Eltern!

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    • Aus altem Thema mache neues. ;) Vor einem Jahr habe ich mich hier ueber meine Mutter beschwert. Hat sich was geaendert? Nein. (*frust*)

      Gestern habe ich mit ihr telefoniert. Ich ziehe bald um und werde die meisten alten Klamotten wegwerfen. Das habe ich meiner Mutter erzaehlt, weil man ja ueber irgendetwas reden muss. ;) Dazu muesst ihr wissen, die alten Sachen sind alle 2-3 Kleidergroessen zu klein und teilweise ueber 15 Jahre alt.

      Darauf kam ein vorsichtiges: "Ohm... ehm... vielleicht solltest du noch abwarten? Vielleicht bruachst du sie noch irgendwann?"

      Es sind Kleidungsstuecke, die 2-3 Groessen weniger sind als ich es bin!!!! Verdammt!!!!!!!! :stirn::wand::hilfe1:

      Sie hofft also immer noch darauf, dass ich abnehmen wuerde.Kann das denn wahr sein?!

      Ich haette sie anbruellen sollen, aber mein Sohn war im Zimmer, und letzendlich moechte ich ihm kein schlechtes Beispiel zeigen, wie man mit seiner Mutter umgeht. ;)

      Aber ich ueberlege mir wirklich, vielleicht sollte ich nochmals mit ihr reden? Ihr einen Brief schreiben? Nee, macht keinen Sinn... :(

      Wenn ich mich daran erinnere, wie sie mich in allen meinen Diaeten und Fastenkuren so "toll" unterstuetzt hat, es hat ihr so viel Spass gemacht zu sehen, wie ich duenner werde... Sie hat es wirklich genossen, da bin ich mir sicher. Dass ich Alptraeume hatte und eine schlimme Essstoerung, hat sie nicht gemerkt. (Ich habe es ihr allerdings auch nicht erzaehlt, ich habe mich ja geschaemt.)

      Und ja, tief in mir drin hoffe ich immer noch darauf, dass ich irgendwann irgendwie zu meiner "Wohlfuehlgroesse" zurueckkehren wuerde. Nur habe ich keinen Plan, ausser, dass ich nie wieder eine Diaet machen wuerde. Nie wieder. Nie wieder. Niemals mehr dieser Horror.

      Hm... was mache ich bloss mit meiner Mutter, und vor Allem mit meiner Wut auf sie? :confused:
    • Hattest du nicht mal erzählt, dass deine Mutter diese kleineren Kleidungsstücke selber tragen könnte? Vielleicht kennt sie auch jemand anderen, dem sie passen könnten und es widerstrebt ihr einfach, wenn "gute" Sachen weggeworfen werden?

      Vielleicht solltest du ihr die Dinge anbieten? Dann bist du sie los und deine Mutter kann sie selber verschenken, weitertragen, wegwerfen, umändern oder was auch immer sie damit tun mag?
    • Ich denke, du darfst dir deine Wut gegenüber deiner Mutter erlauben.
      Du wirst deine Mutter nicht ändern, werde toleranter. Und sag ihr deine Meinung dazu, sachlich und freundlich,- nur so erreichst du, dass sie sich in ähnlicher Form mit dir auseinandersetzt- sonst endet das in Tränen und Aggressionen- und sag ihr auch, wann für dich das Thema beendet ist.
      Gehe mit ihr um, wie du es gerne auch für dich hättest. Nähere dich ihr als erwachsener Mensch, andernfalls bleibst du immer ihre kleine Tochter, um die sie sich Sorgen machen muss, der man sagen muss, was richtig, was falsch.
      Sieh nicht alles, was sie von sich gibt, als Vorwurf- vielleicht weiss sie sich nicht anders auszudrücken ;)
      Mütter sind auch nur Menschen- und manchmal sogar durchaus liebenswerte , man muss ihnen nur manchmal auch die Chance dazu geben
    • Boewi schrieb:

      Vielleicht kennt sie auch jemand anderen, dem sie passen könnten und es widerstrebt ihr einfach, wenn "gute" Sachen weggeworfen werden?


