint irgendeinem gesamtgesellschaftlichen Bedürfnis zugute zu kommen, das immer wieder Säue durch Dörfer getrieben sehen will, damit die Leute sich nicht um die wirklich wichtigen Dinge kümmern wollen/müssen/dürfen.

      Maky: Den Nachbarn zu vernaschen wäre für mich keine Sünde. Er käme ja nicht zu Schaden. Aber ob ich bereit wäre, meinen Schokoriegel zu teilen, na, da müssten wir erst mal sehen... Du weißt doch, warum Schokolade dem Manne überlegen ist. Schoki bringt's immer. ;)
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    • Honigbiene schrieb:

      Aber die ganze Kiste mit Nahrung = Sünde hat sich gesellschaftlich so festgesetzt, dass ich es nur noch erbärmlich finde. Die Gesellschaft zelebriert hier diese Sünde ja nicht, sondern hat lediglich ein Tabu verschoben (statt Tabus aufzulösen). Das scheint irgendeinem gesamtgesellschaftlichen Bedürfnis zugute zu kommen, das immer wieder Säue durch Dörfer getrieben sehen will, damit die Leute sich nicht um die wirklich wichtigen Dinge kümmern wollen/müssen/dürfen.


      Dieser Umstand ist mir bewusst und ich sehe es ähnlich.
      Und manchmal habe ich eben selbst diese Anwandlungen, dass ich mich für meine "Gelüste" schäme, weil ich es eben so gelernt habe.
      Irgendwo anders schrieb mal eine Teilnehmerin, sie hätte Probleme damit, als undamenhaft zu gelten, weil sie gern deftig isst und auch gern größere Portionen (sie war sehr schlank), da ist mir das zum ersten Mal bewusst geworden, wie sehr es verteufelt wird, sich seinen Bedürfnissen hinzugeben, seien sie noch so grundlegend.

      Diese Anspannung, die daraus entsteht muss ich manchmal durch bewusste Grenzüberschreitungen auflösen, gänzlich locker bin ich da immer noch nicht.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Angelina () aus folgendem Grund: Die Frau war natürlich nicht deftig sondern aß gern deftig.

    • Eben. Scham und Beschämung. Das hat noch nie jemandem geholfen. Außer natürlich denen, die das bewusst zum eigenen Vorteil einsetzen. Mit Beschämung und Schuldzuweisung lässt sich hervorragend manipulieren.

      Damenhaftigkeit ist auch so ein Ding. Damen sind immer irgendwie im Hintergrund - und sollten sie dann doch mal im Vordergrund sein, dann doch bitte weil sie besonders schön, nobel, edel oder sonstwas aus dem Kleinhaltungsrepertoire der (groß-)bürgerlichen Gesellschaft ist. Wenn eine Frau sich dafür entscheidet, im Hintergrund zu bleiben, ist das ihr gutes Recht. Wenn eine Frau aber abgewertet wird, weil sie die damenhafte Zurückhaltung ablegt, dann ist das nicht okay.
      Das bedeutet nicht, dass Frauen sich nicht mehr sozialvertäglich verhalten sollten. Versteht mich da bitte nicht falsch. ;)
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    • Honigbiene schrieb:

      Mit Beschämung und Schuldzuweisung lässt sich hervorragend manipulieren.


      Ja, sowohl im Privaten als auch auf der gesamtgesellschaftlichen Schiene.
      Und besonders bitter für die Opfer.


      Honigbiene schrieb:

      Wenn eine Frau sich dafür entscheidet, im Hintergrund zu bleiben, ist das ihr gutes Recht. Wenn eine Frau aber abgewertet wird, weil sie die damenhafte Zurückhaltung ablegt, dann ist das nicht okay.
      Das bedeutet nicht, dass Frauen sich nicht mehr sozialvertäglich verhalten sollten. Versteht mich da bitte nicht falsch.


      Ich glaube, ich verstehe dich da schon richtig:)
      Ich frage mich gerade, ob ich mich wohl durch den Verzehr einer Mettwurst in den Vordergrund drängen könnte...
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • In feinen Scheiben auf dünnen randlosen Brotscheibchen: damenhaft.
      Am Stück mit herzhaftem Biss: nicht damenhaft.
      Dabei laut rülpsend: nicht vorteilhaft. Weder für sie noch für ihn.

      Das Ganze geht auch mit Räuchertofu: vegetarierhaft.
      Lieber Mandel-Sesam-Tofu: honigbienesque

      Alles zusammen: off topic. Sorry. Wie finden wir jetzt zum Thema zurück?
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      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Angelina schrieb:

      Also gänzlich den Sünden-Aspekt (stark internalisierte katholische Sozialisation) negieren kann ich gar nicht, der ist unterschwellig immer vorhanden, wohl aber ihn lustvoll verarbeiten.

      Mein Liebster nennt das Ganze dann "sich suhlen", wenn man mal etwas gänzlich undiszipliniertes nicht nur tut, sondern es ganz bewusst zelebriert.
      Ich kann mich zum Beispiel nicht so gut gehen lassen, mir hilft so eine Art Inszenierung ungemein.

      Ich musste das auch erst lernen, ein Eis wirklich genießen zu können.
      Man kann dafür das Wort "sündigen" auch ganz bewusst einsetzen, um sich auseinanderzusetzen.


      `Sich suhlen`als Synonym für einfach nur Mensch sein und so richtig doll geniessen zu dürfen, ist das KLASSE:five:!!!!

      Alex