Erziehungsarbeit geleistet

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    • @Julie-Anne
      Meine drei Kinder habe ich ohne viel Federlesens in den Kindergarten gebracht, schon in Gedanken, was ich dann zu tun habe, wenn ich wieder daheim bin. Unsere Nebenerwerbslandwirtschaft macht ja auch ganz schön viel Arbeit. Die beiden ältesten Kinder gingen gern zum Kindergarten, jeder Sohn 3 Jahre. Unsere Tochter, ein Nesthäkchen mit großem Altersabstand zu ihren Brüdern versprach der Kindergartenleiterin, dass ich einmal aushelfe in Form von vorlesen und ich willigte ein, als diese mich fragte.

      Was ich dir sagen will, Julie-Anne, erst da kriegte ich Respekt vor euerer Arbeit. Sehr viele kleine Menschen klebten an diesem Vorlesevormittag an mir dran und was ich für Fragen gestellt bekam, da blieb öfter eine Antwort meinerseits aus, weil mir auf die Schnelle gar nichts einfiel. Gar nicht so leicht und Hut ab vor euerem Tun.

      Liebe Grüße von Klangola
    • Julie-Anne schrieb:

      Klar kann man das alles sagen, allerdings nimmt das kein kleines Kind schnell auf , wenn es mir sagt, dass es dick ist.
      Also, wenn es mir sagt,oder mich frag weshalb ich dick sei und ich dann anfange zu erklären welche Gründe es für das Dick sein gibt ( und das sind viele ) macht es die Ohren zu, wendet sich ab und das wars dann...


      Meine Erfahrung mit kleinen Kindern ist, dass sie durchaus interessiert zuhören, wenn man kindgerecht eine Frage beantwortet. Auch durchaus für länger als einen kurzen Satz. Daher verwundert mich deine Aussage schon.
      Es ist wichtig, die Kinder nicht zu belügen und es dir "einfach" zu machen. Du sagst, es gibt bei dir viele Gründe für das Dicksein, den Kindern erzählst du, es liegt daran, dass du zu viel isst. Das passt nicht zusammen.
      Es ist ein Unterschied, ob man das sagt, was korrekt ist, aber keiner so gern hören mag, oder das, was falsch oder lückenhaft ist, aber alle hören wollen. Wenn es bei dir wirklich viele Gründe fürs Dicksein gibt, sag das doch einfach stattdessen, wenn du es in einem Satz zusammenfassen willst. "Für mein Dicksein gibt es viele Gründe."
      Ich kann nur wiederholen, dass mir die Kinder, mit denen ich zu tun gehabt habe, auch länger als nur für einen Satz zugehört haben.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Julie-Anne schrieb:



      Also, wenn es mir sagt,oder mich frag weshalb ich dick sei und ich dann anfange zu erklären welche Gründe es für das Dick sein gibt ( und das sind viele ) macht es die Ohren zu, wendet sich ab und das wars dann...



      Also die Antwort
      "Weil jeder Mensch anders ausschaut"
      oder
      "Weil alle Menschen unterschiedlich sind. Deshalb gibt es kleine, große dicke oder dünne Menschen"
      halte ich jetzt nicht für schwerer für ein Kind aufzunehmen wie
      "Mein Bauch ist so dick weil ich zu viel gegessen habe".

      Der riesige Unterschied ist jedoch, dass bei den ersten beiden Antworten das Kind einfach versteht, dass nicht alle Menschen gleich aussehen und das das normal ist. Damit ist der Weg zu gesunder Akzeptanz allen Menschen gleich welchen Aussehens, gelegt.
      Deine Antwort heißt jedoch für das Kind schlicht, dass alle dicken Menschen einfach zu viel essen und später wird sich daraus gedanklich ergeben, dass somit alle dicken Menschen an ihrem Dicksein selber Schuld sind. Sie bräuchten ja nur weniger zu essen...

      Als Erzieherin, deren Arbeit ich absolut respektiere und achte - meine Tochter ist Erzieherin und ich weiß was ihnen manchmal abverlangt wird - sollte man nicht so unbedacht antworten.

      Ich finde es keine Schande, wenn man, weil man spontan keine gut überlegte Antwort parat hat, zu einer Ausrede greift und sagt, dass man gerade keine Zeit hat weil man dies oder jenes erst einmal tun muss, mit dem Kind jedoch später ganz bestimmt darüber sprechen wird.
      So hat man dann Zeit sich eine Kindgerechte und vernünftige Antwort zu überlegen.

