Den Glauben verloren

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

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    • Muminfrau schrieb:


      Stell dir vor, ich habe solche Ratschlaege wie "nimm ein Bad, dann geht es dir besser" zig Mal ueber mehrere Jahre hinweg gehoert, und wie frustrierend es war, wenn es nicht geholfen hat. Ich hatte dann das Gefuehl gehabt, wieder einmal versagt zu haben.


      Ich finde das langsam total witzig. Bei mir war das genau umgekehrt. Wie oft hab ich gehört, jetzt fang doch mal an, mach ein kleines Stückchen und dann merkst du schon, wenn man mal angefangen hat, dann geht es gleich viel besser. Ich kann dir sagen, da ist die Frustration auch sehr hoch.
    • :grins: Lustig und recht spannend.

      Wobei auch "fang an, mach ein kleines Stueckchen" bei mir nicht gefruchtet hat. Das weiss ich noch ganz genau. Das ist wieder so ein mechanischer Rat, das nicht in die Tiefe geht. Bei mir hat es erst mit der entsprechenden Theorie geklappt, also mit Erklaerung.
    • Hallo mondschein :wink1:,

      Wie geht es dir denn?

      Du siehst an den Beiträgen, es gibt viele Wege mit Problemen und Blockaden umzugehen - jeder muss und kann da seinen eigenen Weg finden.

      Hast du deine Therapeutin erreicht?
      Vielleicht hilft es dir ja, hier ein wenig zu berichten.

      Liebe Grüße
      Mondsteinhexe
    • muminfrau schrieb:

      Zitat:
      Zitat von Angelina [IMG:http://das-dicke-forum.de/forum/images/buttons/viewpost.gif]
      Du teilst also ein, was für andere richtig oder falsch ist und was hilfreich.
      Ja, nach Gefuehl, udn dann sage ich es auch direkt. Niemand muss sich natuerlich daran halten.



      Ok, klare Ansage.
      Da es nicht um mich geht finde ich mich mal damit ab, ansonsten würde ich wohl platzen.
      Aber gut zu wissen dass sich keiner dran halten muss;)


      muminfrau schrieb:

      Eine Portion ueberfluessigen Emotionen war allerdings auch dabei, das ist wahr. Stell dir vor, ich habe solche Ratschlaege wie "nimm ein Bad, dann geht es dir besser" zig Mal ueber mehrere Jahre hinweg gehoert, und wie frustrierend es war, wenn es nicht geholfen hat. Ich hatte dann das Gefuehl gehabt, wieder einmal versagt zu haben. Nun ja, es ist schon lange her, aber ich merke, dass es mich noch beruehrt.



      Das hatte ich bereits angenommen und kann das durchaus nachfühlen.
      Aber, auch wenn ich mich wiederhole, es geht hier nicht in erster Linie um dich. Diese Erkenntnis kann auch recht entspannend sein.

      Aber ganz davon freimachen, mich angetriggert zu fühlen, kann ich (s.o.) natürlich ebenfalls nicht.
      Und deswegen verabschiede ich mich auch aus meiner Fürsprecherrolle, ich habe gesagt, was mich gestört hat und gut.

      Im übrigen geht es mir wie babelfish, ich kenne nur die an die Vernunft und Pflicht appellierende Seite von früher.
      Dass es keinesfalls einfach ist, die eigenen Bedürfnisse unter dem ganzen konstruierten Überbau darüber noch zu finden, weiß ich nur zu gut.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Letztlich geht es darum, dass jeder Mensch seine Erfahrungen gesammelt hat und über diese, um Hilfe anzubieten, berichtet.

      Und es geht darum, dass es keinen Pauschalweg für alle passend gibt.

      Doch je mehr Erfahrungen berichtet werden, desto größer ist die Auswahl für den Hilfesuchenden.
      Er kann nun schauen was für ihn passen könnte, kann ausprobieren und aussortieren.
      So ist JEDER Rat von JEDEM Ratgeber hilfreich.
      Ungefähr so, wie eine große Auswahl an Kleidung in einem Konfektionsgeschäft. Ich werde sicherlich niemals alles haben wollen oder mir wird sicherlich niemals alles gefallen. Aber je mehr angeboten wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau das Richtige für mich dabei ist.

      Es geht also nicht darum wer hier den besseren Rat gibt, sondern darum, dass es toll ist, dass so viele mit Ihren Erfahrungen behilflich sein wollen.

