Soviel kann man doch gar nicht (fr)essen!

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  • Hallo ihr Lieben, In letzter Zeit mache ich mir oft und viele Gedanken zu meinem Übergewicht. Eben deshalb bin ich ja auch hier in dieses Forum gestolpert. Meine Gedanken wandern oft zu meinem Fast-Schwiegerpapa. Schon beim zweiten Treffen hielt er mir ein Ernährungsbuch unter die Nase. Ich soll das mal lesen denn wg meinem Rücken müsse ich doch was gegen mein Gewicht tun... Ähmmm...was sagt man dazu? Ich biß damals die Zähne zusammen und dachte mir nur: Er meint es ja nur gut... :mad: Woher will er wissen dass mein Übergewicht von (falscher) Ernährung her kommt??? Ich will hier nun keine Ausrede für mein Übergewicht suchen, aber ich weiß selber nicht, woher es kommt. Wieso weiß es dann mein Fast-Schwiegervater? Wenn ich mir so ansehe, was meine (schlanken) Kolleginnen im Laufe eines Arbeitstages vertilgen, dann frag ich mich wieder: Woher kommt mein Übergewicht? Dazu möchte ich noch sagen, dass keine meiner Kolleginnen Hochleistungssportlerinnen sind. Dazu fehlt eh oft die Zeit denn wir sitzen 8-10 Std oder länger in einem Großraumbüro. Da bleibt keine Zeit für 2 Std Jogging, oder 1 Stunde Schwimmen oder 1 1/2 Std Radfahren nach Feierabend. Ich sehe mir meine Lebensgefährten an, der relativ schlank ist. Er isst nicht mehr oder weniger als ich. Zwar hat er auch zugenommen seitdem wir uns kennen, aber er war vorher eher dürr und so fällt das bei ihm nicht so auf. Meine Extra-Kilos sind überall sicht- und fühlbar :mad: Sorry, ich schweife ab. Der Punkt dieses Threads ist der: So viel wie man uns Dicken vorwirft KÖNNEN wir doch gar nicht reinfuttern! So wie ich hier gelesen habe, stehen viele mitten im Leben, haben Fulltimejobs und/oder Kinder und Familie. Woher soll man sich da die Zeit nehmen um diese vorgeworfenen Unmengen an Chips, Cola, Fritten, Steaks, Burger und Co reinzufuttern? Natürlich nasche ich öfters und das gönne ich mir auch. Aber erst seitdem ich weiß, dass schlanke Kolleginnen und Bekannte fast noch mehr mümmeln als ich, aber aus irgendwelchen (ungerechten?) Gründen schlank bleiben. Also kanns an dem bißchen Genasche nicht liegen. Extrem Fettiges kann ich nicht essen denn sonst umarme ich entweder die Porzellanschüssel oder bin mit dem Allerwertesten darauf festgetackert! Also kanns daran auch nicht liegen. Ich weiß dass mir hier keiner eine Antwort geben kann, denn ihr kennt mich ja nicht. Aber ich sehe es nicht mehr ein als der "Sündenbock" für mein Übergewicht hingestellt zu werden. Egal von wem! Ich will die Schuld...sofern es da überhaupt eine Schuld gibt, auch nicht jemand Anderem zuschieben, aber ich bin einfach nur gefrustet. Übrigens: Mein Lebensgefährte hat jeglichen Kontakt zu seinem Vater abgebrochen, nachdem dieser letztes Jahr an Silvester zu seinem Sohn meinte, ich solle gefälligst abnehmen denn ich laufe wie eine 80-Jährige. Schade nur, dass er sich nicht getraut hat, mir das ins Gesicht zu sagen denn sonst hätte ich ihm mal was gehustet! Denn bei solchen Kommentaren verliere ich jeden Respekt den man vor "dem Alter" haben sollte! Grüßlis Tanja
  • Alte Leute sind genauso wie junge Leute: einige sind nett, intelligent und liebevoll, und die anderen sind gehaessig, dumm und stur. Ich finde es klasse, dass dein Freund zu dir steht. Wenn es deinem Freund moeglich war, den Kontakt zu seinem Vater abzubrechen, dann nehme ich an, die Vater-Sohn-Beziehung hat auch frueher nicht gestimmt. Ich war vor 2 Monaten zu einer Ernaehrungsberatung nach Traditioneller Chinesischen Medizin. Im Vorfeld musste ich 1 Woche lang jeden Tag aufschreiben, was ich gegessen habe. Das war nicht schwierig, denn an Arbeitstagen habe ich einen Tagesablauf, der sich kaum aendert. Wie du eben sagst, Vollzeitjob und ein Schulkind lassen mir nicht viel Zeit zum vermeintlichen "Fressen". Fruehstueck (Brot, Kaese, Kaffee), Mittagessen (vom Salatbueffet, denn ich kann die sogenannte "Menues" in der Kantine nicht ausstehen, graesslich), Abendessen (Gemuesesuppe, Salat, Fleisch oder Fisch, 1 mal die Woche Pizza oder Nudeln, das mag ich aber nicht so gerne -- mein Sohn freut sich aber darueber). Sonst 1 Tasse Milchkafee um 10:30 mit 1 Keks und 1 Tasse Tee um 15 Uhr mit 1 Stueck Schokolade. Das ist wirklich alles. Ich nasche nie waehrend der Arbeitszeit, denn so kann ich mich nicht konzentrieren. Frueher, als ich noch eine Essstoerung hatte, habe ich abends viel genascht, wenn mein Sohn schon im Bett lag. Das ist nun seit mehr als 1 Jahr schon vorbei. Nun, die Ernaehrungsberaterin hat sich alles genau angesehen und meinte, ich wuerde ja tatsaechlich nicht zu viel essen. Dann hat sie noch an Nudeln mit Kaese ein bisschen rumgehackt, dass es in dieser Woche einmal gab (Lieblingsessen von meinem Sohn!). Und meinte, ich soll mehr Reis essen. :rolleyes: Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht uebel, dass ich hier so genau ueber meine Essensgewohnheiten schreibe. Das kommt davon, dass ich eben damals 1 Woche lang alles aufgeschrieben habe. Und es ist definitiv nicht zu viel, definitiv gesund, und definitiv weniger, als meine Kollegen und Kolleginnen essen, und auch weniger, als mein Sohn isst. Trotzdem bin ich dick. Deswegen, Tanja, gebe ich dir voellig recht. Ich glaube auch, dass dicke Leute (soweit sie keine Essstoerung haben) nicht zu viel essen. Und duenne Leute essen definitiv nicht weniger, sondern oefters sogar mehr. Dazu gibt es ueberigens im Buch von Gunter Frank "Lizenz zum Essen" eine schluessige Erklaerung.
