Vegan?!

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    • Zur Zeit verändert sich bei mir in Punkto Ernährung so Einiges. Ausgelöst durch ein Umweltprojekt, was ich im Praktikum im letzten Sommer mit einer 6. Klasse gemacht habe. Darin ging es beispielsweise auch um Tierrechte und Diskussionen zum Thema Vegetarismus/Veganismus unter verschiedenen Aspekten (Gesundheit, Umwelt etc.). Danach regte sich bei mir, eigentlich leidenschaftliche Fleischesserin (bis dato), schlechtes Gewissen; immer wenn ich Fleisch aß. Aber ich verdrängte es.

      Mittlerweile lebe ich fast einen Monat fleischlos und gesundheitlich geht es mir hervorragend. Keinerlei Mangelerscheinungen festzustellen. Natürlich interessierte mich das Thema Ernährung schon immer, vor allem weil ich schon in früher Kindheit quasi dazu genötigt wurde (Kuren) mich damit zu beschäftigen. Mir ist es einfach noch nie völlig egal gewesen, was in dem Essen drin ist, was ich so verzehre. Schon meine Oma lehrte mich frisch zu kochen. Dafür bin ich dankbar!

      Langer Rede kurzer Sinn; ich scheine mich schrittweise in Richtung Veganismus zu entwickeln. Ich tausche nach und nach tierische Produkte gegen Pflanzliches aus; nicht weil ich es für gesünder halte, sondern weil ich es einfach besser mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Man wird doch als Verbraucher nur noch verarscht. Ein Bio Ei kommt genau so aus der Legebatterie wie ein Normales. Tiere von Biohöfen werden zur selben Schlachtbank gekarrt wie Tiere aus Mastbetrieben, Käse ist ebenfalls NICHT vegetarisch..Überraschung.

      Ich wollte Euch einfach mal fragen, ob hier viell. jemand sogar Veganer ist bzw. Veganer im Freundes und Bekanntenkreis hat?

      Noch vor 1 Jahr hielt ich alle Vegetarier/Veganer für nicht ganz dicht. Mittlerweile sehe ich das anders, obwohl es bei mir solange noch nicht soweit in Richtung Aktivismus geht.

      Wie seht ihr das so???
    • Hallo Sassy,

      das Thema Veganertum wurde hier im Forum schon mehrfach angeschnitten.

      Leider artete es in einem Fall in einen großen Streit aus, so dass der Thread zwangsgeschlossen werden musste. Er hatte sich extrem vom eigentlichen Thema entfernt, weil er zu Stänkereien und Stimmungsmache mißbraucht wurde.
      Gerne kann hier über Ethik und das Für und Wider von veganer Lebensweise diskutiert werden. Ich habe großen Respekt vor einer solchen Lebenseinstellung, sie wäre jedoch nichts für mich.
      Bitte keine Rezepte posten, jeder User kann selbst Suchmaschinen bemühen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • @kampfzwerg
      Schade, dass diese Diskussionen häufig ausarteten. Kürzlich wurde das
      Thema mal angerissen, wozu ich mich auch äußerte. Aber da wurde meines
      Wissens nicht aufeinander eingedroschen. Übrigens wird das auch gerne in
      Vegetarier Foren praktiziert. Verstehen kann ich es nicht, denn eine
      konstruktive Diskussion ist doch um ein Vielfaches fruchtbarer...

      @Sassy
      Ich lebe seit einigen Monaten vegan und kann nur positiv davon berichten.
      Da ich unter keinem "missionarischen" ;) Zwang leide, kann ich auch gut
      mit anderen darüber reden. Bisher habe ich weder mit Freunden noch
      Bekannten Probleme. Auch innerhalb der Familie nicht. Es wird akzeptiert
      sowie ich es umgekehrt natürlich genauso halte.
      Gesundheitlich kann ich nur sagen, war es eine sehr gute Entscheidung.
      Ich habe weniger Schmerzen (krankheitsbedingt) als vorher und insgesamt
      fühle ich mich fitter und etwas leistungsfähiger. Das war natürlich nicht der
      einzige Grund. Der Tierschutzgedanke war und ist der eigentliche Motor.
      Vielleicht wärst du in einem Vegetarier/Veganer Forum ganz gut aufgehoben.
    • kampfzwerg schrieb:

      Hallo Sassy,

      das Thema Veganertum wurde hier im Forum schon mehrfach angeschnitten.

