ich bin nicht vom Planet der Dicken, sondern...

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    • Muminfrau schrieb:


      So eine "selektive Wahrnehmung" finde ich vernuenftig und gesund. :)

      Für Dich ist das dann auch so, und das ist schön so. Du hast es anscheinend geschafft, Deine Biografie und Deine Erfahrungen zu verarbeiten - herzlichen Glückwunsch! Und das meine ich ernst!

      Aber es gibt eben auch Leute, die es nicht ohne weiteres schaffen, sich emotional solchermaßen von ihren Erfahrungen zu lösen. Vielleicht weil diese Erfahrungen ungleich heftiger waren oder auch aus anderen Gründen. Ich finde nur, man sollte dies ebenso respektieren. Klar kann und sollte man daran arbeiten, um sich das Leben nicht noch schwerer zu machen, als es ohnehin ist, aber ich halte es für illusorisch zu glauben, dass sich jeder alles einfach nach Bedarf uminterpretieren kann und gut ist. Das riecht für mich auch ein bisschen nach rosa Brille und schönreden... ;)
    • Ehmm, ja, dieser Satz von mir, den du zitierst, war vielelicht doch eine Angeberei, weil ich ja so stolz auf mich bin. Danke fuer die Gratulation.

      Ich habe fuer diese Verarbeitung 15 Jahre, 1 gelungene und 3 misslungene Therapien, 1 Freundschaft mit einer sehr ungewoehnlichen Frau und einen Haufen gelesener Buecher gebraucht. Ich sage nicht, dass es einfach ist. Es ist aber moeglich und erstrebenswert.
    • Lea schrieb:


      Aber es gibt eben auch Leute, die es nicht ohne weiteres schaffen, sich emotional solchermaßen von ihren Erfahrungen zu lösen. Vielleicht weil diese Erfahrungen ungleich heftiger waren oder auch aus anderen Gründen. Ich finde nur, man sollte dies ebenso respektieren. ;)


      Das steht doch außer Frage - aber es kann doch sehr hilfreich sein, sich bewusst zu machen, dass solche Erlebnisse die Wahrnehmung beeinflussen können und man nicht zwangsläufig ein Opfer seiner Vergangenheit sein muss.
    • Oh so viele Diskussionen. :D
      Ja es hat mich an meine Vergangenheit erinnert. Da war es für mich irgendwie schon eine Selbstverständlichkeit abgelehnt zu werden. Ich kannte es ja nicht anders. Aber seit ca. 5 Jahren passiert mir das immer seltener. Deswegen war mir der Kontrast viell. so bewusst.
      Ich umgebe mich eigentlich nur mit Menschen, bei denen ich mir sicher sein kann, dass sie mich mögen, so wie ich bin. Und ich habe gerade im Uniumfeld noch nie ernsthafte Ablehnung gespürt oder eben solche "Vibes" in die Richtung. :) Wahrscheinlich war ich deshalb so betroffen, ich hatte das Gefühl schon fast ausgeblendet. Und da kam es auf mich zu...ohne Vorwarnung.
      Ich beneide Menschen echt, egal ob dünn, dick, groß, klein...denen es egal ist, wie andere über sie denken. Mir ist das leider leider immer noch zu wichtig. :(
    • Sassy schrieb:

      Oh so viele Diskussionen. :D
      Ja es hat mich an meine Vergangenheit erinnert. Da war es für mich irgendwie schon eine Selbstverständlichkeit abgelehnt zu werden. Ich kannte es ja nicht anders. Aber seit ca. 5 Jahren passiert mir das immer seltener. Deswegen war mir der Kontrast viell. so bewusst.
      Ich umgebe mich eigentlich nur mit Menschen, bei denen ich mir sicher sein kann, dass sie mich mögen, so wie ich bin. Und ich habe gerade im Uniumfeld noch nie ernsthafte Ablehnung gespürt oder eben solche "Vibes" in die Richtung. :)


      Das klingt doch recht positiv - aber wie kommst du dann auf die "80%" :confused:?
    • Sassy schrieb:

      Mich hat es nur, sagen wir mal leicht angenervt, dass ich eine Situation angesprochen habe, in der ich mich wegen meiner Figur diskriminiert gefühlt habe (ist mir übrigens lange nicht mehr passiert) und dann Kommentare in die Richtung kommen, dass ich mir das eingebildet hätte.


