Staat setzt dicke Kinder auf Diät

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • Sonnenkuss schrieb:

      Es gibt keine "schlechten" und keine "guten" Nahrungsprodukte.


      Du hast vollkommen Recht, es war nicht meine Absicht die Nahrungsmittel in Gut und Böse einzuteilen, sondern nur zu verdeutlichen wie gestört das Verhältnis zur Nahrung nach Diäten ist. - ich hätte mich besser ausdrücken können -

      @ Lea, ja, danke so ist es!

      P.S ich habe nun zu DIESEM und DIESEM Artikel einen Leserbrief abgeschickt.
    • Ich habe extra nie das Gewicht meiner Tochter kommentiert -
      ich habe viel zu viel Sorge, dass sie in eine Essstörung reinrutschen könnte.
      Wenn sie mich fragte: "Mama, bin ich zu dick?"
      sagte ich: "Frag den Kinderarzt, der würde dir schon sagen, ob deine Gesundheit gefährdet ist."
      Dazu sagen: Wir haben einen sehr vernünftigen Kinderarzt. Stark übergewichtigen Kindern empfiehlt er, erstmal das Gewicht zu halten - und dann weiter zu wachsen. Er ist strikt gegen Diäten im Kindesalter.
      Leider ist es aber auch so, dass sie mit Normalgewicht ( 60 Kilo bei 1,62 cm Größe) manchmal als "fett" bezeichnet wird und selbst sagt, sie ist eine der Dicksten in ihrer Schule.

      Was der Arzt im oberen link sagt, kann ich aus 20jähriger Erfahrung als Lehrerin nicht bestätigen. Bei den Mädels in meinen Klassen war das Hauptproblem nicht die Adipositas, sondern Magersucht und Bulimie :(

      liebe Grüße Lisa
    • Lisa Cortez schrieb:


      Leider ist es aber auch so, dass sie mit Normalgewicht ( 60 Kilo bei 1,62 cm Größe) manchmal als "fett" bezeichnet wird und selbst sagt, sie ist eine der Dicksten in ihrer Schule.


      Was einen wieder zur Frage bringen kann wo denn die ganzen dicken Kinder sein sollen. Angeblich (ich weiß nicht mehr wo ichs gelesen habe) ist ja jedes 5. deutsche Kind zu dick. Ich sehe sie aber nirgends in großer Zahl herumlaufen.
    • Hier war es heute Thema. Das Video zum Beitrag dürfte spätestens morgen früh drin sein.

      Der Tenor war, dass die niederländischen Maßnahme als zu hart angesehen wurde, aber dass dicke Kinder natürlich das Ergebnis falscher Erziehung und außerdem die vorprogrammierten gesellschaftlichen Loser sind. :rolleyes:
      [CENTER]
      [/CENTER]
    • Boah, ich bin so was von wütend über die Aussage von Frau Huxoll vom Kinderschutzbund NRW..........:stirn:

      „ Man muss entscheiden wie nachhaltig können Schadenswirkung sein, von einem bestimmten Verhalten der Eltern, und bei Fettleibigkeit ist das auf jeden Fall anzunehmen. Also ich glaube, dass das Bewusstsein dafür auch zunehmen muss, dass das für Kinder wahrscheinlich nachhaltig Konsequenzen haben kann und zwar sehr zu ihrem Nachteil und das von daher man auch in solchen Fällen durchaus, also immer noch als letzte Maßnahme, Eltern dann das Sorgerecht entziehen muss“

      Erst mal zu dem Wort „nachhaltig“, dieses Wort scheint Frau Huxoll zu mögen und da frage ich mich doch wie „nachhaltig“ bewertet sie sind denn die Abnehmkuren besonders vor dem Hintergrund, dass man heute weiß, dass der Jo-Jo Effekt ein Resultat daraus ist und eventuell ein lebenslang gestörtes Essverhalten!?

