Schilddruese: Euthyriose mit Struma diffusa I

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    • Schilddruese: Euthyriose mit Struma diffusa I

      So lautet meine "Diagnose" auf dem Bericht des Endokrinologen vom September 2010.

      "Euthyriose" heisst, dass alle SD-Hormone in Ordnung sind. Struma Grad I ist eine kleine SD-Vergroesserung. Im Bericht steht, ich soll Jodid 100 1x am Tag nehmen. Mein Hausarzt sagte, ich soll einfach Jodsalz verwenden.

      Die Vorgeschichte ist, dass mir ein Endokrinologe vor 12 Jahren dazu geraten hat, kein Jodsalz zu verwenden. Damals war SD auch leicht vergoressert, den Bericht habe ich jedoch nicht. Warum er mir vom Jodsalz abgeraten hat, weiss ich auch nicht. Er hat es mir damals gar nicht erklaert. Ich habe mich bis 2010 an diese Empfehlung gehalten.

      So, und jetzt mache ich mich ploetzlich verrueckt. Immerhin ist Struma Grad I ein kleiner, aber doch ein Kropf. Und wohlgemerkt, meine Mutter hatte mit 45 einen richtig dicken SD-Knoten bekommen und wurde operiert. Interessanterweise war bei ihr der Kropf "ueber Nacht" ploetzlich da. Und bis dahin hat sie gar nichts gemerkt (und wir auch).

      Ich werde natuerlich bald nochmals zum Endokrinologen gehen. Es wuerde mich aber interessieren, ob jemand hier etwas dazu sagen koennte. Ich habe z.B. gelesen, dass Jod bewirken soll, dass die Schilddruese wieder kleiner wird. Hat jemand solche Erfahrungen gemacht?

      Oder hat jemand sonstige Kommentare?
    • Schau mal hier.

      Meine Mutter hat das seit bestimmt 40 Jahren und nimmt dagegen niedrig dossiert Schilddrüsenhormone.

      Bei meiner Schwester wurde das gleiche vermutet, die bekam erst mal Jodid, um es erst mal damit zu versuchen. (Es hat sich später jedoch als völlig sinnlos rausgestellt, da sie Hashimoto hat. Nun bekommt sie auch Schilddrüsenhormone.)
      ]
    • Danke, Nette. Hat sich eigentlich der Umfang der Schilddruese bei deiner Mutter irgendwie verbessert, seitdem sie die SD-Hormone nimmt? Hat sie auch Grad I?

      Ich kenne mich mit Hashimoto nicht aus, aber ist es nicht so, dass hashimoto erst dadurch entstanden sein koennte, dass deine Schwester Jodid einnahm? Oder habe ich da was gruendlich durcheinander gebracht?
    • Ja, der Umfang hat sich verbessert bzw. wird nun durch die Hormone auf einem guten Stand gehalten. Von Grad I gehe ich aus, aber ich glaube nicht, daß das meine Mutter so genau weiß/es ihr gesagt wurde. So, wie es ist, paßt es, gut ist.

      Ich glaube nicht, daß Jodid/Jod Hashimoto verursacht. Ich bin der Meinung, daß eine Autoimmunerkrankung im Körper immer "arbeitet", mal mehr, mal weniger.

      Das Jodid hat meiner Schwester nur nicht geholfen, da ihre Schilddrüse schon so klein war, daß das Jodid keine Wirkung zeigen konnte.
      ]
    • Nette schrieb:


      Ich glaube nicht, daß Jodid/Jod Hashimoto verursacht.


      Wikipedia sagt zumindest Folgendes:

      Heftig debattiert wird zurzeit über die Bedeutung einer übermäßigen Jodzufuhr für den Ausbruch der Krankheit. Während als relativ sicher gelten kann, dass sie, genau wie Morbus Basedow, durch hohe Joddosen (Jodexzess) ausgelöst werden kann (z. B. durch jodhaltige Kontrastmittel), werden die möglichen Gefahren, die von einer Jodierung der Nahrungsmittel (als Folge der Futtermitteljodierung bei Nutztieren und der Kochsalzjodierung) ausgehen, kontrovers diskutiert


      Nun weiss ich natuerlich nicht, ob Jodid 100 oder 200 schon als hohe Dosis gelten. Da mir der Arzt vor 12 Jahren Jodsalz verbietet hat, hatte er vielleicht den Verdacht, ich koennte Hashimoto haben.

