Hartz4

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

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    • Ich schliesse mich babelfish an. Mondschein, du verbindest mit dieser Stadt ein sehr quaelendes Ereignis, und es ist vermutlich das Einzige, was dich mit dieser Stadt bisher verbunden hat.

      Diese Zeit musst du ueberstehen, und ich wunesche dir viel Kraft.

      UND: Nach und nach werden mehr Dinge in deinem leben passieren, die dich mit dieser Stadt verbinden. Und der Junge von damals wird zwar vielleicht nicht vergessen, aber er wird nicht mehr so wichtig sein.

      Ich finde es schade, dass du meinst, dass du mit niemanden darueber reden kannst. Ich finde es ganz natuerlich, dass dir in dieser Stresssituation (Studienanfang ist immer sehr stressig) solche Gedanken und Erinnerungen wieder kommen. Wenn es Menschen in deinem Leben gibt, mit denen du darueber frueher geredet hast, dann sollte es jetzt eigentlich moeglich und wuenschenswert sein, mit diesen Menschen nochmals darueber zu reden. Es ist nichts dabei, wofuer du dich schaemen musst.

      Erst heute Abend, noch bevor ich deinen Post gelesen habe, habe ich mich an meinen ersten Freund erinnert. Es ist schon 20 Jahre her, und ich hatte seitdem andere Partner -- und doch erinnere ich mich, und es tut immer noch ein bisschen weh, und ich bin immer noch ein bisschen traurig. Aber ich bin heute viel weniger traurig, als vor 10 Jahren. Also, unsere Gedanken und Gefuehle aendern sich, und auch unsere Einstellung zu frueheren Eriegnissen aendert sich. Bei dir wird es auch so sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Muminfrau ()

    • Muminfrau schrieb:



      Ich finde es schade, dass du meinst, dass du mit niemanden darueber reden kannst. Ich finde es ganz natuerlich, dass dir in dieser Stresssituation (Studienanfang ist immer sehr stressig) solche Gedanken und Erinnerungen wieder kommen. Wenn es Menschen in deinem Leben gibt, mit denen du darueber frueher geredet hast, dann sollte es jetzt eigentlich moeglich und wuenschenswert sein, mit diesen Menschen nochmals darueber zu reden. Es ist nichts dabei, wofuer du dich schaemen musst.


      Das Problem ist, dass ich schon viel zu oft mit meinen Freunden darüber gesprochen und sie mit ihrem Latein am Ende sind. Sie wissen nicht inwiefern sie mir helfen können. Du hast ja keine Ahnung, wie oft ich diese Sache thematisiert habe. Ich denke auch ich wäre irgendwann am Ende mit meiner Geduld.

      Ich kann dir sagen, dass ich es selbst kaum noch ertragen kann über diese Sache nachzudenken. Es kotzt mich regelrecht an......

      meine Freunde wollen einfach nichts mehr darüber hören......
    • babelfish schrieb:

      Warum tust du es dann? Schieb die Gedanken weg wenn sie kommen. Warum gibst du einer längst vergangenen Peinlichkeit soviel Raum in deinem heutigen Leben?


      Das weiß ich doch selbst nicht. Das ist ja das Problem babelfish. Diese Gedanken kommen einfach und ich weiß nicht wie ich sie in den Griff bekommen soll.

      Wegschieben ist einfacher gesagt als. getan. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich zwanghaft daran denke um mich selbst zu bestrafen...das klingt verwirrend ich weiß aber ich kann mir selbst dieses peinliche Verhalten irgendwie nicht verzeihen.....was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich diesen JUNGEN wirklich sehr mochte und ich es versaut habe...er war nämlich nicht abgeneigt......es sollte so sein....aber es ist eben sehr schade
    • mondschein24 schrieb:

      ...aber ich kann mir selbst dieses peinliche Verhalten irgendwie nicht verzeihen.....was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich diesen JUNGEN wirklich sehr mochte und ich es versaut habe...er war nämlich nicht abgeneigt......es sollte so sein....aber es ist eben sehr schade