      Bei Fettleibigkeit ist auf jeden Fall davon auszugehen, dass die Eltern sich falsch verhalten haben!?....ja, in welchem Jahrhundert lebt die gute Frau denn!?

      Und in manchen Fällen kann man dann durchaus, als letzte Maßnahme, das Sorgerecht entziehen…..oh, toll dann haben wir ein super Druckmittel um auf die Eltern und auf die Kinder einzuwirken, Gratulation für diese Herangehensweise oder vielleicht sage ich doch besser, Kriegsführung gegen das Übergewicht!

      Ich bin leicht pikiert und werde mich gleich daran machen, der Dame von Kinderschutzbund einen Brief zu schreiben. In dem Brief werde ich Frau Huxoll unter anderem anhand meiner Lebensgeschichte mit Diäten und Abnahme in frühen Jahren aufzeigen „wie nachhaltig“ diese Eingriffe wirklich sind, aber ich werde sie auch fragen wie sie darauf kommt, dass bei Fettleibigkeit immer davon auszugehen ist, dass die Eltern daran Schuld sind bzw. ob sie sich eigentlich im Klaren ist, welche Konsequenzen und welche Ängste sie den Eltern mit solchen Aussagen macht.

      Wären es wirklich Eltern, denen es „egal“ ist, ob sie ihr Kind schlecht behandeln, dann werden solche Aussagen auch kein Problem sein, aber sind es Eltern denen ihr Kind wichtig ist (und das sind nun einmal die meisten) dann ist es eine Gewichts-Diskriminierung und ein staatlich geführter Krieg gegen das Übergewicht den der Kinderschutzbund noch unterstützt......wie zynisch ist das denn :sonicht:
    • Finchen schrieb:

      Es wäre schön, wenn möglichst viele der Frau Huxoll ihre Meinung schreiben. Auch mit Hinweisen zu Frank und Pollmer.

      Ich habe meinen Brief gerade abgeschickt und ich habe mich auch auf Herr Dr. Gunter Frank bezogen.

      P.S. es stimmt, man kann das Video nicht mehr sehen......?....ich muss dazu sagen, als ich das Video heute Morgen gesehen hatte, gab es auch schon Schwierigkeiten beim Abspielen.
    • Habt ihr diesen Link benutzt? Bei mir klappt es. Die Beiträge bleiben jeweils eine Woche aktiv.

      Offensichtlich geht der WDR davon aus, dass die Kinder doch von den Eltern entfernt wurden. Wie auch immer, neben der Frau vom Kinderschutzbund finde ich den Arzt mit der Glaskugel unglaublich: Die Kinder finden sicher keinen Ausbildungsplatz, keine Arbeit und liegen den Sozialkassen auf der Tasche. Es lebe das Klischee vom fetten Proll!
      [CENTER]
      [/CENTER]
    • Danke für den Link.

      Das ist wirklich eine blöde Z .... und ebenso der Arzt. Es ist so erschreckend, dass die Idee auch noch Beführworter findet. Schade, dass der Fall der drei Kinder nicht so einen positiven Ausgang nahme, wie der von der Dame aus den USA. Es wäre wirklich zu Wünsch, dass ein Organisation das Urteil anficht und die Sache vor den Menschengerichtshof zieht.
      Manchmal hab ich den Eindruck, die denken, mit Dicken darf man alles machen.


      LG Finchen
    • Mein Brief vom 25.06.2012

      Sehr geehrte Frau Huxoll

      Ich schreibe Ihnen, da ich den Bericht „Kinder zu dick – Sorgerecht weg – ein Fall für die Behörden, bei der Aktuellen Stunde gesehen hatte.

      Hierbei beziehe ich mich auf ihre Aussage:

      „ Man muss entscheiden wie nachhaltig können Schadenswirkung sein, von einem bestimmten Verhalten der Eltern, und bei Fettleibigkeit ist das auf jeden Fall anzunehmen. Also ich glaube, dass das Bewusstsein dafür auch zunehmen muss, dass das für Kinder wahrscheinlich nachhaltig Konsequenzen haben kann und zwar sehr zu ihrem Nachteil und das von daher man auch in solchen Fällen durchaus, also immer noch als letzte Maßnahme, Eltern dann das Sorgerecht entziehen muss“

      Erst einmal zu dem Wort „nachhaltig“, wissen sie wie „nachhaltig“ Diäten und die darauf folgende Abnahme ist!?

