Ich kann mich einfach nicht akzeptieren... :/

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    • Ich kann mich einfach nicht akzeptieren... :/

      Hallo ihr Lieben,

      ich weiß einfach nicht, wie ich mich selbst 100%ig so akzeptieren kann, wie ich nunmal bin. Ich bin zwar erst 20 Jahre alt und alle meinen, es wäre jetzt noch einfach, abzunehmen, aber es ist nicht so. Ich hab schon so oft versucht, abzunehmen, war auch immer erfolgreich für eine Zeit lang, aber als ich dann wieder aufgehört hab, war alles und mehr dann wieder drauf. Ich war schon ein Pummelchen seit ich ein kleines Kind bin, ich kenn mich gar nicht schlank. Meine Mutter ist dick, meine 3 Tanten und meine 2 Onkels sind dick... es liegt sozusagen in der Familie, also.. ich möchte nicht sagen, dass ich nicht selber Scuhld bin, aber eine Vorbelastung ist auf jeden Fall da.

      Es ist nicht so, als wäre ich megamäßig dick oder so... aber ein Strich in der Landschaft bin ich halt auch nicht. Es ist nicht so, als fände ich mich abgrundtief hässlich, aber ich mag mich einfach nicht. Ich kann mein Übergewicht einfach nicht akzeptieren und ich denk mir immer:"Du MUSST was dagegen tun" ... dann tu ich es und es klappt nicht. Erst von Juni bis Oktober hab ich viel abgnenommen und nun mehr wieder drauf als davor. Ich bin so frustriert, ich kann es einerseits nicht akzeptieren, andererseits aber auch nicht ändern. Ich weiß gar nicht, warum das so ist, ich hab einen Freund, eine liebe Familie die mich so akzeptiert und ich kann auch nicht behaupten, dass ich mir blöde Sprüche über mein Gewicht anhören müsste, das kommt - wenn überhaupt - wirklich nur 1x im Jahr vor, aber dann triffts mich irgendwie umso härter...

      Erst unlängst hatte ich eine Diskussion mit einer Freundin von einer "Freundin" von mir, und in dieser nannte sie mich dann "Fette Sau"; obwohl sie selber nicht dünn ist... seitdem denk ich eigentlich die ganze Zeit über mein Gewicht nach und denk die ganze Zeit, dass alle Leute auf der Straße denken: "Mein Gott, ist die fett!" Und das macht mich einfach krank... ich weiß, das sollte es nicht, aber ich kann es nicht ändern. Mir ist wichtig, was andere Leute über mich denken, obwohl sie mich nicht kennen und ich sie nicht kenne... das ist doch nicht normal, oder? Hinzu kommt, dass ich mich vor einigen Monaten in einem "Abnehm-Forum" angemeldet habe und die mir relativ grob unterbreitet haben, dass ich unbedingt abnehmen muss, da ich sonst auf jeden Fall früher sterben werde, mir alles wehtun wird und ich nicht schwanger werden könnte. Das ruft natürlich noch viel, viel mehr Panik in mir auf... ich weiß ja, dass mein Übergewicht nicht gesund ist. Aber dass ich damit nicht schwanger werden kann, wusste ich nicht...

      Ich bin so verzweifelt, ich WILL einfach gar keine Diät mehr machen oder abnehmen, aber weiter dick sein will ich auch nicht... zwischenzeitlich dachte ich über eine Operation nach, aber einige Berichte über Patienten, die daran gestorben sind, haben mich abgeschreckt... eigentlich mögen mich fast alle so wie ich bin, warum kann ich mich nicht so mögen wie ih bin? :(
    • Mir ist wichtig, was andere Leute über mich denken, obwohl sie mich nicht kennen und ich sie nicht kenne... das ist doch nicht normal, oder?


      Das selbe Problem habe ich auch. Und ich weiß selber nicht so recht, wie ich das ändern kann.

      Überhaupt kann ich nachvollziehen, was in deinem Kopf abgeht.

      Das einzige was ich dir wirklich dazu raten kann:

      Wenn du wirklich abnehmen willst, musst du es für dich selber tun und nicht, damit du bei anderen besser ankommst.

      Ich hab mich dabei ertappt, und das ist womöglich auch der Hauptgrund, dass es nie wirklich geklappt hat.