      Ok, Du hast es versaut. Ja, es ist schade. ABER es ist vergangen, Du kannst es eh nicht mehr ändern, was damals passiert ist. Lerne daraus und mach es das nächste Mal besser. Stecke Deine Energie in die Dinge, die vor Dir liegen, nicht in das, was war.
      Viel Glück.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Vielleicht hilft es dir damit abzuschließen, wenn du alles mal für dich aufschreibst. Alle deine Gefühle, all das worüber du mit niemandem reden kannst. Und wenn du es abspeicherst stellst zu der vor, dass es jetzt zur Vergangenheit gehört.
    • mondschein24 schrieb:

      Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich zwanghaft daran denke um mich selbst zu bestrafen.


      Bist du denn noch nicht genug bestraft weil du ihn nicht bekommen hast? Zerfleisch Dich doch nicht selbst für einen dummen peinlichen Fehler, der Jahre her ist. Versuch doch das nächste Mal wenn die unangenehmen Gedanken kommen, diese kurz zuzulassen und dann an etwas Angenehmes zu denken, etwas bei dem du richtig gut warst, halt an irgendeine Situation zu denken, die das genaue Gegenteil dieses Vorfalls war. Das nimmt den Gedanken nicht sofort, aber auf Dauer den Schrecken.
    • mondschein24 schrieb:

      Das Problem ist, dass ich schon viel zu oft mit meinen Freunden darüber gesprochen und sie mit ihrem Latein am Ende sind. Sie wissen nicht inwiefern sie mir helfen können.


      Sie koennen dir insoweit helfen, dass sie dir zuhoeren. Nichtr mehr, nicht weniger. Du musst deinen Freunden allerdings sehr sorgfaeltig erklaeren, welche Art Reaktion und Hilfe du von ihnen erwartest. Ich nehme an, du moechtest von deinem Zustand erzaehlen und dann getroestet werden? Keine Ratschlaege, einfach nur Mitgefuehl. Das kann nicht jeder, aber wenn es so jemanden in deinem Fruendeskreis gibt, waere es eine gute Hilfe.

      mondschein24 schrieb:

      Ich kann dir sagen, dass ich es selbst kaum noch ertragen kann über diese Sache nachzudenken.


      Stell dir vor, wie lange insgesamt wuerde dieses Nachdenken dauern. 1 Jahr? 2 Jahre? 10 Jahre?

      Stell dir vor, wie es in 1 Jahr sein wird. Du wirst in deinem 2. Studienjahr sein, deine gesamte Lebenssituation wird sich veraendert haben. Meinst du, in einem Jahr wirst du immer noch in diesem Zustand sein?

      Ich bezweifle es sehr. Also, diese quaelende Situation wird bestimmt weniger als 1 Jahr dauern. Vielelicht ein paar Monate, und dann ist es vorbei. Vorbei.

      Nimm alle gute Ratschlaege, die dir hier gegeben wurden, nimm dich zusammen -- und halte noch ein paar Monate durch. Danach wird alles ganz anders aussehen!

      Ich mag diese Mehtode mit quaelenden Gedanken und Erinenrungen umzugehen: Sobald der Gedanke kommt, macht man Folgendes:

      1. Man fragt sich: Ist es der richtige Zeitpunkt, dem Gedanken zu folgen? Habe ich jetzt Zeit, kann ich mir das leisten? (In der Vorlesung: nein, in der Bahn auf dem Weg nach hause oder Abends im Bett: ja).

      2. Wenn keine Zeit da ist, sagst du dir: "Lieber Gedanke, ich habe dich gesehen, aber du passt gerade nicht. Ich denke dich spaeter, wenn ich Zeit habe." Und verscheibst das Ganze (das wird allmaehlich klappen).

      3. Wenn du Zeit hast, dann denkst du diesen Gedanken ganz intensiv 10 oder 15 Minuten. Alles, was dir einfaellt, inklusive Heulen oder Wutschreie, ist erlaubt. Naja, vielleicht nicht in der Bahn -- obwohl ich schon mehrmals in oeffenlichen Verkehrsmitteln geheult habe. Das macht nichts, die Leute schauen eh weg.