      Auch bei mir wurde in früher Kindheit gesagt, dass das Übergewicht schlecht für mich sei und das daher eine Gewichtsabnahme von Nöten ist und aus diesem Grund wurde ich in Kuren geschickt und bekam Ernährungsberater an die Seite gestellt.
      Bei den Kuren kam heraus, dass ich zwar in der Kur abgenommen hatte, aber nach einiger Zeit, hier danke ich Tante Jo-Jo, wieder mein altes Gewicht hatte und noch ein paar Kilo mehr.
      Sicher, man (staatliche Behörden) überwacht das und entscheidet zu einer „neuen“ Kur und das Gleiche passiert wieder, aber jetzt hält das Kind das Gewicht etwas länger und dann klopfen sich alle auf die Schulter und sagen „wir haben es geschafft und mach weiter so“……aber dann geht das Gewicht doch wieder hoch und nun ist wiederrum jedem, leider auch dem Kind, klar, dass das Kind keine Disziplin hat.

      Bitte vergeben Sie mir meine zynische Aussprache, aber ich habe solche gut gemeinten „Hilfen“ wie Sie sie anstreben zu oft erlebt und auch wie „nachhaltig“ diese sein können. Bei mir hat diese „Nachhaltigkeit“ nur dazu geführt, dass ich eine Essstörung entwickelt hatte und Jahrzehnte lang auf das alt erlernte Muster der Diät-Kuren gesetzt habe.

      Wenn Kinder in so frühen Jahren auf ihr Gewicht reduziert werden, dann führt das zwangsläufig zu einem Selbsthass und das wird, meiner Meinung nach, noch verstärkt wenn auf dem „Spiel“ steht, dass das Kind seinen Eltern weggenommen werden könnte.

      Bitte Frau Huxoll, wenn Sie schon eingreifen wollen, dann doch bitte in den Schulen und dort speziell bei den Kinder die andere quälen, diskriminieren und Mobbing auf Grund von einer Äußerlichkeit durchgeführt wird.

      Als Übergewichtiger Mensch muss man nicht zwangsläufig krank sein, aber man wird auf jeden Fall diskriminiert und wenn Sie sich als Repräsentantin einer Organisation, wie dem Kinderschutzbund, mit solchen Aussagen Öffentlichkeit verschaffen, dann haben sie „nur“ geschafft, dass Eltern von Kindern die Übergewicht haben, einem noch größeren Druck ausgesetzt sind.

      Eine erfolgreiche Therapie bedarf der Mitwirkung und sie versuchen über den Druck des Kindesentzugs, „als letzte Maßnahme“, hier die Mitwirkung zu erzwingen!?
      Mich erinnert das an „Therapie statt Strafe“…..aber die Kinder mit Übergewicht haben nichts Kriminelles getan und doch soll ein Richter über sie urteilen, wie über einen Kriminellen und das unter dem Deckmantel der Hilfe!?

      - Es ist, meiner Meinung nach, eine Körperverletzung Kinder auf Diät zu setzen –

      Es gibt einen Allgemein Mediziner Herr Dr. med. Gunter Frank, vielleicht wäre es Ihnen möglich über diesen Doktor und seine Erfahrungen mit Diäten und speziell mit Diäten bei Kindern sich Informationen zu besorgen, denn es ist interessant von Fachleuten Informationen zu bekommen, die das Übergewicht nicht nur von der Perspektive der möglichen Krankheiten sehen, sondern auch vor dem Hintergrund der Schäden die eine Diät auslöst, denn auch diese „Nachhaltigkeit“ müssten Sie in Betracht ziehen, wenn Sie fordern, das die Gewichtsabnahme bei Kindern mit staatlichem Dekret durchgeführt werden soll.

      Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen, und falls Sie mir antworten, möchte ich Sie noch fragen, ob ich Ihre Antwort in einem Forum veröffentlichen darf in dem sich engagierte dicke Menschen (dort gibt es aber auch Nicht-Dicke-Menschen) zusammen tun und sich austauschen!?

      Falls Sie keiner Veröffentlichung zustimmen, würde ich mich trotzdem über eine Antwort von Ihnen freuen und werde diese natürlich diskret behandeln.

      Ich hoffe auf einen Austausch mit Ihnen, denn dieses Thema ist sehr wichtig!

      Bis dahin,
      mit freundlichen Grüßen,

      C. L. aus R.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Name gekürzt.

    • Antwort von Frau Huxoll vom 10.07.2012 (den Brief an Frau Huxoll habe ich eine Antwort darüber gesetzt)


      Sehr geehrte Frau L,
      es tut mir leid, dass ich Ihnen erst heute antworte. Aber einerseits bin ich beruflich viel unterwegs und andererseits habe ich den Beitrag, auf den Sie sich beziehen, erst jetzt sehen können. Er war mehr als eine Woche für die aktuelle Stunde vorgesehen und wurde wegen anderer aktuellerer Themen immer wieder verschoben. Den produzierten Beitrag konnte ich mir leider erst Tage nach der eigentlichen Ausstrahlung im Internet ansehen. Grundsätzlich fand ich diesen sehr differenziert, ohne dass eine einseitige Positionierung erfolgte. Denn sicherlich ist es kein Thema, für das einfache Lösungen zu finden sind. Das wird ja auch in Ihrer Zuschrift deutlich.

      Sie selber haben leidvolle Erfahrungen mit Übergewicht in Ihrer Kindheit und Jugend gemacht. Ich möchte aber betonen, dass es sich in dem Beitrag und auch in dem Urteil nicht um übergewichtige, sondern fettleibige Kinder handelte. Eine Differenzierung ist hier wichtig. Es liegen mittlerweile zahlreiche Kindergesundheitsstudien aus den letzten Jahren vor, die belegen, dass sowohl Übergewicht wie Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland in erheblichem Ausmaß auf dem Vormarsch sind. Und das hat Folgen beispielsweise für die Teilhabe an Aktivitäten mit Gleichaltrigen. Es hat aber auch nachweislich erhebliche gesundheitliche Folgen für das weitere Leben. So haben Diabetes im Jugendalter sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folgen von Fettleibigkeit erheblich zugenommen. Sie stehen also in engem Zusammenhang mit Fettleibigkeit und damit führt diese zu einem erheblichen Risiko weiterer Erkrankungen. Und das ist ein gesellschaftliches Problem und keine individuelle private Entscheidung von Eltern über das Leben ihrer Kinder. Fettleibigkeit (und nicht Übergewicht) schadet. Deshalb finde ich es richtig, wenn das Bewusstsein für diese Thematik zunimmt. Als Kinderschutzbund können wir Verhaltensweisen von Erwachsenen, die Kindern Schaden zufügen, nicht hinnehmen. Erforderlich sind Hilfen und Angebote für Eltern, damit sie ihr Verhalten ihren Kindern gegenüber ändern und ihnen nicht länger schaden. Bevor das Sorgerecht entzogen wird, müssen alle anderen Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung ausgeschöpft sein. Ein Sorgerechtsentzug ist Ultima ratio, aber leider in manchen Fällen zum Schutz der betroffenen Kinder notwendig. Ohne den Fall aus den Niederlanden im Detail zu kennen, würde ich auch hier davon ausgehen, dass vor der Gerichtsentscheidung andere Wege und Möglichkeiten mit der Familie und den Kindern versucht wurden.