  • Hallo Muminfrau! Du sprichst mir aus tiefster Seele und Danke dass Du mich verstehst. Aber ich muss zugeben, ich traue mich nicht, mal eine Woche lang alles was ich so esse genau aufzuschreiben. Ich muss zugeben, ich habe schon ein bissi Muffe, dass ich vllt doch viiieeel zu viel futtere und eben doch schuld bin. Oder mir wird nicht geglaubt und ich muss dann erst mal beteuern dass ich alles genau aufgeschrieben habe. Nein, das Vater-Sohn-Verhältnis war schon lange nicht mehr das Beste. Mein Lebensgefährte lebt momentan in Scheidung (ich war nicht der Grund dafür) und schon über diese Frau hat sein Vater übelst abgelästert. Nur hat mein Lebensgefährte es seiner Ex nie erzählt. Aber mir. Ich hakte nach, ob er das auch schon davor über seine Freundinnen gelästert hatte und da kam raus, dass bisher noch keine Frau gut genug für seinen Vater war. Also muss ich mir da auch keine Sorgen machen. Es liegt nicht an mir, sondern an meinem Fast-Schwiegerpapa :-D
  • Ich glaube oft, dass die Leute daran glauben wollen, weil Gewicht dann etwas ist, dass man aktiv selber bestimmen und ändern kann. Vor allem auch dauerhaft. Das dem nicht so sein könnte, ist keine populäre Ansicht und für viele beängstigend. Dann wären wir ja unterjocht von unserem Körper! Dabei können wir schon die Blase nicht steuern und nun auch noch unser Gewicht nicht? Sauerei! Mir fällt da eine alte Dame ein, die zu mir sagte "Also normal essen können Sie ja wohl kaum. Sie essen bestimmt zu Hause ganz viel. Es ist immer das, was man nicht sieht" und behauptete dann genau danach "Also ich kann soviel essen wie ich will und nehme nicht zu. Das war schon immer so." Nun kommt eine für mich absolut logische Schlussfolgerung, die eigentlich fast jedem einfallen müsste: Es gibt sehr kleine Menschen und sehr große Menschen. Es gibt Menschen mit sehr langen und Menschen mit sehr kurzen Beinen. Es gibt Menschen, die ohne viel Lernen super Klausuren schreiben und Menschen, die trotz vielen Lernens schlechte Klausuren schreiben. Und so weiter. Und es gibt Menschen, die soviel essen können wie sie wollen ohne viel zuzunehmen.. *dramatischer Tusch* dann gibt es wohl auch Menschen, die normal essen und viel zunehmen? Aber nein, dann ist das alles ja willkürlich und die Vermarktung von Diätmitteln mit Hilfe des 'Du bist schuld wenn es nicht klappt also kauf wieder mehr' klappt nicht mehr. Ich habe vor kurzem einen Bluttest bei meinem Arzt machen lassen und siehe da: Die Werte sind alle vollkommen super und sprechen für eine sehr gute und ausgewogene Ernährung. Aber das kann ja nicht sein.
  • [quote='TB76SW','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=101055#post101055'] Aber ich muss zugeben, ich traue mich nicht, mal eine Woche lang alles was ich so esse genau aufzuschreiben. Ich muss zugeben, ich habe schon ein bissi Muffe, dass ich vllt doch viiieeel zu viel futtere und eben doch schuld bin. Oder mir wird nicht geglaubt und ich muss dann erst mal beteuern dass ich alles genau aufgeschrieben habe. [/QUOTE] Wenn du es nicht aufschreiben moechtest, dann tue es auch nicht. Ich habe es damals eben gemacht, weil ich dachte, ich wuerde wirklich was falsch bei meiner Ernaehrung machen und die Ernaehrungsberatung wuerde etwas Erleuchtendes bringen. Das war aber nicht der Fall. Andererseits konnte ich mich selber auf diese Weise ueberzeugen, dass meine Ernaehrung absolut normal ist. Vielleicht wuerde es auch dir helfen, falls du dir Sorgen machst? Es war aber schon muehsam, alles aufzuschreiben, und freiwillig wuerde ich es nicht noch einmal machen. :) Ach ja, und ich musste auch nicht absolut genau aufschreiben, es ging der Ernaehrungsberaterin um Tendenzen, nicht um Rosinenzaehlen. D.h., ich habe nicht mit in die Kantine ein Blatt Papier und Stift genommen und alles akribisch aufgeschrieben. Das halte ich fuer unnoetig. Ich habe einfach abends alles aufgeschrieben. Und wer sagen mag, ich haette dabei was vergessen oder "unterschlagen", kann das ruhig tun. Ich weiss, dass ich das fuer mich gemacht habe, und daher ehrlich war, und dass ich mich auf mein Gedaechtnis durchaus verlassen kann.
  • [quote='TB76SW','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=101055#post101055']Aber ich muss zugeben, ich traue mich nicht, mal eine Woche lang alles was ich so esse genau aufzuschreiben. Ich muss zugeben, ich habe schon ein bissi Muffe, dass ich vllt doch viiieeel zu viel futtere und eben doch schuld bin. Oder mir wird nicht geglaubt und ich muss dann erst mal beteuern dass ich alles genau aufgeschrieben habe. [/QUOTE] Du brauchst ja niemandem davon zu erzählen, dann musst du auch niemandem etwas erklären. Schreib doch einfach ein Tagebuch, und in eine Spalte schreibst du eben das was du isst, und vielleicht wie du dich davor und danach fühlst. Wenn du dir das Ergebnis ansiehst, und selber meinst, du isst zuviel, wo ist das Problem? Das ist kein Grund, Schiss zu haben. Du kannst danach weniger oder was anderes essen, wenn du das willst, oder genauso weiteressen wie vorher, das ist ganz allein deine Entscheidung. Das hat aber nichts mit Schuld zu tun. Wenn du nicht zuviel isst, hast du die Bestätigung, die du anscheinend für deinen Seelenfrieden brauchst. Überhaupt halte ich es auch für interessant, einmal zu prüfen, ob sich vielleicht etwas an der Zusammensetzung der Ernährung verbessern lässt. Eventuell stellst du fest, dass du bestimmte Lebensmittel gar nicht verträgst. Fette Sachen zum Beispiel. Mir hat das Aufschreiben sehr geholfen, um überhaupt zu erkennen, ob ich esse, wenn ich körperlichen Hunger habe, oder ob ich esse, weil ich seelischen Hunger habe. Aber auf keinen Fall Kalorien ausrechnen! Es geht nur um "ich will mal genau wissen, was ich tatsächlich esse".
  • Hallo Tanja, ich finds gut, das dein Freund so zu dir steht :) Und dann zum Thema Sport. 2000/2001 war ich 6 Monate in verschiedenen psychosomatischen Kliniken. Nicht wegen meines Übergewichtes sondern aus anderen Gründen. In den Kliniken gab es 3 feste Mahlzeiten und einen Kühlschrank, wo man Joghurt und so reinpacken konnte (jeder Patient hatte da im Kühlschrank sein eigenes Schliessfach was echt putzelig aussah :D ). In der zweiten und dritten Klinik hatte ich ein straffes Sportprogramm. Angeblich wurde ich mit 10 Kilo weniger entlassen (so stehts im Bericht). Fakt ist das ich in der Zeit ein einziges winziges Kilolein abgenommen hatte. Obwohl man mich zu so bescheuerten Sachen wie z.B. Aerobic oder Walking zwang. Walking durfte ich dann freundlicherweise nach nem Asthmaanfall seinlassen, dafür gabs dann Ergometerfahren und mehr Aerobic. Mir fehlte oft die Luft (und auch die Kraft) für Aerobic, ausser mir waren alle dünn und an sie wurde das Tempo angepasst. Das ich mit meiner Arthrose in den Knien gar kein Aerobic hätte machen dürfen, war doch schnurzegal. Nach der Entlassung fragte ich mich ganz leise innerlich wozu diese Schinderei? Ich nahm einfach nicht ab (wie von denen gewünscht) und musste mir auch noch vorhalten lassen das ich heimlich fresse. Wovon bitte schön? In den ersten beiden Kliniken gab es keinen Ausgang ausserhalb des Geländes ohne Begleitung, in der dritten waren wir innem kleinem Kaff und ich musste vom Krankengeld noch meine Schulden abbezahlen. Zurück "daheim" mit Vollzeitjob frug ich mich dann ganz ehrlich, wo ich denn bitte hier noch einen Sportplan unterbringen solle? Irgendwann muss ich auch mal schlafen und sowas komisches wie Haushalt machen. Es ist einfach für die meisten Menschen schön einfach. Diese Gleichung. Dick = frisst viel und sitzt nur dumm rum. Das dies nicht unbedingt sein muss ist ihnen egal. Ich hatte ne Weile auch Ernährungstagebuch geführt, obwohl das ziemliche Probleme gab (ich hab ne Essstörung die dann besonders heftig ist wenn kontrolliert wird, was ich esse bzw. wenn ich gewisse Sachen verboten bekomme). Geführt hab ich es damit meine Hausärztin endlich mal ihre Klappe hält von wegen ich würde doch zuviel essen. Sie tat es dann auch und hat sich dann bei mir entschuldigt. Und tatsächlich ihr Denken über Übergewicht neu gestartet.
