Über Jojo, Disziplin und anderes [abgetrennt aus "Positives am Morgen"]

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    • flowergirl schrieb:

      Ich schätze Disziplin sehr.


      Genau. Deswegen bist du ja auch dick. :bigschrei

      Flowergirl, irgendwie hast du dann doch einen gespaltene Persönlikchkeit, oder? Da gibt es dich als Menschen, der Disziplin schätzt mit einem Körper der nicht zu dir gehört, weil der ist nämlich disziplinlos. Würdest du dich nur genug (dauerhaft!) knechten und gegen deine Interessen leben, wärest du (dauerhaft!) schlank. Warum hört sich das nicht in deinen Ohren total unsinnig an?
      Ich bin schlank übrigens. Und ich habs überhaupt nicht mit der Disziplin oder anderen preussischen Werten.

      Mich hätte noch interessiert, wie bereits gefragt, wieviel Menschen du kennst, die schon immer dick waren und durch Diät dauerhaft schlank wurden.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******

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    • Ehmm... waere es vielleicht moeglich, den Thread nach "Dick&Leben" zu verschieben? Es geht hier um wichtige Dinge, nicht ums Quasseln, zumindest denke ich so.

      Und ausserdem schaue ich sehr ungerne in den Bereich rein, weil ich nur ungerne quassele. ;)
    • Muminfrau schrieb:

      Ehmm... waere es vielleicht moeglich, den Thread nach "Dick&Leben" zu verschieben? Es geht hier um wichtige Dinge, nicht ums Quasseln, zumindest denke ich so.
      Ich habe es jetzt mal verschoben, obwohl ich das Thema für reichlich ausdiskutiert halte und es in den Quasselbereich gesteckt hatte, damit es ausläuft. Wie es scheint, ist der Diskussionsbedarf aber doch noch nicht abgeebbt.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg ()

    • @kampfzwerg: danke!

      flowergirl schrieb:


      Oder, liebe Mumienfrau, hast du die ganze Zeit nur von einem gesunden Übergewicht gesprochen?


      Ich bin keineswegs MumiEnfrau, sondern Muminfrau, nach den Mumins aus dem Buch von Tove Jnasson genannt. ;) Du bist aber nicht die erste, die diesen kleinen Fehler macht. :D

      flowergirl schrieb:


      Oder, liebe Mumienfrau, hast du die ganze Zeit nur von einem gesunden Übergewicht gesprochen? So muss ich mich entschuldigen, denn das kann ja schon im Körperbau eines Menschen sein. Ich dachte, du würdest von massiven Übergewicht reden.


      Nun ja, eigentlich habe ich von jeglichem Uebergewicht gesprochen. Wenn du mir die Grenze zwischen "gesundem" und "massivem" Uebergewicht nennen koenntest, wuerde ich vielleicht mehr dazu sagen koennen.

      flowergirl schrieb:

      also bitte nenne mir den biologischen sinn eines lebewesens, welches in "goldzeiten" zu viele unverbrauchte reserven hat, welche dieses nicht abbauen kann oder ein sog. Jojo-Effekt tritt ein.


      Ich denke, so ein Wesen hat keinen biologischen Sinn, und in der Natur wuerde so ein Wesen sterben: Ein uebergewichtiger Loewe waere nicht in der Lage, sich zu ernaehren, und eine uebergewichtige Gazelle waere ganz schnell aufgefressen. Und genau das passiert mit solchen Wesen: sie ueberleben nicht, deswegen hat noch keiner einen uebergewichtigen Loewen gesehen. ;)

      Uebergewicht hat damit zu tun, dass das Stoffwechsel auf eine Art und Weise nicht optimal funktioniert. In der Natur muss der Stoffwechsel aber optimal funktionieren, sonst bist du tot.

      In der Zivilisation haben wir -- Gott sein Dank -- Hilfsmittel, um den Menschen das Ueberleben zu erleichtern, deren Organismus nicht optimal funktioniert. Es gibt z.B. Brillen fuer Menschen, deren Augen es nicht mehr so gut tun. Ein kurzsichtiger Loewe oder eine kurzsichtige Gazelle wuerden nicht lange ueberleben...

      Und hier kommen wir zu einem wichtigen Punkt: Wir Menschen sind nicht nur biologische Wesen. Wir machen auch dann Sinn, wenn wir alt, krank, behindert, manisch-depressiv, alkoholabhaengig usw sind. Man kann und darf einen Menschen nicht als nur ein strikt biologisches Wesen sehen und verlangen, dass die Menschen zu einer biologischen Perfektion streben. (Oje, ich glaube, das fuehrt schon sehr weit...)

      Man kann es auch am Beispiel von Haustieren sehen: Katzen und Hunde koennen krank, uebergewichtig, uebellaunig werden -- und werden trotzdem von ihren Besitzern geliebt und nach Kraeften gerettet. Vielleicht wuerden die Gazellen und Loewen ihre uebergewichtigen oder sonst nicht-optimalen Kameraden auch gerne retten wollen, aber sie koennen es nun mal nicht...