      Vielleicht kann man dann - wenn die Zeit für eine Antwort da ist und diese am nächsten Tag anberaumt ist,
      sogar mal eben aus dem Net ein schönes Bild ziehen, welches eine Gruppe von Menschen verschiedenster Nationalitäten zeigt. Damit hätte man dann ganz leicht verständlich, auch bildlich veranschaulicht, dass alle Menschen unterschiedlich sind.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich kann mich Nordlicht da nur anschließen. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder, wenn man ihnen vernünftig antwortet, auch durchaus zuhören und dann erstmal zufrieden sind. Allerdings habe ich noch nie versucht, ihnen Romane zu erzählen. Also eine einfach gehaltene Antwort (es gibt viele verschiedene Körperformen, jeder ist aus andern Gründen -Krankheit, Essgewohnheit etc- dick) reicht da oft schon. Wenn sie mehr wissen wollen, fragen sie. Ich kenne es so, dass sie Kinder die Info erstmal speichern und manchmal später nochmal drauf zurück kommen, wenn es sie weiter beschäftigt.
      Sicherlich nicht immer ganz einfach, grad auch, wenn so viele Kinder um einen sind.
      Viele Grüße

      Andrea


      ###############
      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Muminfrau schrieb:



      Aber selbst wenn das, was du den Kindern erzaehlst, fuer dich persoenlich stimmt, finde ich es trotzdem paedagogisch nicht sinnvoll. Als Erzieherin bist du auch fuer das Bild verantwortlich, was in den Koepfen der Kinder ueber dicke Menschen entsteht. So unterstuetzt du nur Vorurteile.



      Das sehe ich genauso wie Muminfrau - selbst wenn es auf Dich zutreffen sollte, dass Du "zuviel" ißt - würde ich im Hinblick auf die Folgen antworten wie Itsme und andere es vorgeschlagen haben. Dann besteht die Chance, dass "dick" bei den Kindern als Eigenschaft wie "groß" und "klein" und nicht als Folge von gefräßig und faul abgespeichert wird!!!
    • Okay, ich versuche mal auf alle zu Antworten, verzeiht bitte, falls ich einen übersehen sollte bzw. fragt bitte nach.

      An Muminfrau,

      ich weiß, dass ich zu viel esse und mich zu wenig bewege, da ich Gewicht verliere wenn ich es anders mache, mich also regelmäßig Bewege und auf meine Portionen achte.
      Meine Schilddrüse ist in Ordnung, dies habe ich checken lassen, als ich auf die Idee kam, dass es ja etwas körperliches sein könnte.
      Vor kurzen wurde sie noch einmal gecheckt, da ich den Arzt wechselte und dieser dies gern wollte.
      Ich war sogar schon beim Psychologen, da ich herausfinden wollte ob es eventuell Psychische Gründe für mein Übergewicht gibt.
      Der Psychologe fand es etwas merkwürdig, dass ich "nur" wegen des Gewichtes zu ihm kam, aber wir versuchten es.
      Fanden zwar Dinge, aber er führte es nicht auf mein Übergewicht zurück.
      Vielleicht würde ein anderer Psychologe etwas finden, allerdings geht es mir psychisch gut und ich habe wenig Zeit.
      Meine Familie ist nicht Gertenschlank, allerdings hat keiner einen zu hohen BMI.
      Ich glaube ich zeige damit, dass ich mich schon damit beschäftigt habe, und es wäre vielleicht anders wenn ich es schaffen würde dauerhaft meine Gewohnheiten zu ändern. Da ich es nicht schaffe, mache ich mich dennoch nicht mit Diäten verrückt sondern genieße mein sein.

      Dicke Kinder gibt es in meiner Gruppe nicht, sollte es diese geben, würde ich mir ganz andere Gedanken machen, und nur weil ich etwas während der Betreuungszeit beobachte brauche ich die Eltern um ein wirkliches Bild zu bekommen.
      Und ja, auf kleine Kinder aufzupassen ist körperlich anstrengend und auch ich stöhne innerlich auf, wenn ich nun wieder mit fangen spiele, mich auf den Boden setze , lange stehe und die Kinder zum Treppen gehen annimiere und nicht die Rolltreppe zu nutzen.
      Ich habe gedacht, dass ich sicherlich etwas an Gewicht verlieren würde, als ich den Job begann, und tatsächlich machte es ein klitzekleines bisschen was aus, allerdings nichts was wirklich auffällt.