  • Hallo Aska! Ist schon traurig dass auch "Experten" der Meinung sind, man müsse einen dicken Menschen einfach "herumscheuchen" und schon nimmt er ab. Wenn man bedenkt wie aufgeklärt sich diese Zeit nennt und wie viele medizinische Fortschritte es gibt (auch im psychologischen Bereich) ist es schon erschreckend, wie mittelalterlich gegen dicke Menschen vorgegangen wird. Schade nur, dass viele Dicke diesen Mist selber glauben. Es gehört mal auf die Straße gegangen und die Medien eingeschaltet um diese Mißstände aufzudecken. Gestern las ich einen offenen Brief von Dralle Deern in dem es darum ging, warum dicke Menschen von diesem Anti-Diskriminierungsparagraphen nicht beachtet werden. Bzw. werden allgemein Menschen, die andere Körperformen haben, darin nicht beachtet. Das war schon ein sehr guter Anfang, aber man muss einfach mehr machen. Wobei ich schon festgestellt habe, dass sich im Laufe der Jahre die Einstellung der Dicken selbst sehr geändert hat. Vor gut 20 Jahren saß ich allerhöchstens mit T-Shirt bekleidet am Baggersee und das wurde nur ausgezogen, wenn ich ins Wasser wollte. Aber natürlich erst kurz bevor ich reinwaten konnte. Vor ein paar Jahren war ich nach ewig langer Zeit mal wieder am Baggersee und staunte nicht schlecht. Mädchen und Damen die teilweise noch mehr auf den Rippen hatten als ich, liefen nicht etwa verschämt in irgendwelchen Zelten herum, sondern trugen stolz ihre Badeanzüge, manche sogar ihren Bikini. Wow! Das fand und finde ich klasse und da fiel es mir natürlich nicht mehr schwer, mein eigenes T-Shirt auszuziehen :grins: Wenn es jetzt dieses Umdenken auch im größeren Stil gäbe, dann hätten wir endlich ein super Leben und vllt fiele es dann Einigen von uns deutlich leichter, abzunehmen. Der Druck wäre weg, man wäre keine Jahrmarktsattraktion und müsste sich keine Unverschämtheiten mehr gefallen lassen. Aber leider ist das -noch- ein Utopia für uns...
  • Aska, deine Erfahrung erinnert mich an eine, die ich gemacht habe. Vor einigen Jahren war ich mal zu einer Entschlakungskur. Diese war mir nicht aertzlich verordnet, ich wollte mich nur entspannen und eben entschlaken. Ich hatte auch nicht das Abnehmen als Ziel, war aber schon irgnedwie gespannt, ob und wie ich abnhemen wuerde. Die Kur wurde in einer Klinik durchgefuehrt, wo auch Krankenkassen-Patienten behandelt wurden, also war die Klinik serioes. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. Das war eine sogenannte Mayr-Kur ([URL]http://de.wikipedia.org/wiki/Franz-Xaver-Mayr-Kur[/URL]), und ich habe 2,5 Wochen lang 3 Mal am Tag 1 Becher Soja-Joghurt plus 1 trockenes Broetchen bekommen. Ansonsten nur Kraeutertee. Es gab zwar kein spezielles Bewegungsprogramm, aber ich habe mehrere Spaziergaenge gemacht, einfach weil ich wollte udn die Umgebung schoen war. :) Nun, ich habe es ganz gut durchgehalten, mir ging es gut. Ich habe allerdings keine besondere Entschlakung gemerkt, nur mein Bauchumfang war kleiner geworden. Und ich habe ganze 3 Kilo abgenommen. ;) Also, nach dieser Erfahrung soll mir keiner mit "iss nur ein bisschen weniger, dann nimmst du schon ab" kommen! Ich kann im normalen Leben nicht von 3 Becher Joghurt leben! Ich brauche meine Kraft und meine Nerven.
  • So nu kann ich euch in Ruhe antworten. Heute mittag kam mir der Satz "Ich fahr zum Penny willste mit?" dazwischen Ich war in der Klinik mit der Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung und Depressionen. Nicht mit Ess-Störung. Was denen aber egal war. Die einzigen, die kein Sportprogramm bekamen, waren die Magersüchtigen (ja da war alles gemischt...). Ich hab das dann auch auf dem Fragebogen, den es zum Schluss gab, bemängelt und einiges an Kritik geübt. Das mit dem Badeanzug kenne ich auch, wobei ich schon seit Jahren nicht mehr geschwommen bin. Mir fehlt dafür einfach das Geld und nen Baggersee haben wir hier nicht. Ich hab damals noch so einiges zu hören bekommen, hab aber auf taub geschaltet. Schliesslich wollte ich schwimmen und mich net streiten..... Ich kann allerdings auch für mich sagen: Selbst ohne die Einstellungen der meisten Menschen würde ich nicht leichter abnehmen. Zwar nehme ich seit meiner SchildiOP nicht mehr zu - aber ich stehe auf einem Punkt. Und ich hab mich damit "angefreundet". Ich weiss ich esse nicht zuviel und nicht falsch und von daher ist es mir mittlerweile schnuppe was die Menschen denken. Wenn ich mit meiner Freundin und ihren Kindern unterwegs bin und irgendwer es wagt mich anzupflaumen und der Große das mitbekommt kommt von ihm der Satz "Du bist voll doof! Weissu warum sie so ist? Nää weissu nich also lass sie in Ruhe!" Wir müssen uns dann erstmal das Lachen verkneifen wenn dieser 6jährige 3käsehoch toternst seinen Spruch loslässt :grins: Muminfrau eben es ist nicht mit getan einfach weniger zu essen oder sich noch mehr zu bewegen (oder beides). Es gibt viele Faktoren die zum Übergewicht führen. Ich wusste es im Grunde schon immer, hatte nur ne total schiefe Einstellung zu meinem Körper durch meine Vergangenheit und hab sie zum Teil immer noch. Ich war 16 als ich gewogen wurde für den Öffentlichen Dienst. Damals wog ich 20 KG mehr wie ein Mensch in meinem Alter zu wiegen hat. Diagnose: Stark Adipös. Aber -und jetzt kommt der Witz an der Sache- ich war bis zu dem Tod meiner Erzeugerin (die starb da war ich grad 17) unterernährt da sie magersüchtig war und der Ansicht das ich viel zu viel fresse und darum zu fett bin, und zudem ihre magersüchtige Ernährungsweise auf mich übertrug. Da frag ich mich doch allen ernstes, woher das Übergewicht kommt! Denn heimlich essen war net, dafür fehlte mir das Geld. Einfach mit weniger essen und mehr Bewegung ist es nunmal nicht getan
  • [quote='Aska','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=101078#post101078'] Ich hatte ne Weile auch Ernährungstagebuch geführt, obwohl das ziemliche Probleme gab (ich hab ne Essstörung die dann besonders heftig ist wenn kontrolliert wird, was ich esse bzw. wenn ich gewisse Sachen verboten bekomme).[/QUOTE] Ich sehe das Aufschreiben nicht so sehr als Kontrolle, oder gar zum Verbieten von gewissen Sachen an, sondern einfach als Dokumentation, als wäre man ein unbeteiligter Beobachter aus einer anderen Galaxie, der keine Ahnung hat was Erdlinge so essen. Aber da gehört vielleicht auch eine "wissenschaftliche" Mentalität dazu, um weitgehend wertungsfrei beobachten zu können.