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    • Muminfrau schrieb:


      Ich denke, so ein Wesen hat keinen biologischen Sinn, und in der Natur wuerde so ein Wesen sterben: Ein uebergewichtiger Loewe waere nicht in der Lage, sich zu ernaehren, und eine uebergewichtige Gazelle waere ganz schnell aufgefressen. Und genau das passiert mit solchen Wesen: sie ueberleben nicht, deswegen hat noch keiner einen uebergewichtigen Loewen gesehen. ;)


      Und ich dachte immer es wäre genau umgekehrt. Eben weil die Speicherung super funktioniert überlebt man in Notzeiten, dass dieses genetische Supersparprogramm noch nicht abgeschaltet ist, liegt vermutlich einfach daran, dass wir zwar schon Jahrtausende mit wenig Essen, aber noch keine Jahrtausende mit viel Essen hatten.
    • @babelfish: Ich meinte, wenn ein Wesen durch Jojo die Reserven fuer die harte Zeiten speichert, diese aber nicht abbauen kann, wenn die harte Zeiten vorbei sind.

      Du hast natuerlich Recht, Jojo war fuer alle Wesen ueberlebenswichtig, und ist es immer noch -- fuer alle, ausser Menschen in Wohlstandslaendern. Aber Jojo kann man halt nicht abschalten, wie du sehr richtig sagst.
    • Muminfrau schrieb:


      Du hast natuerlich Recht, Jojo war fuer alle Wesen ueberlebenswichtig, und ist es immer noch -- fuer alle, ausser Menschen in Wohlstandslaendern. Aber Jojo kann man halt nicht abschalten, wie du sehr richtig sagst.


      Deshalb ist die Frage von unserem Hippie einfach falsch gestellt. Die Frage von Wohlstand und dem Zweck körperlicher, geistiger oder psychischer Funktionen in diesem Wohlstand kann nicht beantwortet werden. Was sich evolutionär durchsetzen wird, wenn es die nächsten paar tausend Jahre Wohlstand gibt, das wird man dann sehen, nicht heute.
    • Ha... Ich darf jetzt endlich hier was schreiben *ggg* (Ich hab mich bisher nie getraut mich anzumelden, weil ich immer dachte, man muss unbedingt dick sein, um hier schreiben zu dürfen)

      Hier der eigentliche Beitrag:

      Da kommt u.a immer wieder das thema vor "ein übergewichtiger löwe würde in der natur nicht funktionieren, auch keine gazelle ==> conclusio: übergewicht ist nicht optimal, also natürlich nicht so gut"
      Ähm, ich finde diesen vergleich nicht so gut, das ist ja äpfel mit birnen vergleichen. Wir sind weder löwen noch gazellen, wir sind menschen.
      Löwen führen ein leben, in dem sie in der savanne (oder wie auch immer dieses habitat dort auch heißen mag) ihre beutetiere jagen müssen, dummerweise sind die beutetiere total schlank und sportlich und auch schnell, also muss der löwe auch schnell sein - also hat es auch einen sinn, dass der löwe nicht übergewichtig ist.



      Wir menschen jagen erstens mal keine gazellen *gggg* und wir haben auch früher gazellen nicht mit der art gejagt, mit der sie löwen jagten - falls jetzt das argument kommt "aber menschen haben auch mal gejagt, da mussten sie ja auch schlank sein" - ....(wie war das nochmal mit der venus von willendorf??? Ach ja, die hat ja nicht gejagt, die war ja hausfrau *rofl*) menschen hatten im vergleich zum löwen den vorteil, dass sie werkzeuge bzw waffen erfunden hatten, dank dieser waffen hatten sie die lizenz zum dickwerden, denn sie mußten nicht mehr so schnell sein und konnten die waffen verwenden um beute zu erlegen, außerdem lagen die auch mehr auf der lauer - ich glaub nicht, dass menschen damals in der grauen vorzeit im höllentempo eines löwen hinter säbelzahntigern her waren. Soweit ich irgendwo mal mitbekommen habe, haben sich die ersten vorfahren sogar eher von aas ernährt, also die waren resteverwerter, und auch da mußten sie nicht schlank und zierlich sein wie die gazelle, denn die toten mahlzeiten von löwen rannten ihnen sicher nicht mehr davon - außer es handelte sich um tote tiere aus "the walking dead", die wären dann zombies - was aber wohl sicher auch nicht so gewesen ist.