      Auf der anderen Seite will man abnehmen, damit man bei anderen gut ankommt und auf der anderen Seite, reicht dies nicht als Grund aus, was zu ändern. Und schon steckt man in einem Teufelskreis. Man realisiert, dass man es in erster Linie für andere tun will. Und vielleicht ist das dein Problem.

      Ich versuche nicht mehr so viel darüber nachzudenken. Das Darüber Nachdenken, ist das größte Hindernis.
    • Hallo Monchichi,

      vor ca. 30 Jahren ging es mir ähnlich wie dir. Damals habe ich mich mit einer rundlichen Figur schrecklich fett gefühlt und bekam das auch so von meiner Umwelt kommuniziert, sogar von noch dickeren Verwandten! In eine jahrzehntelangen Diäten-Jojo-Falle getrieben, liege ich heute in einem Gewichtsbereich, der nach offizieller Lesart als adipös gilt. Dank dieses Forums geht es mir damit besser als früher mit ein paar kilo "zuviel". Ich bin froh, dass ich den sinnlosen Kampf gegen meinen Körper eingestellt habe. Denn nichts anderes ist diese ständige Diäterei, übrigens auch, wenn sie als "Ernährungsumstellung" daherkommt.



      Ich kann die Zwickmühle gut nachvollziehen, in der du steckst. Aus der Denkfalle musst du dich letzten Endes selber befreien. Aber ich bin überzeugt, dass wir dich dabei unterstützen können.


      Wenn dich jemand auf Grund deiner Figur beleidigt, dann liegt das Versagen nicht bei dir, sondern bei dieser Person. Niemand hat die Kompetenz und das Recht dich aufgrund deiner Äußerlichkeiten abzuqualifizieren. Die Art und Weise in der das geschehen ist, sagt mehr über die Person aus, als über dich. Und dass dir in einem Abnehmforum der allergrößte Quatsch über deine Figur und angebliche unbedingt notwendige Gewichtsreduktion erzählt wird, liegt in der Natur der Sache. Es sind übrigens eher die Untergewichtigen, die Probleme haben, schwanger zu werden.



      Wir haben schon einige Userinnen aus Wien, die sich wohl auch mehr oder weniger regelmäßig treffen. vielleicht wäre persönlicher Kontakt zu ihnen eine gute Idee für dich. Ansonsten lies dich durch unser Forum und diskutier mit uns. Schaden kann es bestimmt nicht.

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    • Monchichi,

      was du schreibst hätte von mir sein können. Vor zwei Jahren dachte ich genau so über mich.
      Überleg dir mal Folgendes: Denke alle Menschen um dich herum weg, nur für einen Moment, alle Kommentare, alle Zweifel und höre tief in dich hinein und stelle dir folgende Fragen:

      - Fühle ich mich wohl?
      - Wenn alle anderen nicht da wären, würde ich dann immer noch abnehmen wollen?
      - Möchte ich für mein Wohlbefinden abnehmen oder nur weil es von mir als molliger Mensch quasi erwartet wird?
      - Was macht Lebensqualität für mich aus? (Familie, Freunde etc.)
      - Was sind meine Stärken und Schwächen, unabhängig vom Gewicht?
      - Wie würde mein Leben weitergehen, wenn ich nicht abnehmen; mein Gewicht halten würde?

      Momentan wird es sich für dich so anfühlen, als Läge ein Schatten über deinem Leben, den gücklichen Momenten mit Familie, Freunden und Freund. So hat es sich für mich immer angefühlt, ich hatte diese Schranke "Halt du bist fett, du darfst nicht rund um zufrieden sein!" im Kopf. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei dir auch so ist?!

      Und ich muss Mondschein Recht geben. DU musst dich in deinem Körper lieben lernen, egal in welcher Form unabhängig von den Meinungen anderer. Es ist schwer für einen harmoniesüchtigen Menschen. Ich bin auch so veranlagt. Ich möchte eigentlich tief drinnen von jedem gemocht werden. Aber wenn du mal nachdenkst: Du magst auch nicht jeden oder?!
      Ich fokussiere mich in schwachen Momenten immer auf die Menschen, die mich mögen und wie du sagtest, hast du einen lieben Kreis von Menschen um dich herum, die dich mögen. Das ist doch schonmal was, oder?!
      Halte dich nicht an den Menschen auf, die dir Böses wollen oder denen du vielleicht sogar völlig schnuppe bist. Das kostet zuviel wertvolle Zeit!
    • Hallo Monchichi,

