Heute als kurze Nachricht auf SWR3

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    • Heute als kurze Nachricht auf SWR3

      Die 68-jährige Schulbusaufseherin Karen Klein wird während einer Schulbusfahrt, wegen ihrer Frisur, wegen ihres Gewichts und ihres Hörgeräts von 12 und 13 Jahre alten Schülern angepöbelt. Einer filmt das mit seiner Handy-Kamera und stellt das Video in youtube ein. Die Webseite indiegogo.com startet daraufhin einen Spendenaufruf, um 5.000,00 $ zu sammeln, damit die Frau sich in einem Urlaub davon erholen kann.
      An sich schon traurig, wenn in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Frau mit 68 Jahren noch arbeiten muss. Vermutlich wird sie das machen, weil sie sonst nicht rum kommt. Was dann aber passiert ist, finde ich eigentlich ganz schön.
      Bis jetzt sind über 476.000,00 $ gesammelt worden. :)

      Meldung von SWR3
      .
    • Das find ich so toll, dass für die Dame gespendet wurde und sie auch so viel Zusprache bekam:applaus: und natürlich dass die Schulbehörde die Schüler bestrafen will. :applaus: Es ist ein klares Zeichen, das so etwas nicht zu tolerieren ist.

      @ Kubalibre, manchen in den USA geht es finanziell so schlecht, dass sie 3 Jobs haben. In einer Zeitung hab ich gelesen, dass es dem Land schlechter geht, als Griechenland. Die USA ist pleite. Auch kam letzthin eine Reportage wegen den Krankenkassen. Die Republikaner stellen sich dagegen mit dem Argument, dass niemand zu einer Versicherung gezwungen werden darf. Anscheinend muss erst noch entschieden werden, ob die Krankenkasse für alle umgesetzt werden darf. Dass in den USA eine fünfstellige Zahl an Menschen jährlich stirbt, weil sie sich den Arzt und die Medikamente nicht leisten kann, ist wirklich unglaublich. Menschen stehen vor der Entscheidung, kaufe ich mir Essen oder die Medis. Und das in einem Land, dass Milliarden für Kriege und Waffen ausgibt.:mad: Es ist wirklich die Nation der unbegrenzten Dummheit.

      LG Finchen
    • Wow, diese Nachricht ist wirklich erfreulich! Gut fände ich es, wenn man der Frau nun einen gewissen Teil dieses Geldes gibt und mit dem Rest ein soziales Projekt zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der Akzeptanz übergewichtiger Menschen finanziert! AUf die Art würde nicht nur eine Person, sondern viele profitieren :)
    • elefäntchen schrieb:

      Ich habe das auch gelesen: traurig finde ich, dass die Dame gerne eine Entschuldigung von den Kindern hätte aber diese sich weigern.


      Aber vielleicht muß man im Ami-Land da stark aufpassen, da eine Entschuldigung einem Schuldeingeständnis gleichkommt und man vieleicht verklagt werden kann.
    • Yummy schrieb:

      Wow, diese Nachricht ist wirklich erfreulich! Gut fände ich es, wenn man der Frau nun einen gewissen Teil dieses Geldes gibt und mit dem Rest ein soziales Projekt zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der Akzeptanz übergewichtiger Menschen finanziert! AUf die Art würde nicht nur eine Person, sondern viele profitieren :)


      Ich finde, dass für diese Frau gesammelt wurde, nicht für andere, also soll sie in den Ruhestand gehen und sich ein Haus kaufen.
    • babelfish schrieb:

      Ich finde, dass für diese Frau gesammelt wurde, nicht für andere, also soll sie in den Ruhestand gehen und sich ein Haus kaufen.
      Das fände ich nicht gerechtfertigt. Klar, alle haben gespendet, weil sie der Frau was Gutes tun wollten, aber es gibt genug andere, die gemobbt/geärdert werden, die auch Hilfe nötig hätten und nicht zufällig in einer Opfersituation gefilmt wurden noch dass das Ganze im Internet so publik wurde. Sicherlich hat die Frau sich einen Urlaub verdient und sollte nicht wieder solchen Situationen ausgesetzt werden müssen, aber wenn dieses Video schon so viel Aufmerksamkeit erzielt und Menschen für das Thema sensibilisiert werden, könnten 90% des Geldes (sie hätte dann immer noch mehr als genug bekommen) auch an Verbände gehen, die sich um Opfer physischer und psychischer Gewalt kümmern.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • kampfzwerg schrieb:

      Das fände ich nicht gerechtfertigt. Klar, alle haben gespendet, weil sie der Frau was Gutes tun wollten, aber es gibt genug andere, die gemobbt/geärdert werden, die auch Hilfe nötig hätten und nicht zufällig in einer Opfersituation gefilmt wurden noch dass das Ganze im Internet so publik wurde. Sicherlich hat die Frau sich einen Urlaub verdient und sollte nicht wieder solchen Situationen ausgesetzt werden müssen, aber wenn dieses Video schon so viel Aufmerksamkeit erzielt und Menschen für das Thema sensibilisiert werden, könnten 90% des Geldes (sie hätte dann immer noch mehr als genug bekommen) auch an Verbände gehen, die sich um Opfer physischer und psychischer Gewalt kümmern.


