Kommetse gut ins Nescht

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    • Kommetse gut ins Nescht

      Als fast unmittelbare Anlieger des "schönen Stuttgarter Flughafens" amüsieren wir uns fast von Anfang an über dieses Video, das mittlerweile an die 200.000 Klicks in einer Woche hat und sogar schon im Spiegel besprochen wurde.

      Für mich persönlich ist das Video ein Aha-Erlebnis. Während ich in meinem ersten Jahr in Schwaben 2003/2004 nahezu mein gesamtes Selbstbewusstsein eingebüßt habe, weil ich die Leute nicht verstand, und eine Bäckereiverkäuferin mich Morgen für Morgen vor der versammelten Kundschaft diesbezüglich vorführte, habe ich diesen Text anstandslos verstanden. Darauf bin ich ein bisschen stolz. Sprechen lernen kann man es zwar nicht, weil Allemannisch nun mal eine gänzlich andere Sprache ist als das im Rheinland gesprochene Niederfränkisch, aber die Sprache zu verstehen, ist ein echter Fortschritt.

      Ich konnte am Anfang auch nicht verstehen, was Uwe Hannes und dem Bürgermeister abgewinnen konnte, inzwischen lache ich auch darüber.
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    • Über das Video bin ich gestern auch aufgrund eines Onlineartikels gestolpert. Schön, dass nicht alle Durchsagen so hochoffiziell eingeübt sein müssen, sondern die Stewardess auch ein wenig lockerer klingen darf nach den "normalen" Durchsagen.
      Mit Schwäbisch kann ich leider wenig anfangen. Ich verstehe zwar, was sie sagt und es kommt sehr nett rüber, zumal die Wortwahl auch weniger steif ausfällt, aber es gefällt mir nicht wirklich.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Ha, sehr süß, hat mir gut gefallen.
      Und ich habs tatsächlich relativ gut verstanden ;)
      Wobei ich sagen muss, dass ich selten lang brauche, mich in Dialekte reinzuhören. Außer Kölsch spreche ich zwar keinen, verstehe aber meist ne Menge. Auch bei grenznahen holländischen Dialekten (in der Familie meines Mannes wird viel holländisch gesprochen, auch ich wurde von seiner Oma teils so angesprochen und hab dann auf deutsch geantwortet).
      Ich hatte immer ein gutes Ohr dafür, war als Kind viel im Elsass und hab auch dies einigermaßen verstanden.
      Als ich allerdings hier -nördlicher Schwarzwald- runter zog, hab ich die Kassiererin im Supermarkt manchmal auch merkwürdig angeguckt. Und ich werd mich wohl nie dran gewöhnen, dass ein Brötchen hier ein Weck ist und ein Weckchen ein Reiheweck oder Milchweck.:-D
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Toll :-D. Einigermassen hab ich es auch verstanden. Wobei die Schwaben sind ja unsere Nachbarn, von daher hab ich einen kleinen Vorteil. Die Bayern versteh ich auch noch, die Sachsen sowieso (mein Mann ist einer). Probleme hab ich z.B. wenn Ina Müller loslegt. Das versteh ich überhaupt nicht mehr.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      Probleme hab ich z.B. wenn Ina Müller loslegt. Das versteh ich überhaupt nicht mehr.

      Oh, ich glaub, das ist aber generell so, dass wenn ein Dialekt schnell und vollständig gesprochen wird, ein Immi diesen kaum noch versteht. Egal, wo.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Naguib Mahfouz
    • Mir hats gefallen.
      Ich verstehs halt sehr gut, lebe ja schon seit seit fast 40 Jahren zwischen Karlsruhe und Pforzheim, komme ursprünglich aus Rendsburg, habe eine Hannoveranerin als Mutter und einen ostfriesischen Vater. Daher kann ich Hochdeutsch, Badisch und Schwäbisch, nur Plattdeutsch habe ich leider nicht gelernt und versteh nur ein bisschen.
    • Wenn Leute meinen, man hört gar nicht mehr wo sie herkommen, wie die Frau die in Norddeutschland meinte:

      "No, mo härt iiibahäubt nisch mär, wo mo hergömm. Mir sinn ja ööch schön zään jo do!"

      könnt ich mich wegschmeissen vor lachen. :D
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Wenn Leute meinen, man hört gar nicht mehr wo sie herkommen, wie die Frau die in Norddeutschland meinte:

      "No, mo härt iiibahäubt nisch mär, wo mo hergömm. Mir sinn ja ööch schön zään jo do!"

      könnt ich mich wegschmeissen vor lachen. :D


      Es haben sich schon Deutsche über den Sächsich-Schwiizerdütsch-Dialekt meines Mannes köstlich amüsiert.:grins:

      LG Finchen
    • Knallfrosch schrieb:

      Als gebürtige Allemannin muss ich hier mal was klarstellen. Wir sind KEINE Schwaben!!!!! :cool:
      Aber Schwäbisch ist ein alemannischer Dialekt.