      ich glaube viele hier haben ähnlich gefühlt, ähnlich gedacht und ähnliches erlebt wie Du.
      Auch ich glaubte als junge Frau, gerade Mutter geworden, bereits mit um die 60 - 65 Kilo dass ich dick wäre... und da begann ich schon mit den ersten Diäten.
      Heute weiß ich, dass ich ohne all diese Diäten sicherlich nicht immer dicker geworden wäre, und würde mich heute auch sicherlich mit dem oben erwähnten Gewicht fast mager fühlen. ;)
      Trotzdem hätte ich mir dies alles wahrscheinlich nicht sagen lassen und hätte weiter gemacht, weil ich nicht geglaubt hätte, dass es so kommen wird.
      Leider ist es meistens so, das jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen machen will/muss, auch wenn andere diese Erfahrungen schon machten und warnen. Aber vielleicht - hätte es damals schon so etwas wie dieses Forum gegeben - wäre mir der Weg des ewigen Abnehmens, des Jojo und des wieder mehr Kilos drauf, erspart geblieben?
      Das Fatale an Diäten ist ja, dass man tatsächlich immer abnimmt. Nur über das danach spricht kaum jemand.
      So ist es vor allem in Abnehmforen.
      Wer gerade (mal wieder) in einer Abnehmphase ist, ist regelrecht euphorisch und will andere überzeugen, dass dies der richtige Weg ist. Das ist sogar wirklich ehrlich und gut gemeint...
      Und wenn so ein Forum dann noch einen kommerziellen Hintergrund hat, dann kommen noch die hinzu, die daran verdienen wollen. So wie es z.B. bei WW ist. Das sind keine Heiligen, die einfach nur helfen wollen, die wollen verdienen.

      Der einzige Weg zu dem ich Dir besten Gewissens raten kann, ist zu lernen Dich anzunehmen, so wie Du bist. Das ist in meinen Augen die beste Chance nicht dicker zu werden und Deine Lebensqualität extrem zu verbessern.
      Dabei kann Dir dieses Forum wirklich helfen. Nicht von heute auf morgen, aber es passiert... langsam und stetig, so, wie es in dem Sprichwort "Steter Tropfen höhlt den Stein" passiert.
      Du wirst an Kraft, Selbstbewusstsein und Durchblick bezüglich der Themen Abnehmen/Diäten gewinnen, und eines Tages wirst Du da stehen und Dich werden dumme Sprüche und blöde Bemerkungen nicht mehr tangieren, weil Du in Dir selber stark sein wirst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Sassy schrieb:

      Monchichi,

      was du schreibst hätte von mir sein können. Vor zwei Jahren dachte ich genau so über mich.
      Überleg dir mal Folgendes: Denke alle Menschen um dich herum weg, nur für einen Moment, alle Kommentare, alle Zweifel und höre tief in dich hinein und stelle dir folgende Fragen:

      - Fühle ich mich wohl?
      - Wenn alle anderen nicht da wären, würde ich dann immer noch abnehmen wollen?
      - Möchte ich für mein Wohlbefinden abnehmen oder nur weil es von mir als molliger Mensch quasi erwartet wird?
      - Was macht Lebensqualität für mich aus? (Familie, Freunde etc.)
      - Was sind meine Stärken und Schwächen, unabhängig vom Gewicht?
      - Wie würde mein Leben weitergehen, wenn ich nicht abnehmen; mein Gewicht halten würde?

      Momentan wird es sich für dich so anfühlen, als Läge ein Schatten über deinem Leben, den gücklichen Momenten mit Familie, Freunden und Freund. So hat es sich für mich immer angefühlt, ich hatte diese Schranke "Halt du bist fett, du darfst nicht rund um zufrieden sein!" im Kopf. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei dir auch so ist?!

      Und ich muss Mondschein Recht geben. DU musst dich in deinem Körper lieben lernen, egal in welcher Form unabhängig von den Meinungen anderer. Es ist schwer für einen harmoniesüchtigen Menschen. Ich bin auch so veranlagt. Ich möchte eigentlich tief drinnen von jedem gemocht werden. Aber wenn du mal nachdenkst: Du magst auch nicht jeden oder?!
      Ich fokussiere mich in schwachen Momenten immer auf die Menschen, die mich mögen und wie du sagtest, hast du einen lieben Kreis von Menschen um dich herum, die dich mögen. Das ist doch schonmal was, oder?!
      Halte dich nicht an den Menschen auf, die dir Böses wollen oder denen du vielleicht sogar völlig schnuppe bist. Das kostet zuviel wertvolle Zeit!



