Das Geschäft mit den Dicken (ML - Mona Lisa)

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    • Das Geschäft mit den Dicken (ML - Mona Lisa)

      Nachdem wir in den vergangen Monaten immer wieder feststellen mussten, wie verharmlosend u.a. Medizinsendungen im TV über Adipositaschirurgie berichten, gab es heute (28.04.2012) einen sehr kritischen und endlich einmal beide Seiten beleuchtenden Beitrag in der Sendung ML mona lisa.

      Videolink des Beitrags.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
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      — Sam Levenson
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg ()

    • Mona Lisa im ZDF - Kurzer AC-kritischer Beitrag

      Hi :)

      Ich bin durch Zufall drauf gestoßen. Hier der Link, für alle die es interessiert:
      KLICK
      Obwohl er sehr kurz ist, bringen sie die Risiken von AC schon gut auf den Punkt finde ich...

      Liebe Grüße
      Wombat
    • So, ich habe jetzt mal beide Threads zusammengeschoben, damit nur an einer Stelle diskutiert wird.

      Rolligirl, was passt Dir denn an dem Beitrag nicht, dass Du meckerst, die hätten ihn sich sparen können?

      Mir hat er gefallen, u.a. weil:
      1. nicht nur die glücklichen Operierten gezeigt wurden und der zufriedene Operierte eben nicht schlank, sondern nur einen Teil leichter war und eben trotz des erfolgreichen Eingriffs noch Übergewicht hatte (ausnahmsweise Gewichtsdokumentation: von ca. 150 auf ca. 100kg)
      2. die Gefahren der OP nicht verharmlost wurden und deutlich benannt wurde, dass nach der OP eine lebenslange medizinische Überwachung notwendig ist (auch wenn nicht explizit die Vitaminspritzen genannt wurden)
      3. Personen vorgestellt wurden, die nicht freudestrahlend die OP als Schritt zur Glückseligkeit preisen, sondern genau das erlebt haben, was wir in diesem Forum immer wieder kritisieren:
      a) in der Patientenaufklärung wird zu sehr verharmlost und die Entscheidung der Kandidaten deshalb zu voreilig und ohne genaue Abwägung bestehender Risiken erfolgt.
      b) ein eigentlich in seiner Funktion gesundes Organ wird durch die schwere OP unwiderruflich geschädigt und der Körper aus dem Takt gebracht

      Davon abgesehen ist der Titel des Beitrags präzise gewählt, es wird von einem "Geschäft" mit den Dicken gesprochen und nicht wie sonst so oft von den angeblichen dauerhaften positiven Ergebnissen der OP.
      Für einen Beitrag in einer Magazinsendung wie ML fällt die Besprechung des Themas mit ganzen 5 Minuten Video sogar vergleichsweis ausführlich aus.
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    • Huch, sorry. Ich hatte garnicht gesehen, dass es schon einen Thread für das The gab. Vielen Dank fürs zusammenlegen :-o

      Ich kann mich kampfzwerg nur anschließen. Es wurden endlich mal keine Wunderstorys Marke "Nun habe ich Kleidergröße 36 und bin ein neue Mensch" erzählt. Ich finde von den "ungünstig" verlaufenen OPs hört man in den medien viel zu wenig. Denn davon gibt es mehr als genug. Ich habe in einer Reha auch eine Frau kennengelernt und mochte kaum glauben, was sie alles durchmachen musste.

      Was gefällt euch denn nicht an dem beitrag?

      Liebe Grüße
      Wombat
    • Ich fand den Bericht auch gelungen - kampfzwerg es ja schon zusammengefasst. Was mir besonders gefallen hat, waren die verschiedenen Perspektiven* aus denen das Thema - trotz der Kürze des Berichts - beleuchtet wurde:

      *Angehörige einer jungen Frau, die nach der OP mit Komplikationen zu
      kämpfen hatte und im weiteren Verlauf verstarb

      *Patienten mit negativen Erfahrungen und Langzeitfolgen durch die OP

      *Patient(en) mit positiven Erfahrungen durch die OP

      *Eine Patientenanwältin, die die entsprechenden Foren und Medien
      kritisierte