      Ich persönlich finde nicht, dass ich damit das Vorurteil über dicke Menschen bei den Kindern bestärke ( welches so an sich ja gar nicht vorhanden ist )
      dies tue ich eher indem ich weggucke, sollte ich mal eine Situation mitbekommen in der genau das passiert ( Vorurteilhaftes Verhalten gegenüber dicken Menschen ) werde ich dies in der Gruppe natürlich zum Gespräch machen ( sollte das Opfer nicht dabei sein) oder ich nehme mir die Beteilligten heraus und wir finden gemeinsam gezielt heraus, weshalb es nicht richtig ist.
      Da gibt es so viele Möglichkeiten und jede müsste einzelnd differenziert werden, das würde meine Schreibkraft gerade sprengen :)

      Mir ging es um die Spontane Frage warum ICH so dick sei und wenn das Interesse besteht bin ich die erste die mehr beantwortet und sich mit den Kindern zusammen setzt.
      Martinas Aktion fand ich auch ganz toll, allerdings hat Martina anscheinend ganz andere Gründe als ich.

      An Klangola,
      danke :)
      Ich finde du beschreibst es ganz gut, solche Fragen kommen ganz oft im super unpassenden Moment und es sind meist noch viele andere Kinder drum herum die auch etwas wollen, anderes Interesse haben oder hilfe benötigen.
      In solchen Momentan kann man Fragen nur recht kurz beantworten, wobei ja nun nichts dagegen spricht sie später bei Zeit wieder aufzugreifen.
      Kinder erinnern gerne daran :)

      An Nordlicht
      Meine Erfahrung gleicht sich absolut mit deiner, allerdings kommen solche Fragen bei mir zumindest nicht im Kreis wenn gerade alle entspannt sind, und reden und zuhören mögen , sondern in ganz anderen Zusammenhängen in denen die Kinder auch noch anders beschäftigt sind und nur eine kurze Antwort möchten, da sie sich wieder anderen Dingen zuwenden oder schnell abgelenkt werden. Ich habe in einem günstigeren Moment auch noch einmal nachgefragt ob es noch Fragen zu dicken Menschen gibt, die allerdings keiner hatte.

      Und ich meinte nicht, dass es bei mir viele Gründe für das Übergewicht gibt, sondern im allgemeinen gibt es sehr viele verschiedene Gründe für Übergewicht, da habe ich mich umständlich ausgedrückt, sorry !

      Und mir haben auch schon einige Kinder deutlich länger als für einen Satz zugehört, allerdings in der richtigen Situation.

      An Itsme,
      Ich finde die deine angegeben Antworten beantworten nicht wirklich die Frage des Kindes. Sicher schaut jeder anders aus, aber auch hinter jedem kleinen, großen, dicken und dünnen Menschen steht eine Geschichte.
      Und ich finde Kinder lernen erst diese Unterschiede mit ihren ganzen Vorteilen zu begreifen wenn sie auch die Geschichten dahinter kennen.
      Und dies war meine Geschichte die ich den Kindern nannte.
      Ich wiederhole mich, aber noch einmal : Ich würde bei dem generellem Thema von dicken Menschen ( welches ich so nie anbieten würde, aber sicher behandeln ) niemals nur sagen, dass es an dem Essen liegt.
      Sondern viele Gründe kindgerecht darlegen.

      Ich verstehe es nicht so ganz was dies mit Akzeptanz zu tun hat, denn wenn Kinder lernen, dass es nicht schlimm ist dick zu sein, dann bräuchten sie doch gar nicht weniger essen.
      Wer wirft dicken Menschen vor zu viel zu essen und selber dran schuld zu sein, wenn Derjenige kein Problem mit dicken Menschen hat diese akzeptiert und falls sympathie vorhanden ist mag?
      Ich weiß, das klingt nun einfach und es sollten auch ganz bestimmt nicht die ganzen anderen Gründe vergessen werden die für Übergewicht verantwortlich sein können.

      Dies Thema von der Unterschiedlichkeit haben wir in unserer Kita auch und wir behandeln dieses durchgängig, quasi als roten Faden in der Kita.
      Allerdings haben wir andere Akzeptanzprobleme in der Kita als das dick sein , bei uns geht es um Hautfarben, Behinderungen etc.
      Dies ist aber schon wieder ein anderes Thema.