      Ich habe wg. Hashimoto und Jodid gefragt, weil ich mir ueberleget habe, ob ich doch Jodid 100 nehmen sollte. Ich traue mich aber nicht. Und da ich umgezogen bin, kann ich nicht nochmals mit dem Hausarzt sprechen. (Und selbst dann, er ist ja kein Zauberer und kann auch nicht wissen, wie Jodid auf mich wirken wuerde.)
    • Ich gehe morgen zur SD-Untersuchung, von der ich am Anfang von diesem Thread geschrieben habe. Die Aerztin kenne ich nicht, da ich erst vor kurzem umgezogen bin.

      Ich habe mich im Internet ein bisschen umgeschaut. Wenn alles so geblieben ist, wie es vor 1,5 Jahren war (SD leicht vergroessert, sonst alles okay), dann gibt man den Patienten Jod. Na gut.

      Ansonsten steht in vielen Quellen drin, dass bei Gewichtsreduktion auch die SD kleiner wird. Also wird dicken Patienten empfohlen abzunehmen.

      Ich ertappe mich nun dabei, dass ich imaginaere Gespraeche mit einer mir unbekannten Aerztin fuehre, die mir sagt, ich soll abnehmen. :rolleyes: Ich bin mir relativ sicher, dass sie das sagen wird. Vor 1,5 Jahren habe ich es auch gesagt bekommen, habe sehr schroff reagiert und die Aerztin meinte dann (etwas erschrocken), ist ja auch gut, sie hat ja nur gefragt. ;)

      Ich moechte aber eigentlich nicht mehr so reagieren. Ich wuerde so gerne erklaeren, wie es wirklich fuer mich ist. Ungefaehr so sollte es gehen:

      (1) Ich wuerde gerne abnehmen.

      (2) Aus Erfahrung und aus Literatur bin ich davon ueberzeugt, dass keine effektive und nebenwirkungenarme Methode existiert.
      (2a) Nur die wenigsten Menschen, die kurzfristig erfolgreich abgenommen haben, koennen ihr Gwicht halten. Dazu gibt es physiologische Gruende, die meisten sind genetisch bedingt.
      (2b) Abnehmen ist mit erhoehtem Krakheitsrisiko verbuden (siehe Antidiskriminierungsformular von G. Frank)

      (3) Fazit: Ich bleibe lieber dick, als mit meinem Koerper zweifelhafte Experimente anzustellen.

      Leider wenn ich das selber so lese, ist es nicht ueberzeugend. Nicht fuer jemanden, der die Hintergruende nicht kennt und selber keine Gewichtsprobleme hat. Und das trifft auf die meisten Aerzte leider zu.

      Ich wollte gerne meine Gedanken dazu zumindest hier aufschreiben. Hat denn schon jemand den Antidiskriminierungsformular tatsaechlich benutzt?
    • also 1. spricht nix dagegen schroff zu sein, auch zu ärzten. und das nutzt sehr oft was, weil die meisten ärzte lieber den weg des geringsten widerstandes gehen und sofort vorsichtiger reagieren, wenn sie auf kontra stoßen.

      2. kann deine neue ärztin ja auch eine ganz tolle sein. einfach abwarten.

      3. finde ich deine argumentation schlüssig und überzeugend. auch für jemanden der nicht dick ist.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Rita schrieb:

      also 1. spricht nix dagegen schroff zu sein, auch zu ärzten. und das nutzt sehr oft was, weil die meisten ärzte lieber den weg des geringsten widerstandes gehen und sofort vorsichtiger reagieren, wenn sie auf kontra stoßen.



      Seh ich auch so.


      @ Muminfrau

      Das find ich eine tolle Idee von Dir, das Formular an Deine Situation anzupassen. Auch wenn Du es bei der Ärztin nicht brauchst, vielleicht dann ein andermal.

      Ich hab das Formular mal ausgedruckt und einer Ergotherapeutin in die Hände gedrückt. Sie wusste gar nicht, was Diäten anrichten und war ehrlich überrascht. Sie hat nie wieder das Thema Figur/Diät angesprochen (es ging damals um meinen Sohn).