  • Ich bin seit geraumer Zeit der festen Überzeugung, dass es keine allgemein gültige Ernährungsstrategie gibt, die alle Menschen zu einem bestimmten, für alle gleichen Gewicht führen. Für mich gibt es nur noch die Fragen: Wie geht es mir, wenn ich dieses und jenes esse? Fühle ich mich damit beim essen und auch nach dem Essen wohl? Wann habe ich "nur" nen Japp und wann ist es ein Sigmal meines Körpers, dass er bestimmte Dinge wirklich braucht? Wann ist es "nur" Japp und wann ist es wirklicher Hunger? Auch wenn man sein körperliches, natürliches Gleichgewicht durch jahrelange Diäten dermaßen versaut hat wie ich, kann man all dies langsam wieder lernen und zwischen diesem oder jenem unterscheiden lernen. Das "nur" habe ich oben deswegen in Anführungsstriche gesetzt, weil es für mich eigentlich kein "nur" ist, denn auch dieses "nur" hat eine wichtige Bedeutung. Essen ist für mich nicht [I]nur[/I] die lebensnotwenige Nahrungszufuhr. Essen ist auch etwas Schönes für die Seele. [U]Zwar soll es nichts anderes, wie zum Beispiel Liebe, ersetzen, aber es darf für mich ruhig ergänzen.[/U] Ein schön gedeckter Tisch, ein lecker bereitetes Mahl sind auch Streicheleinheiten für die Seele - zusätzlich zu den Streicheleinheiten, die jeder Mensch braucht. Müsste man nur "Nahrung zuführen", bräuchte es keine raffinierten Gerichte, keine solche Auswahl, keinen schön gedeckten Tisch und so weiter. Dann könnte man einfach schlucken was gesund ist, und fertig. Wenn man es also schafft, eingermaßen gut für sich heraus zu finden was und welche Menge an Nahrung einem gut tut und womit man sich gesund fühlt, dann hat man für sich einen guten Weg gefunden. Wenn man dabei sehr schlank ist - okay. Wenn man dabei rund oder dick ist - ebenso okay. Und außerdem zu dem Gedanken, dass Menschen eben einfach unterschiedlich sind und ergo auch in Figur und Erscheinung unterschiedlich: Wenn ich allein an einen meiner Brüder und an mich denke: Ich habe vielleicht die Hälfte bis zwei Drittel von dem gegessen, was mein Bruder so verputzte. Besonders bewegungsfreudig war er im Gegenteil zu mir auch nicht. Trotzdem ist es so, das mein Bruder niemals irgendwelche Probleme mit einer unerwünschten Zunahme gehabt hätte. Er ist und war immer schlank. Ich war als Kind auch schlank und wurde ab der ersten Schwangertschaft dick. Bisher habe ich niemanden gefunden, der mir das wissenschaftlich fundiert erklärt. Für mich gilt deshalb - und das solange mir niemand plausibel das Gegenteil erklärt: [B]Menschen sind unterschiedlich - in jeder Beziehung. Und - das ist gut so!!![/B] Punkt aus.
  • Auch ich habe die hier beschriebenen Erfahrungen in einer Kurklinik und mit einigen Menschen aus dem medizinischen Breich machen "dürfen". Zuletzt war es eine Apothekerin, die mir ohne Aufforderung ein neues Ernährungsprogramm für nur 100,-€ aufschwatzen wollte ( Leichter leben in Deutschland ); angeblich wissentschaftlich fundiert, da von einem Apotheker entwickelt und angeblich hat auch schon eine Mitarbeiterin 25 kg abgenommen. Es hat einige Energie gekostet, einigermaßen freundlich dies von mir zu weisen. Ich bin auch, wie itsme, der Meinung, dass es eben solche und solche gibt. Und all diese aufdringlichen Menschen sind bisweilen sehr, sehr anstrengend, aber ich lasse mich nicht mehr zu irgendwelchen Programmen hinreißen, die ja doch nur der Gewinnvermehrung irgendeines Unternehmen dienen, aber mir absolut nichts Positives einbringt. Eine Bekannte geht seit fast einem Jahr zu den WW und hat doch tatsächlich 3kg abgenommen. Auf meine Frage, warum sie dafür soviel Geld ausgibt, antwortete sie, sie genieße das Gruppenerlebnis.:confused: Na ja, jedem das seine. Ich mache da nicht mehr mit!
  • Hallo, Bin auch mal wieder dabei, nach einem schweren Jahr. Seid nicht böse wenn ich hier oder da einen Fehler mache, aber ich kann nicht mehr mit den Händen schreiben, weil sie zu sehr schmerzen und es zu langsam geht. Ich habe nun ein die Diktier – Programm, so läuft das alles viel besser. Jaja, da ist alles mein zu viel essen dran schuld! Wie wahr ist es, was alle meine Vorrednerinnen schreiben,das Essen und die Schuld = dick sein. Und es ist eine der schlimmsten Lügengeschichten, die auf einen ein gehämmert werden. Besonders hier in diesem Forum sehe ich, wie sehr sich alle bemühen, etwas zu tun und zu unternehmen. Sich damit sehr sehr ernsthaft beschäftigen und es nicht einfach ignorieren. Aber da kommen immer wieder so Leute daher, eben auch so maßgebende Leute wie der oben zitierte Schwiegervater, die dann sich über einen heben und mit dem Hammer ausholen. Wie viel Jahre habe ich gekämpft und anhören müssen, das ich so viel esse. Das hat nun ein Ende. Nach vielen Therapien und Medikamenten– Umstellungen weiß ich nun, dass das Essen nicht die so große Rolle spielt. Zum Thema aufschreiben: es ist schon ganz gut, mal aufzuschreiben, was man ißt. Um es sich bewusst zu machen. Um sich klarzumachen und auch sich selbst zu überzeugen, weil so viel einem eingeredet wird. Es stimmt, so viel kann man gar nicht essen, wie da einem immer unterstellt wird und in den KalorienBüchern steht. Aber die Medien zeigen da ja immer einen tumben, dicken depressiven Menschen, der halb nackt an der Bettkante sitzt, in einer Messi Wohnung, umgeben von Essensresten. Dieses Bild hat sich leider in zu vielen Hirnen eingraviert. Zum Beispiel in solchen Schwieger Vätern oder leider auch bei zu vielen Medizinern. Obwohl die doch so studiert sind und diese trivialen Bilder nicht annehmen dürften. Aber wie gesagt, ich habe diesen Sommer eine Zeit lang aufgeschrieben, was ich esse. Da habe ich ein kostenloses Programm im Internet gefunden. Das ist ganz super, weil hier alle Nahrungsmittel zu finden sind und man ganz einfach während man ißt das eintippen kann. Und ich esse auch nur, nach vielen Therapien, dass, was mein Körper verlangt. Das kann ich mittlerweile. Und es ist nicht dann ein "japp", wie Itsme schreibt, sondern die drei notwendigen Mahlzeiten mit ausgewogener Kost. Ich druckte das dann aus und ging damit zu meinem Hausarzt, Diabetologen und Internisten (eine Person), zeigte ihm diese Liste und er arbeitete sie aus. Er sagte, dass er vor mir den Hut zöge, denn ich ernähre mich vollständig gesund und vernünftig und esse 70 % von dem Tagesbedarf meines Gewichtes. Trotzdem nehme ich nicht ab. Nach wissenschaftlichen Regeln müsste ich das. Es gibt da so eine vermeintlich annähernd vernünftige Aussage, dass man maximal 80 % seines Tagesbedarfessen solle und auf gar keinen Fall weniger, so nähme man automatisch ab. Einfach alles aufschreiben und da sich an diese Regel halten, egal was man esse. Das sei dann auch keine absolute Diät und könne eingehalten werden. Das hört sich gut an, aber wie so alle Regeln und wissenschaftlichen Erforschungen und so sind, gehen sie an dem einzelnen Individuum vorbei. Oft sind diese ja auch total lebensfremd. Wie Itsme sagt, gehört Essen auch nicht nur als Nebenfraß zum Leben, sondern ist sogar ein Lebens -Bestandteil und auch ein Kulturelement. Wenn man langsam ißt und genießt, ist das eine wunderbare Sache. Aber wie gesagt, mein Körper schert sich nicht um diese 80 % Regel. Was ist da los? Niemand kann das so zu 100 % sagen, aber es ist erlebter Fakt. Im Gegenteil, habe ich manchmal Schübe, dass nach einem Stillstand von Monaten auf einmal meine Waage wieder nach oben geht. Ich leide an einem so genannten Lipödem– kombiniert mit Lymph ödem und auch Adipositas. Und dieses Lipödem wird einfach von vielen Ärzten ignoriert. Da gibt es noch zu viel Irritationen und zu wenig wissen. Aber glaubhaft ist dabei, dass sich in irgendeiner Weise aus einem gestörten Regelkreis Zellen bilden. Gutartige Knoten sozusagen – kennt man ja auch aus anderen Bereichen, und das liegt nicht an dem Essen. Und dann kommt es !!!