      Nach dieser Methode gehst du behutsam mit deiner inneren Welt um. Einerseits werden die Gedanken und Gefuehle nicht unterdrueckt, andererseits stoeren sie nicht zu einer unpassenden Zeit.
    • Ihr seit so toll.............

      Ich nehme jeden Ratschlag an und ich muss sagen, es hilft mir wirklich zu wissen, dass es Leute gibt, die mich nicht für völlig verrückt halten, weil ich über eine Sache nachdenke, die immerhin über 10 Jahre zurückliegt.

      Danke nochmal...mondschein
    • Ach, ich denke über Sachen nach, die 45 Jahre zurückliegen...

      Nur die Reaktion auf solche Gedanken ändert sich mit der Zeit. Zu Anfang, wenn die Wunden noch frisch sind, tut es weh. Später ziepen nur noch die alten Narben, bei bestimmten Bewegungen, Situationen.
      Du hast damals einen Fehler gemacht, das ist alles. Dass du dir bis heute nicht verzeihen kannst, liegt an deinem schlechten Selbstbild (zu dumm, falsch, kreg nix gebacken), und das erzeugt wiederum ein schlechtes Selbstbild (krieg es nicht gebacken hier loszulassen...).
      Was wäre denn gewesen, wenn du diesen Fehler nicht gemacht hättest? Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage? Vielleicht hätte der Junge sich als Oberarsch entpuppt, dann würdest du dir jetzt Vorwürfe machen, dass du ihn dir geangelt hast. Könnte doch sein, oder? Du weißt nicht, was dir erspart geblieben ist (Trennungsschmerz, Liebeskummer, Eifersucht...), du weißt nur, was du glaubst, versäumt zu haben.
      Muminfraus Vorschlag, mit diesen Zwangsgedanken umzugehen wie mit ungebetenen Gästen, ist wirklich gut und funktioniert auch. Ich mache es ähnlich, wenn mich meine Nachtgedanken quälen. Durch Grübeln änderst du nichts an dem was geschehen ist, aber du kannst deine Zukunft verändern, und zwar zum Besseren.
      An der Uni wimmelt es von netten Jungs...
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ich hab das auch regelmässig, komischerweise oft morgens wenn ich noch im Tran im Bett liege. Dann kommen Erinnerungen ans Sachen, die absolut Scheisse gelaufen sind, vor 1000 Jahren und längst vorbei. Ich geb mich dem hin. Und dann ist aber wieder gut. Ich hab aber auch gegenwärtig, was für tolle Sachen ich schon geschafft habe. Dazu zählt bei mir Abitur, Führerschein, Ausbildung, Herausforderungen wie Tauchen etc. Lauter so Sachen, von denen ich glaubte es nicht zu schaffen. Das hilft mir sehr mich zu positionieren. Ich lebe manchmal zu sehr in der Vergangenheit, du scheinbar auch., Mondschein. Gräm dich nicht sondern akzeptier es. Aber blende nicht deine guten Seiten und Errungenschaften aus, sonst hast du echt ne Schieflage. Alles Gute!
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Muminfrau schrieb:


      3. Wenn du Zeit hast, dann denkst du diesen Gedanken ganz intensiv 10 oder 15 Minuten. Alles, was dir einfaellt, inklusive Heulen oder Wutschreie, ist erlaubt. Naja, vielleicht nicht in der Bahn -- obwohl ich schon mehrmals in oeffenlichen Verkehrsmitteln geheult habe. Das macht nichts, die Leute schauen eh weg.


      Das ist ein guter Tip finde ich. Mache ich auch so. Wie ich schon auf Reisen mit der Bahn geheult habe! Aber nur leise.:-p Zugreisen macht mich auf eine schöne Art sowieso oft total melancholisch.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Uiii! Jaaa! Und besonders, wenn es regnet, und die Scheiben nass sind, und draußen ist es dunkel, und man sieht nur bunte Lichter vorbeifliegen.
      Ich fand immer dieses Gefühl, mich außerhalb der Realität, außerhalb der Zeit zu befinden, so verstörend...