      Die hessische und die norddeutsche Sprachfärbung nehme ich sofort an, wenn ich (Rheinländerin mit limburgischem Sprachhintergrund) dort bin. Aber diese alemannischen Dialekte bedürfen anscheinend im Wortsinne eines anderen Zungenschlages, für den meiner Zunge das Training fehlt.
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    • Es mag sein, dass schwäbisch zu den Allemanischen Dialekten gehört (was ich aus Prinzip bestreiten würde :-D), aber ein Allemanne ist eben kein Schwabe. Das ist wie zum Franken Bayer zu sagen. Oder Offenbacher zum Frankfurter.

      Martina schrieb:

      Aber diese alemannischen Dialekte bedürfen anscheinend im Wortsinne eines anderen Zungenschlages, für den meiner Zunge das Training fehlt.


      Du wirst lachen, mir gehts genauso. Ich bin dort als 8jährige weggezogen, habs nie gekonnt und kann es partout nicht lernen. Eigentlich halte ich mich für sprachbegabt. Wo ich herkomme, Schwarzwald-Baar, hört sich das eh schon fast schweitzerdeutsch an und das kann man nicht lernen, behaupte ich. Wenn ich heute dort zu Besuch bin (immer zur Fasnet), dann darf ich eigentlich gar nichts sagen - "die schwätzt ja nach der Schrift". Hessisch fällt mir da um einiges leichter. Aaaaschebescheer.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Die Schwaben kamen ursprünglich von der Elbe. Aber die Sprache ist eine alemannische. Kannst Du bei Wiki nachlesen.

      Es gibt auch im Kreis Tuttlingen Dörfer, wo es sich recht schweizerisch anhört, weil die Leute das ch so sprechen. Rein von der Sprachfarbe, wenn man nicht genau hinhört, finde ich, dass Schweizerdeutsch und Niederländisch sehr ähnlich klingen ... übrigens auch Schwäbisch und Sächsisch.
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    • Martina, du hast Recht, aber mich auch in meinem Ehrgefühl getroffen. Dann also das hier aus Wikipedia zur Erklärung:

      Für den nordöstlichen Teil des alemannischen Dialektraums ist die Dialekt- und Eigenbezeichnung schwäbisch üblich geblieben, weshalb sich die dortige Bevölkerung meist als Schwaben bezeichnet. Die Bevölkerung um Hoch- und Oberrhein, mehr noch im Elsass, der Schweiz und Vorarlberg betrachtet sich nicht bzw. schon lange nicht mehr als Schwaben, weshalb dort heute teilweise die Eigenbezeichnung als Alemannen verbreitet ist. In Baden-Württemberg grenzen sich zum Beispiel die Bewohner des ehemaligen Landes Baden oft als Alemannen gegen die Schwaben aus Württemberg ab; ähnlich verhält es sich bei Deutschschweizern, in Mittelschwaben und im Allgäu, vgl. Schwaben und Alemannen und Volksgruppe im Artikel Schwaben. (Hervorhebung durch mich)


      Die jungen Leute nennen sich wohl heute eher Badenser, statt Alemannen. Ganz besonders gut gefällt mir dass du Schwäbisch mit Sächsisch vergleichst. Ich hoffe nur, hier ist kein Schwob (und kein Sachse), der das hört.
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      ******Rosa Luxemburg******

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Knallfrosch ()

    • Schwäbisch und sächsisch klingt für mich total unterschiedlich.

      Bei den Schwäben höre ich viel ä heraus, bei den Sachsen viel ü.

      Beispiel:
      Die schwäbische Frau Federle wird mit einem betonten ä nämlich Fääääderle betitelt
      und für den Sachsen eine ein guter Freund,
      ein güüüder Freund.

      Verständlich gemacht? Ich hoffe... :grins:
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Das hier:
      "No, mo härt iiibahäubt nisch mär, wo mo hergömm. Mir sinn ja ööch schön zään jo do!"
      kann ich vom Lesen her wirklich nur als Sächsich bezeichnen, eventuell noch Sächsisch-Anhaltinisch. (um mal nach Bundesländern zu gehen)
      Norddeutsch wär eher was wie:
      "Nee, man hürt öberhööft nich mihr, wo wi herkamen. Wi sün jo ok al teihn Johr do!"
      Ich nehme also mal an, dass sich da tatsächlich was vermischt hat.
      Ich selbst bin ja von Norddeutschland (Mitte) nach Sachsen gezogen. Da ich selbst am Telefon den ganzen Tag mit Menschen aus ganz Deutschland rede, und auch die meisten Kollegen relativ gutes Hochdeutsch reden, hab ich da nicht so große "Probleme" mit, mir meinen Akzent/Dialekt zu erhalten, der ohnehin eher schwach ausgeprägt ist. Mein Freund dagegen, der die ganze Zeit mit sächsischen Kollegen spricht und sonst nur mit mir "Norddeutsch" (sag ich mal), kämpft da schon mehr mit. Da geht es vor allem um einige grammatikalische Dinge ("ich geh auf Arbeit" oder "angeschalten") und ein paar Lautverschiebungen und Ausdrücke (zB das berühmte "Tobbel-d" [=Doppel-T] oder "etwas vermeeren" [=etwas verschusseln]). Er hört sich trotzdem noch immer eindeutig norddeutsch an. Nach einem halben Jahr auch nicht weiter verwunderlich. Bleibt die Frage, wie sich das entwickelt, wenn wir einige Jahre hier wohnen... :D

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)