"muss" Sport wirklich sein?

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    • Ehrlich gesagt würde ich gerne sportlicher sein. Aber außer Schwimmen und eine leichte Version von Schwertkampf hindert mich mein Gewicht tatsächlich an der Ausübung und das nervt mich.


      Ich war mal sehr aktiv im Judo und auch Eislaufen, Inlineskat etc. immer gerne. Aber es fehlt zum einen an passender Ausrüstung und um anderen tun mir bei den Dingen die Beine/Gelenke wahnsinnig weh, so dass ich es aufgegeben habe.

      Auch würde ich im Schwertkampf mehr machen, auch die Hüpftänze beim historischen Tanz mitmachen, Stuntdinge, Rafting, Kanu, Canyoning, längere Strecke wandern, laufen im unwegigen Gelände....

      Das sind alles Sachen, wo mir mein ÜG Grenzen setzt. Und das nervt mich. Ungemein.

      Jogging, "Fitness", etc. finde ich auch eher öde.
      Das Fitnesstudio war für mich immer nur Mittel zum Zweck weil man für manche Dinge nunmal trainiert sein muss, wenn man es schaffen will ohne gesundheitliche Stunts ;)

      Wenn ich sage, ich würde gerne abnehmen, um mehr (schönen) Sport treiben zu können, so meine ich das total ernst und ist neben Kostümdingen ein Haupt"hach" Punkt im "Ach wäre ich nur dünner" denken, das ab und an aufploppt.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Orien schrieb:


      Wenn ich sage, ich würde gerne abnehmen, um mehr (schönen) Sport treiben zu können, so meine ich das total ernst und ist neben Kostümdingen ein Haupt"hach" Punkt im "Ach wäre ich nur dünner" denken, das ab und an aufploppt.


      Das kann ich sehr gut verstehen. Schade, dass es bei dir wegen Gewicht nicht geht.

      An deinem Beispiel sieht man sehr deutlich, wie unterschieden Menschen in ihrem Verlangen nach Bewegung sind. Ich weiss z.B. sehr genau, dass ich all die sportlichen Aktivitaeten, die du aufzaehlst, nie mit Spass machen wuerde. Vieles davon habe ich ja auch schon ausprobiert.

      Ob dieses Verlangen nach Bewegung angeboren ist, kann ich nicht sagen. Ich tendiere dazu, dass es so ist. Oder wurde mir ein Wnsch nach Bewegung, Tanz, Rumhuepfen irgendwann tatsaechlich durch meine sehr aktive und bewegliche Mutter ausgetrieben, wie Knallfrosch so treffend nachfragt?

      Knallfrosch schrieb:


      Man könnte jetzt westentaschenpsychologisch mutmaßen, dass deine Mutter dir den Bewegungsdrang schon in frühen Jahren vergällt hat.


      Das ist eine interessante Variante. Ich verbinde nicht nur mit dem Wort "Sport", sondern auch mit dem Wort "Bewegung" viele negative Assoziationen, weil meine Mutetr ja von mir wollte, dass ich mich "bewege".

      Schon beim Wort "Tanz" fuehle ich, wie mein Koerper rigide, unbeweglich wird. Ich denke, mir fehlt bei Bewegung zu Musik jegliche Spontaneitaet. Warum auch immer -- ich werde das ales mal beobachten, danke. :)
    • Oh nicht falsch verstehen. Ich konnte auch schon immer gepflegt abhängen und statt Schwimmen Extreme-Whirlpooling betreiben. So ist es ja nicht. :D

      Ich sehe Sport auch unterschiedlich. Schwimmen mag ich ganz gerne - aber es dient auch dem Zweck mehr Bewegung. Die langen Strecken mache ich auch erst wieder ernsthaft seitdem ich den wasserdichten MP3-Player habe. Sonst war es zu öde. Aber es tut mir einfach gut, das merke ich und daher mache ich es. Und wie gesagt ist Schwimmen noch das kleinere Übel :grin:
      Ich würde niemals joggen gehen. Laufen hat mir noch nie Spaß gemacht. Auch wandern nicht. Auch, weil es ab einem gewissen Punkt einfach weh tat.