      An Sunny,
      so kenne ich es auch und auch ich versuche den Kindern keine Romane zu erzählen, sondern alles Kindgerecht und am besten im Dialog zu erläutern.

      An Hummelchen,
      ich glaube ich habe im Text oben genauer beschrieben wie ich es meinte und auch ich möchte nicht, dass die Kinder dick, als gefräßig und faul abspeichern, allerdings liegt mir dann viel dran, dass sie es auch aufnehmen, speichern, verarbeiten und behalten und deshalb würde ich es, wie schon gesagt in einer anderen Situation behandeln, wenn Interesse besteht.

      Äh ja, Bayernbub,
      ich brauche mich normalerweise und Gott sei Dank nicht vor anderen Rechtfertigen und ich finde es nicht ganz fair wie du mich nun hier als "gute dicke" betitelst, weil ich dick bin, da ich viel esse und mich wenig bewege.
      Ich kann mir keine Krankheit oder anderes aus den Fingern saugen von dem ich nichts weiß, was verantwortlich für mein Übergewicht ist. Tut mir ja leid.

      So, ich hoffe ich habe mich nun ausreichend erklärt.
      Bei weiteren Fragen, immer gerne :)
    • Julie-Anne,

      Du schreibst
      Ich persönlich finde nicht, dass ich damit das Vorurteil über dicke Menschen bei den Kindern bestärke ( welches so an sich ja gar nicht vorhanden ist )
      Das sehe ich genauso. Kinder sind zunächst ganz frei von Vorurteilen.
      Deine Antwort könnte jedoch genau so ein Vorurteil schüren. Ich bin sogar ziemlich sicher dass sie das tut, denn im Kopf dieses Kindes bedeutet und Dicksein = zu viel essen.

      Des Weiteren schreibst Du
      Ich finde die deine angegeben Antworten beantworten nicht wirklich die Frage des Kindes. Sicher schaut jeder anders aus, aber auch hinter jedem kleinen, großen, dicken und dünnen Menschen steht eine Geschichte.
      Ich denke, sie beantworten die Frage des Kindes für den Moment ausreichend. Vor allem aber so, dass das Kind einfach erkennt und lernt, dass es halt unterschiedliche Menschen gibt. Punkt aus.
      Du selbst hattest geschrieben, dass Kinder in dem Alter bei weitschweifenden Antworten irgendwann zu machen.

      Ich möchte Dich fragen, was Du denkst, was im Kopf des Kindes nach Deiner Antwort, in Bezug auf dicke Menschen hängen bleibt?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Julie-Anne schrieb:

      ich weiß, dass ich zu viel esse und mich zu wenig bewege, da ich Gewicht verliere wenn ich es anders mache, mich also regelmäßig Bewege und auf meine Portionen achte.


      Du hast also keine organischen Gruende fuers Uebergewicht, ausser vielelicht Stress. Das ist ein sehr wichtiger Grund, den man niemals vernachlaessigen sollte. Es gibt Menschen, die unter Stress abnehmen, und es gibt Menschen, die unter Stress zunehmen. Du gehoerst wahrscheinlich zu den letzteren.

      Wie ist es denn, wenn du "normal" isst und dich "normal" bewegst, also so, wie es fuer dich natuerlich ist. Nimmst du dann zu oder nicht? Wenn nicht, dann wuerde ich sagen, dass du nicht zu viel isst,, und dich nicht zu wenig bewegst.

      Ich wuerde auch abnehmen, wenn ich weniger essen wuerde und mich mehr bewegen wuerde. Ich habe auch keine organischen Gruende fuers Uebergewicht, ausser Vererbung. Und in meiner unmittelbarer Verwandschaft bin ich auch die Dickste.

      Der wichtigste Punkt ist aber, dass ich dann zu wenig essen wuerde. Und das wuerde zum Jojo fuehren -- automatisch und unvermeidbar. Denn unser Koerper regelt im Normalfall sehr genau, wie viel Energie wir zum Leben brauchen.

      An Bewegung mangelt mir im Moment tatsaechlich, weil ich am Liebsten zu Fuss gehe, aber bei der Naesse und Kaelte keine Lust darauf habe.

