CDU Politiker will, dass Dicke höhere KK-Beiträge bezahlen

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    • Das habe ich gerade eben woanders gelesen. Mir versaut das nicht den Appetit, da ich bereits gefrühstückt habe, und das sogar ziemlich gesund: Mediterranes Frühstück, empfohlen von namhaften Professoren der deutschen Herzstiftung.
      Trotzdem bin ich dick!
      Tja, das passt jetzt nicht in das kleinhirnige Weltbild eines "Politikers" a la Wanderwitz.

      Sollen doch bitte schön endlich (wieder mal) die Raucher durch den Kakao gezogen werden! Und das von Ex-Rauchern aller Parteien...
    • Das Sommerloch ist tiiiiieeefff und dunkel ...

      Die Sache mit den KK-Beiträgen lässt sich m. E. nicht bewerkstelligen. Zumindest ich würde dagegen klagen. Und ich wäre nicht die Einzige.

      Dass "ungesunde" Lebensmittel wie Schokolade und Chips besteuert werden, dagegen habe ich nichts. Das können sie gerne machen. Es wäre für mich nicht mit Mehrausgaben verbunden. Ich bin allerdings sicher, dass da die Schlanken auf die Barrikaden gehen würden ...
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    • klein und fein schrieb:

      Sollen doch bitte schön endlich (wieder mal) die Raucher durch den Kakao gezogen werden! Und das von Ex-Rauchern aller Parteien...

      Ich halte von sowas nichts. Die Dicken prügeln auf die Raucher ein, die Raucher auf die Dicken und alle zusammen auf die Sportler. Vielleicht fällt uns ja auch noch eine weitere Gruppe ein (ich bin Nichtraucherin und ekle mich vor Rauch, aber ich halte dennoch nichts davon, Raucher zu verdammen).

      Entweder wir haben ein solidarisches KK-System oder wir haben keins. Anders funktioniert das für mich nicht.

      Im übrigen sind das Problem nicht die "unvernünftigen" Patienten, sondern zum einen die fehlenden Beiträge aufgrund hoher Arbeitslosigkeit und vielfach niedriger Löhne und zum anderen die exorbitanten Ausgaben für häufig unnötige Apparatemedizin. Dazu kommt noch ein aufgeblähter Apparat von Hunderten Krankenkassen samt teurer Verwaltung. Aber das möchte ja in der Politik niemand antasten.
    • Sally schrieb:

      Ich halte von sowas nichts. Die Dicken prügeln auf die Raucher ein, die Raucher auf die Dicken und alle zusammen auf die Sportler. Vielleicht fällt uns ja auch noch eine weitere Gruppe ein (ich bin Nichtraucherin und ekle mich vor Rauch, aber ich halte dennoch nichts davon, Raucher zu verdammen).

      Entweder wir haben ein solidarisches KK-System oder wir haben keins. Anders funktioniert das für mich nicht.


      Das sehe ich genauso. Hier wird doch wieder mal nur nach einem vermeintlichen Sündenbock gesucht statt mal wirklich sinnvoll zu reformieren oder gar mal die Pharmaindustrie in die Pflicht zu nehmen.
    • Sally schrieb:

      Ich halte von sowas nichts. Die Dicken prügeln auf die Raucher ein, die Raucher auf die Dicken und alle zusammen auf die Sportler. Vielleicht fällt uns ja auch noch eine weitere Gruppe ein...

      :ironie:
      Dann lasst uns mal genüßlich auf der Gruppe der Megaschlanken herumhacken, die nach schweren OPs erhöhte Kalorienzufuhr benötigen (teuer!), oder auf Schwerarbeitern, die aufgrund von Rückenproblemen ach so oft zum Orthopäden gehen, oder auf die... und die... und die...

      Soll doch jeder auf jedem herumhacken. Am Ende ist jeder von uns von Geburt an schuld, daß es dem ach so maroden Gesundheitssystem schlecht geht.