      Aber wenn man an manche Ecken dieser Welt will, muss man eben laufen/wandern bzw. ich mag die Atmosphere und die ganzen Begleitdinge. Sehr viele Natursachen erfordern Fitness. So wird ein Schuh draus ;)


      Auch in der Arbeit mit Pferden. Damit meine ich noch nicht mal reiten sondern Bodenarbeit. Das ist scheiße anstrengend, wenn man nicht "im Training" ist und sich fit hält.

      Und so weiter.

      Schwertkampf z.b. macht einfach Spaß. Historischer Tanz auch etc. und gehört für mich auch zu meinem Hobby dazu. Theoretisch auch die Stuntsachen. Aber ich kann alles nur auf Sparflamme machen. Das ärgert mich. Obwohl ich großartige Freunde habe, die mich immer einbinden etc. - aber mein Körper funktioniert hier nicht so wie ich es gerne hätte und habe es auch nicht mal eben in der Hand das zu ändern. Und das ist blöd.

      Und wie schon erwähnt eben oft ein Punkt an dem ich mein ÜG verfluche. Passiert sonst eher selten bzw. nicht in dem Ausmaß.
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      Peter Gabriel
    • Boah geil! Schwertkampf! Hab ich früher auch mal gemacht, aber hier in der Gegend ist die Mittelalter-LARP-Szene eher mau. Im Moment mach ich ersatzweise die japanische Richtung, sprich Kendo... Viel Ausdauer braucht man dazu nicht, nur eine schnelle Reaktion, und die Schrittübungen gehen etwas in die Waden.
      Was auch absolut cool ist, das ist japanischer Stockkampf (Jodo). Der Stock ist wesentlich leichter als ein Schwert, und durch das Durch-die-Hand-gleiten-lassen hat man immer "genug Stock" auf der richtigen Seite, hat viel Reichweite und muss nicht so "fuchteln". Mit minimaler Anstrengung maximale Wirkung.
      Bei den japanischen Sportarten kommt auch immer ein meditativer Teil dazu, und man muss sich bei den Form-Übungen (Kata) sehr konzentrieren. Zu Anfang war das ungewohnt, aber jetzt finde ich es sehr angenehm.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hihi, siehste wie unterschiedlich die Menschen sind.
      ich hab ne zeitlang Aikido gemacht und dazu gehörte auch separat Stockkampf. War überhaupt nix für mich! Und ich habs dann auch nicht gemacht. Bin ich irgendwie nicht feinmotorisch genug für. Und zu pazifistisch. :)

      Ich würde soo gerne regelmässig tanzen aber da ist immer das Tanzpartner-Problem. Und irgendwie schreckt mich bei jedem Sport die Vereinsmentalität ab und Einzelsport mag ich nicht. Hach, ich hab jede Menge Ausreden....:-p
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Diese Vereinsmeierei hat mich auch bisher immer wieder vom Sport abgebracht. Aber man hat es ja selber in der Hand, wie weit man sich darauf einlässt.
      So lockere Lauf- oder sonstige Spaßtreffs, bei denen man sich zwar zu regelmäßigen Terminen triftt, aber sonst ohne Verpflichtung bleibt, kommen denen entgegen, die allein keinen Bock haben aber auch nicht gleich in einen Verein wollen.
      Man könnte in der Zeitung oder dem Werbeblättchen eine Kleinanzeige schalten oder einen Aushang im Supermarkt machen: "Wer hat Lust, xxx (gewünschte Sportart einsetzen) zu machen. Ich (Geschlecht, Alter) suche Gleichgesinnte mit Übergewicht, die sich ohne Wettk(r)ampf bewegen wollen und Spaß haben wollen. Abnehmen-Wollen ist keine Pflicht." Geht ja auch mit Chiffre, man muss sich also nicht sofort outen.
      Das ist deutlich genug, worum es geht, und dann kann man ja mal sehen, ob sich wer meldet.

      Ja. Tanzpartner sind ein rares Gut. Alternativ wären internationale Volkstänze, Squaredance, historische Tänze. In Großstädten gibt es sowas oft in der Volkshochschule oder bei Kulturvereinen etc.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich bin grundsätzlich bewegungsfaul. Das ist eine Tatsache. Gut, ich gehe mit dem Hund seine Runde, viel mehr jedoch mache ich nicht. Etliche Versuche (Zirkeltraining, Nordic Walking mit einer Freundin) sind kläglich gescheitert. Aber ich habe eins bemerkt: Sobald ich "gewinnen" könnte ist mein Ehrgeiz geweckt. Ich kegle alle 2 Wochen und manchmal spielen wir gegeneinander. Da renn ich, da merk ich gar nicht wie ich schwitze.