      Sassy,

      hier sind viele Kommentare für Dich gekommen.
      Viele User haben sich viel Zeit genommen, zu lesen, was Dich bedrückt und jeder Schreiber hat auf seine Weise versucht Dir zu helfen. Manche mit Denkanstößen, manche mit Bestätigung, manche mit den Worten, dass sie Ähnliches auch schon erlebt haben.
      Wie auch immer, jeder der SChreiber nahm sich viel Zeit für Dich. Ganz sicher will jeder auf seine Weise helfen und jeder von ihnen tat dies gern.
      Unter diesem Aspekt, der sicherlich der Wahrheit entspricht, finde ich Deinen obigen Kommentar nicht gerade nett.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Hummelchen schrieb:

      Das klingt doch recht positiv - aber wie kommst du dann auf die "80%" :confused:?


      Frustrationsbedingt. Aber mir ist mal durch den Kopf gegangen, wieviele Menschen einfach mal sagen "Wow toller Körper!" Mir wird einfach immer noch viel zu wenig auf innere Werte geachtet.

      Itsme schrieb:

      Sassy,

      hier sind viele Kommentare für Dich gekommen.
      Viele User haben sich viel Zeit genommen, zu lesen, was Dich bedrückt und jeder Schreiber hat auf seine Weise versucht Dir zu helfen. Manche mit Denkanstößen, manche mit Bestätigung, manche mit den Worten, dass sie Ähnliches auch schon erlebt haben.
      Wie auch immer, jeder der SChreiber nahm sich viel Zeit für Dich. Ganz sicher will jeder auf seine Weise helfen und jeder von ihnen tat dies gern.
      Unter diesem Aspekt, der sicherlich der Wahrheit entspricht, finde ich Deinen obigen Kommentar nicht gerade nett.


      Das finde ich auch durchaus lobenswert. Und manche Tipps werde ich mir auch ernsthaft zu Herzen nehmen. Aber einige Kommentare gingen eben nur in die Richtung "Arbeite lieber mal ein deiner Einstellung" oder auch "Vielleicht war es gar nicht so!". Und sowas nervt aus der aktuellen Situation heraus schon. Wenn man sich über etwas beklagt will man nicht hören, dass die Klage ungerechtfertigt ist. Da möchte man mentale Unterstützung und Tipps, wie sie hier einige gegeben haben.

      Ich hatte ein Problem mit der geschilderten Situation bzw. habe ich sie als problematisch empfunden. Und da hilft es mir wenig zu u.a. zu lesen, dass ich selbst das Problem bin.

      Natürlich kann ich niemandem vorschreiben, wie er zu antworten hat. Aber ich fand es befremdlich doch nahezu durchweg lesen zu müssen, dass die Situation nur so war, weil ich sie dazu gemacht habe. Gerade in einem Forum, wo viele Leute ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

      Teilweise hatte ich auch das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden in Bezug auf meine Emotionen, die ich im Zusammenhang geschildert habe..eben gerade weil das Argument kam, dass ich doch zu sensibel sei oder aus der Situation hätte ausbrechen können, indem ich mich zurückziehe.

      Es ist toll, wenn so viele es nach jahrelanger Arbeit geschafft haben alle Schranken im Kopf zu durchbrechen und lästernde, musternde Leute nicht mehr wahrzunehmen bzw. das offen anzusprechen, was sie stört. Aber ich bin noch nicht soweit und muss es lernen erstmal mit solchen Situationen umzugehen, wenn ich ihnen unmittelbar ausgesetzt bin.

      Versteht mich nicht falsch, ich mag dieses Forum!

      Boewi schrieb:

      Wenn ich Freunde besuche, unterhalte ich mich auch mit den Kindern, klar.


      Achja..das hätte ich fast überlesen...ich BIN nunmal eben kein Kind mehr. Ich denke, dass man mit 22 schon als Erwachsener durchgeht oder? :D

      Angelina schrieb:

      Was ich bei dir herauslese ist, dass du sehr darauf erpicht bist, diese von dir wahrgenommen Ablehnung dann noch zu drehen, durch Gespräche durch "nett sein", "Interesse" zeigen, das ist ja per se nichts schlechtes, aber ich finde einfach, das hat man nicht nötig.


      Ja das ist so ein charakterlicher Zug von mir. Ich glaube naiv an das Gute im Menschen :rolleyes:

      Angelina schrieb:

      Die Frage, die ich dir nur stellen mag, warum möchtest du, dass diese Leute sich für dich interessieren?


      Das weiß ich ja selbst nicht. Ich mag es irgendwie nicht, wenn mich jemand von vornerein verurteielt und in eine Schublade packt. Wenn man mich nicht mag, nachdem man mich kennengelernt hat gut. Aber vorher schon abgestempelt zu werden und das auch zu spüren, geht mir gegen den Strich. :mad:

      Angelina schrieb:

      Wie du damit umgehen könntest.
      Hm, mit deinen Eltern darüber reden, dass du es unangenehm fandest, dass ihre Gäste dich an der Grenze zur Unhöflichkeit haben auflaufen lassen.
      Sie nach ihrem Empfinden fragen, viellleicht relativiert das deinen Eindruck etwas.


      Meiner Mum ist es ebenso aufgefallen und sie meinte, ich hätte ihr regelrecht Leid getan. Sie meinte auch, sollten sie sich mal negativ über mich (in Bezug auf mein dick sein) äußern würde sie die Bekanntschaft sofort abbrechen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Sassy ()

    • Sassy,

      deine Emotionen wollte ich zumindest dir in keinem Fall absprechen, wie könnte ich auch.
      Ich steh da auch nicht immer drüber, wenn ich das Gefühl bekomme, abgelehnt zu werden.

      Was ich vielmehr sagen wollte ist, das Ablehnung eben auch eine Erfahrung ist, die dir in vielen Zusammenhängen passieren kann.

      Ich negiere keinesfalls die bisweilen latente Diskriminierung gerade jüngerer Übergewichtiger. Aber ich fürchte fast, dass es auch bei einem gesellschaftspolitischen Wandel immer wieder Gruppen geben wird, die nicht im Mainstream werden mitschwimmen dürfen (sonst gäbe es ja gar keinen Mainstream).

      Man kann ohnehin nicht darauf warten, dass plötzlich jeder von jedem so akzeptiert wird, wie er ist.
      Da bleibt einem nur, damit auf die Dauer einigermaßen konstruktiv umzugehen
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Sassy schrieb:

      Wenn man sich über etwas beklagt will man nicht hören, dass die Klage ungerechtfertigt ist. Da möchte man mentale Unterstützung und Tipps, wie sie hier einige gegeben haben.


      Bedauern allein hilft dir allerdings nicht. Im Gegenteil, gerade weil viele von uns ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wollen und können sie dir helfen. Das heißt aber nicht, dass dir diese Hilfe oder ihre Tipps auch gefallen müssen.

      Niemand zwingt dich, die Tipps hier auch zu verinnerlichen. Trotzdem sind sie auf ihre Art alle miteinander hilfreich. Du hast eine Menge gute und weniger gute Ratschläge bekommen und bist frei, sie zu beherzigen oder sie einfach so für andere hier stehen zu lassen.

      Sassy schrieb:

      Achja..das hätte ich fast überlesen...ich BIN nunmal eben kein Kind mehr. Ich denke, dass man mit 22 schon als Erwachsener durchgeht oder? :D

      Klar :D
      Trotzdem bleibst du das Kind deiner Eltern. Das Arztehepaar hat deine Eltern besucht, nicht dich. Meine Freunde haben zum Teil ebenfalls mehr oder minder erwachsene Kinder - aber egal wie alt, aufgezwungene sechsstündige(!) Konversationsversuche über meinen Beruf hätten sicher mehr als nur abschätzende Blicke zur Folge :rolleyes:

      Nochmal: wenn man Freunde besucht, will man sich in aller Regel mit denen unterhalten und seine Freizeit genießen. Man will eher nicht mit der Tochter des Hauses (egal wie alt die ist!) stundenlang zwangsweise Konversation über den Beruf machen, schon gar nicht deshalb, weil deren Freundin , die man sicher noch nicht einmal kennt, gerade das gleiche studiert... Dies gilt umso mehr, wenn man einen stressigen Beruf hat und die Zeit, in der man mal abschalten kann, wirklich kostbar ist.

      Mag sein, dass du das anders siehst. Das ist dir unbenommen. Mag sein, dass 80 % aller Menschen, mit denen du zu tun hast, nur an Äußerlichkeiten interessiert sind.

      Aber weder das eine noch das andere kannst du hier verallgemeinern.
    • Sassy schrieb:

      Aber einige Kommentare gingen eben nur in die Richtung "Arbeite lieber mal ein deiner Einstellung" oder auch "Vielleicht war es gar nicht so!". Und sowas nervt aus der aktuellen Situation heraus schon. Wenn man sich über etwas beklagt will man nicht hören, dass die Klage ungerechtfertigt ist. Da möchte man mentale Unterstützung und Tipps, wie sie hier einige gegeben haben.

      Ich hatte ein Problem mit der geschilderten Situation bzw. habe ich sie als problematisch empfunden. Und da hilft es mir wenig zu u.a. zu lesen, dass ich selbst das Problem bin.

      Es hat ja auch keiner behauptet, dass du das Problem bist, oder selber schuld bist, oder dass du ungerechtfertigt herumjammerst, sondern viele haben selbst die Erfahrung gemacht, dass
      a) manche empfundene Ablehnung gar nicht so gemeint war, sondern aufgrund erworbener Überempfindlichkeit eben nur so empfunden wird, das muss aus der Situation erkannt werden. Aus der Ferne kann das halt keiner beurteilen, der nicht selbst dabei war.
      b) es darauf ankommt, was man daraus macht: ich kann mich tagelang grämen oder sagen "Leck mich, was schert es die Eiche, wenn sich die Sau dran reibt."
      c) man solche Situationen nicht zwangsweise lebenslänglich aus der Opferposition durchleben muss, sondern auch die Möglichkeit hat, sich zu wehren - was trainiert werden muss und kann, man kann da an sich arbeiten.

      Für die nächsten derartigen Gelegenheiten hast du sicher aus den vielen Postings hier schon die eine oder andere Bewältigungsstrategie entdeckt. Die passende musst du für dich selbst heraussuchen, keine Situation ist wie die andere. Und dass deine Mutter selbst das Verhalten der Leute unpassend fand, finde ich schon mal gut. Das bedeutet nämlich, dass du dir das nicht eingebildet hast, und dass bei einem nächsten Besuch vielleicht deine Mutter auch mal ein "Machtwort" mit ihren Bekannten redet.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Angelina schrieb:

      Sassy,
      deine Emotionen wollte ich zumindest dir in keinem Fall absprechen, wie könnte ich auch.
      Ich steh da auch nicht immer drüber, wenn ich das Gefühl bekomme, abgelehnt zu werden.


      Hab ich bei dir zumindest nicht so empfunden. Ich meine damit, dass mich deine Postings nicht haben spüren lassen, dass ich und meine Emotionen das Problem sind. :D

      Boewi schrieb:

      Man will eher nicht mit der Tochter des Hauses (egal wie alt die ist!) stundenlang zwangsweise Konversation über den Beruf machen, schon gar nicht deshalb, weil deren Freundin , die man sicher noch nicht einmal kennt, gerade das gleiche studiert... Dies gilt umso mehr, wenn man einen stressigen Beruf hat und die Zeit, in der man mal abschalten kann, wirklich kostbar ist.


