Pro Sieben ~ Wunder-OP

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    • :) In dem Thread "100 Gründe fürs Übergewicht" habe ich ziemlich ausführlich über mein Krankheitsbild geschrieben und dabei auch die ein oder andere schlechte Erfahrung geschildert, die ich vor allem in diesem Bereich und von Fachpersonen ausgehend, machen musste.

      Die Dinge, die mir im privaten Bereich schon widerfahren sind, habe ich außen vor gelassen, weil vermutlich dort OT. Natürlich bin ich auch nicht jeden Tag nur gut gelaunt und fröhlich, habe auch schlechtere Phasen oder bin extrem dünnhäutig. Aber wenn nun eine gute Fee käme, mir den Wunsch nach plötzlicher Gesundheit, einer schlanken Figur und einem damit vermeintlich besseren Leben erfüllen würde, dann wären die Letzten, die ich dann im Stich oder hinter mir lassen würden, meine Familie und meine Freunde.

      Denn die stützen mich, die halten zu mir, die lieben mich so wie ich bin, akzeptieren mich mit all meinen Schwächen und Fehlern, wenden sich nicht von mir ab, weil ich nicht der Norm entspreche und pflegebedürftig bin und verzichten - wie z.B. mein Mann - damit selbst ein Stück weit auf Lebensqualität.

      Und - auch wenn es unglaublich klingt - es gab, z.B. im geschäftlichen Bereich - schon Menschen, die ihm hinter vorgehaltener Hand geraten haben: Verlass' doch diese dicke, kranke Frau, die behindert Dich doch nur und ist ein Klotz am Bein!

      Wir hatten übrigens gerade unseren 26. Hochzeitstag und meist sind es gerade diese Schönen, Reichen, Erfolgreichen, Schlanken, die einem dann den unerschütterlichen und bedingungslosen Zusammenhalt neiden. :)
    • Seit dem hab ich wieder sehr daran zu knabbern und denke mir oft wie das wäre wenn ich 45 kg wiegen würde. dann würde einfach keiner mehr lachen und ich würde mich schöner fühlen usw usw usw..


      Hallo Stricknadel
      Im Prinzip weiß ich, was du sagen willst, aber auf die Realität bezogen, sieht das anders aus. Erstens mal haben Normalgewichtige genau so viele Probleme, wie Übergewichtige; vielleicht liegen sie nur auf einem anderen Schwerpunkt (das Wort paßt doch :-D).

      Bezogen darauf, durch eine operative Maßnahme, viel Gewicht zu verlieren, kann ich dir den Zahn allerdings ziehen. Zwar ist nicht jede Haut gleich, aber wenn man sehr viel abnimmt, ist die Wahrscheinlichkjeit nachher eher wie ein japanischer Faltenhund auszusehen, groß :rolleyes:. Und wenn man sich damit nicht schon vor der OP richtig auseinandergesetzt hat, kann diese Sache viel Potential für neue "Abstürze" bergen...

      Ich werde wohl leider auch nicht um Wiederherstellungs Ops rumkommen :-o. Wenig bis gar nicht aus optischen Gründen, sondern weil der Hautüberschuss mir jetzt schon Probleme bereitet. Und glaub mir...diese Ops machen mir richtig Angst. Im Gegensatz dazu ist die minimalinversive Magen Op ein Kindergeburtstag! Wenn ich alleine an die entstehende Wundfläche denke, wird mir ganz anders...:cool:

      Was ich aber eigentlich sagen will. Probleme gibt es zu jeder Zeit und zu jedem Anlass. Ob man nun dick, dünn, groß, klein, grün oder gelb ist. Entscheidend ist, wie man damit umgeht und daß man sich selber nie aus den Augen verliert.

      Samatha Jones, aus Sex and the City, sagte in dem ersten Film folgenden Satz zu Smith, von dem sie sich nach langer Beziehung trennt: "Ja, ich liebe dich noch, aber ich liebe mich mehr. Ich habe seit 49 Jahren eine Beziehung zu mir selber und das ist die, an der ich arbeiten muss."

      ...finde ich großartig
      Toastbrot
    • Toastbrot schrieb:


      Samatha Jones, aus Sex and the City, sagte in dem ersten Film folgenden Satz zu Smith, von dem sie sich nach langer Beziehung trennt: "Ja, ich liebe dich noch, aber ich liebe mich mehr. Ich habe seit 49 Jahren eine Beziehung zu mir selber und das ist die, an der ich arbeiten muss."