      Und nun also dann auch noch mein ganz persönlicher Rat, aufgrund eigener Erfahrungswerte:
      Mir hilft es, große Aufgaben in kleine Häppchen einzuteilen und mir hilft es, mich zu loben und mich zu belohnen. Zwischendrin, oder einfach mal nur so, oder wenn ich merke, dass die Power gerade bei Null ist.

      Mir hilft es manchmal auch, anderen etwas vorzujammern und Trost und Verständnis zu bekommen.

      Manchmal hilft mir Strenge mit mir und manchmal eher das Gegenteil.
      Je nach Stabilität und je nach Problem ist es mal so und mal so.

      Aber ganz pauschal kann ich sagen, dass gut zu mir zu sein, - und da spreche ich ganz mit Mondsteinhexe - mir IMMER hilft.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Hm... Was mir meistens hilft, wenn ich denke, dass alles zu viel ist und ich anfange, mein Leben zu vermeiden, ist das Visualisieren.

      Für mich heißt das, dass ich mir einen Zettel und einen Stift zur Hand nehme und detailgenau aufschreibe, was ich alles noch machen will (will, nicht muss). Ich teile diese Dinge in Gruppen ein. Wenn eine Aufgabe aus mehreren gleichen Teilen besteht, zB 3 Ordner anlegen und füllen, dann male ich mir dahinter drei nummerierte Kästchen zum Abstreichen. Und wenn die Aufgabe komplett erfüllt ist, streiche ich sie durch.

      Manchmal kommt es vor, dass eine Aufgabe doch zu grob gefasst ist, dann teile ich sie nochmals auf. Ich habe festgestellt, dass ich mich umso besser fühle, je mehr ich durchgestrichen habe.

      Wichtig für mich ist, dass ich mir nie den Anspruch stelle, alles auf einmal oder an einem Tag schaffen zu müssen. Und soweit es keine zeitliche Beschränkung (Termine) gibt, suche ich mir die Aufgaben in der Reihenfolge aus, wie es mir am besten passt.

      Durch das Aufschreiben und Sich-Vor-Augen-Führen fällt es mir viel leichter, mit meinen Aufgaben bzw. Pflichten umzugehen, da ich sie konkretisiere und ihnen damit den "Schrecken" nehme. Ein nebulöser Aufgabenberg, der sich in geordnete Bauklötze verwandelt, sozusagen. Mit Bauklötzen kann ich nämlich gut umgehen...

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Es hilft wahrscheinlich bei jedem bzw bei jeder irgendwas anderes. Was in einem Fall hilft, kann zB in anderem Fall wieder schaden.
      Bei mir hilft zB, dass ich meine Wohnung aufräume, bzw dass ich mich dazu aufraffe, aufzuräumen und habe ich das dann geschafft, dann werde ich total überschwänglich und es geht mir wieder gut.

      Und hier noch ein anderer Ansatz, auch Therapieansatz zum Depressionsbeseitigen:

      Mein Arzt schlägt hier immer vor, doch an das Ziel zu denken, nicht daran, was jetzt dran hinderlich ist, damit es einem besser geht, sondern gar nicht dran zu denken, was jetzt dran hinderlich ist, sondern einfach nur ganz alleine dran zu denken, wie es einem gehen soll und was da für Umstände dabei herrschen sollen. Er meint dazu auch, wenn man an das Ziel denkt, dann beginnt das Gehirn von "ganz alleine" all die Hindernisse der Reihe nach aus dem Weg zu räumen.

      Mit der Ziel-Methode kann man auch getrost mögliche Ursachen des derzeitigen Sch... beiseitelassen, man muss nichtmal nach welchen suchen, die braucht man nciht, denn es geht einzig und allein um das Aus dem Weg räumen der Hindernisse, die sich beim Zielerreichen angelagert haben. Das ist auch eine sehr ökonomische Methode Therapie zu machen, wenn man bei einer klassischen Psychotherapie tausende Ursachen bespricht, vielleicht sogar noch Ursachen aus dem hindersten Kammerl hervorkramt, nur damit man Therapie macht und dem ganzen würdig ist (man muss ja irgndwas machen, wenn das schon Therapie heißt und lang dauert), es einem vielleicht sogar durch die eine oder andere potentielle Ursache schlechter geht und ein zusätzliches Hindernis erschafft, tut man bei der Zielmethode nichts anderes als nur die Ursachen zu beseitigen, die sich dem einen wohldefinierten Ziel entgegenstellen, das man erreichen will und alle anderen Ursachen lässt man einfach liegen-. Und das ist gut so.