      Und was ich mich immer frage: warum reden in übergewichtigendiskussionen immer alle über löwen und gazellen?? Und nie über pandabären???!!! Bitte!!! Redet doch öfter über pandabären!!!! Der panda ist der inbegriff der adipositas im tierreich, außerdem verkörpert er auch alle vorurteile, die man über dicke hat, pandas liegen die ganze zeit nur herum, das essen ist meist in ihrer nähe und sie fressen die ganze zeit und dann schlafen sie die ganze zeit, ...man glaubt eigentlich die bewegen sich gar nie und fragt sich sogar, wie kommen die zu nachwuchs?? Denn dazu muss man sich ja doch bewegen und noch dazu diese wuchtigen körper, na wumm!! Pandabären haben übrigens irgendwie einen darm, der eher ein fleischfresserdarm ist, aber sie ernähren sich von grünzeug, pandas sind sozusagen sowas wie vegetarier geworden und die natur hat da auch nachgeholfen, indem sie im darm der pandas irgenwelche dinger siedeln ließ, die den fleischfresserdarm für grünzeug fit machten, denn sonst würden die pandas eher so ein klägliches leben fristen wie manche (!) humanen vegetarier, die wie "gpsiebnes apfelkoch" ausschauen *ggg* weil sie vieles vom gegessenen nicht verdauen können. Viele fragen sich aber, warum um alles in der welt ernähren sich diese pandas - die noch dazu dick sind - die ganze zeit nur von grünzeug (um dieses grünzeug zu fressen, brauchen sie viele, viele stunden, weswegen sie sich auch nicht viel bewegen, da die ganze zeit nur fürs essen draufgeht! - hingegen - würden sie ein kleines eichhörnchen fressen oder sonst ein viech, dann hätten sie viel energie in kompakter form, hätten somit viel freizeit, die sie zb für bewegung nutzen könnten usw.usw. - und sie haben ja immerhin auch eine verdauungsausstattung für fleischverdauung) die antwort drauf ist wohl: das grünzeug ist fressen, das nicht wegrennt. Es ist mühsamer, eichhörnchen zu jagen (überhaupt wenn man in china lebt, wer weiß, ob es dort welche gibt), es ist aber umso einfacher, dauernd das grünzeug zu fressen, das da drumherum wächst, obwohl man eigentlich einen fleischfresserdarm hat.



      So ist die natur: sie hilft den faulen! Und bequemen! Sie motzt die pandas nicht genetisch so auf, dass sie besser die eichhörnchen jagen können, nein - sie schickt den pandas viele kleine mikroben oder so, die ihren darm besiedeln, damit die pandas den ganzen tag nur noch herumliegen brauchen und die zeit mit fressen und schlafen verbringen können! Ha!


      Hinweis am Rande: Mein kleiner Exkurs zu den Pandas war mitunter etwas kabarettistisch angehaucht.... ähm.... eigentlich sind pandas nicht wirklich adipös, sie schauen halt nur so aus - und sie bewegen sich ja fast nicht - und essen die ganze zeit - sie sind in wirklichkeit sogar die ganze zeit immer hungrig - weil sie sich ja von dem blöden grünzeug ernähren, von dem sie kilogramms im zweistelligen bereich pro tag essen müssen. die müssen oft sogar nachts essen, weil sie sonst nicht die nötige menge an energie zusammenbringen. also echt mühsam, dieses pandaleben. Dieser Umstand, dass schnelles essen (das wir heute despektierlich fastfood nennen) uns mehr zeit für wichtige dinge liefert, war mitunter auch mitschuld dran, dass sich die menschheit dahin entwickelt hat , wo wir heute sind. durch kochen et al wurden wir zu dem was wir sind und deshalb haben wir heute flugzeuge, gleitschirme, ebookreader, smartphones und Zombiefilme. würden wir wie die pandas die meiste zeit des tages an grünzeug herumkauen, dann hätten wir keine zeit gehabt, all das wichtige zeugs zu erfinden. das wär echt schade, ...vor allem um die zombiefilme hätte es mir echt leid getan *gg*


      Ach ja, wenn wir uns schon mit Tieren vergleichen, dann sollten wir uns eher nicht mit Löwen und Gazellen vergleichen, mit Pandas vielleicht auch nicht (weil die ja die ganze Zeit nur schlafen und essen), sondern eher mit den Tieren, mit denen wir am meisten verwandt sind, mit den Affen. Die leben so wie wir, also die haben die gleichen sozialen Strukturen et al, die funktionieren so wie wir und die denken so wie wir.



      Im übrigen: In den letzten Jahren fand man heraus, dass auch bei Wildtieren immer öfter Übergewicht auftaucht. Man weiß nciht genau warum. Vielleicht ist es irgendein stress, vielleicht ist es irgendein Umwelteinfluss, oder was auch immer sonst.


      Und was das humane Übergewicht betrifft, hab ich mal in mein "Ernährungsberatungsbuch für die Kleintierpraxis"-Buch (sic!) geschaut *gg*, weil die Veterinärmediziner so schön auf den Punkt bringen, was Übergewicht verursachen kann (meine Faustregel: was für Kleintiere gilt, das gilt auch für uns menschen), da steht nämlich zuerst mal, dass sich das Gewicht im Verlauf des Alters ändert, dann steht da in der Rubrik "Kastration", dass Östrogen das Ernährungsverhalten sehr beeinflusst und dann steht da als dritter Punkt, dass die Erbanlagen den Grundumsatz und die Futterverwertung beeinflussen. Bei einigen übergewichtigen Haustieren sind demnach die Erbanlagen schuld am Übergewicht.