      Um Gottes Willen ich habe sie nicht sechs Stunden lang zum Studium und Beruf ausgequetscht. Wir waren nunmal alle zusammen im Garten und da hätte ich es als unhöflich empfunden, wenn jemand immer wortlos an mir vobei geht bzw. sich gar nicht mit mir beschäftigt. Ich selbst habe es immer als komisch empfunden, wenn ich irgendwo zu Besuch war, wenn mich eine Person ignoriert hat. Also habe ich immer versucht lockeren Small Talk zu halten u.a. war das Thema dabei. :D Ich will ja auch nicht ins Kreuzverhör über mein Studium geraten.
      Ich wollte nur, dass sie merken, dass ich an ihnen und ihrer Person interessiert bin, obwohl sie mir das nicht erwiedern konnten. Viell. um ihnen zu zeigen, dass ich eben kein Mensch bin, der andere vorschnell aburteielt. Oder mal wieder aus meinem übersteigerten Harmoniebedürfnis heraus.

      Sophie schrieb:

      ich kann mich tagelang grämen oder sagen "Leck mich, was schert es die Eiche, wenn sich die Sau dran reibt."


      Bei mir kommt es immer drauf an. Die Aussagen mancher Leute scheren mich auch nicht. Aber gerade weil ich weiß, dass meine Mum die Bekanntschaft wichtig ist und sie sich auf den Besuch gefreut hatte bzw. dass sie selbst so geschockt war, wie sich ihre sonst so nette Bekanntschaft mir gegenüber verhalten hat...ach ich weiß auch nicht. Manchmal hasse ich es so emotional zu sein.
    • Oh, das hat sich jetzt überschnitten, ich glaube, du hast laufend deine Antwort ergänzt?


      Kann ich alles absolut nachvollziehen und glaube dir, es war bestimmt eine doofe Situation.


      An das Gute im Menschen, oder meinetwegen, Konstruktive, Humane, Wohlwollende glaube ich ebenso.
      Auchn wenn ich von meiner Grundeinstellung eher misanthrop bin.
      Ich denke, eher, auch ein Arschloch tut mal was Nettes;)

      Ich kenne ebenso den Wunsch, derjenige möge sich doch für mich öffnen und das Schöne in mir sehen, was es zweifellos gibt.
      Aber das können und wollen eben nicht alle.
      Bei manchen wird man immer und immer wieder gegen eine Wand laufen.
      Ein anderer widerum wird sich womöglich mit eben diesen Menschen prächtig verstehen.
      Das zu akzeptieren, fällt mir auch schwer.

      Wenn deine Eltern dir gegenüber loyal sind, dann ist das top.
      Das sollte dir in jedem Falle um einiges wertvoller sein als die Wertschätzung dieser Fremden, so schön es auch wäre, du könntest beides haben.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Angelina schrieb:

      Oh, das hat sich jetzt überschnitten, ich glaube, du hast laufend deine Antwort ergänzt?


      Erwischt :D


      Angelina schrieb:

      An das Gute im Menschen, oder meinetwegen, Konstruktive, Humane, Wohlwollende glaube ich ebenso.
      Auchn wenn ich von meiner Grundeinstellung eher misanthrop bin.
      Ich denke, eher, auch ein Arschloch tut mal was Nettes;)


      Mh ich denke auch, dass ich viell. gerade nach dem Guten suche, weil ich im tiefsten Inneren ebenfalls misanthrop bin. Ich habe schon so viele Schlechtigkeiten erleben müssen und viell. will ich einfach, dass die Menschen meine Einstellung relativieren?! :confused:
    • Sassy schrieb:

      Erwischt :D




      Mh ich denke auch, dass ich viell. gerade nach dem Guten suche, weil ich im tiefsten Inneren ebenfalls misanthrop bin. Ich habe schon so viele Schlechtigkeiten erleben müssen und viell. will ich einfach, dass die Menschen meine Einstellung relativieren?! :confused:



      Womöglich. Vielleicht möchtest du deswegen alles mit Macht zum "Guten" wenden (deine stetigen Bemühungen anderen Chancen einzuräumen, Gespräche zu suchen). Und eventuell sogar gerade bei den Leuten, bei denen sowas überhaupt nichts bringt und du sogar Gefahr läufst, deine schlechten Erfahrungen zu zementieren.

      Womöglich liegt auch da die Lösung, eben nicht die Reaktion dieser Menschen verändern zu wollen (das liegt zum großen Teilen außerhalb deines Einflussbereiches) sondern eben deine eigene.
      Du kannst, so meine Erfahrung, noch so zugenwandt, liebenswürdig, interessiert auftreten, irgendeinem wird deine Nase dennoch nicht passen.
      Und mach einer "riecht" das dann förmlich, dass du auf Bestätigung aus bist und würgt dir erst recht eine rein.

      Da hilft nur mehr Scheißegal-Appeal. Zwing dich nicht solchen Menschen gegenüber zu einer freundlichkeit und Zugewandtheit, die über das übliche Maß an Höflichkeit hinausgeht.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Sassy schrieb:


      Ich hatte ein Problem mit der geschilderten Situation bzw. habe ich sie als problematisch empfunden. Und da hilft es mir wenig zu u.a. zu lesen, dass ich selbst das Problem bin.


      Es fiel mir schwer nur bei der konkret beschriebenen Situation zu bleiben, da ich auch vielen deiner anderen Beiträge hier im Forum solche Statements wie "alle achten nur auf Äußerlichkeiten" oder "ich werde aufgrund meiner Figur abgelehnt" usw. entnommen habe.
    • Sassy schrieb:

      Aber einige Kommentare gingen eben nur in die Richtung "Arbeite lieber mal ein deiner Einstellung"


      Es ist die einzige Moeglichkeit, denn du kannst die anderen Leute nicht aendern, aber sehr wohl deine Einstellung.

      Du hattest in diesem Fall sehr starke Emotionen, und das ist auch verstaendlich. Wenn du wissen moechtest, was du in einer solchen Situation anders machen koenntest, versuch doch, einen Schritt zur Seite aus der Emotion heraus zu wagen. Versuch dich zu beobachten: welche Gedanken, Erinnerungen, koerperliche Reaktionen hast du. Betrachte naechstes Mal eine solche Situation als Training.

      Ich moechte noch etwas sagen, auch wenn es dir vielleicht nicht gefallen wird: die meisten Leute hier sind aelter als du. 10-20-30 Jahre mehr Erfahrung (und mehr Arbeit an eigenen Einstellungen!) machen sehr viel aus. Da sieht man manche Dinge einfach anders.

      Du kannst dir die Veraenderungen wie einen Weg in den Bergen vorstellen: manchmal muss man zuerst nach unten gehen, bevor man wieder zum Gipfel gehen kann. Und wenn man nach unten geht, kann man den Gipfel vielleicht gar nicht sehen. Aber er ist da, und dein Weg fuehrt dahin!

      Eine andere Analogie, die ich insbesondere im Sommer immer vor Augen habe: Fliegen, die im Zimmer immer wieder gegen das Fensterglas fliegen. Die ander Fensterhaelfte ist weit geoeffnet, aber die Fliegen sehen das nicht und versuchen es immer wieder mit dem Glas.

      Das kann auch uns Menschen mal passieren. Aber wir sind viel intelligenter als Fliegen, und wir koennen auch noch einander helfen. Da haben wir eine grosse Chance, aus dem Fenster in die Freiheit rauszufliegen!
    • Hummelchen schrieb:

      Es fiel mir schwer nur bei der konkret beschriebenen Situation zu bleiben, da ich auch vielen deiner anderen Beiträge hier im Forum solche Statements wie "alle achten nur auf Äußerlichkeiten" oder "ich werde aufgrund meiner Figur abgelehnt" usw. entnommen habe.


      Ich bin auch nur ein Produkt meiner Erfahrungen und meines Umfeldes. Dafür kann ich nichts. Ich will ja gar nicht behaupten, dass andere gegenteilige Erfahrungen gemacht haben.
      Ich versuche zur Zeit einfach erstmal mich selbst im Kopf als Mensch und nicht mehr als Dicke zu sehen.
      Das klappt ganz gut, eben solange bis wieder ein ähnliches Erlebnis auftaucht. Also ich denke Stufe 1 hab ich erreicht ^^

      Muminfrau schrieb:


      Eine andere Analogie, die ich insbesondere im Sommer immer vor Augen habe: Fliegen, die im Zimmer immer wieder gegen das Fensterglas fliegen. Die ander Fensterhaelfte ist weit geoeffnet, aber die Fliegen sehen das nicht und versuchen es immer wieder mit dem Glas.

      Das kann auch uns Menschen mal passieren. Aber wir sind viel intelligenter als Fliegen, und wir koennen auch noch einander helfen. Da haben wir eine grosse Chance, aus dem Fenster in die Freiheit rauszufliegen!


      Ja diese Fliegen sind aber auch dumm :-D:-D
      Ich verstehe deinen Ansatz gut. Und ich hoffe, dass ich den Gipfel mal erklimmen kann und dann mit mir selbst und meiner Umwelt im Reinen sein kann. Ich muss viell. lernen meine Emotionen ein Stück weg einzuordnen bzw. zu regulieren. Ich schiebs einfach mal aufs Sternzeichen, wir Fische sind nunmal Sensibelchen ^^
    • meiner erinnerung nach, wird man als sehr junger mensch einfach wirklich noch mehr auf äußerlichkeiten reduziert und viele menschen halten einen für ein erziehungsobjekt.

      die frequenz der blöden kommentare, komischen blicke, übergriffigen "wohlmeinenden" ratschläge usw. bzgl. meiner figur und sonstigem habe ich bis anfang zwanzig abbekommen. die frequenz sinkt dann exponentiell, versprochen! :)
      Lieben Gruß

      Rita
    • Rita schrieb:

      die frequenz der blöden kommentare, komischen blicke, übergriffigen "wohlmeinenden" ratschläge usw. bzgl. meiner figur und sonstigem habe ich bis anfang zwanzig abbekommen. die frequenz sinkt dann exponentiell, versprochen! :)

      Das kann ich nur ausdrücklich bestätigen! :ja:

      Egal ob im Schwimmbad, auf dem Fahrrad, beim Walken, beim Einkaufen, auf Partys, bei Veranstaltungen, im Beruf etc etc etc ... - ich warte immer geradezu darauf, dass irgendwer irgendwas sagt. Aber es passiert nie. Als würde niemand sehen, wie dick ich bin. Und ich bin dick, glaub's mir.

      Muss am Alter liegen. Irgendeinen Vorteil muss es ja haben. :cool2:
    • Da ist was dran. Wenn ich so zurückdenke, als ich in den Zwanzigern war, war ich eben noch nicht dick, aber es gab viel mehr übergriffiges Verhalten als heute. Das scheint ein trauriger Beweis zu sein, dass junge Menschen nicht für voll genommen werden, bzw. es kann auch daran liegen, dass junge Menschen noch sehr unsicher sind (war ich damals jedenfalls), und das auch nach außen sichtbar wird. Das nutzen dann gewisse Zeitgenossen halt aus.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Knalle schrieb:

      Vielleicht sind die "Übergreifer" auch endlich erwachsen geworden und haben eingesehen, wie bescheuert so ein Verhalten ist.

      Ich mag an das Gute im Menschen glauben....:)



      Öhm, die Übergreifer wachsen nach, jedes Jahr kommen neue hinzu. Aber an "alte" Frauen wie mich trauen die sich nicht so schnell, weil ich doch schon ein wenig kampferprobt bin und Angreifer schon mal schnell mit einer knappen Bemerkung oder einen herben Blick los werde. Irgendwie scheinen die das zu wittern. Und wenn mal nicht, machen sie halt eine Erfahrung.
    • :applaus:


      möchte mich bedanken...die posts hier in diesem thread haben mir wirklich viel gebracht und zwingen mich zum umdenken! das wurde auch höchste zeit für mich....:daumen:

      habe dem ganzen nichts hinzu zu fügen und halte deshalb meinen :ignore:

      danke......


      surreal