      Das nennt sich irgendwie Kurzzeittherapie, systemisches irgendwie oder so.
      Und wie ich am eigenen Leib erfahren hatte, ist die wirklich sehr effizient.

      Wo ich mit anderen Therapiearten mehr als 10 Jahre lang Stunden um Stunden Probleme gewälzt hatte, die möglicherweise gar nicht mal als Problem wichtig waren, die aber mein Befinden immer wieder verschlechterten wirkte diese Kurzzeittherapie immer so, dass ich innerhalb von zwei oder drei Stunden eine Lösung für das aktuelle Problem hatte. ich war echt sehr verblüfft.
    • Siska007 schrieb:


      Mein Arzt schlägt hier immer vor, doch an das Ziel zu denken, nicht daran, was jetzt dran hinderlich ist, damit es einem besser geht, sondern gar nicht dran zu denken, was jetzt dran hinderlich ist, sondern einfach nur ganz alleine dran zu denken, wie es einem gehen soll und was da für Umstände dabei herrschen sollen. Er meint dazu auch, wenn man an das Ziel denkt, dann beginnt das Gehirn von "ganz alleine" all die Hindernisse der Reihe nach aus dem Weg zu räumen.

      Falls du mit deiner Theorie recht haben solltest, dann hoffe ich, dass mein Gehirn schnellstens und "von ganz allein" meine Hindernisse aus dem Weg räumt.... beispielsweise all die Konkurrenten, die sich um denselben Job wie ich bewerben und bei gleicher Qualifikation ständig die Nase vorn haben, weil sie ungefähr 25 Jahre jünger als ich und blond sind..... :rolleyes:
    • Angelina schrieb:


      Du hast in deinem neuen Lebensabschnitt noch keinen rechten Halt gefunden, altes bricht weg, neues ist noch unsicher.


      Ich kann mich mit dieser Aussage eindeutig identifizieren.

      das ist wohl absolut wahr. tatsächlich habe ich zu einigen freunden kaum noch kontakt und die nehmen mir das auch etwas übel, dass ich mich so rar mache, aber ist nun mal so. Am Freitag geh ich zur Therapie.

      Es geht mir schon etwas besser....heute hatte ich wieder so stimmungsschwankungen. in der einen sekunde denke ich alles wird gut und in der anderen frage ich mich bloß wie...naja wird schon

      ich melde mich nochmal ausführlicher wenn ich mehr zeit habe.. ich danke jedem der sich die zeit genommen hat, mir ratschläge zu geben.:)
    • Liebe Mondschein,

      mondschein24 schrieb:

      Meine Cousine sagt immer, ich soll zu Gott beten und dann wird alles gut aber das Problem ist, dass ich es nicht mehr hören kann, wenn alle über Gott reden. Ich kann mich nicht mehr damit identifizieren. Ich weiß grade nicht, wo ich mir Halt holen soll...


      Ich selbst bin bekennender Atheist und Sätze wie der Deiner Cousine bringen mich auf die Palme! Allerdings möchte ich hier keine Diskussion darüber starten wer nun recht hat: Die Gläubigen oder die Atheisten.

      Du hast momentan einen ziemlich heftigen Durchhänger und zweifelst an Dir und Allem was Du tust. Das ist normal und jeder macht im Laufe seines Lebens mal so eine Phase durch (mich eingeschlossen). Aber bedauere Dich und die jetzige Situation nicht zu lange, sonst verpasst Du gute Chancen (egal für welchen Bereich des Lebens). Lass den Frust raus, kau einer Freundin das Ohr ab oder geh zu einem Therapeuten, egal wie, aber schau dass Du dieses Tief wieder los wirst und für Dich selbst neue Perspektiven entdeckst oder an die Alten mit neuem Elan rangehen kannst.

      Den Halt den Du so vermisst kannst nur Du Dir selbst geben. Niemand wird Dein Leben für Dich leben, niemand wird für Dich das Studium durchlaufen und beenden, niemand wird für Dich danach eine gute Arbeitsstelle bekommen und wird für Dich arbeiten gehen. Kurzum: Keiner wird für Dich Dein Leben leben, das musst Du schon selbst tun.