      Leider artete es in einem Fall in einen großen Streit aus, so dass der Thread zwangsgeschlossen werden musste.


      Ja, das habe ich auch auf anderen Plattformen erlebt, als es um den Dioxinskandal ging. Da gab es gleich die militanten Veganer, die alle Normalos als schlechte Menschen beschimpft haben, die selbst Schuld wären..die haben sich natürlich auch dementsprechend geäußert. Ich denke man muss bei solchen Diskussionen extrem darauf achten, nichts zu verallgemeinern. Sehr sensibles Thema, komischerweise immer, wenn man darauf zu sprechen kommt.

      Ich will lediglich nach Erfahrungen fragen, nicht nach Rezepten u.ä. Fantasie beim Kochen habe ich ja :D

      paulinchen schrieb:

      Der Tierschutzgedanke war und ist der eigentliche Motor.


      So ist es bei mir auch. Was man beim Surfen im Netz so alles findet, ist schon erschreckend. Allerdings bin ich bei manchen Infos auch skeptisch. Man weiß nie, gerade bei sehr schwarz/weiß denkenden Organisationen, wieviel übertrieben dargestellt wird. Schließlich geht es um die Vermarktung eines gewissen Lebensstils.
    • Was man beim Surfen im Netz so alles findet, ist schon erschreckend. Allerdings bin ich bei manchen Infos auch skeptisch.
      Da stimme ich dir zu. Sicher ist manches kritisch zu betrachten.
      Es gibt allerdings Berichte, Artikel, Videos etc., deren Wahrheitsgehalt ich
      nicht anzweifle. Dabei vergeht dir dann aber alles. Ich habe ein paar Bilder
      im Kopf, die sofort parat sind, wenn sich mal Gelüste von "vorher" melden.
      Spätestens dann sind diese Gelüste weg.

      Je tiefer du in das Thema eintrittst, desto nachhaltiger wirst du vermutlich
      deine Lebensweise verändern. So war es jedenfalls bei mir. So manches Mal
      saß ich nur kopfschüttelnd oder auch weinend am Rechner...
    • Also wer es schaft Vegan zu leben , alle Achtung . Vegetarisch wäre schon zu schwer für mich aber Vegan ? Ich meine da darf man ja fast gar nichts essen ! Keine Eier , keine Milch , keine Schokolade ,keine Gummibärchen ,eben rein gar nichts was tierische Produkte wie etwa Milch , Eier oder Gelantine enthält . Das wäre mir echt zu heavy !:cool:
    • Ich lebe weitgehend vegan - esse aber ab und an auch tierisches. Mir bekommt tierisches Eiweiß nicht - und das ist der Hauptgrund.
      Hochgeputschte ideologische Diskussionen sind mir ein Greuel - ich habe immer den Eindruck dass dort vieles mitschwingt was mit dem Thema an sich nichts zu tun hat.
      Destruktives Verhalten ist in jedem menschlichem Bereich sichtbar - ob es Tiere, die Natur oder Menschenrechte betrifft und wenn man sich damit genauer befasst könnte man ständig verzweifeln.

      Ich glaube es ist wichtiger eine Haltung zu finden , in einer Welt wie diese, ausbalanciert und konstruktiv zu bleiben als seine ganze Energie auf einen Feind zu richten.

      Aber was Vegan betrifft - ich habe mich gut daran gewöhnt und vermisse
      i. d. R. nichts.
      Aber schlank werden tut man davon auch nicht !!
    • ICh mache ab und an mal vegane Monate. Hat nichts mit Tierschutz zu tun. Aber eine Freundin wurde Veganerin und dann hat es mich einfach interessiert. Das erste mal machte ich es, weil ich mal aus meinem Einkaufs/Ernährungstrott raus wollte und durch die Umstellung auf vegan muss man halt im Supermarkt mal was mehr überlegen.
      Hat Spaß gemacht und ging gut. Also eigentlich gibt es recht viele Produkte und Möglichkeiten.