      Wenn ich Geld spende, dann möchte ich auch, dass es genau diejenigen, für die ich gespendet habe, bekommen. Wenn ich also Geld für diese Busbegleiterin gespendet hätte, dann würde ich es zurückverlangen, wenn es an jemand anderen geht. Wenn ich für Opferverbände oder Antidiskriminierungsclubs spenden will, dann tue ich das.

      Und wer entscheidet wieviel Geld genug für die Frau ist, ich denke ja wohl die Spender und nicht irgendwer anders.
    • babelfish schrieb:

      Wenn ich Geld spende, dann möchte ich auch, dass es genau diejenigen, für die ich gespendet habe, bekommen. Wenn ich also Geld für diese Busbegleiterin gespendet hätte, dann würde ich es zurückverlangen, wenn es an jemand anderen geht. Wenn ich für Opferverbände oder Antidiskriminierungsclubs spenden will, dann tue ich das.


      Zurückverlangen ist natürlich organisatorisch schwierig, aber ich sehe das ansonsten genau so wie Du!
      Und vielleicht bringt die Medienveröffentlichung zumindest den einen oder anderen zum Nachdenken.

      Liebe Grüsse
      Mariechen
    • Ich finde es einfach nicht gerechtfertigt, dass die Frau nun so viel Geld bekommt, aber das mag jeder anders sehen.
      Spendenstand ist inzwischen 597.334$, der Aufruf wurde nicht gestoppt, obwohl die zu Beginn gewünschten 5.000$ ja extrem überschritten wurden.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Naja, der Spendenaufruf ist auf 30 Tage festgesetzt und von " nur Urlaub" auf "Urlaub und Rente" geändert worden. Da in den Staaten Sozialversicherungen Privatvergnügen sind, die man sich leisten können muss, kann sie mit dem Geld jetzt sich nen Urlaub leisten, ihre Rente und eventuelle Arztbesuche absichern.
      Keiner der Spender wurde außerdem gezwungen, weiterhin zu spenden, obwohl das "Limit" erreicht wurde, is ja deutlich zu sehen, wieviel schon rum kam.
      Auch ob Karen Klein was weiter spendet, liegt ebenso in ihrem Ermessen, wie in dem Ermessen ihrer Spender.

      Interessant fand ich ein Interview-Video von einem der Jungen, die an der Sache beteiligt waren.
      Der is eher beleidigt/sauer, das er erwischt wurde und auf seinem Handy nun hunderte Hass-Sms/Anrufe eingehen. ( Shit happens..*g) Entschuldigen will er sich auch nicht. Einsicht sieht da anders aus. Und das, obwohl Mrs Klein von einer Anzeige absieht, um die Jungs nicht noch weiter anzustrafen...

      OT
      Grad in den USA kommen bei solchen Medienereignissen immer große Geldsummen zusammen, scheint an der Mentalität/ Gemeinschaftssinn/fehlenden Sozialversicherungen/fehlenden staatlichen Institutionen zu liegen. Und das in einem Land, wo ein Beinbruch eine Familie finanziell ruinieren kann...Seit Monaten wird da um eine Krankenversicherung, die "nur" 12Mio Menschen, hauptsächlich Kindern, zugute kommen soll, erbittert gekämpft. Da is dann mal schnell von Obamacare=Kommunismus und Niedergang der Freiheit die Rede und seit dem Bankencrash/Finanzkrise haben viele Rentner ihre Rente verloren und müssen wieder arbeiten, da diese meist als 401Rentenfonds liefen und jetzt nix mehr wert sind.
      Aufgrund der Sachlage "drüben" find ich, hat Mrs Klein einfach mal Glück im Unglück und hat jetzt nach langen Arbeitsleben einfach mal nen sehr gut abgesicherten Lebensabend.
      Natürlich gibt es zig weitere Schicksale, die das auch verdienen, aber es gehört manchmal eben einfach Glück (oder neue Medien) dazu...oder es hindert keiner jemanden daran für diese Schicksale ebenfalls einen Spendenaufruf zu starten....
    • Bigette, bin ganz Deiner Meinung.

      Ich mag es dem Jungen gönnen, dass er nun Hass-Sms bekommt. Soll er mal spüren, wie es ist, gemobbt zu werden. Aber mal sollte auch die Eltern von diesen Kids in Visier nehmen. Die Kinder sind durch die Erziehung der Eltern so geworden.

      LG Finchen
    • Wie sicher ist es denn, dass das Geld auch beim Opfer ankommt?

      An der Geschichte gefällt mir, dass es für die Täter nach hinten losgegangen ist. Statt wie tolle Helden dazustehen, bekommt jetzt das Opfer die Aufmerksamkeit - und hoffentlich die Kohle. So müssten alle diese Geschichten ausgehen, dann hätte sich das schnell alles erledigt.
    • Die Jungs sind für 12 Monate vom Unterricht suspendiert worden und müssen in einer anderen Einrichtung ihren Lernstoff erarbeiten.
      Karen Klein spendet einen Teil des Geldes an eine Orga, die Menschen mit Downsyndrom unterstützt. Einer ihrer Enkel ist davon betroffen.