      LG Finchen
    • Ich war nun bei der Endokrinologin. Sie hat erstmal nur Untersuchungen gemacht, ohne Gespräch, weil man die Blutanalyse abwarten muss.

      Folgende Dinge haben mich sehr verblüfft:

      1. Meine Schilddrüse soll etwas kleiner geworden sein als vor 1,5 Jahren, dabei habe ich subjektiv das Gefühl, dass ich "Kloß im Hals" habe, was ich vor 1,5 Jahren nicht hatte. :confused: Na gut, die Blutanalyse wird wohl noch zeigen, ob da was los ist...

      2. Man hat mich gewogen, und nach dieser Waage habe ich überhaupt nicht zugenommen, sondern sogar ganz leicht abgenommen im Vergleich zum Sommer 2011. Subjektiv habe ich aber das Gefühl, dass mein Bauch größer geworden ist. Und mein Spiegel sagt mir, dass mein Gesicht viel runder und mein Hals insgesamt dicker geworden sind. :confused:

      Ich habe nun eine Untersuchung auf Morbus Cushing veranlasst. Von den Symptomen würde bei mir zwar "nur" Mondgesicht und Stammfettsucht zutreffen, aber sicher ist sicher...
    • meine schilddrüse war schon bei der erstdiagnose auf 1/4 der normalgröße geschrumpft. trotzdem hatte ich, solange ich hormonmäßig nicht gut eingestellt war, immer ein globusgefühl im hals, konnte keine schals ertragen u. dgl., scheinbar widersinnig, aber nicht ungewöhnlich.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Muminfrau schrieb:


      Ich habe nun eine Untersuchung auf Morbus Cushing veranlasst. Von den Symptomen würde bei mir zwar "nur" Mondgesicht und Stammfettsucht zutreffen, aber sicher ist sicher...


      Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen. Ich war mal in der gleichen Situation was die Zunahme des Bauchumfanges anging. Allerdings hatte ich auch einen Stiernacken und Streifen an Brust und Oberkörper. Trotzdem wareine Diagnosestellung nicht einfach, weil die Werte ständig schwankten. Später hat sich dann alles wieder von allein gegeben. Nein, eigentlich nicht von allein, sondern nach der Einnahme von Gabagolin 5mg die Woche.

      Das ist aber wieder ein Kapittel für sich.

      Ob ich vor der Schilddrüsen OP, die ich schon mit gerade mal 19 Jahren hatte auch so ein Kloßgefühl im Hals hatte, weiß ich nicht mehr. Ich knnte mich jedenfalls nicht mehr richtig bücken, weil ich dann keine Luft mehr bekomen habe und meine Luftröhre war beträchtlich eingeengt.

      Das verläuft aber auch bei jedem etwas anders, weil auch nicht jeder die gleiche Ursache hat. Nach der OP ging es mir erst mal viel besser und die anderen Probleme kamen später, obwohl sie wie ich heute weiß zusammenhingen.

      Ich wünsche Dir alles Gute und rasch Gewissheit, um was es sich handelt.

      Gute Besserung wünscht
    • Streifen habe ich schon seit mehr als 10 Jahren. Haben nicht alle Menschen, die einen dicken Bauch haben, diese Streifen? Schwangere inklusive... ;)

      Stiernacken: Ich weiss nicht... ich hatte schon immer einen relativ kurzen Hals, aber in der letzten Zeit habe ich ganz ploetzlich vioel mehr Fett um den Kinn herum. Im Nachken hat doch wiederum jeder dicke Mensch eine Fettansammlung, oder?

      Na gut, morgen mache ich die Analyse auf Cortisol, und in ein paar Tagen weiss ich Bescheid. Bin total nervoes. :eek:
    • Die Streifen sind rot, wenn sie neu sind und blass, wenn sie schon älter sind. Den Stiernacken haben auch nicht alle dicken Menschen. Er ist krankheitstypisch.
      Mußt Du für die Untersuchung auch 24 Stundensammelurin abgeben? Der Bluttest ist tageszeitabhängig, wobei der höchste Wert morgens erreicht wird und bis zum Abend abfällt.

      Hast Du Dich schon mal im Netz informiert? Die meisten Informationen für Patienten findest Du unter glandula-online.de im Netzwerk für Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e. V. , einer bundesweiten Selbsthilfeorganisation mit vielen Regionalgruppen.

