Brauche Rat (Freund, Familie etc)

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    • Brauche Rat (Freund, Familie etc)

      Hi zusammen,

      Ich brauche unbedingt etwas Rat und Hilfe.
      Es geht nicht um mich (ich selbst bin schlank) sondern um meinen Freund. Er hat ziemliches Übergewicht.
      Wieviel er genau wiegt weiß ich leider nicht, ich schätze ihn aber auf ca. 130 Kilo (vor einem dreiviertel Jahr hatte er 124 bei Kleidergröße 58, heute trägt er 62 - könnte also hinkommen, oder?)

      In unserem Freundeskreis ist das alles kein Problem - Hier gibt es viele dick-dünne Paare, wenngleich die Kombi "Sie dick Er dünn" häufiger vorkommt als der umgekehrte Fall. Aber unter uns wird jeder so akzeptiert, wie er ist.
      Nur in meiner Familie ist es nicht so.
      Ich lebe mit meiner Mutter (normal-schlank) und Großmutter (dünn) zusammen, und die beiden können seine Figur absolut nicht akzeptieren. Vielleicht auch deswegen, weil mein Exfreund eher der schlanke, durchtrainierte Sportlertyp war.
      Meinem jetztigen Freund gegenüber sind sie immer freundlich und nett, aber hintenrum wird echt täglich nur gelästert.
      Egal, was ich von ihm erzähle, immer kommt das Gespräch auf sein Gewicht (Bsp: "Und dann sind wir Achterbahn gefahren" - "Hat er da überhaupt in den Sitz reingepasst mit seinem Bauch?")
      Und auch sonst lassen sie keine Gelegenheit aus, über seine Figur und seine Essgewohnheiten herzuziehen:
      "Und wieviel er beim Mittagessen wieder gefressen hat !!!"
      "Also, mir würde es grausen ihn anzulangen, so schwabbelig wie der ist"
      "Den Kerl wirst du in 20 Jahren mal im Rollstuhl rumschieben müssen"
      Bla bla bla...
      Die Kommentare gehen wie man sieht oft übelst unter die Gürtellinie. Das sind nicht einfach nur "dumme Witze" sondern echt beleidigende Sachen, da bleibt mir oft die Luft weg und ich weiß nicht mehr was ich sagen soll. Ich habe außerdem Angst, dass er von den Lästereien der beiden mitbekommt und das unsere Beziehung gefährdet.

      Das andere Problem ist das Abnehmen.
      Ich würde ihn NIE dazu zwingen oder überreden wollen, wegen mir abzunehmen. Ich liebe diesen Mann einfach, nicht wegen oder trotz seiner Figur, sondern... ich liebe ihn einfach, so wie er ist.
      Es ist nur so dass er
      1) ziemliche gesundheitliche Probleme bekommen hat (Bluthochdruck, Herzprobleme, Rücken- und Knieschmerzen) und schon alleine deswegen abnehmen sollte,
      2) selbst mit seiner Figur sehr unzufrieden ist und immer davon redet, endlich abnehmen zu wollen.

      Auf der einen Seite bittet er mich darum, ich solle ihm beim Abnehmen helfen - gesündere Sachen kochen, ihn davon abhalten, sich im Supermarkt ständig Chips und Schokoriegel zu kaufen, nicht mehr mit ihm zu McDoof gehen...
      Auf der anderen Seite boykottiert er dann, wenns drauf ankommt, jeden meiner Versuche.
      Er mag das fettärmere Essen was ich koche nicht. Er geht zwar nicht mehr mit mir, aber während seiner Mittagspause mit Kollegen Fastfood essen. Er ist schnell beleidigt, wenn er sich etwas Süßes kaufen will und ich ihn an seinen Vorsatz erinnere.
      Das Schlimmste ist, dass er immer versucht mir ein schlechtes Gewissen zu machen: Er müsse doch die ganze Woche hart arbeiten, er brauche die Energie, er hätte sich jetzt dies-und-jenes verdient - als ob ich ihm nichts gönnen wollte.
      Ich traue ich schon gar nicht mehr irgendetwas zu unternehmen um ihm zu helfen