      Als sie letztes Mal bei mir war, hat sie Sachen schon aussortiert, die sie fuer sich moechte. Und ich werfe die Sachen ja nicht weg, sie gehen ja in den Kleidercontainer. Und nein, meine Mutter kann die Sachen sonst niemanden anbieten, ich habe sie gefragt.

      Die Tatsache ist leider wirklich so, dass sie immer noch hofft, dass ich mich irgendwann "beherrschen" wuerde und abnehmen wuerde. Diese Leistung wird von mir einfach erwartet. Kann ja nicht so schwer sein, nach allem, was ich schon geleistet habe, gell? :ironie:
    • Herbstzeitlose schrieb:

      Ich denke, du darfst dir deine Wut gegenüber deiner Mutter erlauben.


      Es ist nicht so, dass ich mir die Wut verbiete. Ich weiss nur nicht , woher damit, denn ausdrueckn kann ich sie ja nicht. Wie du sehr richtig sagst, wird es als ein Tobsuchtanfall eines kleinen Kindes angesehen, mit dem Kommentar "Dir kann man ja gar nichts sagen, warum musst du immer ausrasten." (Ganz gewoehnliche Reaktion vieler Muetter, die die Kinder unweigerlich in den Wahnsinn treibt. ;))

      Herbstzeitlose schrieb:

      sag ihr auch, wann für dich das Thema beendet ist.


      Fuer mich persoenlich ist das Thema ja nicht beendet, und ich kann es meiner Mutter nicht verbieten, darueber nachzudenken. Ich habe ihr ja eigentlich schon verboten, mich aufs Abnehmen anzusprechen, deswegen ihre Verlegenheit bei der Erwaehnung der alten Sachen, die ich vielleicht "noch brauchen werde". Aber sie bringt es einfach nicht fertig. Dumme Gans. :keule1:

      Herbstzeitlose schrieb:

      Gehe mit ihr um, wie du es gerne auch für dich hättest. Nähere dich ihr als erwachsener Mensch, andernfalls bleibst du immer ihre kleine Tochter, um die sie sich Sorgen machen muss, der man sagen muss, was richtig, was falsch.


      So sieht sie mich nun mal. Als ich juenger war, hat sie sich weniger Sorgen gemacht, denke ich. Mein Freund meint, die Eltern werden irgendwann alt und wunderlich. Aber sie hat noch keinen Anlass dazu, alt und wunderlich zu werden! Sie ist ja erst 65 , das ist heutzutage kein Alter. Verdammt!

      Und das nach allem, was ich schon auf die Beine gestellt habe, nach all der Lebenserfahrung, die ich in den letzten 15 Jahren gesammelt habe, nach allen schwierigen Situationen, die ich gemeistert habe... Verdammt! :schrei1::mad1::wand:
    • Liebe Muminfrau!

      Nein, sie ändert sich nicht, deine Mutter. In ihrem Kopf ist alles beim Alten geblieben. Ebenso wie meine Mutter, hält sie an ihren Ansichten, wie man zu sein hat, fest. Das Thema Gewicht spielt bei meiner Frau Mama eher eine untergeordnete Rolle, eher ihre Behauptungen, wie eine Wohnung auszusehen hat. Nicht so wie meine, so viel steht schon mal fest. Ich dringe höchstens zu ihr durch, wenn ich sie daran erinnere, dass erst um 16 Uhr aufgeräumt wurde, als ich Kind war, denn eine halbe Stunde später kam mein Vater von der Arbeit. Sie jedoch ist schon seit 12 Jahren mit meinem Vater allein, weil wir Kinder alle weggeheiratet haben. Mein Vater ist ein ordentlicher Mensch und unterstützt sie sehr bei der Hausarbeit. Sie hat schon vergessen, wie es ist, wenn Kinder durchs Haus toben und dass wir Landwirte oft mit schlimmen Arbeitsschuhen reinrennen, weil der Tierarzt wieder einen Ordner braucht, das kennt sie nicht. Gewicht hat sie früher mehr gemeckert, inzwischen hat sie selbst viele Rentner-Pfunde und hält sich mehr zurück zum Thema Rundungen. Doch dieses ewige Thema Sauberkeit nervt mich ebenso, wie dich die Äußerungen deiner Mutter auf die Palme bringen.