      Sassy, du bringst es auf den Punkt. Ich möchte eigentlich auch von allen gemocht werden. Und das ist ja das Problem: Das geht nicht.

      Egal wie nett man ist, schlank,durchtrainiert, hübsch, groß, was auch immer. Es gibt immer jemanden der dich nicht mag.

      Die Kunst ist doch, zu Lernen, es nicht an sich ran zu lassen.

      Aber es ist machbar.....nur muss ich selber zu geben, dass da noch eine Menge Arbeit auf mich wartet.....
    • Itsme, das hast du echt schön geschrieben, da wärmt es mir das Herz. :LG:

      Mondschein, das wäre aber jetzt schon merkwürdig, von allen gemocht zu werden, findest du nicht? Ich bin ja nicht dick und ich kann definitiv besätigen dass mich nicht alle mögen. Ich gestehe, dass ich solche Ambitionen auch mal hatte. Aber da musste ich mich dann so dermaßen verstellen, da mochten mich viele noch viel weniger. :-p

      Ist auch ein schöner Bezug zum Freundschafts-Tröt. Da schreibt Paulinchen: "Lustigerweise lerne ich immer wieder Leute kennen, wobei durchaus potenzielle Bekannte oder auch spätere Freundschaften entstehen könnten. Vermutlich weil ich sie nicht suchte."
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Knallfrosch schrieb:

      Ich bin ja nicht dick und ich kann definitiv besätigen dass mich nicht alle mögen. Ich gestehe, dass ich solche Ambitionen auch mal hatte. Aber da musste ich mich dann so dermaßen verstellen, da mochten mich viele noch viel weniger."


      Und darüber hinaus gibt es genügend Leute, von denen würde ich mir verbitten, dass sie mich mögen.
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
      [/COLOR][/SIZE][/FONT]

      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • pamina schrieb:

      Und darüber hinaus gibt es genügend Leute, von denen würde ich mir verbitten, dass sie mich mögen.
      Hehe, gut gesagt. Ich jedenfalls bin auch nicht auf der Welt um von allen gemocht zu werden, sondern um mein Leben zu leben.
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    • Vor allen Dingen sollte man sich auch mal überlegen, wie man es selber so mit dem Mögen hält. Ich meine, mögt Ihr alle Leute, die Ihr so kennt oder trefft? Doch gewiss nicht. Daher gleiches Recht für alle. Bin ich also die Nichtgemochte, dann ist das eben so ...
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Bin ich also die Nichtgemochte, dann ist das eben so ...
      Martina,

      da gebe ich dir recht - nur soweit bin ich persönlich noch nicht. Ich denke immer es sei meine Schuld, wenn mich jemand nicht mag. Früher passte ich mich der jeweiligen Person so an, damit sie mich mag.

      Das war schwere psychische Arbeit und wohl fühlte ich mich dabei nicht. Heute kann ich das gar nicht mehr, dazu fehlen mir die Nerven. Ich bin schon wesentlich gelassener geworden - aber ich denke wenn man jung ist, hat das eigene Ansehen, anderen gegenüber noch einen viel höheren Stellenwert.

      Vor zwanzig Jahren, wäre ich niemals ohne Make-up aus dem Haus gegangen. Heute schüttele ich darüber nur noch den Kopf. Und das ist jetzt nur ein Beispiel, was die Optik anbelangt. So kann ich es aber auch auf menschliches Verhalten umlegen.

      Soweit es mir möglich ist, werde ich Menschen die mir nicht gut tun, meiden, auch wenn es Verwandte sind. Früher gebrauchte ich Ausreden, um nicht auf Feierlichkeiten etc. erscheinen zu müssen, heute sage ich wie's ist.