      Sehr wichtig ist bei diesem Thema auch, dass die Eltern eine zentrale Rolle haben, wenn es um das Thema Ernährung und Bewegung geht. Kinder können nicht ohne die Mitwirkung und Unterstützung ihrer Eltern ihre Ernährung oder ihr Bewegungsverhalten umstellen. Insofern muss geprüft werden, inwiefern Eltern in der Lage und bereit sind, ihr eigenes Verhalten zu ändern, so dass sich auch die Lebenssituation für die Kinder ändern kann.

      Sie beschreiben, wie schädlich auch Diäten sein können. Dazu gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Meiner Auffassung nach machen Diäten nur dann Sinn, wenn sie perspektivisch zu einer Ernährungsumstellung führen und natürlich auch der Bewegungsaspekt Berücksichtigung findet. Was die richtigen Maßnahmen sind, muss im Einzelfall entschieden werden und Diät ist nicht gleich Diät. Im Übrigen hat der Richter in den Niederlanden ja sinnvollerweise den Kindern auch eine Ernährungsberaterin oder Diätassistentin an die Seite gestellt. Richtigerweise weisen Sie darauf hin, dass Kinder nicht auf ihre Gewichtsproblematik reduziert werden dürfen. Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Ess- und Bewegungsverhalten haben auch psychische Zusammenhänge und diese müssen bei Maßnahmen zur Gewichtsreduktion und zu verändertem Ernährungs- und Bewegungsverhalten mit in den Blick genommen und mit bearbeitet werden.

      Ich kann mich nicht erinnern, gefordert zu haben, dass eine Gewichtsabnahme bei Kindern mit staatlichem Dekret durchgeführt werden soll. Ich kann nur meine Aussage wiederholen, dass Eltern, die Fettleibigkeit bei ihren Kindern in Kauf nehmen, nichts dagegen unternehmen, keine Änderung ihres eigenen Verhaltens bewerkstelligen trotz vielfältiger Hilfe- und Unterstützungsmaßnahmen, ihren Kindern schaden und ihrer Verantwortung für ihre Kinder nicht ausreichend nachkommen. Dann muss diese Verantwortung auf andere übertragen werden, die nach sorgsamer Prüfung im Einzelfall entscheiden müssen, was nun das Beste für die betroffenen Kinder ist und mit welchen Maßnahmen dieses zu erreichen ist. Kinder haben ein verbrieftes Recht auf Gesundheit in einem sehr umfassenden Sinne.

      Insofern führt eine Polarisierung im Sinne von „Kinder auf Diät zu setzen, ist Körperverletzung“ in der Sache nicht weiter. Denn ist ja hoffentlich nicht gemeint, „Fettleibigkeit bei Kindern ist gut. Sie fühlen sich wohl. Alle sind gesund“. Es gibt keine einfachen Antworten und das ist meiner Meinung nach in dem sehr differenzierten Beitrag deutlich geworden. Es ist gut, wenn mit dem Beitrag eine Diskussion zu der Thematik angestoßen werden konnte, die meines Erachtens notwendig und überfällig ist.

      Im Übrigen ist der Kinderschutzbund durchaus auch zum Thema „Mobbing“ aktiv und mancherorts finden dazu Aktivitäten in Schulen statt. Es ist für eine Diskussion nicht förderlich, wenn unliebsame Positionierungen zu einem bestimmten Thema dazu führen, gleich auf die anderen Baustellen in dieser Gesellschaft hinzuweisen, um die sich der Kinderschutzbund doch vorrangig kümmern sollte. Viele Aktivitäten und Maßnahmen des Kinderschutzbundes sind nur möglich, weil sich viele Frauen und Männer ehrenamtlich für eine Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Unsere Leitlinie sind die Rechte der Kinder.

      ich habe nichts dagegen, wenn Sie meine Antwort in das von Ihnen genannte Forum einstellen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Martina Huxoll

      stellv. Geschäftsführerin
      Fachberaterin für den Bereich Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sombra_blanca () aus folgendem Grund: Name gekürzt