      Ich möchte dich loben, weil du dich zurückgehalten hast, damit dein Sohn keine harschen Worte vernimmt. Kommt nicht so gut, lässt sich aber manchmal nicht vermeiden, wie ich von mir weiß.
    • He, Muminfrau brrrr, wieder langsam runter kommen :troest:.
      Es ist doch ein Naturgesetz, das Mütter einen in den Wahnsinn treiben können :-D, das kommt in den besten Familien vor. Bei dir ist es das Thema Abnehmen aber das ist austauschbar. Sie drücken halt auf unsere Knöpfe, aber ich verrate dir was - das machen wir bei ihnen auch.
      Ich glaube es wird müssig, dass du versuchst ein adäpuates Verhalten einzuüben. Sie treibt dich halt auf die Palme - live with it. Entweder du schluckst es runter und das klappt eh nur eingeschränkt, bis die Galle rausquillt oder du lebst damit, dass muss sie ja auch. Hauptsache ihr vertragt euch am Ende wieder. Deine Mutter wird immer sagen, dass sie nur das Beste für dich wünscht und das ist wahrscheinlich auch der Fall. Sie gehört zu den beratungsresistenten Schlankheitsanhängern, die gibts leider. Du kannst sie dir nicht backen, das ist nicht anders als bei anderen Freunden und Partnern.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • @Muminfrau
      Es ist nicht so, dass ich nicht weiss, wie es ist mit diesem Problem,- auch ich bin trotz meines Alters und meiner 3 Kinder usw. immer die Kleine, um die man sich kümmern muss.
      Aber ich habe mühsam gelernt, den Ball zurück zu geben, wenn sie ein Problem mit dir hat, dann ist es ihr Problem,- und nicht deins
      Hier bist du doch auch in der Lage, auf unterschiedlichste Meinungen einzugehen, kannst manchmal spontan antworten, manchmal erst nach Pausen.
      Vielleicht ist es ja hilfreich, sie nicht als Mutter, sondern als alte Dame zu betrachen- denn du willst ja auch nicht mehr als Kleine behandelt werden sondern gleichberechtigt neben deiner Mutter.
      Ich bekomme das auch oft nicht hin- und ich leide auch darunter,- und es lässt sich anderen bestimmt leichter Tipps zu geben als selbst danach zu leben.
      Ich glaube, es ist unser Problem, dass wir uns noch nicht aus dieser Mutter/Kind-Rolle gelöst haben . In der Beziehung habe ich einiges gelernt und abgeschaut bei meiner Tochter und mir- und ich verspreche dir, meine Tochters hats auch nicht immer leicht mit ihrer Mutter
    • Wie schoen, dass es dieses Forum und euch gibt. :)

      Es ist nicht so, dass ich heute den ganzen Morgen rumtobe. Ich habe schon durchaus einige sinnvolle Dinge heute getan. ;)

      Und eines ist mir klar geworden: Ich kriege offensichtlich regelmaessig und aus winzigen Anlaessen diese Tobsuchtanfaelle, die dann mehrere Stunden dauern. Das muss wirklich nicht sein! Und ja, meine Mutter werde ich wohl nicht mehr aendern, genauso wenig, wie sie mich. ;)

      Ich habe also heute angefangen, meine Gedanken und Gefuehle seit meiner fruehesten Kindheit aufzuschreiben, die mit dem Thema "ich bin meiner Mutter zu dick" zusamenhaengen. Erstmal ist es nur ein Chaos, aber vielleicht kriege ich irgendwann ein Essay hin (ich kann eigentlich ziemlich gut schreiben). Ich bin mir sicher, dass es mir helfen wird. Das fuehlt sich einfach gut an!
    • @ Muminfrau
      ich weiss nicht, auf mehrere Absätze von dir direkt zu antworten,- also ich versuchs mal so-
      deine Mutter hat das Problem, dich so anzunehmen, wie du bist. Es ist ihres- nicht deins. Mach es nicht zu deinem, grenz dich ab- und dass sie ihre Meinung sagt, ist doch legitim.Überleg doch einfach in so einem Fall, ob du dir das auch von deinem Mann, Nachbarin, Freundin sagen lassen würdest- und wie du dann darauf reagieren würdest- und übertrage das auf deine Mutter.
      Umheimlich schwer, aber es ist doch ein Versuch wert.
      Wie gesagt,- ich weiss sehr wohl, wie verletzend das sein kann,- aber es geht weniger um deine Mutter- es geht an dieser Stelle um dich.An deiner Mutter wirst du dir wahrscheinlich die Zähne ausbeissen,- versuch dich selbst zu stärken-
      Du bist die Hauptperson in Deinem Leben!
    • Muminfrau schrieb:

      @Itsme: Meine Pubertaet war serh unspektakulaer. Ich habe mich immer so von anderen Leuten unterschieden, insbesondere innerlich, dass ich absolut keinen Wunsch hatte, mich auch noch durchs extravagantes Aeusseres hervorzutun.


      Ich hatte mal mit 15-18 eine "Phase" in der ich in die Gothic Richtung geschliddert bin, hauptsächlich durch Musik. Schwarz trug ich schon immer gerne und daher hatten meine Eltern zunächst keine Probleme damit, ließen mich sogar diverse Konzerte besuchen.
      Als ich dann allerdings mein Zimmer mit Fantasypostern von Luis Royo tapeziert habe und überall schwarze Rosen und Kerzen aufstellen wollte, wurden sie dann doch stutzig, besonders als ich angefangen habe düstere Motive zu fotografieren und überall aufzuhängen.
      Sie meinte immer, ich sei so eine fröhliche Person, es würde gar nicht zu mir passen. Damals war ich nach Außen hin fröhlich, innerlich sah es oft anders aus.

      Heute bin ich aber froh, dass sie mir Grenzen gesetzt haben. Ich wollte beispielsweise auch Tatoos und mich extremer schminken und kleiden, als in meinen schlichten schwarzen Basics. Hätte ich damals mein geplantes Rückentatoo machen lassen, hätte ich als Lehrerin gerade bei solche einem Wetter sicher Probleme, das angemessen zu verdecken.

      Muminfrau schrieb:


      Und eines ist mir klar geworden: Ich kriege offensichtlich regelmaessig und aus winzigen Anlaessen diese Tobsuchtanfaelle, die dann mehrere Stunden dauern. Das muss wirklich nicht sein! Und ja, meine Mutter werde ich wohl nicht mehr aendern, genauso wenig, wie sie mich. ;)



      Das geht mir auch oft so. Ich habe auch meine Reizthemen u.a. Gewicht und Abnehmen. Mich macht es einfach wütend, dass die Gehirnwäsche selbst bei so intelligenten Leuten fruchtet und dahingehend nichts, absolut gar nichts hinterfragt wird.
      Bei anderen Themen, DA wird diskutiert, kritisch beleuchtet etc. Aber wenn es um mich und mein Gewicht geht, heißt es immer "Wir haben doch immer drauf geachtet, dass du nicht zu viel isst!"...ergo: Ich bin Schuld, alleine.
      Das macht mich wütend, jedes Mal. So wütend, dass ich mich dann irgendwohin verkrieche und vor Wut heulen muss.

      Knallfrosch schrieb:


      Es ist doch ein Naturgesetz, das Mütter einen in den Wahnsinn treiben können :-D, das kommt in den besten Familien vor.


      Meine beste Freundin ist auch immer wegen ihres Gewichts mit ihrer Mutter aneinandergeraten. Die meinte nämlich, dass die Tochter bei 1,76m mit 60kg zu fett sei. Was ich da teilweise mitbekommen habe, war echt nicht schön (vor allem weil ich mich gleichzeitig gefragt habe, was sie wohl von meiner Figur hält). Sie streiten auch heute noch oft, sogar am Telefon, beides Sturköpfe.
      Ich denke Vieles liegt daran, dass man sich irgendwann rein theoretisch von Erwachsenem zu Erwachsenem gegenübersteht, die Eltern einen jedoch noch als Kind wahrnehmen, obwohl man sich selbst nicht mehr als Kind wahrnimmt, sondern als Mensch mit eigenen Ansichten, Erfahrungen und Wertvorstellungen.

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    • Herbstzeitlose schrieb:


      deine Mutter hat das Problem, dich so anzunehmen, wie du bist. Es ist ihres- nicht deins.


      Das ist wahr. :)

      Herbstzeitlose schrieb:

      Mach es nicht zu deinem, grenz dich ab- und dass sie ihre Meinung sagt, ist doch legitim.Überleg doch einfach in so einem Fall, ob du dir das auch von deinem Mann, Nachbarin, Freundin sagen lassen würdest- und wie du dann darauf reagieren würdest


      In die Fresse hauen, was sonst. ;)

      Okay, okay, ich habe den Funkspruch empfangen und verstanden. Deswegen mach ich diese Zitaten alle separat, damit ich sie sofort sehen kann.


      Herbstzeitlose schrieb:

      versuch dich selbst zu stärken-
      Du bist die Hauptperson in Deinem Leben!


      Ja, genau. Deswegen moechte ich dieses Essay schreiben.
    • Muminfrau schrieb:



      Hm... was mache ich bloss mit meiner Mutter, und vor Allem mit meiner Wut auf sie? :confused:


      Wir hatten mal einen Wutkeller. Per Zeitungsannonce habe ich alte gebrauchte Tontöpfe gesucht und massenweise bekommen. In einem Ecken im Keller hab ich dann meiner Wut auf meine Eltern freien Lauf gelassen, in dem ich die Töpfe vor Wut schreiend an die Wand geworfen habe. Es hat unheimlich gut getan und war befreiend.

      LG Finchen
    • Ich bin ab und an in ein nahegelegenes Wäldchen geflüchtet und habe laut losgebrüllt. Naja hier in der Stadt macht sich das natürlich wesentlich schlechter. Aber ich finde weinen auch sehr befreiend. Geau wie lautes Lachen. Deswegen höre ich vorm Einschlafen ganz gerne Comedy..dann lache ich mich müde und schalte ab.
    • Um konstruktiv über meine Gefühle zu sprechen, müsste ich es erst einmal schaffen, Ruhe zu bewahren. Es liegt nicht daran, dass mir die Worte fehlen, nein es ist eher mein Temperament, dass mich quasi überholt und mich hochexplosiver Worte sagen lässt. Ich lese dann immer an der Miene meiner Mutter ab, wie sehr ich mich wieder danebenbenommen habe. Sind meine Kinder dabei, geht es mir wie Muminfrau, da reiße ich mich am Riemen. Doch die Fugger hat schon recht, genauso wäre es richtig.:rolleyes:
    • Danke, Knallfrosch. Mir geht es wie Klangola: das Gehirn schaltet sich ab, und ich kann entweder losbruellen oder schweigen. Ich werde es mir jedoch fuer die Zukiunft merken.

      Die Schwierigkeit ist, dass es in sehr unregelmaessigen Abstaenden und unerwartet kommt. Aber ich werde es versuchen.
    • Sassy schrieb:

      Ich bin ab und an in ein nahegelegenes Wäldchen geflüchtet und habe laut losgebrüllt. Naja hier in der Stadt macht sich das natürlich wesentlich schlechter.

      Schon mal gegen den Lärm einer Autobahn angebrüllt? Oder wenn ein Güterzug vorbeifährt? Ich hab auch schon in der Eisenbahnunterführung gestanden und habe scheißescheißesch... geschrien.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • @ Knallfrosch Im Prinzip ja, wenn ich mit meinem Mann streite, gebrauchen wir auch die ich-Form (ich empfinde, mich stört usw.). Aber es gibt Leute, wie z. B. meine Eltern, denen kann man das höflich und korrekt erklären und es ändert sich nichts, weil sie es einfach nicht begreifen wollen oder können.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      Aber es gibt Leute, wie z. B. meine Eltern, denen kann man das höflich und korrekt erklären und es ändert sich nichts, weil sie es einfach nicht begreifen wollen oder können.
      ... oder mit völlig bekloppten Sätzen auf vorsichtig geäußterte Kritik reagieren: "Stimmt doch gar nicht!" (klingt für mich wie Kindergarten), "Das habe ich immer schon so gemacht, da hat bis heute keiner was gesagt" (nein, nur ich ca. 50x in 20 Jahren) oder auch "Wenn's Dich stört, kannst Du ja gehen".
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • der sohn meiner schwester lag eines nachmittags bei ihr auf dem sofa und beobachtete, dass unsere mutter meine schwester erst mal mit irgendwelchen dingen belagerte. meine schwester - gerade von der arbeit nach hause gekommen und etwas angenervt - bewahrte die contenance mit mühe. unsere mutter verabschiedete sich irgendwann um dann aber kurz hinter der wohnungstür noch einmal umzudrehen und noch etwas zu klären (sie ist 82 jahre alt, da ist man vergesslich... ). fünf minuten und einiges an geduldsfadensplitting meiner schwester ging unsere mutter dann um die treppe zu ihrer wohnung zu erklimmen. weitere fünf minuten später - es war ihr nochmal was eingefallen, dass sie unbedingt erzählen musste - rief sie bei meiner schwester an. als dieses telefonat beendet war seufzte meine schwester aus tiefstem herzen "mütter!!"

      mein neffe, der das alles beobachtet hatte konterte: "wem sagst du das!"

      *lach*

      unsere mutter ist ebenso nervig wie alle mütter es sein können. ihre themen bei mir sind völlig andere wie bei meiner schwester (die auch eine deutlich geduldigere frau ist... ).

      in den letzten 20 jahren bin ich zu dem schluss gekommen, dass ich meine mutter nicht ändern kann (und eigentlich auch nicht will) sondern sie so nehme, wie sie ist. manchmal schalte ich auf durchzug, wenn sie nervt. (das schweigen)


      Muminfrau schrieb:

      Danke, Knallfrosch. Mir geht es wie Klangola: das Gehirn schaltet sich ab, und ich kann entweder losbruellen oder schweigen. Ich werde es mir jedoch fuer die Zukiunft merken.

      Die Schwierigkeit ist, dass es in sehr unregelmaessigen Abstaenden und unerwartet kommt. Aber ich werde es versuchen.


      wenn ich aber nicht schweigen kann (und erfahrungsgemäß bewirkt losbrüllen oder spitze, böse bemerkungen lediglich, dass man sich hinterher entschuldigen muss... ) dann habe ich entdeckt, dass ein in zackigem ton geäussertes "jawoll mama!" sehr effektvoll ist. *schmunzelt* ...meine mutter mag nerven, aber dumm ist sie nicht. sie weiss, dass dieses "jawoll" gleichbedeutent mit "steig mir doch in die tasche!" oder dem berühmt-berüchtigten "er sage seinem herrn, er könne mich am a.... lecken!" ist.
      ich muss mich nicht entschuldigen und sie weiss, dass die grenze erreicht ist und jedes wort ihrerseits verschwendete atemluft ist.
    • Was ich auch schon gemacht habe ist, dass ich einfach ohne Abschied ging und sie meckern lies. Oder wenn es eine (in meinen Augen) besonders blöde Behauptung war, sie ausgelacht habe. Da meine Eltern gewohnt waren, dass ich mich verteidige, hat sie das ganz schön irritiert.

      LG Finchen