      ...finde ich großartig
      Toastbrot


      ;) Hallo Toastbrot, bitte entschuldige, wenn ich Dir in dem Punkt vehement widerspreche. Mal abgesehen davon, dass ich mit den vier Chicas aus "Sex and the Chity" so gar nichts am Hut habe (aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung), so finde ich diese Aussage vor allem egoistisch, borniert und einseitig. Die Protagonistin macht es sich damit doch recht bequem, denn die Kunst einer langjährigen Beziehung, in der beide Partner nicht zu kurz kommen, liegt nicht darin, dass jeder an sich denkt, sondern dass man auch kompromissbereit ist und eher einen Schritt aufeinander zugeht, als nur an sich selbst zu denken und eine langjährige Beziehung deshalb zu beenden. Ebenso wenig sollte man aber z.B. nur abnehmen oder sich solch einer OP unterziehen, weil dies der Partner so wünscht. Gemeinsam an einem Strang ziehen, das ist wohl das Geheimnis, sonst folgt auf glückliche Zweisamkeit schnell Einsamkeit. Will auch heißen, dass man durchaus an sich selbst denken und mit sich im Reinen sein soll, aber doch nicht auf Kosten der Partnerschaft. Wie würde "frau" wohl im umgekehrten Fall reagieren, wenn ihr der Partner diesen Satz bei der Trennung um die Ohren hauen würde?? ;)
    • Pfundsweib schrieb:

      ;) Hallo Toastbrot, bitte entschuldige, wenn ich Dir in dem Punkt vehement widerspreche. Mal abgesehen davon, dass ich mit den vier Chicas aus "Sex and the Chity" so gar nichts am Hut habe (aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung), so finde ich diese Aussage vor allem egoistisch, borniert und einseitig. ;)


      Ich habe mit "Sex and the City" auch nichts am Hut - und dem was Du zu glücklichen Beziehungen gesagt hast stimme ich größtenteils zu. Obwohl ich finde, dass diese Kompromisse nur so weit gehen sollten, dass man sich nciht verbiegen oder verleugnen muss.

      Trotzdem reicht Liebe manchmal nicht aus und es kann passieren, dass man sich selbst so entwickelt, dass es mit dem Partner nicht mehr passt. Ich spreche da aus Erfahrung...
    • Mal von Samantha abgesehen. Ich denke jeder hat seine Probleme, ob dicke, dünne, große, kleine Menschen. Niemand ist immer rund um glücklich und wer das behauptet lügt.
      Aber ich denke schon, dass man sich bei einer starken äußerlichen Veränderung egal in welche Richtung und von welcher Art auch charakterlich verändert. Man bekommt einfach eine ganz andere Rückmeldung von der Außenwelt und niemanden lässt das kalt. An niemandem prallt alles ab. Da kann man noch so selbstbewusst sein. Ob das dann so stark in die andere Richtung geht, wie im Bsp. von Pfundsweib beschrieben hängt denke ich doch davon ab, ob "Anlagen" da waren oder nicht. Wenn jemand plötzlich vom lieben, warmherzigen, toleranten Menschen zu einer arroganten, intoleranten Kuh wird...dann finde ich das schon sehr krass, um es allein auf die Gewichtsabnahme zu schieben.
      Ich habe auch mal sehr viel abgenommen. Sehr viel. Aber ich bin dadurch kein anderer Mensch geworden. Das sagt man ja leider oft "Du hast aber abgenommen, bist ein ganz anderer Mensch!" Als ob die Gewichtsabnahme in irgendeiner logischen Verbindung zum Mensch-sein stehen würde. Lächerlich.
    • Toastbrot schrieb:



      Bezogen darauf, durch eine operative Maßnahme, viel Gewicht zu verlieren, kann ich dir den Zahn allerdings ziehen. Zwar ist nicht jede Haut gleich, aber wenn man sehr viel abnimmt, ist die Wahrscheinlichkjeit nachher eher wie ein japanischer Faltenhund auszusehen, groß :rolleyes:. Und wenn man sich damit nicht schon vor der OP richtig auseinandergesetzt hat, kann diese Sache viel Potential für neue "Abstürze" bergen...