      *Ein Arzt, der deutlich machte, dass eine OP nicht das Allheilmittel sein
      kann und nicht für jeden Übergewichtigen geeignet ist
    • @Kampfzwerg

      weil es meine Meinung ist!
      Ich fand diesen Bericht völlig daneben und eigentlich war er es nicht wert, dass ich ihn mir angesehen habe weil er viel zu kurz war.
      Dieses Thema rattert man nicht in fünf Minuten runter.
      Von Sabrina (deshalb habe ich ihn mir eigentlich angesehen) wurde leider nur sehr wenig berichtet. Stattdessen kam ein Mann der behauptet es wird nicht gut genug aufgeklärt und zu schnell operiert.Das hätte er mal sagen sollen bevor er sich operieren ließ!
      Sicher gibt es bei dieser Art von OP auch Komplikationen und leider auch, wie man in der letzten Zeit oft erfährt, Todesfälle.
      Es gibt aber auch viele Menschen denen durch diese OP ein neues Leben geschenkt wurde.
    • rolligirl schrieb:


      Es gibt aber auch viele Menschen denen durch diese OP ein neues Leben geschenkt wurde.


      Leider wird aber oft auch jemandem ´das alte "neue"´ (Übersetzung: das einzigste) Leben genommen.

      Vielleicht sollten manche einfach mal die Definition von "Leben" etwas überdenken. Ich kenne ja doch ein paar dickere Menschen. Und soweit ich das mitbekommen habe, kann man bzw kann so mancher oder manche auch sein altes, bzw einziges Leben so umgestalten, dass es sogar mit viel Übergewicht ein tolles Leben ist.

      Es gibt kein "neues" Leben, es gibt nur ein "anderes" Leben. Wobei man "anders" auf viele Arten erreichen kann - und damit meine ich jetzt nicht abnehmen.

      Es mag ja Menschen geben, deren Übergewicht extrem krankhaft ist, dabei meine ich (!) eher diejenigen, die diese berüchtigten Fälle aus den Medien sind (über 200 oder 300kg usw). Die haben meistens das Pech, dass sie an einem gutartigen Hirntumor in dem Hirnzentrum leiden, das für Hungerkontrolle zuständig ist. Leider ist sowas nicht behandelbar. Weil dieses Hirnzentrum leider dort liegt, wo man nicht operieren kann. (ich glaub ja, dass bei den meisten das ganze nicht mal diagnostiziert wird, aber soweit ich das mal so gehört hatte - an der Uni - hat tatsächlich der Großteil von denen diesen grund für dieses total arg extreme Übergewicht. Diese Menschen müssen einfach immer nur essen. Ihr Leben lang. Wobei ich mir ja denke: Eine OP (am Magen) wird am Hunger ja auch nichts ändern, es ändert etwas am Gewicht und daran, was dieser Mensch dann verdauen kann, aber leiden wird so jemand wahrscheinlich trotzdem weiter, weil er ja den Hunger weiter verspürt.

      Was ich eigentlich sagen wollte:
      Irgendwie impliziert dieses "jemand bekommt doch ein neues Leben" sowas wie "das andere Leben ist nicht so gut" und auch sowas wie "all die anderen, die mit dem selben Gewicht, doch leben, deren Leben kann sicher auch nicht gut sein"

      Irgendwie stört mich dieser Satz "So mancher bekommt doch ein neues Leben" immer. Der Satz hat sowas arges an sich (für mich).

      Und wo wir schon dabei sind:
      Wer bestimmt eigentlich, ab wann ein Leben ein gutes Leben ist, ab wann ein Leben umgekrempelt werden muss, damit es ein neues Leben werden muss (das alte Leben wird einfach abgeschnitten, schwupps und weg). Wo ist die Grenze? Und warum tun sich Menschen sowas eigentlich an?