      Wenn ich mich mehr bewegen wuerde, wuerde ich vielleicht 1-2 kg weniher wiegen. Das war's dann aber. Und ich denke, dass es bei dir aehnlich ist.
    • Julie-Anne schrieb:

      Ich verstehe es nicht so ganz was dies mit Akzeptanz zu tun hat, denn wenn Kinder lernen, dass es nicht schlimm ist dick zu sein, dann bräuchten sie doch gar nicht weniger essen.
      Wer wirft dicken Menschen vor zu viel zu essen und selber dran schuld zu sein, wenn Derjenige kein Problem mit dicken Menschen hat diese akzeptiert und falls sympathie vorhanden ist mag?
      Ich weiß, das klingt nun einfach und es sollten auch ganz bestimmt nicht die ganzen anderen Gründe vergessen werden die für Übergewicht verantwortlich sein können.


      Genau, Kinder sollten eben lernen, dass es nicht schlimm ist dick zu sein, nicht umgekehrt.
      Und: ich hab es oft genug erlebt, dass jemand kein Problem mit dicken Menschen hat, diese akzeptiert und, falls Sympathie vorhanden ist, mag - und trotzdem immer wieder die gleiche Leier kommt mit "zu viel essen, zu wenig Bewegung" - und damit auch gleich wieder "eh selbst Schuld...". Und das finde ich nicht in Ordnung. Das ist kurzsichtig, das ist ein Vorurteil, und das braucht, finde ich, niemand auch noch bekräftigen. Das hilft niemandem und schon gar nicht sorgt das für Akzeptanz von Dicken allgemein, als normale Körperform, eine von vielen.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Itsme schrieb:

      Also die Antwort
      "Weil jeder Mensch anders ausschaut"
      oder
      "Weil alle Menschen unterschiedlich sind. Deshalb gibt es kleine, große dicke oder dünne Menschen"
      halte ich jetzt nicht für schwerer für ein Kind aufzunehmen wie
      "Mein Bauch ist so dick weil ich zu viel gegessen habe".

      Der riesige Unterschied ist jedoch, dass bei den ersten beiden Antworten das Kind einfach versteht, dass nicht alle Menschen gleich aussehen und das das normal ist. Damit ist der Weg zu gesunder Akzeptanz allen Menschen gleich welchen Aussehens, gelegt.
      Deine Antwort heißt jedoch für das Kind schlicht, dass alle dicken Menschen einfach zu viel essen und später wird sich daraus gedanklich ergeben, dass somit alle dicken Menschen an ihrem Dicksein selber Schuld sind. Sie bräuchten ja nur weniger zu essen...





      :applaus: Danke Itsme

      LG Finchen
    • Danke Lunix!

      Hervorragend!!! :applaus: :daumen:

      Dieses Video sollte man in alle Kindergärten und Schulen schicken!

      Besonders aufgefallen sind mir folgende Sätze:

      Was seit 40 Jahren bei Erwachsenen nicht funktioniert, nämlich durch eine Ernährungsumstellung dauerhaft abzunehmen, will man nun an Kindern ausprobieren.

      Oder:

      Es ist nirgendwo belegt, dass Obst oder Gemüse gesünder sind als ein Wurstbrot...

      Oder:

      Es wird behauptet, dass es immer mehr dicke Kinder gibt. Lassen Sie sich nicht von Bildern in Fernsehberichten verunsichern (weil manipuliert), sondern gehen sie in die Kindergärten oder Schulen und schauen Sie...
      Wo sind denn all die vielen dicken Kinder? Ich sehe sie nicht!

      Und ganz besonders dieser Satz:

      Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihrer Kinder. Sagen Sie ihnen, dass ihr Körper gut so ist, wie er ist.

      Das sind nur einige Sätze, sinngemäß wieder gegeben.
      Es lohnt sich alles anzuhören was dieser Arzt zu sagen hat.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • WOW! Jetzt bin ich baff!
      Was habe ich bloß falsch gemacht, mit meiner Tochter! Was habe ich ihr nur angetan!
      Und: was wurde mit angetan!

      Das ist eine komplett andere Denkweise, die ich so noch nie von einer wissenschaftlichen Institution gehört habe.

      Ein Gedanke kam mir noch beim Ansehen des Videos: Wenn ich das jetzt z.B. bei Facebook posten würde, erhielte ich wenig Zustimmung erhalten. Im Gegenteil!

      Schlimm daran ist, dass sich nur wenige damit so auseinandersetzen würden, dass sie auch nur ansatzweise verstehen, was hier gesagt wurde.