      ad Heimtiere: ein wichtiger grund für Adipositas bei Heimtieren ist mitunter das Missverstehen von Bedürfnissen des Tieres. Man denkt, wenn die Katze miaut, dann hat sie Hunger, also gibt man ihr Leckerlis, ... und in Wirklichkeit ist der Katze vielleicht grad langweilig und sie will spielen. Hier kommt wieder meine Faustregel ins Spiel: Was für Kleintiere gilt, das gilt auch für uns Menschen. Bei Menschen kann man das auch falsch machen, vor allem bei babies, denen kann man dann von klein an antrainieren, dass sie all ihre Bedürfnisse mit Essen befriedigen können. Schreit das baby und gibt man ihm Essen, das Baby hätte aber ganz was anderes gebraucht, vielleicht wollte es nur mit der Mutter kuscheln oder so, dann lernt das Nervensystem des Babies "wenn ich das Gefühl spüre, dass ich einsam bin und kuscheln will, dann muss ich was süßes essen und mir gehts prächtig" natürlich weiß dieser Mensch dann sein Leben lang nicht, dass er eigentlich kuscheln will, der denkt dann tatsächlich, er braucht was Süßes.



      Anmerkung am Ende: weil da am Anfang nie Klein- und Großbuchstaben vorkamen, dann am Ende aber doch und falls sich jetzt vielleicht manche denken, ich sei nicht fähig, richtig zu schreiben: der erste Teil, ohne die Großbuchstaben stammt aus copy&paste aus einem Mail an Rita *gggg*, in dem ich sie bat, dieses Mail als Gastbeitrag zu diesem Thema zu veröffentlichen. Und an Rita schreibe ich nie mit Großbuchstaben, denn ich denke mir, die kennt sie eh schon *rofl* - oder eher: bei ihr ist mir alles egal - hähä. der zweite Teil, der wurde jetzt erst geschrieben. Rita hat mir heute gemailt, ich könne mich hier durchaus auch dann registrieren, wenn ich nicht dick bin. Also tat ich das nun.
    • Muminfrau schrieb:

      Jojo war fuer alle Wesen ueberlebenswichtig, und ist es immer noch -- fuer alle, ausser Menschen in Wohlstandslaendern. Aber Jojo kann man halt nicht abschalten, wie du sehr richtig sagst.


      Also so grundsätzlich allgemein mal gesagt kann man nie wissen, wofür man die Jojoreserven mal brauchen kann, es könnte morgen unsere Zivilisation untergehen (denke ich natürlich nicht, aber unsere Erbanlagen, bzw unsere Natur "denkt" sich wahrscheinlich sowas, man kann ja nie sicher sein), außerdem könnte man arg schwer erkranken und dann wären so ein paar Jojoreserven vielleicht schon nützlich, um ein bissl länger zu überleben.

      Die Natur arbeitet ja grundsätzlich gern mit Reserven, wir haben zwar nicht zwei Herzen, aber zwei Nieren usw. Und Fettreserven. Und Frauen haben zwei Sprachzentren, weil es besonders wichtig ist, dass bei Frauen die Sprachfähigkeit erhalten bleibt, ...fällt eins der Sprachzentren zb mal durch einen Hirnschaden aus, dann ist da immer noch ein zweites. Das hat evolutionäre Vorteile. Bei Männern hat es hingegen keinen Vorteil, dass die ein zweites Sprachzentren haben, bei denen ist es praktisch - drastisch gesagt - schnurzegal, wenn da mal das Sprachzentrum beschädigt ist.

      Evolutionär, gesundheitlich gesehen ist der "Nachteil" des Menschen natürlich, dass er recht alt wird. Älter als er für die Natur nützlich ist. Und deshalb haben wir dann auch all die blöden Krankheiten, die eben dann im höheren Alter auftreten. Da hat die Natur noch (!) keine Mechanismen entwickelt, dagegen anzusteuern.
    • Siska007 schrieb:


      Im übrigen: In den letzten Jahren fand man heraus, dass auch bei Wildtieren immer öfter Übergewicht auftaucht. Man weiß nciht genau warum.


      Das finde ich interessant. Hast du eine Quelle?


      Siska007 schrieb:

      Schreit das baby und gibt man ihm Essen, das Baby hätte aber ganz was anderes gebraucht, vielleicht wollte es nur mit der Mutter kuscheln oder so, dann lernt das Nervensystem des Babies "wenn ich das Gefühl spüre, dass ich einsam bin und kuscheln will, dann muss ich was süßes essen und mir gehts prächtig" natürlich weiß dieser Mensch dann sein Leben lang nicht, dass er eigentlich kuscheln will, der denkt dann tatsächlich, er braucht was Süßes.


      Das ist eine sehr weit verbreitet Theorie, und genau deswegen ist sie mir verdaechtig. Ausserdem ist sie sehr bequem, denn die Schuld am Uebergewicht kann man dann auf die Mutter ablegen.