      Toastbrot



      Nene ich wollte es nicht so rüberbringen das ich auch gern eine Op hätte und ICH es mir leicht vorstelle - und das mit der Haut... Das Problem hab ich auch Besonders Busen und die verhasste Fettschürze macht mir zu schaffen. Vermutlich werde ich mich auch wegen einer Straffung informieren irgendwann... Was ich mit diesem Beispiel meinte war das sich die Betroffenen von dem alten Leben trennen, weil sie eben durch den massiven Gewichtsverlust sich einfach wie ein neuer Mensch fühlen und weniger Kilos = besserer, schönerer, erfolgreicher.

      Hat auch viel mit "sich was vormachen" zutun. In meiner Familie/Verwandschaft gibt es einige Fälle von Übergewicht und wenn da mal einer es wieder durch ne Diät kurzzeitig geschafft hat abzunehmen dann muss man es auch immer ertragen wie die Person dann nicht nur angibt, sich wie eine Diva aufführt, nur noch darüber redet und auch vermeintlich nett gemeinte "willste nicht auch langsam mal..."-Abnehmtipps an die Backe geschmiert bekommt. Das sie aber nach dieser Diät wieder das Doppelte zunehmen verdrängen sie und werden dementsprechend auch wieder kleinlaut wenns so weit ist :rolleyes:

      Ich glaube aber dieser leicht schizophrene Hauch wurde durch die Gesellschaft, Familie und Umwelt gefördert, Dort heist es: Wer Fett ist, ist Mensch 2. und 3. Klasse.
    • Stricknadel schrieb:


      Ich glaube aber dieser leicht schizophrene Hauch wurde durch die Gesellschaft, Familie und Umwelt gefördert, Dort heist es: Wer Fett ist, ist Mensch 2. und 3. Klasse.



      Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob ich vielleicht in einer anderen Welt lebe. Denn das o.g. kann ich so nicht unterschreiben oder aus meinen Erfahrungen heraus bestätigen.

      Ich will auf keinen Fall irgend etwas beschönigen und ich finde, dass dicke Menschen oft diskriminiert werden und viele Vorurteile im umlauf sind. Aber das nun der generelle Tenor (außer vielleicht im Privatfernsehen) ist, dass Dicke Menschen zweiter oder dritter Klasse sind erlebe ich so - Gott sei Dank - nicht. Weder in meiner Familie, am Arbeitsplatz, in meiner Freizeit noch anderswo. Ich frage mich gerade woran das liegen mag?
    • Ich spreche nur aus meinen eigenen Erfahrungen die ich durch meine Umwelt, Mitmenschen und Familie gemacht habe - ich will das nicht verallgemeinern und alle über einen Kamm scheren. Ich habe ja auch insgeheim die Hoffnung das es woanders auf diesem Planeten nicht so ist wie in meinem Umfeld. Und das von Hummelchen zu lesen freut mich sehr und stärkt die Hoffnung darauf :)
    • Ich finde die Aussage von Samatha (die Serie jetzt mal außenvorgelassen) in so fern richtig und gut und NICHT egoistisch, weil die wichtigste Beziehung, die man im Leben hat, nunmal die mit sich selber ist. Die Aussage meint ja nicht, daß man sich jetzt nur noch geil findet und ohne Rücksicht auf Verluste sein Leben auslebt. Das wäre das andere Extrem.

      Frauen sind ja stark in die Richtung gedrängt worden bloß ja an andere zu denken, sich aufzugeben, gar nicht erst zu fragen, WER oder WAS sie eigentlich selber sind. Was IHRE Talente und Vorzüge sind und wohin sie sich entwickeln können, steht gar nicht zur Debatte. Nicht umsonst gibt es so viele Frauen mit Helfersyndrom und psychischen Problemen.

      Klar bedeutet eine Beziehung arbeit von beiden, es bedeutet aber nicht, nur nach dem Anderen zu leben und ihm sein Leben schöner zu gestalten.

      Ich bin der felsenfesten Meinung, wenn es einem selber gut geht und man bei sich ist, erst dann kann man auch gesund mit Anderen leben. Und Selbstliebe gehört entscheidend dazu.

      Daß es die nicht beim Discounter um die Ecke gibt, ist klar. Ich tu mich da, genau wie andere, auch schwer, es ist nicht leicht. Ich habe das aber als Ziel definiert und versuche das nicht aus den Augen zu verlieren.

      Toastbrot
    • :) @toastbrot: Mich wundert nicht nur der Inhalt des Zitates, sondern vor allem auch die Tatsache, dass die Aussage aus einem Hollywood-Schmachtfetzen für großartig erachtet wird, in dem es sich hauptsächlich um Oberflächlichkeiten und die ach so unvorstellbaren Probleme von vier kaufsüchtigen, teilweise leicht hysterischen und - wie würde es Hella von Sinnen ausdrücken - "magersüchtigen Frettchen" dreht.

      Gerade hier in diesem Thread wird es doch in den meisten Posts zum Ausdruck gebracht, dass die von den Medien vorgegaukelte Scheinwelt, inklusive der Übertreibungen in möglicherweise ganz witzigen und unterhaltsamen Blockbustern, teilweise mit dafür verantwortlich sind und einige korpulente Menschen dazu antreiben, sich den Risiken einer OP auszusetzen, weil sie glauben, ihr Leben würde sich dann zum Besseren wenden.

      Bestimmt mussten auch nicht erst Carrie+Co antreten, um die Frauenbewegung anzuschieben - die gab es schon zu einer Zeit, als deren Mütter noch Schülerinnen waren.

      @Hummelchen: Wenn man sich vom Partner trennt, weil man/frau sich neu verliebt hat oder die Liebe nicht mehr auf fruchtbaren Boden fällt, dann macht es natürlich keinen Sinn, die Beziehung zwanghaft aufrecht zu erhalten und dabei die eigene Persönlichkeit zu leugnen, da stimme ich Dir zu. Aber einfach nur die Aussage: "Ich und die Beziehung zu mir sind jetzt der Nabel der Welt und deshalb verlasse ich Dich!" finde ich kleinkariert, aber es ist ja eh nur Kitsch à la Hollywood. :)

    • Mich wundert nicht nur der Inhalt des Zitates, sondern vor allem auch die Tatsache, dass die Aussage aus einem Hollywood-Schmachtfetzen für großartig erachtet wird, in dem es sich hauptsächlich um Oberflächlichkeiten und die ach so unvorstellbaren Probleme von vier kaufsüchtigen, teilweise leicht hysterischen und - wie würde es Hella von Sinnen ausdrücken - "magersüchtigen Frettchen" dreht.


      Freut mich, dass noch andere das so sehen wie ich. ;)
    • Deswegen wollte ich deutlich machen, nur den Satz als solches zu sehen und die Serie an sich außen vor zu lassen. Es geht mir bei der Bedeutung nicht um Samatha, oder die Serie. :)

      Toastbrot
    • @Pfundsweib - ich denke, es geht mehr um die Aussage an sich (welche ich persönlich schon für richtig halte) - woher sie letztendlich kommt, ist sekundär. ;) Toastbrot hat es ja auch erklärt:
      Ich finde die Aussage von Samatha (die Serie jetzt mal außenvorgelassen) in so fern richtig und gut und NICHT egoistisch, weil die wichtigste Beziehung, die man im Leben hat, nunmal die mit sich selber ist.
    • Pandora schrieb:

      @Pfundsweib - ich denke, es geht mehr um die Aussage an sich (welche ich persönlich schon für richtig halte) - woher sie letztendlich kommt, ist sekundär. ;) Toastbrot hat es ja auch erklärt:


      :nixweiss: Okay, ich versteh zwar immer noch nicht so ganz, warum Toastbrot dann in ihrem ersten Post so dezidiert und explizit auf die Herkunft des Zitats und wer das wann zu wem gesagt hat, hingewiesen hat, aber sie wird ihre Gründe haben. Diese Einstellung - egal woher sie nun rührt - wird dann sicher keine unwesentliche Rolle spielen bei einer derzeitigen Scheidungsrate in Deutschland von über 50%. Ich denke mal, die Kunst, sich selbst zu lieben, anzunehmen und zu verwirklichen, muss nicht gleichbedeutend damit sein, dass Beziehungen daran scheitern. Es ist halt auch ein schmaler Grat von "sich selbst lieben" bis zur "Selbstverliebtheit", dem Narzissmus, deshalb bin und bleibe ich da etwas skeptisch, es sei mir verziehen! ;)
    • Ich würde gerne noch etwas zum Zusammenhang: "Abnahme und Persönlichkeitsveränderung" sagen.

      Ich glaube zwar nicht, dass ein Mensch mit zig Kilos weniger plötzlich ein anderer Mensch ist, aber ich glaube, dass er Dinge nachholen möchte, die vorher nicht möglich waren. Wer vielleicht immer schon ein wenig egozentrisch war, sich aber immer zurückgenommen hat, weil er dachte, dass er das als dicker Mensch müsste, wird vielleicht erst einmal ziemlich egozentrisch - einfach mit dem Gefühl etwas nachholen zu müssen.
      Ich habe diese Wandlung selbst an einer Frau miterlebt und war ziemlich erschrocken darüber.
      Was ich meine ist, dass ich nicht glaube, dass ein Mensch plötzlich ihm völlig fremde Eigenschaften hat, dass bestimmte negative Eigenschaften niemals so gravierend zum Ausbruch gekommen wären.
    • Pfundsweib schrieb:

      :nixweiss: Okay, ich versteh zwar immer noch nicht so ganz, warum Toastbrot dann in ihrem ersten Post so dezidiert und explizit auf die Herkunft des Zitats und wer das wann zu wem gesagt hat, hingewiesen hat, aber sie wird ihre Gründe haben.
      Ja sicher, das macht man so, wenn man "fremde Ideen" nutzt - man erklärt, woher sie sind und verkauft sie nicht als seine eigenen. Hat im weitesten Sinne was mit Urheberrecht zu tun.

      Und die Aussage an sich - unabhängig der Herkunft - finde ich auch nicht so grundverkehrt. Denn was immer auch im Leben passiert, muss man immer mit sich selbst klar kommen. Partner, Freunde, Familie, Arbeitgeber, etc. können kommen und gehen, aber sich selbst hat man bis zur letzten Minute. Das bedeutet ja keinesfalls, rücksichtslos durch die Welt zu gehen. Aber andere zu lieben und von diesen geliebt zu werden, setzt voraus, dass man sich selbst liebt.
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
      [SIZE=1](Søren Aabye Kierkegaard)[/SIZE]
      [/CENTER]
    • ;) @Dralle Deern: Mit Deiner Formulierung, dass man Andere erst dann lieben kann, wenn man sich selbst liebt, gehe ich ja auf jeden Fall auch konform. Aber was mir vor allem so negativ aufgestoßen ist war dies:
      Ja, ich liebe dich noch, aber ich liebe mich mehr
      Das ist es, was mir nicht gefällt, deshalb auch meine Anmerkungen zu Selbstverliebtheit und Narzissmus. ;)
    • Für mich ist das nur die logische Folgerung aus dem, was Dralle Deern schon geschrieben hat:
      Denn was immer auch im Leben passiert, muss man immer mit sich selbst klar kommen. Partner, Freunde, Familie, Arbeitgeber, etc. können kommen und gehen, aber sich selbst hat man bis zur letzten Minute.
      :)
    • Toastbrot schrieb:

      Ja, ich liebe dich noch, aber ich liebe mich mehr


      Ich finde den Spruch überhaupt nicht schlimm, schon gar nicht im von Toastbrot genannten Kontext.

      Wer sagt denn, dass man sich selber nicht mehr lieben darf als einen anderen??? Natürlich sind die Grenzen zwischen gesundem und ungesundem Egoismus oft fließend - aber gerade bei den Mädchen wird heute noch oft versucht, eine gesunde Selbstliebe weg zu erziehen. Andere sind immer wichtiger als man selbst - wenn man das nur oft genug hört, glaubt man irgendwann selber daran. Vor diesem Hintergrund kann so ein Spruch geradezu eine enorm befreiende Wirkung haben.

      Man muss sich nicht immer selbst verleugnen, nur um es anderen recht zu machen. Man darf/muss auch an sich selber denken! Das drückt der Spruch für mich aus.
    • Ich muss zugeben, dass ich den Spruch auch beim ersten Mal ziemlich egoistisch, sagen wir angehaucht fand.
      Aber ich muss sagen, da ist was Wahres dran. Sicher müssen beide Seiten in einer Beziehung Kompromisse eingehen, die Schwächen eines anderen genauso akzeptieren lernen wie die Stärken. Ich finde nichts schlimmer als jemanden, der seinen Partner "umerziehen" will.
      Man sollte jedoch mit den Zugeständnissen nicht so weit gehen, dass man seine charakterlichen Grundsätze, das was einen ausmacht völlig aufgeben muss, nur damit es dem anderen besser geht.
      Grundsätzlich sollte man denke ich eh erstmal versuchen über Unstimmigkeiten zu reden, damit man ggf. etwas daran ändern kann.