– gutachterlich muss ich auch immer wieder zu einem Professor der Psychiatrie. Der faltete seine Fingerspitzen aufeinander und sagte zu mir, was ich da erzählte, ging physikalisch nicht. Selten kam eine derartige Wut bei mir hoch.Da sitzt der da, hat keine Ahnung, er soll mir doch als Arzt erklären was ich habe, Nein, er meint ich hätte da versteckte psychologische Probleme. Ich würde da wo was heimlich essen und würde das vor mir selbst leugnen. Aha, ich werde zum gedankenlosen Zombie, esse dann was, werde wieder normal und weiß es nicht mehr:mad::mad:! Aber das zeigt, wo wir leben und was so mit dicken Menschen getan wird. Obwohl er so sehr unrecht hatte geht mir das sehr sehr nahe und nach. Man glaubt das gar nicht. So ist es gut, sich hier in diesem Forum immer wieder einzulesen und das man nicht alleine ist und sich auch trösten kann. Man muss nicht immer nur kämpfen, kann auch mal loslassen ,besonders das Thema der Schuld! Seid lieb gegrüßt – RYANA:flirt::daumen:
  • Hallo Ryana, zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass es mir sehr leid tut, dass Deine Hände so schmerzen. Aber auf der anderen Seite finde ich es genial, dass Du so ein Diktierprogramm nutzen kannst und somit weiterhin hier und anderswo an der Kommunikation teilnehmen kannst! An dieser Stelle mal ein Hoch auf die Technik! :) Auf einen Punkt, der mir spontan auffiel, möchte ich gern eingehen. Du schreibst über Dein Ernährungstagebuch: [I]Ich druckte das dann aus und ging damit zu meinem Hausarzt, Diabetologen und Internisten (eine Person), zeigte ihm diese Liste und er arbeitete sie aus. Er sagte, dass er vor mir den Hut zöge, denn ich ernähre mich vollständig gesund und vernünftig und esse 70 % von dem Tagesbedarf meines Gewichtes.[/I] Wie Du berichtest, meinen die "Fachleute", dass Du damit einfach abnehmen musst. Das passiert jedoch nicht. Was dann wiederum gar nicht sein kann, ergo machst Du irgendwelche Fehler... Ja ja, das kennen wir ja. :mad: Was mir hier durch den Kopf geht: Woher nimmt der Körper denn die fehlende Energie, wenn er nur 70 % seines Bedarfes bekommt??? Ja, ich weiß, es wird [I]gewünscht[/I], dass er nun diese fehlenden 30 % aus den Fettreserven nimmt. Tut er aber leider nicht. Nicht einmal bei denen, die tatsächlich abnehmen. Schön wäre es ja, wenn er nur an dem knabbern würde, was sowieso weg soll. Es ist nur nicht so. Denn er nimmt, was Lebensnotwendig ist, und das zuerst! Mir kann keiner erzählen, dass Ärzte das nicht wissen! Ist also die Zahl, die herauskommt, die sich eventuell nach unten neigende Nadel auf der Waage wichtiger, als die Gesundheit? Und das mit Wissen der Ärzte? Weil man dies als "Erfolg" - eben auch als [U]ihren[/U] Erfolg verbuchen kann? Und was ist, wenn sich gar nichts auf der Waage tut, trotz verminderter Energiezufuhr? Das wirft alles über den Haufen, also kann es nicht sein! Es ist ja auch indirekt ein Mißerfolg für die Leute/Ärzte, die propagieren, dass man auf diese Art garantiert abnimmt... (WAS man da abnimmt, ist denen anscheinend ja sowieso egal, hauptsache man nimmt ab.) Wenn also der Körper weniger bekommt als er braucht, und es verschwinden trotzdem keine Pfunde, könnte man dann nicht auf den Gedanken kommen, dass er [U]genau deshalb, weil er zu wenig bekommt[/U], nicht abnimmt??? Wäre es nicht logisch anzunehmen, das ein Körper, der weniger bekommt als er braucht, mit entsprechend weniger Kraftaufwand arbeitet, um das Defizit auszugleichen? Er also seine Leistung herunter schraubt, und gleichzeitig an seiner Muskelmasse knabbert um satt zu werden? Und wenn er auf niedrigerer Stufe arbeitet und gleichzeitig Muskelmasse verbraucht, die der stärkste Energieverbraucher ist, ist es dann nicht verständlich, dass sich auf der Waage nichts tut? Und dass das einzige was sich tut, das ist, dass der Körper sich verzeifelt der zu geringen Energiezufuhr anzupassen versucht und dabei schlicht an Kraft verliert??? Aber nein! Das alles kann gar nicht sein! Wer weniger isst als der Körper braucht, nimmt ab! Das ist so beschlossen und gilt für alle Menschen. Du hast dies ja auch deutlich gesagt bekommen, wie Du berichtest: [I]Professor der Psychiatrie. Der faltete seine Fingerspitzen aufeinander und sagte zu mir, was ich da erzählte, ging physikalisch nicht.[/I] Sicher hat er Recht. Deshalb sind nach Jahrzehnten der Diätanpreiserei, der Gruppendiäten, der Pillen und Pülverchen, Beratungen und Reduktionspläne natürlich mittlerweile alle Menschen schlank. Und wer es nicht ist, ist selber schuld. Klar. Warum sich also so viele Gedanken machen...:rolleyes:
  • Ja, es ist wahr, manchmal muss man echt die Technik auch loben, manchmal tun sich auch ganz gute Dinge sehen lassen. Früher war ich total gegen den Computer, aber musste mich eines besseren belehren lassen, als ich so krank wurde. Man muss für sich selbst das Gute dabei heraussuchen! Zurück zum Thema –Itsme, du hast total recht und deine Gedanken sind super. Wirklich, beim Abnehmen passieren die irrsten Sachen. Der Körper geht nicht so an die Reserven, wie die Herren Forscher und Ärzte sich das Denken. Bei mir war's auch so, dass es durch die Abnahmen zu einer Verminderung von Muskel– und Sehnenmasse kam, das war gar nicht lustig, denn dadurch habe ich mir erst recht die Arthrosen und insbesondere meinen schlimmen mehrfachen Bandscheibenvorfälle eingeheimst! Und das geht nun nicht mehr weg, der Orthopäde sagte damals, ich sei degeneriert. Das muss man sich einmal vorstellen, da macht man so irgend eine die Diät und fängt sich was ganz anderes ein, als man sich vorstellen.Degeneriert!:eek::confused::mad: Und das kann auch auf das Herz gehen, erst dann kann man einen Herzmuskelschwund sich einheimsen und einen Herzinfarkt bekommen oder sonst solche Herzenskrankheiten. Durch etwas, was alle von einem Verlangen, die Autoritäten der Ärzteschaft einen in den Kopf dröhnen: abnehmen. Ich glaube sogar, ich würde nicht so sehr leiden an den Schmerzen, hätte ich nicht diese dramatischen Diäten gemacht. Denn man sagt, dass übergewichtige Menschen gar nicht so schnell einen Bandscheibenvorfall bekommen, weil man so gut gepolstert ist. Peng – da tut sogar das Übergewicht was sehr sinnvolles! Schaut man in die Natur, so gibt es da auch sehr korpulente Lebewesen, denkt man nur an die Gorillas, da laufen keine magersüchtigen durch den Urwald! Ich will natürlich vorsichtig essen, ich muss auch auf die vielen Stoffwechselstörungen achten, die ich nun mal habe, wie Histaminintoleranz und Laktose Intoleranz, sowie weitere Enzymstörungen – wobei ich hier auch mir das selber erkämpft habe durch viel lesen und Studium besonders auch im Internet. Und selbst hat mir das keiner gesagt. Und