      Vorhaltungen und Rügen, weil ich dick bin, dies und jenes nicht so oder so mache, gehen mir immer noch nach, beschäftigen mich und ziehen mich kurzzeitig in ein tiefes Loch. Aber immerhin kann ich heute sagen, es geht dich nichts an, kümmere dich um deine Angelegenheiten, währenddessen ich mich früher rechtfertigte bis zum Gehtnichtmehr.
    • Danke an alle, das hilft ein wenig :)
      Der Teufelskreis bei dem Abnehmen ist auch immer, dass ich, wenn ich dann erfolgreich gescheitert bin, so dermaßen viel in mich reinstopfe, dass ich dadurch nur noch trauriger werde, weil ich mich anschließend selbst dafür hasse, dass ich so viel gegessen habe. :/ Aber während des Abnehmens darf ich ja all das nicht und da ich mir dann immer sage "In ein paar Tagen fängst du wieder an", stopf ich in den Tagen, wo ich nicht abnehme, alles in mcih rein, wasi ch kriegen kann... hört sich schon nach Essstörung an, oder? Ich hab aber so Angst davor, zum Psychologen oder wohin man sich da wendet zu gehen, weil ich mir dai rgendwie eingestehen musste, dass mein Leben nicht normal ist und ich ein Problem habe. Das klingt, als wäre ich Alkoholabhängig...

      Es ist erst seit ein paar Monaten so richtig schlimm. Vorher war ich eigetnlich recht selbstbewusst - auch durch die Abnahme d amals - aber jetzt fühl ich mich irgendwie so... hässlich, fett und minderwertig. Ich weiß nicht wieso dasd plötzlich kam. Mir sagen auch immer alle: "Du hast ein außergewöhnlich hübsches Gesicht... aber deine Statur... "
      Da könnten sie mir ja gleich mit der Faust ins Gesicht schlagen, oder... ?
    • Knallfrosch schrieb:


      Mondschein, das wäre aber jetzt schon merkwürdig, von allen gemocht zu werden, findest du nicht? "


      Natürlich wäre das merkwürdig. Eigentlich meinte ich damit eher, dass man einfach keine Abweisung erfährt.

      Es gibt ja Menschen, die haben sehr viele Freunde und nehmen dadurch garnicht wahr, dass es auch Menschen gibt, die sie nicht mögen.

      Eben weil ja nur überwiegend Menschen da sind, die einen mögen.

      Ich denke, dass könnte auch mit der Grund sein, dass es mir so auffällt. Meine Freunde sehe ich sehr selten und einen Partner habe ich ja auch nicht.

      Und deswegen, ist es vielleicht viel einfacher negative Beachtung aufzufassen, wenn man sich ohnehin nicht gut fühlt.
    • Monchichi schrieb:

      Ich war schon ein Pummelchen seit ich ein kleines Kind bin, ich kenn mich gar nicht schlank. Meine Mutter ist dick, meine 3 Tanten und meine 2 Onkels sind dick... es liegt sozusagen in der Familie, also.. ich möchte nicht sagen, dass ich nicht selber Scuhld bin, aber eine Vorbelastung ist auf jeden Fall da.


      Liebe Monchichi, du bist ganz definitiv NICHT selber Schuld. Das solltest du dir mehrmals am Tag sagen, solange, bis du das annhemen kannst. Und ich meine es ganz ernst. Ich war auch von Kindheit an pummelig, und dank Diaeten und damit verbundenen Jojo und Essstoerung bin ich nun viel dicker, als die Natur fuer mich vorgesehen hat.

      Bitte-bitte mach nicht meine Fehler nach, es reicht vollkommen, dass ich da schon durch bin. :rolleyes:

      Monchichi schrieb:

      Es ist nicht so, als wäre ich megamäßig dick oder so... aber ein Strich in der Landschaft bin ich halt auch nicht. Es ist nicht so, als fände ich mich abgrundtief hässlich, aber ich mag mich einfach nicht.


      Ja, genau. Du magst dich nicht, und du wirst dich auch nicht moegen, wenn du abnimmst. Punkt. Das ist die ganze Wahrheit, und nichts ausser Wahrheit.


      Monchichi schrieb:

      seitdem denk ich eigentlich die ganze Zeit über mein Gewicht nach und denk die ganze Zeit, dass alle Leute auf der Straße denken: "Mein Gott, ist die fett!" Und das macht mich einfach krank... ich weiß, das sollte es nicht, aber ich kann es nicht ändern. Mir ist wichtig, was andere Leute über mich denken, obwohl sie mich nicht kennen und ich sie nicht kenne... das ist doch nicht normal, oder?


      Das ist einerseits normal, weil es sehr vielen Menschen so geht, andererseits solltest du dir klar machen, dass du daran arbeiten musst. An Selbstakzeptanz, meine ich. Nur so kannst du mit deinem Leben zufrieden sein, und das ist doch das, was du so gerne moechtest? Selbstakzeptanz ist eine sehr lange Reise, dauert Jahrezehnte, mit Rueckfaellen usw, aber es lohnt sich auf jeden Fall.


      Monchichi schrieb:

      ich weiß ja, dass mein Übergewicht nicht gesund ist.


      Wenn du im Moment gesund bist, dann freu dich ueber deine gute Gesundheit! Es gibt keinen Grund fuer Panikmache. Als Buchempfehlung moechte ich die das Buch von Gunter Frank "Lizenz zum Essen" sehr ans Herz legen. Ich fand dieses Buch sehr beruhigend, was die vermeintlich Gesundheitsbeeintraechtigungen dicker Personen angeht.

      Monchichi schrieb:

      Aber dass ich damit nicht schwanger werden kann, wusste ich nicht...


      Das ist Quatsch. Erstens gibt es UNMENGEN von duennen Frauen, die nicht schwanger werden koennen. Schau dir doch die Prominenten an, die Filmstars usw. Andererseits gibt es Unmengen von dicken Frauen, die mehrere Kinder haben. Lass dir diesen Quatsch nicht einreden.

      Monchichi schrieb:

      Ich bin so verzweifelt, ich WILL einfach gar keine Diät mehr machen oder abnehmen, aber weiter dick sein will ich auch nicht...


      Dein Koerper, deine Emotionen und dein Verstand sagen dir: keine Diaet mehr. Sei so lieb und hoer auf sie. Sie meinen es viel besser mit dir, als vermeintliche "Freundinnen" und Verwandte, die dich nicht verstehen.

      Ich moechte dir meine Meinung klipp und klar sagen: Du wirst NIEMALS schlank sein. (ich meine, dauerhaft schlank, nicht nach einer Diaet) Es geht gegen deine Natur, gegen deine Gene, gegen deine ganze Persoenlichkeit.

      Hoert es sich so schlimm an? Daran musst du arbeiten. Und nicht an deiner Figur. Dieses ist fuer ein erfuelltes und zufriedenes Leben absolut unwichtig.

      Was passiert in dir, wenn du das hoerst" Du wirst niemals schlank sein. Du wirst immer, dein ganzes Leben lang dick sein. UND: Es liegt nun an dir, ob du dein dickes Leben als ein gesunder, froehlicher, zufriedener Mensch lebst.

      Vergiss nicht, dass die Diaeten der Gesundheit schaden, und dass auch duenne Menschen alt und krank werden, und sterben. Und dass das Glueck nicht von Figur abhaengt, sondern von der eigenen Persoenlichkeit.
    • Muminfrau, danke für diesen tollen Beitrag.

      "Zitat von Monchichi:
      Mir sagen auch immer alle: "Du hast ein außergewöhnlich hübsches Gesicht... aber deine Statur... "
      Da könnten sie mir ja gleich mit der Faust ins Gesicht schlagen, oder... ?"


      Ich habe für mich festgestellt, daß ich mich gegen das, was gutmeinende Familienmitglieder und Freundinnen sagen, nicht wehren kann, ihre Ansichten über meine eigenen Überzeugungen stelle. Ich stehe nicht zu mir selbst, glaube nicht an mich selbst in deren Gegenwart. Ich sammle gerade all meinen Mut um ihnen mal zu sagen, daß ich ihre gutgemeinten Ratschläge nicht möchte und sie auch nicht uneingeschränkt das Recht dazu haben, mir ständig ihre Meinung zu sagen. Denn wie soll ich zu mir stehen und mich akzeptieren, wenn ich es immer zulasse, das sie mich mit ihren Ansichten unter sich begraben.
    • Ich kenne Deine Verzweiflung auch recht gut. Mann, was war ich verzweifelt, als ich damals her kam! *lächel*

      Was ich in den letzten Jahren gelernt habe:
      Das Problem ist nicht das Gewicht! Das Problem ist das Selbstwertgefühl.
      Du sprichst von Deiner Schuld. Schuld ist grundsätzlich ein schlechter Begleiter, den man versuchen sollte zu vermeiden.