      Ich habe z.B. bei Kummer usw. eher das Beduerfnis nach eine Stueck Wurst, als nach einer Tafel Schokolade. Und mit Wurst hat mich meine Mutter sicher nicht gefuettert, als ich ein Baby war. ;) Ich glaube eher, dass die Menschen von Natur aus eine Praeferenz fuer bestimmte Geschmacksrichtingen haben, und dass die Menge an Schokolade, die man zum Troesten verschlingt, sich nicht unbedingt an Rippen und Hueften wiederfindet.

      “What you see before you, my friend, is the result of a lifetime of chocolate.” -- soll Katharine Hepburn im Bezug auf ihre Figur mal gesagt haben. :D
    • Muminfrau schrieb:

      Ehmmm... tun wir das wirklich? Immer?

      Beim Thema Uebergewicht scheint man bei Kleintieren schon etwas weiter zu sein als bei Menschen. ;)


      Aber nein, nicht immer, aber mir fiel auf, dass ich schon öfter wo gelesen hatte "Löwen und Gazellen würden übergewichtig nicht überleben"

      ad Kleintiere:
      Es ist ja schon lustig, Tierärzte lernen, dass die Erbanlagen durchaus eine große Rolle spielen, sogar beim Grundumsatz (!). Hingegen: Humanmediziner lernen an der Uni, dass Übergewicht durch zuviel Essen entsteht oder vielleicht zu einem kleinen Prozentsatz wegen Schilddrüsenerkrankungen. Die Erbanlagen, die den Grundumsatz und die Futterverwertung bestimmen, die kommen irgendwie gar nicht vor. Mich wundert das.

      zB ich: ich war als Kind zaundürr, also ich wurde immer Kleiderstange genannt, ich war eins dieser Kinder, das dauernd vor dem TV saß, dauernd Chips und Süßigkeiten gegessen hat usw. Jetzt bin ich zwar nicht mehr zaundürr, aber angeblich noch immer schlank - aber ich esse noch immer Unmengen. Aber es hat weder meine Schilddrüse eine Überfunktion noch bin ich eine dieser Personen, die sich die ganze zeit viel bewegt. Also irgendwas muss da ja der Grund sein, dass ich mit diesem Essen nicht dick werde?
      qed: es muss also irgendwas mit Erbanlagen, Grundumsatz usw zu tun haben.

      Lustig finde ich immer die Momente, wo ich mir bis zu vier Tafeln Schokolade reinziehe *ggg* und die Leute mich dabei total entgeistert anschauen. hihi. Das ist irgendwie normal für mich. Arg ist es dann, wenn mich dann jemand dabei entgeistert anschaut, der dick ist und selbst vielleicht weniger als ich isst und sogar grausliches Gemüse und Obst isst. (was ich eher nicht so in meinem Speiseplan habe)
    • Muminfrau schrieb:

      Das finde ich interessant. Hast du eine Quelle?
      Das ist eine sehr weit verbreitet Theorie, und genau deswegen ist sie mir verdaechtig. Ausserdem ist sie sehr bequem, denn die Schuld am Uebergewicht kann man dann auf die Mutter ablegen.

      Ich habe z.B. bei Kummer usw. eher das Beduerfnis nach eine Stueck Wurst, als nach einer Tafel Schokolade. Und mit Wurst hat mich meine Mutter sicher nicht gefuettert, als ich ein Baby war. ;) Ich glaube eher, dass die Menschen von Natur aus eine Praeferenz fuer bestimmte Geschmacksrichtingen haben, und dass die Menge an Schokolade, die man zum Troesten verschlingt, sich nicht unbedingt an Rippen und Hueften wiederfindet.


      ad Quelle zu Punkt 1: da muss ich nochmal nachschauen, folgt später,

      ad 2:

      das habe ich sozusagen experimentell am eigenen Leib erfahren. Ich war angeblich als Baby ein Baby, das total oft geschrien hat, sogar ziemlich oft und meine Eltern hatten etwas gefunden, das mich ruhigstellte, sie tunkten meinen Schnuller in die Zuckerdose und steckten ihn dann mir in den Mund. ich war dann sofort ruhig und glücklich. Nach einer weile schrie ich dann natürlich wieder. Also wieder Zuckerdose usw. Meine Eltern hatten sogar im Schlafzimmer am Nachtkastl eine Zuckerdose stehen, für mich, damit ich auch nachts ruhig bin.

      Als ich dann etwas größer war, wurde ich bei allem mit Süßem getröstet. meine Oma hat mich ständig mit Süßigkeiten vollgestopft. Womit ich mich glücklich fühlte.