      Dauerhaft wäre es nichts für mich, wenn es nicht sein muss. Dafür mag ich "richtigen" Käse und "richtige" Milch zu sehr. Abgesehen davon, dass die Alternativen oft einfach deutlich teurer sind.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Bigboy schrieb:

      Also wer es schaft Vegan zu leben , alle Achtung . Vegetarisch wäre schon zu schwer für mich aber Vegan ? Ich meine da darf man ja fast gar nichts essen ! Keine Eier , keine Milch , keine Schokolade ,keine Gummibärchen ,eben rein gar nichts was tierische Produkte wie etwa Milch , Eier oder Gelantine enthält . Das wäre mir echt zu heavy !:cool:


      Das dachte ich auch, aber es gibt inzwischen so viele handelsübliche Sachen ohne tierische Bestandteile, sogar Schokolade und andere Süßigkeiten. Ich dachte genauso wie du, aber was es alles bereits im durchschnittlichen Handel gibt ist erstaunlich. Ich finde da hat sich auch Einiges getan. Meistens sind die Produkte max. 1-2 Euro teurer.

      Pono schrieb:


      Destruktives Verhalten ist in jedem menschlichem Bereich sichtbar - ob es Tiere, die Natur oder Menschenrechte betrifft und wenn man sich damit genauer befasst könnte man ständig verzweifeln.

      Aber schlank werden tut man davon auch nicht !!


      Da hast du absolut Recht. Und ich würde mir nie anmaßen Tier über Menschenleben zu stellen, wie es bei manchen Aktivisten anmutet. Allerdings hat exzessiver Fleischkonsum auch Folgen für Umwelt und Klima und somit auch für uns Menschen. Damit will ich keinesfalls zum Veganismus etc. aufrufen; nur zu etwas mehr Nachdenken gegenüber dem täglichen Fleischverzehr.
      Meine Freundin ist seit 10 Jahren Vegetarierin und seit 2 Jahren vegan. Sie hat ungefähr meine Figur; soviel zum schlanker werden...ist aber gar nicht mein Ziel. Es gibt ja die sogenannten "Puddingvegetarier"...so nach dem Motto ne Tüte Chips ist auch fleischfrei :D Aber auf ausgewogene Ernährung achte ich eh. Das Einzige was einem Veganer wirklich fehlt wäre B12..das könnte man auch ergänzend nehmen. Ich warte mal ab. Bis jetzt bin ich noch nicht ganz vegan.
    • Ich finde um die Menschen zu einem gesünderen Bezug zu Fleisch zu animieren , müsste das Fleisch endlich teurer werden . Ich meine früher gab es noch den klassischen Sonntagsbraten , Fleisch war etwas besonderes worauf man sich gefreut hat . Heut zu Tage ist das Fleisch so billig , das man es sich leisten kann , jeden Tag Fleisch zu essen . Ich frage mich , wo bleibt da der Respekt vorm Tier das für mich gestorben ist . Ich persönlich kaufe Fleisch in der Bio-Metzgerei und auch nicht jeden Tag , denn für mich ist und bleibt Fleisch etwas besonderes , etwas worauf ich mich freuen möchte .:)
    • Sassy schrieb:


      Langer Rede kurzer Sinn; ich scheine mich schrittweise in Richtung Veganismus zu entwickeln. Ich tausche nach und nach tierische Produkte gegen Pflanzliches aus; nicht weil ich es für gesünder halte, sondern weil ich es einfach besser mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Man wird doch als Verbraucher nur noch verarscht. Ein Bio Ei kommt genau so aus der Legebatterie wie ein Normales. Tiere von Biohöfen werden zur selben Schlachtbank gekarrt wie Tiere aus Mastbetrieben, Käse ist ebenfalls NICHT vegetarisch..Überraschung.