      Also: Ich bräuchte einen Sport, in dem ich gewinnen kann. Tja, und da fängt die Schwierigkeit an. Bisher ist mir da noch nichts intelligentes eingefalles. Vorschläge?
      [center]Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben, und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.[/center]

      [center][size=3]Antoine de Saint-Exupery[/size]

      [/center]
    • Stella, es gibt doch in fast jeder Sportart die Möglichkeit zu gewinnen - man muss halt meist nur an Wettkämpfen teilnehmen. (Ich bin da eher das gegenteil, ich mag nicht ums Gewinnen spielen).
      Eine Möglichkeit für dich wäre vielleicht ja Tischtennis. Da gewinnt oder verliert man bei jedem Spiel und das dauert meist noch nicht mal besonders lange. Man muss weder springen noch sprinten, man braucht halt ein genaues Augenmaß bzw. Gefühl für den Ball und Geschicklichkeit. Und es ist nicht so, dass man die ganze Zeit einfach nur rumsteht, man muss sich schon bewegen. Ich hab früher ein paar Jahre lang gespielt, es aber dann aufgegeben, weil ich zu alt für die Jugendgruppe war.
      Allerdings: wenn dir Kegeln gut gefällt, dann mach das doch ruhig zu deinem Sport... soll ja nette Kegelclubs und Bowlingvereine geben...

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Sport kann auch wirklich Spaß machen, wenn man sich mal mit Freunden trifft und eine Runde Badminton oder Tischtennis im Garten und danach einen gemütlichen Kaffee trinken.
      Ich stöbere auch gerne mal im Internet und hol mir Anregungen für neue Sportaktivitäten die ich dann gmemeinsam mit meinen Freunden ausüben kann. Zurzeit hol ich mir die Tips immer von Wellnessium [kommerziellen Link entfernt], dort gibts auch super Artikel über leckere Gerichte und schöne Urlaube (zurzeit eine meiner Lieblingsseiten :) ).
      Ansonsten hab ich jetzt auch nicht so viel Erfahrung mit Sport war früher nicht so wirklich für sportliche Aktivitäten zu begeistern ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Bitte Forenregeln lesen! Kommerzielle Links und Werbung ist nicht erwünscht!

    • Mir fehlt total der Wettkampfgedanke... ich mach jetzt seit knapp 30 Jahren mit Pferden "Sport". Selbst als dünnere Person bin ich nie auf den Gedanken gkommen an einem Turnier teilzunehmen, 4 Stunden Gedöhns für 5 Minuten Prüfung....ich bin eher immer der "Landschaftsreiter" gewesen. Ich bin zwar im Verein, aber ob ich jetzt an den Aktivitäten da teilnehme ist Gottseidank freigestellt. Ob ich da jetzt jeden Tag oder alle 5 Wochen zum Reiten (als Schulpferdereiter) komme, bleibt mir überlassen, so kann man Verein ertragen.
      Ok, ich bin jetzt fast täglich da, weil ich mich ums Ponys kümmern muss (muss man um nen Hund ja auch), aber das ist eben kein Sport sondern Bewegung. Ich geh mit dem Gassi, wusel mit dem rum, Bodenarbeit etc und da wir beide "lahme" Enten sind, kommen wir super mirteinander aus...
      Wir haben zB nen Rasenstück an ner Treppe, jetzt bei dem schönen Wetter mußte er eben mal durchs Waschprogramm, zum Trocknen kam er auf den Hang zum Angrasen und ich ebenfalls zum Trocken mit Kaffee und Hund auf die Treppe...so ist Reitsport schön...
    • Muminfrau schrieb:



      Es wird ja viel davon geschrieben und erzaehlt, dass man unbedingt Sport treiben mus, um gesund zu sein. Ich muss sagen, dass mir solche Aussagen mittlerweile genauso unreflektiert und verallgemeinert vorkommen wie "bist du dick -- dann nimm ab, sonst wirst du krank und stirbst frueh".