    • Dazu stellt sich mir die folgende Frage: Wer wird denn dann entscheiden, wo das "unschädliche Übergewicht" aufhört und die "schädliche Fettleibigkeit" anfängt? :confused:

      Wird bestimmt wieder an dem ach so aussagekräftigen BMI festgemacht...
      [SIZE=1]There's a storm on the horizon, and you have only seen the clouds so far.[/SIZE]
    • Von welchem sehr differenzierten Beitrag spricht Frau Huxoll da? :confused:

      Die Antwort ist im Grunde eine Wiederholung der alten Klischees - Diät ist nicht gleich Diät und (starkes) Übergewicht ist alleine eine Folge falschen Ernährungs- und Bewegungsverhaltens. Und dagegen helfen natürlich wieder nur "vernünftige" Diäten und Bewegungsprogramme. :rolleyes:

      Frau Huxoll schrieb:

      Ohne den Fall aus den Niederlanden im Detail zu kennen, würde ich auch hier davon ausgehen, dass vor der Gerichtsentscheidung andere Wege und Möglichkeiten mit der Familie und den Kindern versucht wurden.
      Da wäre ich mir nicht sicher, gerade ohne den Fall genau zu kennen.

      Es bleibt auch hier wohl wieder mal bei der Erkenntnis, dass es leichter ist, eine tausend Mal gehörte Unwahrheit zu glauben als eine einmal gehörte Wahrheit.
      [CENTER]
      [/CENTER]
    • Die hat gar nichts begriffen :mad:, dafür betete sie treudämlich die gängigen Klisches runter. Sie wird sich auch nicht über Gunter Frank informieren, weil sie es vermeintlich besser weiss.

      Ich kann nur meine Aussage wiederholen, dass Eltern, die Fettleibigkeit bei ihren Kindern in Kauf nehmen, nichts dagegen unternehmen, keine Änderung ihres eigenen Verhaltens bewerkstelligen trotz vielfältiger Hilfe- und Unterstützungsmaßnahmen, ihren Kindern schaden und ihrer Verantwortung für ihre Kinder nicht ausreichend nachkommen. Dann muss diese Verantwortung auf andere übertragen werden, die nach sorgsamer Prüfung im Einzelfall entscheiden müssen, was nun das Beste für die betroffenen Kinder ist und mit welchen Maßnahmen dieses zu erreichen ist. Kinder haben ein verbrieftes Recht auf Gesundheit in einem sehr umfassenden Sinne.



      Das läuft dann auf Diktatur und Entmündigung vom Bürger hinaus. :mad:

      LG Finchen
    • HIER zum Thema: in Großbritannien werden extrem übergewichtige Kinder aus den Familien genommen.

      Interessant.....
      Hanselmann: Haben Sie eigentlich Zahlen, die beweisen, dass die Adipositas-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen wirklich extrem steigen, so wie man das immer wieder liest?


      Wiegand: Das ist ein guter Punkt, weil wir in Deutschland sehr wenig repräsentative Daten haben. Der einzige Zeitpunkt, wo alle Kinder angeschaut werden, ist die sogenannte Schuleingangsuntersuchung vor der Einschulung. Da sind die Zahlen konstant bis leicht rückläufig in den letzten zehn Jahren……
    • Wenistens berücksichtigen sie auch die Gene und untersuchen den Stoffwechsel. Ist ja mal ein Anfang, dass nicht alles auf's masslose essen geschoben wird.

      A propos Fernsekonsum. Wir haben unseren Sohn im Frühling auf 1 Stunde täglich gesetzt, um auszuprobieren, ob die Erklärung von Udo Pollmer, warum Fernsehen dick macht, bei ihm funktioniert. Hat sie nicht. Positiv ist es trotzdem, er hat das Bücher lesen entdeckt.

      Und noch eine Idee wegen den dicken Armen und den dünnen Reichen. Könnte es sein, dass viele Reiche dünn sind, weil sie sich immer in den gleichen Gesellschaftsschichten bewegen und ergo so immer schlanke Gene vererbt werden?

      LG Finchen