      @Sassy
      Nur weil mir das, was du schreibst und damit denkst, einfach total fremd ist... ich kann verstehen, dass du es moralisch nicht vertreten kannst, ein Ei aus der Legebatterie zu essen... denn Legebatterie ist unmoralisch, ob Bio oder nicht. Aber es ist doch kein Problem, seine Eier direkt bei nem kleinen Bauernhof zu kaufen... oder auf nem Wochenmarkt, wo regionale Bauern ihre Produkte kaufen. Was bitte ist unmoralisch, wenn ein Bauer auf einer großen Wiese Hühner hält und diesen dann einfach die Eier nimmt... versteh ich einfach nicht.
      Und genauso, wie das bei den Eiern funktioniert, wäre es möglich, sich in der Nähe einen Biobauern zu suchen, der seine Produkte selbst vermarktet... und dann dort eben Käse und dergleichen einzukaufen. Was wäre da moralisch verwerflich... auf einem richtigen Biohof (man kann sich den ja vorher ansehen) geht´s den Tieren wirklich gut

      Klar... das ist mit Arbeit verbunden und du kannst eben nicht in den nächsten Supermarkt gehen und dort aus dem Biosortiment wählen... denn vermutlich wirst du da tatsächlich wieder "beschissen". Aber wenn man sich die Mühe macht und nach Direktvermarktern sucht, kann man dieses Problem wohl lösen.

      Aber ich wäre echt neugierig, wie du mir erklärst, warum es moralisch bedenklich ist, einer "glücklichen" freilaufenden Henne auf einem ganz normalen Hof ihr Ei zum Verzehr "wegzunehmen"?

      LG
      LOF
    • Also ich lebe seit gut 8 Jahren vegetarisch. Meine Familie hatte einen Biobauernhof ( auf diese Art und Weise, hat sich mein Vater von seinem anstrengenden Job erholt ) und ich hab oft miterlebt, wie Tiere geschlachtet wurden ( nicht zugesehen, aber im Nachhinein eben die toten Tiere gesehen ). Hat dazu geführt, dass ich eben kein Fleisch mehr mochte, hab es jahrelang aus purer Gewohnheit gegessen, bis mir vor Jahren mal aufging, dass ich - wenn ich nur für mich koche und es keinen Mann in meinem Leben gibt - gar kein Fleisch essen mag und auch keins kaufe. Seitdem leben ich vegetarisch und es geht mir gut damit.
      Ich hab aber vegan lebende Bekannte und manches kommt mir übertrieben vor. Käse ist ja nicht vegan, wegen dem Lab. Obwohl es mit Labkraut zubereiteten, also veganen Käse gibt. Soweit gehe ich nun nicht in meiner Weltsicht. Ist auch eine Frage des Geldes, wie so ziemlich alles. Wer weiß, wenn ich es mir finaziell leisten könnte, ich würde mich vielleicht wirklich auch in dieser Beziehung "korrekt" ernähren. Hab aber leider mitbekommen im Bekanntenkreis, dass gerade bei überzeugten Veganern gerne mal die schönen Dinge des Lebens in Streit ausarten. Neulich erst : Treffen mit Freundinnen zum DVD Abend, eine bringt Campari mit. Wir freuen uns auf leckere Longdrinks. Doch dann ....vegan lebende Freundin "trink ich nicht und ihr solltet es auch nicht tun, der rote Farbstoff im Campari ist aus toten Läusen gemacht!". Da lag deutlich Streit in der Luft und die Flasche blieb zu. Ich denke, man sollte bei dem Thema, wie bei allen Themen, die kontrovers diskutiert werden können - Toleranz walten lassen und nicht zum Missionar mutieren. Das Leben ist doch auch zum Leben da, also im Sinne von "Leben nach der eigenen Maxime, aber andere auch nach ihrer leben lassen".
      Gruß Clarimonde
    • Clarimonde schrieb:

      Ich hab aber vegan lebende Bekannte und manches kommt mir übertrieben vor. Käse ist ja nicht vegan, wegen dem Lab. Obwohl es mit Labkraut zubereiteten, also veganen Käse gibt.
      Wieso nur wegen des Labs? Es geht nicht nur um Lab, sondern auch um die Milch, die den Rindern weggenommen wird und eigentlich den Kälbern gehört. Eine Logik, die ich bei einer bewussten Entscheidung zu veganer Ernährungsweise gut nachvollziehen kann.
      Eine strikt vegane Lebensweise lehnt zusätzlich alle tierischen Produkte ab. Keine Lederschuhe, kein Lederarmband an der Uhr, kein Wollpullover, Medikamente auf tierischer Basis und vieles mehr.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Ich lebe seit über 30 Jahren vegetarisch mit veganen Phasen. (Zur Zeit grade wieder, ich vertrage Milchprodukte nicht so besonders gut, und bei Eiern reicht schon der Geruch, damit mir übel wird. Ich rieche sogar, wenn Eier in den Nudeln sind. *Wörks!* Also Yofu statt Joghurt, Tofu statt Käse und Sojamilch statt Kuhmilch.)
      Zu Anfang bin ich noch belächelt oder missioniert worden, oder ich musste mich laufend rechtfertigen, aber in meinem Umfeld haben sich alle dran gewöhnt.
      Mittlerweile ist es ja auch üblich, die besonderen Ernährungsformen bei allen möglichen Unverträglichkeiten oder bei Muslimen, Juden, Hindus usw. zu berücksichtigen, da fällt ein Veganer/Vegetarier auch schon nicht mehr auf.
      Mangelerscheinungen hatte ich nur während meiner mageren Zeiten, das hätte ich aber auch als "Fleischfresser" gehabt, bei einer Mahlzeit pro Woche.
      Vitamin B12 kann ein Veganer übrigens über Hefetabletten oder Hefeflocken zu sich nehmen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • kampfzwerg schrieb:

      Wieso nur wegen des Labs? Es geht nicht nur um Lab, sondern auch um die Milch, die den Rindern weggenommen wird und eigentlich den Kälbern gehört. Eine Logik, die ich bei einer bewussten Entscheidung zu veganer Ernährungsweise gut nachvollziehen kann.
      Eine strikt vegane Lebensweise lehnt zusätzlich alle tierischen Produkte ab. Keine Lederschuhe, kein Lederarmband an der Uhr, kein Wollpullover, Medikamente auf tierischer Basis und vieles mehr.

      Dass die Milch dem Kalb "weggenommen" wird, wäre ja noch nicht mal das Problem: das Kalb wird schlicht und ergreifend geschlachtet, ergo ist die Milch "übrig".

      Lederprodukte meide ich übrigens auch, und Medikamente wie Grünlippmuschel oder mit Gelatinekapsel nach Möglichkeit auch, da frage ich nach Alternativen. Die Tetanus-Impfung muss aber sein, selbst wenn das Serum aus Tieren gewonnen wird.

      Bei Produkten, für die das Tier nicht getötet wird, bin ich noch großzügiger. Wolle wird verwendet und Honig auch. Ich hatte sogar selber mal Bienen, und ich weiß, wie wichtig Bienen für Landwirtschaft und Natur sind. Wer aus (meiner Meinung nach schwachen) ethischen Argumenten Honig verteufelt, springt zu kurz.
      Was ich ablehne, sind Federfüllungen für Kissen und Decken. Erstens riecht das so widerlich (finde ich jedenfalls), raschelt und klumpt, schmiegt sich nicht so schön an wie eine Wolldecke, und wer mal einen Bericht über lebend gerupfte Gänse gesehen hat, nimmt eh Microfaser...
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Jainistische Mönche in Indien haben stets einen kleinen Besen dabei, um den Weg vor ihren Füßen vorsichtig zu kehren, damit sie kein Lebewesen tottrampeln.
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    • Loveroffatties schrieb:

      @Sassy
      Was wäre da moralisch verwerflich... auf einem richtigen Biohof (man kann sich den ja vorher ansehen) geht´s den Tieren wirklich gut

      Aber ich wäre echt neugierig, wie du mir erklärst, warum es moralisch bedenklich ist, einer "glücklichen" freilaufenden Henne auf einem ganz normalen Hof ihr Ei zum Verzehr "wegzunehmen"?