      Eine Beruhigungsmischung, die mir mein Vater öfter mal gegeben hat (das war so im Alter bis ungefähr 3), war eine Schüssel mit einer Mischung aus Ovomaltine-Kakopulver und Kristallzucker, das wurde vermischt und ich hab das dann ausgegessen.

      wie mein Leben so verlief: ich stehe total auf süßes. Eigentlich fast nur auf Süßes. Und egal, wie ich mich fühle, ich muss sofort etwas Süßes essen, damit ich mich besser fühle. Fühle ich mich zB irgendwie unwohl (ich hab vor ein paar Jahren rausgefunden, dass das gar nicht immer Hunger nach Süßigkeiten war, sondern oft einfach Frust, Langeweile, Depression, usw.usw.), dann muss ich etwas Süßes essen. Oft mache ich es auch noch so ähnlich wie früher, wenn ich nichts Süßes zu Hause habe, also keine Schokolade, kein Eis oder so (also kein richtiges Essen), dann nehme ich die Zuckerpackung und beginne einfach mal so aus der Zuckerpackung zu essen. So bis zu 10-20 Löffel davon. Kommt drauf an, wie es mir grad geht und wie lange es dauert, bis ich mich wieder wohl fühle. Manchmal kommt es vor, dass ich auch die halbe Zuckerpackung (1/2 kg) oder auch mal die ganze Packung esse)

      Ich bin eigentlich ständig am Essen. Und irgndwie frustriert es mich. Ich fühle mich so abhängig. Ich will zB auch mal erkennen können, ob das, das ich grad habe, vielleicht gar kein großer Hunger nach einer großen Packung Eis ist, sondern einfach mal irgendein Gefühl oder eine Emotion. (bzw ich kenne das Gefühl eher gar nciht, weil ich nur die Emotion davon habe)

      ich werde davon zwar nicht dick, aber trotzdem ist es lästig, dauernd soviel essen zu müssen.

      ad Geschmackspräferenzen von Menschen:
      die werden auch sehr von vorgeburtlichen Einflüssen geprägt. Also von dem, das eine Mutter vor der Geburt isst und was sie trinkt und was auch sehr interessant ist, auch was sie zB riecht (!). Riecht eine Mutter vor der Geburt dauernd einen bestimmten Duft und fühlt sie sich dabei wohl, dann wird das Baby diesen Duft bzw diesen Duft in Kombination mit einem Essen, das vielleicht zu diesem Duft gehört, auch total toll finden. Das nervensystem des Kindes wird dann sogar den Stress runtertrimmen, wenn es diesen Duft riecht, lebenslang! Ohne zu wissen, dass dieser Duft nur deshalb entspannend oder beruhigend wirkt, weil zB die Mutter während der Schwangerschaft oft xy gerochen hat.
    • flowergirl schrieb:

      Warum sollte es in der Natur eines Menschen liegen, immer massiv übergewichtig zu bleiben, wenn Übergewicht nur eine Reserve, die aufgebraucht werden muss, ist


      Nehmen wir mal als Beispiell einen Menschen her, der für Notzeiten sparen will, der beginnt also Geld anzuhäufen, er häuft an und häuft an, er hat wahnsinnig Angst vor den Notzeiten, also häuft er weiter an - dann kommt vielleicht eine kurzfristige Notzeit und dadurch hat er noch mehr Angst und häuft dann noch mehr Geld an und spart noch mehr und dann spart er noch mehr, ...es kommt dann ganz lang keine Notzeit mehr und eigentlich wären die Zeiten eh schon irgndwie gar nicht mehr so gut, aber er denkt sich "so schlecht sind die Zeiten ja noch gar nicht, es kommen sicher noch schlechtere zeiten, für die muss ich sparen,... au scheisse, ich hab so Angst, diese kurze Notzeit da zuletzt, die war so schlimm, ich muss unbedingt noch viel, viel mehr Geld anhäufen, egal wie..." Der Mensch spart also und spart und das Geld wird immer mehr, das wäre Geld für viele Jahre, der könnte sogar schon von seinen Zinsen bis ins übernächste Leben leben, aber er hat so Angst, weil er schon mal Notzeiten erlebt hat, also will er für noch schlechtere zeiten sparen... und deshalb wird noch mehr angehäuft.

      Ich vermute mal, so ähnlich funktioniert das auch mit dem Jojo-Effekt. ;)

      Natürlich könnte ich jetzt auch eine Physik-Thermostat-Regelungstechnik-Geschichte erzählen, aber ich glaub, das mit dem Geldanhäufen ist jetzt grad viel netter *ggg*

      Also was ich damit sagen wollte:
      Woher soll der Körper denn jetzt wissen, wann wirklich die echte Notzeit da ist, der hat vielleicht schon viele kleine Notzeiten (Diäten) erlebt, der möchte jetzt nicht nochmal sowas erleben, also spart er noch mehr an, damit er nicht nochmal leiden muss, und so häuft sich halt immer mehr an, ...denn sicher ist sicher. In der Natur gehts immer um: Tot oder Leben. Und wenn sich ein Mensch absichtlich runterhungert, dann kennt die Natur keine Gnade, die lagert dann halt noch ein bissi mehr Reserven an, damit sie auf die nächste Aktion dieses Volllkoffers nicht nochmal mit derselben Wucht reinfällt. Die denkt sich "So! du kannst gern nochmal so eine bescheuerte Diät machen, aber ich sorge jetzt noch mehr vor, ätsch! du erreichst nicht, dass du unser biologisches sollgewicht durcheinanderbringst"
    • Uhm, das ist interessant mit dem Zucker. Ich glaube, es ist bei dir schon ziemlich extrem, oder? Ich wuensche, wir haetten mehr schlanke Leute hier, zum Vergleich.