      Mach Dich aber vor dem Ergebnis des Testes nicht zu "verrückt", wie es bei uns heist. Es ist aber manchmal nicht schlecht. wenn Du informiert zur Untersuchung gehst, denn dann kannst Du auch gezielter fragen und nach meiner Erfahrung erhalten informierte Patienten letztendlich auch die bessere Behandlung. Heute sind auch die meisten Ärzte, besonders Endokrinologen, aufgeschlossener aufgeklärten Patienten gegenüber als noch vor einigen Jahren. Dazu hat das Netzwerk auch beigetragen.

      Wenn Du noch Fragen hast, gerne und jeder Zeit.
    • Danke! Die Glandula habe ich gestern im Wartezimmer gelesen und nur deswegen nach Cushing-Syndrom gefragt habe.

      Interessant, dass die Ärzte heutzutage offenbar von Patienten erwarten, dass diese selber darauf kommen, was untersucht werden soll. :eek: :confused::confused:
    • Muminfrau schrieb:

      Stiernacken: Ich weiss nicht... ich hatte schon immer einen relativ kurzen Hals, aber in der letzten Zeit habe ich ganz ploetzlich vioel mehr Fett um den Kinn herum. Im Nachken hat doch wiederum jeder dicke Mensch eine Fettansammlung, oder?



      Guck mal, das ist ein Stiernacken.
      Früher war ich auch schon dick, hatte den aber nicht. Erst seit ich Kortison nehme, hab ich den und er ist grösser als der auf dem Foto.

      LG Finchen
    • Ich habe nun meine Analysen, habe mit der Aerztin noch nicht gesprochen. Sie hat aber auch ueberhaupt nicht angeregt, dass ich nochmals mit ihr spreche, hat mir einfach den Bericht zugeschickt. Ich kann nicht sagen, dass ich nun voller Vertrauen zu dieser Aerztin bin. :rolleyes:

      Also, die Schilddruse war vor 1,5 Jahren 15 ml und rechts leicht vergroessert, jetzt ist sie ploetzlich 12 ml und an beiden Seitengleicht. :confused: Auf meine Frage, wie das denn sein konnte, meinte die Aerztin, es kaeme darauf ein, wer misst. :confused::confused::confused:

      Cortisolwert ist normal, aber die Labrorwerte, dei dem Bericht beiliegen, sind so erfasst, dass es fuer einen Laeien absolut nicht nachvollziehbar ist. Es sind weder Norwerte noch Masseinheiten angegeben. Die Werte sehen daher auch ganz anders, als auf dem Bericht, den ich vor 1,5 Jahren woanders bekommen habe. :eek:

      Nun ja, ich muss dann nochmals hingehen und abklaeren, und ich bin natuerlich froh, dass alles in Ordnuung zu sein scheint. Aber sehr vertrauenserweckend fand ich das nicht.

      Und mit 12 ml ist die Schilddruese eigentlich am untern Rand, oder?! Warum hat die Aerztin das nicht kommentiert?

      Im Bericht steht auch ueberhaupt nicht, dass ich in 1-2 Jahren zur Kontrolle kommen soll. Vorigen Bericht wollte sie auch nicht sehen. Ich finde das alles sehr sonderbar.
    • Auch ich finde das sonderbar und das ist noch milde ausgedrückt. Bei solchem Vorgehen würde ich die Ärztin wechseln. Ich habe schon öfter erlebt das Endokrinologe drauf steht aber nicht wirklich drin ist. Die Normwerte bei Cortisonbestimmung und die Tageszeit zu der die Blutentnahme erfolgte sollte schon ersichtlich sein, denn andernfalls kann man überhaupt nicht sagen ob die Werte der Norm entsprechen, weil sie zu verschiedenen Tageszeiten auch anders Normgerecht sind. Morgens ist der höchste Tageswert, der zum Abend hin abnimmt. Wenn also z. B. gegen 17:00 Uhr ein Wert knapp unter dem Tageshöchstwert ermittelt wird ist er nicht normgerecht, wärend dieser Wert morgens in Ordnung ist.

      Also wie gesagt, ich würde die Ärztin wechseln. Sie scheint sowieso keinen Wert auf Deine Weiterbehandlung zu legen.

      Viele liebe Grüße von