      Allerdings haben fast alle "Sportmuffel", die ich kenne, staendig schlechtes Gewissen, weil es ja in den Medien immer propagiert wird, dass man unbedingt sportlich sien muss. Sie entschuldigen sich dann staendig dafuer, dass sie keinen Sport machen. Und insbesondere fuer dicke Menchen schein es einen Todsuende zu sein, keinen Sport zu moegen.

      Ich denke, man sollte dem Fitnesswahn genauso reflektiert gegenueber treten wie dem Schlankheitswahn. Was denkt ihr dazu?


      Der Fitnesswahn und der Schlankheitswahn gehen Hand in Hand.
      Ich bin ein Sportmuffel, war ich schon immer. In der Diabetesberatung
      hat sie erst versucht, mir das schmackhaft zu machen mit lieb zureden, und als das nichts gebracht hat, begann die Beraterin zu drohen, dass ich meine Füsse verliere, wenn ich nicht anfange, mich täglich zu bewegen. Es hat was von Psychoterror.

      Wie Du sagst, wer gerne Sport treibt, für den ist es auch gesund. Wer nicht gerne Sport macht, aber aus schlechtem Gewissen, wegen Ernährungsberatung, Arzt usw. es doch tut. Für den ist es Stress und Frust und damit auch nicht gesund. Und er wird es auch nicht lange durchhalten. Was das schlechte Gewissen noch verstärkt.

      Ich sehe aber nicht mehr ein, warum man sich dafür auch noch entschuldigen und rechtfertigen muss, zumal die Rechtfertigungen so wie so in der Luft zerrissen werden, weil man einfach sportlich sein muss.
      Ich lese z.B. gerne, es käme mir aber nicht in den Sinn, andere dazu zu überreden oder zu zwingen, nur weil ich es gut finde. Genau so will ich von denen in Ruhe gelassen werden. Es muss doch nicht jeder das gleiche mögen und machen.

      LG Finchen
    • Ich oute mich hier auch mal als totaler Sportmuffel von Kindesbeinen an.
      Meine Mutter wollte mich früher in einen Turnverein stecken, das habe ich verweigert. Im Schulsport war ich nur später bei Mannschaftssportarten ganz gut, alles andere habe ich irgendwie mit Attesten, Kranksein u.ä. boykottiert, vor allem dieses idiotische im-Kreis-laufen auf Schulhöfen und Stadien.:rolleyes:

      "Pflichtgemäß" habe ich mich letztes Jahr in einem Frauen-Fitnessclub angemeldet, gehe da aber seit ca. 6 Wochen nicht mehr hin. Es ödet mich an und ich habe einen heftigen Widerwillen gegen das Pseudo-freundliche Getue der Trainerinnen entwickelt.
      Zu einem Ernährungsprogramm wollte man mich dort auch schon motivieren, ich kanns nicht mehr hören! :eek:
      Die Mitgliedschaft kann ich knicken...

      Seit geraumer Zeit fahre ich gern Rad und das täglich, mindestens eine Stunde. Das sehe ich als meinen Sport an.
    • Meine Ärztin hat bei mir mal ein EKG gemacht und festgestellt, dass meine Herzfrequenz ein bisschen zu hoch ist; 10 über dem Normwert.
      Sie meinte sofort, es läge an mangelnder Bewegung und ich solle anfangen Ausdauersport zu machen (laufen, Rad fahren etc.) Natürlich hatte ich Panik. Aber dann habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht und einen anderen Arzt konsultiert, der drei Wochen später nochmal ein EKG gemacht hat, jetzt war die Herzfrequenz im oberen Normbereich, aber eben in der Norm.
      Er fragte mich ausführlich nach meinen Lebensumständen: Ernährung, Stress etc. Er brachte mich darauf, dass ich zum Zeitpunkt des ersten EKGs in meiner Zwischenprüfungsphase stand (ich hatte sogar mein Lernmaterial mit in die Praxis genommen damals). Er sagte mir, dass könnte ein Grund sein und nicht zwingend Sportmangel, obwohl er natürlich auch sagte, dass Bewegung gut ist. Er sagte es nur anders; bewegen Sie sich im Alltag soviel wie möglich d.h. Treppen nehmen, kleine Wege zu Fuß usw. Und wenn mir danach sei könnte ich pro Tag 10 Min. Gymnastik machen (was ich eh mache, wegen meinem Rücken). Er sagte mir auch, ich solle mich nicht zu etwas zwingen, was ich nicht will und mir keinen Spaß bereitet.
      So unterschiedlich kanns sein. ^^
    • So unterschiedlich sind die Menschen!