      Ehrlich gesagt, das sieht mir schon fast nach einer Essstoerung aus, insbesondere wenn man dieses Gefuehl der Abhaengigkeit betrachtet.

      Das sagt Gunter Frank im Buch "Lizenz zum Essen" uebrigens auch: Schlanke Menschen nehmen tendenziell mehr Kalorien auf, als dicke Menschen, weil die Schlanken mehr Kalorien brauchen. Die Dicken haben ja ihre Waermeisolation immer dabei. ;)

      Ich zitiere mal aus dem Buch (Seiten 41-42, 2. Auflage 2008), hoffentlich ist das Zitat nicht zu lang:

      "Die Dicksten essen fast immer am Wenigsten. Das bleibt auch so, wenn man andere Faktoren mitberuecksichtigt, wie Bewegung in der Freizeit, soziale Unterschiede oder den Fettanteil der verzehrten Nahrung."

      Als Quelle zur obigen Passage wir angegeben: Ballard-Babash r: "Controbution of dieting to the inverse association between energy intake and body mass index"

      Im Buch werden aber noch mehr Quellen genannt, auch deutsche Untersuchungen.
    • Siska007 schrieb:

      Aber nein, nicht immer, aber mir fiel auf, dass ich schon öfter wo gelesen hatte "Löwen und Gazellen würden übergewichtig nicht überleben"


      Sie ueberleben auch nicht, soviel ich mir vorstellen kann. Mist, ich dachte, ich haette was Originelles geschrieben. :grins:
    • Muminfrau schrieb:

      Uhm, das ist interessant mit dem Zucker. Ich glaube, es ist bei dir schon ziemlich extrem, oder? Ich wuensche, wir haetten mehr schlanke Leute hier, zum Vergleich.


      ähm, ich bin allerdings hypochondrisch dick *gg*
      dh erst unlängst hatte ich bei der Arbeit festgestellt, meine Uniform passt mir nicht mehr mit Größe 38 und hatte Rita ein entsetztes SMS geschickt mit dem Text "o mein Gott, ich bin dick geworden!!! mein Leben ist jetzt ruiniert, ich muss mich eingraben, es ist alles aus und vorbei"

      Wobei allerdings alle meinen, ich sehe jetzt endlich gut aus *rofl*, also normal. Die sind richtig glücklich, dass ich so aussehe.
    • Kleiner Exkurs zu den Haustieren:

      Man nimmt ja allgemein an, zuviel Essen führt zu viel Gewicht. Was ich wiederum so nicht glaube. Allerdings ist es bei Haustieren sehr oft bzw fast immer so, dass zuviel Fressen zu viel Gewicht führt. Ich hatte mich dann gefragt, warum das bei den Viechern doch so ist. Allerdings ist es bei den Haustieren ja oft so, dass die kastriert oder sterilisiert sind! Und kastrierte Tiere sind total arg prädestiniert, an Gewicht zuzulegen. Die haben kaum Chancen, schlank zu bleiben. (und dann noch die vielen Verlockungen der Leckerlies von den Besitzern)

      Unlängst trafen meine Katze und ich im Wartezimmer bei der Tierärztin einen adipösen Hasen. *gg* Wir hatten dann erfahren, dass dieser adipöse Hase kaum Chancen hat, abzunehmen, egal wie sehr man ihn auch mit Diätfutter malträtiert. Das sei bei diesem Hasen fast unmöglich, dass der viel abnimmt. Wenn überhaupt, dann nur ganz, ganz wenig, aber auch sehr mühsam und langwierig. Der Hase hat zwar einen Riesensack Diätfutter mitbekommen, aber mit dem Hinweis, es wird nicht wirklich viel helfen, nur ganz, ganz wenig. Sie sollten sich nicht alllzu große Hoffnungen machen.

      Ich denke mal, bei Menschen ist das sicher ähnlich. Also damit meine ich nicht kastrierte Menschen, sondern Menschen, bei denen irgendwelche Hormone verrückt spielen oder Hormone in bestimmten Lebensphasen fehlen oder Hormone aufgrund von Stress erhöht sind.