soll man sich so sehr das Essen vergraulen, dass jeder Bissen ein Unglück ist? Das kann doch nicht wahr sein. Wenn der Körper solche Steuerungen hat, so ist es viel besser mit dem Körper in Einklang zu leben. Ich habe zum Beispiel auch einen Gamma GT Wert, der immer deutlich erhöht ist. Das hatte ich aber auch schon mit 18, wo ich noch ganz schlank war! Der Wert hat ungefähr die selbe Erhöhung wie damals, heute kommen wieder einige daher, die sagen, das sei das Gewicht. Und manche noch, ich trinke zu viel Alkohol.:mad::mad:ich trinke gar nichts! Vertrag ich schon gar nicht, da lass ich lieber die Finger von. Aber Nein, man wird ungläubig angestarrt. Oder ich habe schon immer ein extrem geringen Cholesterinwert, das ist geblieben auch bei meinem extremen Übergewicht! Meine Werte sind manchmal unter dem Norm Wert. Und wenn ich bei einem neuen Arzt erscheine,zeigt der auf mich und ruft aus: erhöhte Cholesterinwerte! Blödsinn – ich bin der lebende Beweis, dass das gar nichts mit Essen zu tun hat oder dem Gewicht. Mein Hausarzt sagt sogar, dass ich mehr Fett essen müsste, denn es sei nicht gut, dass mein Cholesterinwerte zu niedrig sei!:auslach:unglaublich alles. Einmal kann ich da kein Fett essen, bekomme ich sofort Durchfall und andererseits denke ich, dass es irgend eine Regelstörung meines Körpers ist und der Körper versucht auszugleichen. Zum Beispiel in dem er Fett eingelagert von irgendwo her, damit es einigermaßen mit dem Cholesterinwert klappt. Und wie du beschreibst,Itsme – ist es vollkommen richtig, der Körper senkt auch seinen Grundumsatz. Um mehr ein zu speichern. Die Rentenversicherung fragte, weil ich eine Kurmaßnahme beantragen wollte, warum ich Übergewicht hätte. Als ich das meinen Arzt zeigte, lachte er, wie soll er das beschreiben oder auch benennen – das hat so viele Gründe und es gibt noch keinen Apparat, der da in die Tiefe des Körpers hinein schauen kann. Da kommt vieles zusammen, auch die Fehldiagnosen, die Diäten, die Psyche, die gestörten Regelkreise, die Überlebenserfahrungen des eigenen Körpers und seine eigenen Rettungsmaßnahmen gegen eine Katastrophe. Ich meine mittlerweile, man muss sich mit seinem Körper arrangieren. Man muss mit Verstand durch das Leben laufen und sich selber klarmachen, was mit einem ist. Wie man damit leben kann. Und nicht auf irgendwelche noch so klugen Sprüche gleich eingehen und darauf hören. Leider macht man da auch Erfahrungen misslicherweise an seinem eigenen Körper. Aber dann ist das halt so. Man kann auch nicht das Leben zurückschrauben und wieder 20 sein! Aber so tun auch manche der Herren Ärzteschaft und Diätratgeber. Hurra – hier gibt es wieder einen Wundertrank oder tolle Tricks, wie du wieder jung und schlank wirst. So wie das Märchen vom Jungbrunnen, wo auf der einen Seite ganz alte schwer kranke hineinkriechen und auf der anderen Seite kommen sie jung und schön wieder heraus. So ist das Leben nicht. Und es gibt auch verschiedene Sichten, was denn überhaupt schön ist. Immer wieder und immer wieder wird darauf herumgehackt, dass dick sein grausam ist, es wird den Menschen vorgegaukelt. Und so wird eine falsche Sicht gegeben, denn es gibt so viele unterschiedliche Menschen, da gehören auch die die Dicken dazu. Nun ja, manchmal lässt es ja auch hoffen, wenn man sich so umschaut, so gibt es meine ich mittlerweile auch eine größere sich entwickelnde Art Akzeptanz für korpulente Menschen. Auch ich selbst persönlich erlebe das, wenn ich draußen bin. Dafür bin ich schon sehr dankbar. Man kann Mensch sein unter Menschen. RYANA:cool3:
  • Macht man zu Beginn der Diät oder Ernährungsumstellung Sport, ist es gut möglich, dass die Zahl auf der Waage nicht weniger wird, da sich Muskeln aufbauen. Nimmt man Tabletten kann das die Abnahme ebenfalls beeinflussen. Ich habe mal etwas über einen sehr interessanten Vergleich gelesen. Zwei Freundinnen.. die eine schlank, die andere leicht übergewichtig, sagten, dass sie beide dasselbe essen würden, aber die schlanke eben keine Gewichtsprobleme habe, die andere schon. Daraufhin wurde dokumentiert was [U][B]genau [/B][/U]die beiden Freundinnen gegessen haben.. und der Unterschied war nicht allzu groß, aber summierte sich eben.. es waren wirklich nur ganz kleine Unterschiede, die oftmals gar nicht so auffallen, aber eben doch sehr ausschlaggebend sein können. Ich will ja gar nicht anzweifeln, dass es wirklich Menschen gibt, die nicht abnehmen, aber da gibt es meist auch Gründe, Schilddrüse, Tabletten, zu viel Essen, Krankenheiten etc. Im Normalfall funktioniert es mit dem Abnehmen aber.
    • Offizieller Beitrag
    [quote='Lutaihna','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=101150#post101150']Im Normalfall funktioniert es mit dem Abnehmen aber.[/QUOTE]Ich halte die Frage, ob man abnehmen kann oder nicht, nicht für wichtig. Ich halte die Frage, ob man sein Gewicht halten kann, für wesentlich wichtiger. Ich konnte das trotz dauerhafter Ernährungsumstellung seit vielen Jahren nicht. Deshalb kann ich keinem Menschen mit reinem Gewissen raten, "es noch mal zu versuchen". Mit meinem Wissen von heute hätte ich keinen meiner Abnehmversuche unternommen. Dann wäre ich mit Sicherheit niemals so dick geworden, wie ich es bin. U.a. deshalb wurde diese Plattform gegründet: Um dicken Menschen zu zeigen, wie man es nicht machen soll. Es ist immer allemal besser, sich dem Halten seines Gewichts zu widmen und alles zu tun, damit man gesund bleibt, als permanent in sein System einzugreifen und es mehr und mehr durcheinander zu bringen. Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Gewichtsreduktion gesünder macht. Im Gegenteil, es ist bereits seit mindestens 15 Jahren bekannt, dass hohe Gewichtsreduktionen lebensverkürzend sind. Bis heute hat die Wissenschaft es nicht fertiggebracht herauszuarbeiten, welchen Stellenwert die permanenten Eingriffe in das System dicker Menschen (Diäten) bei der Assoziation der so genannten "Begleiterkrankungen" der Adipositas haben. Daran besteht wohl aus wirtschaftlichen Beweggründen auch kein Interesse. In einem anderen Thread schriebst Du, es gäbe nicht nur "viel essen" und "hungern", sondern auch das Mittelmaß. Normales Essen ist aber keine Garantie dafür, dass man abnimmt. Bei mir funktioniert das jedenfalls nicht. Ich habe nur die Alternative Hungern. Und die ist mir zu gefährlich, da sie einen Eingriff in mein System darstellt. Und als Schilddrüsenoperierte und Diätgeschädigte ist mein Bedarf an Eingriffen in mein System mehr als gedeckt.
    [color=#A52A2A][b]Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.[/b] [b]Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im [url='https://www.das-dicke-forum.de/forum/index.php?legal-notice/']Impressum[/url].[/b][/color]

    2 Mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Ergänzender Satz

  • Ich kann Martina nur zustimmen! Mit jeder Diät habe ich abgenommen. Ich habe so oft diätet, dass ich sicherlich viel mehr abgenommen habe, als ich jetzt wiege. Würde dieser trügerische "Erfolg" nicht stattfinden, gäbe es keine Diätindustrie, die verdient und verdient und verdient. Und warum verdient sie unaufhörlich? Weil es bei kaum einem Menschen eine dauerhafte Abnahme gibt und sie somit "treue" Kunden bleiben.