      Meine erwachsenen Söhne sind sehr nach mir geraten, wir tun zwar jede Arbeit, die in unserer Nebenerwerbslandwirtschaft anfällt, doch Sport in dem Sinn machen wir nicht.

      Sie müssen sich auf der Arbeit (Metallberuf) sowieso anstrengen und mein Haushalt bleibt mir allein, da bin ich abends fix und alle.

      Unsere kleine Tochter (9 Jahre) ist ein Sport-Fan. Sie war schon als Kindergartenkind dauernd am Seil springen, schaukeln, balancieren und rennen, allein und um die Wette mit ihren Freundinnen.

      Gegen uns wohlgenährte (mein Mann hat einen Bierbauch, ist aber ansonsten schlank) Rest-Familie ist sie klein und drahtig. Eher wie meine Schwägerinnen, die alle sehr schlank sind.

      Liegt es auch in den Genen? Von meiner Seite der Familie gibts niemanden, der eine Sportart ausübt. Kuchenbacken und Menüs zaubern gilt ja nicht als Disziplin, da könnten wir alle glänzen.

      Meine Gesundheit ist (noch) gut. Vielleicht raffe ich mich mal auf, wenn der Arzt Alarm schlägt oder auch nicht, denn wie ich hier in diesem Thread lese, zählt auch Arbeit (körperliche) als Bewegung, die der Gesundheit dient.
    • Wer definiert denn eigentlich,ab wann und wieviel aus "Bewegung" ein "Sport" wird??

      Mir hat das Wort "Sport" allein einige Jahre den Spaß an der Bewegung versaut - auch aufgrund Schulsport...Ich hatte 5 Jahre lang hintereinander ne sportsüchtige Lehrerin (is nich übertrieben!Die hat sogar ihre eigene Tochter damit fertiggemacht,weil sie sie "olympiareif" kriegen wollte...),die mich verachtet und gemobbt hat,wo sie nur konnte,nur weil ich ein mopsiges Kind war.
      Ich habs ihr damals "heimgezahlt",indem ich gegen ihren ausdrücklichen Willen der Schul-Handballmannschaft beigetreten bin.Die wollten mich damals haben,weil ich recht gut Handball spielte (und mir das auch sagenhaft Spaß machte) - und sich mir außerdem keiner in den Weg stellen traute,wenn ich mit Volldampf und Einsatz meines Kampfgewichtes angerauscht kam...:grins:
      Die hat gemobbt und gewettert,aber rausgekriegt aus der Mannschaft hat sie mich nicht,dazu war ich zu erfolgreich,hatte ne gute Kondition und nen guten Wurf drauf,und das trotz meiner Kilos.

      Ihre Verachtung all die Jahre hat nach der Schule erstmal dafür gesorgt,daß ich rein aus Trotz Sport gelassen hab,den ich eigentlich ganz gerne mochte...

      Ich hab mich dann aber "emanzipiert" und hab mir den Spaß nicht weiter vermiesen lassen.:baeh:

      Heutzutage könnt ich mich manchmal echt abeumeln...Ich hab z.B. ne Nachbarin hier,die geht regelmäßig Joggen und macht Nordic Walking,weils halt "in" ist.Und um ihre sündhaft teuren,durchgestylten Marken-Sportklamotten spazierenzutragen.Erinnert mich manchmal an früher,wenn die Leute auch nur deshalb sonntags zur Kirche gingen,um den Nachbarn ihren "Sonntagsstaat" vorzuführen und sie vor Neid erblassen zu sehen...:-D
      Meine Nachbarin geht dann zwar gaaaanz stolz ihren "Sport" machen,aber dann fährt sie von ihrer Wohnung aus dem dritten Stock - schön in Sport-Klamotte - mit dem Aufzug runter,um dann Laufen zu gehen...:eek:
      Und da versteh ich dann die Welt nicht mehr...:rolleyes:
    • Tja, wann wird aus Bewegung "Sport"? Offenbar nur, wenns einem zusetzt und man "so richtig" schwitzt... ich erinnere mich in dem Zusammenhang daran, dass wir in meiner Ausbildung auch Sport machen sollten und uns zumindest anfangs davon befreien lassen konnten, wenn wir eh schon Sport machten. Als ich dann statt "Walking" oder "wandern" oder am besten "Nordic Walking" einfach "Spazierengehen" hinschrieb, wollte man mir das zuerst nicht anerkennen, weil "das ist ja kein Sport"... Aber ich Freche habs durchgeboxt gekriegt. :D Eben mit jener Aussage, dass ich es auch umetikettieren kann, wenn gewünscht...