      Hummelchen schrieb:

      Hier wird doch wieder mal nur nach einem vermeintlichen Sündenbock gesucht statt mal wirklich sinnvoll zu reformieren oder gar mal die Pharmaindustrie in die Pflicht zu nehmen.
      Pharmaindustrie und Lobbyverbände machen in Deutschland weiter den großen Reibach. Und wir alle halten brav den Mund, weil wir an allem schuld sind - jeder auf seine Weise. Na, wenn das mal nicht nach mediengesteuerter Gehirnwäsche riecht...
    • Darüber ist auch bei Focus-Online ein Artikel erschienen.

      Und ich muss sagen, ich war echt über die Kommentare erstaunt. Bis auf ein paar Ausnahmen halten dass die meisten für Schwachsinn und sehen die wahre Absicht dahinter...

      Das gibt mir echt ein wenig den Glauben an die Menschheit zurück. Die Bevölkerung ist gar nicht so dumm wie die Politiker meinen.
    • Tja und mal wieder die Weissheit, das dick=ungesunde Ernährung bedeutet. Und wieder gespickt mit so einem wunderschönen Photo :laber:

      Und das nächste is dann ne Diätenerhöhung durch die Einsparungen - wir hams ja dann.

      Ich geniesse jetzt ganz böse mein gesundes Mittagessen bestehend aus Kartoffeln, Gemüse und Kräuterquark
    • Aska schrieb:

      Tja und mal wieder die Weissheit, das dick=ungesunde Ernährung bedeutet. Und wieder gespickt mit so einem wunderschönen Photo :laber:

      Und das nächste is dann ne Diätenerhöhung durch die Einsparungen - wir hams ja dann.

      Ich geniesse jetzt ganz böse mein gesundes Mittagessen bestehend aus Kartoffeln, Gemüse und Kräuterquark
      Bist Du ganz sicher, dass das Essen wirklich gesund ist? Immerhin ist Kräuterquark ein weiterverarbeitetes Milchprodukt, und Milch besteht aus Milcheiweiß, Laktose und vielen anderen Stoffen. Und was ist, wenn Du aufgrund einer allergischen Reaktion gegen Kräuterquark ins Krankenhaus mußt? Müssen wir uns dann Sorgen machen? Oder fällst Du ganz einfach dem ach so solidarischen System zur Last und bist am Ende selbst schuld, weil Du Kräuterquark gegessen hast?

      Fragen über Fragen... :confused:
    • Mh gute Fragen.

      Das schlimmste was passieren könnte ist das ich mich erschrecke und verschlucke. Oder das ich vor lauter Wut über das scheiss Regenwetter gegen den Tisch renne, mir der Quark auf die Füsse tropft und dort einen unschönen Fettfleck hinterlässt, welcher auf Grund seiner Schwere mir ein Knöchelchen im Fuss bricht und ich dann tatsächlich zum Arzt muss. Hm egal ich muss da eigentlich eh hin und nen Rezept holen. Aber nicht bei dem Wetter! Nachher rutsch ich noch irgendwo aus und dann ist mein Gewicht dran Schuld, das ich überhaupt erst ins Rutschen gekommen bin.

      Ansonstn japs ich bin mir sicher das mein Quark gesund ist - esse ihn schliesslich schon seit Jahren und hab noch nie eine Reaktion gezeigt. Aber wer weiss, bei uns Dicken ist ja alles möglich. Vielleicht bin ich ja sogar selber am Regen schuld, weil nunja ich bin halt dick.

      Schauen wir mal, wen sie als nächstes ins Kreuzfeuer nehmen.
    • Hummelchen schrieb:

      Darüber ist auch bei Focus-Online ein Artikel erschienen.

      Und ich muss sagen, ich war echt über die Kommentare erstaunt. Bis auf ein paar Ausnahmen halten dass die meisten für Schwachsinn und sehen die wahre Absicht dahinter...

      Das gibt mir echt ein wenig den Glauben an die Menschheit zurück. Die Bevölkerung ist gar nicht so dumm wie die Politiker meinen.


      Der Radiosender meines Vertrauens hat dazu heute Nachmittag auch eine Aktion gemacht. Innerhalb von zwei Stunden kamen fast hundert Mails, davon war nur eine einzige (!!!) pro Extrabeitrag für Dicke. Ansonsten war es offensichtlich ein wahrer Volksaufstand, der sich da abzeichnete, ganz egal, ob die Schreiber/innen selbst dick waren oder nicht. Es hagelte Protest, Hohn und Spott gegen einen solchen Vorschlag. Und gegen einen Politiker, der, wie mehrere Hörer meinten, "seinem Namen alle Ehre macht" (wer keine Lust hat nochmal nachzulesen: Der Mann heißt Wanderwitz).

      Überraschendes Fazit für mich: Die Leute sind gar nicht so aufgehetzt, wie uns das manche Medien meinen glauben machen zu müssen.
    • Ich habe auf der Homepage von Marco Wanderwitz die Seite "Kontakt" gecheckt. Wenn man ein paar nette Worte ins Kontaktformular schreiben will, muß man alle Kontaktdaten von sich preisgeben, also auch die komplette Anschrift.

      Das hat mich leider vom Schreiben abgehalten. :flenn:
    • Was mir zu dem Thema an sich noch einfällt:

      Einer, der von dem System etwas versteht, hat mir mal gesagt, dass diese Verbalattacken nur einem einzigen Zweck dienen, nämlich der Vorbereitung der Volkshetze gegen die Alten.

      Auf diese Weise soll das Volk eingestimmt werden. Im Moment wäre es undenkbar, sich über die Kosten zu ereifern, die alte Menschen verursachen. Sich dagegen über die Kosten zu ereifern, die Dicke verursachen (oder auch nicht), ist schon ein bisschen schick. Und langsam aber sicher, sollen so alle Hemmschwellen abgebaut werden.

      Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber ganz von der Hand weisen kann man das auch nicht.

      Die vielen Angriffe gegen Herrn Wanderwitz zeigen allerdings, dass das Volk da eventuell auf Dauer nicht mitmacht.
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    • Sally schrieb:

      Entweder wir haben ein solidarisches KK-System oder wir haben keins. Anders funktioniert das für mich nicht.
      Zumindest erklären sich nicht alle solidarisch. Die besser verdienenden verschwinden in die privaten Krankenkassen. Das gehörte als erstes abgeschafft. Alle zahlen in die Krankenkasse ein und wer mehr Leistungen will, der kann sich darüber hinaus zusätzlich versichern. So wird ein Schuh daraus und nicht anders. Dann würde die Finanzlage der Kassen wohl schon besser aussehen.
    • Martina schrieb:

      Auf diese Weise soll das Volk eingestimmt werden. Im Moment wäre es undenkbar, sich über die Kosten zu ereifern, die alte Menschen verursachen.


      Aber das wäre doch eigentlich unlogisch, da alle Menschen (hoffentlich) mal alt werden.

      Liebe Grüße
      Mariechen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: fehlende Zitatklammer ergänzt

    • Sally schrieb:

      Der Radiosender meines Vertrauens hat dazu heute Nachmittag auch eine Aktion gemacht.

      Überraschendes Fazit für mich: Die Leute sind gar nicht so aufgehetzt, wie uns das manche Medien meinen glauben machen zu müssen.


      Ich nehme mal an, dass das der HR ist - habe die Sendung auf HR1 gestern auf dem Weg von der Arbeit nach Hause gehört - die Reaktionen haben mich (bis auf eine Ausnahme -ein Hörer der selbst mal dick war und jetzt schlank ist- das sind ja oft die schlimmsten) doch positiv überrascht und gefreut.

      Hummelchen
    • Bei so Verbalergüssen stellt sich immer die Frage: wem nützt es und warum?
      Kann es sein, dass der Herr Wanderwitz (:bruell: ) irgendwie an einer Privatversicherung beteiligt ist? Oder seine Frau? Mir ist noch in Erinnerung, dass gerade diejenigen Politiker, die das Schreckgespenst der Rentenlücke an die Wand gemalt haben, selber in Aufsichtsräten von Privatversicherern sitzen.
      Und wie schon mehrfach vermutet wurde: hier soll ganz gezielt die Bevölkerung entsolidarisiert werden. Erst die Dicken, dann die Raucher, dann die Alten, dann schwangere Frauen, wer hart arbeiten muss, sowieso... Die Versicherungskonzerne machen wohl schon Gewinnhochrechnungen.
      Noch riechen die Leute den Braten. Und weil ja aufgrund der ständigen Angstmache in den Medien ein nicht unwesentlicher Bevölkerungsanteil in Dauerangst lebt, zu dick zu sein oder werden zu können, fühlen sich viele selbst getroffen.
      Anstatt immer mehr Geld ins System zu pumpen (egal wie viel - es findet sich garantiert ein Abnehmer), sollte mal bei den Kosten analysiert werden: Wie groß ist eigentlich der Schwund durch Falschabrechnungen, Korruption und Selbstbedienung? Ich als Versicherte möchte gerne mal wissen, was meine Ärzte so abrechnen. Man kommt ja nur durch Zufall (die Frau eines Freundes arbeitet bei der KK) oder durch Prahlerei eines Abzockers den kleinen Betrügereien auf die Schliche. Und Kleinvieh macht auch Mist. Sogar sehr viel.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Martina schrieb:

      Einer, der von dem System etwas versteht, hat mir mal gesagt, dass diese Verbalattacken nur einem einzigen Zweck dienen, nämlich der Vorbereitung der Volkshetze gegen die Alten.

      Auf diese Weise soll das Volk eingestimmt werden. Im Moment wäre es undenkbar, sich über die Kosten zu ereifern, die alte Menschen verursachen. Sich dagegen über die Kosten zu ereifern, die Dicke verursachen (oder auch nicht), ist schon ein bisschen schick. Und langsam aber sicher, sollen so alle Hemmschwellen abgebaut werden.


      Leider klingt das erschreckend glaubhaft. Immerhin machte vor sieben Jahren schon einmal ein JU-Politiker, Philipp Mißfelder, einen derartigen Vorstoß. Seine Überlegungen, etwa Hüftoperationen bei über 80-jährigen nicht mehr zu finanzieren, riefen damals einen empörten Aufschrei im "Blätterwald" hervor - und die Union distanzierte sich schnell von den Aussagen. Vielleicht ist es kein Zufall, dass nun wieder ein JU-Politiker "vorgeschickt" wird, der extreme Positionen äußern kann, ohne die Partei bzw. Fraktion in Zugzwang zu bringen.

      Und es stimmt: im Augenblick wäre eine Altersgrenze bei der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung noch schwer zu vermitteln. Hat man sich aber erst prinzipiell daran gewöhnt, Leistungen bei einzelnen Bevölkerungsgruppen (egal, wie diese nun definiert sind) zu beschränken (was ohnehin eine Aufgabe des Solidarprinzips bedeutet), sieht die Sache ganz anders aus ...
    • Kimmie schrieb:

      Und es stimmt: im Augenblick wäre eine Altersgrenze bei der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung noch schwer zu vermitteln. Hat man sich aber erst prinzipiell daran gewöhnt, Leistungen bei einzelnen Bevölkerungsgruppen (egal, wie diese nun definiert sind) zu beschränken (was ohnehin eine Aufgabe des Solidarprinzips bedeutet), sieht die Sache ganz anders aus ...

