Mehr Lebenslust als schlanker Mensch?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • Wir haben hier auch eine Hochschule für Kunst&Design. Aber da haben wir wieder das Pärchenproblem hier. Alle, die ich kenne sind liiert. :rolleyes:
      Manchmal denke ich, ich bin nicht mehr normal, gemessen an der heutigen Spaßgesellschaft. Ich kann ohne Bücher nicht leben, genauso wenig wie ohne alle anderen Kunstformen. Ich hoffte ja im Studium und im Studiengang auf möglich viele Gleichgesinnte zu treffen. Nur muss ich zugeben, sind die wenigsten ernsthaft an überhaupt etwas interessiert, als vielmehr daran, wo die nächste Party steigt.
      Ich bin ja nun auch kein Kind von Traurigkeit. Aber ich bin der Meinung, dass Leben nicht nur aus Massenbesäufnissen besteht. :grins:
    • Gott sei Dank

      Gott sei Dank gibt es viele wie Du.
      Versuch erst mal in den Verein der Theaterfreunde
      zu kommen, dann vielleicht selbst mal zu probieren,
      Regie zu führen, solche Sachen. Du kommst mit
      ganz anderen Leuten zusammen, die sich nicht besaufen wollen.
    • Ich habe vor mich hier an der Oper als Statist zu versuchen. Ich habe eigentlich immer gern Theater gespielt. Aber es ist dann irgendwann eingeschlafen. :( Meine Freundin spielt schon seit Jahren dort mit und will mich da irgendwie einschleusen. :applaus:
      Mal sehen, ob es was wird. Leider bin ich selbst weder malerisch, noch musisch begabt. Ich höre bzw. sehe nur gerne Leuten zu, die das können ^^ Die Phantasie ist da, an der Umsetzung haperts. Ich habe manchmal Bilder im Kopf, oder Ideen für Kleidung. Aber da ich Grobmotoriker bin..nunja wirds dann praktisch gesehen meistens nichts.

      Wie gesagt ich denke manchmal ich bin schon für mein Alter ziemlich altmodisch und erscheine deswegen vielen vielleicht als langweilig und spießig. Viele meinen meine philosophische Art nervt auf Dauer. Aber, dass sind dann auch Leute, die eher an Oberflächlichkeiten orientiert sind.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sassy ()

    • Sassy schrieb:

      Ich habe vor mich hier an der Oper als Statist zu versuchen. .


      Ja, mach das. Es macht einfach einen Riesenspaß und wenn du nicht aufpasst, wirst du einen Großteil deiner Zeit im Theater verbringen. Und trotz Übergewicht bin ich oft eingesetzt worden. und mehr als einmal an sehr exponierter Stelle.
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
      [/COLOR][/SIZE][/FONT]

      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • Lebenslust hat was mit "Lust" zu tun. Und Lust kommt von innen, nicht von Äußerlichkeiten. Mit Größe 46 fühle ich mich lebens-lustiger als vor Jahren mit 36.
      In dem Video von Joy Nash kam so richtig ihre LUST am Leben raus. (Färbt der Frau die Haare schwarz und verpasst ihr eine dicke schwarze Brille - meine jüngere Zwillingsschwester!) Ich liebe Joy Nash! Die bringt es auf den Punkt.

      Für gegenseitige Streicheleinheiten habe ich aktuell einen (verheirateten) Lover. Seine Frau ist 10 Jahre jünger und 30 Kilo leichter als ich. So what?
      Mag sein, dass ich nur Sexobjekt bin. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Naja. Wir mögen uns auch so, und unsere Gespräche sind wesentlich interessanter als der Sex.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Lebenslust hat was mit "Lust" zu tun. Und Lust kommt von innen, nicht von Äußerlichkeiten.
      In dem Video von Joy Nash kam so richtig ihre LUST am Leben raus.



      Ja das fand ich auch so toll daran. Sie hat richtig von Innen nach Außen geleuchtet. Strahlte Zufriedenheit und Freude aus. :applaus:

      Sophie schrieb:


      Für gegenseitige Streicheleinheiten habe ich aktuell einen (verheirateten) Lover. Seine Frau ist 10 Jahre jünger und 30 Kilo leichter als ich. So what?


      Mh hab schon oft gehört, dass sich Männer bzw. Frauen Affairen suchen, in denen sie das ausleben, was in der Beziehung/Ehe etc. nicht geht. Viell. reizt ihn ja dieses Neue, andere an dir.

      (OT: Wie kommt dein Gewissen damit klar, dass du eine Affaire mit jemandem hast, der Frau und womöglich Kinder zu Hause sitzen hat? Ich könnte das nämlich nicht mit mir vereinbaren, auch wenn ich denjenigen anziehend finden würde bzw. auch von seiner Seite was kommt)
    • Ja, zum Ernst der Sache: Etwas ähnliches dachte ich auch. Schaffst Du es, damit zurecht zu kommen? WIE schaffst Du es gewissensmäßig? Wie ist es, an Wochenenden und Feiertagen, die der Frau bzw. Familie gehören, allein zu sein?

      Ich hatte diese Situation früher selbst einmal und weiß seitdem genau: Nie wieder! Ich fand, man geht kaputt daran ...
    • Mal davon abgesehen, dass ich mir denken würde, wenn es rauskommt (von seiner Seite aus), ich bin die Frau wegen der seine Familie kaputt gegangen ist.

      Mag sein, dass ich da zu sensibel bin, aber ich hatte auch ab und an die Sistuation, wo ich merkte ich bin jemandem mehr als sympathisch...ich dann aber wusste, er hat Freundin/Frau und Kinder und ich dann immer abgeblockt habe, obwohl von seiner Seite aus was kam. Eben aus den oben genannten Gründen. Wie ist das? Blendet man das aus?
    • Äh ja... Also meinetwegen ist seine Ehe nicht kaputt. Und allein bin ich auch nicht am Wochenende. Wir sind beide verheiratet, nur nicht miteinander. Und auch meine Ehe lag schon vorher in Scherben. Wenn vom eigenen Partner nicht das Verständnis für lebenswichtige Belange kommt, sucht und findet man es eben woanders. Das Problem sind weniger unsere jeweiligen Partner, als unsere Jobs. Ich bin Gewerkschaftsfunktionärin, er vom Arbeitgeberverband...
      Aber mehr will ich nicht dazu sagen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Wenn vom eigenen Partner nicht das Verständnis für lebenswichtige Belange kommt, sucht und findet man es eben woanders.


      Es ist schon traurig, wenn einen der Partner nicht in den Dingen, die einem persönlich wichtig sind unterstützt oder man in einer Beziehung nur zurückstecken muss. Das hält keiner auf Dauer aus.

      Aber, vielleicht bin ich da eine Spur zu idealistisch, sollte man nicht versuchen darüber offen zu sprechen bzw. wenn man das mit dem Partner nicht kann...andere Konsequenzen ziehen z.B. sich trennen. Mir erscheint dieses "Fremd Gegehe" immer als einfacher, aber auch scheinheiliger Weg, der oft damit gerechtfertigt wird, dass es in der Beziehung nicht mehr läuft, oft mit dem leichten Unterton "Ich hatte ja quasi keine andere Wahl, ich war so unglücklich mit dir!".

      Sorry, aber da sprechen meine Erfahrungen aus dem Freundeskreis. Ich will dich keinesfalls verurteilen, sicher muss man immer die individuellen Umstände berücksichtigen.
    • Hab gerade im anderen Thread gelesen, dass du dich gerade komplett umorientieren möchtest und dass es dir gerade nicht so gut geht.
      :troest2:
      Tut mir Leid, wenn ich in offene Wunden gestochen habe, aber ich wollte nur meine Meinung dazu äußern. Ist ja auch OT.
    • Verstehe; gerade in Anbetracht des anderen Threads wäre es wenig taktvoll, noch weiteres dazu zu schreiben; ich finde es schon sehr offen von Dir, was Du geantwortet hast. Die Problematik ist bei beiderseitigem Gebundensein sicherlich eine noch größere.

      Sorry, auch ich wollte Dir nicht zu nahe treten, sollte mehr Anteilnahme bekunden.
    • Mal wieder back to topic.

      Als ich heute mit zwei Kommilitoninnen an der Bahnhaltestelle gewartet habe, kam ein sehr sehr dünnes Mädchen vorbei. Viell. 50kg auf 1,75m, sehr hübsch. Die Kommentare von meinen Begleiterinnen (beide schlank) "Boah die ist bestimmt magersüchitg, normal ist das nicht!" :ignore:

      Ich denke auch sehr dünne Leute sind oft Vorurteilen ausgesetzt. Ich kenne viele Menschen, die einfach einen so komischen Stoffwechsel haben, dass sie nicht zunehmen, obwohl sie teilweise mehr essen als manch anderer. Die belasten diese Unterstellungen und die ständigen Kommentare wie "Hungerhaken" oder "Iss mal mehr!" auch.

      Die Menschen neigen leider leider zu starken Pauschalisierungen und zu stereotypen Zuordnungen.

      Irgendwie ist es aber komisch: ist man normal gebaut, ist man schon fast zu dick, ist man dünner als normal, ist man magersüchtig und "abgemagert". Diese widersprüchlichen Idealvorstellungen finde ich in Bezug auf junge Menschen, die sich an sowas stark orientieren sehr bedenklich.
    • Da aber LIEBE nicht immer bedeuten muss, dass man sich nicht auch mal missverstehen kann - und da auch Eltern, wie alle Menschen, irren können und Schranken im Kopf haben - kommt eben dieser Zwiespalt zustande.


      Meine Eltern begründen ja das Rummeckern an mir immer mit Liebe. "Wir sagen Dir das nur weil wir Dich so lieben, das ist pure Liebe."
      Wenn ich dann sage, dass es mir aber besser geht, wenn sie mir nicht ständig Diätvorschläge machen und sagen wie schrecklich ich aussehe. (Allein schon der leidende, unglückliche Blick meiner Mutter wenn sie mich von Kopf bis Fuß betrachtet..:sonicht:), dann wiederholt sich leider "wir sagen es nur aus Liebe!" IN Wahrheit geben sie mir nur das Gefühl dass mit mir was nicht stimmt in Ihren Augen und ich total versagt habe. Ist natürlich Quatsch, aber es nervt trotzdem. Vor allem geht das von meiner Mutter aus schon so seit Kleidergröße 36, da fand sie mich auch schon fett und hat mir Diättips gegeben "aus lauter Liebe".

      Und ich find´s sowieso ätzend aufs Gewicht reduziert zu werden. Wenn meine Eltern/ Familie mich sehen sehen sie nur FETT, habe ich das Gefühl. Egal was ich sage und was ich erzähle irgendwann schaffen sie IMMEr die Brücke zum Gewicht und dass das an allem Schuld sei.
      Wenn ich Halsweh habe oder Heuschnupfen, laut meiner Mutter alles vom Gewicht. :confused:

      Und auch bei Männern find ich´s eigentlich ätzend wenn die NUR INteresse an einem haben aufgrund des Gewichts. Aber "man" ist halt doch ein "Augentier", also fixiert auf die Optik. (Wobei ich halt mehr aufs GEsicht gucke als auf den Körper, wenn es ums aussehen geht.)
      Aber klar, der erste Ausschlag gibt dann eben das Äußere (die Figur). Aber wenn das INteresse eben NUR die Figur ist, dann hab ich schon die Nase voll.
      Andererseits würde ich auch keinen wollen, der mich "trotz" des Gewichts nimmt. Das find ich irgendwie beleidigend.

      Und: Wenn du deine fünfunddreißig Kilo abgenommen hast, rennen die Männer die scharenweise hinterher.

      Und das ist soooooo lächerlich! Wie gesagt ich war früher total dürr und hab auch alle Gewichtsklassen dazwischen durch und mit dem hinterherrennen von Männern hat das nix zu tun. Das liegt daran, ob Du Dich wohl fühlstoder nicht.
      Ich hatte meine schönste Lebensphase als ich Kleidergröße 46 hatte und da hatte ich auch die meisten VErehrer. Und das nicht WEGEN Kleidergröße 46 sondern weil es mir so gut ging, mein Leben super war und ich wegen meiner Ausstrahlung auch bei Männern gut ankam. Und deswegen hab ich mich da auch gewichtsmäßig am wohlsten gefühlt! Weil eben alles stimmte!
    • Rapunzel schrieb:


      Egal was ich sage und was ich erzähle irgendwann schaffen sie immer die Brücke zum Gewicht. Wenn ich Halsweh habe oder Heuschnupfen, laut meiner Mutter alles vom Gewicht. :confused:



      DAS kenne ich auch. Ich habe seit 14 Jahren chronische Migräne. Mal mehr, mal weniger. Aber natürlich kommen die schweren Anfälle vom Gewicht, auch meine Verspannungen, die ich ab und an vom Sitzen in der Uni und vom Lesen habe kommen...na ratet mal: vom Übergewicht.
      Aber inzwischen mache ich Witze drüber. Ich hatte z.B. einen leichten Sonnenbrand und erzählte meiner Mum davon am Telefon mit dem Zusatz "...und nein, der kommt nicht durchs Übergewicht!"
      Schlafstörungen vor wichtigen Ereignissen oder bei Stress: kommt von zu wenig Bewegung, Rückenschmerzen: zu wenig Bewegung, Magenprobleme: zu viel Schokolade..etc. :mad:
    • Solche Eltern gehören wohl zu der Generation, die meint, Anerkennung/"Liebe" muss man sich durch Leistung verdienen; in dem Fall besteht die Leistung darin, schlank zu sein bzw. sich beherrschen zu können :mad:.

      Das kenne ich leider sehr gut :mad::mad:
      Viele liebe Grüße

      von Aitack :zwinker:
    • Mh so pauschalisieren lässt sich das bestimmt nicht. Jede Person hat Stärken und Schwächen. Die haben Eltern eben auch. In einigen Erziehungsdingen/Führsorge/Unterstützung sind sie für einen da, in anderen Bereichen machen sie Fehler. Auch sie sind durch die Gesellschaft beeinflusst. Die Ursache dafür, dass immer mehr Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder dick werden, da sie sonst gesundheitlichen und sozialen Problemen ausgesetzt werden könnten, liegt meiner Meinung nach viel mehr zurück und ist die jahrzehntelange "Gehirnwäsche" von Seiten der Medien und Kulturgesellschaft.
      Was die Schwächen & Fehler angeht. Ich denke da nur an mich, es fällt soo schwer sich diese einzugestehen, weil jeder von sich nur das Beste denkt. Man fühlt sich immer irgendwie kurz persönlich angegriffen, wenn man darauf hingewiesen wird, was an einem nicht gut ist bzw. woran man arbeiten sollte.
      Auch Eltern mögen es nicht, wenn die eigenen Kinder plötzlich aufzeigen, was sie in der Erziehung falsch gemacht haben bzw. was in der Eltern-Kind-Beziehung nicht stimmen mag. Die meisten Eltern wollen einfach nur, dass es die Kinder so einfach wie möglich haben, maximale Erfolge erzielen und glücklich sind.
      Unsere Gesellschaft ist eine, in der es einfacher ist, wenn man nicht von der Norm abweicht oder den gesetzten Idealen entspricht. Niemand hat es gerne schwer. Die meisten, die es schwer haben bzw. hatten, egal aus welchen Gründen auch immer, haben das nicht freiwillig. Man arrangiert sich eben mit dem, was einem die Natur oder der jeweilige Lebensweg mitgegeben hat.
      Der eine hat Minderwertigkeitskomplexe, weil er nicht "dazugehört" und der gesetzten Norm entspricht, der andere, der seinen Zustand akzeptiert und sich arrangiert zieht daraus Selbstbewusstsein.
      Wichtig ist vor allem, dass man sich selbst leiden mag. Und das ist meines Erachtens in der heutigen Gesellschaft die Hauptbaustelle.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sassy ()

    • Mh hab schon oft gehört, dass sich Männer bzw. Frauen Affairen suchen, in denen sie das ausleben, was in der Beziehung/Ehe etc. nicht geht.

      Gerade auf den "dicken Partnerbörsen" treiben sich solche Männer ja "en masse" herum. Ich frag mich eher wie diese Männer das mit ihrem Gewissen vereinbaren können!
      Was ich auch total ätzend finde, ist, dass anscheinend auch einen Großteil von Männern einen Zusammenhang zwischen "dick" und SM sehen, auf jeden Fall in diesen Online-Partnerbörsen. Entweder wollen sie von dicken Frauen dominiert werden oder dicke Frauen erniedrigen. Sie verbinden das halt mit dicken Frauen. Zum Glück sagen die meisten das aber auch von Anfang an und dann kann man ja abwinken.