      Gruß
      Dani
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    • Klangola schrieb:


      Liegt es auch in den Genen? Von meiner Seite der Familie gibts niemanden, der eine Sportart ausübt.

      denn wie ich hier in diesem Thread lese, zählt auch Arbeit (körperliche) als Bewegung, die der Gesundheit dient.


      @ Klangola Das hab ich schon bei Pollmer gelesen, dass der Bewegungsdrang auch in den Genen liegt. Und ich denke auch, dass körperliche Arbeit genau so gut ist wie Sport. Man kann sich mit dem Thema auch unnötig verrückt machen. Die Sportempfehlung geht wohl mehr in Richtung der sitzenden Berufe.

      LG Finchen
    • muss wohl so sein

      @ Finchen
      danke für deine lieben Worte, die Menschen um mich herum üben alle einen Sport aus und haben wenig Verständnis, wenn ich mich als Sportmuffel oute, hab einfach keinen Bock

      wer jedoch gerne im Verein "sportelt" oder alleine was macht, den bewundere ich, denn manchmal überlege ich schon, wie es denn so wäre, einer Mannschaft beizutreten (am liebsten was mit Ball)
    • genau so was

      das Wasser ist halt immer noch mein Element, war es in der Kindheit und wird es immer sein, da sollte ich doch wirklich mal meinen Hintern bewegen und mich erkundigen, was alles möglich ist, z. B. beim Bademeister, mit dem ich mich öfter unterhalte

      so lange man nur theoretisch mit dem Gedanken spielt und nix in die Wege leitet, um mal einen Mannschafts-Sport, wie ich ihn anstrebe, ausüben zu können, wird das nichts

      oder Wassergymnastik . . .
    • So erging es mir auch, was war ich als Kind und auch noch als Jugendliche so gerne im Schwimmbad. Ich war allseits bekannt als "Wasserratte." Ich konnte sehr gut schwimmen, auch vom 5m-Brett springen, machte mir Spaß.

      Aber jetzt war ich schon ewig nicht mehr im Schwimmbad, denn ich fürchte mich vor Hänseleien, die unweigerlich kommen würden. So gefestigt bin ich nicht was mein Selbstbewusstsein angeht, dass mir das nichts ausmachen würde -ich hätte sogar Angst, dass ich in Tränen ausbrechen müsste, wenn die Verhöhnungen sogar beleidigend ausfallen würden.
    • Wenn du unbedingt mal testen willst und Angst vor verbalen Übergriffen hast...kannst du a) nicht ne Freundin, ne sehr gute, mitnehmen und erst mal b) zu ner Zeit gehen, wo nicht so viele Leute da sind? WE sehr früh zB.
      Meine Eltern gehen beide zum "Rentner"-Schwimmen...Beide locker Ü120/130, meine Mutter leidet unter Hirsutismus und gehört noch zur Nicht-Rasieren-Generation, ebenfalls hat sie Besenreisser, die auf ihrer hellen Haut schön leuchten.
      Mein Vater trägt nen netten Medizinball vor sich her, hat Neurodermitis, vernarbte Knie und die Krampfadern bilden den U-Bahn-Plan von Paris UND London auf den Beinen nach....
      Da sind auch Erwachsene U35, die zum Teil mal eben vor dem Büro ne Runde schwimmen, noch nie ist dort ein böses Wort gefallen, und meine Eltern hören beide sehr gut...vor Blicken ist man nie gefeit, aber mittlerweile haben beide schon regen Kontakt zu den anderen Schwimmern und töttern beim "Schwimmen" mit fast allen, ausgenommen nur die "Kampfschwimmern...:rolleyes: