Adipositaschirurgie-Opfer

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • Also ich kann nur von "meiner" SHG sprechen , und da kann ich definitv sagen ,dass das keine "Verkaufsveranstaltung" ist . Allerdings habe ich die SHG auch so ausgerichtet,das sie nicht nur AC-ler anspricht, bzw ansprechen soll. Mir persönlich war es ehr ein großes Bedürfnis, Übergewichtigen einen "geschützten" Raum zu geben, wo man sich austauschen kann. Das nunmal einige dabei sind, die Operiert sind bzw sich operieren lassen wollen, kann man nicht ändern. Ich persönlich weise jedoch grundsätzlich darauf hin ,dass das kein Spaziergang ist, auch einiges schief gehen kann und im schlimmsten Fall auch sterben kann. Und auf noch etwas weise ich explizit hin: Erkundigt euch , holt euch eine zweit oder dritt Meinung ein , vertraut nicht jeden erst besten wenn ihr euch operieren lassen wollt .
      @ Pandora ...ob und inwiefern medizinisch als auch menschlich versagt wurde, denke ich, können wir überhaupt nicht überblicken, denn wir kennen lediglich das,was uns die Eltern geschrieben haben. Zumal eine Ansteckung mit MRSA, Lungenembolie und Multiorganversagen , auch bei einer scheinbar harmlosen Blinddarm - OP vorkommen kann. Daraus kann man weder Ärzten noch SChwestern einen Vorwurf machen.
    • Nightfly schrieb:

      Also ich kann nur von "meiner" SHG sprechen , und da kann ich definitv sagen ,dass das keine "Verkaufsveranstaltung" ist. Allerdings habe ich die SHG auch so ausgerichtet,das sie nicht nur AC-ler anspricht, bzw ansprechen soll.
      Wer hat die SHG denn ursprünglich mal gegründet? Du ganz allein ohne Unterstützung von irgendwem?

      Nightfly schrieb:

      Zumal eine Ansteckung mit MRSA, Lungenembolie und Multiorganversagen , auch bei einer scheinbar harmlosen Blinddarm - OP vorkommen kann. Daraus kann man weder Ärzten noch SChwestern einen Vorwurf machen.
      Oh doch! Wir haben in Deutschland ein massives Hygieneproblem. Das kann man Ärzten und Schwestern durchaus vorwerfen. Selbst wenn dies dem Kostendruck geschuldet ist, sollten sie sich wehren. Und die Patienten sowieso.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Hi,
      also ich bin sehr wohl der Meinung das man sich über Keimverschleppung und die menschliche oder in dem Fall wohl eher unmenschliche Behandlung eine Meinung bilden kann und darf.

      Und ich finde es unmöglich wie mit den Eltern zum teil auch in ihrem eigenen Forum umgegangen wird.

      Es gibt signifikante Unterschiede bei der MRSA Infektion und das Deutschland mit 25% Infektionsrate nicht zu dem Land mit den saubersten Kliniken gehört liegt bestimmt nicht an zu dicken Patienten.

      Eine MRSA Infektion ist nichts was "man" Grundsätzlich in Kauf nehmen MUSS.

      Und - gerade eben nach überstandener OP Aufklärung (nicht wegs AC!) kann ich ruhigen Gewissens sagen, die Ärzte sagen einem nicht zwingend das man sterben kann. Die gehen davon aus das das mittlerweile jeder weiß.

      Selbst wenn ich mich für einen AC-Eingriff entscheide heißt das doch nicht das ich selbst schuld bin wenn ich einen nosokomialen Infekt bekomme.
      Und das ist doch verflixte Hacke auch keine Entschuldigung dafür das ich von einem Krankenhaus zum nächsten "geschoben" werde und man mich nicht Ernst nimmt.
      Mitgefühl ist sicherlich was anderes als ich zu dem Thema bis jetzt gelesen habe.

      Natürlich gibt es Leute denen der Eingriff geholfen hat.
      Dann kann man aber trotzdem trauernden Eltern soviel Respekt entgegenbringen das man Ihnen nicht mehr oder weniger sagt sie sollen die Klappe halten, sie wären ja selbst Schuld.

      Ich hab nur die eine Geschichte durchgelesen und allein das sich kein Mediziner zuständig gefühlt hat und die Verantwortung für die gesamte Nachbehandlung übernommen hat (Versicherungstechnik ist mir ziemlich wurscht) finde ich unsagbar armselig.

      Es hat schon seinen Grund warum Mediziner Krankenhäuser meiden wie die Pest.

      Gruß
      B.
    • Betsy schrieb:

      Dann kann man aber trotzdem trauernden Eltern soviel Respekt entgegenbringen das man Ihnen nicht mehr oder weniger sagt sie sollen die Klappe halten, sie wären ja selbst Schuld.
      Barbaras Mutter wurde sogar aufgefordert, statt so eine Welle zu machen, lieber mal darüber nachzudenken, welche Schuld sie am Übergewicht ihrer Tochter hat.

      Im Übrigen sehe ich es genauso wie Du, Betsy.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Ich bin da irgendwie gespalten.

      Das mit den Keimen im Krankenhaus ist eine allgemeine Sache. Das hat imho nichts mit AC zu tun (also abgesehen davon, wie JEDE OP was damit zu tun hat)

      Dass generell nicht drüber aufgeklärt wird bzw. AC unreflektiert angepriesen wird ist imho überholt. Zumindest, wenn man nicht die Kosten selbst tragen will sondern es über die KK laufen lässt. Dadurch, dass es nicht immer DEN Erfolg hatte, wie man erst annahm, sind die auch vorsichtiger geworden und fordern einiges, bevor sie die teure OP nebst evtl. teuren Nachbehandlungen übernehmen.
      Und durch die Forenaktivitäten lässt sich hier ja z.b. auch nachvollziehen, dass Barbara eben die Phasen durchlaufen hat, Zusage vom MD hatte, sich Gedanken machte etc.

      So schlimm es ist, die Tochter zu verlieren und auch, mit was für Aussagen die Eltern im Forum konfrontiert wurden - dass nicht aufgeklärt wurde etc. stimmt halt auch nicht.


      Was die Selbstzahler angeht, die sich teilweise bereit mit 89 Kilo operieren lassen: Da habe ich nur begrenzt Mitleid.
      Man liest immer wieder Aussagen a la "Ich zahle selbst, weil ich die Auflagen nicht erfülle" oder gar "Ich zahle selbst, weil ich keine Lust auf die ganzen Arztermine und Maßnahmen habe und auch das Jahr nicht warten will"
      So ganz ist ihnen oft gar nicht bewußt (obwohl es genannt wird. Unterschätze nie die Macht der Verdrängung) dass sie bei Komplikationen auch die Folgekosten tragen müssen und das kann seeeeeeeeeeehr teuer sein.
      Von den absolut riskanten Dingen für den Körper mal abgesehen.

      Klar finde ich die Ärzte, die das machen auch bekloppt und unethisch handelnd.
      Aber das spricht die jeweiligen Personen nicht von ihrer Eigenverantwortung frei.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Orien schrieb:

      Dass generell nicht drüber aufgeklärt wird bzw. AC unreflektiert angepriesen wird ist imho überholt. Zumindest, wenn man nicht die Kosten selbst tragen will sondern es über die KK laufen lässt.
      Es ist nach wie vor eine Operation, die privat zu zahlen ist. Dass Krankenkassen bei einigen die Kosten übernehmen, ändert nicht plötzlich etwas an der Aufklärung der Patienten und auch nicht daran, dass es grundsätzlich keine Kassenleistung ist. Wenn genug Ärzte und Psychiater die Notwendigkeit der OP attestieren, übernimmt die KK die Kosten. Glaubst Du wirklich, dass Ärzte ausgerechnet jetzt (da sich ein Kostenträger gefunden hat) genauer über Risiken aufklären? Damit der Patient es sich am Ende doch anders überlegt und dem Krankenhaus ein lukrativer Auftrag flöten geht? Denn wer die Kosten bezahlt, ist dem Rechnungssteller doch egal.
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
      [SIZE=1](Søren Aabye Kierkegaard)[/SIZE]
      [/CENTER]
    • @ Martina, ja ich habe die SHG selber gegründet mit meinem Mann zusammen. War selber fast 2 Jahre in einer SHG in der ich massive Probleme hatte, gerade weil ich auch kritisch gegenüber dem Arzt dort war bzw gegenüber der AC. Denn dort passierte genau das, was ihr teilweise hier schreibt. Es war sozusagen wirklich eine Verkaufsschau, hinzu völlig unüberschaubar und war nicht nach dem Mund der Leitung sprach, wurde schnell zum Aussenseiter.

      @ Betsy... ich glaube, das wir hier einfach nur die Seite der Eltern kennen und die ist nunmal verständlicherweise so geprägt,das sie nur das Schlechte zeigt. Ich weiß natürlich schon ,das gerade die Keimbelastung in KH sehr hoch ist und Deutschland da sehr rückständig ist. DA gebe ich dir und den Eltern sehr wohl Recht . Aber wir wissen nicht, wie die Schwestern und Ärzte waren . Denn Barabra selber hatte noch im Forum geschrieben , wie sehr sich die Schwestern und Ärzte um sie bemühen und ihr zur Hand gehen. Daher denke ich, dürfen wir hier niemanden verurteilen, da wir die tatsächliche Sachlage gar nicht kennen.
    • Dralle Deern schrieb:

      Es ist nach wie vor eine Operation, die privat zu zahlen ist. Dass Krankenkassen bei einigen die Kosten übernehmen, ändert nicht plötzlich etwas an der Aufklärung der Patienten und auch nicht daran, dass es grundsätzlich keine Kassenleistung ist. Wenn genug Ärzte und Psychiater die Notwendigkeit der OP attestieren, übernimmt die KK die Kosten. Glaubst Du wirklich, dass Ärzte ausgerechnet jetzt (da sich ein Kostenträger gefunden hat) genauer über Risiken aufklären? Damit der Patient es sich am Ende doch anders überlegt und dem Krankenhaus ein lukrativer Auftrag flöten geht? Denn wer die Kosten bezahlt, ist dem Rechnungssteller doch egal.


      Nein, dass die AC-Ärzte selbst besser aufklären als vorher - nein.

      Aber: Wer es über KK laufen lassen will MUSS das multimodale Konzept vorweisen und zudem werden nicht immer die ersten Anträge direkt genehmigt.
      Da hätte man einmal den Zeitfaktor: Man hat eine recht lange Zeit, in der man sich intensiv mit der OP auseinandersetzen kann/muss. Schon zwangsweise. Schnellschüsse, wie sie auch heute noch bei Selbstzahlern stellenweise vorkommen, kann es so nicht geben.

      Zudem ist man nicht von einem einzigen AC-Arzt abhängig, sondern hat verschiedene Meinungen/Ansprechpartner (Psych. / Ernährungsberatung / Hausarzt/Facharzt und bei Bedarf sogar noch weitere wie Orthopäde etc.)
      Nicht selten muss man auch noch zum MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Das hängt von Ort ab, ist aber unabhängig von AC-Ärzten und Zentren. Dort gibt es Leute, die AC befürworten aber auch solche, die dem ganzen komplett kritisch gegenüber stehen und solche, die neutral bewerten.
      zum MDK muss man aber freilich nicht, wenn man Selbstzahler ist (übrigens nicht selten im Ausland. Gibt schon AC-Tourismus. Ist ja günstiger als hier).

      Als ich vor Jahren mal mit dem Gedanken spielte und noch bei Frankfurt wohnte, sah die Lage bei den KK noch anders aus und ich hätte ohne große Umschweife recht zügig eine AC bekommen können.

      Als ich letztes Jahr im Zuge von allgemeiner Krise wieder mit dem Gedanken spielte, wäre das Prozedere deutlich länger und umständlicher gewesen.

      Und im Zuge dessen stieß ich auf Ärzte und Therapeuten, die aus allen Wolken fielen, als ich von meinen ganz eventuellen AC-Plänen erzählte. Ich solle das bloß nicht machen, Risiken blieblablupp.
      Ich habe meine Pläne ja, wie man merkt, verworfen. Nicht zuletzt durch die OMGbloßnicht-Reaktion des Arztes und meinem Lesen in den AC-Foren. Denn obwohl da eher positiv berichtet wird, wird jedem halbwegs denkenden Leser die ganzen Ungereimtheiten, Komplikationen und Randerscheinungen, von denen auch berichtet wird, auffallen.
      Nicht zuletzt Berichte von Leuten, die erst sehr viel abgenommen haben, aber 2-5 Jahre später wieder anfangen zuzunehmen und "nachoperieren müssen".
      Plus weitere Dinge.
      Auf jeden Fall stehe ich AC eher kritisch gegenüber. Kritisch, aber nicht komplett verteufelnd.

      Kurz :Ja, ich glaube tatäschlich, dass zwischen KK-Bezuschussten und Selbstzahlern ein Unterschied in der Aufklärung bestehen kann (kommt auf die Einzelfälle an). Auf jeden Fall aber kein KK-Bezuschusster heutzutage hopplahopp von AC überrumpelt wird.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Hallo,

      zu erst einmal ein Ausschnitt aus einer E-Mail von einer Frau, dessen Mann auch eine Schlauchmagen-OP in der gleichen Klinik wie Sabrina hinter sich hat. Wir haben die Erlaubnis, den Text zu veröffentlichen, falls direkt wieder Antworten kommen, von wegen "Einfach Text irgendwo rauskopieren" etc. :

      Es tut mir sehr leid das ihre Tochter Sabrina an der Op verstorben ist. Ich hatte auch sehr grosse Angst um meinen Mann und bin dadurch auch an schweren Depressionen erkrankt und war bis April fast 10 Monate in einer Psychatrie. Ich habe mehrere Suizit Versuche hinter mir und schaffe es jetzt erst mit meinem Leben wieder klar zu kommen. Auch mein Mann startet nun neu durch und es tut mir gut zu sehen das es ihm nun langsam besser geht.
      Auch ich bin sehr enttäuscht von dem Forum und der Shg und drehe diesen nun den Rücken zu. Ich habe zum Zeitpunkt als mein Mann noch im Krankenhaus lag viel negatives erlebt, das man versucht hat mich auszuhorchen und aus der ganzen Sache eine Lapalie machen wollte. Es wurde mir gesagt ich sollte dies doch nicht ins Forum oder Internet stellen, das würde eh keinen interessieren usw. Aber auch dies hat mich in die Depression getrieben und deshalb muss ich einen Schlussstrich ziehen und in die Zukunft sehen. Wenn ich jetzt weiter in der Vergangenheit wühle würde mich dies wieder komplett aus der Bahn werfen und das hilft niemanden. Auch mein Mann möchte da abschliessen und nach vorne sehen. Er hat zwar noch verschiedene gesundheitliche Probleme aber damit müssen wir wohl leben.
      Ich wünsche ihnen viel Erfolg mit der Klage, wir haben uns dagegen entschieden zu klagen weil es uns zu sehr belasten würde.

      -> Den ganzen Leidensweg kann man unter webgro.de nachlesen, auch dieses ist mit Erlaubnis hier veröffentlicht.
      ___________________________________________________________

      Wie man dem Text entnehmen kann, dreht sie den ganzen Foren und SHGs den Rücken zu.

      Nun ist die Frage: Ist das richtig so, dass Menschen aus Angst vor den Folgen, bereits alles, was passierte ignorieren?
      Definitiv nein!
      Es ähnelt wirklich, wie oft genug in diesem Thread erwähnt, einer Verkaufsveranstaltung.

      "Es wurde mir gesagt ich sollte dies doch nicht ins Forum oder Internet stellen, das würde eh keinen interessieren" - Ganz im Gegenteil, wie wir hier und auch in manch anderen Foren sehen, interessiert es sehr wohl eine Menge Menschen. Da stellt sich doch die Frage, wieso die Ärzte es versuchen zu vertuschen, wenn vorher bereits über alles aufgeklärt wurde?

      Und dies ist kein Einzelfall! Ärzte, die alles versuchen, um ihren "guten" Ruf zu bewahren. Es gibt sicherlich noch dutzende weitere Fälle in Deutschland, bei denen sich die Angehörigen von den SHGs und Ärzten eingeschüchtert fühlen und deshalb sich nicht in einem Forum wie das Dicke Forum beteiligen. Sogar unser Staatsanwalt hatte Probleme einen Gutachter zu finden, der nicht in Kontakt mit dem damals behandelnden Arzt in Kontakt stand. Alle arbeiteten in irgendeinem Weg zusammen.

      Anfangs dachten wir, dass es keinerlei aus unserer Sicht positives Resonanz geben wird, da wir keinerlei Reaktion auf unser Forum oder irgendwelche E-Mails bekamen. Doch jetzt, wo wir auf das Dicke Forum gestoßen sind, bekommen wir langsam wieder Mut, mit der Aufklärung weiterzumachen.

      Sollten wir einen Gerichtstermin haben, werden wir diesen selbstverständlich hier veröffentlichen, um eine moralische Unterstützung zu bekommen, die uns bei Gericht Kraft gibt. Wir werden euch weiter auf dem laufenden halten.
    • Sicher ist es schlimm was Wolfgang und seiner Frau passiert ist, aber ich möchte auch beide hier nochmals zitieren :


      [I]Dann möchte ich mich bei der Selbsthilfegruppe Dinslaken, dem evangelischen Krankenhaus Dinslaken, Dr. Schlensak und Dr. Pronadl bedanken. Eine bessere Betreuung, Beratung und Begleitung kann ich mir nicht vorstellen. Besonders bedanke ich mich bei Chris, Ute und Patrick, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen.
      [/I]


      [I]Ausserdem bedanke ich mich noch bei meinem damaligen Hausarzt und den jeweiligen Fachärzten, die mich unterstützt haben und der Krankenkasse Aok von der ich die Kostenzusage für die OP erhalten habe.[/I]

      oder dieses
      Bei mir ist es gut gegangen, bei meinem Mann ist noch nicht alles überstanden aber ich hoffe wir sind nun auf dem Weg das es aufwärts geht, aber was er bis dahin durch gemacht hat ist, denke ich, sehr wichtig zu wissen für Leute, die die OP noch vor sich haben. Es lag nicht an der Art der Op, die Komplikationen hätten genau so bei anderen AC Op’s auftreten können, es liegt auch nicht an der Klinik, die haben ihr bestmögliches gegeben wie auch die Ärzte, Schwestern und Pfleger, er war stets in guten Händen und es wurde alles gemacht das es ihm wieder besser geht.


      Es war einfach Pech, er war derjenige den es getroffen hat.


      Wenn das Ehepaar nun angeblich so schlecht über die Ärzte, SHG´s , Foren ect denkt, warum steht dann sowas auf deren Seite ?
    • Ich habe die ganzen Schicksalsberichte nicht gelesen, denke aber, dass wohl Folgendes passiert ist.

      Inkompetente Ärzte, unfreundliche Krankenschwestern und merkwürdige Sachbearbeiter sorgen in ihrer Gesamtheit dafür, dass eine OP, bzw. die Nach-OP-Behandlung zu einem Desaster wird.

      Unbesehen davon, dass hier Menschen schreckliches Leid erdulden müssen, ist dies der Alltag. Operationen mißlingen, Patienten werden falsch beraten oder behandelt, es gibt schlimme Folgen. Beteiligte leugnen ihre Verantwortung und schieben den schwarzen Peter weiter.

      Das wirklich bittere daran ist, dass eine solche OP nicht hätte sein müssen. Gebrochene Beine muss man operieren, Adipositaschirurgie ist nicht zwingend erforderlich und das ist der Punkt an dem man meiner Meinung nach ansetzen sollte.

      Für mich ist es unbegreiflich und auch ethisch nicht vertretbar, dass Menschen zu einer Verkleinerung ihres Magens durch Heilsversprechen und nörgelnde Umwelt quasi genötigt werden. Entscheiden sich die Menschen jedoch trotz aller Gefahren für solch eine OP, dann muss man wohl leider auch als Eltern mit dieser Entscheidung leben.

      Aber die Tatsache, dass sich ein mündiger Bürger dieser Republik für eine chirurgische Maßnahme entschieden hat, die zu seinem Tod führte, entschuldigt in keinster Weise Fehlbehandlungen, mangelnde Aufklärung vor und nach der OP, sowie die unglaubliche Dreistigkeit mit der die Eltern in ihrer Trauer verunglimpft werden.
    • Bei jeder OP kann es zu der schlimmsten Komplikation, den Tod, kommen.
      Aber ich sehe es wie viele hier, die AC ist ein Eingriff in einen intakten Verdauungstrakt. Dieser wird quasi verstümmelt für ein schlankeres Leben.
      Wenn eine so schlimme Komplikationen bei einer Krebsoperation erfolgt kann man dieses Schicksal glaube ich leichter annehmen.
      Denn es gab für eine OP keine andere Option.
      Aber bei einer Operation, die eigentlich nicht sein müßte, zu sterben, ist eine bittere Pille für die Angehörigen.
      Dass die Patienten aufgeklärt werden, das ist selbstverständlich. Doch die meisten werden denken, es trifft nur andere und mich nicht.
      Augen zu und durch, es geht ja sehr oft gut.
      Und wenn es schief geht, dann können die AC Befürworter sehr schlecht damit umgehen. Denn wenn sie diese Art der Kritik zulassen würde, wäre es ja eine Kritik an der eigenen Person, am eigenen Handeln.
      Ich wollte nicht die Verantwortung für so ein Forum übernehmen, was ist, wenn in vielen Jahren die Operierten massive gesundheitliche Probleme bekommen? Ist man als Leitfigur dann nicht mitverantwortlich?
      Vor Jahren waren Magenbänder die OP, Jahre später müssen sich viel umbauen lassen zu einem Bypass, weil es zu Komplikationen kommt.
      Ich bin gespannt, welche Langzeitergebnisse es in einigen Jahren für Bypässe und Schlauchmägen gibt.
    • babelfish schrieb:

      Aber die Tatsache, dass sich ein mündiger Bürger dieser Republik für eine chirurgische Maßnahme entschieden hat, die zu seinem Tod führte, entschuldigt in keinster Weise Fehlbehandlungen, mangelnde Aufklärung vor und nach der OP, sowie die unglaubliche Dreistigkeit mit der die Eltern in ihrer Trauer verunglimpft werden.


      Perfekt auf den Punkt gebracht! Danke!
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
      [SIZE=1](Søren Aabye Kierkegaard)[/SIZE]
      [/CENTER]
    • Aber ich sehe es wie viele hier, die AC ist ein Eingriff in einen intakten Verdauungstrakt. Dieser wird quasi verstümmelt für ein schlankeres Leben.
      Wenn eine so schlimme Komplikationen bei einer Krebsoperation erfolgt kann man dieses Schicksal glaube ich leichter annehmen.
      Denn es gab für eine OP keine andere Option.
      Aber bei einer Operation, die eigentlich nicht sein müßte, zu sterben, ist


      Hallo Evi

      Hier möchte ich gerne wiedersprechen: Sicher ist für viele ein Erreichen eines "normalen" Bmis Grund genug sich dieser schweren Op zu unterziehen, es gibt aber sehr viele (mich eingeschlossen), die es für ein Zurückkommen ins Leben machen. Ich bereue die OP nicht, in keinster Weise. Auch wenn mir für den Rest meines Lebens der Großteil meines Magens fehlt (er kommt ja mit raus). Auch wenn es sich bestimmt für manche blöd anhört: Ich habe vor meiner OP oft mit "meinem Körper gesprochen", alles erzählt, was gemacht wird, ihn sogar gebeten mich dabei zu unterstützen. UND ich habe mit meinem Magen gesprochen. Ich habe ihm "gedankt", daß er immer für mich da war, mich jetzt aber ein Teil verlassen muss, damit ich wieder leben kann.

      Ich bin sogar sehr dankbar, daß ich die OP genemigt bekommen habe und zutiefst dankbar, daß ich sie komplikationslos überstanden habe. Wäre ich aber bei der OP verstorben, wäre das tatsächlich ein Preis gewesen, den ich bezahlt hätte.

      Und das ist etwas, was jeder für sich ALLEINE und NUR für sich entscheiden kann und muss! AC ist nicht nur schlecht!

      Toastbrot
    • @Toastbrot - zuerst einmal: Ich schätze die Art, wie reflektiert Du über Deine OP schreibst. Das hier allerdings

      Toastbrot schrieb:

      Wäre ich aber bei der OP verstorben, wäre das tatsächlich ein Preis gewesen, den ich bezahlt hätte.

      schockiert mich doch sehr. Was war an Deinem dicken Leben so schrecklich, daß Du so nicht mehr weiterleben hättest wollen? Bzw. was ist, wenn Dein Magen sich entgegen der ärztlichen Aussage wieder so stark weitet, daß Du - dank Jojo - das Ursprungsgewicht doch wieder erreichst? Würdest Du dann nicht mehr leben wollen?
      Ich finde diese obige Aussage unendlich traurig. :(
    • Hmm, mal sehen.. Ich denke, ich befand mich am Ende einer Leiter, mir ging es so schlecht - eigentlich war ich (innerlich) schon so gut wie tod. Und mein äußerliche Zustand hätte mich als nächsten Schritt "ans Liegen" gebracht.

      Und das hätte ich niemals akzeptiert. Es war schon kaum auszuhalten, der täglichen Hygiene nicht gerecht werden zu können, aber das konnte ich immer noch "mit mir ausmachen". Aber das andere...

      Komischer Weise empfinde ich den Gedanken Pflege zu gebrauchen, wenn ich durch eine andere Krankheit mich nicht mehr selbst versorgen könnte, alsweit nicht so schlimm :confused:. Das liegt vielleicht daran, daß das Dicksein so dermaßen negativ verhaftet war. (Schuldgefühle, eben selbst dafür verantwortlich zu sein, häßlich, eklig und nicht liebenswert zu sein ect...)

      An diesen Punkten arbeite ich nun schon einige Jahre in der Therapie, bekomme diese Gefühle aber noch nicht vom "Dick sein" gelöst. So tief sitzen sie. Ich habe aber gelernt, das Alte "abzutrennen" und jetzt anders mit mir und meinem Körper umzugehen und jetzt, mit dem viel weniger Gewicht, bestärken und unterstützen mich so viele positive Gefühle - das ist eine große Hilfe mich und mein "neues" Bild.

      Ich BIN wertvoll.

      Ich MAG meinen Körper, denn er ist imer für mich dagewesen und hat selbst zu Hochgewichtszeiten versucht alle Funktionen aufrechtzuerhalten.

      Wäre es aber ohne Op so weitergegangen (und das wäre es, es waren einfach ZU viele negative Dinge auf einem Haufen), wäre mein Leben so oder so nicht mehr weitergegangen. Also habe ich in Kauf genommen bei der Op zu versterben.

      Und was die Zunahme angeht - ich glaube einfach nicht daran, daß ich je wieder so viel wiegen könnte. Mein Eßverhalten ist einfach nicht so. Ich war ein Volumenesser und ich aß immer so viel, weil so viel "reinging". Jetzt geht eben viel weniger und das kann ich genauso akzeptieren. Ich habe noch nie versucht über das leichte Druckgefühl(was man merkt, wenn es genug ist) drüber zu essen. Ich hör auf und fertig. Das einzige, was mir einen Strich durch die Rechnung machen könnte, wären Unmengen an Süßem, Eis, Kuchen, Chips ect. und kalorienhaltigen Getränken. Aber so habe ich nie gegessen und wüßte nicht, wieso ich jetzt damit anfangen sollte. Klar soll man nie NIE sagen, aber ich arbeite positiv an mir, das ist es, was ich tun kann.

      Sicher ist eine leicht Gewichtszunahme immer möchgleich, genauso wie Schwankungen, aber ich bin fest davon überzeugt, daß ich da nie wieder lande.

      Vielleicht ist das so, weil ich mehr als einmal in den Abgrund hineingesehen habe. Durch mehr Glauben an mich und dadurch, daß meine Eßstörung in kleine Teile gebrochen wurde und ich wirklich anfange mich und meinen Körper lieb zu haben, ändern sich die Parameter. Auch wenn mir jetzt schon meine Tittis bis in die Schuhe hängen :D - ist mir egal! Ich kann jetzt meinen Körper im Spiegel anschauen und einfach D A N K E sagen.

      Der Umstand wieder täglich duschen, laufen und sich bewegen zu können ist einfach so überwältigend.

      Toastbrot
    • Auch ich sage Danke , Toastbrot. Mir ging es viele Jahre ähnlich wie dir. OK ich war immer in der Lage mich selber zu pflegen, wäre das nicht gewesen, hätte ich nicht gewußt, ob ich damit hätte leben können. Bei mir waren , obwohl ich immer mobil war, trotzdem jede Menge Krankheiten aufgetreten ,die zum Teil durch das massive Übergewicht lebensgefährlich wurden. Ausschlag für mich waren aber auch noch andere Dinge. Meine Kinder z.B die sich mitunter recht bösartige Sprüche von Schulfreunden , Lehreren ect anhören mußten , waren z.B mit ein Grund, mich operieren zu lassen. Acuh das ich meinen erlernten Beruf in der Pflege nicht mehr ausüben konnte, war einer.
      Ich habe ja nunmal einen Bypass und sehe, wie gut es mir damit geht. Kein zwanghaftes Essen und der Gedanke ums Essen der einen praktisch immer begleitet hat. Endlich mit meinen Kindern Dinge zutun ,die Jahrelang nicht möglich waren. Meine Medi. soweit runterschrauben bzw weglassen zu können , wie vor meiner dicken Zeit. Meinen geliebten Sport ( Reiten ) wieder ausüben zu können ,ohne Angst haben zu müssen ,dass das Pferd unter einen zusammenbricht. Auch ich wußte, das diese OP mein Tod hätte sein können,so habe ich dieses Risiko bewußt auf mich genommen. Denn so wollte und konnte ich definitiv nicht mehr weiterleben.
    • Nightfly schrieb:

      Ausschlag für mich waren aber auch noch andere Dinge. Meine Kinder z.B die sich mitunter recht bösartige Sprüche von Schulfreunden , Lehreren ect anhören mußten , waren z.B mit ein Grund, mich operieren zu lassen.


      Das finde ich schlimm...Wäre für mich nie ein Grund mich operieren zu lassen - viel wichtiger finde ich Kinder so zu erziehen, dass sie damit umgehen können.

      Aber das war ja bei dir auch nicht der einzige Grund...
    • Das lebensgefährliche Übergewicht *uuuuuuuuuuh*!
      Warum kriegen eigentlich alle operierten Dicken vor ihrer AC von den Ärzten mitgeteilt, dass sie nimmer lange leben? Sind das Hellseher? Zu mir hat das noch kein Arzt gesagt und ich bin wirklich sehr dick.
      Ganz ehrlich? Ich glaub fast diese Dollarzeichen-Weißkittel merken es einfach, wer labil und fertig genug ist um auf diese Masche anzuspringen. Es ist und bleibt ein Riesengeschäft für die Ärzte und die Kliniken, es muss nur genug Verzweifelte geben und notfalls werden die von den Ärzten mit "Psychotricks" manipuliert, sodass sie sich lieber an einem gesunden Organ rumschnitzen lassen, als ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen.

      Wahrscheinlich bin ich ein Zombie und Pandora, Nette, Martina und und und... auch, weil die sind mindestens genauso dick wie ich und leben heiter und munter vor sich hin. Oder wann habt ihr so geplant zu sterben?
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • die chirurgen haben dafür auch einen neuen "fachbegriff" erfunden. die "morbide adipositas" gab es vor 10 jahren noch nicht.

      ich falle übrigens seit jahren in den morbiden bmi-bereich und denke noch lang nicht daran zu sterben ;).
      Lieben Gruß

      Rita
    • Ich finde das echt komisch, dass die AC-Opfer ausnahmslos Todeskandidaten waren, bis sie endlich einen Arzt fanden, der sie erlöste.
      Gottseidank wurde ich noch nicht gefunden.
      Es ist sicher nicht so, dass ich nicht meine Zipperlein hätte, manche mögen sogar dickenspezifisch sein, aber ich bin nicht krank. Und vor allen Dingen nicht in "Lebensgefahr", jedenfalls nicht mehr oder weniger als es eben im normalen Leben jeder ist.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]