      Eben. Und wenn wir (die Baby-Boomer der späten 50er und frühen 60er Jahre) alt werden, sind wir eh die meisten. Wir sind der Ausleger der Alterspyramide, die Generationen nach uns sind wesentlich kleiner. Ich finde es sehr gut vorstellbar, dass man dann irgendwann sagt, die vielen Alten werden uns zu teuer.

      Kubalibre schrieb:

      Zumindest erklären sich nicht alle solidarisch. Die besser verdienenden verschwinden in die privaten Krankenkassen.


      Na ja, sooo viele sind es nicht. 85 Prozent der Deutschen sind gesetzlich krankenversichert. Aber ich gebe dir Recht: das System funktioniert so nicht. So herum nicht und so herum auch nicht.

      Meine eigene Erfahrung: Ich gehöre zu den Menschen, die du als "besser verdienend" bezeichnest (wobei ich 3750 Euro brutto im Monat wirklich nicht als Reichtum empfinde, zumal wenn man als Alleinverdiener mit Familie in einem sündhaft teuren Ballungsraum lebt). Ich war 20 Jahre lang privat versichert, weil man mir das geraten hatte. Ich habe mit einem Beitrag von 280 DM angefangen. Am Ende habe ich für mich und mein Kind knapp 700 Euro bezahlt. Im Monat. Allein. Glücklicherweise ergab sich ein Schlupfloch zur Rückkehr in die Gesetzliche. Jetzt zahle ich nicht viel weniger, aber durch einen speziellen Vertrag (ich bin jetzt "arbeitnehmerähnlich") bekomme ich die Hälfte dazu. Nur: Die Versorgung ist zum Teil echt lausig. Und wie man mir beim Arzt zum Teil gegenüber tritt, noch viel mehr. Für mich mehr oder minder für denselben Beitrag, den ich vorher gezahlt habe. DAS ist der eigentlich Skandal. Für mich kann die Lösung nur heißen: Bürgerversicherung. Für alle, also auch Beamte, Selbständige etc.
    • Sally schrieb:

      Eben. Und wenn wir (die Baby-Boomer der späten 50er und frühen 60er Jahre) alt werden, sind wir eh die meisten. Wir sind der Ausleger der Alterspyramide, die Generationen nach uns sind wesentlich kleiner. Ich finde es sehr gut vorstellbar, dass man dann irgendwann sagt, die vielen Alten werden uns zu teuer.


      Genau. Brrrrr ... Hier ein böser, geistreicher Link dazu: ad-sinistram.blogspot.com/2010…-es-am-schonsten-ist.html
    • Ja, der ist böse. Und gut. Die Krankenversicherung ist das eine, die Rentenversicherung das andere.

      Früher haben die Leute 50 Jahre gearbeitet (und eingezahlt), haben dann vielleicht 10 oder maximal 15 Jahre Rente gekriegt und sind gestorben.

      Heute arbeiten viele 35 Jahre (oder noch weniger, wenn sie ihren Job verlieren) und kriegen dann 30 oder 40 Jahre Rente. Das kann ja nicht funktionieren.

      (Die Zahlen sind natürlich fiktiv und nicht repräsentativ, aber so pi mal Daumen kommt das schon hin, denke ich.)
    • Sophie schrieb:

      hier soll ganz gezielt die Bevölkerung entsolidarisiert werden.

      Das ist es. Und es funktioniert natürlich am besten bei Gruppen, die sowieso schon zum (verbalen) Abschuss freigegeben sind. Von da aus kann man dann schleichend weitermachen - so dass wir am Ende für alles und jedes eine Zusatzversicherung abschließen oder eben auf heute noch selbstverständliche Leistungen verzichten müssen. Wenn ich dann wieder Berichte höre oder lese, wie die Pharmaindustrie ihren Profit künstlich hoch hält, oder wie viel Einsparungspotenzial es im Gesundheitswesen gäbe auch ohne Qualitätsverlust oder höhere Beiträge und wie das boykottiert wird, wird mir schlecht.