      LG
      LOF


      Selbst die Tiere auf einem Bio Hof, ob nun die Milchkuh oder die Kuh zum einfachen schlachten, beide Arten landen früher oder später auf dem Schlachthof, werden also trotz artgerechterer Haltung AUCH getötet. Die Milchkuh eben wenn sie nicht mehr genug Milch gibt, die "Fleischkuh" früher. Im selben Schlachthof wie Tiere aus konventionellen Betrieben. Ich möchte einfach nicht mehr, dass wegen MIR als Verbraucher Tiere getötet werden. Klingt komisch, weil es für die meisten Menschen selbstverständlich ist; denn Kühe und Schweine sind ja bekanntlich Nutztiere; bei mir rollen sich beim Ausdruck "Nutztier" schon die Zehennägel hoch; mittlerweile.

      Bei Eiern muss man wirklich aufpassen. Ich habe auch auf unserem Wochenmarkt beim Stand eines regionalen Anbieters gekauft, aber auch da steckte eine herkömmliche "Hühnerfabrik" dahinter. Letzte Woche habe ich meinen Nachbarn gefragt, der 10 Hühner hat, die jeden Tag wirklich auf die Wiese kommen (wir wohnen sehr ländlich), ob er mir Eier weglegen kann. Damit habe ich weniger Probleme. Ich kann jederzeit die 100m rüber gehen und schauen, was die Hühner fressen und wie sie scharren und picken können. Peta würde jetzt argumentieren, dass die Hühner von einem Züchter kommen, und dass Züchtung zum Zwecke der Maximierung von Genpotenzial (z.B. gute Eiabgabe) nicht moralisch vertretbar sind. Soweit gehe ich da aber nicht mit.

      Clarimonde schrieb:

      Neulich erst : Treffen mit Freundinnen zum DVD Abend, eine bringt Campari mit. Wir freuen uns auf leckere Longdrinks. Doch dann ....vegan lebende Freundin "trink ich nicht und ihr solltet es auch nicht tun, der rote Farbstoff im Campari ist aus toten Läusen gemacht!". Da lag deutlich Streit in der Luft und die Flasche blieb zu.


      Da ist deine vegane Freundin aber schlecht informiert. Mittlerweile wird der Farbstoff künstlich hergestellt. Das wäre ja genau so als ob man annehmen würde in Lakritz stecke immer noch Pferdeblut. :D


      kampfzwerg schrieb:

      Wieso nur wegen des Labs? Es geht nicht nur um Lab, sondern auch um die Milch, die den Rindern weggenommen wird und eigentlich den Kälbern gehört. Eine Logik, die ich bei einer bewussten Entscheidung zu veganer Ernährungsweise gut nachvollziehen kann.
      Eine strikt vegane Lebensweise lehnt zusätzlich alle tierischen Produkte ab. Keine Lederschuhe, kein Lederarmband an der Uhr, kein Wollpullover, Medikamente auf tierischer Basis und vieles mehr.


      Genau so wäre es, wenn man konsequent vegan LEBT. Bis jetzt ERNÄHRE ich mich nur fast vegan. Zum Bsp. esse ich zur Zeit noch Leerdammer Käse (vegetarisches Lab). Ich war regelrecht schockiert, was man bei einer veganen LEBENSWEISE alles beachten sollte. Zum Bsp. darf man auch keine Betten mit Gänsedaunen benutzen. Manche gehen sogar so weit, ihre Tiere (Hund, Katze) vegan zu ernähren, was nachweislich schlimme Gesundheitsschäden nach sich zieht, obwohl das entsprechende Futter auf diversen Seiten glorifiziert wird.
      Jeder muss für sich entscheiden, wie weit er gehen kann und möchte. Ich werde jetzt nicht alle meine bereits gekauften Lederschuhe in den Müll schmeißen oder meine Baumwollklamotten weggeben. :rolleyes:

      Sophie schrieb:

      Dass die Milch dem Kalb "weggenommen" wird, wäre ja noch nicht mal das Problem: das Kalb wird schlicht und ergreifend geschlachtet, ergo ist die Milch "übrig".

      Bei Produkten, für die das Tier nicht getötet wird, bin ich noch großzügiger.

      Was ich ablehne, sind Federfüllungen für Kissen und Decken. Erstens riecht das so widerlich (finde ich jedenfalls), raschelt und klumpt, schmiegt sich nicht so schön an wie eine Wolldecke, und wer mal einen Bericht über lebend gerupfte Gänse gesehen hat, nimmt eh Microfaser...


