frauTV heute

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    • Ich schaue die Sendung sowieso gerne, aber heute scheint es besonders interessant zu sein. Nicht zu verachten auch die Buchtipps: Pollmer und Frank sind dabei. "Gunter Frank bezeichnet den Magenballon als freiwillige Foltermethode" - schöne Bildunterschrift.
      Komisch nur, dass der Magenballon als so wahnsinnig neu angepriesen wird, schließlich gibt es den doch schon recht lange und Berichte über diese neuste Generation von Ballons, die von der beschriebenen Klinik angepriesen wird, reichen glaube ich zurück bis in meine Anfangszeit in Dickenforen (2003).
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Meine diesbezüglichen Erfahrungen haben sich so um 1988, 1989, 1990 rum abgespielt. Ich habe es jetzt mal der Einfachheit halber aus einem alten Thread kopiert:

      Ich stellte mich auf Vermittlung meines Hausarztes als Versuchsperson für eine tolle neue Erfindung zur Gewichtsreduktion zur Verfügung: Der Magenballon!

      Damals wurde an den Magenballon ein Schlauch angeschlossen, der mit einer so genannten Olive in der Nase befestigt wurde. Für die Olive wurde ein Nasenloch mit Silikon ausgegossen und anhand dieses Abgusses wurde dann aus Kunststoff ein Teil angefertigt, in dem dann das Ende des Schlauchs befestigt war. Dieses Ende war mit einer Schraube verschlossen.

      Der Ballon wurde in einer Magenspiegelung bei vollem Bewusstsein appliziert und dann der Schlauch durch den Rachen in die Nase gezogen. Anschließend wurde er durch den Schlauch mit einer Luftpumpe aufgepumpt.

      Ich hatte den Magenballon sechs Wochen lang. In dieser Zeit habe ich sechs Kilo abgenommen, obwohl ich deutlich mehr gegessen habe als ohne den Ballon. Da der Magen permanent versucht hat, dieses Teil klein zu machen, hatte ich auch ständig Hunger. Zudem wurde mir erstmals klar, dass der Magen ein Muskel ist. Tagsüber kam es öfter vor, dass er sich hob. Dann kam plötzlich die Schraube aus meinem Nasenloch. Das war besonders spannend, wenn ich gerade in einer geschäftlichen Besprechung saß. Also besorgte ich mir schwarze Servietten und stopfte mir einen kleinen Pfropfen daraus ins Nasenloch, damit das nicht mehr passieren konnte. Nachts zog der Magen wie verrückt nach unten. Heute noch habe ich Probleme mit dem Nasenloch, das durch diesen unerträglichen, schlafraubenden Zug geschädigt wurde.

      Nach sechs Wochen hatte ich die Schnauze voll und bat um Entfernung des Ballons. Dabei stand mir das wahre Drama noch bevor. Der Ballon hatte einen Durchmesser von 15 cm, war also nicht gerade klein. Als er gelegt wurde, war er ein schöner klarer Kunststoffbeutel.

      Nun saß ich also vor dem Arzt auf der Liege. Er entfernte mit der Pumpe durch den Schlauch in meiner Nase die Luft aus dem Ballon. Ich weiß nicht, ob ich mir überhaupt vorgestellt habe, wie der Ballon da wieder raus kommt, aber auf das, was nun kam, war ich nicht vorbereitet. Er sagte so ganz nebenbei zu mir, ich solle mal tief Luft holen, und im gleichen Moment zog er den Schlauch in schnellen Züge aus meiner Nase, an dessen Ende, nunmehr dunkelbraun schillernd (von der Magensäure) der Ballon hing, der zwar zusammengefaltet, aber doch immerhin 15 cm lang mit allen Magensaftanhaftungen ebenfalls durch die Nase heraus gezogen wurde. Es hat geblutet, es hat weh getan und es war im Wortsinne ätzend. Ich habe geweint.

      Es war dieser Moment, in dem ich beschlossen habe, dass ich mich jetzt und an dieser Stelle genug für ein Leben habe um meines Übergewichts willen quälen lassen. Daher kommt für mich auch keine Magenoperation in Frage.

      Der Fairness halber sollte ich noch erwähnen, dass die Dinger heutzutage frei im Magen schwimmen. Viele Patienten spucken ständig mit dem Ding, weil der Körper das natürlich wieder los werden will.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • An dem Punkt mit "Durch die Nase" (schon rein/Schlauch/Schraube) wäre für mich ohnehin aus gewesen. Ne. Neeeee. Nenenene :schüttel:
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Für die Späteinschalter: frauTV beginnt heute abweichend erst gegen 22.15 nach WDR aktuell.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Es gab zwar nichts Neues zu erfahren, aber immerhin wurde mit dem Thema kritisch umgegangen und der Nutzen nicht nur von Herrn Frank in Frage gestellt.

      Wer den Beitrag noch sehen möchte, kann die ganze Sendung hier downloaden, außerdem gibt es wie üblich eine Wiederholung am Montag von 11.30 - 12.00 Uhr.
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      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
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      — Sam Levenson
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