      Mondschein, in dieser Stadt wird sich außer dir niemand an das Ereignis erinnern. Wahrscheinlich wohnt der Junge von damals selbst nicht mehr dort. Also was kann die Stadt dafür, dass du damals vor 10 Jahren (vielleicht) etwas falsch gemacht hast? Nimm es als bittere, aber notwendige Lektion. Du schreibst, du hättest ihn durch dein aufdringliches Verhalten abgeschreckt. Nun, dann waren seine Gefühle für dich nicht stark genug, sonst hätte er dich freundlich darauf hin gewiesen. Vielleicht hätte er dich so oder so irgendwann wieder fallen gelassen, oder er hatte nie ernsthaftes Interesse, dann hätte auch ein noch so vollkommenes Verhalten von dir nichts daran geändert. Gib dir doch nicht selbst die Schuld. Ihr wart doch beide noch fast Kinder.

      Ich weiß gar nicht, ob das von einem alten Griechen stammt oder aus China, aber es gibt die philosophische Frage: "Wie oft kannst du in den selben Fluss steigen?" Die Antwort ist: nur einmal. Einen Augenblick später ist das Wasser fort und anderes Wasser ist da, der Fluss ist schon wieder ein anderer. Das ist mit Städten genauso. Es wechseln die Menschen, die Läden, neuie Straßen und Häuser werden gebaut, andere werden abgerissen, es ist nicht mehr dieselbe Stadt wie vor 10 Jahren. Schüttel die alte dumme Sache ab wie eine Ente das Wasser und sei einfach offen für neue schöne Erfahrungen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Mein kopf macht mich wahnsinnig

      Ich möchte kurz ein Beispiel nennen.



      Ich arbeite gerade an meiner ersten Hausarbeit. Betonung auf Erste.


      Demnach ist es ja völlig klar, dass ich das erstmal lernen muss.

      Nun ich arbeite daran und treffe auf die ersten Hürden. Die ersten Fragezeichen kommen. Und aufeinmal überkommt mich so ein unangenehmes Gefühl.

      Ein Gefühl, dass ich nur allzugut kenne. Versagensängste. Diese Gefühle kommen ganz plötzlich und lähmen mich dann total.


      An das Studentendasein habe ich mich auch noch nicht gewöhnt. Es geht alles sehr schnell und irgendwie überrollt mich das ganze.


      Ich muss dazu sagen, dass meine Familie mir das Gefühl gibt, ich müsste jetzt alles richtig machen. Mit anderen Worten, ich habe das Gefühl, ich habe jetzt kein Recht mehr in irgendeiner art und weise zu versagen. Das macht mir Angst. Vorallem aufgrund meines Alters von mittlerweile 26 jahren.


      Ich weiß, dass es wichtig ist am Ball zu bleiben. Aber ich bin so angenervt von diesen negativen Emotionen, dass ich danach total schlechte Laune habe und mich am liebsten wieder verkriechen möchte.


      Kennt ihr diese Situationen und wenn ja wie motiviert ihr euch?


      Ich weiß, dass über ähnliche Themen bereits gesprochen wurde hoffe trotzdem, auf ein klein wenig seelischen Beistand.
    • Ich bin gerade auch in einer Schreibphase, ich, die ueber 30 wissenschaftliche Artikel schon verfasst habe, ganz abgesehen von Studienarbeiten usw. Und was habe ich? Massive Versagensaengste. Immer wieder aufs Neue. :rolleyes:

      Du siehst, man kann diesen Zusatnd durchaus aushalten, ganz ehrlich. Es ist unangenehm, aber es gehoert dazu. (Zumindest bei mir.)

      Also, willkommen im Klub! Lass dich nicht durch die Aengste laehmen. Ich habe shcon mal geschrieben: "Feel the fear and do it anyway" -- Titel eines Selbsthilfebuches. Und genau so solltest du es tun. Nicht die Angst verstecken, sonsern dieser Angst mutig begegnen und sagen: "Ich sehe dich, und mache trotzdem weiter. Das wird schon!"