      Cortison! Bzw Cortisol! Und Stress! Da wird dann gefuttert bis zum Gehtnichtmehr. Unser Professor an der Uni hat von seinem Freund erzählt, der spindeldürrer Vegetarier war, der bekam eine schwere Lungenerkrankung, wegen der er im Krankenhaus war, dort bekam er reichlich Cortison, er hat gegessen wie verrückt - und hat arg zugenommen, der hat ihn kaum noch wiedererkannt, er braucht sogar neue Kleidung, als er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, und als er entlassen wurde, ist er mit unserem Professor mit nach Hause (zur Wiederholung: dieser Mann war davor Vegetarier *g*) und hat am Heimweg gleich mal ungefähr fünf oder mehr Wurstsemmeln gegessen und dann bei der Mutter zu Hause Schweinsbraten. Dann nach längerer Zeit durfte er das Cortison wieder absetzen. Und ganz automatisch verwandelte sich dieser Mann wieder zurück in den spindeldürren Vegetarier wie er vorher war. (total verblüffend)
    • Muminfrau schrieb:

      Sie ueberleben auch nicht, soviel ich mir vorstellen kann. Mist, ich dachte, ich haette was Originelles geschrieben. :grins:


      seufz. das kommt davon, wenn ich einen Teil weglasse - ich meinte natürlich, dass ich lese, dass Löwen, Gazellen und Menschen verglichen werden. *g*

      Allerdings:
      na ja, bei einem Löwen könnte ich mir schon vorstellen, dass er übergewichtig überleben könnte, falls es sich vielleicht um die Löwenfrau handelt, die vielleicht nicht zur Jagd geht (jagen eigentlich bei Löwen alle Löwen?). Der Löwenmann, der jagt, der sollte eher fit sein. Und falls es viele übergewichtige Gazellen gibt, dann könnten auch die übergewichtigen Löwenmänner überleben, denn ich denke mal, übergewichtige Löwen sind noch immer fitter als übergewichtige Gazellen und da die Gazellen übergewichtig sind, macht es nicht soviel aus, dass die Löwen auch dicker sind, die Gazellen sind eh leichte Beute. *rofl*

      Aber mal ganz blöd überlegt:
      Überlegen wir uns mal die Voraussetzungen, damit Löwen und Gazellen übergewichtig werden können?
      ad Löwen: Löwen bräuchten viele Gazellen.
      ad Gazellen: Gazellen bräuchten reichlich Futter, damit sie zulegen.
      Dazu müßte es im Lebensraum der Löwen und Gazellen besseres Wetter geben, damit mehr Gras wächst,. Damit könnten sich dann die Gazellen vollfressen. In weiterer Folge würden die sich dann auch viel mehr vermehren.

      in unserem Gedankenexperiment haben wir also übergewichtige Gazellen in großer Zahl gezüchtet. Und viele Löwen, da die viele Gazellen als Futter vorfinden. Wir haben also ein Gazellenüberangebot und viele mollige Löwen.

      Es macht aber eigentlich gar nicht mehr soviel aus, dass die mollig sind, es gibt eh viele Gazellen. Und für die Gesamtpopulation der Gazellen ist es auch egal, es gibt eh viele Gazellen. Zwar auch mollig, aber eh viele und das das zählt.

      Conclusio: Löwen und Gazellen könnten durchaus im molligeren Zustand überleben. :cool2:

      Das einzige Hindernis ist, dass die Voraussetzungen eben fehlen. Und wer weiß, vielleicht sind Gazellen genetisch gesehen Tierchen, die gar nicht dick werden können, egal wieviel sie fressen?
    • Siska007 schrieb:

      Es macht aber eigentlich gar nicht mehr soviel aus, dass die mollig sind, es gibt eh viele Gazellen. Und für die Gesamtpopulation der Gazellen ist es auch egal, es gibt eh viele Gazellen. Zwar auch mollig, aber eh viele und das das zählt.
      Du verwendest wirklich recht merkwürdige Beispiele und noch dazu unpassend.
      Auf den Menschen übertragen wären wir dann bei: Wir haben zwar keine Fressfeinde, wie die Gazellen, aber die dickeren unter uns sind nicht so überlebensfähig wie die agileren dünnen und fallen deswegen eher ungünstigen Situationen zum Opfer bzw. bekommen Krankheiten und sterben eher. Macht ja nix, es gibt sowieso zu viele davon... Jedenfalls hattest Du die Tierwelt extra dazu herangezogen, um menschliche Probleme zu erläutern.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • kampfzwerg schrieb:

      aber die dickeren unter uns sind nicht so überlebensfähig wie die agileren dünnen und fallen deswegen eher ungünstigen Situationen zum Opfer bzw. bekommen Krankheiten und sterben


      uh oh, das ist aber hineininterpretiert. Die molligen Gazellen fallen eher den Loewen zum Opfer, sonst hat Siska nix gesagt. Und, naja, da ist schon was Wahres dran, oder?

      Wenn ich eine Gazelle waere, waere ich schon laengst tot, schon als Kind, weil ich fast pathologisch langsam bin, insbesondere im Wegrennen.

      Und als Loewe... hm... ich weiss nicht. Ich waere vielelicht relativ gut daran, eine kranke Gazelle zu erkennen, die nicht so schnell laufen kann. Vielleicht. :rolleyes:
    • Mir ging es darum, dass sie in ihren Beiträgen die Tierwelt anführt, um einen rein auf Menschen bezogenen Inhalt darzulegen und ich wollte zeigen, dass der Vergleich von Äpfeln und Birnen hinkt, indem ich beides verknüpft habe.
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