  • Auch ich kenne den spießrutrnlauf Ärzte, Diäten, Sport, Abnahme und Jojo... Ich hatte aber auch die gelegenheit einige "ehrliche Ärzte " kennen zu lernen. Mein früherer Hausarzt der tobsuchtsanfälle bekam als ich ihm unter Tränen gestand das ich bulämische Attacken habe, der daraufhin nur meine, darauf hab ich bei dir nur gewartet, hör auf damit schlank sein zu wollen, du wirst nie in Grösse 38 passen, dazu bist du biologisch nicht ausgelegt. Er verordnete mir die erste Therapie meines Lebens, die Gott sei dank erfolgreich war. Ein Kardiologe, der mir sagte das ich ja selbst wisse das übergewicht, rauchen, stress Bluthochdruck begünstigen, jedoch die erbliche Komponente den grössten Teil ausmacht. nachdem ich ihn fragte warum mir dann fast jeder arzt um die Ohren schmeisst ich währe selber schuld sagte er nur "es ist einfach jemandem die schuld zu geben, wenn man den Grund nicht weiss "!!! Ein Chinesischer arzt, der regelmässig zu einem meiner Ambulanten Patienten kam, fragte ich ob Akupunktur mir helfen könne, er sagte sicher könne er dafür sorgen, das ich noch weniger esse als jetzt, nur eine Genetische disposition können auch die Nadeln nicht wegzaubern. und letzten endes meine Therapeutin, die bis sie altershalber auf Psychotherapie umstieg eine internistin war... sie meinte ich solle vielleicht mal überlegen ob das so wie es ist einfach meine Konstitution ist... Klar fress ich jetzt ned unaufhörlich in mich rein, zumal ich auch gelernt habe das ich stress , frust und traurigkeit mit essen kompensiere. Aber dieses Wissen hat den unheimlichen druck abnehmen zu müsssen von mir genommen, somit stress und frust reduziert und siehe da, es geht zwar nur 100 g weise und sehr langsam abwärts, aber es geht. Ausserdem habe ich ein warnendes beispiel fast jeden Tag bei der Arbeit vor mir. Eine kollegin hat innerhalb eines Jahres 50 Kilo abgenommen... und siehe da, sie hat massive Kreislaufprobleme, fühlt sich kein bisschen anderst wie vor dder Abnahme und kämpft um jedes gramm um ihr gewicht zu erhalten... Und eine Freundin von mir, die gegen starkes Untergewicht kämpft... Sie hat die selben Probleme wie dicke auch, nur anderst herrum... Sie war bei zig Ärzten um heraus zu bekommen warum sie so dünn ist, Sie steht permanent auf die waage um zu sehen ob da nicht 500 g mehr drauf sind. Sie grübelt ständig darüber nach was sie essen soll, was die meisten Kalorien hat. Sie hat sich für dieses Jahr vorgenommen 6 Kilo zuzunehmen, sie währe dann noch immer untergewichtig, aber es währe ein Anfang für sie. Sie muss sich regelmässig anhören sie sei doch magersüchtig, sie sei zu arm um sich was zu essen zu kaufen, und wird immer eifersüchtig von anderen Frauen beäugt... Also man sieht letztendlich sollte man zufrieden sein mit dem was man hat...
  • Hallo, Das was Martina schreibt ist ein regelrechter Merksatz. Fast kann man ihn sich aufhängen! Ich finde es so super, dass es dieses Forum gibt und das hier so engagiert und intelligent gearbeitet und argumentiert wird. Es ist richtig, wenn man es erstmal schafft, das Gewicht zu halten, ist das ein Riesenerfolg! Aber bei Geschädigten Körpern ist das nicht immer leicht und jeder selbst muss für sich herausfinden, was vorliegt. Es ist wichtig, fundiert Bescheid zu wissen. Aber da muss man sich viele Meinungen einholen und nicht aufgeben. Und dann komme ich noch zu meinem Titel Satz: wo sind die vielen Toten? Es wird doch immer gepredigt, das Übergewicht total Lebensverkürzend ist! Was hat man mir gesagt, als ich mit 30 95 kg wog? Ich war da zu seinem Sportarzt gegangen und der überfiel mich sogleich, dass ich viel zu dick sei, wenn ich weiter so machen würde wäre ich mindestens in zehn Jahren tot. Komisch, ich bin 52? Und wiege 230 kg! So tot fühle ich mich nicht. Wenn ich schon mit 95 Kilo nach zehn Jahren sterben hätte müssen, so müsste ich schon längst mit diesem Gewicht tot sein. Da kann man ja kaum einen Monat mit Überleben, nach solchen Angaben. Ich will nicht der fröhlichen Übergewichtigkeit predigen, aber man will den Menschen Angst machen, damit sie ja nur schnell abnehmen. Und wie so wird unsere Sterblichkeit genau in diesen westlichen Kulturen immer höher, wo doch genau dort die immer dickere Gesellschaft lebt, die doch so früh verstirbt? Ich habe mich schon immer gefragt, was alles diese Zahlen sollen? Einerseits wird ein durchschnittlicher Mensch fast 80 jetzt, und das bei den statistisch gesehenen hauptsächlich übergewichtigen Menschen? Also auf jeden Fall gibt dieses Überlegen darüber doch zu denken, dass da andere Dinge wirken. Ich will ja wirklich nicht hetzen, oder ist es so, dass gerade weil es den Menschen in diesen Gesellschaften so gut geht, auch mit Übergewicht, dass sie deswegen so alt werden? Darf sowas überlegt werden? Auf jeden Fall ist es so wichtig, wie dieses Forum sich auch zum Grundsatz gemacht hat, nicht mehr diesen Diäten nach zu hetzen. Und auch sich zu arrangieren mit seinem Gewicht und aufhören nach etwas zu jagen, was nicht machbar ist. Wir können auch nicht am Felsen stehen und ausrufen, dass ich nun fliegen kann. Auch nicht mit irgendwelchen Pillen oder Wundermitteln oder Training. Es ist so lebensfremd, was aber Volkesmeinung ist und auch zu viel noch von der Ärzteschaft verbreitet wird. Immer wieder steht bei mir drin, dass es wichtig ist, dass ich bald abnähme, in jedem Bericht, die jeder Arzt schreibt. Wahrscheinlich auch um sein eigenes Gewissen zu beruhigen, er habe was dazu gutes gesagt. Und bei mir ist es wirklich so-also ich weiß wovon ich spreche-, dass ich schwer behindert bin, auch wegen dieser vielen die Diäten, auch aber wegen erblicher Angelegenheiten, die zu Krankheiten führten, welche dann die Folge haben, Übergewicht zu produzieren – und sehr viel daran arbeite und nachdenke. Aber für mich kommt es nicht infrage, das Gewicht nach unten zu drehen, denn dann weiß ich aus nur zu guter selbsterfahrener leidvoller Geschichte, dass ich dann mein Leben verkürze. Welch ein Unsinn ist es doch, zum Beispiel mir zu sagen, wo ich normal esse – sogar 70 % meines eigentlichen Tagesbedarfes – dass ich mir eine Magen OP überlegen solle! Wird immer wieder erwähnt von den Ärzten. Was soll ich damit? Dann würde dieses unsägliche Verhungern am eigenen Leibe eventuell passieren oder man käme in unglückliche Krankheitssituationen, wo man dann viel und ungesünder sich flüssige Nahrung zuführen muss, weil die Kalorien der Körper braucht.Verhungern ist furchtbar! Ich habe zu viele Schwerstgewichtige mit Magen OP gesehen. Die wieder zugenommen hatten! Dann habe ich auch welche gesehen, die namen ständig ab– fast wie ein Skelett und mussten ständig behandelt werden. An Sport treiben war dann nicht mehr zu denken, bei vielen Magen operierten, weil sie nicht die nötige Nahrung aufnehmen können, um einen Sport durchzustehen. Ich also und eine Magen OP – der größte Aber-Witz! Eigentlich sagt man da ja, dass es für Menschen sein soll, die so 10.000 Kalorien am Tag essen, die nicht aufhören können zu essen… stelle ich auch