      Und: Könnte es nicht sein, dass so manches dieser "weggeworfenen, alten" Leben nur deshalb nicht mehr wert waren, weitergelebt zu werden, weil irgendwann ein Resignationsmoment eintrat (wodurch beeinflusst? Gesellschaft, andere?), in dem beschlossen wurde "So ein Mist, ich bin nicht gut genug, wozu soll ich also auf mich und meinen Körper so gut es geht achten, ich bin doch dick, also was soll´s, ich geb auf, ich werfe das Handtuch, es hat alles keinen Sinn mehr, ich bin zutiefst krank, ich muss mich schämen" - vielleicht wurde es ja erst ab diesem Moment noch unerträglicher und kränker? (Psychosomatik? blabla...?) Frage, die ich in den Raum werfe: Ist ein dicker Mensch, der sich seiner Leibesfülle bewusst ist und sich so annimmt wie er ist, vielleicht psychisch viel besser drauf und lebt deshalb auch um einiges anders als ein dicker Mensch, der vor sich und der Welt resigniert? Ist er oder sie dann vielleicht deshalb um dieses Äutzerl gesünder, was das dicke Leben nicht lebensunwert macht und hat deshalb keinen Grund sich ein "neues Leben" zu suchen?

      Sorry, ...mir ging das so durch den Kopf. ich hab ja eigentlich keine Ahnung von diesem Thema, aber ich hab mich das einfach mal so gefragt, weil ich mir überlegte: warum kann der oder die eine mit seinem Dicksein leben aber der oder die andere nicht?

      Fragen um Fragen.....
    • Also ich fand es klasse, dass ML es geschafft hat, die wichtigsten Dinge innerhalb von Minuten mit Belegen zu zeigen. Mehr brauchte es nicht, um mich von meinem sich in letzter Zeit immer mal wieder einschleichenden Gedanken an eine eventuelle AC zu heilen.

      rolligirl schrieb:

      Stattdessen kam ein Mann der behauptet es wird nicht gut genug aufgeklärt und zu schnell operiert.Das hätte er mal sagen sollen bevor er sich operieren ließ!


      Hätte er das vor der Operation sagen können, wäre es wahrscheinlich nicht zur OP gekommen. Irgendwie logisch, oder? ;)
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • rolligirl schrieb:

      @Kampfzwerg
      weil es meine Meinung ist!
      Genau die wollte ich wissen, weil Du vorher darüber gemeckert hast (und direkt an zwei Stellen, wo eine gereicht hätte), ohne das überhaupt zu begründen und ich daran interessiert war, warum Du den Beitrag so sehr anders einzuschätzen konntest als andere hier.
      Ich fand diesen Bericht völlig daneben und eigentlich war er es nicht wert, dass ich ihn mir angesehen habe weil er viel zu kurz war.
      Wie ich schon schrieb, war er für das Sendeformat sogar lang.
      Dieses Thema rattert man nicht in fünf Minuten runter.
      Besser als wenn man all die Pro-AC-Berichte der letzten Monate stehen lassen würde, ohne die Gegenseite aufzuzeigen.
      Von Sabrina (deshalb habe ich ihn mir eigentlich angesehen) wurde leider nur sehr wenig berichtet.
      Stimmt, aber sie war der Aufhänger für den kritischen Ansatz. Dafür hat man die Lebenden interviewt und genau die Punkte vorgebracht, die es im Fall Sabrina ja auch gegeben hat:
      Stattdessen kam ein Mann der behauptet es wird nicht gut genug aufgeklärt und zu schnell operiert. Das hätte er mal sagen sollen bevor er sich operieren ließ!
      Genau das ist es doch, was den Fall Sabrina ausgemacht hat: Man hat sie offenbar, wie ich aus anderen Artikeln entnehmen konnte, nicht ausreichend über Risiken und Nebenwirkungen der OP aufgeklärt, sondern ihr die OP als Heilsbringer verkauft, so dass sie nicht mehr kritisch nachgefragt hat, sondern die OP wollte.
      Es gibt aber auch viele Menschen denen durch diese OP ein neues Leben geschenkt wurde.
      Das hat der Beitrag doch auch deutlich gemacht: Sie KANN ein hilfreicher Schritt sein, wie bei dem ersten Interviewten, der dadurch Lebensfreude und Lebensqualität zurückgewonnen hat, die er schon völlig verloren glaubte. Aber es wird auch gesagt, was niemals verschwiegen werden sollte: Die OP ist nicht für jeden geeignet und eine vorherige eingehende Aufklärung ist notwendig. Außerdem haben sie die OP nicht als Mode-Eingriff dargestellt (manch anderer Beitrag hinterlässt eher den Eindruck "Schnippschnapp und Du bist schlank"), sondern bewusst Menschen gewählt, die mit z.B. 150kg plus gesundheitlichen Problemen wirklich einen Grund für diesen Schritt hatten, im Gegensatz zu denen, die schon mit weit weniger und ohne sonstige Probleme meinen, eine Reißleine ziehen zu müssen.
      Ich fände es beim Thema AC wichtig, dass nicht die Operateure und ihre Anhänger aufklären, die Dollarzeichen in den Augen stehen haben, sondern wenn so etwas von einer möglichst unabhängigen medizinischen Stelle erfolgt, die positive und negative Seiten gleichermaßen aufzeigt. Das würde einige von vorschnellen Entscheidungen abhalten und anderen ein klareres Bild dessen verschaffen, was sie dauerhaft erwartet.
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    • Ausnahmsweise schreibe ich heute auch mal zum Thema AC.