      Du musst Dir selbst genug wert sein um für Dich selbst zu sorgen und alles zu tun um Dir ein schönes Leben zu ermöglichen. Das umfasst so viel, z. B. ein Beruf der Dich ausfüllt, ein Freundeskreis der für Dich da ist und ein Partner der Dich so liebt wie Du bist und noch so viel mehr.
      Aber wenn Du schon nicht zu Dir selbst stehst, wird das keiner für Dich tun.

      Nur Du ganz alleine bist für Dich und Dein Leben verantwortlich. Die Zukunft liegt weit offen vor Dir. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten wie Du Dir Dein Leben gestalten kannst, was Du beruflich/privat machen kannst.

      Wenn Du einen bestimmten Weg gehst, der sich aber nicht (mehr) gut anfühlt für Dich, Du bist davon nicht mehr überzeugt oder bist nur noch am Kämpfen aber nichts geht voran, dann solltest Du Dir überlegen ob nicht vllt ein anderer Weg besser für Dich ist oder ob Du anders an Deine jetzigen Probleme herangehen musst.

      Liebe Mondschein, ich drücke Dir ganz feste die Daumen damit Du bald wieder aus Deinem seelischen Tief raus kommst und wieder mit Freude durch Dein Leben gehen kannst.

      GLG

      Tanja
    • Maky schrieb:

      Falls du mit deiner Theorie recht haben solltest, dann hoffe ich, dass mein Gehirn schnellstens und "von ganz allein" meine Hindernisse aus dem Weg räumt.... beispielsweise all die Konkurrenten, die sich um denselben Job wie ich bewerben und bei gleicher Qualifikation ständig die Nase vorn haben, weil sie ungefähr 25 Jahre jünger als ich und blond sind..... :rolleyes:


      Ma, ist das immer frustrierend, wenn etwas total wörtlich genommen wird, statt so wie es vom Sinn her heißen soll,, *grrrr*

      ich versuchs noch einmal: natürlich kann das eigene Hirn nur eigene Dinge aus dem Weg räumen, im obigen Fall - scnr - würde es wahrscheinlich die Einstellung ändern und der Person wäre es dann irgendwann egal, wenn andere mit gleicher Qualifikation den Job bekommen, denn das Ziel wäre ja "zufrieden und glücklich sein" und da müsste man wohl diesen Gedanken aus dem Weg räumen "Sch... alle anderen bekommen immer meinen Job", da müsst man dann einen Weg finden, damit (!) glücklich zu werden, weil anders gehts halt nicht. wie auch, ausser man wird vielleicht zum Massenmörder, wenn man dauernd seine Konkurrenten aus dem Weg räumt. Hähä.
    • @ Siska007

      Ich verstehe was Du meinst.

      In manchen Fällen würde das schlicht bedeuten, dass wenn etwas nicht zu ändern ist - also nicht von einem selber - und die jeweilige Situation eine unverrückbare Tatsache ist, man gut daran tut, sich nicht bis in die Unendlichkeit darüber zu ärgern.
      Statt dessen kann man nach Alternativen schauen, nach Möglichkeiten sein Ziel, oder ein Alternativziel auf andere Art zu erreichen.

      Ich finde es unglaublich Kraftraubend, wenn man sich immer und immer wieder über etwas ärgert, was man selber nicht ändern kann. Das ist unter anderem zum Beispiel die Vergangenheit. Man kann sich die Haare ausreißen, man kann (wie Loriot) "in die Auslegeware beißen", oder was auch immer tun, was gewesen ist, ist gewesen.