      Meine Fragen:
      - Wie kann ich meiner Familie klarmachen, dass ich zu meinem Freund stehe und ihn liebe? Kennt jemand die Situation, vielleicht aus der anderen Perspektive, und hat ähnliche Erfahrungen machen müssen? Gibt sich das mit der Zeit?
      - Hat jemand irgendwelche "gepfefferten Antworten", die ich auf die ständigen Sticheleien und Dicken-Witze meiner Family geben kann?
      - Kann ich ihm (oder soll ich überhaupt) helfen, abzunehmen, oder bedeutet seine Haltung, dass ich ihn damit wirklich lieber in Ruhe lassen soll? Denn eigentlich will er ja abnehmen - nur nicht in dem Moment, wo es drum geht etwas dafür zu tun...

      Sorry für so viel Text und so viele Fragen, aber ich hoffe einfach dass ich hier die richtigen Antworten finde!

      Gruß, Felicia
    • Hallo Felicia,
      ich finde es erstmal echt toll, dass du dich versuchst im Interesse deines Freundes hier zu informieren!
      Ich kann mir gut vorstellen, dass die von dir beschriebenen Situationen für dich ziemlich schwierig sind. Beim Lesen der Dinge, die von deiner Familie über deinen Freund geäußert werden, habe ich ehrlich gesagt einige meiner schlimmsten Befürchtungen bestätigt gefunden. Ich selber bin auch sehr dick und habe einen schlanken Freund und oft fürchte ich, dass seine Kollegen freunde oder auch die Familie sich und ihn in meiner Abwesenheit fragen könnten, warum um alles in der Welt mit einer wie mir zusammen ist. Ob jetzt 'nur' wegen der Optik oder auch weil sie davon ausgehen, dass es mit der Gesundheit dann ja auch nicht weit her sein kann ist dabei ja erstmal unwesentlich. Wirklich gehört habe ich sowas von meinem Freund noch nie und ich hoffe, das bedeutet, es kommt auch nicht vor bisher...

      Aber nun zu deinen Fragen:
      - Wie kann ich meiner Familie klarmachen, dass ich zu meinem Freund stehe und ihn liebe? Kennt jemand die Situation, vielleicht aus der anderen Perspektive, und hat ähnliche Erfahrungen machen müssen? Gibt sich das mit der Zeit?
      - Hat jemand irgendwelche "gepfefferten Antworten", die ich auf die ständigen Sticheleien und Dicken-Witze meiner Family geben kann?
      Also ich denke, es ist auf jeden Fall der richtige Ansatz, zu versuchen deiner Familie klar zu machen dass du deinen Freund liebst wie er ist. Darüber hinaus könntest du vielleicht noch deutlich machen, dass dich ihre Äußerungen auch verletzen und dass sie alles in allem auch einfach ziemlich menschenverachtend sind. Ich persönlich würde da glaube ich auch gar nicht auf so eine scherzhafte Ebene gehen, weil es mir damit ziemlich ernst wäre und das sollte dann auch rüber kommen.
      Ob es von alleine aufhört wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln und deshalb würde ich wie gesagt wirklich in einem ernsthaften Gespräch mit allen betreffenden Angehörigen oder auch mit jedem einzeln mal deine Situation schildern und wie sehr du darunter leidest, wie sie sich über deinen Partner äußern.
      Ich weiß jetzt nicht wie alt du bist, aber sofern du volljährig bist, geht es deine Familie doch letztlich auch überhaupt nichts an, welchen Partner du dir aussuchst. Haupstache ist doch, du bist mit ihm glücklich! Und wenn sie dich dann mit ihren blöden Kommentaren unglücklich machen, kannst du ja auch einfach mal den Kontakt zu ihnen auf ein Minimum runterschrauben. Vielleicht wird ihnen dann bewusst, was sie mit ihrem Verhalten riskieren. :rolleyes:

      - Kann ich ihm (oder soll ich überhaupt) helfen, abzunehmen, oder bedeutet seine Haltung, dass ich ihn damit wirklich lieber in Ruhe lassen soll? Denn eigentlich will er ja abnehmen - nur nicht in dem Moment, wo es drum geht etwas dafür zu tun...
      Diese Frage finde ich sehr schwierig, weil ich von mir selber aus den Zeiten der unzähligen Abnehm- und/oder Ernährungsumstellversuche weiß, dass ich mir auch immer sehr die Unterstützung meines Partners dabei gewünscht habe.
      Ich denke, du solltest dich da besser 'raushalten', in dem Sinne, dass es seine Entschedung ist, ob er sich anders ernähren will und ob er den teilweise vielleicht auch mühsamen Weg dahin auf sich nehmen will. Er muss die Verantwortung übrnehmen und kann sie nicht dir überhelfen, indem er dich bittet, ihn zu 'erinnern', nur um dir dann irgendwelche Gründe zu nennen, warum er es jetzt aber doch anders macht, als er eigentlich vorhatte.
      Das geht für mein Empfinden über ein Erinnern hinaus und scheint mir eher in irgendwelche (Macht-)Kämpfe zu führen, die nun wirklich nicht du mit ihm führen musst.
      Ich finde es toll, wenn du ihn unterstützt, sich gesund zu ernähren, sich zu bewegen und Dinge zu tun, die euch beiden gut tun. Aber zwingen kannst du ihn nicht und wenn er es alleine nicht hinbekommt, dann muss er sich vielleicht irgendeine Unterstützung von außen suchen. So schätze ich das zumindest ein, wenn ich dich hier lese. ;)
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dramaqueen () aus folgendem Grund: Huch, falscher Name... sorry!

    • also, ich wäre stinksauer. sowohl deine familie, wie auch dein freund benehmen sich dir gegenüber unmöglich.

      du bist weder deiner familie rechenschaft schuldig dafür, welchen mann du dir aussuchst, noch musst du dich zum sündenbock für die frustrierenden abnehmversuche deines liebsten machen lassen.

      da ist klartext gefragt. versuch deiner familie klar zu machen, dass sie dich mit ihrem, vielleicht nur gedankenlosen, vielleicht bösartigen, gerede verletzen. wenn sie es dann bleiben lassen, super. wenn nicht, gespräch abbrechen umdrehen und gehen.

      die sache mit deinem freund ist schwieriger.

      möglicherweise glaubt er nicht, dass du ihn so liebst, wie er ist. viele dicke tun das nicht. vielleicht fühlt er sich zu immer neuen anläufen verpflichtet sich der norm anzupassen. aber dass er sein antrainiertes schlechtes gewissen quasi an dich delegiert geht gar nicht.

      du tragst keine verantwortung für seine gesundheit (und immer neue vergebliche abnehmversuche sind mindestens so ungesund wie übergewicht) oder seine ernährung. du bist nicht seine mutter. koch wie früher, und wie es euch offensichtlich beiden schmeckt. will er weniger essen, kann er kleinere portionen nehmen. aber das ist seine sache, nicht deine.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Ich schließe mich da an, vor allem Rita.

      Ich würde gegen solche Sticheleien seitens der Familie vorgehen, wenn man nie etwas sagt, fühlen sich die Stichler eher bestätigt. Ich glaub, wenn mir jemand meine Erzählungen andauernd mit gehässigen Bemerkungen kommentieren würde, wäre ich irgendwann soweit ihm zu sagen: "Ich lass es jetzt lieber, dir etwas zu erzählen, wenn du andauernd so bösartig reagierst" So etwas müsste ich mir einfach nicht geben.

      Was deinen Freund betrifft: dem würde ich an deiner Stelle den Kopf auch ein wenig "geraderücken", also, ohne gleich die Keule rauszuholen. Ich würde ihn auf sein verwirrendes/ambivalentes Verhalten ansprechen und ihn fragen, was ich davon zu halten habe, und dass ich ihm so nicht helfen kann, da er sich scheinbar aus irgendwelchen Gründen zu Diäten zwingt, aber offenbar nicht diäten will. Wenn er nciht diäten will, ist das doch auch ok, schließlich magst du ihn ja so, wie er ist. Es ist moralisch eben nicht verwerflich, wenn man dick ist, und diätfrei lebt, das sollte er sich verinnerlichen...