      Dass Sabrina nicht richtig aufgeklärt war ist eine Aussage der Eltern, die immer noch voller verständlicher Emotionen sind.

      Ich kannte Sabrina persönlich und von daher möchte ich das so nicht stehenlassen. Auch im AC-Forum war sie selbst aktiv und auch dort reagierte sie auf Komplikations-, ja sogar auf einen Todesfall. Sie war sich sehr bewußt dass es dieses Risiko für sie gab, denn sie kannte ihre Vorerkrankungen und ihren aktuellen Zustand. Und trotzdem wählte sie die OP. Sabrina war 27 Jahre jung und hat ihre eigene Entscheidung getroffen.

      Dieses Recht gestehe ich jedem zu, ob es nun "vernünftig" oder was auch immer ist.
    • rolligirl schrieb:


      Ich fand diesen Bericht völlig daneben und eigentlich war er es nicht wert, dass ich ihn mir angesehen habe weil er viel zu kurz war.
      Dieses Thema rattert man nicht in fünf Minuten runter.


      Man könnte über jedes beliebige Thema, welches in so einem Format wie ML-Mona Lisa gezeigt wird eine ganze Themenwoche gestalten!
      Das bedeutet doch aber nicht, dass es sinnlos ist, ein Thema wie AC in einem kurzem kritischen Bericht aufzuzeigen.
      Ich sehe es eher als einen guten Anfang und hoffe mal, dass da noch mehr in dieser Richtung kommt.
    • Wenn man das Thema auf 45 Minuten oder eine Stunde ausgedehnt darstellen wollen würde, wäre das teuer und wer sollte für die Kosten so einer Sendung aufkommen wollen - abgesehen von dem Lobbybereich, der daran sowieso verdient. Das hätte entsprechend kritikfreie Berichterstattung zur Folge.
      Dann lieber mehrere gut gemachte kurze Beiträge mit Stimmen von beiden Seiten, als solche Filmchen, wie sie zuletzt in Sendungen wie Visite liefen.
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    • Der entscheidende Satz fiel gleich zu Anfang. Dort hieß es sinngemäß, Sabrina habe es trotz vieler Diäten nicht geschafft abzunehmen. Korrekterweise müsste es wohl wegen heißen. Und extremes Übergewicht fängt also bei 80 kg an? Dann bin ich mit über 80 und einer Mickerlänge von 1,55 m ein hoffnungsloser Fall. Sollte ich jetzt versuchen mich als nicht lebensfähig wahr zu nehmen?
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    • Chris schrieb:

      [...] und über BMI 40 wird erst von Adipositas gesprochen.
      Das stimmt so nicht ganz! Es gibt verschiedene Abstufungen.
      Ab einem BMI von 30 wird von Adipositas gesprochen, ab 40 ist dann der dritte Grad erreicht: Adipositas permagna oder morbide Adipositas.
      Wäre etwas verzerrend, wenn das nicht geklärt ist.
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    • So als Frage am Rande:

      Bei wievielen wird so eine OP eigentlich gemacht, obwohl der oder diejenige nur dick, aber ansonsten gesund ist??? Also so nach dem Motto "Huch, da könnten früher oder später Folgeschäden des Dickseins entstehen!"