      Verzeih Dir, wenn Du unbedingt der Meinung bist, dass es etwas zu verzeihen gibt.
      Was immer "falsch" gelaufen ist und egal ob es jemandes Schuld war oder nicht, es ist vorbei.
      Also lohnt es gar nicht mehr, über den Schuldigen nachzudenken.

      Widme Dich lieber dem Unterfangen, Dich selbst zu mögen, vielleicht sogar zu lieben. Da gibt es reichlich Hilfen - je nachdem, mit welchen Methoden Du besser etwas anfangen kannst.
      Eine Methode, die mir ganz gut half ist das EFT. Google das mal. Vielleicht kommst Du damit zurecht.
      Ein weiteres Stichwort für die Google-Suche wäre "Selbstliebe". Auch da gibt reichlich Hilfestellungen.

      Und, nur noch so als Nachsatz: Ja, ich weiß, wie gruselig es sein kann, überhaupt über sowas wie Selbstliebe nachzudenken. Trotzdem lohnt es sich, es zu versuchen :)

      Liebe Grüße aus der Psycho-Eso-Ecke ;)

      Iko
    • Du sprichst von Deiner Schuld. Schuld ist grundsätzlich ein schlechter Begleiter, den man versuchen sollte zu vermeiden.

      Verzeih Dir, wenn Du unbedingt der Meinung bist, dass es etwas zu verzeihen gibt.
      Was immer "falsch" gelaufen ist und egal ob es jemandes Schuld war oder nicht, es ist vorbei.
      Also lohnt es gar nicht mehr, über den Schuldigen nachzudenken.


      DAS ist der allumfassende Kernpunkt, der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht. Schuldgefühle und Vergangenheitsbewältigung. Leider kann ich mir das nicht wie Regentropfen vom Körper schütteln. Wenn so ein Schexxgefühl, schon in der Kindheit gesät wurde, ist es sehr schwer, diese Geringschätzung des eigenen Ichs, abzulegen.
    • Ja, schwer, aber nicht unmöglich.
      Ich bin jetzt 44 und eigentlich seit etwa 25 Jahren ernsthaft an genau diesem Thema - und ich merke, dass es anfängt zu wirken.

      Also: nur nicht den Mut verlieren und Schritt für Schritt gehen! :)

      Herzensgrüße
      Iko

      Elisabeth schrieb:

      DAS ist der allumfassende Kernpunkt, der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht. Schuldgefühle und Vergangenheitsbewältigung. Leider kann ich mir das nicht wie Regentropfen vom Körper schütteln. Wenn so ein Schexxgefühl, schon in der Kindheit gesät wurde, ist es sehr schwer, diese Geringschätzung des eigenen Ichs, abzulegen.
    • Elisabeth schrieb:

      Wenn so ein Schexxgefühl, schon in der Kindheit gesät wurde, ist es sehr schwer, diese Geringschätzung des eigenen Ichs, abzulegen.


      Ja, es ist schwer und mühsam - aber es geht!

      Ich bin als Kind sehr geringschätzig behandelt worden und habe fast vierzig Jahre gebraucht mich davon zu befreien. Aber ich kann heute ganz ehrlich sagen, dass ich mich mag und akzeptiere ohne wenn und aber.

      D. h. natürlich nicht, dass ich keine Schwächen oder Fehler habe - an denen arbeite ich noch, aber ich muss mich deswegen nicht mehr runter machen.

      Übrigens hat mich in den letzten Jahren niemand wegen meines Übergewichtes "angemacht" und wenns passieren würde - könnte ich heute darüberstehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nur in dem Maße verletzt werden wie wir es zulassen bzw. es selbst tun...

      Nicht den Mut verlieren - Selbstakzeptanz ist ein langer Prozess - aber es lohnt sich!!!!

      LG
      Hummelchen
    • .............aber die ständigen psychischen Tritte....

      wenn ich beim Arzt sitze: "Ihr Blutdruck...tja, wenn sie abnehmen würden..." "Sie wissen schon, dass ihr Diabetes besser wird, wenn sie weniger Gewicht mit sich rum schleppen?"....."tja, Ihr Knie...das belasten Sie natürlich zusätzlich durch ihr hohes Gewicht."..........

      Ich muss sagen, das passiert mir überwiegend, wenn ich mal zu fremden Ärzten muss - mein Hausarzt weiß, was der Grund für die Zunahme war, aber auch er legt mir selbstverständlich nahe abzunehmen.