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Hallo Felicia,

      zum Thema Familie kann ich meinen Vorredner nur zustimmen.
      Was deinen Freund und seine Diät angeht, würde ich dir raten, dass du hier im Forum mal ein wenig liest und vielleicht auch beispielsweise ein Buch vom Polmer - dann erfährst du einiges über die Gefahren von Diäten. Dann kannst du mit deinem Freund ein offenes Gespräch führen. Entscheiden muss er selbst, aber ich denke, dass ihr klare Grenzen abstecken müsst, was deine Mithilfe angeht - da müsst ihr genau überlegen, was für euch passt und was nicht - Kontrolle finde ich beispielsweise ganz schwierig und das fühlt sich ja auch offenbar für euch nicht gut an - gemeinsame Unternehmungen sind etwas anderes.

      Ich wünsche dir viel Erfolg und würde mich freuen, wenn du erzählst, wie es weiter gegangen ist.

      grüße,

      wollmaus
    • Hallo Felicia,


      ich melde mich zwar nicht oft zu Wort hier, aber an dieser Stelle möchte ich noch eine kleine Anregung geben.
      Was die Sticheleien Deiner Familie angeht ist eigentlich alles gesagt: Lass sie wissen, dass ihre Worte Dich verletzen und verbitte Dir solche dummen Kommentare. Wenn das nichts fruchtet, bleibt nur ein konsequenter Gesprächsabbruch, wenn das Thema wieder auf den Tisch kommt.

      Felicia schrieb:


      Das Schlimmste ist, dass er immer versucht mir ein schlechtes Gewissen zu machen: Er müsse doch die ganze Woche hart arbeiten, er brauche die Energie, er hätte sich jetzt dies-und-jenes verdient - als ob ich ihm nichts gönnen wollte.

      Dieser Satz ließ mich aufhorchen. Ich denke nicht, dass Dein Freund Dir ein schlechtes Gewissen machen möchte.
      Viel mehr drückt er mit dieser Aussage ziemlich deutlich aus, was vielleicht die Ursache seines Essverhaltens und seines Übergewichts sein könnte:
      er empfindet seine Arbeit als kraft- und energieraubend und braucht das Essen als Stresskompensator und Belohnung.
      Da liegt meiner Ansicht nach der Ansatzpunkt. Es gilt herauszufinden, wie er besser mit seinem Job, dem Stress und dem Energieverlust umgehen könnte, statt eben mit Essen zu kompensieren.
      Vielleicht ist ihm seine Aussage, die er hier gemacht hat auch gar nicht so klar.
      In meinen Augen könntest Du ihm am besten helfen, indem Du ihm hilfst, neue Wege zu gehen, was Arbeit und Stress angeht.
      Vielleicht könntet ihr zusammen nach seiner Arbeit spazieren gehen? Eine Stunde in Wald/Park/was auch immer würde vielleicht helfen, die Last der Arbeit los zu werden. Außerdem macht's Spaß, gerade jetzt in den Herbstlaubwäldern ;).
      Und danach könnte man daheim ein schönes gemeinsames Essen genießen.
      Dazu fällt mir noch ein: was genau mag er an Deinem fettärmeren Essen nicht? Vielleicht gibt's da ja auch noch Verbesserungsmöglichkeiten?

      Liebe Grüße
      Irene
    • iko66 schrieb:

      Hallo Felicia,


      ich melde mich zwar nicht oft zu Wort hier, aber an dieser Stelle möchte ich noch eine kleine Anregung geben.
      Was die Sticheleien Deiner Familie angeht ist eigentlich alles gesagt: Lass sie wissen, dass ihre Worte Dich verletzen und verbitte Dir solche dummen Kommentare. Wenn das nichts fruchtet, bleibt nur ein konsequenter Gesprächsabbruch, wenn das Thema wieder auf den Tisch kommt..
      Viel mehr drückt er mit dieser Aussage ziemlich deutlich aus, was vielleicht die Ursache seines Essverhaltens und seines Übergewichts sein könnte:
      er empfindet seine Arbeit als kraft- und energieraubend und braucht das Essen als Stresskompensator und Belohnung.
      Da liegt meiner Ansicht nach der Ansatzpunkt. Es gilt herauszufinden, wie er besser mit seinem Job, dem Stress und dem Energieverlust umgehen könnte, statt eben mit Essen zu kompensieren.
      Vielleicht ist ihm seine Aussage, die er hier gemacht hat auch gar nicht so klar.
      In meinen Augen könntest Du ihm am besten helfen, indem Du ihm hilfst, neue Wege zu gehen, was Arbeit und Stress angeht.