      Und wenn es dann eben halt ein Problem der Gegenwart ist, welches man nicht aus dem Weg räumen kann, dann kann man sich immer und immer wieder ärgern, was viel viel Kraft braucht, oder man guckt nach Alternativen. Ich finde es vernünftiger und gesünder, dafür seine Kraft einzusetzen! ;)

      Und by the way...
      Nicht selten ist im Nachhinein die Alternative besser als der ursprüngliche Plan.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Ich finde es unglaublich Kraftraubend, wenn man sich immer und immer wieder über etwas ärgert, was man selber nicht ändern kann. Das ist unter anderem zum Beispiel die Vergangenheit. Man kann sich die Haare ausreißen, man kann (wie Loriot) "in die Auslegeware beißen", oder was auch immer tun, was gewesen ist, ist gewesen.


      so würde das auch in der Therapie aussehen, man käme in die Therapie, mit diesen Ideen von "alle anderen bekommen immer die Jobs, ich nicht....", der Therapeut würde dann irgendwann sagen "wie sähe denn Ihr Ziel eigentlich aus?".... (abgesehen von Job und so) und irgendwie sähe das Ziel ja aus "Glücklich und zufrieden sein"... dieses Ziel müsste man sich dann verinnerlichen und mein Arzt würde dazu sagen, man muss nichtmal alles an Problemen durchwälzen, um dieses Ziel zu erreichen, denn das Gehirn tut dann oft selbst alles dazu, um das zu erreichen, wenn man das richtig verinnerlicht mit dem Ziel. Es könnte dann sogar passieren, dass sich vielleicht eine Jobvariante verwirklicht, von der man gar nicht dachte, dass es die gibt, aber die hat sich dann verwirklicht, weil man dieses Alternativziel anvisiert bzw visualisiert hatte und weil man alles mögliche tat um dieses glücklichsein zu erreichen.

      Was mein Arzt da immer betont ist, dass man nicht sagen darf "aber, es gibt da doch Problem x, das verhindert, das Ziel zu erreichen" - das sollte man sich da abgewöhnen, man müsse immer nur hartnäckig das Ziel verinnerlichen oder visualisieren und dann passiert es irgendwie eh, dass man das tut, damit vielleicht auch das Problem gelöst wird und was das wichtigste ist: oft ist dieses Problem x vielleicht gar nicht für dieses Ziel relevant. Es muss vielleicht nichtmal gelöst werden, um das Ziel zu erreichen. Deshalb ist es nie so gut, dauernd an all die Probleme zu denken.

      ad Alternativziele:
      die stellen sich mit dieser Methode dann auch oft ein.
      Und oft sind Alternativziele dann oft auch besser als das frühere Ziel.

      ad Studium und Zukunft:
      hier hilft es oft, sich auch das Ziel vorzustellen und nicht an die Motivation oder die Probleme zu denken, zB sich täglich, oder stündlch oder wie auch immer, sich vorzustellen, wie man zB in Zukunft seinen Beruf ausüben wird, ...mal so als Beispiel: wie man in seinem eigenen Büro sitzen wird, wie das Büro aussehen wird, wie man sich fühlen wird, wenn man in diesem Büro sitzen wird (saumäßig gut fühlt sich das an), was man da alles wahrnimmt im Büro, wie toll das ist. Und hat man dieses Ziel dauernd im Kopf, dann freut man sich so drüber, dass man dann oft die aktuellen probleme gar nicht mehr so wichtig nimmt, und irgndwie automatisch eh das tut, um das Ziel zu erreichen. (ich kenne eine Person, die so ihr Studium geschafft hat)

      manchmal hindert einem auch ein fehlendes Ziel. Hat man keine Ahnung, wie das nach dem Studium sein wird, hat man nur so eine schwammige Vorstellung davon, so in der Art "ich hab dann halt einen Job", dann wird das eher nichts werden und die aktuellen Probleme können die Hauptrolle übernehmen. Sucht man sich aber mal ein Ziel, es muss nichtmal eins sein, dass dann wirklich eintritt (Hauptsache, es hilft einem durch das Studium, hihi), dann geht es schon besser: sich vorstellen, wie man zB seinen Beruf ausüben wird, was man da fühlt, wie das Büro aussieht, wie es dort riecht, wie man sich da fühlt usw. Stellt man sich das so oft wie möglich vor, dann will man irgndwie dorthinm und ist motiviert und tut dann auch so oft wie möglich etwas, um da hinzukommen, man denkt sich "verdammt, ich will in dieses schöne Büro mit diesem tollen Schreibtisch ... ha., es ist so schön dort, auch die Aussicht auf den Park, die ist echt traumhaft und die Arbeit dort, die macht saumäßig Spass"

      Zusammenfassend: egal worum es geht, Ziele sind wichtig. Ohne Ziel irrt man irgendwie herum und weiß nichtmal warum. Aber mit Ziel, da ist man motiviert, dorthinzukommen, wo man hinwill.