      Ist da der Prozentsatz derer, die schon arg krank sind, höher oder umgekehrt?
      Wenn umgekehrt, dann fände ich das sehr skandalös.

      ad Folgeschäden des Übergewichts: da muss ich immer grinsen, da eigentlich auch so mancher Schlanke all die Krankheiten hat, die man sonst nur Dicken zubilligen würde. (Ich glaub, ich selbst hab auch einiges, das mich als "dick" definieren würde, obwohl ich es nicht bin, angefangen vom Bluthochdruck, zu hohem Cholesterin bis zu Gelenksschäden oder Bandscheibenproblemen, dann das Schnaufen beim Stiegenhochgehen, weil ich da keine Luft bekomme.... und natürlich all diese blöden Magenprobleme mit Reflux und dem Sch.. nicht zu vergessen. Viel essen macht ja auch bei Schlanken keine Unterschiede) Demnach müsste man mich auch operieren, was natürlich in Wirklichkeit nicht möglich sein würde.
    • Also, mir hat man vor ziemlich genau zehn Jahren unaufgefordert die Magenbandoperation (okay, nicht Schlauchmagen oder so) angeboten, weil ich als prädiabetisch diagnostiziert wurde. Eben damit sich keine echte Diabetes entwickelt. Ich fand das ein starkes Stück und habe dem Arzt gesagt, dass ich das nicht will und er mich bitte erst mal so behandeln soll, soweit nötig.
      Ich bin immer noch prädiabetisch. Mein schlechtester HBAC1-Wert in all den Jahren war 6,1. Ich kümmere mich so wenig um den Kram, dass ich nicht mal sicher bin, wie man HBAC richtig schreibt. Ohne dieses ach so tolle präventive Magenband. Hmmmm....
      [CENTER]Summ summ summ
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    • Chris schrieb:

      Ausnahmsweise schreibe ich heute auch mal zum Thema AC.

      Dass Sabrina nicht richtig aufgeklärt war ist eine Aussage der Eltern, die immer noch voller verständlicher Emotionen sind.

      Ich kannte Sabrina persönlich und von daher möchte ich das so nicht stehenlassen. Auch im AC-Forum war sie selbst aktiv und auch dort reagierte sie auf Komplikations-, ja sogar auf einen Todesfall. Sie war sich sehr bewußt dass es dieses Risiko für sie gab, denn sie kannte ihre Vorerkrankungen und ihren aktuellen Zustand. Und trotzdem wählte sie die OP. Sabrina war 27 Jahre jung und hat ihre eigene Entscheidung getroffen.

      Dieses Recht gestehe ich jedem zu, ob es nun "vernünftig" oder was auch immer ist.


      Danke Chris, dann brauch ich dazu ja nix mehr zu schreiben
    • Honigbiene schrieb:


      Ich bin immer noch prädiabetisch.


      Mit anderen Worten: Du bist gesund! Die Werte fuer Diabetes wurden in den letzten Jahren kuenstlich herabgestezt, und dieser unsaegliche "Praediabetes" erfunden, damit die Pharmaindustrie und die Aerzte mehr Kunden bekommen. :mad:
    • Übrigens gibt es jetzt ein neues Buch von Dr. Frank, das u. a. auch diesen Prä-irgendwas-Unsinn zum Thema hat. Auf der Eu.L.E-HP wird es kurz vorgestellt und bei Amazon gibt es die ersten Rezensionen.

      Ist doch klar, Muminfrau - wer gesund ist, ist nur nicht richtig untersucht. ;)
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    • Ich fand den Bericht zwar kurz aber trotzdem gut. Eben auch mal kritische Stimmen.

      Ob und bei wem solche OPs angezeigt sind muss jeder in Zusammenarbeit mit seinem Arzt entscheiden. Ich bin kein Freund davon. Eine Freundin von mir hat mit Magenballon und später Schlauchmagen erst sehr gut abgenommen. Aber als ich hörte welche Schmerzen sie begleiten, dass sie manchmal Stunden braucht um ein wenig zu essen und war es zuviel wieder Stunden erbricht - nee geht gar nicht. Dann die Vitaminspritzen....

      Und was für mich das Schlimmste ist: das falsche Essverhalten ist immer noch da. Klar geht nicht mehr so viel aber auch ein Schlauchmagen kann sich wohl dehnen und wieder mehr aufnehmen. Sie hat wieder zugenommen, nicht so extrem wie früher aber trotzdem. Heute sagt sie, dass ihr Lebensqualität fehlt.

      Sicher nur eine Meinung unter vielen aber ich war eben auch nah dran und daher schreckt es mich.

      LG

      tschaggi