      Liebe Grüße
      Irene


      :applaus:dem kann ich nur vorbehaltlos zustimmen...das eigentliche Problem ist nicht das Essverhalten an sich, sondern die Bewältigungsleistung, die das Essen für ihn ist...

      ich kenne das aus eigener Erfahrung (Frust-Esser) gut...ich nutze jetzt die Spaziergänge mit meinem Hund als Auspower-Instrument...tut mir gut!

      dieses Essverhalten ist übrigens häufig auch aus der Familie angelernt, sozusagen verhaltensererbt.

      Möglichkeiten, seinen Frust und die Müdigkeit zu bewältigen, gibt es viele...macht das, was euch am meisten Spass macht:five:
    • Hallo Felicia,

      ich denke, du solltest dir nicht so viel zumuten. Der einzige Mensch, der deinem Freund wirklich helfen kann, ist er selbst. Er soll sich erstmal akzeptieren. Egal, ob er abnehmen will oder nicht. Das ist wirklich absolut erste Priortaet, auch wenn es sehr abstrakt klingt.

      Ich kenne es von mir: als ich noch dachte, ich muesse unbedingt abnehmen, lebte ich jeden Tag nicht im "hier und jetzt", sondern in der Zukunft: "wenn ich abgenommen habe, dann..." Das hat nur noch mehr Stress gebracht, und mehr Kilos!

      Ich wollte auch frueher, dass mein Partner mir hilft, habe mich aber genauso geargert, wenn er das versucht hat. Oh, wie gut ich das kenne! Das kann nie, nie gut gehen.

      Genauso gehe ich auf meine Mutter los, wenn sie versucht, irgendwas uebers Abnehmen zu sagen. Es ist einfach absolut fuerchterlich, wenn man als dicker Mensch von schlanken Menschen auf Diaet, weniger essen, mehr bewegen usw. angesprochen wird. Da werde ich persoenlich zur Furie, und so geht es wohl auch deinem Freund.

      Man bekommt dann gleich schelchtes Gewissen, aergert sich uebrer sich selbst, laesst das dann aber eigentlich an dem Menschen aus, der all diese Gefuehle wieder geweckt hat .

      Dein freund sollte diese Vorgaenge anerkennen und dich nicht mehr darum bitten, dass du ihm beim Abnhemen hilfst. Das kann nur zum Streit fuehren.

      Ansonsten finde ich die Worte von BernhardW total wichtig.

      Vielleicht stoeberst du mal zusammen mit deinem Freund in diesem Forum?

      Zu gesundheitlichen Problemen: auch mit einem hohen Gewicht kann man viel fuer seine Gesundheit tun. Er muss dafuer nicht unbedingt abnehmen. Dafuer gibt es viele Moeglichkeiten, wie z.B. Akupunktur oder Feldenkrais.
    • Hoffentlich meldet sie sich noch. Ich finde man kann aber durchaus zwei Dinge hier von einander trennen- Gutes Essen versus Essen von minderer Qulität und Diäten. Es ist festgestellt worden, dass sich Partner in ihrem Essverhalten einander annähern, meistens essen die Frauen gesunder als Männer vor der Beziehung (leider keine Quelle im Kopf). Ich finde, es spricht nichts dagegen, dass Felicia ihrem Freund gutes Essen nahe bringt für den Fall dass er sowas vielleicht gar nicht kennt. (Ich persönlich finde es als eine Art selbstverletzendes Verhalten wenn man nur Fast Food und Süßkram zu sich nimmt - nur meine Meinung (!). Damit meine ich ausdrücklich nicht, dass sie ihm kalorieenreduziertes Essen vorschlägt sondern mal mit ihm zusammen kocht statt Fertigmampf zu kaufen, und Süsstoffe und Geschmacksverstärker runter fährt. Das hat natürlich nix mit einer eventuellen Esstörung zu tun. Ich finde nur es kann nix Schaden gutes Essen zu pflegen, sollte der Fastfoodkonsum an reiner Gewohnheit liegen.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******