      Das ist der Punkt. Ähnlich wie du halte ich es auch. Bei der Honigsache bin ich nach wie vor skeptisch. Aber das Dorf in dem meine Eltern wohnen verspricht Abhilfe. Unser Bekannter ist Hobbyimker und versorgt uns mit Honig aus bester Bioqualität :D

      Berichte über Lebendrupf habe ich auch gesehen, habe eine Lamasteppdecke, aber werd die im Sommer gegen Mikrofaser tauschen. Meine Freundin meinte es wäre sowieso angenehmer?!


      Maky schrieb:

      Also lassen wir unseren Kindern die Kopfläuse und saugen wir nicht mehr Staub, denn es könnte ja versehentlich eine Milbe getötet werden.... :D


      Es gibt in der Bioethik eine Position, die sowas vorschlägt. Aber da haben die Theoretiker wieder nicht zu Ende gedacht, gerade was z.B. Viruskrankheiten angeht. Man dürfte, um es genau zu nehmen, dagegen nichts machen, da man ja auch mikroskopisch kleine Lebewesen mit einer Behandlung töten würde. Sowas ist allerdings völlig weltfremd.
    • Sassy schrieb:


      Berichte über Lebendrupf habe ich auch gesehen, habe eine Lamasteppdecke, aber werd die im Sommer gegen Mikrofaser tauschen.


      Lebendrupf ist soweit ich weiß auch nicht schonend, da er industriell durchgeführt wird und man hier keine Rücksicht auf den individuellen Federverlust nehmen kann. Wie wäre es denn mit Eiderdaunen, soweit ich weiß werden hier nur die Nester der Enten geleert.

      Sassy schrieb:

      Es gibt in der Bioethik eine Position, die sowas vorschlägt. Aber da haben die Theoretiker wieder nicht zu Ende gedacht, gerade was z.B. Viruskrankheiten angeht. Man dürfte, um es genau zu nehmen, dagegen nichts machen, da man ja auch mikroskopisch kleine Lebewesen mit einer Behandlung töten würde. Sowas ist allerdings völlig weltfremd.


      Viren sind keine Lebewesen.
    • Oh, ich dachte, da geht es eher um die Erfahrungen mit Veganismus, und nicht um moralische Diskussionen? :baeh2:

      Eier und Milch sind fuer mich aus dem Grund verdaechtig, dass weder fuer ein Huhn noch fuer eine Kuh von Natur aus sinnvoll sein kann, die ganze Zeit Eier bzw. Milch zu produzueren. Dadurch werden die Viecher "abgenutzt"... oder verstehe ich etwas nicht? Ist es nun Tierquaelerei oder nicht, dass das Huhn immer Eier legt (ohne dass Kuecken rauskomemn koennen), und die Kuh immer Milch gibt, ohne dass ein Kalb da ist?
    • Muminfrau schrieb:

      Oh, ich dachte, da geht es eher um die Erfahrungen mit Veganismus, und nicht um moralische Diskussionen? :baeh2:
      ...

      Wie von Kampfzwerg so seherisch vorausgesagt, geht es doch wieder nur in eine Richtung.
      Achmach, die Vegis sind halt doch die Guten.

      Vielleicht hätte man doch den alten Thread weiterlaufen lassen sollen, den hab ich schon am Titel erkannt und konnte mich fernhalten...
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    • Sonnenkuss schrieb:

      W
      Achmach, die Vegis sind halt doch die Guten.



      Das hat hier doch keiner behauptet.

      Für viele (mich eingeschlossen) spielen nun mal auch ethische Gründe eine Rolle. Deswegen spiele ich mich noch lange nicht zum Moralisten auf oder fühle mich als "ethisch besser".

      Bei mir ist es einfach so, dass ich je älter ich werde immer höhere ethische Anprüche an mein Handeln stelle - warum das so ist weiß ich nicht...

      Ich will nicht, dass andere (Menschen, Tiere) für mich leiden müssen und versuche - da wo ich es kann, meine Konsumgewohnheiten entsprechend zu ändern - jedenfalls so gut mir das möglich ist.