      Und, ganz wichtig: Du darfst scheitern. Du darfst eine schlechte Note bekommen, du darfst Fehler machen -- wichtig ist, dass du daraus lernst.

      Ich wuensche dir viel Mut, und -- trotz alles -- viel Spass bei der Arbeit.
    • mondschein24 schrieb:


      Nun ich arbeite daran und treffe auf die ersten Hürden. Die ersten Fragezeichen kommen. Und aufeinmal überkommt mich so ein unangenehmes Gefühl.


      Du solltest ein gutes Gefühl haben, denn du mußt sehr intelligent und engagiert sein, wenn dir bei der ersten eigenständigen Arbeit schon Fragzeichen kommen. Bei anderen Leuten kommen bis ins 8. Semester keine Fragen.
    • @babelfish: Das stimmt! Uebrigens, ich persoenlich freue mich immer, wenn Stundenten kommen und Fragen stellen, selbst bei einer kleinen Studienarbeit. So geht es auch meinen Kollegen.

      Mondschein, wenn dein Dozent/Dozentin auch so gestrickt ist, mach doch einen Termin mit ihr/ihm aus und besprich deine Fragen. Das macht einen guten Eindruck und wird dich beruhigen. Stell ein Fragenkatalog zusammen, und ab zu deiner ersten wissenschaftlichen Besprechung. ;)

      Studenten, die Fragen stellen, gelten als besonders aufgeweckt und machen es den Dozenten etwas leichter, sie zu unterrichten. So ist zumindest meine Erfahrung.
    • Muminfrau schrieb:

      Uebrigens, ich persoenlich freue mich immer, wenn Stundenten kommen und Fragen stellen, selbst bei einer kleinen Studienarbeit. So geht es auch meinen Kollegen.
      Da waren meine Erfahrungen im Studium etwas anders gelagert, aber ja, es gab diese Ausnahmen, mit denen man in Sachen Kapiteleinteilung, inhaltliche Schwerpunkte etc. reden konnte.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]
    • Im Grunde ist das Schema bei allen Studienarbeiten, egal in welchem Fach, in etwa gleich. Man geht nur mehr oder weniger tief ins Detail.
      1. Problem erkennen: Was ist die Frage, worum geht es überhaupt, welches Ziel soll erreicht werden?
      2. Rahmenbedingungen analysieren: Was wurde von anderen (z.B. im Rahmen einer Vortragsreihe) dazu gesagt, was sind die gesellschaftlichen, technischen, politischen etc. Umstände? Das ist natürlich abhängig, ob ich Theologie oder Maschinenbau studiere...
      3. Problem analysieren: Was sind die Knackpunkte, was ist nebensächlich, Wechselwirkungen abschätzen, grobe Richtung, was zu tun ist.
      4. Lösungsalternativen erarbeiten: verschiedene Vorschläge machen (hängt auch vom Fach ab, was das heißt)
      5. Alternativen bewerten und auswählen: nach problemrelevanten Kriterien bewerten (Kosten, Machbarkeit, Akzeptanz...), was ist notwendig, was ist nur nett, welche Alternative wähle ich aus und warum?
      6. Je nach Aufgabenstellung Konzept zur Realisierung, kann auch wegfallen.
      7. Zusammenfassung, Fazit: nochmal Begründung, warum dieser Ansatz gewählt wurde, Schlussfolgerungen.

      Es soll durch so Arbeiten in erster Linie gezeigt werden, dass man eine Aufgabe versteht, dass man die Wichtigkeit von Problemen abschätzen kann und dass man seine Eintscheidungen begründen kann.
      Ich habe mich jedenfalls an dieses oder ein an die Aufgabe angepasstes Schema gehalten, daran kann man auch seine Gliederung anlehnen.

      Wie gesagt, es wird die Fähigkeit gelehrt/geprüft, an ein Problem oder eine Frage zielgerichtet und systematisch heranzugehen. Das Ergebnis selbst ist (außer vielleicht in der Physik) zweitrangig.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)