infrage, will ich aber nicht weiter kommentieren. Aber mir das dann auch zu empfehlen, welche Hilflosigkeit ist das denn? Aber es wird immerfort wieder mir mit ernster Miene unterbreitet und als ob ich nicht wollte, so merkt man das richtig in den Hinter Gedanken dieser Leute! Das wurmt mich sowas von extrem! Martina hat so recht – auch für mich käme nur das extrem hungern infrage, um eventuell etwas Gewicht zu verlieren! Aber es ist ein Eingriff in das System, das nicht der Natur entspricht, sondern der schlimmste Ernstfall! Der schlimmste Ernstfall für den Körper, weil er dann nicht mehr das ausgleichen kann, was er bisher getan hat bei der normalen bisherigen Ernährung und dem dicken Körperzustand, den er nun mal hat und wohl auch momentan braucht. So war es auch in Bodenteich – als ich da war musste ich 16 Wochen in einem Bett liegen. Ohne irgend eine Tätigkeit. Alles wurde mir ans Bett gebracht, ich wurde sogar im Bett gewaschen. Da konnte ich etwas ab hungern, aber ist das das Leben? Nein, als ich zur Realität nachhause kam und vieles von mir gefordert wurde, dem ich mich einfach alltäglich stellen musste, konnte ich nicht weiter im Bett liegen und nichts tun. Und für Leistung braucht man auch Energie und da muss man essen. Auch das Gehirn braucht die Energie! Es ist also total lebensfremd, das mit dem Abnehmen. Martina erwähnte, dass es bekannt sei, dass Abnehmen Lebensverkürzend ist. Dem stimme ich nur durch meine Erfahrung, bisherigen "Forschungen"und Wissen zu. Wisst ihr auch irgendwelche faktischen Quellen darüber? Es wäre schön, wenn jemand mir da Mitteilung machen könnte. RYANA

    Einmal editiert, zuletzt von Ryana ()

    • Offizieller Beitrag
    [QUOTE]P. M. Nilsson et al: “The enigma of increased non-cancer mortality after weight loss in healthy men who are overweight or obese”. Journal of Internal Medicine, 2002, Vol. 252, 70 ff. Sechs Jahre dauernde Studie an knapp 5722 Männern aus Malmö in Schweden, die abgespeckt hatten. Irritierendes Ergebnis: erhöhte Mortalität für alle Krankheiten außer Krebs bei Männern, die abgenommen hatten. Erhöht zumindest gegenüber den gewichtsstabilen Übergewichtigen. Man könnte daraus schließen: Sehr starkes Übergewicht ist zwar lebensverkürzend, aber noch schlimmer erwies sich Abnehmen. Die Verhinderung von weiterer Gewichtszunahme, so die Autoren, könnte ein besserer Weg sein als der Gewichtsverlust. [size=8][URL='http://dgwt.de/docs/fw_31_2003.pdf']Quelle[/URL][/SIZE][/QUOTE]Ich habe erstmals Mitte der 90er Jahre davon gehört. Damals war es ein japanischer Forscher, der herausfand, dass mit jeder hohen Gewichtsabnahme von 20-30 kg sich die Lebenserwartung um 5 Jahre verkürzt. Leider habe ich jetzt adhoc im Netz nichts dazu gefunden. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Pollmer auch etwas dazu gibt.
  • Ich bin inzwischen total verwirrt :confused::confused::confused::confused::confused: Ich bin überzeugt davon, dass Diäten die Gesundheit schädigen und die Lebenserwartung eher verkürzen. Das hat viel mit Stress und ungesunder Ernährung zu tun. Für mich ist der Kern dabei, dass man dem Körper nicht gibt, wonach er verlangt und das halte ich für ungesund, weil unser Körper besonders ist und sich nicht an Ernährungsrichtlinien hält. Soweit ja noch ganz einfach. Ich sehe es inzwischen auch so, dass Übergewicht nicht automatisch die Lebenserwartung verkürzt. Es gibt Krankheiten, wo Übergewicht schlecht ist und es gibt welche, wo es eher hilft und eine Menge Krankheiten, wo es völlig egal ist. Jetzt aber das Thema mit dem Abnehmen. Ich nehme zur Zeit ab. Nein, ich mache keine Diät. Ich ernähre mich so, wie es mir bekommt und so, dass ich satt bin und ich esse auch alles, was bei jeder Diät verteufelt wurde und auch nicht in abgezirkelten Mengen. Ich bin ein Genußmensch. Ich habe "nur" seitdem ich mich so akzeptiert habe, wie ich bin, meine letzten Baustellen der Esssucht überwunden. Es gibt keine Situationen mehr, in denen ich essen muss. Ich muss nicht mehr als bis gut satt essen, um befriedigt zu sein usw und ich mache Sport, weil ich gerne fit bin. Das alles reicht aus, damit ich langsam (!) abnehme. Eigentlich möchte ich meinem Körper die Chance geben den Punkt zu finden, an dem er sich wohl fühlt und wo er automatisch bleibt, bei einem Verhalten, dass sich für mich gut anfühlt. Wenn ich aber lese, dass jede starke Gewichtsabnahme das Leben um 5 Jahre verkürzt, dann habe ich zum einen sowieso schon ein echtes Problem - das habe ich schon vier oder fünf Mal hinter mir (auch mehr als 30kg) und will natürlich nicht, dass das noch einmal passiert. Ich kann mir vorstellen, dass das ähnlich problematisch wie die Statistiken über gesündere schlanke Menschen ist. Es gibt so viele Vorfaktoren. Beispielsweise kann ich mir vorstellen, dass Männer die überwacht werden, viel mehr tun, um nicht wieder zuzunehmen und dass es dann in dem Zuge zu Mangelernährungen gekommen ist, oder zu Sport bei Erkältungen und damit Herzmuskelschwächen und wer weiß, wie die Leute abgenommen haben. Bei dieser Anzahl von Männern glaube ich einfach nicht, dass sie alle so abgenommen haben, wie ich gerade beschrieben habe, dass es bei mir passiert. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was daran ungesund sein soll - ich kann mich jetzt doch nicht mästen - oder? Ich dachte, dass das Hören auf den Körper die richtige Leitlinie wäre - stimmt das nun doch nicht? :confused: Ich weiß, ihr seid auch keine Ärzte, aber wie würdet ihr das einschätzen? Liebe Grüße, Wollmaus
    • Offizieller Beitrag
    [quote='wollmaus','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=101202#post101202']Ich dachte, dass das Hören auf den Körper die richtige Leitlinie wäre - stimmt das nun doch nicht? :confused:[/QUOTE]Objektiv kann ich Dir das nicht beantworten. Subjektiv stimme ich Dir absolut zu. Ich bin jemand, der sehr gut in seinen Körper hineinhorchen kann. Das wurde mir bereits von Ärzten bestätigt. Deshalb ist das Hören auf meinen Körper definitiv meine Leitlinie. Ich bin fast 52 Jahre alt und seit ca. 30 Jahren schwerer als 100 kg, teilweise sehr viel schwerer. Ich habe keinen Diabetes und auch sonst vollkommen unauffällige Blutwerte. Das Einzige, was mir Kummer bereitet, sind meine bei einer Serie von Stürzen vor fünf Jahren gerissenen Menisken, die mich gelegentlich sehr behindern. Die allein begründen meinen Wunsch, leichter zu sein, wobei ich dann aber immer noch dick wäre.
  • [quote='Martina','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=101195#post101195']Damals war es ein japanischer Forscher, der herausfand, dass mit jeder hohen Gewichtsabnahme von 20-30 kg sich die Lebenserwartung um 5 Jahre verkürzt. Leider habe ich jetzt adhoc im Netz nichts dazu gefunden. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Pollmer auch etwas dazu gibt.[/QUOTE] Nicolai Worm schreibt im Buch "Daetlos gluecklich" ueber mehrere solche Studien, die zum Ergebnis gekommen sind, dass eine Gewichtsabnahme lebensverkuerzend ist. Danke fuer die Quelle. :)